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Samstag, 7. April 2012

Künstlerischer Protest gegen die HEILIG-ROCK-WALLFAHRT: Die HEILIGE UNTERHOSE VON KARL MARX

Die „Heilige Unterhose" von Karl Marx. foto: schwickerath

Der Trierer Künstler Helmut Schwickerath sieht im Beinkleid unseres berühmten Rheinland-Pfälzers Karl Marx ein provozierendes Gegenstück zum Heiligen Rock. Der Heilige Rock Christi - das angebliche Gewand von Jesus Christus - ist eine Reliquie, die ab dem 13. April im Trierer Dom öffentlich ausgestellt wird. Rund 500 000 Pilger aus aller Welt werden erwartet. Weil dem Künstler diese Verehrung zuwider ist und er die Reliquienverehrung als unmündige Aktion von Gläubigen, die sich plump irreführen lassen, ablehnt, hat er eine Gegenrelique entwickelt: die Unterhose von Karl Marx.
Diese „Reliquie" war erstmals bei der Heilig-Rock-Wallfahrt 1996 in einer Kunst-Ausstellung auf einem „Altar" postiert worden. Ab dem 14. April 2012 wird sie erneut in der Nähe des Muse­ums Karl-Marx-Haus ausgestellt - als Herzstück eines Triptychons, im Schaufenster eines Sportgeschäftes. Die Unterhose prangt auf ultramarinblauem Grund, auf den Seitenflügeln sind Gemälde von Helena Demuth und der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht, Freundin von Os­kar Lafontaine, zu sehen. Letztere „in demütiger Haltung mit zarter Kopfneigung, über ihr ein Adler mit einem Buch", sagte Schwicke­rath, der in Trier zwei Semester katholische Theologie studierte.
Kein Wunder, das die Wogen der Katholiken hochschlugen, das sei Blasphemie ... andere lachen sich einen Ast. Der Künstler hat sich für die Marx-Unterhose eine Story zusammengedichtet: Die Haushälterin Lenchen Demuth hat das gute Stück auf einer Reise von London in ihre saarländische Heimat mitgenommen, um es zu stopfen. Die Hose gelangte in die Hände ihres Schwagers und blieb lange verschollen - bis ein Forscher sie Ende des 20. Jahr­hunderts bei dem letzten Überle­benden der Familie auf dem Spei­cher fand. Na? Ist das nicht schön? Schwickerath hält Pilgerzüge nach Berlin für besser, um dort öffentlich gegen den Afghanistankrieg oder Sozialabbau zu beten.