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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Dichterhain, Bände 5 bis 8

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Donnerstag, 10. September 2020

Kommt der passende Covid-19-Sars2-Impfstoff aus Indien?


(nature) Indien ist einer der führenden Impfstoffhersteller auf der Welt. In Sachen Covid-19 hat Indien selbst einen riesigen Bedarf an geeigneten Impfstoffen. Am 30. August 2020 meldete das Land fast 79.000 neue Fälle an einem Tag. Der höchste Anstieg an einem Tag in allen betroffenen Ländern. Es wird vermutet, dass Indien nächstes Jahr die größten Ausbruchzahlen auf der Welt zu verzeichnen hat.

Indien möchte zuerst die Ersthelfer, Menschen mit Krankheiten und ältere Erwachsene, die etwa 30 % der Bevölkerung ausmachen, impfen. Das sind etwa 400 Millionen Menschen.

Der weltgrößte Impfstoffhersteller, das Serum Institute of India in Pune, hat sich verpflichtet, eine Milliarde Dosen des Coronavirus-Impfstoffs, der von Wissenschaftlern der Universität Oxford, Großbritannien, und dem britischen Pharmaunternehmen AstraZeneca entwickelt wird, zu liefern, wenn er für den Einsatz zugelassen ist. Der Impfstoff wird derzeit in Brasilien, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten in klinischen Phase-III-Studien getestet, um seine Wirksamkeit zu testen. Wenn der Impfstoff funktioniert, soll die Hälfte der produzierten Dosen einkommensschwachen Ländern zur Verfügung stehen. Das Unternehmen entwickelt und testet auch vier weitere COVID-19-Impfstoffe – darunter zwei aus Indien und zwei aus den USA.

Die Entscheidung, die Versorgung zu teilen, steht im Gegensatz zur Haltung von Nationen wie den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich, die jeweils Hunderte Millionen Dosen von Coronavirus-Impfstoffen vorbestellt haben, die sich in der Entwicklung befinden, genug, um ihre jeweilige Bevölkerung um ein Vielfaches zu versorgen. Von einem Abtreten an arme Länder zunächst mal keine Spur. Indien muss auch 1,3 Mrd. Dollar aufwenden, um seine Ersthelfer, Kranken und Alten zu impfen.

Freitag, 22. Januar 2016

Reise (Video): Indien



Inne Indie | Other India

A short film from our 2-weeks journey from 
Mumbai do Kochi with Goa, Hampi and Munnar. 

Mittwoch, 20. Mai 2015

Indische Musik: AMAR SANGAM im Haus des Gastes, Bad Bergzabern

7. Juni 2015, 17.00 Uhr


AMAR SANGAM

im Haus des Gastes, Bad Bergzabern

Der Saitenvirtuose Asiens kommt nach Bad Bergzabern

Er wurde Mitte der 70er Jahre in der wunderschönen Teeregion ASSAM geboren (Nord-Ostindien). Er begann sehr früh sich intensiv mit Musik zu beschäftigen - sein erstes Musikinstrument war die Mandoline. Früh zog er zunächst nach CHENNAI (Madras, SÜDINDIEN), wo er bei dem indischen Musik- Meister U. SRI NIWASON Musikstunden nahm. AMAR SANGAM ist vom ALL INDIA RADIO als hoch begabter Künstler ernannt worden, und arbeitete ebenso seit dem Jahre 1998 für das indische Ministerium für Information und  Broadcasting.
Herr SANGAM ist ein hochbegabter Musikkünstler und Meister aller Saiteninstrumente: Mandoline, Gitarre, Banjo, Rabat, Tenor, Oud, Ukele, etc.
Er ist mit weltweiten Künstlern der SUFI- und Ghazalmusik eng assoziiert und hat bei zahlreichen internationalen Musikfestivals schon Auftritte absolviert.
Heute kann er über zahlreiche internationale Auftritte mit internationalen Künstlern sich behaupten und hat eine mehr als 20-jährige Musikkarriere als Musikkomponist und musikalischer Begleiter für viele Bollywood Stars, um einige zu nennen: GHULAM ALI JI,  KAVITA SETH, SUNITA BHUYAN, PENAZ MASANI etc.
Dies ist der erste Europaaufenthalt für Herrn SANGAM; auf den er sich sehr freut.

