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Freitag, 5. Juni 2026

Oper Frankfurt a.M.: Klaus Zehelein stellt seine Autobiographie Unerhörte Augenblicke vor

Klaus Zehelein (Bildnachweis: A. T. Schäfer)
Anlässlich seines 85. Geburtstags erschien
2025 die Autobiographie des großen Theatermannes
 Klaus Zehelein unter dem Titel Unerhörte Augenblicke im Verlag 
Theater der Zeit.

 

Gemeinsam mit dem Herausgeber Günther Heeg wird Zehelein sein Buch am

 

Dienstag, dem 9. Juni 2026, um 19 Uhr im Holzfoyer der Oper Frankfurt

 

vorstellen (Eintritt 10 €). Moderiert wird der Abend von Thomas Koch. Im Anschluss findet eine Signierstunde mit Büchertisch in Kooperation mit der Buchhandlung YPSILON statt.

 


Klaus Zehelein leitete zusammen mit Michael Gielen von 1977 bis 1987 die Frankfurter Oper und machte sie zu einem Ort der Entdeckungen und Neubefragungen von Text und Musik für die Bühne. Als visionärer Dramaturg, akribischer Denker, pragmatischer Intendant, leidenschaftlicher Vermittler, inspirierender akademischer Lehrer und Präsident des Deutschen Bühnenvereins prägte er ein halbes Jahrhundert lang die Entwicklungen des Musiktheaters wie kaum ein anderer. Dafür wurde ihm unter anderem 2023 der Deutsche Theaterpreis DER FAUST verliehen.

 

 

Kurzbiografie Klaus Zehelein

 

S/W-Foto aus der Frankfurter Zeit entstand bei den Proben
zu Richard Wagners Der Ring des Nibelungen“,
Oper Frankfurt 1985-87, v.l.n.r. Michael Gielen, Axel Manthey,
Ruth Berghaus, Klaus Zehelein. Bildnachweis: Mara Eggert

Klaus Zehelein wurde 1940 in Frankfurt am Main geboren. Er studierte Germanistik, Musikwissenschaft und Philosophie in seiner Heimatstadt und belegte zwischen 1959 und 1966 die Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt. Sein erstes Engagement führte ihn 1967 als Dramaturg an die Bühnen der Landeshauptstadt Kiel. Von 1970 bis 1977 war er Chefdramaturg am Staatstheater Oldenburg. Danach ging er bis 1987 in derselben Funktion und als koordinierter Operndirektor an die Städtischen Bühnen Frankfurt am Main. Nach einer zweijährigen Tätigkeit als freier Schauspiel- und Operndramaturg in Berlin, Frankfurt, Brüssel und Wien wurde er ab 1989 künstlerischer Direktor des Hamburger Thalia Theaters. Dann folgte der Ruf an die Staatsoper Stuttgart, die er als Intendant von 1991 bis 2006 zu einem der erfolgreichsten Orte avancierten Musiktheaters machte. Im Jahr 2003 wurde er zum Präsidenten des Deutschen Bühnenvereins gewählt, eine Funktion, die er bis 2015 ausfüllte. Im Jahr 2006 

übernahm er die Leitung der Bayerischen Theaterakademie August Everding im Prinzregententheater in München, der er als Präsident bis 2014 vorstand. 


Darüber hinaus war er als Dozent für Musiksoziologie an der Universität Oldenburg und an der State University of Minnesota sowie am Collège International de Philosophie in Paris engagiert. Er hatte Gastprofessuren an der Universität Gießen (Institut für angewandte Theaterwissenschaft) und von 1986 bis 1992 an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien inne. Zuletzt leitete er als Professor den Studiengang Dramaturgie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 

Klaus Zehelein wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem 1983 mit dem Deutschen Kritikerpreis für die Dramaturgie an der Oper Frankfurt. In den Jahren 1994, 1998, 1999, 2000, 2002 und 2006 wurde die Staatsoper Stuttgart unter seiner Leitung in den Kritikerumfragen der Zeitschrift Opernwelt jeweils zum "Opernhaus des Jahres" gewählt. Die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg für besondere Verdienste wurde ihm 2001 verliehen. Im Jahr 2006 wurde Klaus Zehelein mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet, 2007 ist er zum Mitglied der Bayerischen Akademie der schönen Künste ernannt worden. Der Deutsche Theaterpreis DER FAUST wurde ihm im Jahr 2023 für sein Lebenswerk verliehen.   

 


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