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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Dichterhain, Bände 5 bis 8

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Montag, 6. Oktober 2014

Dichterhain + Anke's Fundstücke: KHALIL GIBRAN




im herbst sammelte ich
all meine sorgen und
vergrub sie in meinem garten.
als der frühling
wiederkehrte
- im april -
um die erde zu heiraten,
da wuchsen in
meinem garten
schöne blumen.

                            Khalil Gibran



  1. Khalil Gibran war ein 

    libanesisch-amerikanischer Maler, 
    Philosoph und Dichter.

Kurzfilm: CRACO


Craco by Hauschka 

Enjoy Jazz am 08.10.: Møster! aus Norwegen

Mi 08.10.2014

Møster!

Norwegen
Alte Feuerwache, Mannheim
Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr
VVK 17 € zzgl. Gebühren
AK 22 € 


Kjetil Møster: sax
Hans Magnus 'Snah' Ryan: g
Nikolai Eilertsen: b
Kenneth Kapstad: dr
Mit dem Akkordeon hat er angefangen, als Jugendlicher spielte Kjetil Møster, Jahrgang 1976, ein paar Jahre Gitarre in einer Rockband, um dann doch als Saxophonist und Klarinettist im Trondheimer Musikkonservatorium Jazz zu studieren. Ausgezeichnet mit zahlreichen Jazz-Preisen ließ Møster, der sich auf dem Festival in Molde auch schon einmal die Bühne mit Chick Corea teilte, die Beziehung zum experimentellen Rock nie abreißen. So spielte er nicht nur mit The Core, dem Trondheim Jazz Orkestra, Zanussi 5 oder Ultralyd, sondern ist auch Mitglied der nicht ganz unbedeutenden norwegischen Electronic Rock-Formation Datarock. Für einen Auftritt beim Kongsberg Jazzfestival 2010 trommelte Møster eine Band von Musikern zusammen, die man früher wohl „Supergroup“ genannt hätte: Møster!, die Band mit Ausrufezeichen, vereint nicht nur Musiker der Bands Supersilent, Elephant 9 und Motorpsycho, sondern auch Musiker, die sich gerne im leicht perversen Idiom der 1970er Jahre (Fusion, Prog-Rock) bewegen. Das High-Energy-Livealbum „Edvard Lygre Møster“, benannt nach Møsters Sohn, klingt jedenfalls manchmal nach Soft Machine, manchmal nach King Crimson, manchmal nach den Free-Rock-Freakouts der ganz frühen Kraftwerk – und manchmal nach dem Jazzrock, den John Coltrane vielleicht in den siebziger Jahren gespielt hätte: dunkel, magisch, aber voller Expression.

Hörprobe: Møster!, Descending into this crater 1


Kaiserslautern am Donnerstag, 9.10.: DER CHINESE im Pfalztheater (PREMIERE)

Der Chinese

Farce von Benjamin Lauterbach
Premiere 09|10|2014 | Werkstattbühne


Das deutsch-chinesische Verhältnis in einer absurden Zukunftsvision

Viele Jahre in der Zukunft: In Deutschland herrscht Öko-Wohlstand für alle. Die Menschen sind glücklich. Strenge Gesetze für eine nachhaltige Lebensweise sorgen für Ordnung und Wohlbefinden. China dagegen ist am Ende: das Volk unzufrieden, die Machthaber ratlos. Ausgewählte Repräsentanten werden nach Deutschland entsandt. Sie sollen für unbestimmte Zeit bei deutschen Familien wohnen und Bericht erstatten: Wie machen die Deutschen das bloß mit dem Glück? 

Über diese deutsch-chinesische Vereinbarung kommt der Chinese Herr Ting in das Haus des Erfinders Alexander und dessen Frau Gwendolyn. Die Muster-Familie, vor allem die Kinder Maria-Lara und Niclas, ist in heller Aufregung. Bei Trinkfrüchten und Wellness- Food versucht Ting, die Geheimnisse des deutschen Wunderlandes zu entschlüsseln und stößt dabei zunehmend auf kleinere und größere Abgründe. Doch Ting wahrt zunächst die Fassung und verteilt Geschenke. Die batteriebetriebenen chinesischen Mitbringsel aus Vollplastik versetzen die Kinder zwar in Entzücken, bringen aber das Familienidyll gefährlich ins Wanken. Als der mit Smartphone, Digi-Cam und Wachmachern in Pillenform ausgestattete Ting sich auch noch über alle Maßen für Alexanders Erfindungen zu interessieren beginnt, gerät alles aus den Fugen. Die Grundfesten der deutschen Ordnung sind in Gefahr! Am Ende bleibt nur eins: Der Chinese muss weg! 

Mit seinem Stück „Der Chinese“ war der 1975 geborene Benjamin Lauterbach 2011 zum Workshop des Berliner Stückemarkts einge- laden. Mit bitterböser Schärfe und ironischer Leichtigkeit führt er die Mentalität der deutschen Gesellschaft mit ihrem Hang zu Welterklärung, Regelhaftigkeit und Obrigkeitsgehorsam ins Absurde.

