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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Dichterhain, Bände 5 bis 8

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Montag, 11. Januar 2021

Kaiserslautern: Bezirksverband Pfalz trifft strategische Grundsatzentscheidungen fürs Pfalztheater

 

Bleibt vorerst geschlossen: das Pfalztheater Kaiserslautern
(Foto: Bezirksverband Pfalz)


Intermezzo-Spielzeit und Open Air

Angesichts der Brisanz der weltweiten Corona-Pandemie und der nach wie vor extrem hohen Infektionszahlen in Deutschland haben der Bezirksverband Pfalz als Träger und das Pfalztheater in Kaiserslautern einige wesentliche strategische Grundentscheidungen getroffen, die der Kultureinrichtung – soweit überhaupt möglich – in diesen Zeiten eine gewisse Planungssicherheit geben, an denen sie sich in den kommenden Monaten orientieren kann. Dies hat der Bezirkstagsvorsitzende Theo Wieder im Einvernehmen mit Intendant Urs Häberli bekanntgegeben.

So werde es bis zum Sommer eine Intermezzo-Spielzeit geben, da man davon ausgehe, dass bis dahin kein regulärer Spielbetrieb unter normalen Bedingungen machbar sei. Demnach werde „der Spielbetrieb bis Ende März komplett ausgesetzt“, wie es in dem Schreiben heißt. Das Pfalztheater bereite sich bei stark sinkenden Infektionszahlen und fortschreitender Impfung darauf vor, ab Anfang April 2021 bis zum Ende der Saison einen Spielbetrieb unter coronatauglichen Bedingungen zu gestalten, wie dies von September bis November bereits geschehen sei. Deshalb werde ein hierfür geeigneter, abgespeckter Spielplan erarbeitet, der dem notwendigen Gesundheitsschutz sowohl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch der Besucherinnen und Besucher Rechnung trage und das Pfalztheater wieder in der Öffentlichkeit platziere. Den Vorrang hätten die bereits intensiv geprobten Produktionen. „Der Probe- und Arbeitsbetrieb des Pfalztheaters wird im Januar komplett ausgesetzt. Die bereits angekündigte Kurzarbeit wird in diesem Monat weitgehend für die komplette Belegschaft umgesetzt und für Februar unter dem Vorbehalt angekündigt, dass eine personenbezogene Beendigung der Kurzarbeit möglich ist“, so Wieder. Um das Pfalztheater wieder stärker öffentlich sichtbar zu machen, würden alle Sparten des Theaters in den nächsten Tagen festlegen, welche Angebote aus bereits geprobten Produktionen oder welche eigenständig entwickelt worden seien, für den digitalen Raum produziert und so schnell wie möglich für eine breite Öffentlichkeit verfügbar gemacht werden könnten.

Die kommende Spielzeit 2021/22 werde in zwei Halbjahresprogramme aufgeteilt, die getrennt geplant, erarbeitet und vorgestellt werden könnten. Vorrangig wolle man Produktionen zeigen, die für die Spielzeit 2020/21 entwickelt und zum Teil schon geprobt seien. Für das erste Halbjahresprogramm (bis zum Jahresende) würden dabei zwei Alternativen angestrebt: eine Variante für den normalen Vollbetrieb ohne Corona-Beschränkungen und eine Variante für einen Betrieb unter fortdauernden Corona-Beschränkungen – analog denjenigen, die von September bis November beachtet worden seien. Das Anwerben und der Verkauf von Abonnements blieben weiter ausgesetzt. Wieder und Häberli eröffnen Theaterbegeisterten, die momentan zu kurz kommen, noch einen Lichtblick: In den Sommermonaten wolle man ein Open Air – gegebenenfalls mit anderen Kulturträgern und Medienpartnern – durchführen, da ja nach Einschätzung der Virologen das Infektionsgeschehen in der wärmeren Jahreszeit nachlassen dürfte und das Infektionsrisiko im Freien deutlich geringer als in geschlossenen Räumen sei. Eine Arbeitsgruppe bestehend aus Vertretern des Bezirksverbands Pfalz und des Pfalztheaters werde die dafür notwendigen Überlegungen und Grundplanungen bis zur Entscheidungsreife vorantreiben.

„Mit dieser strategischen Grundsatzentscheidung wollen wir den über 330 fest angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in diesen Zeiten eine Perspektive geben, auf der man die Arbeit in den nächsten Monaten strategisch aufbauen und so ein Stück mittelfristige Arbeits- und Planungssicherheit gewinnen kann“, so Wieder. Es mache wenig Sinn, ständig weitere Produktionen zu entwickeln, vorzubereiten oder zu proben, wenn nicht erkennbar sei, wann diese wieder vor Publikum gezeigt oder wenigstens in den digitalen Raum verlagert werden könnten. Dies führe bei der Belegschaft zwangsläufig zu Enttäuschungen. Trotz hervorragender Hygienekonzepte sei dieses Vorgehen angesichts der nach wie vor extrem hohen Infektions- und Todeszahlen in Deutschland und der Ausbreitung einer mutierten Form des Corona-Virus geboten. Die zunehmende Verfügbarkeit von Impfstoffen und das ständige Wachsen der Zahl geimpfter Menschen werde das Risiko von Erkrankungen zwar verringern, aber auch im Zusammentreffen von geimpften und nicht geimpften Menschen noch längere Zeit weitere Probleme und Folgediskussionen über den richtigen Weg aufwerfen. Für den medizinisch noch nicht geklärten Fall, dass geimpfte Personen zwar nicht mehr selbst erkranken, aber weiterhin die Infektion weitergeben könnten, sei zum Beispiel zu klären, was dies für die Zusammenarbeit im Ensemble des Pfalztheaters und für das Publikum bedeute und wie man sich eine weitgehende Normalität unter diesen Rahmenbedingungen überhaupt vorstellen könne.






 

Sonntag, 6. Dezember 2020

Kaiserslautern: Online-Märchenstunde des mpk am 13.12.20

Jo-B pixabay


Zuhören und selbst gestalten am 3. Adventssonntag

 

Das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk) veranstaltet am dritten Adventssonntag, 13. Dezember, um 15 Uhr erstmalig eine Online-Lesung. Dabei belebt es die Tradition des Märchenerzählens und lädt Familien zum Zuhören von Hans Christian Andersens „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“ ein. Nadine Choim entführt die Hörerschaft in die Fantasiewelt des armen kleinen Mädchens an einem kalten Silvesterabend. Nach der Geschichte geht’s zur Praxis über: Ob am Küchentisch oder auf dem Kinderzimmerboden gestalten Kinder und Erwachsene gemeinsam – was, das wird erst nach dem Zuhören verraten. Die Veranstaltung, die über Go-To-Meeting stattfindet, ist kostenfrei, eine Spende an die Museumspädagogik willkommen, wenn das mpk wieder geöffnet ist. Nach der Anmeldung an anmeldung@mpk.bv-pfalz.de bis spätestens 11. Dezember um 11 Uhr wird die Materialliste versandt, die auch in folgenden Geschäften in Kaiserslautern ausliegt: Kirch GmbH, Eisenbahnstraße 64, und Karl Pallmann GmbH, Marktstraße 30-32.

