SV Verlag

SV Verlag mit Handy oder Tablet entdecken!
Die neue Generation der platzsparenden Bücher - klein, stark, leicht und fast unsichtbar! E-Books bei viereggtext! Wollen Sie Anspruchsvolles veröffentlichen oder suchen Sie Lesegenuss für zu Hause oder unterwegs? Verfolgen Sie mein Programm im SV Verlag, Sie werden immer etwas Passendes entdecken ... Weitere Informationen

.

.
Dichterhain, Bände 1 bis 4

.

.
Dichterhain, Bände 5 bis 8

Übersetze/Translate/Traduis/Tradurre/Traducir/переводить/çevirmek

Posts mit dem Label Trump werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Trump werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 16. Oktober 2026

Severin Groebners Neuer Gossenhauer #114 - Taubenweiße Einsichten

 
















Farbenfroh, damit wenigstens die Kolorierung gute Laune hat.
©Foto: Dominic Reichenbach / Artwork: Claus Piffl



Taubenweiße Einsichten

Kennt Ihr schon diesen Witz?

Treffen sich zwei Satiriker. Sagt der eine: „Mir fällt nichts mehr ein.“
Darauf der andere: „Aber geh, wie wärs, mach doch was mit dem amerikanischen Präsidenten, der geht immer.“
Wieder der erste: „Und was?“
Der Zweite: „Na ja, sagen wir, er kauft Diesel beim russischen Präsidenten, damit er die Verbraucherpreise in seinem eigenen Land runter kriegt, die er mit seinem Krieg gegen den erdölexportierenden Iran erst in die Höhe getrieben hat.“
Der erste beginnt langsam Feuer zu fangen: „Und dass, obwohl er im Wahlkampf das Ende der Kriege und niedrige Lebenshaltungskosten versprochen hat.“
Der zweite: „Und weil er… jetzt pass auf! Das wird geil!… weil er in Venezuela den Staatschef entführen hat lassen und den Krieg gegen den Iran angezettelt hat, erwartet er jetzt… was zu bekommen?“
Der Erste: „Eine Gratismitgliedschaft in der OPEC?“
Der Zweite: „Nein, den Friedensnobelpreis!“
Der Erste: „Jajajajaja.. genau! Den kriegt dafür aber eine …. sagen wir….äh… eine Richterin vom Internationalen Strafgerichtshof. Weswegen die USA daraufhin den Gerichtshof verklagen!“
Zweite: "Einen Gerichtshof verklagen?! Sehr super!! Aber damit nicht ist noch nicht Schluss. Der russische Präsident kauft mit dem Geld von den Amerikanern auch noch neue Drohnen für seinen Krieg gegen die Ukraine - und zwar von… na?“
Der Erste: „China?“
Der Zweite: „Nein, besser: dem Iran! So, dass die USA mit dem Kauf vom Diesel indirekt ihren eigenen Kriegsgegner finanzieren.“
Der Erste: „Hahahahahaha! Genau! Und dann sagt der amerikanische Präsident auch noch: ‚Die Ukraine bräuchte einen neuen Präsidenten!‘“
Der Zweite: „
Das kannst nicht machen. Das ist zu hart….hahaha!“

Dann greifen die beiden gut gelaunt zu ihren Smartphones und sehen, dass alles, was sie sich gerade Verrücktes ausgedacht haben, Realität geworden ist. Daraufhin heben sie die Blicke von ihren Telefonen, schauen einander an, stehen wortlos auf und… springen aus dem Fenster.

Landen aber - wie einst die kaiserlichen Beamten von der Prager Burg - nur auf einem Misthaufen. Genauer gesagt: Elektroschrott. Kullern davon gemütlich hinunter, überschlagen sich mehrmals und landen schließlich in einer Hüpfburg. Und zwar kurz vor dem Zeitpunkt als eine Gruppe französischer Schüler, die sich von den anstrengenden Protesten erholen wollen, sich auf die andere Seite der Hüpfburg wirft. Die beiden Satiriker werden dadurch soweit in die Luft geschleudert, dass sie kurz an der Stratosphäre kratzen und sogar einen schönen Blick über das Hurrikan- & Wettergeschehen im Golf von Mexiko… äh… Amerika…äh… Golf von Kuba haben.