Good Sounds: GLASS ANIMALS, Black Mambo


Freitag, 10.10. in Neunkirchen / Saar: MATTHIAS STOCKINGER, Face to face (Musical)

                                                    Neunkircher Nächte

Matthias Stockinger
Face to face

Freitag, 10. Oktober 2014

20:30 Uhr

Stummsche Reithalle Neunkirchen



Am Freitag, dem 10. Oktober 2014 präsentiert die bekannte Musicalgröße Matthias Stockinger im Rahmen der Neunkircher Nächte ab 20:30 Uhr sein Programm „Face to face“ in der Stummschen Reithalle in Neunkirchen.
Matthias Stockinger kommt für einen Abend zurück in seine Heimatstadt Neunkirchen. In der Stummschen Reithalle präsentiert der sympathische Sänger und Schauspieler eine „Unplugged“ – Version seiner musikalischen Unterhaltungsshow „Face to face“, die sich mittlerweile quer durch Deutschland und über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht hat. Bei „Face to face“ werden musikalische Grenzen humor- und gefühlvoll gesprengt - Cohen, Brel, Sinatra, Boomtown Rats und natürlich auch Auszüge aus seinen Musical-Bühnenerfolgen wie Tanz der Vampire, Evita, Ludwig II. u. v. m. Begleitet wird der gebürtige Neunkircher vom Andy Puhl Trio – bestehend aus dem Pianisten Andy Puhl, dem Multi-Instrumentalisten Amby Schillo und dem Ausnahme-Geiger Vassile Darnea.


Karten für die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Neunkirchen sind zum Preis von 20 Euro zzgl. Gebühren bei allen Vorverkaufsstellen von Ticket Regional (u. a. bei allen Pressezentren von Wochenspiegel und Saarbrücker Zeitung), unter der Tickethotline 0651 – 9790777 sowie online unter: www.nk-kultur.de/halbzeit erhältlich. Der Preis an der Abendkasse beträgt 25 Euro.

Good Sounds: BRYAN FERRY, A Hard Rain's A-Gonna Fall


Das gibt es die nächsten 14 Tage im Mannheimer Capitol (7.-14.10.)

Nach einer erfolgreichen und gelungenen Premiere von „Heldenzeit“ gehen die zahlreichen Veranstaltungen im Capitol weiter. Den Auftakt macht der Bestseller-Autor Tim Boltz. Mit einer neuartigen und irrwitzigen Leseshow ist er am 07.10.14 im Casablanca zu sehen. Weiter geht es mit dem wundervollen Gitarrenkonzert und mit ausdrucksstarken Texten von Songwriter und Autor Peter Horton. Bei seinem aktuellen Programm „Berührungen“ wird er von seinem Bühnenpartner Andreas Keller begleitet. Passend zum Halloween-Monat wird das Trio des Grauens mit der „Little Show of Horror Comedy“ beweisen, dass Lachen und Gruseln sehr gut zusammenpassen! Die nächsten zwei Wochen:

***

Dienstag, 07.10., Tim Boltz, Comedy-Lesung im Casablanca
Donnerstag, 09.10., Rolf Stahlhofen & Freunde, Benefizkonzert
Freitag, 10.10., Peter Horton, Konzert
Samstag, 11.10., Albrecht & Monika, Dinnershow im Casino, Beginn 19.00 Uhr AUSVERKAUFT
Samstag, 11.10., Little Show of Horror Comedy, Comedy-Show im Casablanca
Sonntag, 12.10., Das Sams, Kindertheater im Casablanca
Sonntag, 12.10., Erwin Pelzig, Comedy AUSVERKAUFT
Montag, 13.10., Bernd Nauwartat & Jasmin Himmelmann, Konzert im Casino
Montag, 13.10., Lydia Benecke, Vortrag im Casablanca
Dienstag, 14.10., Gesundheitstreffpunkt Mannheim, Film- und Diskussionsabend, Beginn 19.00 Uhr, Eintritt frei
Mittwoch, 15.10., Boom – Der Comedy Club, Comedy im Casino
Freitag,17.10., Here comes the sun again, Flower Power in Concert
Samstag, 18.10., Rootmission Festival, Konzert
Sonntag, 19.10., Pettersson & Findus, Kindertheater im Casablanca
Sonntag, 19.10., Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys, Konzert, Beginn 19.00 Uhr
Montag, 20.10., Sascha im Quadrat, Konzert im Casino

***

Good Sounds: LISA GERRARD, Ariadne


Mainz: Gestalterpreis der Büchergilde Gutenberg 2014 geht an Martin Stark




Martin Stark
lllustrationen zu Heinrich Mann: Professor Unrat
Zu sehen sind die Originalzeichnungen und das illustrierte Buch. 


    


Martin Stark hat mit diesen Illustrationen 2014 
den Gestalterpreis der Büchergilde Gutenberg gewonnen.

Eröffnung:
Mittwoch, 22. Oktober 2014, 19.30 Uhr,
im Abgeordnetenhaus des Landtags in Mainz

Es spricht Cosima Schneider, Herstellungsleiterin der Büchergilde Gutenberg.

