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| Bürokratieabbau Bild: ChatGPT |
Deutschland leistet sich jedes Jahr ein Bürokratiemonster, das fast 160 Milliarden Euro verschlingt. Ein Betrag, mit dem man ganze Städte neu bauen, Schulen vergolden oder jedem Bürger einen persönlichen Verwaltungsengel finanzieren könnte. Stattdessen stopfen wir Formulare in Ordner, die in Regalen stehen, die in Gebäuden stehen, die wir mit Steuergeld heizen, damit Akten nicht frieren.
Und nun die eigentliche Pointe: Alle wissen es. Niemand handelt.
Die Politik diskutiert lieber über Centbeträge beim Elterngeld, während im Maschinenraum der Verwaltung Milliarden verpuffen wie Druckerpapier im Dauerbetrieb. Jede Reform scheitert zuverlässig an der deutschen Lieblingssportart: „Das haben wir schon immer so gemacht.“
Dabei wäre Bürokratieabbau der seltene politische Glücksfall: Er kostet nichts, bringt sofort etwas und tut niemandem weh – außer vielleicht ein paar Formularfetischisten, die ihre Stempel vermissen würden.
Warum also setzt niemand hier an? Ganz einfach: Bürokratieabbau hat keinen Glamourfaktor. Man kann damit keine Wahlplakate schmücken, keine Empörung erzeugen, keine Talkshow sprengen. Es ist die unspektakuläre, aber hochwirksame Medizin, die niemand verschreibt, weil sie nicht nach Reform riecht, sondern nach Arbeit.
Und so bleibt Deutschland weiter Weltmeister im Formularweitwurf, während 160 Milliarden Euro brav jedes Jahr in den Papierkorb der Geschichte wandern.
Aber halt – könnten wir nicht sinnvollere Errungenschaften behalten? Hauptsache, der Stempel sitzt gerade, oder?

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