 



Samstag, 28. November 2020

Kaiserslautern: Einrichtungen bleiben weiterhin geschlossen, bis auf die Pfalzbibliothek



 Livestream-Lesungen kommen gut an: 

Marion Bischoff (rechts) mit Pfalzbibliotheks-
Mitarbeiterin Tina Jahnert  (Foto: Pfalzbibliothek
)

Die Schließung der Kultureinrichtungen des Bezirksverbands Pfalz seit 1. November wird bis zum Jahresende verlängert, um die Ausbreitung des Coronavirus‘ einzudämmen. Betroffen sind das Pfalztheater in Kaiserslautern, die Museen, darunter das Museum Pfalzgalerie in Kaiserslautern, das Historische Museum der Pfalz in Speyer, das Dynamikum in Pirmasens und das Pfalzmuseum für Naturkunde in Bad Dürkheim mit seinem Geoskop auf Burg Lichtenberg bei Kusel. „Als Träger wichtiger Kultureinrichtungen bedauern wir die weitere Schließung unserer Einrichtungen. Wir fügen uns in die Einsicht, dass der Gesundheitsschutz der Bevölkerung diese harten Maßnahmen notwendig macht“, sagte der Bezirkstagsvorsitzende Theo Wieder nach Bekanntgabe der Entscheidung der Bundes- und Landesregierungen. „Wir bitten unsere Besucherinnen und Besucher und alle Freunde unserer Arbeit, uns nicht zu vergessen, und versprechen, mit voller Kreativität und großem Engagement die Zeit vorzubereiten, wenn die Pandemie überwunden ist und wir mit unserer Arbeit wieder einen wichtigen Beitrag leisten dürfen, Attraktivität und Lebensqualität für die Menschen zu gestalten.“

Geöffnet bleibt die Pfalzbibliothek in Kaiserslautern, Bismarckstraße 17, als Bildungseinrichtung. Sie zeigt in Zusammenarbeit mit dem Kunstraum Westpfalz Wundersames, Kuriositäten und Unbekanntes, Fundstücke und Kunstwerke der beiden Künstlerinnen Elke Hennen und Katharina Hamp. Die Pfalzbibliothek kann man mit Mund-Nasen-Schutz unter Berücksichtigung der Hygiene- und Abstandsregeln betreten; sie ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr zugänglich. Darüber hinaus bietet sie am 10. Dezember noch eine weihnachtliche Livestream-Lesung mit Michael Landgraf an. Die humorvolle Online-Lesung mit Marion Bischoff aus ihrem Buch „Bier mit DIR“ ist noch bis zum Jahresende auf der Website der Pfalzbibliothek www.pfalzbibliothek.de abrufbar. In Kürze kommt außerdem passend als Geschenk zum Weihnachtsfest eine CD mit Mundartgedichten von Heinrich Kraus heraus. Die Pfalzbibliothek ist vom 24. Dezember bis 2. Januar geschlossen. Die Zentralverwaltung des Bezirksverbands Pfalz, ebenfalls in der Bismarckstraße 17, schließt für zwei Wochen, und zwar vom 21. Dezember bis zum Jahresende.


Donnerstag, 17. September 2020

Kaiserslautern: Meisterschule der Handwerker stellt in Johanniskreuz aus




Erhielt den Ausbildungspreis der Bauhütte der Pfalz:
Tamara Niedtners Herz aus rotem Eifel-Sandstein

Ton, Stein, Erden

Ausstellung mit Schülerarbeiten der Meisterschule für Handwerker im Haus der Nachhaltigkeit



Unter dem Motto „Ton, Steine, Erden“ zeigt das Haus der Nachhaltigkeit in Johanniskreuz bis 18. Dezember eine Ausstellung mit Mosaiken, Keramiken und Werkstücken von Steinbildhauern sowie Beispielen des Lehmbau-Handwerks. Allein mit zehn Gesellen- und Meisterstücken aus Stein sind Absolventinnen und Absolventen der Meisterschule für Handwerker Kaiserslautern (MHK) beteiligt. Daneben präsentieren Studierende und Lehrbeauftragte der Universität Landau sowie arrivierte Meister und Meisterinnen ihres jeweiligen Fachs aus der Pfalz und dem saarländischen Bexbach ihr Schaffen. Die Arbeiten geben Einblick, welch vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten irdene Materialien bieten. Zu sehen sind steinerne Büsten, Tier- und Pflanzenformen, das Maßwerkdetail eines Kirchenfensters, keramische Gebrauchsgegenstände und experimentelle Einzelobjekte.

Unter den Stücken der MHK ist auch ein Herz aus rotem Sandstein von Tamara Niedtner, die dafür mit dem diesjährigen Ausbildungspreis der Bauhütte der Pfalz ausgezeichnet wurde. Daneben werden ein Wasserspeier, ein Augustus, eine Blattranke, ein Teil eines Maßwerks, ein Waschbecken, das Relief eines Fischs, ein Löwenkopf, ein Otter und ein Affe ausgestellt. Die Werke der ehemaligen MHK-Schüler und -Schülerinnen sind aus Sandstein und Kalkstein.

Gesteine verwittern im Verlauf vieler Jahrtausende und über viele Stufen zu immer kleineren Bestandteilen bis sie schließlich als Tonmineralien (Korngröße kleiner als zwei Mikrometer) enden. Je nach Größe, Mischung und Feuchtegehalt entstehen auf diesem Weg vielfältige Werkstoffe, die der Mensch schon immer bearbeitet und umgeformt hat. Das Material, mit dem sich die aktuelle Ausstellung befasst, steht dabei aber auch symbolisch für „Mutter Erde“: die Substanz, in der unsere Nahrung wächst, das Trinkwasser gefiltert wird und in der ein ganz eigenes und vielfältiges Leben existiert. Durch den Klimawandel und die fehlenden Niederschläge der letzten Jahre wurde auch der Boden stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Präsentation, die einen Querschnitt des jeweiligen Handwerks zeigt, entstand in Kooperation mit der Beratungsstelle Formgebung der Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern in Rheinland-Pfalz und ist bei freiem Eintritt in den Räumen des Johanniskreuzer Infozentrums bis Oktober täglich außer samstags von 10 bis 17 Uhr und ab November täglich außer samstags und sonntags zu sehen.



