SV Verlag

SV Verlag mit Handy oder Tablet entdecken!
Die neue Generation der platzsparenden Bücher - klein, stark, leicht und fast unsichtbar! E-Books bei viereggtext! Wollen Sie Anspruchsvolles veröffentlichen oder suchen Sie Lesegenuss für zu Hause oder unterwegs? Verfolgen Sie mein Programm im SV Verlag, Sie werden immer etwas Passendes entdecken ... Weitere Informationen

.

.
Dichterhain, Bände 1 bis 4

.

.
Dichterhain, Bände 5 bis 8

Übersetze/Translate/Traduis/Tradurre/Traducir/переводить/çevirmek

Posts mit dem Label Stille werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Stille werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 11. Mai 2026

Angélique Letitzia: Das Teuerste, was du je kaufen wirst, ist das Leben, das du nie wirklich wolltest


Impulskäufe und falsche Wunschbilder
(AI, gemeinfrei)

Wir verkaufen unsere Seelen, indem wir einer Welt nachjagen, die aus Dingen besteht, die rosten, vergehen und verblassen, ohne jemals innezuhalten und zu erkennen, dass die Seele selbst der einzige Besitz ist, den wir je besitzen werden, der wirklich unbezahlbar ist. Das ist das große Paradoxon unserer Zeit: Das wertvollste, was wir tragen, behandeln wir als Währung. Wir geben sie für Status und die erschöpfende Illusion eines Lebens aus, das von außen erfolgreich wirkt, uns aber still von innen aussaugt – alles im Streben nach Dingen, die niemals genug sein werden. Die erschreckende Erkenntnis ist, dass die Welt genau darauf ausgelegt ist, diesen Handel zu fördern. Die digitale Welt wurde so konstruiert, dass sie uns verschlingt und von unserer Ablenkung profitiert. Jede Benachrichtigung, jede unendliche Rolle, jede algorithmisch getimte Belohnung ist ein sorgfältig konstruierter Aufhänger, der unsere Aufmerksamkeit fesselt. Und indem wir uns ihm hingeben, füllen wir die Stille mit Spektakel. Wir tauschen die Stille gegen Anregung und die Gemeinschaft gegen den Vergleich ein. Wir vernachlässigen unsere Verbindung zur Natur, zueinander und letztlich zu uns selbst. Dadurch entfernen wir uns immer weiter von genau den Dingen, die uns lebendig fühlen lassen. Die Tragödie besteht nicht darin, dass wir uns für eine Zeit vergessen, sondern dass wir Vergessen mit Verbannung verwechseln. Die Seele verlässt uns nicht, wenn wir uns selbst aufgeben. Es wartet unter dem Wirbel des Geistes und dem Hunger endlosen Strebens, uns nach Hause zu rufen. Die große Ironie an all dem ist, dass wir in einem Festmahl verhungert haben, blind für den Überfluss, der in uns lebt. Geistlicher Reichtum hat nie in Anhäufung gewohnt. Sie lebt in dem, was uns beigebracht wurde zu übersehen: Liebe, Gemeinschaft, Schöpfung, Natur und Stille. Das sind die Dinge, die uns niemals verlassen, selbst wenn wir den Weg verlieren. Vielleicht ist es genau das, was es wirklich bedeutet, zu uns selbst nach Hause zu kommen, sich daran zu erinnern, dass unter der Illusion und der endlosen Farce darüber, wer wir "glauben, sein zu sollen" immer noch ein Licht in uns steckt, das von all dem unberührt bleibt. Ein Licht, zu dem es sich lohnt, zurückzukehren. Bleib strahlend ⭐ ©Angélique Letizia

Starr Films
http://www.angeliqueletizia.com/
https://www.facebook.com/angelique.letizia
https://www.facebook.com/photo/?fbid=10161716512336511&set=pb.734121510.-2207520000
https://www.youtube.com/@angeliqueletizia



