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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Dichterhain, Bände 5 bis 8

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Freitag, 3. Juli 2026

Hilfsmittel gegen sexuelle Belästigung

ChatGPT-Bild: Sexuelle Belästigung



Viele Frauen in Deutschland haben bereits (sexuelle) Belästigung erlebt, und in solchen Situationen kann es schwierig sein, um Hilfe zu bitten. Diskrete Handzeichen und Codewörter können jedoch dabei helfen, Aufmerksamkeit zu erregen und Hilfe zu suchen. Es ist wichtig, dass jeder diese geheimen Codes kennt. Die Socialmedianutzer haben sie schon öfter gesehen, auch Möglichkeiten, wie die Reaktionen ausfallen sollten. 

Betroffene können diese unauffälligen Handzeichen und Codewörter nutzen, um in gefährlichen Situationen Hilfe zu suchen, sei es in einer Partnerschaft, auf der Straße oder in einem Club. Während der COVID-19-Pandemie hat die Kanadische Stiftung für Frauen das sogenannte "Hilfezeichen" (#SignalforHelp) eingeführt, das ursprünglich zur Bekämpfung häuslicher Gewalt entwickelt wurde. Das Zeichen verbreitete sich schnell in den sozialen Medien und hat bereits mehreren Frauen und Mädchen aus gefährlichen Situationen geholfen. Im August 2022 teilte die Polizei Ludwigshafen beispielsweise mit, dass ein 14-jähriges Mädchen aus der Gewalt eines mutmaßlichen Vergewaltigers gerettet werden konnte, weil sie Passanten das Handzeichen gezeigt hatte.

Mit der Ein-Hand-Geste können Betroffene unauffällig signalisieren, dass sie sich bedroht fühlen und Hilfe benötigen. Die Handfläche wird dabei nach außen gestreckt und der Daumen eingeklappt, dann werden die restlichen Finger über dem Daumen zur Faust geschlossen. Codewort "Ist Luisa hier?" Hat man die Möglichkeit, mit jemandem ins Gespräch zu kommen, hilft "Ist Luisa hier?" Die Frage fungiert als Code, um bei Belästigung, Bedrohung oder Angst vor Übergriffen ohne weitere Erklärung Hilfe zu erhalten. So können sich Betroffene etwa diskret Hilfe beim Servicepersonal suchen, wenn sie in Bars, Clubs oder Restaurants belästigt oder bedrängt werden. Das sollte dann umgehend das Sicherheitspersonal verständigen oder den Notruf wählen.

Codewort "Maske 19"
Die Union deutscher Zonta Clubs hat zudem die Initiative "Maske 19" ins Leben gerufen: Mit dem Codewort "Maske 19" können sich Betroffene an medizinisches Personal wenden und erhalten umgehend Notrufhilfe. Es genügt, beim Betreten einer Apotheke, Arztpraxis oder Klinik das Codewort zu nennen. Anschließend soll der Polizeinotruf verständigt werden.

 "Notfall SOS"-Trick auf dem iPhone und Hilfetelefon
Wer sich in einer akuten Gefahrensituation befindet und weit weg von anderen Menschen ist, kann sich telefonisch Hilfe suchen. Eine Option ist das bundesweite Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen", das rund um die Uhr unter der Telefonnummer 08000 116 016 erreichbar ist. Wer ein iPhone hat, kann zudem mit der Funktion "Notfall SOS" unbemerkt und schnell einen Notruf inklusive aktuellem Standort an Rettungskräfte und vorher eingestellte Notfall-Kontakte senden - und zwar ganz, ohne dabei auf den Bildschirm gucken zu müssen. Die Funktion aktiviert man in den Einstellungen unter dem Menüpunkt "Notruf SOS". Um den Notruf in einer Gefahrensituation abzusetzen, drückt man fünfmal schnell hintereinander auf den Power-Button des Geräts.