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Die Leitung ist offen. Kein Rauschen. Keine Musik. Nur eine Stille, wie sie in alten Schriften steht, als ob der Himmel zuhörte.
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Trump spricht zuerst: Ayatollah! Es gibt Momente, in
denen Geschichte innehält. Nicht aus Respekt –
sondern aus Furcht vor dem, was folgt.
Chamenei antwortet ruhig:
Geschichte ist Staub. Sie wird mit dem Wind verweht.
Nichts bleibt von Ihrem Tun, Präsident. Nur Allahs Wort bleibt.
Trump zu sich selbst: Er spricht von Ewigkeit, als wäre Zeit sein Eigentum. Aber ich sehe Gesichter, die er nicht mehr sieht: Mädchen auf Asphalt getötet. Jungen an Kränen hängend. Gefängnishöfe, in denen kein Licht wohnt. Wenn es einen Gott gibt, dann ist er kein Beamter dieses Systems.
Trump zu sich selbst: Er spricht von Ewigkeit, als wäre Zeit sein Eigentum.
Sie haben seinen Namen über Gefängnistore geschrieben
und geglaubt, das sei Glaube.
Chamenei hebt leicht die Stimme:
Allah lässt sich nicht benutzen.
Nicht von Ihnen. Nicht von Bomben.
Chamenei zu sich selbst: Warum zittert meine Hand? Ich habe gebetet. Gefastet. Gerichtet. Siebenundvierzig Jahre Ordnung. Siebenundvierzig Jahre Opfer. Oder war es nur Macht,
die ich mit Allahs Namen verkleidet habe?
Chamenei zu sich selbst: Warum zittert meine Hand? Ich habe gebetet. Gefastet. Gerichtet. Siebenundvierzig Jahre Ordnung.
die ich mit Allahs Namen verkleidet habe?
Ihr Koran, sagt Trump, spricht davon, dass
wer ein Leben tötet die ganze Menschheit tötet.
Sie haben das neu ausgelegt. Sie nennen
Mord Erziehung und Angst Stabilität.
nicht nur wegen seiner Sünde, sondern weil
es blind wurde für das Leid hinter seinen Mauern.
Sie lieben das Feuer, solange es andere verbrennt,
droht Trump, aber unser Feuer verbrennt Sie. Staaten
bestehen nur aus Fleisch und Blut. Und Ihr Staat
frisst und säuft sich selbst.
Chamenei zu sich selbst: Wenn Allah fragt, wo warst du,
Vielleicht, gibt Trump zu bedenken. Aber Sie stehen dort schon.
Sie stehen vor Gericht, wegen jeder Frau, die Sie zum Schweigen zwangen.
Wegen jedem Kind, das Sie „Feind“ nannten.
Wegen jedem Namen, den man nicht mehr aussprechen darf.
Er ist der Gerechte, sagt Chamenei.
Immer dann, wenn es notwendig ist. Und Gott und ich
haben einen guten Draht zueinander.
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Ein Klicken. Kein Auflegen. Einfach eine Unterbrechung.
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