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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Dichterhain, Bände 5 bis 8

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Sonntag, 8. März 2020

Kusel: CONTEMPORARY LIBERTY von Judith Boy Artista

(c) J.B.Artista



Judith Boy Artista

CONTEMPORARY LIBERTY


im Fritz Wunderlich Museum Kusel

Täglich von 14 bis 17 Uhr außer Montag 








*** Malerei, Installation und Objekte
Schmuck und Creazioni ***


Marktstr. 27
66869 Kusel
Tel. 06381 82 22
e-Mail: museum@kusel.de

Offnungszeiten:
Di - So 14 - 17 Uhr u. nach Vereinbarung

noch bis 29.03.2020



Fotogalerie der außergewöhnlichen, chicen und uniquen Modekreationen der Künstlerin für alle Jahreszeiten

Samstag, 23. Februar 2013

Die beliebtesten Gedichte der Woche 7 / 2013

In der Kalenderwoche 7 war unbestrittener Favorit der Halsabschneider Alkohol von Norbert van Tiggelen, dann meine Szene beim Ringkauf, und schließlich das entspannte Erwachen von Birgit Burkey.

1 Dichterhain: HALSABSCHNEIDER von Norbert van Tiggelen
2 Fantasien zur Nacht: DER SCHMUCK von Stefan Vieregg
3 Dichterhain: FRIEDLICH von Birgit Burkey

Freitag, 15. Februar 2013

Fantasien zur Nacht: DER SCHMUCK von Stefan Vieregg







Der Schmuck

Wunderbarer Schmuck
an deinen
schlanken Fingern
hat dich verraten.
Eitel Spiel
vor dem Spiegel.
Fast achtlos
wäre ich vorbei,
hätte nie
die Schönheit
gespürt
in deinem Wesen.
Ein stummer Blick
Nähe uns schuf,
stilles Einverständnis.
Warten, bis der Kauf perfekt,
lachend aufeinander zu.


(c) Stefan Vieregg

Mittwoch, 1. Februar 2012

Tageshinweis: Sabine Schuhmachers ACHTSAMKEIT in Idar-Oberstein


KUNST IM STADTHAUS IDAR-OBERSTEIN:
"Achtsamkeit" von Sabine Schumacher, vom 1. Februar bis 26. April 2012
Vernissage mit der Künstlerin am 1.2.2012, ab 18 Uhr, im Foyer der Stadtverwaltung, Georg-Maus-Straße 1, 55743 Idar-Oberstein
Die Ausstellung zeigt Bilder in Pastellkreide und anderen Gestaltungstechniken.

Eröffnungsprogramm mit Musik und Umtrunk:
Begrüßung: Oberbürgermeister Bruno Zimmer
Laudatio:     Stefan Vieregg M.A.
Weitere Worte: Sabine Schuhmacher

Mittwoch, 25. Januar 2012

Ausstellungseröffnung: ACHTSAMKEIT von Sabine Schuhmacher in Idar-Oberstein



KUNST IM STADTHAUS IDAR-OBERSTEIN:
"Achtsamkeit" von Sabine Schuhmacher, vom 1. Februar bis 26. April 2012
Vernissage mit der Künstlerin am 1.2.2012, ab 18 Uhr, im Foyer der Stadtverwaltung, Georg-Maus-Straße 1, 55743 Idar-Oberstein
Die Ausstellung zeigt Bilder in Pastellkreide und anderen Gestaltungstechniken.

Sabine Schuhmacher unterrichtet und praktiziert Tai Chi Chuan und Qi Gong, beschäftigt sich mit asiatischer Kalligraphie und Meditation. Dabei kommt der alltäglichen ACHTSAMKEIT eine zentrale Bedeutung zu. Ihre Bilder zeigen Details der Natur, die von vielen Menschen nur selten wahrgenommen werden.
Pflanzliche Elemente wie der Ausschnitt einer Blüte oder einer Samenkapsel bilden die Motive für viele von Sabine Schuhmachers Bildern und versetzen den Betrachter in ihm scheinbar unbekannte Welten.