Wasserspeier aus Maintäler Hell-Sandstein: Gesellenstück von Amélie Schuster
(Fotos: Meisterschule für Handwerker Kaiserslautern)







Dienstag, 14. Juli 2020

Kaiserslautern: Ständige Sammlung des mpk wieder offen


Alle Museumsräume nach Corona-Zwangspause zugänglich


Die Ständige Sammlung des Museums Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk) ist wieder zugänglich, die fast vier Monate lang wegen der Corona-Pandemie geschlossen war. Nach der Komplettschließung Mitte März meldete sich das mpk Mitte Mai mit der Öffnung der Sonderausstellungen wieder beim Publikum zurück. Die Dauerausstellung im zweiten Obergeschoss präsentiert die Kunstschätze des Museums, die im Laufe von fast 140 Jahren gesammelt wurden. „Faszinierende Werke aus der Gemälde- und Skulpturensammlung sowie der Kunsthandwerklichen Sammlung treffen aufeinander und schaffen interessante, spannungsreiche Verbindungen und Kontraste“, so die stellvertretende Museumsdirektorin Dr. Annette Reich.

Darüber hinaus können zurzeit unter dem Titel „de natura“ drei Sonderausstellungen mit Werken von Bernard Descamps, Peter Lang und Melanie Wiora besucht werden. Sie zeigen facettenreiche Interpretationen einer zerbrechlichen Natur zwischen Stimmungslandschaft, Menschenleere und tosenden Gewalten. Island als Landschaft der Extreme durchzieht die drei Ausstellungen leitmotivisch und verknüpft sie thematisch. Die Druckgrafiken von Peter Lang (1965 in Holzkirchen geboren) beschäftigen sich mit Polarlichtern und Naturerscheinungen des Winters. Entstanden sind Arbeiten, die durch eine abstrahierte Darstellung von Natur sowie die souveräne Verwendung unterschiedlicher Drucktechniken die Flüchtigkeit der Lichtereignisse hindurchschimmern lassen. In den Schwarzweiß-Fotografien von Bernard Descamps (1947 in Paris geboren) spielen Landschaft und Natur eine große Rolle. Seine Arbeiten drehen sich um Island, Wald, Meer, Vögel und Berge. Sie beschreiben vergängliche, kurzlebige Muster in der Natur, beispielsweise Vogelformationen oder karge Schneefelder; der Mensch ist stets abwesend. Auf beeindruckende Weise schließt die wandfüllende Videoarbeit von Melanie Wiora (1969 in Waiblingen geboren) die Ausstellungstrias. Die Präsentation „Urkraft der Natur“ lässt die bildgewaltige Aufnahme einer schäumenden Eruption des isländischen Geysirs Strokkur entdecken. Die extreme Verlangsamung, die Wiora mit Hilfe einer speziellen Kamera erreichte, macht Details des Naturschauspiels sichtbar. Nach wie vor sind auch die großartigen Arbeiten von Julia Steiner im Foyer, Treppenhaus und Erdgeschoss zu erleben.


Herzstück der Ständigen Sammlung: im Slevogt-Saal 
hängt auch sein Gemälde „Einfahrt in den Hafen von Syrakus“ von 1914
(Foto: mpk)
Die Ausstellungen im mpk, Museumsplatz 1, können unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln und mit einer Mund-Nasen-Maske mittwochs bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und dienstags von 11 bis 20 Uhr besichtigt werden. Bis 16. August ist der Zutritt kostenfrei. Weitere Informationen unter www.mpk.de.







Montag, 15. Juni 2020

Kaiserslautern: Blick nach vorne - Das Pfalztheater singt und spielt und klingt wieder! Volles Angebot erst wieder 2021/22

Große antike Tragödie: Sophokles‘ „Antigone“
(Foto: Pfalztheater)


Aufführungen für Abonnentinnen und Abonnenten

Wenn auch in kleinen Schritten – aber nach wochenlangem Stillstand erwachen Proberäume, Werkstätten und Bühnen des Pfalztheaters Kaiserslautern wieder zu neuem Theater-Leben! Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf und hinter der Bühne brennen darauf, wieder an ihre Wirkungsstätte zurückkehren zu dürfen, um für ihr Publikum da sein zu können. In enger Abstimmung mit dem Bezirksverband Pfalz wird das Pfalztheater vor Ende dieser ungewöhnlichen Spielzeit noch einmal für Abonnentinnen und Abonnenten öffnen und mit kleinen – musikalischen wie dramatischen – Kostbarkeiten das schmerzlich entbehrte Theater-Live-Erlebnis zurückerobern.

Exklusiv und kostenfrei sind nun Abonnentinnen und Abonnenten zu folgenden Vorstellungen eingeladen: Lieder- und Arienabend mit Polina Artsis und Daniel Kim am Samstag, 20. Juni, um 19.30 Uhr und Sonntag, 21. Juni, um 18 Uhr, Kammerkonzert mit Mitgliedern des Orchesters des Pfalztheaters am Samstag, 27. Juni, um 19.30 Uhr und Sonntag, 28. Juni, um 18 Uhr und Sophokles‘ Tragödie „Antigone“ am Freitag und Samstag, 3. und 4. Juli, jeweils um 19.30 Uhr. Die Abende dauern jeweils eine Stunde und zehn beziehungsweise 20 Minuten; Pausen finden nicht statt. Pro Aboplatz kann eine Karte gebucht werden, allerdings steht nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung. Die Abo- und Telefonkasse ist für Buchungen am Freitag, 12. Juni, und Dienstag, 16. Juni, jeweils von 9 bis 13 Uhr unter der Telefonnummer 0631 3675-207 oder -209 erreichbar; die Karten werden zugeschickt.