Dauer:
22. Oktober 2014 bis 21. November 2014,
montags bis freitags, 9 bis 18 Uhr,
und jederzeit nach Vereinbarung


Kunst im Abgeordnetenbüro
Manfred Geis, MdL / Abgeordnetenhaus des Landtags

Good Sounds: ISMAEL LO, Dibi Dibi Rek


63. Internationales Filmfestival Mannheim-Heidelberg 2014: Geoffrey Enthoven wird „New Master of Cinema“

Eine frühere Entdeckung des Festivals zurück in Mannheim: Geoffrey Enthoven wird beim 63. Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg 2014 als „New Master of Cinema“ geehrt


Seine Karriere begann in Mannheim: 2002 gewann der damals 28-jährige Regisseur Geoffrey Enthoven bereits eine Lobende Erwähnung mit seinem Debüt "Les enfants de l'amour" und 2006 schließlich mit "Vidange Perdue“ einen der wichtigsten Preise für das junge Kino, den Großen Preis von Mannheim-Heidelberg als Newcomer of the Year, verliehen durch die Internationale Jury.

Jetzt ist der belgische Regisseur, der es mittlerweile mit sieben Spielfilmen zu internationaler Berühmtheit gebracht hat, als „New Master of Cinema“ des Festivals zurück. 

„Eine unserer Entdeckungen also zurück in Mannheim“, sagt Dr. Michael Kötz, Direktor des Festivals. „Wir freuen uns sehr, diesen inzwischen mehrfach ausgezeichneten Sohn Mannheim-Heidelbergs wieder bei uns begrüßen zu dürfen. Die Geschichten, die Geoffrey Enthoven in seinen Filmen geschaffen hat, treffen unmittelbar mitten ins Herz. Sie erzählen mit phantastischem Tiefgang und Humor von Persönlichkeiten, die auf der Suche nach Familie, Geborgenheit und Identität sind. Geoffrey Enthoven hat in allen Werken dabei stets eine sehr persönliche Handschrift, die seine Filme wirklich besonders und einzigartig macht.“

Enthoven ist inzwischen ein renommierter Filmemacher, der neben dem Kino auch das Fernsehen als Serienregisseur bereichert. Das Festival zeigt begleitend zur Preisverleihung zu seinen Ehren am Mittwoch, den 12. November sein 2014 erschienenes Kinowerk „Halfweg“ / „Halfway“ sowie am Folgetag sein Roadmovie von 2011 „Hasta la vista – come as you are“.
                                                                                               

Über die Filme

„Halfweg“ / „Halfway“
Nach einer bitteren Scheidung zieht Stephen in eine neue Bleibe. Zur Ruhe kommt er dort jedoch nicht. Schon bald steht Theo in seinem Wohnzimmer, der behauptet der rechtmäßige Eigentümer des Hauses zu sein. Er bittet Steph auszuziehen. Der Revierkampf zwischen den beiden Männern scheint außer Kontrolle zu geraten. Um ihn zu beenden muss Stephen herausfinden, was es mit Theo auf sich hat...


„Hasta la vista – come as you are“Drei Jungs, Mitte 20, lieben Frauen - hatten aber noch keinen Sex. Um das zu Ändern planen sie eine Reise durch Frankreich mit dem Ziel in Spanien ihre ersten sexuellen Erfahrungen zu sammeln. Nichts und niemand soll sie dabei aufhalten. Auch nicht sie selbst. Denn Jozef ist blind, Lars sitzt im Rollstuhl und hat einen Hirntumor und Philip ist ab seinem dritten Halswirbel gelähmt.



Die feierliche Preisverleihung zur Ehrung des „New Master of Cinema“ findet am 12. November 2014 in Mannheim in Anwesenheit des Regisseurs statt. Im Anschluss der Gala zeigt das Festival sein jüngstes Werk „Halfweg“ / „Halfway“.
Der "New Master of Cinema" wird seit 2013 vergeben. Der Preis geht an die Regisseurinnen und Regisseure, die kontinuierlich neue finanzielle Mittel für neue Filmprojekte erhalten und die nötige Aufmerksamkeit für das jeweils neue Werk bekommen. Dieser Preis drückt aus, worum es dem Filmfestival Mannheimer-Heidelberg geht: Die Newcomer von heute nicht zu vergessen, ihnen zu folgen und von der Ferne alle Daumen drücken. 2013 wurde der Ehrenpreis an Frédéric Fonteyne verliehen.

Das 63. Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg findet statt vom 6. bis 16. November 2014.

