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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Dichterhain, Bände 5 bis 8

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Montag, 11. Juli 2022

Gedenken: Polnischer Jazztrompeter Tomasz Stanko





On July 11, 
Tomasz Stanko would have celebrated his 80th birthday.

The innovative Polish trumpeter (born in Rzeszów in 1942) first came to international attention in the early 1960s as a member of Krzysztof Komeda’s group, which pioneered its own approach to free playing, both in the jazz clubs and in the leader’s music for films, including soundtracks of the early movies of Roman Polanski. Stanko would later reflect on this creative formative period on his album Litania.
Tomasz Stanko’s ECM debut was Balladyna with Tomasz Szukalski on tenor sax, Dave Holland on bass and Edward Vesala on drums. Released in 1976, it counts today as a classic of European jazz.

Like his early hero Miles Davis, Stanko was a discerning bandleader and each of his groups had its own distinct character. Matka Joanna and Leosia, with Bobo Stenson, Anders Jormin and Tony Oxley balanced lyricism and turbulent free play.

The band on From The Green Hill – with its unusual frontline featuring Stanko, John Surman, Dino Saluzzi and classical violinist Michelle Makarski - grew out of an experimental session at an ECM festival in Badenweiler.

Soul of Things introduced the world at large to the talents of Marcin Wasilewski, Slawomir Kurkiewicz and Michal Miskiewicz, and on Suspended Night and Lontano, one could hear their improvisational capacities opening up under Stanko’s guidance.
Dark Eyes pooled the talents of young improvisers from the North, with two Danes (Jakob Bro and Anders Christensen) and two Finns (Alexi Tuomarila and Olavi Louhivuori) in a programme referencing music originally written to accompany plays of Swedish writer Lars Norén, as well as a title track inspired by an Oskar Kokoschka painting. “Everything you experience gets into the music,” Tomasz said.
By the early 2000s, Stanko was splitting his time between New York and Warsaw, subsequently founding a New York Quartet, notably free of native New Yorkers, for the album Wisława with Cuban born pianist David Virelles, Detroit drummer Gerald Cleaver, and Californian bassist Thomas Morgan, replaced on December Avenue by Reuben Rogers from the Virgin Islands.

In all of his groups Tomasz encouraged freedom of expression and derived great pleasure from the creative contributions of his musicians. He died in Warsaw in July 2018.

Montag, 6. Juni 2016

Gedenken an die nach Gurs deportierten pfälzischen und badischen Juden

Pfälzische Delegation in Gurs: Philippe Haller (FSJ’ler beim Bezirksverband Pfalz), Manfred Schwarz (zweiter stellvertretender Bezirkstagsvorsitzender), Laura Wagner (FSJ’lerin beim Bezirksverband Pfalz), Dr. Walter Altherr (ehemaliger Bundestagsabgeordneter aus dem Landkreis Kaiserslautern), Ingo Röthlingshöfer (Bürgermeister der Stadt Neustadt a.d.Wstr.) und Bernhard Kukatzki (Vorsitzender des Gedenkbeirats des Bezirkstags Pfalz) vor dem zentralen Mahnmal für alle Opfer auf dem Deportiertenfriedhof.


Gedenkfahrt ins ehemalige Internierungslager mit Delegation des Bezirksverbands Pfalz

„Die Generation der Zeitzeugen geht zu Ende. Wir dürfen ihre Erlebnisse und Erfahrungen aber nicht nur als Geschichte betrachten. Unsere Aufgabe ist es, über die Vergangenheit so zu sprechen, dass wir der Jugend die Verantwortung vermitteln, gegen jede Wiederholung aufzutreten.“ Mit diesen Worten leitete der Oberbürgermeister von Weinheim als diesjähriger Sprecher der Arbeitsgemeinschaft zur Unterhaltung und Pflege des Deportiertenfriedhofs in Gurs, Heiner Bernhard, die Gedenkveranstaltung auf dem Deportiertenfriedhof ein. Neben Jugendlichen, deutschen und französischen Vertretern aus der Politik sowie Vertretern der jüdischen Gemeinden aus Baden nahm auch der Bezirksverband Pfalz mit einer sechsköpfigen pfälzischen Delegation an der Gedenkfahrt teil.

Nach der Gedenkfeier fand für alle Teilnehmer ein sehr bewegendes Zeitzeugengespräch und eine Begehung des Lagergeländes mit Paul Niedermann statt, der im Oktober 1940 im Rahmen der „Wagner-Bürckel Aktion“ mit 6.500 weiteren pfälzischen und badischen Juden ins südwestfranzösische Gurs deportiert wurde. Gespannt hörten alle seinen Erzählungen zu, wie er als 13-jähriger die Deportation aus Karlsruhe und den Lageralltag in Gurs erlebt hat. Hunger und Kälte, unerträgliche hygienische Zustände und Krankheiten machten den Deportierten das Leben schwer. Zahlreiche von ihnen starben in Gurs und in anderen südfranzösischen Lagern unter den katastrophalen Bedingungen, fast die Hälfte wurde in die Vernichtungslager der Nazis im Osten gebracht und ermordet. Auch über seine schwierige und gefährliche Flucht in die Schweiz mithilfe der jüdischen Organisation OSE berichtete Paul Niedermann.

Der Bezirksverband Pfalz beschäftigt sich seit einigen Jahren intensiv mit dem dunkelsten Kapitel der pfälzischen Geschichte. 2001 bewilligte der Bezirkstag Pfalz einen Zuschuss zur Errichtung einer Gedenkstätte auf dem ehemaligen Lagergelände in Gurs, das nach Kriegsende eingeebnet und mit Bäumen bepflanzt wurde. 2006 trat der Bezirksverband Pfalz der Arbeitsgemeinschaft badischer Städte bei und zahlt nun jährlich einen Zuschuss für die Pflege und Unterhaltung des Friedhofs, auf dem etwa 1.070 deportierte Juden aus Baden und der Pfalz beerdigt sind. Zudem nimmt der Bezirksverband jährlich an den Gedenkveranstaltungen in Gurs teil und organisiert Jugendgedenkfahrten.