Für Publikum wie auch Theaterschaffende waren die zurückliegenden Wochen eine schwierige Zeit, mit vielen Nöten und Sorgen, sei es im familiären oder im beruflichen Umfeld. Das Thema Covid-19 wird den Alltag vorerst weiterhin mit seinen Unwägbarkeiten und Herausforderungen begleiten. Auch das Theater wird lernen, auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren, und neue, kreative Wege gehen. Auf einen dieser Wege möchte das Pfalztheater seine Abonnentinnen und Abonnenten in den kommenden zwei Jahren gerne mitnehmen. So macht das Kaiserslauterer Theater für die nächste Spielzeit unter Einhaltung der gebotenen Abstandsregeln ein eingeschränktes Angebot; zunächst einmal nur im Großen Haus, hoffentlich bald auch wieder auf der Werkstattbühne. Das bedeutet, dass die Abonnements in der Spielzeit 2020/21 ruhen. Die Abonnentinnen und Abonnenten haben damit in der nächsten Spielzeit die Chance, ihre etwa durch Vorstellungsausfall erworbenen, virtuellen Gutscheine einzulösen und darüber hinaus Karten zu ermäßigten Preisen zu erwerben. Es kann sich trotz aller Einschränkungen auf ein vielfältiges Programm freuen.

Das Publikum wird die Schauspiel-, Musiktheater- und Tanz-Ensembles und das Orchester des Pfalztheaters von völlig neuen Seiten kennenlernen. Näheres wird Ende Juni bekanntgegeben. Intendant Urs Häberli lädt die Theaterfans herzlich ein, das Pfalztheater durch eine außergewöhnliche „Intermezzo-Spielzeit“ zu begleiten. In der Spielzeit 2021/22 möchte das Lautrer Dreispartenhaus dann wieder in die gewohnten Abo-Gleise zurückzukehren. Anlaufstelle für weitere Fragen ist die Theaterkasse am Freitag, 19. Juni, von 9 bis 13 Uhr unter der Telefonnummer 0631 3675-207. Alle Beschäftigten des Pfalztheaters haben ihr Publikum schmerzlich vermisst. Sie freuen sich nun darauf, die Zuschauerinnen und Zuschauer bald wieder persönlich am Willy-Brandt-Platz begrüßen zu dürfen.



Donnerstag, 4. Juni 2020

Kaiserslautern: Wieder Kurzführungen im Museum Pfalzgalerie



Julia Steiners beeindruckende Bilderwelt: 
„all around now“ von 2020, Gouache auf Wand
(Foto: Serge Hasenböhler, Basel © mpk, Courtesy 
the artist and Galerie Urs Meile, Beijing-Lucerne)




Freier Eintritt bis Mitte August


Das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk), dessen Sonderausstellungen bei freiem Eintritt seit Mitte Mai zugänglich sind, bietet ab Juni wieder Kurzführungen an: Das beliebte Format „Auf den Punkt gebracht“ findet sogar mehrmals in der Woche statt, und zwar jeweils dienstags um 18 Uhr sowie mittwochs und freitags um 12.30 Uhr. Die Veranstaltung kann kostenlos unter Einhaltung der ausgehängten Schutzmaßnahmen mit Mund-Nasen-Schutz besucht werden. Da die Teilnehmerzahl auf fünf Personen begrenzt ist, sollte eine vorherige telefonische Anmeldung unter 0631 3647-205 erfolgen. Kurzfristige Änderungen beziehungsweise Anpassungen an neue Regularien sind jeder Zeit möglich und werden auf der Webseite www.mpk.de veröffentlicht.

Kurzführungen zur Sonderausstellung „Julia Steiner: Am Saum der Zeit“ gibt es am 2., 10., 16., 17., 19., 23., 24. und 26. Juni. Wer das Museum betritt, steht inmitten einer Bildwelt von enormer Ausbreitung und Dynamik. Julia Steiner hat über einen Zeitraum von mehreren Wochen direkt auf Wänden und Decken von Eingangshalle und Treppenhaus gearbeitet. Daneben zeigt die Ausstellung großformatige Pinselzeichnungen und Skulpturen der Schweizer Künstlerin. Es sind Werke der Gegensätzlichkeit. Ihre Arbeiten haben mitunter eine monumentale Größe und strahlen dennoch etwas flüchtig Zartes aus. Rahmenlos wuchern sie über das Papier hinweg und besetzen den Raum. Für den Moment eingefrorene Prozesse – wie Wind, der durch Wolken fegt, die Nacht durchdringendes Licht oder auseinanderberstende Erde – verschaffen sich auf energische Weise Raum und führen zu einem vielschichtigen Erleben, weit über das des Sehens und Denkens hinaus.

Graphische Arbeiten sind bei den „Neuerwerbungen der Marianne und Heinrich Lenhardt-Stiftung 2015-2019“ zu sehen. Kurzführungen dazu finden am 3., 5., 9. und 12. Juni statt. Am Sonntag, 14. Juni, um 15 und um 16 Uhr kann man sich im Rahmen einer Kurzführung zur Finissage die Arbeiten zum letzten Mal anschauen. Seit 25 Jahren erwirbt die Marianne und Heinrich Lenhardt-Stiftung für das Haus herausragende Kunstwerke auf Papier. Insgesamt konnte die von Heinrich Lenhardt (1926 - 2007) begründete Stiftung die Graphische Sammlung durch mehr als 500 Ankäufe bereichern; eine beachtenswerte Leistung, die für Kaiserslautern, aber auch für die Kunstlandschaft der Pfalz bleibende Werte geschaffen hat. Zu sehen sind unter anderem Arbeiten von Alexander Arundell, Nicole Bellaire, Julia Farrer, Bodo Korsig, Matthias Mansen sowie Luc Peire. Die angewandten Techniken Holzschnitt, Farblithografie, Materialdruck und Siebdruck sind dabei ebenso vielfältig wie die jeweiligen künstlerischen Handschriften.

Zu einem Preview zu „de natura“ (über die Natur) lädt das mpk am Dienstag, 30. Juni, um 17 und 18 Uhr ein. Es handelt sich dabei um einen medienübergreifenden Rundgang durch drei Sonderausstellungen der Graphischen Sammlung: Peter Lang – Bernard Descamps – Melanie Wiora. Gezeigt werden Leihgaben von Bernard Descamps (1947 in Paris geboren), Peter Lang (1965 in Holzkirchen geboren) sowie Melanie Wiora (1969 in Waiblingen geboren). Den Besucher erwarten facettenreiche Interpretationen einer zerbrechlichen Welt zwischen Menschenleere, tosenden Naturgewalten, Erhabenheit und einzigartigen Klangwelten. Diese Stimmungslandschaften in den Medien Fotografie, Druckgrafik und Video lassen sich dabei als sensible Aufforderungen lesen, die Natur zu bewahren – gerade auch im Kontext der Debatten über die Klimaveränderung. Die Sonderausstellungen im mpk, Museumsplatz 1, können mittwochs bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und dienstags von 11 bis 20 Uhr besichtigt werden; Gruppenbesuche sind noch nicht gestattet. Weitere Informationen unter www.mpk.de.





