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Fr, 20.11.2026 | 20.00 Uhr | von Barbi Marković
| Das Auftragswerk der neuen Hausautorin Zu spät aufgewacht, alles passt nicht mehr: weder Kleidung noch Arbeit, weder Körper noch Welt. In ihrem neuen Theaterstück verbindet Barbi Marković, Hausautorin des Nationaltheaters Mannheim in der Spielzeit 2026.27, die groteske Komödie mit den Mitteln des Krimis. Im Zentrum steht die absurde Reise einer Hausmeisterin zwischen Belgrad und Wien, die mit einem Mordfall verknüpft ist. In einer skurrilen Parallelwelt aus Candy Crush, True Crime, schlechten Filmen, Plastik und grellen Farben wird Trash zur ästhetischen und gesellschaftlichen Strategie. Verspielt, überladen und überraschend zärtlich entwirft Barbi Marković ein »Kaleidoskop der Plastikwelt«. Ein Theaterabend über eine überforderte Gegenwart, die sich weder erklären noch sauber lösen lässt. Willkommen in der Trashbiografie! VERANSTALTUNGSHINWEIS: Lernen Sie die neue Hausautorin kennen! Zum Auftakt der Spielzeit liest das Schauspielensemble am Do, 29.10., 20.00 Uhr in der Lobby des Werkhauses Texte von Barbi Marković – darunter auch einen exklusiven Ausschnitt aus ihrem neuen Stück »was übrig bleibt haha«. Im anschließenden Gespräch geht es um Humor als Haltung, um Komik auf der Bühne. Weitere Infos. |
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Details | Regie: Ruth Mensah Bühne: Yuni Hwang Kostüm: Shayenne Di Martino Licht: Ronny Bergmann Dramaturgie: Mascha Luttmann
Mit Sarah Zastrau, Jessica Higgins, Sandro Šutalo
Weitere Termine Fr, 27.11.2026, 20.00 Uhr Weitere Termine folgen |
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Fr, 27.11.2026 | 19.00 Uhr | nach dem Roman von
| Maxim Didenko zurück in Mannheim Maxim Didenko kehrt nach Mannheim zurück: Nach seiner gefeierten Inszenierung von »Die Nacht von Lissabon« bringt er Michail Bulgakows »Meister und Margarita« als eigenständige Bühnenfassung auf die Bühne. Bulgakows Roman verbindet Satire, Liebesgeschichte, politische Parabel und metaphysisches Spiel. Als der geheimnisvolle Woland mit seinem Gefolge in das Moskau der 1930er Jahre einbricht, geraten Macht, Anpassung und Denunziation aus den Fugen. Parallel erzählt der Roman von Pontius Pilatus, dem Meister und Margarita, von Schuld, Kunst und der Kraft der Liebe. Für Mannheim wurde der bekannte Klassiker eigens in eine neue Bühnenfassung umgeschrieben. Die Inszenierung schafft Raum für physisches Theater, Komik, Clownerie, Musik, Video und Choreografie. Maxim Didenko inszeniert den Kultroman als rauschendes, musikalisches und bildstarkes Theaterereignis. |
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Details | Regie: Maxim Didenko Video: Oleg Mikhailov Bühne: Andreas Auerbach Kostüm: Patricia Talacko Licht: Damian Chmielarz Musik: Savva Rozanov Choreografie: Vladimir Varnava Dramaturgie: Annabelle Leschke
Mit Woland, Dr. Strawinski, Afranius: Matthias Breitenbach Pontius Pilatus, Berlioz, Bengalsky, Likhodeev: Boris Koneczny Meister, Levi Matthäus: Paul Simon Margarita: Maria Munkert Azazello, Korojew: Eddie Irle Besdomny, Jeschua, Judas: Barış Özbük Gella, Frieda, Krankenschwester, Natascha, Schwalbe: Dominika Hebel (Gast) Behemoth, Sekretär, Riukhin: Can Braastad-Tiffon
Weitere Termine Do, 31.12.2026, 19.00 Uhr mit anschließender Silvesterparty! Weitere Termine folgen |
Balata bei Nablus ist das größte Lager im Westjordanland (gegründet 1950, ca. 27.000 Einwohner auf 0,25 km²). Es liegt in Area A – das heißt zivile Verwaltung und Polizei liegen bei der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Sicherheitseinsätze teilen sich Israel und PA. Anders als Shu'fat, das zum israelischen Jerusalem gehört, ist Balata ein typisches Westbank-Lager unter PA-Verwaltung. (Foto mit KI erstellt)
Das Dilemma des Gazastreifens - Zwischen Trümmern und Dauerpräsenz
Zerstörung und Wiederaufbau-Hürden:
Der Gazastreifen ist nach dem jahrelangen Krieg weitgehend zerstört.