Daraufhin verlieren sie wieder an Höhe. Und noch mehr. Und mehr. Und mehr.
Die Erde hat sich unter ihnen weiter gedreht und sie landen - Plumps! Plumps! - direkt auf zwei Drohnen.
Auf denen steht „From Russia with Love“, und sie steuern direkt auf das ohnehin schon brennende Kyiv zu. Man sieht wie Menschen verzweifelt davon rennen. Die Satiriker schauen einander an. Da fragt der erste den zweiten:
„Liegt das an uns? Oder an den Drohnen?“
Darauf der zweite: „Vielleicht ist es einfach Comedy-Publikum?“

Doch kurz bevor sie einschlagen, werden sie von einem Vogel gepackt und weg vom Kriegsgeschehen gen Westen getragen.
Sagt der erste Satiriker zum Vogel: „Wer bist denn Du?“
Darauf der Zweite: „Das siehst Du doch, das ist der heilige Geist!“
Der Erste: „Der heilige Geist ist eine weiße Taube, die in Rom wohnt. Dieses Federvieh aber ist…“
„…kohlrabenschwarz!“, sagt darauf der Vogel.
„Aha!“, sagt darauf der Zweite, „Wahrscheinlich eine Taube aus einem dieser extrem umweltfreundlichen Kohlekraftwerke!“
„Vielleicht“, meint der erste „ist es aber auch ein schwarzer Schwan, der nach diesem extrem trockenen Sommer auf der verzweifelter Suche nach Nahrung ist!“
„Oder es ist ein Papagei aus einem CO2-Speicher. Deshalb ist er so schwarz.“
„Ich bin ein Rabe!“ sagt darauf der Vogel.
„Wie hätten wir denn darauf kommen sollen?“, sagt der eine der beiden Satiriker.
„Genau! Zu naheliegend.“, darauf der andere.
„Oder sogar zu nahe-fliegend!“, sagt der andere und kichert über diesen sehr guten Wortwitz.
„Obwohl das hier schon eine Fernflugreise ist. Hihihi!“
„Aber keine Gern-Flug-Reise! Höhöhö!“
Die Satiriker haben sichtlich ihre gute Laune
wie im Flug wieder gefunden.

„Ruhe!“, sagt der Rabe plötzlich scharf „wir fliegen jetzt nach Deutschland und dort stimmt ihr zwei für den ‚Vogel des Jahres‘ beim NABU ab… und zwar für mich. Sonst gewinnt wieder wer anderer.“
„Wer denn?“
„Der Trauerschnäpper vielleicht“, versetzt der Rabe mit Melancholie in der Stimme.
„Ist der in der CDU?“, meint einer der beiden Satiriker ironisch.
„Oder die Mehlschwalbe!“, krächzt der Vogel verächtlich.
„Bei den steigenden Getreidepreisen? Könnte sein.“, witzelt der andere.
„Vielleicht sogar die Wasseramsel!“, flucht der Rabe mehr als er spricht.
„Ist das so eine kleine Dürre?“ - „Der war gut! Hühühü!“
„Oder am Ende…“, der Rabe fliegt ein steile Kurve nach unten, „der Kranich, diese Trottellumme!“
„Ist der nicht bei der Lufthansa?“ - „Nein, der arbeitet für einen gewissen Ibikus!“ - „So oder so: Eine schillernde Existenz!“ - „Wow, das ist aber die ganz spitze… Feder!“ - „Hehehehehe!“ - „Harharhar!“
Zwischen den Satirikern fliegen die Pointen nur so hin und her.

