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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Dichterhain, Bände 5 bis 8

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Mittwoch, 8. Mai 2013

Heute Abend Vortrag in Saarbrücken: Bücherverbrennung 1933


08.05.2013  I  18 Uhr  I  Stiftung Demokratie Saarland

Vorgeschichte und Folgen der Bücherverbrennung im Mai 1933

Bismarckstr. 99
66121 Saarbrücken
+49 (0) 681 906260

http://www.stiftung-demokratie-saarland.de/

Die ideologische Vorbereitung der Bücherverbrennung griff auf Argumente zurück, die seit dem späten 19. Jahrhundert im Bildungsbürgertum und in den politischen Diskursen gängig waren. Es war ein Arsenal von Schlagwörtern der völkischen und antirepublikanischen Tradition. Sie fanden in der Weimarer Republik immer mehr Befürworter. Der Nationalsozialismus ist als „ein stummer Gast“ bezeichnet worden, der keine eigenen intellektuellen Beiträge lieferte, sondern sich zahlreiche Argumente seiner diffusen Ideologie anverwandelte.



Mit der Berufung der „Deutschen Studentenschaft“, die an nahezu allen deutschen Universitäten und Hochschulen Bücherverbrennungen veranstaltete, auf das historische Vorbild des Wartburg-Fests 1817 (300-Jahr-Feier der Reformation) wurde die historische Dimension des Verbrennens von missliebigen Büchern aus religiösen und juristischen Gründen seit der römischen Antike angedeutet.

Zur unmittelbaren Vorgeschichte der Bücherverbrennung 1933 zählen die intensive Schmutz- und Schunddiskussion, die ‚arische‘ Literaturgeschichtsschreibung (Bartels), der wachsende Antisemitismus in der literarischen Diskussion, der Antimarxismus am Ende der Weimarer Republik.

Zu den Folgen der Bücherverbrennung gehörte zunächst die Entfernung der Bücher aller Autoren, die auf den ‚schwarzen Listen‘ standen, aus den öffentlichen Bibliotheken und Buchhandlungen. Unter den Autoren der Nachkriegszeit waren die der Weimarer Republik und des Exils nicht präsent. Der Deutschunterricht seit 1933 und noch bis in die siebziger Jahre hat den verbrannten Büchern die Rückkehr in den Schulkanon und ins literarische Bewusstsein verweigert.

Der Referent: Prof. Gerhard Sauder
Um Anmeldung unter c.reidenbach@stiftung-demokratie-saarland.de wird gebeten.