Eröffnungsprogramm mit Musik und Umtrunk:
Begrüßung: Oberbürgermeister Bruno Zimmer
Laudatio:     Stefan Vieregg M.A.
Weitere Worte: Sabine Schuhmacher

Sonntag, 18. Dezember 2011

"Weißer Fleck" in Idar-Oberstein entdeckt

Im "weißen Fleck" von Idar-Oberstein (namens MeilenStein) finden Sie das, was Sie schon immer als kleines oder großes Kunstgeschenk gesucht haben. Ein umfangreiches Kunstangebot, das man so noch nicht an einem Ort gesehen hat. Kunst in allen Variationen ....


Um einen Leerstand zu verhindern, entschlossen sich das ehemalige Geschenkehaus MeilenStein (Frau A. Hartmann) und die GalerieM (Frau M. Klesius) - so schwierig es klingt - Kunst zur Erhaltung der Geschäftsräume und gleichzeitig auch zur Belebung der unteren Fußgängerzone in Idar-Oberstein einzusetzen.
Ein Kunst-Laden wurde kreiert, der tatsächlich 20 Künstlern prominent in mietbaren Vitrinen und weiteren Künstlern in Ständern oder im Geschäft verteilt Raum bietet zur Präsentation ihrer Kunstwerke, von äußerst billigen, aber auch schon handgemachten bis zu höher- und hochpreisigen Geschenkartikeln. Dafür fanden sich bereits viele namhafte Künstler und Top-Schmuck-Designer aus Idar-Oberstein und Umgebung. Die Idee ist es, Künstler mit ihren verschiedensten Werken und Arbeiten an einem Ort zusammenzubringen. Weitere sind willkommen.


Die vertretenen Disziplinen sollen eben nicht lediglich in einer Ausstellung zu sehen sein, sondern vielmehr mit käuflicher Ware zum Verkauf präsentiert und angeboten werden. Deswegen wird auch auf preiswerte Artikel in diesem ungewöhnlichen Kunstgeschenkeladen Wert gelegt.


Großes Plus: Der MeilenStein liegt im selben Haus wie das seit 1987 betriebene Spießbratenhaus Turm-Schänke, Hauptstraße 478-480, an der B 41, direkt am alten unteren Stadtturm von Idar-Oberstein. Zu jeder Jahreszeit sind Events mit Musik, Verköstigung und mehr in der Kombination Kunstladen, Gaststätte, Grillterrasse mit traditionellem Idar-Obersteiner Spießbraten möglich. Parkplatz ist in der Nähe. Oder eben nur ein gepflegter Einkauf mit Essen in der Turmschänke oben drüber.

Kontakt: 06781-4588866 (MeilenStein)  06781-25154 (Turm-Schänke)  06781-3223  (GalerieM)





Freitag, 2. Dezember 2011

Für Sie besucht: 6. Romantischer Weihnachtsmarkt in Schloss Oberstein


Der Weihnachtsmarkt am 27.11.2011 in Schloss Oberstein entpuppte sich als ein lohnenswertes Ziel für Liebhaber von gemütlicher, uriger Burgatmosphäre und von künstlerischen bzw. ausgefallenen Geschenken. Ansprechende Weihnachtsmarktstände waren vor dem Schloss aufgebaut, untypische Adventskränze, anderer schöner Weihnachtsschmuck, Mistelzweige, Gestecke und atypische Adventskränze, Fischspezialitäten, Wildbraterei und im Kellergewölbe Wolle, Essige, Liköre und Malschule mit Viktor aus Russland.
Christine Hahn
Im Schloss selbst dann vor allem interessant ein Kunststand von Christine Hahn und Margot Klesius, Galerie M, und Raimon Ruhleder. Sehr schöne Monotypieen, Abstraktes und feine Seidenmalerei-Grußkarten von C. Hahn, Kunstdruckkarten und Aquarelle von M. Klesius, Hans-Eyke Dommer und originelle Weihnachtsbriefe im DIN-A4-Format von R. Ruhleder, mit untypischer, aber passender Weihnachtsbotschaft für kritische Weihnachtsfestfeierer.
Mathias Lind
Im dritten Stock Schmuckhersteller, Goldschmiedemeister und Designer, wo mir und meiner Begleitung drei Schmuckkünstler sehr auffielen:  Mathias Lind, Goldschmiedemeister aus Sensweiler, mit feiner
Marion D. Henné
Emaillierkunst auf Silber oder Gold mit einem ganz auffallenden Jugendstil oder 20er-Jahre-Schmuckstück. Marion D. Henné, Dipl.-Designerin und Goldschmiedin, gefiel uns wegen ihrer Kreativität, z.B. eine getrocknete exotische Gurkenart, vergleichbar mit einer Miniaubergine oder -zucchini. Verziert mit Stahlstift, Silber und Süßwasserperlen, ein hervorragender Anhänger für den alternativen oder wollenen Naturlook. Eine diagonale Studie zu kleinen Vasen mit Blümchen drin spricht einen wegen ihrer Modernität und Beweglichkeit an. Die Blütenköpfe (Edelsteinchen) sitzen auf kleinen Metallfedern und machen jede Bewegung mit. Die Vasen aus Silber mit Goldauflagen. Das dritte auffallende Schmuckstück der Künstlerin ist ein imposanter Hals- und Brustschmuck mit der gelungenen Bezeichnung "Der Köder". Ausgesuchte Edelsteine mit filigranen oder gebogenen Silberteilchen und Silberklümpchen als Verbindungsglieder. Eine weitere Künstlerin im Raum bietet feingravierten Silberschmuck mit Hornanteilen vom Wild, in deutlicher Anlehnung an hochmodernen und exklusiven Jagdschmuck.