„Ruhe!“, faucht der Rabe scharf, „ich gewinne den Vogel des Jahres! Ich bin nominiert, und ich hab es verdient. Nach Jahrhunderten des schlechten Leumunds fordere ich jetzt mal Gerechtigkeit!“
„Vielleicht sogar“, flüstert der eine Satiriker dem anderen ins Ohr, „GerechtICHkeit.“
Der Rabe hat das aber nicht gehört und fährt fort:
„Schluss mit ‚Rabenvater‘ und ‚Rabenmutter‘! Ich kümmere mich sehr liebevoll um meinen Nachwuchs! Ich will nichts mehr hören vom ‚Aasfresser‘, wer lässt denn die ganzen Kadaver herumliegen? Obendrein bin ich intelligent und kann sprechen…“
„Naja. Die Kombination ist nicht immer von Vorteil in dieser Welt.“, sagt der eine Satiriker.
„Und noch dazu in Zeiten von anwachsendem Rassismus… dieses schwarze Federkleid… sagen wir mal: ungünstig“, darauf der andere.
„Für Deine Chancen seh’ ich - ehrlich gesagt - schwarz… kohlrabenschwarz.“
„Ja, Du bist einfach ein Unglücksrabe!“
Die beiden lachen voll Begeisterung über ihre Pointen.

Der Rabe jedoch seufzt nur:
„Ihr seid einfach zwei Idioten.“, öffnet seine Krallen und lässt die beiden Spieß… äh… Spaßgesellen fallen.

Und so stürzen die beiden zu Boden und landen - Platsch! Platsch! - in der Donau. Bei Wien.
Dort schwimmen sie ans Ufer, und gerade als sie dieses erreichen, sagt der eine Satiriker zum anderen:
„Weißt Du, was mir gerade eingefallen ist? Der US-Präsident könnte doch noch einen Ozean nach sich benennen wollen.“
„Ja! Hahaha!“, sagt der andere „Das ist wirklich gut! Das ist völlig gaga.“

„Ich muss Euch enttäuschen…“, sage ich zu den beiden Kollegen, während ich sie aus dem Wasser ziehe und unergründlich mit grünem Veltliner und Sachertorte trocken reibe, „das hat er tatsächlich gerade vorgeschlagen.“
Dann herrscht Stille.
Danach der erste: „Ich sag ja: Mir fällt nichts mehr ein.“
Dann der zweite: „Ich stimme… für den Raben.“

——

groebner live:

Die heißen Neuigkeiten, hab ich schon verbreitet, aber ich wiederhole sie einfach nochmal und nochmal und nochmal.
Solange bis sie keine Neuigkeiten sind, sondern Altigkeiten:
Mein Programm „ICH BIN DAS VOLK!“ wird mit dem
„Österreichischen Kabarettpreis 2026“ ausgezeichnet, was mich natürlich sehr freut.
Aber ich freu mich für alle anderen Ausgezeichneten ebenso.

Wann und wo man das im wahrsten Sinn des Wortes „ausgezeichnete“ Programm sehen kann, erfährt der interessierte Mitmensch
hier.
Zum Beispiel:

23.10.
Oberhaching Bibliotheksaal
24.10.
München Schlachthof
25.10.
Merkendorf Steingruberhaus

3.-5.11.
Wien Theater Drachengasse
6.11.
Kaisheim Kleinkunstbrauerei Thaddäus
7.11. F
rankfurt/Heddernheim Habel-Elf
10.11.
Linz Posthof
13.& 14.11.
München Lach&Schiess im TamS
19.11.
Wolkersdorf BaBü

Und meinen Jahresrückblick gibt es auch wieder:
27.11. in Offenbach im Filmklubb

Und mein neues Buch stelle ich auch vor. Es heißt wie das Programm „ICH BIN DAS VOLK!“
Denn das ist ja ein Manifest, also muss man das auch in der Hand halten können, sonst wäre es Maniflux (kleiner Witz für Lateiner)