Good Sounds: ACHIM REICHEL, Made In Paradise


Heute in Darmstadt: JENS EBERT, Vom Augusterlebnis zur Novemberrevolution


06. Oktober 2014 um 18.00 Uhr

Jens Ebert: Vom Augusterlebnis zur Novemberrevolution

Buchpräsentation
Darmstadt
Haus der Geschichte
Vortragssaal des Staatsarchivs
Karolinenplatz 3

Sonntag, 5. Oktober 2014

Hörprobe 2: TANGO ALA TURKA



Enjoy Jazz am 07.10.14: Tango ala Turka & Kurpfälzisches Kammerorchester



Tango ala Turka & Kurpfälzisches Kammerorchester
Türkei / Deutschland / USA / Frankreich / Luxemburg / Ungarn / 
Polen / Russland / Korea / Japan / Kuba

Alte Feuerwache, Mannheim
Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr
VVK 20 € zzgl. Gebühren
AK 25 €

Nur wenige Tanz- und Musikformen haben die synthetisierende Kraft des Tangos. Die Geburtsstunde des Tangos schlug Mitte des 19. Jahrhunderts im Hafenviertel von Buenos Aires, wo aus der Konfrontation europäischer mit lateinamerikanischer Musik und afrikanischen Rhythmen eine eigentümliche Melange entstand, die sich einerseits fürs Populäre, andererseits aber auch fürs Experimentelle (Tango nuevo, Electrotango) öffnete. Ab 1920 sorgten mehrere Modewellen dafür, dass der Tango in alle Welt exportiert und ein weiteres Mal von der Kultur, auf die er traf, adaptiert wurde. Bekanntestes Beispiel ist sicher der Finnische Tango, aber auch in der Türkei stieß der Tango auf offene Ohren kreativer Musiker, die ab 1920 begannen, Tangos mit türkischen Instrumenten und Texten zu spielen. Davon erzählt das Ensemble Tango ala Turka, das unter dem Dach der Orientalischen Musikakademie Mannheim zusammenfand. Im Zusammenspiel mit dem traditionsreichen Kurpfälzischen Kammerorchester unter der Leitung der kubanischen Dirigentin Cosette Justo Valdés wird der transkulturelle Charakter des Tangos um weitere Facetten erweitert, wenn Tangos und Arrangements des türkischen Musikers und Komponisten Cengiz Onural auf ein klassisches Streichorchester mit Musikern aus vielen Nationen treffen und Orient und Okzident sich so austauschen.

Für weitere Informationen zum KKO besuchen Sie die Homepage des Kurpfälzischen Kammerorchesters.

Ensemble Tango ala Turka:
Serap Giritli: voc
Cengiz Onural: git
Jakob Schütze: cello
Muhittin Kemal Temel: kanun
Katharina Gross: kb

Kurpfälzisches Kammerorchester:
Cosette Justo Valdés, conductor

1. Violine
Marie-Denise Heinen (Konzertmeisterin)
Jee-Hye Kim
Akemi Hasegawa
Darius Durczok
2. Violine
Robert Korn
Izabela Wiza-Kochann
Wolfgang Grosch
Edo Flicker
Viola
Marian Gorski
Margarita Ringle
Bradley Johnson
Violoncello
Christoph Eberle
Zoltán Onczay
Kontrabass
Alexis Scharff

Dieses außergewöhnliche Projekt steht unter der Schirmherrschaft von Bilkay Öney, Ministerin für Integration des Landes Baden-Württemberg.

Hörprobe: TANGO ALA TURKA



Heute Abend bei Enjoy Jazz 2014: ATOMIC



Atomic

Karlstorbahnhof, Heidelberg
Beginn 21 Uhr / Einlass 20 Uhr
AK 19 €



Fredrik Ljungkvist: sax, cl
Magnus Broo: tp
Håvard Wiik: p
Ingebrigt Håker Flaten: b
Hans Hulbækmo: dr

Seit der Jahrtausendwende ist das schwedisch-norwegische Quintett Atomic Teil einer Bewegung, die den skandinavischen Jazz von der klischeehaften „Sound-Idee des Nordens“ zu befreien sucht. Statt auf den üblichen „Mountain Sound“ setzten Atomic, Fans von Charles Mingus, George Russell und Ornette Coleman, auf eine explosive Mischung aus afro-amerikanischer „Fire Music“ und europäischen Free Jazz-Traditionen.

Hörprobe ATOMIC, Civilón

Kinderkonzert München "Auf dem Jahrmarkt" am 09.11.14

Neues Klassikkonzert für Familien in München

"Auf dem Jahrmarkt"

Marktschreier und Muskelprotz, Zigeunertanz und Zauberspaß, Teufelsgeiger und Schlangen-beschwörer. Am 9. November 2014 verwandelt sich mini.musik in einen quirligen Jahrmarktsplatz (Gasteig, Black Box). In diesem Mitmach-Konzert lernen die Kinder vielseitige Musik aus unterschiedlichen Ländern kennen: tänzerische Klezmermusik, poetische Klassik, feurige Csardasstücke, bayerische Volksmusik. So bunt wie es „Auf dem Jahrmarkt“ zugeht, sind auch die Musik und die Darbietungen. Damit bei so viel Aktivität keiner auf dem Jahrmarkt verloren geht, führt mini.musik Moderatorin Uta Sailer die Kinder sinnlich ansprechend durchs Programm. Die Kinder sind aber – wie in allen mini.musik Konzerten – auch selbst Akteure. Sie tanzen und singen, sie feuern an und staunen, sie basteln ein Lied aus drei Tönen und werden selbst zu echten Marktschreiern!