Freitag, 22. Mai 2020

Kaiserslautern: Bürgermeisterin sucht "Lied für Lautern"






Bewerbung bis Ende August möglich

Die Stadt Kaiserslautern soll ein eigenes Lied erhalten, das jedenfalls ist der Wunsch von Bürgermeisterin Beate Kimmel. Die Liebe zu ihrer Geburts- und Heimatstadt brachte sie auf die Idee, hierfür einen Wettbewerb auszuschreiben. "Ich wünsche mir ein Lied, das zum Mitsingen einlädt und das zum Ausdruck bringt, was wir an unserer Stadt schätzen", so die Bürgermeisterin. „Es soll Zuhörerinnen und Zuhörern „Unser Lautern“ näher bringen und zur Identifikation mit unserer Stadt beitragen.“ Bis Ende August können die Vorschläge eingereicht werden.

Wie die Bürgermeisterin erläutert, könne der gesuchte Song alle denkbaren Stilrichtungen repräsentieren. Die Spanne reiche dabei von Chanson über Rap oder Hiphop bis hin zu Rockballade oder Schlager. Der Text sollte im Wesentlichen auf Deutsch sein und beschreiben, was die Stadt Kaiserslautern ausmacht … ihre Menschen, Sehenswürdigkeiten und liebenswürdigen Besonderheiten. Wichtig wäre außerdem, dass die Melodie einen Refrain oder ähnliches enthält, der zum Mitsingen einlädt. Auch darf der Song bisher nicht veröffentlicht sein. Er sollte online mit einem einfachen Demo als Audiofile in einem gängigen Format und mit einem sogenannten "Leadsheet", den Noten, eingereicht werden. Einsendeschluss hierfür ist der 31. August 2020.

Als weitere Teilnahmevoraussetzung sollen die Komponisten und Verfasser einen persönlichen Bezug zu Kaiserslautern haben, wobei egal ist, aus welchem Ort der Song eingereicht wird. Gerne kann dieser auch von mehreren Komponisten und Textautoren geschrieben sein. Als erster Preis winken eine Ton- und Videoproduktion im Wert von 2.000 Euro, der zweite und dritte Platz sind mit 500 beziehungsweise 300 Euro dotiert. Darüber hinaus erhalten alle Gewinnerinnen und Gewinner die Möglichkeit, ihr „Lied für Lautern“ bei der Langen Nacht der Kultur am 26. Juni 2021 gegen ein entsprechendes Honorar von 250 Euro zu präsentieren.

Alle Ausschreibungsmodalitäten sind im Internet auf der Homepage www.liedfuerlautern.de sowie auf Facebook zu finden, informiert die Jury. Zu dieser gehören neben der Bürgermeisterin auch die bekannte Kaiserslauterner Sängerin Lisa Mosinski, Christoph Dammann, Direktor des Referates Kultur, sowie Max Punstein, Leiter der Emmerich-Smola-Musikschule und Musikakademie. Wer nicht komponieren oder texten kann, habe die Möglichkeit, die Teilnehmenden via Homepage über eingereichte Fotos, Videobotschaften oder kurze Texte zu inspirieren. Unter diesen Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden am Ende des Wettbewerbs Konzertkarten für Fruchthalle und Kammgarn verlost.

Samstag, 15. Februar 2020

Kaiserslautern: Kunstgespräch im mpk - Figur und Landschaft

Erhabene Natur: 
                                        Karl Millners Gemälde „Der Hechtsee bei Oberaudorf“ von 1867                                          
                                                                                   (c) mpk

Figur und Landschaft
Gespräch in der Dauerausstellung im mpk



Um „Figur und Landschaft“ geht es am Dienstag, 18. Februar, um 18 Uhr im Gespräch mit Dr. Sören Fischer im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk), Museumsplatz 1. In der Dauerausstellung sind verschiedene, sehr eindrückliche Landschaftsgemälde des 19. Jahrhunderts zu sehen. Gerade in der Landschaftsmalerei ist die Beziehung zwischen Mensch und Natur ein wichtiges Thema. Menschen verleihen der Natur Dimension, Lebendigkeit, Geschichten. Wenn beispielsweise, wie in Karl Millners Gemälde „Der Hechtsee bei Oberaudorf“ (1867), winzige Figuren vor einer massiven Alpenkette erscheinen, führt das die übermenschliche Erhabenheit der Natur sinnbildhaft vor Augen. Dann wieder wird die Landschaft zum idealisierten Idyll von italienischen Dorfbewohnern oder zum Rastplatz von Ross und Reiter. Das Kunstgespräch lädt ein, die Beziehung von Mensch und (Um)Welt in der Malerei einmal näher zu betrachten.





[Abb. s. Anlage]


Samstag, 25. Januar 2020

Kaiserslautern: Judith Boy Artista noch 3 Wochen im Theodor-Zink-Museum




judith boy artista



FINISSAGE
TRANSFORMING ATLANTIS

im Theodor Zink Museum
in Kaiserslautern

19.02.2020

Mit FÜHRUNG durch die Ausstellung

PERFORMANCE / VORFÜHRUNG
Creazioni Uniche !

und ASTA / VERSTEIGERUNG
einiger Kunstwerke !

Danach kleine Party und Ideen - Austausch und weitere Planung

WIR - das Museumsteam und ich - freuen uns auf SIE!




Sonntag, 22. Dezember 2019

Kaiserslautern: Daniele Squeo zum neuen Generalmusikdirektor am Pfalztheater berufen


Seit 2016 Erster Kapellmeister am Staatstheater Karlsruhe, ab der Spielzeit 2020/21 GMD am Pfalztheater Kaiserslautern: Daniele Squeo



















Daniele Squeo, Erster Kapellmeister am Badischen Staatstheater Karlsruhe, wird ab der neuen Spielzeit neuer Generalmusikdirektor am Pfalztheater Kaiserslautern und tritt damit die Nachfolge von Uwe Sandner an, der seit 2006 bis Sommer 2020 diese Position innehat und seinen Vertrag nicht mehr verlängert. Die Entscheidung fällte der Bezirksausschuss unter Leitung des Bezirktagsvorsitzenden Theo Wieder einstimmig auf Empfehlung des Ausschusses für Kunst, Kultur, pfälzische Geschichte und Volkskunde, dem Manfred Geis vorsteht. Daniele Squeo erfülle bestens, so begründete Wieder seinen Vorschlag, „alle Kriterien der Ausschreibung“. Er habe eine vorzügliche Ausbildung vorzuweisen und sei trotz seiner Jugend ein „bereits sehr erfahrener Dirigent“. „Mit zahlreichen renommierten Orchestern im In- und Ausland hat er intensiv zusammengearbeitet und bei internationalen Wettbewerben mehrere Preise gewonnen.“ Der „breit aufgestellte Musiker mit großem Repertoire“ habe in den Gesprächen deutlich gemacht, dass er am Pfalztheater auch „neue Formate und Projekte mit dem Orchester“ angehen wolle. „Mit Blick auf seine Reputation und seine Arbeit mit dem Orchester denke ich, dass wir einen Top-GMD bekommen“, resümierte Wieder.