Und das Werk wird  am 21.10. in Wien in der
Buchhandlung Analog das Licht der Welt erblicken
Die Wiedergeburt folgt dann am 30.10. in Frankfurt. Natürlich im
Buch&Wein

Da freu ich mich schon sehr.
Was die Presse über das Programm „Ich bin das Volk!“ schreibt, kann man und Frau und mensch übrigens
hier lesen.

groebner gesehen:
Über das demnächst ausgezeichnete Programm hat das Bayerische Fernsehen einen Bericht in der Abendschau gemacht.
Den kann man sich
hier anschauen.

groebner gehört:
Anläßlich des Kabarettpreises hat Ö1 den Beitrag über mich und mein Programm „Ich bin das Volk“ erneut in die Audiothek gestellt.
Kann man sich
hier anhören.

Auch zu hören:
Meine neue Single: „
Das Lied der neuen Zeit“ powered by monkey records. Die ist übrigens die Zugabe vom Programm.
Wem das gefällt, gefällt vielleicht auch mein Satire-Pop-Album
„Nicht mein Problem“.

Zwischendurch arbeite ich aber auch weiter für d
as „Ende der Welt“ auf Bayern 2 und in der ARD-Audiothek gibt es das zum nachhören.
Dort denke ich immer wieder über Sachen nach, zum Beispiel:
Was die
Menschen für Ihre Haustiere tun, wo man echte Freunde finden kann, oder was das Gletschereis alles so beherbergt. Oder eben nicht mehr.

groebner gefolgt:
Videos und Fotos und Zeug gibt’s auf
YouTube, auf Instagram oder auf Facebook zu sehen.

groebner gelesen:
Dem Falter hab ich übrigens ein
großes Interview gegeben. Und das kann man immer noch Nachlesen.
——-


Der „Neue Glossenhauer“ ist ein Projekt der freiwilligen Selbstausbeutung.
Wer es dennoch materiell unterstützen will, hier wäre die Bankverbindung für Österreich:
Severin Groebner, Bawag, IBAN: AT39 6000 0000 7212 6709
Hier die jene für Deutschland:
Severin Groebner, Stadtsparkasse München, IBAN: DE51 7015 0000 0031 1293 64

Sonntag, 17. Mai 2026

Severin Groebners Neuer Glossenhauer #105 - Nicht in den Sack schießen!



Wo eine Brille ist, da ist sie auch im Weg.© Foto: Dominic Reichenbach / Artwork: Claus Piffl


















Nicht in den Sack schießen!

Also dass die Konkurrenz im Unterhaltungsbusiness groß ist, hab ich immer schon gewusst. Aber zur Zeit mischen auch Menschen im Entertainment mit, die man dort gar nicht vermutet hätte.
Nicht nur, dass Donald Trump seine ICE-Truppe plötzlich in NICE umbenennen will (hab dazu übrigens eine Glosse verfasst, siehe unten*), sondern jetzt hat sich auch kürzlich ein österreichischer Militärexperte bei einer Podiumsdiskussion seltsam geäussert.
       
(Einschub - Was ich schon länger sagen wollte:
In der Welt, in der ich aufgewachsen bin, wäre der Begriff „österreichischer Militärexperte“ ein Oxymoron gewesen.
Also so etwas wie ein russischer Pazifist, ein in sich gekehrter Südamerikaner, ein großzügiger Schweizer, ein deutscher Spitzenkoch, ein dänischer Alpinist oder ein Hochseefischer aus Liechtenstein… Aber jetzt war ich in Dänemark und habe dort Menschen Schifahren gesehen. Und österreichische Militärexperten tauchen ständig in sämtlichen deutsch-sprachigen Medien auf.
Es hat sich sichtlich was geändert. Vielleicht wegen der Seidenwände.
Vielleicht auch, weil wir Österreicher in der Theorie immer sehr sehr gut sind. Nur bei der Praxis… aber egal, zurück zum Text.)