Herbst ist Jahrmarkt-Zeit in München, so auch am 9. November 2014 bei mini.musik. Zuerst beglückt das Oktoberfest mit seinem turbulenten Treiben Klein und Groß und dann die Auer Dult. Aber was genau fasziniert Kinder an Jahrmärkten? Ist es das Karussell mit seinen bunten Tieren oder Fahrzeugen? Lieben sie Zuckerwatte und gebrannte Mandeln oder gar das Riesenrad? Das wollte mini.musik Anfang des Jahres von seinen Konzertgästen wissen.

Herausgekommen ist ein buntes Jahrmarktprogramm inspiriert von den „Vorlieben“ der mini.musik Fans und konzipiert von den mini.musik Gründerinnen Anastasia Reiber und Uta Sailer in Zusammenarbeit mit der bekannten Regisseurin und Schauspielerin Micaela Czisch, die bereits „Im Zirkus“ von mini.musik aufgetreten ist.

Es herrscht wunderbares Durcheinander auf dem mini.musik Jahrmarkt:
- Ein Klarinettist beschwört eine Schlange mit orientalischen Tönen,
- ein Marktschreier animiert die Kinder zum lautstarken Mitschreien,
- ein Original Mini-Karussell dreht sich fröhlich im Kreis,
- vier Instrumentalisten treten einen spannenden Wettkampf an,
- ein Lied aus drei Tönen wird gebastelt und
- sogar einem echten Zauberkünstler kann man hier begegnen.

Der Jahrmarkt ist ein Tummelplatz für neugierige Ohren. Und die Musik, die hier gespielt wird, kommt manch einem „ungewohnt“ vor. Sie kommt aus fernen Ländern – aus dem Balkan, aus dem Orient, aber auch ganz heimisch aus Bayern. Die Kinder singen und tanzen mit und staunen, was auf der Bühne alles vor sich geht. Das Jahrmarktkonzert ist szenisch gestaltet von der Kindertheaterfrau Micaela Czisch, die auch selbst auf der Bühne steht, mal zaubernd, mal als Budenbesitzerin und sogar als Zigeunertänzerin und Schlange! An ihrer Seite ist Uta Sailer, die als vertraute mini.musik Moderatorin die Kinder durch das bunte Treiben führt. Sie ist bekannt aus dem Bayerischen Rundfunk als Moderatorin für BR Klassik.

Als Künstler stehen Profimusiker aus München und dem Allgäu auf der Bühne. Allen voran der Multiinstrumentalist und Experte in Sachen Weltmusik Achim Rinderle. Seine Klarinette bringt er mühelos zum Lachen, Weinen und Hüpfen und den Saal garantiert in beste Jahrmarktstimmung! Ihn unterstützt der aus anderen mini.musik Programmen bekannte und geschätzte Geiger Ludwig Hahn (Mitglied im Orchester des Gärtnerplatztheaters), mini.musik Gründerin Anastasia Reiber am Klavier und der Schauspieler und Kontrabassist Stephan Lanius. Mit ihm haben die Kinder immer etwas zum Lachen.
Die Werke, die im Konzert zu hören sind, zeigen, dass sich die jüdische Klezmermusik bestens mit Klassik kombinieren lässt, Bayerisches mit Balkansound, Poetisches mit Polterndem.

Termin Familienkonzert: Sonntag, 9.11.2014 „Auf dem Jahrmarkt“
Veranstaltungsort: Black Box, Münchner Kulturzentrum Gasteig
Vorstellungsbeginn: Um 14 Uhr und um 16 Uhr. Dauer: ca. 60 Minuten.
Eintrittspreis: Kinder 9 €, Erwachsene 14 €

Karten sind über München Ticket erhältlich – telefonisch: 089/ 54 81 81 81, über www.muenchenticket.de oder an allen München Ticket-Vorverkaufsstellen.

Alle Termine, weitere Informationen & Bilder zum Programm von mini.musik – Große Musik für kleine Menschen e.V. finden Sie auch auf www.mini-musik.de und auf Facebook (http://www.facebook.com/mini.musik.muenchen?ref=hl).

Good Sounds: SWALLOW, TALMOR, NUSSBAUM: It Did (Jazz)


"Jazz in Essen" präsentiert am 16.11.14 den E-Bass Pionier Steve Swallow (The Swallow Quintet) mit CARLA BLEY an der Orgel


"Jazz in Essen": The Swallow Quintet im Essener Grillo-Theater 

"Nicht ohne meine Carla (Bley)!" - so lautet der Titel des Konzerts, mit dem The Swallow Quintet am Sonntag, dem 16. November ab 20 Uhr die Besucher des Essener Grillo-Theaters begeistern wird. Steve Swallow, der E-Bass-Pionier mit dem unverkennbaren, gitarrenähnlichen Sound, war schon oft zu Gast bei "Jazz in Essen": im Duo mit John Scofield bzw. Carla Bley, im Trio mit Jimmy Giuffre und Paul Bley, im Quartett von Gary Burton. Überdies war Swallow "artist in residence" der Philharmonie Essen, wo er 2010 eine noch unfertige Band vorstellte, die inzwischen längst tournee- und studioerprobt ist. Dem damals schlagzeuglosen Quartett schloss sich der international gefragte katalanische Drummer Jorge Rossy an, und The Swallow Quintet war geboren. Eine Band der Sonderklasse! Schließlich zählen auch Tenorist Chris Cheek und Gitarrist Steve Cardenas zu den profiliertesten Musikern der gegenwärtigen Jazzszene.