Der 34-jährige Daniele Squeo wurde im süditalienischen Terlizzi nordwestlich von Bari geboren. In seiner Heimat und in Weimar studierte er Komposition und Klavier und kam 2007/08 als Assistent des Leipziger Nikolaikantors nach Deutschland; in Ergänzung seines Musikstudiums studierte er von 2009 und 2013 in Weimar Orchesterdirigieren. In dieser Zeit leitete er Orchester, wie die Neue Philharmonie Westfalen, die Philharmoniker von Jena und Essen, das Orchester des Theaters „Lirico Sperimentale“ Spoleto, die Nordböhmische Philharmonie Teplice, das Karlsbader und MDR-Sinfonieorchester sowie die Nürnberger und Bochumer Symphoniker; drei Jahre lang war er auch Chefdirigent und künstlerischer Leiter des Akademischen Orchesters der Technischen Universität Ilmenau und ging 2013 als Studienleiter und Kapellmeister an das Theater Nordhausen. Ein Jahr später wechselte er ans Badische Staatstheater Karlsruhe, wo er seit 2016 als Erster Kapellmeister tätig ist; Gastdirigate führten ihn an die Theater in Basel, Cottbus und Winterthur sowie 2018 und 2019 zu den Bregenzer Festspielen. Squeo ist Preisträger mehrerer internationaler Dirigentenwettbewerbe und wurde vom Deutschen Musikrat als Stipendiat des Dirigentenforums gefördert.

Während der Vorstellung vor den Gremien des Bezirksverbands Pfalz bekennt er, dass ihm „naturgemäß das italienische Repertoire naheliegt“, er aber auch „offen anderen musikalischen Richtungen gegenüber“ ist; so erwähnte er unter anderem seinen Hang zu Richard Wagner. Vom Pfalztheater-Orchester „mit guten Spielern“ habe er einen „positiven Eindruck“: Die Probedirigate hätten von Anfang an in einer „angenehmen und konstruktiven Atmosphäre“ stattgefunden, was ihn bewogen habe, die weiteren Gespräche zu führen. „Ich freue mich, auf die Zusammenarbeit mit dem Orchester und an der Seite eines erfahrenen Intendanten“, so Squeo. Das einstimmige Votum der Gremien, sagte Urs Häberli, freue ihn ganz besonders und spreche für Squeo. „Die neue Zusammenarbeit macht mich neugierig“, bekennt der Pfalztheater-Intendant und fügt hinzu: „Wir werden den Spielplan auf eine breite Basis stellen.“

In einem mehrstufigen und laut Wieder „komplexen, intensiven und aussagekräftigen“ Auswahlverfahren des Bezirksverbands Pfalz, der Träger des Pfalztheaters ist, konnte sich Daniele Squeo unter sieben Bewerbern und Bewerberinnen durchsetzen. Der achtköpfigen Findungskommission gehörten neben Theo Wieder und Manfred Geis Andreas Bausdorf, Vorsitzender der Deutschen Orchesterstiftung, Dr. Christoph Dammann, Leiter des Kulturreferats der Stadt Kaiserslautern, und Prof. Michael Kaufmann, ehemaliger Intendant der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, sowie seitens des Pfalztheaters Intendant Urs Häberli, Orchester-Vorstandssprecherin Konstanze Licht und Personalratsvorsitzender Daniel Böhm an. Die in die engere Auswahl gekommenen Bewerber mussten sich vorstellen und ihr Können bei einem 75-minütigen und vierteiligen Probe- sowie einem Produktionsdirigat der Oper „La Traviata“ in einer regulären Aufführung unter Beweis stellen.

Quelle: bvp/reiser

Donnerstag, 20. Juni 2019

Kaiserslautern: Lesesommer in der Pfalzbibliothek von 17.06-17.08.2019



In die Welt der Bücher eintauchen
Lesesommer in der Pfalzbibliothek

Unter dem Motto „Flash deine Eltern und lies ein Buch“ geht der „Lesesommer Rheinland-Pfalz“ in der Pfalzbibliothek in Kaiserslautern bereits in die vierte Runde. Junge Menschen werden durch diesen landesweiten Lesewettbewerb animiert, die Nase zwischen zwei Buchdeckel zu stecken. Vom 17. Juni bis 17. August können Jugendliche ab der ersten Klasse bis zum Alter von 16 Jahren Kinder- und Jugendbücher kostenfrei ausleihen und lesen. In einem kurzen Interview beantworten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Rückgabe Fragen zu den gelesenen Büchern. Statt eines Interviews kann auf der Lesesommer-Seite im Internet eine Online-Bewertung abgegeben werden. Wer drei oder (viel) mehr Bücher gelesen hat, darf an der Abschlussparty am Samstag, 31. August, teilnehmen, erhält eine Urkunde und gewinnt tolle Preise. Je mehr Seiten verschlungen wurden, desto höher die Platzierung. Außerdem gibt es eine landesweite Verlosung. Der Hauptpreis dabei ist ein zweitägiger Aufenthalt im Europapark Rust mit vier Personen. Im vergangenen Jahr haben rund 130 Kinder und Jugendliche insgesamt etwa 1.150 Bücher bei der Pfalzbibliothek ausgeliehen und gelesen.


Ein Anmeldeformular lässt sich vorab unter www.lesesommer.de ausdrucken, das dann in der Pfalzbibliothek Kaiserslautern, Bismarckstraße 17, abgegeben werden kann. Sie ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Weitere Infos gibt es unter www.lesesommer.de und unter www.pfalzbibliothek.de.