Die Rolle der Hamas:
Entgegen dem militärischen Druck ist es Israel nicht gelungen, die Hamas als politische und soziale Kraft vollständig auszuschalten.
Das Westjordanland - Fragmentierung und Autoritätskrise
Krise der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA):
Die PA unter Präsident Mahmud Abbas leidet unter massiver illegitimer Autorität, Korruptionsvorwürfen und Überalterung. Die Frage der Nachfolge Abbas’ birgt ein hohes Risiko für interne Machtkämpfe und Instabilität.
Siedlungsbau und De-facto-Annexion:
Durch den kontinuierlichen Ausbau israelischer Siedlungen, zunehmende Gewalt im Westjordanland und eine fortschreitende rechtliche und physische Fragmentierung des Raumes schrumpft der Handlungsspielraum für einen zusammenhängenden palästinensischen Staat rapide. Das Westjordanland wird sich in Richtung einer dauerhaften Kontrolle durch Israel entwickeln, bei der palästinensische Enklaven autonom, aber rechtlos und wirtschaftlich abhängig bleiben.
Das Schwinden der Zwei-Staaten-Lösung
Obgleich international – insbesondere von westlichen Staaten und den Vereinten Nationen – immer wieder reflexartig an der Zwei-Staaten-Lösung festgehalten wird, schätzen Analysten sie realpolitisch als kaum noch umsetzbar ein.
Jahrzehntelanger Stillstand, mangelnder politischer Wille beider Seiten, ungelöste Kernfragen (Status Jerusalems, Flüchtlingsfrage) sowie die territoriale Zerstückelung des Westjordanlands und Gazas lassen diesen Pfad aktuell wie ein theoretisches Konstrukt wirken, für das die Realitäten vor Ort schlicht nicht mehr hergeben.
Gesellschaftliche Verhärtung und Radikalisierung
Umfragen und gesellschaftliche Stimmungsbilder in den palästinensischen Gebieten zeigen eine tiefe Verzweiflung, aber auch eine anhaltende und zum Teil gewachsene Unterstützung für bewaffneten Widerstand, insbesondere angesichts des erlittenen Leids.
Das Vertrauen in diplomatische Prozesse, Verhandlungen oder moderate Kräfte tendiert gegen Null. Dies erschwert jegliche Annäherung und nährt den Nährboden für zukünftige Zyklen der Gewalt.
Fazit
Die realistische Zukunftsperspektive der Palästinenser ist von anhaltender Fragmentierung, Perspektivlosigkeit und struktureller Abhängigkeit geprägt. Statt eines souveränen, lebensfähigen Staates droht eine Realität, in der Gaza ein dauerhaft abgeriegeltes, humanitär abhängiges Krisengebiet unter starkem israelischen Einfluss bleibt, während das Westjordanland in isolierte Teilgebiete zersplittert. Ein echter Ausweg setzt eine fundamentale Neugestaltung der politischen Führung auf palästinensischer Seite sowie einen radikalen Kurswechsel der internationalen und israelischen Regionalpolitik voraus – Szenarien, die gegenwärtig in weiter Ferne liegen.
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| Paula Murrihy (Bildnachweis: Barbara Aumüller) |
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| Jetske Mijnssen (Bildnachweis: Keke Keukelaar) |
![]() Václav Luks (Bildnachweis Petra Hajská) |
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| Die Liebe fliegt in Punk… äh Pink. ©Foto: Dominic Reichenbach / Artwork: Claus Piffl |