Der Clou jedoch ist die Beteiligung Carla Bleys. Schon in den 1960er Jahren, in den Bands von Paul Bley, Jimmy Giuffre, Art Farmer oder Gary Burton, spielte Swallow ihre Kompositionen, seit 1978 ist er ihr musikalischer Partner und Lebensgefährte. Spätestens seit dieser Zeit beeinflussen und inspirieren die beiden sich gegenseitig. "Ich bin ein Spieler, der komponiert, sie ist eine Komponistin, die spielt", sagt er. Seit 1980 spielte er in all ihren Bands, doch nur einmal, 1987, spielte sie in seiner, auf einem Album, das er "mangels originellerer Ideen" (O-Ton Swallow) "Carla" nannte. Hier konnte man Carla Bley auch zum letzten Mal an der Orgel
erleben; seither war sie nur am Klavier zu hören. Jetzt, fast 30 Jahre später, ließ sie sich bewegen, in Swallows aktuellem Quintett mitzumachen und sich zudem noch mal an die Orgel zu setzen. Das sollte man sich nicht entgehen lassen!


Kartenvorverkauf: TicketCenter, Tel.: 0201/81 22-200, oder tickets@theater-essen.de sowie online über www.schauspiel-essen.de                           Eintritt: € 22,00.
Die Reihe "Jazz in Essen" wird realisiert in Kooperation mit dem Kulturbüro der Stadt Essen.

Good Sounds: SAFT, SWALLOW, PREVITE, Minor Soul


WELT-Literaturpreis 2014 für Haruki Murakami (Japan)


Den WELT-Literaturpreis des Jahres 2014 erhält der japanische Schriftsteller Haruki Murakami für sein literarisches Gesamtwerk. Der Preis wird am Freitag, 7. November 2014, im Rahmen eines Festaktes im Berliner Axel-Springer-Haus übergeben. Die Laudatio wird der österreichische Autor Clemens J. Setz halten. Der Autor erhielt zuvor den Jerusalem-Preis 2009, Franz-Kafka-Literaturpreis
2006, World Fantasy Award für den besten Roman 2006 (Kafka am Strand), den Kiriyama-Preis 2007, Tanizaki-Jun’ichirō-Preis 1985 (Hard-Boiled Wonderland) und für das "Ende der Welt" den Noma-Literaturpreis 1982.

In der Begründung der Jury heißt es: "Haruki Murakami ist der bedeutendste zeitgenössische Schriftsteller Japans. In seinem Werk verbindet er die große Tradition der europäischen und amerikanischen Moderne mit Einflüssen aus der Popkultur und der Genreliteratur wie etwa Kriminalroman und Fantasy. Mit Romanen wie 'Mister Aufziehvogel' oder 'Tanz mit dem Schafsmann' schuf er eine ganz eigene Spielart des Magischen Realismus, der die Seelenzustände japanischer Großstadtbewohner wie selbstverständlich ins Übersinnliche transzendiert. Zugleich hat er in Werken wie 'Untergrundkrieg' oder 'Nach dem Beben' die aktuellen Terror- und Katastrophenerfahrungen unserer Gegenwart eindringlich zum Thema der Literatur gemacht. Murakamis genauer Blick auf die Isolation des Individuums, auf die alltäglichen Verlusterfahrungen in Freundschaften, Familien- und Liebesbeziehungen weitet sich immer wieder zur Betrachtung grundsätzlicher Fragen der Conditio humana."

Haruki Murakami wurde am 12. Januar 1949 in Kyoto geboren. Nach seinem Studium der Theaterwissenschaft gründete er in Tokio eine Jazzbar. Ende der Siebzigerjahre begann er mit dem Schreiben. Er ist Autor zahlreicher weltweit erfolgreicher Romane und Erzählungsbände und wurde in etwa fünfzig Sprachen übersetzt. Sein Durchbruch in Deutschland gelang ihm mit den Romanen "Mister Aufziehvogel", "Gefährliche Geliebte", "Naokos Lächeln" und "Tanz mit dem Schafsmann" sowie mit dem Erzählungsband "Wie ich eines schönen Morgens im April das 100%ige Mädchen sah". Nach dem Terroranschlag der Aum-Sekte auf die U-Bahn in Tokio 1995 veröffentlichte Murakami den Interviewband "Underground". Zuletzt erschienen auf Deutsch der Roman "Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki" und, in diesen Tagen, ein neuer Band mit Erzählungen "Von Männern, die keine Frauen haben" (Dumont Verlag). Murakami wird auch immer wieder als aussichtsreicher Kandidat für den Literaturnobelpreis genannt.