Musik ist meine Passion. Mein Ziel ist es, meine Musik weltweit bekannt zu machen, denn in meiner Ansicht ist Musik der beste Weg, um Freundschaften zu knüpfen, Kulturen zu verbinden und Harmonie und Frieden zu erhalten. „ (AMAR SANGAM)

Nach Konzertreihen in den letzten 5 Jahren in Dubai, Südamerika, Südafrika, Nepal ist das Bergzaberner Konzert eines der ersten auf europäischem Boden.

Kartenvorverkauf: Tourist-Information, Tel. 06343 / 98966-0 zum Preis von 18,00 € im Vorverkauf und 20,00 Euro an der Abendkasse.


Montag, 9. März 2015

Null-Kerosin-Flieger: Schweizer Pioniere starteten heute ihre Weltreise mit einem solarbetriebenen Flugzeug



DUBAI, Vereinigte Arabische Emirate (AP) - Heute morgen kurz nach Tagesanbruch starteten Schweizer Pioniere weltweit den ersten Flug um die Welt mit einem solarbetriebenen Flugzeug.



Die beiden Solar Impulse-Gründer und Piloten Bertrand Piccard und André Borschberg sagten in einer Erklärung am Sonntag, dass sie hoffen, den Entwicklungsschritt von "veralteten schadstoffarmen Technologien zu sauberen und effizienten Technologien" zu schaffen. Der Flug beginnt und endet in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Zurücklegen werden die beiden Abenteurer rund 35.000 km ohne einen 1 ml Kerosin. Bertrand Piccard ist nicht unerfahren, er hat 1999 die Erde schon einmal mit einem Heißluftballon innerhalb von 20 Tagen im Nonstopflug umrundet. Er schaffte damit einen Weltrekord, der beinahe mit einem Absturz geendet wäre. Er landete damals unversehrt in Ägypten und wusste, dass sein nächster Flug ohne Propangas oder Treibstoff stattfinden würde.

Die Flugzeuge von Solar Impulse waren als erste in der Lage, bei Tag und Nacht ohne Treibstoff zu fliegen, angetrieben allein durch die Energie der Sonne. Das Si2-Flugzeug, das bei diesem Einmal-um-die-Welt-Flug und Dauertest für die Solartechnik verwendet wird, ist ein Einsitzer aus Kohlefaser. Es hat 17.248 Solarzellen, die das Flugzeug mit erneuerbarer Energie versorgen. Die Solarzellen laden vier Lithium-Polymer-Batterien mit einem Gewicht von insgesamt 633 kg auf.
Das Flugzeug verfügt über 72 Meter Spannweite. Das ist mehr als die Boeing 747, wiegt aber nur 2300 kg, etwa so viel wie ein kleiner LKW-Transporter.

Einige Teilstrecken, wie beispielsweise über den Pazifik und Atlantik, bedeuten fünf oder sechs Tage Flug über Wasser. Das Duo steuert Streckenpunkte in Oman, Indien, Myanmar und China an, bevor sie über den Pazifik nach Hawaii fliegen. Nach Hawaii geht es nach Phoenix, Arizona und New York zum größten Flughafen der Staaten, dem John F. Kennedy International. Der Weg über den Atlantik wird vom Wetter abhängen und könnte einen Stopp in Südeuropa oder Marokko vor dem Ende der Reise in Abu Dhabi Ende Juli bringen.

Dienstag, 18. September 2012

Eigenverleger bei viereggtext: GANESHA WIRFT DAS HANDTUCH UND SCHLÜRFT SEKT AUF SYLT von Rosl Reddy

Rosl Reddy
 

Ganesha wirft das Handtuch und schlürft Sekt auf Sylt
 

1. Auflage 2012, 12,00 EUR
289 Seiten, Taschenbuch, ca. 135 mm x 200 mm, 359 g
Pro BUSINESS Verlag
ISBN: 978-3-86386-212-1




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Ein junges Mädchen verliebt sich in ihrer Heimatstadt Hamburg in einen Inder. Eine unbewusste, unerklärliche Kraft drängt sie nach Indien: Ist es die Suche nach ihrer Spiritualität oder opfert sie sich für die große Liebe? Eine starke Frau, die im Rausch der Gefühle zwischen zwei extrem unterschiedlichen Kulturen zu zerbrechen droht. Ein Nahtod-Erlebnis lässt sie alle Stationen ihres Lebens reflektieren und sich entscheiden.

