Wir können ziemlich klar begründen, warum der Full-Scale-Krieg gegen die Ukraine sei 2022 (und schon länger seit 2014) sehr wahrscheinlich auch Putins eigenes Ende markiert.
Ökonomische und demografische Selbstzerstörung
Sanktionen treffen nicht nur Oligarchen, sondern die gesamte Industrie, Technologie, Forschung. Abwanderung: Hunderttausende gut ausgebildete Russen haben das Land verlassen – ein irreversibler Verlust. Kriegskosten: Der Staatshaushalt wird immer stärker vom Militär gefressen, während soziale und zivile Bereiche verfallen.
Das ist kein „normaler“ Krieg, das ist ein Langzeit-Selbstmordprogramm für den russischen Staat in seiner jetzigen Form.
Innenpolitische Erosion löst Russland auf Angst funktioniert nicht ewig: Je länger der Krieg dauert, desto mehr Menschen kennen persönlich Gefallene, Verletzte, Vermisste. Elitenrisiko: Wenn der Krieg nicht gewonnen werden kann, wird er irgendwann zur Gefahr für jene, die ihn mittragen – Militär, Geheimdienste, Oligarchen. Legitimitätsverlust: Putins zentrale Erzählung war „Stabilität und Stärke“. Der Krieg liefert Instabilität und Schwäche.
Früher oder später kippt so ein System nicht, weil die Masse plötzlich aufsteht, sondern weil Teile der Elite beschließen, dass der Preis zu hoch geworden ist.
Kurz gesagt: Dieser Krieg ist kein Weg zu Putins Triumph, sondern eine langsame, brutale Selbstentmachtung. Ob sein Ende spektakulär (Putsch, Palastrevolte) oder leise (krank, abgelöst, „Rückzug ins Private“) ausfällt – der Krieg hat bereits die Grundlagen seiner Macht erodiert.
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