Nach Jonathan Franzen (2013), Zeruya Shalev (2012), Albert Ostermaier (2011), Claude Lanzmann (2010), Philip Roth (2009), Hans Keilson (2008), Daniel Kehlmann (2007), Rüdiger Safranski (2006), Yasmina Réza (2005), Amos Oz (2004), Jeffrey Eugenides (2003), Leon de Winter (2002), Pat Barker (2001), Imre Kertész (2000) und Bernhard Schlink (1999) ist Haruki Murakami der sechzehnte WELT-Literaturpreisträger. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis erinnert an Willy Haas, der 1925 "Die literarische WELT" gründete. Ausgezeichnet werden ein einzelnes Buch oder ein Gesamtwerk. Zur Jury gehören der britische Verleger Lord George Weidenfeld, WELT-Feuilletonchef Cornelius Tittel, und Richard Kämmerlings, Leiter der "Literarischen WELT".

Good Sounds: MICHAEL WOLLNY TRIO, Engel (Jazz)


Samstag, 4. Oktober 2014

Fantasien zur Nacht: La Belle Noiseuse


Emmanuelle Beart in "La Belle Noiseuse"

Fantasien zur Nacht (Film): HONEST DECEPTION



Honest Deception

(Ein Paar spricht über die offene Beziehung, und
warum es gesünder ist, weitere Beziehungen in
einer Partnerschaft zuzulassen)

Good Sounds: COLDPLAY, Magic


Novitäten bei ECM: Mark Turner, Anja Lechner, Kim Kashkashian, Galina Ustvolskaj


Mark Turner gehört zu den am am höchsten geschätzten Saxophonisten seiner Generation. Lathe Of Heaven ist sein Debüt als Leader für ECM und folgt auf ECM-Alben im Trio Fly mit Larry Grenadier und Jeff Ballard, und auf Gastspiele bei ECM-Aufnahmen mit Billy Hart, Enrico Rava und – ganz aktuell – Stefano  Bollani. Turner leitet hier ein Quartett verwandter Seelen, die einen ähnlich forscherischen Intellekt wie ihr Leader haben - mit dem Trompeter Avishai Cohen und der geschmeidigen Rhythmusgruppe aus Bassist Joe Martin und SchlagzeugerMarcus Gilmore.

Nach einem Jahrzehnt gemeinsamer Arbeit im Tarkovsky Quartet und im Pergolesi Project mit der Sängerin Maria Pia de Vito stellen die Cellistin Anja Lechner und der französische Pianist François Couturier ihr neues Duo vor. Auf Moderato cantabile präsentieren sie ihre eigenen Arrangements der Werke dreier faszinierender Außenseiter der Musikgeschichte – G.I. Gurdieff, Komitas und Federico Mompou. Im Programm gibt es Verbindungen zu Anja Lechners vielgelobter Auseinandersetzung mit der Musik von Gurdieff auf dem Album Chants, Hymns and Dances (mit Vassilis Tsabropoulos), doch das neue Duo hat eine eigene Identität. François Couturiers Kompositionen fungieren hier sowohl als kontrastierende wie als ergänzende Elemente. Als Interpret hat Couturier sich schon lange mit Mompous Musik beschäftigt. Er ist von seiner Verbindung mit Anouar Brahem her mit den Klangfarben des Mittleren Ostens vertraut.

In der Reihe New Series sind folgende Werke erschienen: Kim Kashkashian, für ihr Solo-Bratsche-Album mit Werken von Kurtág und Ligeti im vergangenen Jahr mit einem Grammy ausgezeichnet, kehrt nun mit einem neuen Trio zurück: Zu ‚Tre Voci‘ gehören die italienisch-amerikanische Flötistin Marina Piccinini und der israelische Harfenist Sivan Magen. Kashkashian, Piccinini und Magen spielten 2010 bei einem Festival erstmals zusammen, seitdem haben sie ein gemeinsames Repertoire entwickelt. Auf diesem ersten gemeinsamen Album gruppiert es sich um Debussys Sonate für Flöte, Viola und Harfe und deren Einfluss, am unmittelbarsten fühlbar in Takemitsus schimmerndem „And then I knew ‘twas Wind.“ Debussy, selbst nachhaltig beeinflusst durch seine Begegnung mit der Musik des Ostens, legte in seinen letzten Werken besonderes Augenmerk auf Klangfarbe, Textur und ein anders geartetes Verständnis für den Fluss der Zeit. In dieser Musik wies die Elastizität von Debussys Gefühl für Zeit (wie Heinz Holliger beobachtet hat) weit in die Zukunft voraus und zu den Werken von Boulez und auch zur Musik von Sofia Gubaidulina, deren „Garten von Freuden und Traurigkeiten“ seinen eigenen Umgang mit Orient und Okzident pflegt. Das Album von Tre Voci erscheint rechtzeitig zu einer Europatournee, deren Programm Musik von Debussy, Takemitsu und Gubaidulina beinhaltet.

