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Dienstag, 6. Juni 2017

Ewige Krankheit Rentensystem


„Die Situation ist seit Jahren dieselbe. Trotz der jährlichen Rentenerhöhungen greift die Altersarmut weiter um sich, die Zahl der Grundsicherungsbezieher steigt und wird wohl weiter steigen. Viele Rentner und vor allem Rentnerinnen leben zudem schon heute entweder mitten in der Armut, etliche sogar am unteren Rand des Existenzminimums, andere nur knapp über der Armutsgrenze. Neben den Rentenanpassungen ist deshalb eine grundlegende Rentenreform notwendig, damit wieder mehr Menschen mit Sicherheit und Zuversicht auf ihr Alter blicken können. Wer sein Leben lang gearbeitet hat, muss sich darauf verlassen können, im Alter mit einer angepassten Rente rechnen zu dürfen. Aber auch andere, die Kinder großgezogen haben, weniger gearbeitet haben, sollten eine angemessene Rente bekommen, die heute noch überlebensfähig macht. Für chronische Aussteiger, kranke, behinderte, sozial unfähige und viele andere Problemfälle bietet sich die Sozialkasse an, die auf das Niveau einer fast durchschnittlichen Rente liftet. Hier über Höhen zu diskutiueren wird schwieriger, weil eben nicht wenige Fälle dabei sind, die keine Ausbildungen und dauerhafte Anstellungen geschafft haben.

Handlungsbedarf besteht nach wie vor vor allem bei Geringverdienern, Erwerbsminderungsrentnern, (Klein-)Selbstständigen sowie Langzeitarbeitslosen. Diese Personengruppen seien massiv von Altersarmut bedroht, so der VdK.

Vorsitzende Frau Mascher vom VdK appelliert an die Bundesregierung, die angekündigten Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente noch in dieser Legislaturperiode umzusetzen. „Die Rentenabschläge müssen weg“, fordert sie. Außerdem müsse die Zurechnungszeit auf das 65. Lebensjahr angehoben werden. „Wer vor dem Rentenalter seinen Beruf aufgeben muss, weil die Gesundheit nicht mehr mitmacht, darf nicht bis ans Ende des Lebens finanziell belastet werden“, sagt Mascher. Und das ist und bleibt Realität. Bitteres, egoistisches, bürgerverachtendes und schonungsloses Denken: Wen es erwischt hat eben Pech, er muss alles opfern und danach auf kümmerlichem Niveau leben, hat er nicht ein hohes Einkommen oder Sparguthaben erreicht.

Die sich abzeichnende stärkere Förderung der betrieblichen Altersvorsorge begrüßt der Sozialverband VdK zwar grundsätzlich, doch sehr viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Niedriglohnbereich würden damit immer noch nicht erreicht „und damit diejenigen, für die eine zusätzliche Alterssicherung am notwendigsten ist“, erklärt Mascher. Um diesem Personenkreis eine bessere Altersperspektive zu verschaffen, müsste zudem der Mindestlohn so angehoben werden, dass damit auch eine Rentenhöhe oberhalb der Grundsicherung erwirtschaftet werden kann.

Bezieher von Grundsicherungsleistungen, die Einkünfte aus der gesetzlichen Rentenversicherung oder aus privater oder betrieblicher Altersvorsorge beziehen, sollten außerdem aus Sicht des Sozialverbands VdK einen Freibetrag von 100 Euro erhalten. Bisher werden diese Einkünfte komplett mit der Grundsicherung verrechnet, so dass beispielsweise viele Bezieherinnen der höheren Mütterrente keine Erhöhung ihres Monatseinkommens haben. Die Einführung eines Freibetrags wäre ein echter Schritt zur Armutslinderung und eine kleine Form der Anerkennung, die diese Menschen für ihre Lebensleistung verdient haben“, so die VdK-Präsidentin.

Steht ein Heimaufenthalt bevor und fehlen die Mittel, muss Erspartes aufgebraucht werden, was in Windeseile eintreten kann. Noch springen in sehr vielen Fällen heute die Sozialämter an. Diese enorme Belastung wird sich steigern, weil das Rentensystem nicht genug abgefedert ist. Eine ganz große Aufgabe für eine zukünftige soziale und den Lebensabend anerkennende Politik. 

Warum wartet der Staat so lange, bis er die Altersregelung sozial verträglich eingerichtet hat?  Eine der wichtigsten Säulen im Leben der Bürger, zu wissen, dass sie auch im Alter gut versorgt sind. Wieso ist das Rentenerfassungssysten so kompliziert, dass ganz viele gar nicht verstehen, was da gerechnet wird und warum? Wieso nimmt sich der Staat die Freiheit, die für ihn günstigste Variante auszuzahlen? Der künftige Rentner hat sich auf einen ganz anderen Betrag eingestellt. Warum kommen private Rentenberater auf abweichende Ergebnisse? Die Rente ist nicht genug geklärt, Pensionen werden satt ausgezahlt. Ein unhaltbarer Zustand. Zutiefst undemokratisch.