Der Militärexperte hat auf dem Podium mehrere unangenehme Dinge den Zuhörern verklickert, aber hat dabei sprachlich so schiefe Bilder verwendet, dass…nun ja… der Ernst der Lage ein wenig auf der Strecke geblieben ist.
So hat er etwa gesagt:
„Da gibt’s keine Sonderwurst für irgend jemanden!“

Das stimmt wohl, da kann man noch so oft mit dem Extrazug nach Pankow fahren oder in der Extrawirtschaftszone samt und extra ein Extravermögen 
(Apropos: Man kann diesen Newsletter auch unterstützen, Details unten.) erschaffen, es bleibt dabei: Sonderwurst gibt’s keine!

Da hat er recht. Genauso wie, wenn er sagt:
„Da haben wir uns ins Knie gelogen!“
Na, sicher! Wenn nicht sogar in den Ellbogen geschummelt.
Wir müssen nämlich die Aufgaben auf alle Hüften geschlecht verteilen. Sonst fragt sich bald die Stelle, wie lange wir uns noch im Speichel ansehen können?

Gut, der Militärexperte mag sich möglicherweise nur aus Zufall verbrochen haben, vielleicht war das aber auch unbewusst gerollt.
Handelt es sich also um eine strategische Bewusstlosigkeit?
Hat dieser Wortsinn Kommode?

Also: Je schlimmer die Nachrichten, desto ohmischer müssen sie fabuliert werden? Quasi weg von den Untergangs-Propheten, hin zu den Munterzwangstrompeten. So lange, bis sich alle nur mehr denken:
„Das sind für mich nur römische Werfer.“
Oder „Ich gestehe nur zahnlos!“

Und das ist ja nicht nur bei militärischen Schemen der Fall.
Nein, zum Beispiel auch bei den Reisen im Herzinfarkt.
Da heißt es schon lange nicht mehr: „Es wird alles teuer!“
Oder „Man bekommt nichts mehr für sein Geld“, nicht einmal mehr „Teuerung“, sondern… also extra… heißt es: „Shrinkflation“.
Was entweder nach einem Segelausflug mit Psychotherapeut klingt - oder nach einem Darmwind vom Installateur.

So oder so, hier sehe ich großes Potential. Ich möchte fast sagen:
Man hat hier die Füchse der Aurora ausgedacht.
Das ist eine völlig neue Weite im Buch der Gerichte.
Denn als Österreicher ist klar: Die Scheutralität wird unsere Schicht mehr nützen.
Für Deutschland gilt: Wir müssen die Küche im Torff lassen.
Und in der EU müssen endlich alle verstehen: Europa muss breit sein, um sich selbst beleidigen zu können.

Oder wer würde hier lieber brechen?
Aber lasst uns die Lachfragen zunächst im Serail umgehen:

Klimahandel? Es vergeht Wandlungsbedarf.
Je länger wir horten, desto immer wird es.
Und ich spreche hier für alle Degenerationen.
Also sowohl die Zungen, als auch die Kalten.
Schluss mit dem Verpennen von Spaß und Mehl!
Wir brauchen endlich ein Existenz-basiertes ökologisches Bordell, das für Wale fantasiert - und nicht nur für die Super-Leichen.

Denn zweitens: Zur Zeit mördert unsere Wirtschaftswaise nämlich nur Quäl-Magneten wie den russischen Präpotenten oder die Trullas im Uran. Gar nicht zu reden von den Gemächtspartnern des Emittenten der Vereinigten Paten von Allergiker!

Und das führt uns wiederum natürlich wieder - drittens - direkt zur neuro-zäh-ischen Vereidigung.
Wir dürfen uns nicht weiter in den Sack schießen!
Oder… wie hat es der Kollege so schön gesagt: Wir haben uns lange genug ins Knie gelogen.
Also: Kein Extraweg für die Sonderwurst!

In dieser Rinne:
Schnödes Rochen-Ende!


groebner live:

Donnerstag 14.5. Wien, 
Kabarett Niedermair
Dienstag 19. und Mittwoch 20.5. Graz, 
Theatercafé
Donnerstag 21. - Samstag 23.5. Regensburg, 
Statt-Theater
Freitag 29.5. Frankfurt, 
die KÄS

Samstag 13.6. München, 
Lach&Schießgesellschaft

Und, und, und…alle Termine gibt es 
hier.

Und was die Presse über das Programm „Ich bin das Volk!“ schreibt, kann man 
hier lesen.
Auch die jüngste Empfehlung der Wiener Stadtzeitung 
Falter etwa.

groebner gesehen:
In der wunderbaren Sendung „Schlachthof“ im Bayerischen Fernsehen war ich zu Gast.
Und durfte dort
 eine Kostprobe meines Regierungsprogramms „Ich bin das Volk!“ geben.

In der Abendschau im BR gab es sogar einen eigenen Premierenbericht.
Den kann man sich 
hier anschauen.

groebner gehört:
Ganz frisch heraussen!!!! Meine neue Single: „
Das Lied der neuen Zeit“ powered by monkey records

Kennt Ihr schon mein Satire-Pop-Album 
„Nicht mein Problem“?
Es ist sehr gut.

In der wunderbaren Sendung „
Satire Deluxe“ war ich zu Gast und habe - live ! - ein Liedchen zum Besten gegeben.

Das „Ende der Welt“ gibt es auf Bayern 2 und in der ARD-Audiothek zu hören.
Dort denke ich immer wieder über Sachen nach, etwa wie man den 
US-Vizepräsidenten gut einsetzen könnte.
Was passiert, wenn die 
Mächtigen dieser Welt zu Satirikern werden.*
Oder warum es den Wiener 
Opernball wirklich gibt.
All das erfährt man.

groebner gefolgt:
Videos und Fotos und Zeug gibt’s auf 
YouTube, auf Instagram oder auf Facebook zu sehen.

groebner gelesen:
Dem Falter hab ich übrigens ein 
großes Interview gegeben. Und das kann man immer noch Nachlesen.
——-

Der „Neue Glossenhauer“ ist ein Projekt der freiwilligen Selbstausbeutung.
Wer es dennoch materiell unterstützen will, hier wäre die Bankverbindung für Österreich:
Severin Groebner, Bawag, IBAN: AT39 6000 0000 7212 6709
Hier die jene für Deutschland:
Severin Groebner, Stadtsparkasse München, IBAN: DE51 7015 0000 0031 1293 64

Montag, 11. Mai 2026

Severin Groebners Neuer Glossenhauer #104 - Das Nullsummenspiel


Es muss zuerst mal ordentlich Schwarz-Weiss sein, um sich im Grauen zu verlieren. 
© Foto: Dominic Reichenbach / Artwork: Claus Piffl

Das Nullsummenspiel

Die Politik hat ja eigentlich zwei Aufgaben:
Die erste ist es, Gesetze zu erlassen, die das Zusammenleben unter den Menschen regeln.

Damit wir einander nicht den Schädel einschlagen, nur weil der eine dem anderen den Parkplatz, den Liegeplatz im Freibad oder Platz in der Warteschlange weggenommen hat.
Wobei es natürlich bei der Warteschlange auch ein bisschen darauf ankommt, worauf gewartet wird. Essensmarken wegen Lebensmittelknappheit, so wie das unsere Großeltern erlebt haben? Oder doch die besten Plätze beim Eurovisionssongcontest?

Bei ersterem wissen alle, die sich anstellen:
Wir müssen zusammenhalten, weil die Versorgungslage für alle schlecht ist.
Bei zweiterem wissen alle, die sich anstellen:
Hier kämpft jeder für sich allein, weil die Musik in der Beschallungsanlage für alle schlecht ist.
Aber es geht bei dem Event ja gar nicht um Musik.
Sondern um den Jubel.
Das Gekreische.
Und seine Einschaltquoten.

Wie auch immer: Politik schaut darauf durch das regelmäßige Verhandeln, Gesetze zu erlassen, die das Miteinander eben erträglich machen.

Oder wenigstens jene zufrieden zu stellen, die am meisten gezahlt haben.
(Apropos gezahlt: diesen Newsletter kann man auch finanziell unterstützen.
Dank an bisherige und Infos für zukünftige Unterstützer - siehe unten.)

Deswegen gibt es ja etwa in Deutschland - im Gegensatz zu vor zwanzig Jahren - auch keine ordentliche Wind- und Solarindustrie mehr. Weil freundliche Herren und Damen dafür gesorgt haben, dass fossile Drecksschleudern weiter und weiter und weiter (wider besseren Wissens und Prognosen) unterstützt wurden.

Dass eine dieser Damen und Herren von damals heute Wirtschaftsministerin in Germanien ist, ist sicher… hust, hust, röhr, Töff töff,… Zufall.
Jetzt wird die Deutsche Autoindustrie überrannt von chinesischen Elektro-Modellen und kann selber ihre Verbrenner nur mehr an lobotimierte Benzinschnüffler wie Donald „Drill, Baby, drill“ Trump verkaufen.
Und der will dafür auch noch Zölle.

Man könnte ja stundenlang lachen, wenn es nicht so traurig wäre.

Denn so treibt man eine „Deindustrialisierung“ tatsächlich voran: Jegliche Innovation verhindern und Zukunftsbranchen aus dem Land und dem „Systemrivalen“ in die Arme treiben. Und das nennt man dann auch noch „Wirtschaftspolitik“. Oder „Technologieoffenheit“. Oder „Hocheffiziente Verbrenner“. Oder „charakteristisch-dämliche Unterwerfungsgeste“ kurz: CDU.
Oder auch „Cash, Spezln & Unintelligenz“ kurz: CSU.

So oder so: Die Historiker werden sich in ein paar hundert Jahren Diskussionen liefern, wie man eine blühende Industrienation in so kurzer Zeit an die Wand fahren konnte.

Und da wird es ganz unterschiedliche Forschungsansätze geben. Die einen werden sagen, es war Gier, die anderen werden meinen, dass es sich nur um Bequemlichkeit handeln konnte, und die dritten werden sich sicher sein, dass so etwas Radikales nur durch blanke Blödheit bewerkstelligt werden konnte.
Während vierte wiederum der Meinung sein werden, dass schon Gier, Bequemlichkeit und Blödheit zusammen spielen müssen - ummantelt von blankem Hochmut -, um so destruktiv zu wirken.

Apropos Gier, Bequemlichkeit und Dummheit:
Das führt uns zur zweiten Aufgabe der Politik.

Denn diese besteht darin all jene Gesetze, die sie selbst geschrieben, beraten und erlassen hat, zu umgehen.
Weil nämlich irgendwer aus der Partei, der Familie, der Nachbarschaft oder dem Kleingartenverein an die Politikerinnen und Politiker mit einer Bitte heran tritt.
Ob sie da nicht da etwas machen könnten… ein bisschen helfen…etwa bei der Erlangung  eines Parkplatzes.
Oder eines Liegeplatzes im Freibad.
Oder eines Platzes in der Warteschlange.

Vielleicht auch bei der Besetzung von dem Posten eines Leiters eines Atomkraftwerks. Man hätte ja - so der Bittsteller - ausreichend Fachwissen. Schließlich habe er alle Folgen von „The Simpsons“ gesehen, da hat Homer bereits sämtliche Fehler gemacht, die man in so einem Kontrollraum nur machen kann. Und wenn dort was schief gehen würde, gäbe es auch sicher keine Warteschlange, um einen Platz in der Verantwortlichkeit zu ergattern.