Marion D. Henné
Und beim Hinausgehen noch eine schwer und massiv wirkende, aber leicht zu tragende Schmuckversion für Hals und groß ausgelegt für die Brust, die dezent an Kettenhemd oder römische Brustpanzerung erínnert.
Ein weiteres Highlight ist wenige Meter vor dem Schloss das ehemalige Schlosshotel, in dessen Erdgeschoßraum weitere Künstlerinnen, zumeist aus der Design- oder Goldschmiedekunst stammend, ausstellen.
Andrea Sohne bietet transparente Edelsteinzapfen, vom Anhänger bis zum Dekoobjekt und neben ungewöhnlichen Ringen und Anhängern ganz feingravierte Porträts in Gemmenhalterungen oder Schmuckstücke aus schwarzem Lavaachat, der durch Gravur und Beschleifung bläuliche Töne im Innern offenbart.
Monika und Ulrich Karl
Besonders reizvoll war neben modernem Silberschmuck mit großen geöffneten Halbkreisen der Kaleidoskopstand von Monika und Ulrich Karl aus Buhlenberg bei Birkenfeld, die ihre Kaleidoskope dementsprechend auch KARLeidoskope nennen. Vom kleineren Augenfang für 25 Euro bis hin zu mehreren Tausend Euro teuren Superlösungen in exakter und moderner Designform (für Museen, Kliniken und Schulen z.B.) bietet das Künstlerpaar wunderschöne Impressionen mit Edelstein- und Glassplittern mit oder ohne Ölumgebung. Die exakt und abrupt fallenden Facettenformen der kleinen gehen über in die fließenden Traumbilder der teuren Geräte.
Miriam Hoberg
Miriam Hoberg aus Idar-Oberstein offeriert verspielte kleine Königinnen oder Prinzessinnen aus Edelsteinchen und Silberteilchen, die sich als Anhänger für Kinder und Jugendliche ganz toll machen, aber auch Ältere erfreuen. Daneben noch schönen Silberschmuck.
Kerstin Henne aus Idar-Oberstein räuberte die Werkstatt des Großvaters aus und begann auf Magneten Gesichter und Figuren anzuordnen, die jederzeit widerrufbar umgeordnet werden können. Eine kleine Meditation über Schrott zum Nachdenken und Erfreuen.
Kerstin Henne
Auch vertreten eine Kinderbuchautorin mit einem Stapel von selbstillustrierten Geschichten in kleinen Heftchen und eine ansprechende Porträtmalerin. Der Weihnachtsmarkt auf Schloss Oberstein zählt zu den attraktivsten Märkten, die ich kenne, weil das Schloss eine unglaublich gemütliche Atmosphäre bietet, mit vielen Treppchen, Räumen und Zimmerchen, unterschiedlichen Höhen und kleinen Nischen. Auch die Gastronomie ist gut organisiert - wichtige Bereiche sind überdacht und ein Aufenthaltsraum zum Aufwärmen und Essen in der nicht betriebenen Schankstube steht ebenfalls zur Verfügung. Die Verkehrsfrage ist durch einen flott funktionierenden Shuttledienst zwischen Schloss und Platz "Auf der Idar" geregelt, dort ist Bahnhof und Parkhaus oder Europaplatz in geringer Gehweite.