Die Autorin:
1943 in Bayern geboren, in Hamburg aufgewachsen, fühlt sich die Autorin bis heute dem Buddhismus sehr nahe. Die Ehe mit einem Inder führt sie nach Indien, wo ihre Tochter geboren wird. Es folgen fünf Jahre in Holland und als die Ehe geschieden wird, kehrt sie nach Deutschland zurück. Heute lebt die Autorin in Berlin. Glücklich darüber, dass ihre Familie ebenfalls nach Berlin gezogen ist, genießt sie das vielfältige kulturelle Leben und die wunderschöne Landschaft in und um Berlin.


LESEPROBE:

"Endlich war es soweit. Wir fuhren in Serpentinen einen großen Berg hinauf, vorbei an den Pilgern, die zu Fuß zu dem Tempelgelände gingen. Kurz bevor wir den Tempel erreichten, hörte man Musik, so wie bei uns auf Jahrmärkten. Viele Menschen mit geschorenen Köpfen, Mönche und Gurus bewegten sich auf den Wegen. Die Eltern hatten einen Bungalow für uns gemietet. Für mich war es ein Widerspruch, ich verband Pilgern mit Einfachheit und in sich gekehrt sein, auf der Suche nach Zwiesprache mit einem Gott. Dieses Tempelgeschehnis in Luxus zu erleben ging mir gegen den Strich. Die Pilger, die zu Fuß den Berg hinaufgingen, vermittelten mir zumindest mehr Spiritualität als meine Familie. Ich wäre lieber wie sie zu Fuß den Berg hinaufgegangen, um mich geistig vorzubereiten und meine Gedanken zu sammeln. Meine Schwiegermutter ging zielstrebig in einen der Tempel und warf eine große Menge Geld in eine Art Käfig. Eine Menge Geld hieß in diesem Fall ca. eintausend US Dollar. In dem käfigähnlichen Raum saßen Menschen, die die Münzen mithilfe von großen Sieben, welche verschieden große Löcher hatten, sortierten. Dieser klirrende Lärm war weit über das Gelände zu hören. Das Sortieren des Papiergeldes war geräuschlos. Am Wegrand gab es Läden, die verschiedenste Haarteile zum Kauf anboten. Gerade dem Gott geopfert, wurde das Haar hier gleich wieder verkauft.

Am nächsten Morgen kam ein Mönch aus dem Tempel zu uns, ein alter Mann, gebeugt, mit einer Art Sichel in der Hand. Er würde Dich kahl scheren. Ich saß im Schneidersitz vorm Bungalow und hielt dich fest, während der Mönch sich vor mich hockte und mit dem riesigen Messer durch Deine schwarzen Locken fuhr.

[...] an diesem Abend kam ich zu spät, der Vortrag hatte bereits begonnen. Ich drückte mich unauffällig in die hintere Reihe. Ich war abgespannt und gehetzt, als mich die Worte des indischen Vortragsredners, der eine mystische Ausstrahlung auf mich hatte, trafen: "Veden und Upanischaden" (Das Wort "Veda" bedeutet "Wissen". Gemeint ist ein göttliches oder spirituelles Wissen, das zunächst mündlich weitergegeben wurde und erst später in schriftlicher Form festgehalten wurde. Das Wort "Upanischaden" bedeutet "das Sichniedersetzen". Gemeint ist, sich zu Füßen eines Lehrers [Gurus] setzen. Sie sind eine Sammlung philosophischer Schriften des Hinduismus und Bestandteil der Veden).

Ein Stromschlag von 1000 Volt schoss durch meinen Körper, der bewusstlos vom Stuhl glitt. Man trug mich aus dem Saal, um den Vortrag nicht zu stören. Als ich wieder zu mir kam, sah ich in die tiefschwarzen Augen des Inders. Es war wie angekommen, Heimat. Ich hatte mich wiedergefunden. Alles schien mir vertraut.

Es begann eine ganz normale Liebesgeschichte.


"[...] Seitdem ich Deutschland verlassen habe, hatte ich keinerlei Vorsorge-Untersuchung. Wie soll die Geburt geschehen und wo? Ich habe Schmerzen, die ich als Vorwehen analysiere. Meine Eingeweide ziehen sich zusammen, Krämpfe, Angst. Ich lese in den Mythen und beobachte meinen Körper, versuche, nicht zu denken, nicht zu grübeln. Keine eigene Bleibe, weder hier noch in Deutschland, kein Einkommen, ich schiebe alles weg, bin glücklich, ich werde leben schenken, dem Wesen, das so lange dafür gekämpft hat, und ich lasse nicht zu, dass Dir böse Gedanken vermittelt werden. Die Situation spitzt sich zu [...]"


