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Sonntag, 22. Juni 2014

Zum neunten Mal startet die Glückstour der Schornsteinfeger am 24.06.


Die große "Glückstour der Schornsteinfeger" startet am 24.06. in Lübeck und endet am 30. Juni nach 1.000 Kilometern in Berlin


Die Schornsteinfeger halten es mit den "Drei Musketieren". Ihr Leitspruch "Einer für alle, alle für einen" meint freilich, dass alle Teilnehmer der 9. "Glückstour" für den einen guten Zweck in die Pedale treten: für die bessere medizinische Behandlung krebskranker Kinder. Das hat auch die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Hilde Mattheis, überzeugt - sie hat die Schirmherrschaft übernommen.

Mit über einer Million Euro, die die "Men in black" - unter denen es inzwischen auch eine ganze Menge "Ladies in black" gibt! - erradelt haben, gehört die "Glückstour der Schornsteinfeger" zu den größten privaten Hilfsaktionen in Deutschland. Sie findet in diesem Jahr bereits zum neunten Mal statt.

Da alle Spenden, die im Vorfeld, während der Veranstaltung und natürlich auch noch danach eigesammelt werden, ohne jeglichen Abzug direkt an Initiativen übergeben werden, die ihre vorbildliche Arbeit an einem der sieben Etappenziele leisten, gilt das Musketier-Motto sogar ohne jede Einschränkung: Jeder gespendete Euro kommt dem guten Zweck der Aktion, krebskranken Kindern zu helfen, zugute.

In diesem Jahr startete die über 1.000 Kilometer lange Tour in Lübeck, führt unter anderem über Hamburg, Bremen und Wolfsburg und endet am Montag, dem 30. Juni mit der überschaubaren Etappe Potsdam-Berlin. Die 33 Teilnehmer, darunter vier Frauen, werden auf diesem letzten Teil der Glückstour von einer größeren Zahl Berliner und Brandenburger Schornsteinfeger unterstützt, die sogar in Schwarz mitradeln wollen. Das so verstärkte Teilnehmerfeld wird unterwegs bei mehreren Projekten Station machen, um schließlich zwischen 16 und 17 Uhr am Ziel beim Maritim-Hotel in der Stauffenbergstraße 26 (Mitte-Tiergarten) von den Delegierten des diesjährigen Bundesverbandstages des Schornsteinfegerhandwerks in Empfang genommen zu werden. Mit größeren Verkehrsbehinderungen ist deshalb aber nicht zu rechnen.

"Um im Interesse der kranken Kinder, denen die Aktion zugute kommt, möglichst viele Spenden einzusammeln, bemühen wir uns um die größtmögliche Aufmerksamkeit in der Bevölkerung", sagt der stellvertretende Berliner Landesinnungsmeister Peter Lehmann, der die letzte Etappe selbst mitradeln wird.

"Wir wollen alle Kollegen animieren, uns auf die eine oder andere Weise tatkräftig zu unterstützen", sagt der Pressesprecher der Schornsteinfeger-Innung (http://www.schornsteinfeger-berlin.org/) in Berlin, Henry Laubenstein. "Das ist auf unterschiedliche Weise möglich, auch Partner aus Wirtschaft, Politik, Sport und Medien haben die Chance, als Unterstützer durch Werbebanner etc. auf sich aufmerksam zu machen."

Der im Jahr 2005 gegründete gemeinnützige Verein "Schornsteinfeger helfen krebskranken Kindern" hat bereits Spenden von weit über einer Million Euro (zuletzt 125.000 Euro im Jahr 2013) eingesammelt, die unter anderem in die Erforschung neuer Medikamente investiert wurden. Auf diese Weise trugen die Innungs-Schonsteinfeger bereits zur Entdeckung zweier neuer Immuntoxine gegen Leukämie bei. Außerdem werden Rehakliniken, Wohnheime und weitere Projekte gefördert - auch solche, die dazu beitragen, dass gesunde Kinder gar nicht erst krank werden.

Dem 900 Mitglieder starken Verein ist es diesmal gelungen, Hilde Mattheis, die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, als Schirmherrin zu gewinnen.

Die Glückstour der radelnden Schornsteinfeger 2014:

24.6. Lübeck - Hamburg
25.6. Hamburg - Bremen
26.6. Bremen - Langenhagen
27.6. Langenhagen - Wolfsburg
28.6. Wolfsburg - Tangermünde
29.6. Tangermünde - Potsdam
30.6. Potsdam - Berlin

Sämtliche Berliner und Brandenburger sind eingeladen, zu den Zieleinfahrten nach Potsdam bzw. Berlin zu kommen. Keine Ausrede zählt: Falls Deutschland bei der WM die Gruppenphase übersteht, könnte zwar am 30.6. gespielt werden - aber erst um 22 Uhr!

Spenden (steuerlich absetzbar; bis 100 Euro reicht der Beleg als Bescheinigung; wer über 100 Euro spendet, erhält eine Spendenbescheinigung, falls die Adresse angegeben wird) bitte an:

Empfänger: Glueckstour Schornsteinfeger
IBAN: DE40472601210050300309
BIC: DGPBDE3MXXX
Stichwort: Spende

www.glueckstour.de

Freitag, 18. Januar 2013

Schloss Sanssouci in Potsdam - ein Artikel von Marita Gerwin


Im Park Schloss Sanssouci in Potsdam (Foto: Marita Gerwin)
 
Besucher legen Kartoffeln auf die Grabplatte (Foto: Marita Gerwin)
Potsdam feiert 2012 den 300. Geburtstag von Friedrich dem Großen. Die meistbesuchte Sehenswürdigkeit in Potsdam ist das Schloss Sanssouci. Architekt Georg W. von Knobelsdorff plante den Bau, der 1745–1747 errichtet wurde. Das im Stil des Rokoko errichtete Hohenzollernschloss liegt im Park Sanssouci. Friedrichs Wunsch in Schloss Sanssouci beerdigt zu werden, wurde erst 1991, am 205. Todestag, erfüllt.

Der Park Sanssouci in Potsdam ist mit ca. 70 km Wegen die größte Parkanlage in Brandenburg. Beinahe jeder Monarch hinterließ Spuren im Park Sanssouci.

Friedrich II von Preussen, auch Friedrich der Große oder "der alte Fritz" genannt, wurde am 24. Januar 1712 in Berlin/Potsdam, als Sohn Friedrich Wilhelms I. und Sophie Dorothea, geboren. Obwohl Friedrich II als Kronprinz geboren wurde, hielt sich sein Interesse für Kriegsangelegenheiten in Grenzen und es zog ihn eher zur Musik und Dichtkunst. Im Jahre 1740 wurde er König und regierte von Schloss Sanssouci in Potsdam aus. Während seiner Regierungszeit legte er rund um das Schloss den weitläufigen Park Sanssouci an, der sich heute über eine Fläche von etwa 290 ha, mit fast 70 Kilometern Wegelänge erstreckt. Der Park Sanssouci, gehört zu den größten Sehenswürdigkeiten, die Potsdam zu bieten hat.

Die Gruft
Der „Alte Fritz“, wie er im Volksmund genannt wurde, starb am 17. August 1786 im Sessel seines Arbeitszimmers im Schloss Sanssouci. Er wollte laut eigener Verfügung in einer Gruft neben seinen Lieblingshunden beigesetzt werden. In seiner 46-jährigen Regierungszeit beschäftigte sich Friedrich immer wieder mit dem Tod. Neben seinem Politischen Testament von 1752 verfasste er vor fast jeder Schlacht, vor jedem Krieg neue Verfügungen, in denen er bis ins kleinste Detail alles Familiäre und Finanzielle regelte. Ebenso oft wiederholte er die Anweisungen für sein Begräbnis:

„Ich habe als Philosoph gelebt und will als solcher begraben werden, ohne Gepränge, ohne feierlichen Pomp, ohne Prunk. Ich will weder geöffnet, noch einbalsamiert werden. Man bestatte mich in Sanssouci auf der Höhe der Terrassen in einer Gruft, die ich mir habe herrichten lassen […]. Sterbe ich in Kriegszeiten oder auf der Reise, soll man mich am ersten besten Ort beisetzen und im Winter nach Sanssouci an die bezeichnete Stätte bringen."
Sein Neffe und Nachfolger Friedrich Wilhelm II. befolgte diese Anweisungen nicht und ließ den Leichnam in der Potsdamer Garnisonkirche neben Friedrichs Vater, dem Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I., beisetzen.
Erst nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde die testamentarische Verfügung Friedrichs II. erfüllt. Im übrigen will ich, was meine Person betrifft, in Sanssouci beigesetzt werden, ohne Prunk, ohne Pomp und bei Nacht. Am 17. August 1991, seinem 205. Todestag, wurde der Sarkophag mit den sterblichen Überresten des Königs im Ehrenhof des Schlosses Sanssouci aufgebahrt, eskortiert von einer Ehrenwache der Bundeswehr. In der Nacht fand die Beisetzung in der von Friedrich II. vorbestimmten Gruft auf der obersten Weinbergterrasse statt, die schon 1744 unter seiner Aufsicht angelegt worden war. «Quand je serai là, je serai sans souci. » (deutsch: „Wenn ich dort bin, werde ich ohne Sorge sein“).

Der "alte Fritz" erließ den Kartoffelbefehl

Der Kartoffelbefehl bezeichnet die „Circular-Ordre“ Friedrichs II., mit der er allen preußischen Beamten am 24. März 1756 befahl, sämtlichen Untertanen den Kartoffelanbau „begreiflich zu machen“.
Als die Kartoffel 1565 über Spanien nach Deutschland kam, erkannte man ihre Bedeutung für die menschliche Ernährung noch nicht, so dass sie ihrer schönen Blüte wegen eher in botanischen Gärten als in den Kochtöpfen zu finden war. Mitte des 18. Jahrhunderts sah sich Friedrich der Große genötigt, in seinem Land wegen des Bevölkerungsanstiegs durch den Anbau von Kartoffeln den wiederkehrenden Hungersnöten entgegenzuwirken. Die Einführung der Knolle wurde zunächst von der Bevölkerung nicht akzeptiert und drohte zu scheitern, sodass der König den Anbau verordnen musste. Erst allmählich verbreitete sich der Anbau des Gewächses. Um 1785 war die Kartoffel eingeführt. Sie wurde von den Brandenburgern Toffel oder Töffelen genannt, die Bezeichnung Kartoffel hat sich erst später in der Bevölkerung durchgesetzt.
Auf diesen Befehl geht die Sitte dankbarer Brandenburger zurück, auf den Grabstein Friedrichs des Großen Kartoffeln zu legen.
 
(c) Marita Gerwin, Arnsberg