Mittwoch, 6. März 2019

Kaiserslautern: Ausstellungsende im mpk am 17.03.2019 mit Gespräch: „15 Filmtagebücher“





Interpretieren Werke der Filmgeschichte auf eigene Weise: Buchrücken der Filmtagebücher von Myriam Wagner, Carina Wolf, Angelika Draht, Lena Meyerhoft und Elisabeth Birnstein, 2016
(Foto und © Susan Chales de Beaulieu)






Facettenreich dem Raum begegnen
Gespräch in der mpk-Sonderausstellung „15 Filmtagebücher“

Am Sonntag, 17. März, um 11 Uhr bietet sich im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk), Museumsplatz 1, die letztmalige Gelegenheit, 15 außergewöhnliche Filmtagebücher des Hochschulprojekts „28 Stunden Film“ zu sehen und dabei zugleich facettenreich dem Thema Raum zu begegnen: Raum in der Filmkunst, in der Buchkunst sowie in der gelungenen Umsetzung der Ausstellung. Die von der in Hamburg lebenden Filmemacherin Susan Chales de Beaulieu kuratierte Schau legt eine sensible Anleitung offen, mittels der Analyse von 12 herausragenden Werken der Filmgeschichte Raum neu zu denken. 15 Masterstudentinnen der Innenarchitektur entwickelten daraus eigene Ideen und ließen diese in persönliche Tagebücher münden. Es sind beeindruckende Ergebnisse feinsinniger Wahrnehmung, die ein offenes Vorgehen mit Texten, Zeichnungen, Aquarellen und dreidimensionalen Eingriffen in ihren Büchern offenlegen und somit auch die Filme auf eigene Weise interpretieren.



Dienstag, 18. Dezember 2018

Kaiserslautern: Geschenkidee für Liebhaber des pfälzischen Laientheaters

(c) Lautrer Laienspieler
Mancher kennt sie schon: Die Lautrer Laienspieler, andere haben jetzt die Gelegenheit ihren Liebsten eine Pälzer Komödie zum Weihnachtsfest zu schenken. Nach ihrem Debut mit „ Keine Ruhe in der Truhe“ haben sie sich schon einen Platz im Herzen der Lautrer gesichert und die einheimische Bühne schon einmal vibrieren lassen. 

Pfälzer Humor, Gedöns und Spannung 
kommen jetzt zum Zug im neuen Stück "Pleite, Pech und Pannen". Eine Kriminalkomödie mit viel Verwirrspiel, Durcheinander und Angst, entdeckt zu werden. Bei der Handlung greifen die Mitwirkenden ins moderne gefrustete Frauenleben in einer WG, deren Wohnform ja nicht nur bei Jungen beliebt ist, auch Alte entdecken sie neu. Was fehlt ist leider das Geld fürs tägliche Vergnügen, leider auch fürs Essen. 


Vier Frauen, eine WG, kein Geld. Der Kühlschrank ist leer. Der Magen auch. Chronisch pleite suchen Billi, Kathi, Iffi und Prinzessin nach einer Idee, schnell an Geld zu kommen. Was liegt da näher als ein Banküberfall? Natürlich haben die Frauen keinen Schimmer, wie man das macht. Aber so schwer kann´s doch nicht sein! Oder doch? Wer kann schon ahnen, dass die Polizei dann ganz schnell auftaucht? Als auch noch Iffis Mutter mit ihrer debilen Schwester und deren Pflegerin im Raum steht, droht alles aufzufliegen. Und wo ist überhaupt die Beute?



Christine Görner, Carolin Görner, Enrico Görner, Tanja Venter, Lydia Hartmann, Birgit Hoppstädter und Simone Schillinger sind die Schauspieler in diesem Stück in Pfälzer Mundart von Claudia Kumpfe. Christine Görner führt die Regie. Außerdem dabei sind als Helfer, Kulissenbauer, -schieber, für Licht und Ton, Maske und Kostüm Peter Conradts, Ulrike Graf, Nicole Graf, Heidrun Zipp, Heiko Rieck, Sarah Graf, Leon Görner, Fabio Schillinger, Linnea Feddeck, Bianca Jung.

In zurzeit geplanten vier Aufführungen am 4., 10., 18. und 24. Mai 2019, jeweils 19:30 Uhr oder 20 Uhr im Lautrer Bahnheim entfaltet sich das aufregende Geschehen und wird seine Zuschauer kräftig unterhalten. 

Der Kartenvorverkauf startet bereits schon am 1. Januar 2019, die Kartenbestellung kann unter Tel: 0631-31199321 oder 0631-3503199 vorgenommen werden sowie per E-Mail an Lautrer_Laienspieler@web.de.

Sonntag, 16. Dezember 2018

Kaiserslautern: Nutzung des Fuchsbaus als Not-Kunstlager geht mit einer Ausstellung zu Ende

(c) Künstlerwerkgemeinschaft Kaiserslautern

"Eine kurze Ära von gewichtiger Bedeutung für die regionale Kunstszene geht zu Ende. Obwohl das Kunstlager - also die Leerstandsräume im Fuchsbau entlang der Eisenbahnstraße - der Künstler-Werkgemeinschaft (KWG) von vornherein auf Zeit überlassen war, lasst sich das Ende nur mit einem "Schade" kommentieren. Ein guter Grund für eine allerletzte Ausstellung." 


(Isabelle Girard de Soucanton in DIE RHEINPFALZ vom 12.12.2018)


"bye, bye Kunstlager"

Vernissage: 17.12.2018 um 18 Uhr im Kunstlager Fuchsbau

KWG-Mitglieder und Gäste
Malerei, Fotografie, Bildhauerei, Zeichnung, Literatur, Musik...

Eisenbahnstrasse 23, Kaiserslautern

täglich geöffnet von 17-20 Uhr

Events:
22.12.2018: literarisch-musikalische Darbietung

28.12.2018: Konzert Akustischer Blues ab 20 Uhr
29.12.2018: Finissage ab 16 Uhr

Donnerstag, 1. November 2018

Kaiserslautern: Urformen des japanischen Künstlers Tanaka

Einer der wichtigsten Lackkünstler Japans: 
Nobuyuki Tanaka mit seinen Arbeiten „Imaginary Skin I“ (2016), 
„FLOW III“ (2012) und „Orga“ (1999)
(Foto: Gunther Balzer, © Nobuyuki Tanaka)



Urformen des japanischen Künstlers Tanaka

Erste europäische Einzelausstellung im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern

Das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern, Museumsplatz 1 (mpk), zeigt die erste europäische Einzelausstellung des japanischen Künstlers Nobuyuki Tanaka vom 20. Oktober bis 10. Februar. Sie stellt mit rund 20 einzigartigen, teilweise monumentalen Wand- und Bodenarbeiten, die zwischen 1994 und 2018 entstanden, das eindrucksvolle Œuvre eines der wichtigsten zeitgenössischen Lackkünstler Japans vor. Die Schau wird am Freitag, 19. Oktober, um 20 Uhr, in Anwesenheit des Künstlers von dem Bezirkstagsvorsitzenden Theo Wieder, Museumsdirektorin Dr. Britta E. Buhlmann und Kuratorin Dr. Annette Reich eröffnet. Die musikalische Gestaltung übernimmt Marcus Walder (Percussion)

