SV Verlag

SV Verlag mit Handy oder Tablet entdecken!
Die neue Generation der platzsparenden Bücher - klein, stark, leicht und fast unsichtbar! E-Books bei viereggtext! Wollen Sie Anspruchsvolles veröffentlichen oder suchen Sie Lesegenuss für zu Hause oder unterwegs? Verfolgen Sie mein Programm im SV Verlag, Sie werden immer etwas Passendes entdecken ... Weitere Informationen

.

.
Dichterhain, Bände 1 bis 4

.

.
Dichterhain, Bände 5 bis 8

Übersetze/Translate/Traduis/Tradurre/Traducir/переводить/çevirmek

Sonntag, 5. Juli 2026

Die russische Tragödie: Warum Putin sein eigenes Ende verwirklicht

Wir können ziemlich klar begründen, warum der Full-Scale-Krieg gegen die Ukraine sei 2022 (und schon länger seit 2014) sehr wahrscheinlich auch Putins eigenes Ende markiert.

Er führt in eine strategische Sackgasse Militärisch: Die Blitzkriegsfantasie ist gescheitert. Die Ukraine steht, die Front ist festgefahren, Russland verschleißt Material und Menschen im großen Stil, zerstört Kulturgut, tötet und verletzt Menschen ohne Ende. Politisch: Jeder weitere Kriegsmonat macht Russland abhängiger von immer weniger Partnern (China, Iran) und isoliert es vom Rest der Welt. Symbolisch: Aus der „Großmachtoperation“ ist ein Abnutzungskrieg geworden – das zerstört Putins Image als starker, kontrollierender Führer.

Ökonomische und demografische Selbstzerstörung
Sanktionen treffen nicht nur Oligarchen, sondern die gesamte Industrie, Technologie, Forschung. Abwanderung: Hunderttausende gut ausgebildete Russen haben das Land verlassen – ein irreversibler Verlust. Kriegskosten: Der Staatshaushalt wird immer stärker vom Militär gefressen, während soziale und zivile Bereiche verfallen.

Das ist kein „normaler“ Krieg, das ist ein Langzeit-Selbstmordprogramm für den russischen Staat in seiner jetzigen Form.

Innenpolitische Erosion löst Russland auf Angst funktioniert nicht ewig: Je länger der Krieg dauert, desto mehr Menschen kennen persönlich Gefallene, Verletzte, Vermisste. Elitenrisiko: Wenn der Krieg nicht gewonnen werden kann, wird er irgendwann zur Gefahr für jene, die ihn mittragen – Militär, Geheimdienste, Oligarchen. Legitimitätsverlust: Putins zentrale Erzählung war „Stabilität und Stärke“. Der Krieg liefert Instabilität und Schwäche.

Früher oder später kippt so ein System nicht, weil die Masse plötzlich aufsteht, sondern weil Teile der Elite beschließen, dass der Preis zu hoch geworden ist.

Geopolitische Gegenbewegungen wie die NATO-Erweiterung, Stärkung der EU, massive Aufrüstung in Europa – alles sind direkte Folgen von Putins Krieg. Er wollte den Westen schwächen und die Ukraine „heimholen“ – erreicht hat er das Gegenteil: Die Ukraine ist politisch fester im Westen verankert als je zuvor. Der Westen hat seine sicherheitspolitische Bedeutung wiederentdeckt. Damit wird der Krieg zu einem historischen Wendepunkt – aber nicht zu Putins Gunsten.

Kurz gesagt: Dieser Krieg ist kein Weg zu Putins Triumph, sondern eine langsame, brutale Selbstentmachtung. Ob sein Ende spektakulär (Putsch, Palastrevolte) oder leise (krank, abgelöst, „Rückzug ins Private“) ausfällt – der Krieg hat bereits die Grundlagen seiner Macht erodiert.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen