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Sonntag, 17. Mai 2026

Severin Groebners Neuer Glossenhauer #105 - Nicht in den Sack schießen!



Wo eine Brille ist, da ist sie auch im Weg.© Foto: Dominic Reichenbach / Artwork: Claus Piffl


















Nicht in den Sack schießen!

Also dass die Konkurrenz im Unterhaltungsbusiness groß ist, hab ich immer schon gewusst. Aber zur Zeit mischen auch Menschen im Entertainment mit, die man dort gar nicht vermutet hätte.
Nicht nur, dass Donald Trump seine ICE-Truppe plötzlich in NICE umbenennen will (hab dazu übrigens eine Glosse verfasst, siehe unten*), sondern jetzt hat sich auch kürzlich ein österreichischer Militärexperte bei einer Podiumsdiskussion seltsam geäussert.
       
(Einschub - Was ich schon länger sagen wollte:
In der Welt, in der ich aufgewachsen bin, wäre der Begriff „österreichischer Militärexperte“ ein Oxymoron gewesen.
Also so etwas wie ein russischer Pazifist, ein in sich gekehrter Südamerikaner, ein großzügiger Schweizer, ein deutscher Spitzenkoch, ein dänischer Alpinist oder ein Hochseefischer aus Liechtenstein… Aber jetzt war ich in Dänemark und habe dort Menschen Schifahren gesehen. Und österreichische Militärexperten tauchen ständig in sämtlichen deutsch-sprachigen Medien auf.
Es hat sich sichtlich was geändert. Vielleicht wegen der Seidenwände.
Vielleicht auch, weil wir Österreicher in der Theorie immer sehr sehr gut sind. Nur bei der Praxis… aber egal, zurück zum Text.)

Der Militärexperte hat auf dem Podium mehrere unangenehme Dinge den Zuhörern verklickert, aber hat dabei sprachlich so schiefe Bilder verwendet, dass…nun ja… der Ernst der Lage ein wenig auf der Strecke geblieben ist.
So hat er etwa gesagt:
„Da gibt’s keine Sonderwurst für irgend jemanden!“

Das stimmt wohl, da kann man noch so oft mit dem Extrazug nach Pankow fahren oder in der Extrawirtschaftszone samt und extra ein Extravermögen 
(Apropos: Man kann diesen Newsletter auch unterstützen, Details unten.) erschaffen, es bleibt dabei: Sonderwurst gibt’s keine!

Da hat er recht. Genauso wie, wenn er sagt:
„Da haben wir uns ins Knie gelogen!“
Na, sicher! Wenn nicht sogar in den Ellbogen geschummelt.
Wir müssen nämlich die Aufgaben auf alle Hüften geschlecht verteilen. Sonst fragt sich bald die Stelle, wie lange wir uns noch im Speichel ansehen können?

Gut, der Militärexperte mag sich möglicherweise nur aus Zufall verbrochen haben, vielleicht war das aber auch unbewusst gerollt.
Handelt es sich also um eine strategische Bewusstlosigkeit?
Hat dieser Wortsinn Kommode?

Also: Je schlimmer die Nachrichten, desto ohmischer müssen sie fabuliert werden? Quasi weg von den Untergangs-Propheten, hin zu den Munterzwangstrompeten. So lange, bis sich alle nur mehr denken:
„Das sind für mich nur römische Werfer.“
Oder „Ich gestehe nur zahnlos!“

Und das ist ja nicht nur bei militärischen Schemen der Fall.
Nein, zum Beispiel auch bei den Reisen im Herzinfarkt.
Da heißt es schon lange nicht mehr: „Es wird alles teuer!“
Oder „Man bekommt nichts mehr für sein Geld“, nicht einmal mehr „Teuerung“, sondern… also extra… heißt es: „Shrinkflation“.
Was entweder nach einem Segelausflug mit Psychotherapeut klingt - oder nach einem Darmwind vom Installateur.

So oder so, hier sehe ich großes Potential. Ich möchte fast sagen:
Man hat hier die Füchse der Aurora ausgedacht.
Das ist eine völlig neue Weite im Buch der Gerichte.
Denn als Österreicher ist klar: Die Scheutralität wird unsere Schicht mehr nützen.
Für Deutschland gilt: Wir müssen die Küche im Torff lassen.
Und in der EU müssen endlich alle verstehen: Europa muss breit sein, um sich selbst beleidigen zu können.

Oder wer würde hier lieber brechen?
Aber lasst uns die Lachfragen zunächst im Serail umgehen:

Klimahandel? Es vergeht Wandlungsbedarf.
Je länger wir horten, desto immer wird es.
Und ich spreche hier für alle Degenerationen.
Also sowohl die Zungen, als auch die Kalten.
Schluss mit dem Verpennen von Spaß und Mehl!
Wir brauchen endlich ein Existenz-basiertes ökologisches Bordell, das für Wale fantasiert - und nicht nur für die Super-Leichen.

Denn zweitens: Zur Zeit mördert unsere Wirtschaftswaise nämlich nur Quäl-Magneten wie den russischen Präpotenten oder die Trullas im Uran. Gar nicht zu reden von den Gemächtspartnern des Emittenten der Vereinigten Paten von Allergiker!

Und das führt uns wiederum natürlich wieder - drittens - direkt zur neuro-zäh-ischen Vereidigung.
Wir dürfen uns nicht weiter in den Sack schießen!
Oder… wie hat es der Kollege so schön gesagt: Wir haben uns lange genug ins Knie gelogen.
Also: Kein Extraweg für die Sonderwurst!

In dieser Rinne:
Schnödes Rochen-Ende!


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Donnerstag 14.5. Wien, 
Kabarett Niedermair
Dienstag 19. und Mittwoch 20.5. Graz, 
Theatercafé
Donnerstag 21. - Samstag 23.5. Regensburg, 
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Freitag 29.5. Frankfurt, 
die KÄS

Samstag 13.6. München, 
Lach&Schießgesellschaft

Und, und, und…alle Termine gibt es 
hier.

Und was die Presse über das Programm „Ich bin das Volk!“ schreibt, kann man 
hier lesen.
Auch die jüngste Empfehlung der Wiener Stadtzeitung 
Falter etwa.

groebner gesehen:
In der wunderbaren Sendung „Schlachthof“ im Bayerischen Fernsehen war ich zu Gast.
Und durfte dort
 eine Kostprobe meines Regierungsprogramms „Ich bin das Volk!“ geben.

In der Abendschau im BR gab es sogar einen eigenen Premierenbericht.
Den kann man sich 
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groebner gehört:
Ganz frisch heraussen!!!! Meine neue Single: „
Das Lied der neuen Zeit“ powered by monkey records

Kennt Ihr schon mein Satire-Pop-Album 
„Nicht mein Problem“?
Es ist sehr gut.

In der wunderbaren Sendung „
Satire Deluxe“ war ich zu Gast und habe - live ! - ein Liedchen zum Besten gegeben.

Das „Ende der Welt“ gibt es auf Bayern 2 und in der ARD-Audiothek zu hören.
Dort denke ich immer wieder über Sachen nach, etwa wie man den 
US-Vizepräsidenten gut einsetzen könnte.
Was passiert, wenn die 
Mächtigen dieser Welt zu Satirikern werden.*
Oder warum es den Wiener 
Opernball wirklich gibt.
All das erfährt man.

groebner gefolgt:
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groebner gelesen:
Dem Falter hab ich übrigens ein 
großes Interview gegeben. Und das kann man immer noch Nachlesen.
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Montag, 11. Mai 2026

Severin Groebners Neuer Glossenhauer #104 - Das Nullsummenspiel


Es muss zuerst mal ordentlich Schwarz-Weiss sein, um sich im Grauen zu verlieren. 
© Foto: Dominic Reichenbach / Artwork: Claus Piffl

Das Nullsummenspiel

Die Politik hat ja eigentlich zwei Aufgaben:
Die erste ist es, Gesetze zu erlassen, die das Zusammenleben unter den Menschen regeln.

Damit wir einander nicht den Schädel einschlagen, nur weil der eine dem anderen den Parkplatz, den Liegeplatz im Freibad oder Platz in der Warteschlange weggenommen hat.
Wobei es natürlich bei der Warteschlange auch ein bisschen darauf ankommt, worauf gewartet wird. Essensmarken wegen Lebensmittelknappheit, so wie das unsere Großeltern erlebt haben? Oder doch die besten Plätze beim Eurovisionssongcontest?

Bei ersterem wissen alle, die sich anstellen:
Wir müssen zusammenhalten, weil die Versorgungslage für alle schlecht ist.
Bei zweiterem wissen alle, die sich anstellen:
Hier kämpft jeder für sich allein, weil die Musik in der Beschallungsanlage für alle schlecht ist.
Aber es geht bei dem Event ja gar nicht um Musik.
Sondern um den Jubel.
Das Gekreische.
Und seine Einschaltquoten.

Wie auch immer: Politik schaut darauf durch das regelmäßige Verhandeln, Gesetze zu erlassen, die das Miteinander eben erträglich machen.

Oder wenigstens jene zufrieden zu stellen, die am meisten gezahlt haben.
(Apropos gezahlt: diesen Newsletter kann man auch finanziell unterstützen.
Dank an bisherige und Infos für zukünftige Unterstützer - siehe unten.)

Deswegen gibt es ja etwa in Deutschland - im Gegensatz zu vor zwanzig Jahren - auch keine ordentliche Wind- und Solarindustrie mehr. Weil freundliche Herren und Damen dafür gesorgt haben, dass fossile Drecksschleudern weiter und weiter und weiter (wider besseren Wissens und Prognosen) unterstützt wurden.

Dass eine dieser Damen und Herren von damals heute Wirtschaftsministerin in Germanien ist, ist sicher… hust, hust, röhr, Töff töff,… Zufall.
Jetzt wird die Deutsche Autoindustrie überrannt von chinesischen Elektro-Modellen und kann selber ihre Verbrenner nur mehr an lobotimierte Benzinschnüffler wie Donald „Drill, Baby, drill“ Trump verkaufen.
Und der will dafür auch noch Zölle.

Man könnte ja stundenlang lachen, wenn es nicht so traurig wäre.

Denn so treibt man eine „Deindustrialisierung“ tatsächlich voran: Jegliche Innovation verhindern und Zukunftsbranchen aus dem Land und dem „Systemrivalen“ in die Arme treiben. Und das nennt man dann auch noch „Wirtschaftspolitik“. Oder „Technologieoffenheit“. Oder „Hocheffiziente Verbrenner“. Oder „charakteristisch-dämliche Unterwerfungsgeste“ kurz: CDU.
Oder auch „Cash, Spezln & Unintelligenz“ kurz: CSU.

So oder so: Die Historiker werden sich in ein paar hundert Jahren Diskussionen liefern, wie man eine blühende Industrienation in so kurzer Zeit an die Wand fahren konnte.

Und da wird es ganz unterschiedliche Forschungsansätze geben. Die einen werden sagen, es war Gier, die anderen werden meinen, dass es sich nur um Bequemlichkeit handeln konnte, und die dritten werden sich sicher sein, dass so etwas Radikales nur durch blanke Blödheit bewerkstelligt werden konnte.
Während vierte wiederum der Meinung sein werden, dass schon Gier, Bequemlichkeit und Blödheit zusammen spielen müssen - ummantelt von blankem Hochmut -, um so destruktiv zu wirken.

Apropos Gier, Bequemlichkeit und Dummheit:
Das führt uns zur zweiten Aufgabe der Politik.

Denn diese besteht darin all jene Gesetze, die sie selbst geschrieben, beraten und erlassen hat, zu umgehen.
Weil nämlich irgendwer aus der Partei, der Familie, der Nachbarschaft oder dem Kleingartenverein an die Politikerinnen und Politiker mit einer Bitte heran tritt.
Ob sie da nicht da etwas machen könnten… ein bisschen helfen…etwa bei der Erlangung  eines Parkplatzes.
Oder eines Liegeplatzes im Freibad.
Oder eines Platzes in der Warteschlange.

Vielleicht auch bei der Besetzung von dem Posten eines Leiters eines Atomkraftwerks. Man hätte ja - so der Bittsteller - ausreichend Fachwissen. Schließlich habe er alle Folgen von „The Simpsons“ gesehen, da hat Homer bereits sämtliche Fehler gemacht, die man in so einem Kontrollraum nur machen kann. Und wenn dort was schief gehen würde, gäbe es auch sicher keine Warteschlange, um einen Platz in der Verantwortlichkeit zu ergattern.

Oder man wünscht sich vom Politiker einen Posten zur Leitung eines Finanzamts.
Wie in Österreich. Und dann wird der Posten eben vergeben an allen Gesetzen, Erlassen und Bestimmungen vorbei. Und zwar von einem Vertreter der Fraktion „Öffentliche vergebene Posten" (ÖVP).

Politik ist also ein Nullsummenspiel, da Politiker für alle Gesetze beschließen, um sie anschließend für einige weniger zu umgehen.

Politik ist quasi wie ein Slalom, wo man zuerst die Slalomstangen steckt, um anschließend rundherum zu fahren.
Hauptsache am Schluss gibt es Jubel.

So ist es im Kleinen, wie im Großen.
Deshalb ist es auch völlig logisch, dass das neue Ziel des weißen Hauses - laut US-Außenminister Rubio - im Krieg mit dem Iran darin besteht, in jenen Zustand zurück zu kehren, der bestanden hat, bevor der Krieg von den USA und Israel begonnen wurde.

Ach ja, ein paar tausend Tote und zerstörte Infrastruktur und eine demolierte Weltwirtschaft gibt es auch, aber egal:
Hauptsache - Jubel in der Zieleinfahrt.

———

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Auch die jüngste Empfehlung der Wiener Stadtzeitung Falter etwa.

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In der wunderbaren Sendung „Schlachthof“ im Bayerischen Fernsehen war ich zu Gast.
Und durfte dort
 eine Kostprobe meines Regierungsprogramms „Ich bin das Volk!“ geben.

In der Abendschau im BR gab es sogar einen eigenen Premierenbericht.
Den kann man sich 
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groebner gehört:
Ganz frisch heraussen!!!! Meine neue Single: „
Das Lied der neuen Zeit“ powered by monkey records

Kennt Ihr schon mein Satire-Pop-Album 
„Nicht mein Problem“?
Es ist sehr gut.

In der wunderbaren Sendung „
Satire Deluxe“ war ich zu Gast und habe - live ! - ein Liedchen zum Besten gegeben.

Das „Ende der Welt“ gibt es auf Bayern 2 und in der ARD-Audiothek zu hören.
Dort denke ich immer wieder über Sachen nach, etwa wie man den 
US-Vizepräsidenten gut einsetzen könnte.
Was passiert, wenn die Mächtigen dieser Welt zu Satirikern werden.
Oder warum es den Wiener 
Opernball wirklich gibt.
All das erfährt man.

groebner gefolgt:
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groebner gelesen:
Dem Falter hab ich übrigens ein 
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Mittwoch, 8. April 2026

Severin Groebners Neuer Glossenhauer #101 - Regime Chchchchchanges

 

Gelb scheint die Sonne der Ververververänderung © Foto: Dominic Reichenbach / Artwork: Claus Piffl


Regime Chchchchchanges

Alle reden von Regime Change.
So ooft, dass ich schon diesen alten Bowie-Song im Ohr hab: Chchchchchanges!

Und es wär ja auch wirklich schön - vor allem für die Iranerinnen und Iraner - wenn sich diese religiöse Diktatur nicht einfach jetzt in eine Militär-Diktatur changen würde. Sondern echt changen. So von Diktatur in Demokratie.
Aber, ob das geht, in dem man das Land einfach bombardiert… ? Eher nein.

Allein aus praktischen Gründen.
Wie soll man auf die Straße gehen, wenn man dort Gefahr läuft nicht nur von den Killern des Regimes, sondern auch noch von den Raketen der Angreifer erledigt zu werden?

Irgendwer hat da nicht sehr weit gedacht.
Könnte sein, dass es Donald Trump ist, der Präsident der Beleidigten Staaten von Amerika. Denken ist aber auch nicht seine Stärke. Dafür reden. Ständig redet er. Deshalb  sagt er auch ständig nicht, wie genau er das Regime chchchchchchchangen will.

Also das im Iran. Nicht das in Israel.
Obwohl die letzten Jahre und Monate immer wieder zehn- bis hunderttausende Israelis auf die Straße gegangen sind, die gefordert haben, dass sich auch das Regime von Bbibibibibibibibi Netanjahu sich changen soll.
Vielleicht sogar vertschtschtschtschtschüssen.

Aber auch anderswo fordert man Regime Change. Im Land von Donald Trump selbst, also in den Beseitigten Staaten von Amerika. Dort gehen die Leute auf die Straße und fordern: „No Kings!“.

Eine gute Formulierung.
Allerdings nicht gut genug. Bleiben dann doch immer noch andere Formen der Alleinherrschaft wie Diktator, Imperator, Kaiser, Zar oder einfach Mafiabosse übrig*, von denen man sich beherrschen lassen könnte.
Da muss man noch konkreter werden, in den Verteidigten Staaten von Amerika.

Apropos Mafiaboss: Was macht eigentlich Wladimir Putin? (Zu deutsch: Waldemar Steck-Rein) Natürlich nichts.
Und die Russen machen auch nichts. Weil erstens in Russland alles okay ist, und zweitens weil es verboten ist dort irgendwas zu machen. Die letzten, die dort was gemacht haben, waren Pussy Riot, seither ist es Russy Quiet.

Und weil in Russland selbst alles so okay ist, so prima, so dufte, haben jetzt führende Oligarchen bei einer Sitzung angeboten… was heißt angeboten, eigentlich haben sie darum gebeten… also sie haben den Staat angebettelt… nein… auf Knien angefleht haben sie den Wladimir, dem man ja namentlich irgendwo irgendwas rein stecken soll, dass sie doch bitte bitte bitte, dem russischen Staat Geld schenken dürfen.
Und dass bei steigendem Ölpreis.

Es ist einfach alles großartig in Russland.
Und deshalb fragt man sich schon langsam, wer sein Nachfolger werden könnte, weil der Waldemar Output… nein… Putin halt auch nicht mehr der Jüngste ist.
Angeblich soll schon ein Machtkampf im Gange sein.
Wir werden davon erfahren, wenn demnächst wieder ein paar einflussreiche Russen auf einen Balkon vor ihrem Fenstern treten… wo aber keiner ist.
Und der, der übrig bleibt, wird dann der neue Chef des Staats der Tschtschtschtschtschekisten.

Wie Putins Autokraten-Kumpel Erdoğan diese Probleme löst, hat man ja auch schon vor über einem Jahr gesehen. Ganz demokratisch. Denn gegen Erdoğan dürfen alle antreten, die…. garantiert keine Chance haben.

Alle, die eine Chance haben aber, landen im Knast. Damit es aber nicht so eine Überraschung ist, wenn der Kandidat nicht mehr da ist, am besten schon ein bis zwei Jahre vor der Wahl. Dann kann sich der Wähler und die Wählerin schon an die mangelnde Auswahl gewöhnen.

Das hingegen hat die alte (16 Jahre an der Macht!) Budapestbeule Viktor Orban übersehen. Dieser Helmut-Kohl-artige Paprika-Potentat ist jetzt plötzlich konfrontiert mit einem Kandidaten, der konstant in den Umfragen weit vor der Regierungspartei von Viktor Orban liegt.

Deshalb ist der Pupupupupupuszta-Papst auch ein bisschen sauer. Das mögen nämlich diese Menschen, die den Volkswillen zu kennen glauben, gar nicht, wenn dieser Volkswille sich bei Wahlen so äußert, dass er ihnen sagt:
„Schleich di, Dicker! Wir haben dei schiache Fratzn lang gnua g’sehen. Mach an Schuach!**“

Noch weniger mögen sie es, wenn dazu noch rauskommt, dass er und sein Regime noch enger mit Russland in Kontakt steht, als man sich das ohnehin schon gedacht hat.
Also nicht nur, dass man es sich in der Peristaltik des Kreml-Chefs gemütlich gemacht hat (Put-in ist also wirklich wörtlich zu verstehen - und: Ja, dreimal reicht für dieses Wortspiel), sondern auch, weil der Außenminister nach den EU-Außenminister-Sitzungen sich sofort mit dem russischen Außenminister kurzgeschlossen hat.
Ist aber auch logisch, muss man sagen, weil Russland liegt ja außerhalb der EU.

Der Geheimdienst dagegen ist nicht mehr so geheim.
Der ungarische. Nicht der deutsche. Oder gar der österreichische …. Hahaha. Nein, dazu ein andermal.

Aber der ungarische Geheimdienst, der ist sehr bekannt.
Der sollte sich nämlich - so kam es gerade raus - in die oppositionelle Partei einschließen lassen und diese von innen zersetzen oder Datensätze abgreifen - oder beides. Das ist gerade rausgekommen - zwei Wochen vor der Wahl.

Man wird sehen, was die ungarischen Wähler davon halten.
Denn das ist eben der Zauber der Demokratie, dass da der Regime Change immer eine Möglichkeit ist.
Und zwar ganz simpel. Einfach nur chchchchchchchchangen, in dem sich Menschen an einem ganz bestimmten Tag zusammen finden, jeder für sich überlegt, dann einen gefalteten Zettel in ein Kuvert steckt und dieses Kuvert in eine Urne fallen lässt.
Und im besten Fall vorher auf diesem gefalteten Zettel etwas ankreuzt.
Es ist friedlich, es ist zivilisiert, es läuft nach Regeln ab, an die sich alle halten. Das ist Regime Change, wie er sein soll.

So geht das.  Dann muss man auch keine Gewalt anwenden. Da braucht man keine Bomben, keine Panzer, Drohnen oder sonst was. Da muss niemand aus dem Fenster fallen oder ins Gefängnis geworfen werden.

Da muss man nicht einmal Leute ans Kreuz schlagen, wie das eine Besatzungsmacht vor 2000 Jahren gemacht hat, mit einem Typen, einem Sozialrevolutionär, der da im antiken Judäa, Samaria und Galiläa einen Regime-Change haben wollte.

In diesem Sinne: Hoch die Demokratie und schschschschschöne Ostern!

*Kann man alle in meinem Soloprogramm „Ich bin das Volk“ bewundern.
Siehe auch unten: „groebner live“

**
Für alle Nicht-Wiener:
„Mach an Schuach“ ist nicht die Aufforderung sich beruflich im Schuhhandwerk zu versuchen (Sehr seltsames Wort übrigens „Schuh-Hand-Werk“ muss es nicht eigentlich Schuh-Fuss-Werk heißen? Oder Hand-Schuh-Werk?), sondern es ist die freundliche Bitte um Auto-Dislocation.
Vergleiche: „Lass a Gerschtl umme wachsn“ ist auch nicht die Aufforderung kreisförmig Gerste anzubauen, sondern Geld zu übergeben.
Siehe auch unten: „Wer diesen Newsletter unterstützen will…“

——-


groebner live:

Freitag 10.4. Erlangen, 
Fifty-Fifty
Samstag 11.4. Nabburg, 
Schmidt-Haus
Samstag 18.4. Hartheim/Rhein, 
Salmen in Hartheim

Freitag 8.5. München, 
Schlachthof
Donnerstag 14.5. Wien, 
Kabarett Niedermair
Dienstag 19. und Mittwoch 20.5. Graz, 
Theatercafé
Donnerstag 21. - Samstag 23.5. Regensburg, 
Statt-Theater
Freitag 29.5. Frankfurt, 
die KÄS

Und, und, und…alle Termine gibt es 
hier.
Und was die Presse über das Programm „Ich bin das Volk!“ schreibt, kann man 
hier lesen oder hier.

Und meinen Vierteljahresrückblick 
„Quartalsweise“ in der Frankfurter Buchhandlung „Buch&Wein“ gibt es auch wieder
Am Donnerstag 12.3.!

groebner gesehen:
In der wunderbaren Sendung „Schlachthof“ im Bayerischen Fernsehen war ich zu Gast.
Und durfte dort
 eine Kostprobe meines Regierungsprogramms „Ich bin das Volk!“ geben.

In der Abendschau im BR gab es sogar einen eigenen Premierenbericht.
Den kann man sich 
hier anschauen.

Der freundliche Sender 3Sat hat übrigens mein voriges Programm „
ÜberHaltung“ ausgestrahlt.
Für alle, die es noch nicht gesehen haben, die haben jetzt in der Mediathek (Achtung Wortwitz) 
das Nachsehen.

groebner gehört:
Ganz frisch heraussen: Meine neue Single: „
Das Lied der neuen Zeit“ powered by monkey records

Kennt Ihr schon mein Satire-Pop-Album 
„Nicht mein Problem“? Es ist sehr gut.

In der wunderbaren Sendung „
Satire Deluxe“ war ich zu Gast und habe - live ! - ein Liedchen zum Besten gegeben.
Hört mich schwitzen.

Zusammen mit den sehr geschätzten Kolleginnen und Kollegen Fine Degen, Ella Carina Werner, Jess Jochimsen und Sascha Bendiks (ich schätze alle… mindestens drei Jahre jünger, als sie eigentlich sind) war ich auf Schloß Kapfenburg und habe dort bei für SWR Kultur die
 „Nacht der Poet:Innen“ mit lustigen Texten bestritten.
Teil eins könnt Ihr Euch hier 
anhören.
Teil zwei auch, aber 
hier.

Das „Ende der Welt“ gibt es auf Bayern 2 und in der ARD-Audiothek zu hören.
Dort denke ich darüber nach, was der Unterschied zwischen 
Krapfen und Berliner ist. Oder isst.
Und warum es den Wiener 
Opernball wirklich gibt, erfährt man auch. Und zwar hier.

groebner gefolgt:
Videos und Fotos und Zeug gibt’s auf 
YouTube, auf Instagram oder auf Facebook zu sehen.

groebner gelesen:
Dem Falter hab ich übrigens ein 
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Über diesen Newsletter:

Der „Neue Glossenhauer“ ist ein Projekt der freiwilligen Selbstausbeutung.

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Sonntag, 23. November 2025

Der gefälschte Sieg – Warum brutale Usurpatoren nicht gekrönt werden dürfen

Viele Beobachter kritisieren, dass Trumps aktueller Friedensplan die Ukraine zu weitreichenden Zugeständnissen drängt und damit faktisch Russland begünstigt. Aus europäischer Sicht gilt das als problematisch, weil er die Souveränität der Ukraine in Frage stellt und die Gefahr birgt, dass Moskau seine Kriegsziele durchsetzt, ohne echte Kompromisse einzugehen. Für viele Bürger ist es glatt unverschämt, solche Machenschaften öffentlich zu inszenieren. 

Der Plan verlangt von Kiew territoriale und politische Zugeständnisse, während Moskau kaum Verpflichtungen eingehen müsste. Die von Trump gesetzte Deadline erhöht den Druck auf Selenskyj, ohne Raum für echte Verhandlungen. Während Europa klar betont, dass die Ukraine selbst über ihre Zukunft entscheiden muss, droht Washington mit einem Alleingang. Ein solcher Plan könnte weltweit als Präzedenzfall gelten, dass Aggression belohnt wird.  

Großes Paradoxon/Irrationalität: Russland hält 2000 km² besetzt, fordert aber 6000 km².

Selenskyj muss nun zwischen zwei Fronten navigieren:  

- Innenpolitisch darf er keine Kapitulation akzeptieren, sonst verliert er Rückhalt im Land.  

- Außenpolitisch muss er die Unterstützung der USA sichern, ohne die europäischen Partner zu verlieren.  

Die Lage ist also ein klassischer Balanceakt: Wenn er den Plan ablehnt, riskiert er den Verlust der US-Hilfe. Wenn er ihn akzeptiert, gefährdet er die Integrität der Ukraine. Europa stärkt seine Position: Die klare Ablehnung des Plans in aktueller Form gibt ihm Rückendeckung. Russland profitiert von der Asymmetrie. Jeder Kompromiss, der Gebietsverluste oder politische Einschränkungen für die Ukraine bedeutet, wäre ein Gewinn für Moskau.

Europa allein kann keinen „angemessenen Abschluss“ erzwingen, auch wenn viele europäische Staaten die Ukraine klar unterstützen. Europa leistet zwar enorme finanzielle und militärische Hilfe, doch die USA bleiben der größte Unterstützer. Ohne Washingtons Rückhalt fehlt die entscheidende Schlagkraft, um Russland zu einem echten Kompromiss zu zwingen. 

Während Länder wie Polen oder die baltischen Staaten eine harte Linie gegen Russland fordern, sind andere (z. B. Ungarn, Slowakei, Serbien, teilweise Tschechien) zurückhaltender. Diese Differenzen schwächen die gemeinsame Verhandlungsposition.

Russland ist nicht nur ein europäisches Problem, sondern ein globaler Akteur mit enger Bindung an China. Ein Abschluss, der Moskau schwächt, muss auch international abgestützt werden.

Ein „angemessener Abschluss“ bedeutet, dass die Ukraine ihre Souveränität behält. Doch Russland versucht, durch Druck und Zermürbung einen „Sieg“ zu erzwingen, selbst wenn seine Verluste hoch sind.

Putins missliche, nicht siegreiche Lage

Russland verliert täglich ungeheuer viele Soldaten und Berge von Material. Die ukrainische Verteidigung bleibt standhaft. Der Rubel ist geschwächt, Sanktionen treffen die Industrie und den Finanzsektor. International ist Russland isoliert, außer durch Partner wie China oder Iran. Autokratische Systeme wie Putins können Niederlagen verschleiern und Siege propagandistisch inszenieren.

Wenn die USA einen Plan vorlegen, der Russland begünstigt, entsteht die Gefahr, dass Moskau als „Sieger“ erscheint – selbst wenn die Realität Verluste zeigt. Russland setzt auf Zermürbung. Je länger der Krieg dauert, desto mehr hofft Putin, dass westliche Unterstützung nachlässt.

Die Geschichte kennt viele Momente, in denen Gewalt und Unterdrückung als „Sieg“ verkauft wurden. Doch ein Sieg, der auf Mord, Zerstörung und Unterdrückung beruht, ist keiner. Er ist eine Niederlage der Menschlichkeit. Genau hier liegt die Gefahr in der aktuellen geopolitischen Lage: Donald Trump und Wladimir Putin stehen für eine Politik, die den Aggressor belohnt und die Opfer schwächt.

Putin verliert jeden Tag auch Ressourcen, Vertrauen, dennoch versucht er, durch Propaganda und Zermürbung den Krieg als Triumph darzustellen. Es ist der Versuch, seinen Überfall, sein Eindringen in die Ukraine mit Mord und Gewalt in einen „Sieg“ umzudeuten – ein Zynismus, der die Opfer verhöhnt. Würde er Schwäche zeigen, hätten er und seine Regierung ein riesiges Problem. Es ist jedem klar, dass eine Niederlage mit zurückkehrenden randalierenden Soldaten den Kreml Kopf stellen würde, Putin müsste fliehen - er wäre faktisch abgesetzt.  

Trumps Rolle als aktiver Geschichtsverfälscher

Statt die Ukraine zu stärken, drängt Trump auf einen Friedensplan, der Russland begünstigt. Er setzt Fristen, die Selenskyj unter Druck setzen, und verlangt Zugeständnisse, die die Souveränität der Ukraine gefährden. Damit wird der Aggressor belohnt, während das Opfer gezwungen wird, seine Würde zu opfern. Es ist eine Politik, die den Mörder an den Verhandlungstisch setzt und ihm den Stempel des Siegers verleiht. Unmöglich!

Europa und die Würde der Ukraine

Europa erkennt die Gefahr. Deutschland, Frankreich und Großbritannien betonen, dass ein Ende des Krieges nur mit der Zustimmung der Ukraine möglich ist. Sie wissen: Ein „Sieg“ Putins wäre ein Sieg der Gewalt über das Recht, ein Triumph der Unterdrückung über die Freiheit. Deshalb lehnen sie den Plan ab und bestehen auf einem Abschluss, der die Ukraine nicht erniedrigt.

Der wahre Sieg

Der wahre Sieg liegt nicht in der Krönung von Mördern, sondern in der Verteidigung der Menschlichkeit. Trumps soll aktiv helfen, die Russen aus der Ukraine zu vertreiben und keine Flugzeuge und Raketen, Drohnen mehr über die Grenzen fliegen zu lassen. Ein Sieg über Putin bedeutet, dass Mord und Aggression bestraft werden. Ein Sieg über Trump bedeutet, Geschichtsverfälschung geht nicht mit der Weltöffentlichkeit, bis auf ein paar Ausnahmen. Der Sieg, der keiner sein darf, ist der Sieg der Gewalt – und genau diesen gilt es zu verhindern.

Parallelen aus der Geschichte


Das Münchner Abkommen 1938

Als Hitler die Sudetengebiete forderte, glaubten die europäischen Mächte, durch Zugeständnisse einen Krieg verhindern zu können. Das Münchner Abkommen wurde als „Friedenssicherung“ gefeiert – doch in Wahrheit war es eine Kapitulation vor Gewalt. Hitler wurde gestärkt, die Tschechoslowakei geschwächt, und der Weg in den Weltkrieg geebnet.
Ein Friedensplan, der Russland belohnt, würde wie damals Aggression legitimieren und den Aggressor als „Sieger“ krönen.


Jalta 1945

Nach dem Sieg über Nazi-Deutschland teilten die Alliierten Europa neu auf. Für viele Länder bedeutete das keine Freiheit, sondern Jahrzehnte sowjetischer Unterdrückung. Auch heute droht ein „Sieg“ Putins, der die Ukraine in Abhängigkeit zwingt, statt ihr echte Freiheit zu sichern.


Kalter Krieg und Helsinki 1975

Die Schlussakte von Helsinki sollte Frieden und Kooperation sichern, doch sie legitimierte faktisch die bestehenden Grenzen und damit auch die sowjetische Vorherrschaft über Osteuropa. Erst die Freiheitsbewegungen der 1980er Jahre durchbrachen diese Ordnung.
Ein Abschluss, der Putins Eroberungen festschreibt, wäre ein „Helsinki-Moment“ – Stabilität auf Kosten der Freiheit.


Ein Pyrrhussieg/gefälschter Sieg/Krönung des Falschen schafft keinen Frieden, sondern verlängert das Leid.

  • Trump drängt auf einen Plan, der Russland begünstigt – wie einst Chamberlain in München.
  • Putin inszeniert Verluste als Triumph – wie Diktatoren, die Gewalt als Stärke verkaufen.
  • Europa muss verhindern, dass Geschichte sich wiederholt: Kein Mörder darf als Sieger gekrönt werden.
  • Bekommt Putin, was er begehrt, kann er Kräfte sammeln und den nächsten Nachbar überfallen. 
  • Putin muss seinen Krieg einstellen und die Ukraine verlassen. 
  • An dieser Stelle muss auch auf die fehlende neutrale Macht des UN-Rats verweisen werden, der als zahnloser Tiger keinerlei Soldaten entsenden kann, für Gerechtigkeit zu sorgen. 


Donnerstag, 23. Oktober 2025

Severin Groebners Neuer Glossenhauer #81 - Statt eines Titels: Oktober-Notizen

 


















So vielfarbige wie der graue Herbst © Foto: Dominic Reichenbach / Artwork: Claus Piffl


Statt eines Titels: Oktober-Notizen

Notiz 1

Ich lese: Geert Wilders sagt einen Wahlkampfauftritt wegen Gefährdung ab. Da dank ich mir:
„Na, endlich sieht das der Mann ein, dass seine Wahlkampfauftritte sowie eigentlich sein gesamtes politisches Wirken das friedliche Zusammenleben in den Niederlanden gefährdet! Das wurde aber auch Zeit!“
Es ist aber leider anders, als ich das verstanden habe.


Notiz 2

Putin gibt zu, dass die russische Luftabwehr vor ein paar Monaten ein aserbaidschanisches Flugzeug in Kasachstan abgeschossen hat.
Das ist sehr freundlich von ihm. Macht aber freilich keins der Todesopfer wieder lebendig.
Und doch lässt es hoffen:
Irgendwann - so in 20 oder 30 Jahren - wird Russland auch zugeben, dass es ohne Grund die Ukraine überfallen hat, Kriegsverbrechen begangen, Kinder verschleppt und ein Terrorregime in der Ostukraine errichtet hat.
Aber das dauert noch.
Der kleine Mann lernt ja gerade überhaupt erst, dass man Fehler auch eingestehen kann.


Notiz 3

Es gibt ein tolles neues Wort im politischen Diskurs: „Postkolonial“.
Der Begriff wabert ja schon seit einiger Zeit herum und wenn ich ihn richtig verstehe, ist „postkolonial“ ein Projekt der mehrheitlich weißen europäischen und US-amerikanischen Bildungselite, die dem Rest der Welt beibringen möchte, sich von der europäischen und US-amerikanischen Dominanz zu befreien.
Das ist gute Tradition.
Schon seit längerem finden weiße Menschen ihren Lebenszweck gerne darin vermeintlich „andersfarbige“ Bevölkerungen auf der Welt zu „befreien“. So wurde ja auch vor 300 Jahren der „zivilisatorische Auftrag“ begründet, in die Welt hinaus zu segeln, die Menschen woanders von ihrer Rückständigkeit zu befreien, um dort dann … naja… äh… Kolonien zu errichten.
Tja, die innere Dekolonisierung ist manchmal das allerschwierigste.

Ich aber wusste schon früh, dass an der Kolonisierung was faul ist.
Das liegt daran, dass ich in Wien im Gemeindebau aufgewachsen bin, und der Platz, wo alle Mülltonnen versammelt waren, hieß: Kolonia-Raum.
Das hatte damals schon einen… Geruch.


Notiz 4

Trump kriegt keinen Nobelpreis.
Das hat ihn angeblich sehr geärgert. Logisch, die Preisträgerin aus Venezuela, Maria Corina Machado, ist erstens eine Latina, zweitens eine Frau und drittens setzt sie sich für Demokratie ein.  Gleich drei Dinge, die Trump nicht mag.
Ich glaube, Trump kriegt aber doch einen Nobelpreis. Vielleicht nicht dieses Jahr, aber nächstes, spätestens übernächstes: Den Wirtschaftsnobelpreis.
Gut, der ist eigentlich kein Nobelpreis, aber das weiß doch der Trump nicht.

Aber der Mann verdient einen Preis: für seine Zollpolitik.
Denn wie der Mann den guten, alten Protektionismus wieder Salon… nein… saloonfähig gemacht hat. Das ist absolut preisverdächtig.
Auch weil die Verbraucherpreise in den USA deswegen ständig steigen.

Und ich persönlich verstehe auch seinen Gram über den nicht-bekommenen Friedensnobelpreis.
Das kenn ich. Ich hab auch dieses Jahr schon wieder nicht den Literaturnobelpreis bekommen.
Obwohl ich brav (naja… sagen wir: häufig) Newsletter schreibe.
Ich hab auch keinen Kleingärtnerpreis gekriegt. Obwohl ich Schnittlauch am Fensterbrett anbaue.
Oder den Milchpreis. Den krieg ich nicht nur nicht, nein, den zahl ich sogar.
(Apropos Geld: Man kann diesen Newsletter auch unterstützen, siehe unten)
Kriegen tun den immer nur die Milchbauern. Und auch die zu wenig davon, wenn man ihnen glauben darf.
Und ich glaub Ihnen, weil ich mein Joghurt mag.

Aber so ist das Leben.
Vielleicht hat aber Trump auch Glück und am Ende bekommt er die höchste Auszeichnung, die ein  Herrscher nur bekommen kann.
Er kriegt: ein Musical.
Nach „Elisabeth“, „König Ludwig“, „Evita“, „Jesus Christus Superstar“ und „König der Löwen“ fehlt eigentlich nur noch ein zweistündiges Herumgekreische mit Bodengymnastik rund um „Donald - Not the Duck“.

Dann kriegt er den Eintrittspreis. Und den Applaus.
Das müsste ihm doch gefallen.
Und es gefällt dann sogar auch allen, die Trump nicht so mögen.
Schließlich kriegt man so ein Musical immer erst nach dem Ableben.

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groebner live:
Alle Termine gibt es hier.

groebner gehört:
Satire-Pop-Album 
„Nicht mein Problem“
„Ende der Welt“ auf Bayern 2 und in der ARD-Audiothek, wo ich über 
Kaffeesatz nachdenke, die richtigen Worte zum Abschied, über den Herbst und seine Superlative oder über das Verhältnis von Wahrheit & Wurst.

Einen ganz neuen Song (ist die Zugabe vom neuen Programm, aber psst!) kann man direkt 
auf der Homepage hören.

groebner gesehen:
Auftritt im 
Schlachthof (BR) und in der Anstalt (ZDF)

groebner gefolgt:
Videos auf 
YouTube, auf Instagram oder auf Facebook zu sehen.

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