Freitag, 4. Juni 2010

Rheinland-pfälzische Künstler: Kunstevent nur an diesem Wochenende - Transformierte Landschaft in Kinheim / Kindel

Transformierte Landschaft
 
Skulpturen von Maria Hill,
Malerei von Edith Krötz-Gilles und 
neuer Schmuck von Katrin Walter

Ausstellung und Weinfest vom 3.6.2010 bis zum 6.6.2010 im Ökoweingut Rudi und Rita Trossen im malerischen Kinheim / Kindel (Mittelmosel-Kondelwald, zwischen Traben-Trabach und Bernkastel), Bahnhofstraße 7, Tel.: 06532-2714, trossenwein@web.de 

Am 5.6.2010, um 17.00 Uhr findet eine Vernissage statt, bei der die teilnehmenden Künstler ihre Werke vorstellen und die Hintergründe ihrer Kunst beleuchten. Im Anschluss daran können Sie im Garten der Familie Trossen bei einem Glas Wein oder einem von Rita Trossen zubereitetem ökologischen Essen den Acoustic Blues der Ralph Brauner Band genießen.
Freitag, ab 19:30 Uhr: Klaus Zimmer Trio.

 
Katrin Walter bei viereggtext
 
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Dienstag, 6. Oktober 2009

Rheinland-pfälzische Künstler: Katrin-Maria Walter - Schmuck aus Idar-Oberstein

Auf dem St. Wendeler LebensArt-Markt 2009 für Sie von viereggtext entdeckt und von der Eigenwilligkeit in der Gestaltung fasziniert, bat ich die Künstlerin, etwas über Ihren Schmuck, vor allem über den hier gezeigten, zu schreiben. Hier ihre ausführliche Darstellung:

Begegnungen, Eindrücke und Spuren“
gefertigt aus Edelstahl, von Hand ausgesägt, gebogen, mattiert, ineinandergesteckt und schließlich verlasert
von Katrin Walter ( Goldschmiedemeisterin, staatl. gepr. Schmuckgestalterin )
Um etwas über meinen Körperschmuck zu schreiben, muss ich zunächst einmal über die Hintergründe, das vorherige Auseinandersetzen mit dem Thema sprechen. Denn ich möchte nicht nur etwas über dieses Schmuckstück schreiben, sondern es ist mir wichtig, allgemein etwas über das Gestalten von ungewöhnlichem, manchmal hintergründigem Schmuck - über all das, was an Überlegungen vorausgeht - dem Träger oder auch in diesem Fall dem Leser zu vermitteln.

(Alle Fotos: Katrin Walter)






Meine ungewöhnlichen Kreationen - und so auch dieser Körperschmuck - entstanden hauptsächlich während meiner Ausbildung zur Schmuckgestalterin auf der Zeichenakademie in Hanau. Hier wurde es mir zum ersten Mal bewusst, dass mein zukünftiges Schmuckschaffen etwas ganz Besonderes sein soll. Ich weigerte mich von nun an vehement dagegen, Schmuck zu kreieren, der sich nur wenig von anderen schon oft gesehenen Stücken oder gar der Massenware unterschied. Ich lernte, dass jeder Stein, jede Perle, jedes Material seine Bestimmung und seine Zugehörigkeit im Schmuck finden muss. Es muss einen Grund geben, warum die Dinge genau so und nicht anders zusammengestellt und verarbeitet werden. Sei dieser nun tiefgründiger Natur oder einfach, weil er logischen gestalterischen Gesetzen folgt. So entwickelte ich meine eigene Schmucksprache, einen eigenen Stil, mit dem ich die Träger ein wenig verzaubern möchte, denn schließlich tragen sie ja auch die kleinen, versteckten oder auch offenen Geschichten, Gedanken und Ideen mit sich oder besser an sich.
Nicht selten lässt sich ein Kunde dann dazu hinreißen, sein ganz persönliches Schmuckstück anfertigen zu lassen, in welchem dann s e i n e Gedanken, Ideen und Hintergründe eine Rolle spielen. Dann bin ich nur noch der Vermittler, Berater und Handwerker, der um die Umsetzung dieser Wünsche bemüht ist. Dann schlüpfe ich in die Rolle des Zuhörers und der Kunde in die des Geschichtenerzählers. Und schon macht der alltäglich, vielfach gesehene, immer gleich wirkende Schmuck dem individuellen Schmuckstück Platz, mit welchem der Träger sehr viel tiefere Emotionen verbinden und sich vor allem damit identifizieren und ausdrücken kann. Es spielt keine Rolle, aus welchem Material, welcher Farbe, welcher SchmuckArt es ist. Es geht um den ganz persönlichen Wert und dass das Schmuckstück in irgendeiner Weise das Herz oder das Wesen des Trägers berührt.