Die Komponistin Galina Ustvolskaja (1919-2006) bestand darauf, dass „keine wie auch immer geartete Beziehung“ zwischen ihrer Musik „und der eines anderen lebenden oder toten Komponisten“ bestehe, und positionierte sich außerhalb aller stilistischen „Schulen“. Ihr Werk, sagte Viktor Suslin, habe die „Fokussiertheit eines Laserstrahls, der Metall schneiden kann.“ Sich in diese Klangwelt zu begeben, erfordert eine besondere Form des Engagements und der Intensität. Patricia Kopatchinskaja und Markus Hinterhäuser spielen auf einer neuen Einspielung die Sonate (1952) und das Duett (1964) für Violine und Klavier, und zusammen mit  Reto Bieri, das Trio (1949) für Klarinette, Violine und Klavier.

Vor dreißig Jahren, im September 1984, erschien mit Arvo Pärts „Tabula Rasa“ jenes Album, für das die New Series als zweite große editorische Linie bei ECM aus der Taufe gehoben wurde.

Buchtipp: SOUTINES LETZTE FAHRT, Ralph Dutli

Ralph Dutli
Soutines letzte Fahrt
Roman

272 S., geb., Schutzumschlag, € 19,90 (D)
Wallstein Verlag


Ein Roman über Kindheit, Krankheit und Kunst. Über die Wunden des Exils in Paris, die Ohnmacht des Buchstabens und die überwältigende Macht der Bilder. Ausgezeichnet mit dem Düsseldorfer Literatur Preis 2014, dem Preis der LiteraTour Nord 2014, dem Rheingau Literatur Preis 2013, nominiert für den Deutschen Buchpreis 2013 und für den Schweizer Buchpreis 2013.

Chaim Soutine, der weißrussisch-jüdische Maler und Zeitgenosse von Chagall, Modigliani und Picasso, fährt am 6. August 1943 in einem Leichenwagen versteckt von der Stadt Chinon an der Loire ins besetzte Paris. Die Operation seines Magengeschwürs ist unaufschiebbar, aber die Fahrt dauert aufgrund der Umwege – um die Kontrollposten der Besatzungsmacht zu meiden – viel zu lange, nämlich 24 Stunden.
In einem Strom bizarrer Bilder, die der verfolgte Maler im zeitweiligen Morphin-Delirium vor sich auftauchen sieht, erzählt der Roman halb historisch, halb fiktiv Episoden aus Soutines Kindheit in Smilowitschi bei Minsk, die ersten Malversuche in Wilna, den beharrlichen Traum von Paris, der Welthauptstadt der Malerei. Er beschwört die unwahrscheinliche Freundschaft mit Modigliani, den plötzlichen Erfolg und das Ende der goldenen Pariser Jahre.
Der Maler, der an die Macht der Milch als einziges Heilmittel glaubt, fährt aber auch in ein »weißes Paradies«, eine Mischung von Klinik und Gefängnis, in der es zu merkwürdigen Begegnungen und Ereignissen kommt. Ein mysteriöser »Gott in Weiß« erklärt ihn für geheilt, verbietet ihm aber das Malen. Doch in einem Paradies ohne Malerei ist dem Künstler nicht zu helfen. Er beginnt heimlich wieder zu malen – und ist bereit, dafür den geforderten Preis zu zahlen …

www.ralph-dutli.de

Good Sounds: BON IVER, Michicant


Heute im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern: SKANDAL? Slevogt- Bild zeigt barbusige Frau

Sorgt für Gesprächsstoff: 
Max Slevogts Gemälde „Judith mit Selbstbildnis“
1898/1907


Max Slevogts „Selbstbildnis“ in der Diskussion


Bild des Monats – neue Veranstaltungsreihe im mpk

Am Samstag, 4. Oktober, startet im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk), Museumsplatz 1, eine neue Veranstaltungsreihe: Das „Bild des Monats“, ein Werk aus der Sammlung, steht einmal monatlich zur Diskussion. Jeweils am ersten Samstag um 15.30 Uhr beginnen die kurzweiligen Führungen. Dieses Mal geht es um Max Slevogts Gemälde „Judith mit Selbstbildnis“, das der Pfälzer Künstler 1898/1907 gefertigt hat. Es zeigt anschaulich Slevogts Wandel von der akademischen zur impressionistischen Malerei. Anschließend heißt es – bei einer wunderschönen Aussicht auf die Stadt – „Treffen mit Freunden“; je nach Saison und Thema reichen die Freunde des mpk Kaffee und Kuchen, Glühwein oder Cocktails.
Diese Auftaktveranstaltung ist eintrittsfrei.

Svenja Kriebel (unter anderem für Marketing zuständig) und Museumspädagogin Andrea Löschnig wollen mit diesem neuen Format das Vereinsleben der Freunde des mpk mit den Menschen in Kaiserslautern verflechten und die beeindruckende Sammlung des Hauses des Bezirksverbands Pfalz tiefer ins Bewusstsein der Bevölkerung verankern.

Good Sounds: BELL X1, Careful What You Wish For