Hinweis der Autorin:

LESETERMIN:
Am 4. Oktober 2012, 19.30 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr) im Cafe "K", Sensburger Allee 26, 14055 Berlin Westend. Der Eintritt ist frei, Reservierung direkt an das Cafe erbeten unter info@cafe-k.com.

Mittwoch, 28. Dezember 2011

DVD: „Indisch für Anfänger“ - eine romantische Abenteuerkomödie


Was ist los in diesem kurzweiligen und spannenden Film? Ratlos und verzweifelt stehen die Dorfältesten und die Geologin Sarah (Wolke Hegenbarth) um den ausgetrockneten Brunnen. Wieso versiegt das Wasser so plötzlich? Will etwa der indische Gott Shiva das Dorf bestrafen? Sarah vermutet irdische Gründe und macht sich auf den Weg nach Mumbai, um geeignetes Bohrmaterial zu kaufen. Dort trifft sie auf den eiskalten Betrüger Oskar (Michael Lott), der ihr den Bohrer vor der Nase wegschnappt, um ihn für seine eigenen Pläne zu benutzen. Als Oskar dann auch noch den gutmütigen Truckerfahrer Max (Henning Baum) für seine Dienste anheuert, platzt Sarah der Kragen.
Durch eine List schmuggelt sie sich in seinen Truck. Sie überredet Max, den gefährlicheren Weg durch die Berge zu nehmen, der aber zu ihrem Dorf führt. Als sie überfallen werden und der Truck samt Inhalt geklaut wird, merkt Max, dass Sarah ihn belogen und nur benutzt hat. Stocksauer folgt er ihr in das nahegelegene Dorf – er will seinen Truck und das Bohrgerät zurück. Im völlig ausgetrockneten Ort wird Max klar, dass die Menschen das Wasser dringend brauchen, sonst droht ihnen der sichere Tod.
Gemeinsam macht er sich mit Sarah auf, um Oskar das fiese Millionengeschäft zu vermasseln. Doch sie haben nicht damit gerechnet, dass der Betrüger sie kurzerhand entführen lässt.


Wolke Hegenbarth als Sarah überzeugt durch ihre freche und unbekümmerte Art. Henning Baum als Max ist Draufgänger und schafft es noch aus jeder Situation wieder rauszukommen.  Michael Lott als Oskar spielt den skrupellosen Fiesling. Um die olympischen Spiele nach Mumbai zu holen, will er ein Wasserversorgungsnetz errichten – und scheut auch nicht davor zurück, die Einwohner indischer Dörfer vom lebensnotwendigen Wassernetz abzuschneiden. Skrupellos, hinterhältig und vor allem unehrlich: „Ich kassiere heute zehn Millionen Dollar für eine Quelle, die es gar nicht gibt. Der größte Bluff von Indien.“ Können Sarah und Max den Bösewicht stoppen?


Seit Mitte der 90er Jahre sieht man Henning Baum regelmäßig in Film- und TV-Produktionen, u.a. in den SAT.1-Movies „Küsse, Schüsse, Rindsrouladen“ (2010) oder „Sexstreik“ (2010). Für seine Rolle als schwuler TV-Kommissar Leo Kraft in der SAT.1-Serie „Mit Herz und Handschellen“ wurde er 2004 mit dem Deutschen Fernsehpreis als „Bester Serien-Darsteller“ ausgezeichnet. 2011 erhielt Baum für seine Rolle als Kommissar Mick Brisgau in der SAT.1-TV-Serie „Der letzte Bulle“ den Bayrischen Fernsehpreis als „Bester Schauspieler Serie“. Außerdem war die Serie nominiert für den Adolf-Grimme-Preis 2011 (als „Beste Serie“), den Jupiter Award und für die Goldene Kamera. Wolke Hegenbarth begeisterte das Publikum von 2001-2008 mit der TV-Serie „Mein Leben und Ich“ und wurde 2004 für die Hauptrolle mit dem Deutschen Comedypreis als „Beste Schauspielerin“ ausgezeichnet. Seit 1997 spielt sie regelmäßig in TV-Filmen und –Serien mit, u.a. in „Tramitz und Friends“, „Die Prosieben Märchenstunde“, „Alarm für Cobra 11“.