Nun zu der eigentlichen Schmuckgeschichte zu “Begegnungen, Eindrücke und Spuren”. Diese Arbeit erforderte sehr viel vorheriges Recherchieren über die Frage, was Begegnungen in meinem Leben, aber auch im Leben allgemein bedeuten. Über das Nachforschen, ob diese immer Hand in Hand mit Eindrücken gehen oder ob die notwendige Konsequenz immer Spuren sind, die in irgendeiner Weise hinterlassen werden. Schnell stolperte ich dabei über ein Zitat des Philosophen Martin Buber: “Alles wirkliche Leben ist Begegnung“.
Lange machte ich mir darüber Gedanken: Machen Begegnungen mein oder allgemein d a s Leben aus? Beeinflussen sie so stark, dass sie dem/ der Einzelnen eine andere Richtung geben können? Ihn oder sie lenken?
Zuerst versuchte ich persönlich mich ganz stark dagegen zu wehren, denn schließlich weiß ich doch, was ich will, bin kein kopfloses Ding, dass sich einfach so in eine Richtung drängen oder sich verbiegen lässt!
Aber schon schnell musste ich mir eingestehen, dass da doch etwas Wahres dran ist: Es gibt so viele Situationen, in denen ich vielleicht anders gehandelt hätte, wäre ich dem ein oder anderen nicht begegnet - mal war dies positiv, mal negativ.
Man verbindet so viele Emotionen mit Begegnungen, welcher Art auch immer. Allein die vielen unterschiedlichsten Bezeichnungen für so viele verschiedene Begegnungen erzählen schon davon: Da gibt es beispielsweise die stürmische Begegnung, die schicksalhafte, die flüchtige, die komische, die zufällige, die beiläufige, die tiefe, die intensive, die rührende, die traurige … und so könnte man beinahe endlos fortfahren. Da die Emotionen so eng verbunden sind mit Begegnungen, sind die Eindrücke, die man von einem Menschen, einem Zusammentreffen hat, auch sehr mannigfaltig und hängen unmittelbar mit diesen zusammen. Auch hier könnte man wieder unzählige auflisten: Ein flüchtiger Eindruck, ein gehetzter, ein ruhiger, ein tiefgründiger, ein lustiger, ein introvertierter, ein extrovertierter, ein liebevoller, ein liebenswerter, ein zerstreuter, ein schlauer, ein lebendiger, ein trauriger …
Aber nur wenige - und meiner Meinung nach sind dies die tiefen, engen Kontakte, die man aus intensiven Begegnungen knüpft - schaffen es, nachhaltige und tiefe Eindrücke und somit auch Spuren zu hinterlassen.
Sie begleiten uns in unserem Leben, mal eine Zeit lang, mal etwas länger ... und andere für immer. Wir verbinden damit Emotionen, wie Glück, Hoffnung, Leid, Angst, Sehnsucht, Liebe… und daraus besteht unser gesamtes Leben und wir lassen uns davon leiten und beeinflussen. Und das nicht zu einem unerheblichen Teil! Es stimmt also: “Alles wirkliche Leben ist Begegnung!“
Anders sieht dies aus bei flüchtigen Begegnungen. Begegnungen, die uns jeden Tag geschehen, uns aber nicht im Gedächtnis bleiben, uns also somit auch nicht beeinflussen oder in irgendeiner Weise Spuren hinterlassen.
Zahlenmäßig liegen diese deutlich über den tiefen Begegnungen, die uns nachhaltig verändern oder beeindrucken. Man stelle sich vor, wie vielen Menschen wir begegnen im Alltag, auf der Straße, im Großstadtgetümmel!
Von einigen nehmen wir zumindest etwas wahr - aber nur flüchtig eben. Die alte, zerbrechliche Frau gleich um die Ecke, die sich jeden Tag mit einem viel zu schweren Korb nach Hause schleppt, die resolute, gehetzte Frau vor der Kasse, die den überforderten Kassierer anhält, doch bitte schneller zu machen … Auch diese Begegnungen sind d a s  w i r k l i c h e  L e b e n. Selbst wenn sie uns nachhaltig nicht so sehr beeinflussen. Selbstverständlich gibt es auch hier sicher die ein oder andere Ausnahme: Der Kassierer wird sicherlich genervt sein, wenn er das nächste Mal dieser ihm noch vor wenigen Minuten unbekannten Dame begegnen wird, oder er wird sich für die Zukunft merken, dass er einen Zahn zulegen muss, um nicht noch einmal so angefahren zu werden… Von all diesen Zwischenmenschlichkeiten, dem Leben an sich - eben den Begegnungen, Eindrücken und Spuren erzählt mein Schmuck.