Oder man wünscht sich vom Politiker einen Posten zur Leitung eines Finanzamts.
Wie in Österreich. Und dann wird der Posten eben vergeben an allen Gesetzen, Erlassen und Bestimmungen vorbei. Und zwar von einem Vertreter der Fraktion „Öffentliche vergebene Posten" (ÖVP).

Politik ist also ein Nullsummenspiel, da Politiker für alle Gesetze beschließen, um sie anschließend für einige weniger zu umgehen.

Politik ist quasi wie ein Slalom, wo man zuerst die Slalomstangen steckt, um anschließend rundherum zu fahren.
Hauptsache am Schluss gibt es Jubel.

So ist es im Kleinen, wie im Großen.
Deshalb ist es auch völlig logisch, dass das neue Ziel des weißen Hauses - laut US-Außenminister Rubio - im Krieg mit dem Iran darin besteht, in jenen Zustand zurück zu kehren, der bestanden hat, bevor der Krieg von den USA und Israel begonnen wurde.

Ach ja, ein paar tausend Tote und zerstörte Infrastruktur und eine demolierte Weltwirtschaft gibt es auch, aber egal:
Hauptsache - Jubel in der Zieleinfahrt.

———

groebner live:

Donnerstag 14.5. Wien, 
Kabarett Niedermair
Dienstag 19. und Mittwoch 20.5. Graz, 
Theatercafé
Donnerstag 21. - Samstag 23.5. Regensburg, 
Statt-Theater
Freitag 29.5. Frankfurt, 
die KÄS

Samstag 13.6. München, Lach&Schießgesellschaft

Und, und, und…alle Termine gibt es 
hier.
Und was die Presse über das Programm „Ich bin das Volk!“ schreibt, kann man 
hier lesen.
Auch die jüngste Empfehlung der Wiener Stadtzeitung Falter etwa.

groebner gesehen:
In der wunderbaren Sendung „Schlachthof“ im Bayerischen Fernsehen war ich zu Gast.
Und durfte dort
 eine Kostprobe meines Regierungsprogramms „Ich bin das Volk!“ geben.

In der Abendschau im BR gab es sogar einen eigenen Premierenbericht.
Den kann man sich 
hier anschauen.

groebner gehört:
Ganz frisch heraussen!!!! Meine neue Single: „
Das Lied der neuen Zeit“ powered by monkey records

Kennt Ihr schon mein Satire-Pop-Album 
„Nicht mein Problem“?
Es ist sehr gut.

In der wunderbaren Sendung „
Satire Deluxe“ war ich zu Gast und habe - live ! - ein Liedchen zum Besten gegeben.

Das „Ende der Welt“ gibt es auf Bayern 2 und in der ARD-Audiothek zu hören.
Dort denke ich immer wieder über Sachen nach, etwa wie man den 
US-Vizepräsidenten gut einsetzen könnte.
Was passiert, wenn die Mächtigen dieser Welt zu Satirikern werden.
Oder warum es den Wiener 
Opernball wirklich gibt.
All das erfährt man.

groebner gefolgt:
Videos und Fotos und Zeug gibt’s auf 
YouTube, auf Instagram oder auf Facebook zu sehen.

groebner gelesen:
Dem Falter hab ich übrigens ein 
großes Interview gegeben. Und das kann man immer noch nachlesen.
——-


Der „Neue Glossenhauer“ ist ein Projekt der freiwilligen Selbstausbeutung.
Wer es dennoch materiell unterstützen will, hier wäre die Bankverbindung für Österreich:
Severin Groebner, Bawag, IBAN: AT39 6000 0000 7212 6709
Hier die jene für Deutschland:
Severin Groebner, Stadtsparkasse München, IBAN: DE51 7015 0000 0031 1293 64