Montag, 13. April 2020

Corona-Gothic: Stille von Lacrimosa








Was soll ich dir noch erzählen 
Wenn ich alles schon gesagt habe 
Und doch nicht zu dir sprechen kann 
Was soll ich dir noch erzählen 
Wenn ich alles schon gesagt habe 
Und doch keines meiner Worte dich erreicht 

Im puren Rausch der stillen Hoffnung 
In dem Wahn der blinden Sucht 
So stehe ich ratlos in der Ecke 
Und ich weiß nur eines: 
Ich liebe dich 

Im puren Rausch der stillen Hoffnung 
In dem Wahn der blinden Sucht 
So stehe ich ratlos in der Ecke 
Und ich weiß nur eines: 
Ich liebe dich 

Was soll ich dir noch erzählen 
Wenn ich doch alles schon gesagt habe 
Wenn dein Schweigen meine Worte überschallt 
Wenn mein Himmel sich zusammenzieht 
Was soll ich dir noch erzählen 
Wenn nichts mehr übrig bleibt 

Ich könnte schreien - könnte weinen 
Und du wüsstest davon nichts 
Ich bin am Leben und ich liebe 
Und existiere für dich nicht 
Ich erträume deine Nähe 
Träume dass du bei mir bist 
Doch ich weiß 
Dass du niemals zu mir sprichst 

Ich bitte dich 
Ignoriere mich nicht 
Lass mich nicht alleine stehen 
Nicht so nah bei dir 
Bitte sieh mich an 
Bitte sprech zu mir 
Ich bitte dich 

Wenn alles schon gesagt ist 
Wenn nichts mehr übrig bleibt 
Dann schließe ich die Augen 
Und erzähle mir von dir 
Vom Himmel und von allen Engeln 
Und von deiner Menschlichkeit 
Ich spreche von der Macht der Liebe 
Und von mehr 
Doch ich weiß 
Ich kann den Weg nicht gehen 
Kann niemals sein bei dir 
Ich bin gefangen in meiner Welt 
In meiner Mittelmässigkeit 
Was soll ich dir noch erzählen... 

Dienstag, 6. August 2013

Dichterhain: GEWITTER IM KOPF von Carmen Olivar



Gewitter im Kopf

Gewitter im Kopf.
Migräne!

Hungrige Hyäne.
Nichts Denken.
Kein Ablenken.
Nur Stille.
Dunkelheit!

Einsamkeit.
Stunden später,
nach einer Pille:
Hyäne ist Vergangenheit.

© Carmen Olivar, 15.06.2011

Freitag, 28. Juni 2013

Dichterhain: UNERHÖRT von Andreas Noga

(c) Helene-Steffi

unerhört

mit den ohren suchen wir lücken
im lärm der untoten nacht
wollen stille

unter rädern in motoren
wollen hören
was sich leise mitteilt

zum beispiel den wind
er hat immer zu erzählen
von gräsern büschen bäumen

seine botschaften
werden überrollt
vom fahrenden volk

in die straße (verbissen)
das verfluchte geräusch
des verkehrs 


(c) Andreas Noga, aus Lücken im Lärm

Sonntag, 5. Mai 2013

Dichterhain: LAUTES SCHWEIGEN von Anner Griem



Lautes Schweigen

Dein Schweigen
Ein Menetekel
In der Stille

Trennende Mauern
Deiner Sprache
In der Stille

Nimmermehr jetzt
Deine Laute
In der Stille

Nun sie sprachen

Du schweigest
Nur diesen Moment


(c) Anner Griem, Cannobio, Italien

Sonntag, 13. Januar 2013

Dichterhain: KAMINGEDICHT von Andreas Noga

kamingedicht

dieses gedicht sitzt mit mir am kamin
und wärmt sich die versfüße

wir lauschen in die stille
zwischen dem knacken der scheite

die leicht geworden sind vor glut
und trinken wein

das gedicht sagt wein vertreibe
die angst vor der ungeschriebenen zeile

aber was vertreibt die angst
vor der geschriebenen frage ich

das gedicht schweigt
wir schauen ins feuer

und schaukeln den wein
im glas in den händen

(c) Andreas Noga, aus: Lücken im Lärm