Samstag, 27. November 2010

Für Sie besucht: KlangWelten 2010 von Rüdiger Oppermann mit internationalen Teammitgliedern

Dieses Jahr war es das erste Mal, dass ich zu den Klangwelten stieß, und zwar im postmodernen Kulturtempel Illipse in Illingen. Irgendetwas lag in der Luft, erst Mari Boine und ihre Schamanen- und Sámigesänge, dann diese Anziehung durch die KlangWelten. Es hat sich voll rentiert. Ein sehr überzeugendes Programm.
24 Jahre internationale Musik und Musikexperimente unter der Leitung und Mitwirkung von Rüdiger Oppermann sind schon in die Lande gezogen, und wenn man mit den alten CDs ein wenig zurückhört, stellt man fest, dass man etwas versäumt hat: Alles sehr interessante Abende bzw. Konzerte, wobei den KlangWelten ein gewisser Fortsetzungscharakter zu eigen ist.

Die Klangwelten haben sich in dieser Zeit zu Deutschlands größtem und nachhaltigsten Weltmusik-Tournee-Programm entwickelt, mit über 600 Konzerten für ca 250.000 Besucher, mit Musikern aus 38 Ländern, dokumentiert durch ca 50 Stunden Radio- und TV-Mitschnitte. Das Hörbuch zum Thema erschien 2006. Oppermann ist Preisträger des German World Music Award 2006, Juror und Preisstifter bei Creole 2009. KlangWelten 2009 war die größte deutsche Weltmusik-Tournee mit 43 Konzerten.

Was erwartet einen im Programm 2010?

Mit Ayarkhaan und ihrer Studentin aus Jakutien eine große Faszination und ein magischer Zauber mit Maultrommeln, Schamanengesängen, Kehlkopfgesang, Obertonmelodien, typisches Trillern mit der Stimme, Pferdegeigengetrappel, Wolfsgeheul und Bärenlauten: Folklore aus dem fernen Sibirien! In sehr licht- und bühnenwirksamen Folkore- wie Schamanenkleidern und eigenwilliger Musikgestaltung ein sehr imposantes und reizvolles Entree in den Abend.




Das Lotus Duo aus Vietnam spielt traditionelle vietnamesische Instrumente, so ein Monochord, ein Einsaiteninstrument, dass durch Anspannen und Schlagen der Saite fantastische Slideguitartöne entwickelt oder die spezielle Zither aus Asien, die mit dem vibrierenden, zitternden und leicht heulenden Asiasound die Leute begeistert.

Eine ganz besondere Gesangsperle ist Russudan Meipariani aus Georgien, die zugleich an Klavier oder Orgel spielend fremdländisch, verzaubernd und mittelalterlich-atonal wirkende georgische Gesänge präsentiert, die auch bei Schönberg, Jan Gabarek oder Terje Rypdal zu Hause sein könnten. Gemeinsam mit den Damen aus Jakutien ein völlig andersartiges und außergewöhnliches Gesangserlebnis der Extraklasse.

Oganga aus Luo/Kenia, am Ostufer des Viktoriasees, einem Nachbardorf zu dem Dorf, aus dem Obamas Oma stammen soll, präsentiert sich als eitler, stolzer, gockelhaft-archaischer, sehr agiler und stimmkräftiger Sänger wie Lautenspieler, der mit einem Schellenbein den Takt zur Musik stampft. Das Instrument hält instrumentenbaulichen Kriterien zwar nicht stand, Oganda entlockt ihm jedoch eine kraft- und klangvolle Musik. Sein exorbitanter Federschmuck hüpft und fegt bei seinem Sitztanz durch die Luft wie beim Fruchtbarkeits-, Initiations- oder Hochzeitstanz ...
Jatinder Thakur aus Indien zeigt sich uns als absoluter Meister der Tablas, dem kein Rhythmus zu schnell, zu schwierig oder zu gewagt ist. In herrlichen Tablawellen und -kaskaden aus der indischen Töneküche tritt er dominant oder begleitend unverzichtbar für die Dynamik auf.
Rüdiger Oppermann aus Deutschland, der preisgekrönte Spieler von Harfen aller Art, ganz beliebt und überzeugend an der Keltischen Harfe, der Spiritus Rector der KlangWelten, mit der Erfahrung von über 1500 Konzerten weltweit und Dutzenden von Tonträgern, hat nicht nur das Konzept und die Arrangements kreiert, er moderiert auch den gesamten Abend mit einer sehr ansprechenden Art und spielt immer wieder bei den unvergesslichen musikalischen Ritualen mit. 150 Minuten mit Pause, die wie im Flug vergehen, ein unvergleichlicher, interessanter und abwechslungsreicher musikalischer Abend.
(Fotos: KlangWelten, R. Oppermann)

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