In seinen außergewöhnlichen Skulpturen verbindet Nobuyuki Tanaka eine seit Jahrhunderten in Japan praktizierte Bearbeitung von Lack mit einer organischen Formensprache. Als herausragender Repräsentant und Wegbereiter des Gebrauchs von Lack in der Gegenwartskunst verwendet Tanaka das Material meist in poliertem Tiefschwarz, zum Teil auch in intensivem Rot, als mehrschichtigen Überzug für seine großformatigen Skulpturen. So entstehen abstrakte Werke mit lebendig geschwungenen, meist glänzenden Oberflächen von großer Ausstrahlungskraft und Tiefe. Eine besondere Ästhetik geht von ihnen aus. Dabei ist das Licht ein wichtiger Teil der Arbeiten, da sich die Wirkung ihrer Oberflächen mit wechselnden Lichtverhältnissen facettenreich verändert.

Am Beginn des Arbeitsprozesses stehen zahlreiche Skizzen. Anschließend baut der Künstler ein maßstabsgetreues Modell im Kleinformat, bevor er mit der Modellierung einer dreidimensionalen Skulptur beginnt. Die angewandte Kanshitsu-Technik (Trockenlacktechnik) reicht in der japanischen Lackkunst bis in das siebte Jahrhundert nach Christus zurück. Nobuyuki Tanaka formt Trockenlacke auf traditionelle Art und Weise, die er zeitweise variiert, indem er die Negativform aus Styrofoam fertigt (ein Material, das ebenso wie Styropor aus Polystyrol-Hartschaum besteht) und auf diese PVC-Folien auflegt, um sie mit lackgetränktem Gewebe, zumeist aus Hanf bestehend, zu kaschieren. Jede Schicht muss zunächst trocknen, bevor eine weitere aufgelegt wird – solange, bis die gewünschte Oberflächenstärke erreicht ist. Das Ergebnis sind leichte, stabile, teilweise hochaufragende Skulpturen mit extrem glatter Oberflächentextur.

Nobuyuki Tanaka, geboren 1959 in Tokio, studierte an der Universität der Künste in Tokio. Seit 1999 lehrt er als Professor am Kanazawa College of Art in Kanazawa, Ishikawa. Inspiration gewinnt der Künstler in erster Linie aus dem Material selbst, aber auch aus Phänomenen der Natur. Ursprung und Entstehung des Lebens erfahrbar zu machen, sind thematische Anliegen. Tanaka arbeitet in Werkgruppen. Die Serie „Flowing Water, Feeling Water“ („Fließendes Wasser, gefühltes Wasser“) verweist beispielsweise auf ein Naturelement, dem in der ostasiatischen Kultur ein außergewöhnlich hoher Stellenwert zukommt. Tanaka selbst bezeichnet Wasser als eine Metapher für die Natur. Das Fließen eines Wasserfalls oder eines Flusses ist unmittelbar mit dem Leben an sich verbunden, mit der Erinnerung an die Ursprünge („Primordial Memory“). So heißt auch eine weitere Werkgruppe, aus der eine 2017 entstandene, über zwei Meter hohe und drei Meter breite Lackarbeit zu sehen ist. Sie gibt der Ausstellung in abgewandelter Form ihren Titel und fasst damit die künstlerische Intention zusammen.

Zur Ausstellung erscheint ein umfassend illustrierter, deutsch-englischer Katalog mit Texten von Britta E. Buhlmann (Direktorin mpk), Beatrice Kromp (Museum für Lackkunst, Münster), Antje Papist-Matsuo (Freie Universität Berlin), Annette Reich (Kuratorin mpk), Atsuhiko Shima (Direktor 21st Century Museum of Contemporary Art, Kanazawa), Nobuyuki Tanaka und einem Interview mit dem Künstler. Die Publikation erscheint in der Edition Cantz zu einem Preis von etwa 24 Euro und umfasst rund 160 Seiten. Sie kann auch unter www.mpk.de online bestellt werden. Kooperationspartner ist das Museum für Lackkunst, Münster. Dort wird die Ausstellung im kommenden Jahr vom 31. März bis 30. Juni gezeigt.


Ort
Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern
Museumsplatz 1, 67657 Kaiserslautern.

Dienstag, 28. August 2018

Kaiserslautern: Heute um 18 Uhr über die Kunstbewegung Der Blaue Reiter sprechen

Mitbegründer des „Blauen Reiters“: Wassily Kandinskys
Ölgemälde „Peterskapelle in Murnau“ von 1908
(Foto und © mpk)

Der Blaue Reiter


Gespräch in der Sammlung des mpk



Zu einem Gespräch in der ständigen Sammlung lädt das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk), Museumsplatz 1, am Dienstag, 28. August, um 18 Uhr mit Sabrina Wilkin ein. 

Der Blaue Reiter war eine Kunstbewegung, die sich 1911 in München formierte und bis 1914 bestand. Gegründet wurde sie von einer Gruppe verschiedener Künstler, darunter Wassily Kandinsky, Alexej Jawlensky, August Macke und andere. Obwohl die Schaffenszeit der Gruppe durch den Beginn des Ersten Weltkriegs nur kurz dauerte, war ihr Einfluss auf die Kunstwelt von großer Bedeutung. Eine Auswahl an Gemälden steht im Mittelpunkt des gemeinsamen Rundgangs. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts und mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts stellten sich tiefgreifende Veränderungen in der europäischen Kunst ein. Traditionelle Ästhetik und künstlerische Praxis wurden aufgebrochen und von einer Bewegung avantgardistischer Künstler abgelehnt. Die einstmals vorherrschende akademische Kunstlehre wurde durch die Entwicklung unterschiedlicher moderner Stile in Frage gestellt. Bewegungen, wie der Impressionismus, der Expressionismus oder der Kubismus, erregten Aufsehen, stießen manchmal auf harsche Kritik, manchmal auf große Begeisterung. Die Expressionisten, darunter nicht nur der „Blaue Reiter“, sondern auch die berühmte Künstlergruppe „Die Brücke“, nahmen eine besondere Stellung im Hinblick auf die Rezeption von Kunst ein. Ihre Werke sollten eine direkte Reaktion beim Betrachter auslösen und gleichzeitig die persönliche Wahrnehmung des Künstlers auf ein Motiv offen legen. Leuchtende Farben, eine nicht-naturalistische Farbpalette sowie starke Kontraste gehörten zu ihren Gestaltungsmitteln.