Zuerst zu der Art des Tragens:
Man trägt das Schmuckstück um den Hals am Körper - befestigt ihn mit Nadeln so, wie man es möchte. Denn schließlich begegnet man doch jeden Tag überall jemandem - oder gibt es ein Begegnungsorgan? Ist der Kopf dafür zuständig, das Herz, die Arme, Beine, die Hände oder Füße? Die Augen, der Mund, die Nase, die Ohren? Wahrscheinlich spielt alles irgendwie eine Rolle - also trage ich ihn am Körper: Irgendwo dort, wo ich meine, dass er zu mir passt!
Als Betrachter des Schmuckes schaut man zuerst in große hochglanzpolierte Edelstahlschälchen, die für mich symbolisch für den Spiegel der Seele, das “Ich“ (also den Träger des Schmuckes) stehen. Über diesen Schälchen kreuzen sich feine Drähte, die für die Wege stehen, die mal jemand betreten und sich vielleicht auch im Inneren der Seele “der Spiegelschale“ widergespiegelt hat (in der Vergangenheit). Oder diese betreten kann (... in der Zukunft). An anderen Stellen begegnen sich Menschen oder eine Silhouette “läuft“ den Weg entlang hinein ins Innere, bereit einen Eindruck zu hinterlassen und seine Spur widerzuspiegeln im Andern. Kleine und große Silhouetten stehen neben und übereinander, sie sind ganz verschiedenartig von mir gestaltet. Mal wirken sie groß, mal klein, mal zerbrechlich und zart, zerrissen, gespalten, ineinander untrennbar verflochten… Andere wirken stark auf den ersten Blick, sehen aber im Spiegel ganz anders aus: Der erste Eindruck täuscht … Die Silhouetten besitzen keine wieder erkennbaren oder personifizierten Mimiken oder Gestiken. Man könnte nie sagen, dass man den ein oder anderen darin von der Figur oder dem Aussehen erkennt.
Und trotzdem bin ich mir sicher, dass man sich als Betrachter an Personen erinnert, die ihm so im Leben begegnet sind, den Weg zu ihrem Inneren gefunden und dort Eindrücke und Spuren hinterlassen haben.
Und immer wieder spiegelt man sich als Betrachter in den “Schälchen“. Vorbeigehende Menschen tauchen im Schmuck auf und verschwinden wieder, spielen für eine Zeit lang eine Rolle und verändern den Schmuck ständig. Zusammen mit den Silhouetten entsteht ein ganz individueller Schmuck. Der Schmuck bewegt sich und lebt mit und in der Begegnung … und er erfüllt somit für mich die Aufgabe, eine kleine Geschichte, Gedanken oder auch eine Idee zu transportieren.
Katrin Walter


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