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Sonntag, 8. Februar 2015

Kaiserslautern: Peter Handke mit Else Lasker-Schüler-Dramatikerpreis geehrt

 Peter Handke hat im Pfalztheater Kaiserslautern den Else Lasker-Schüler-Dramatikerpreis entgegengenommen. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird vom Pfalztheater und der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur vergeben. Der österreichische Autor dankte, indem er aus einem noch unveröffentlichten Stück las. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hob hervor, dass Peter Handke Weltliteratur schreibe und den Preis „für sein großes literarisches Werk“ erhielt. „Der Homme de lettres ist ein großartiger Schriftsteller und begnadeter Übersetzer“, so Dreyer. Die Publizistin und Literaturkritikerin Sigrid Löffler würdigte den Autor, der 1942 in Kärnten geboren wurde und mütterlicherseits slowenische Wurzeln hat: Er arbeite „beharrlich an seinem literarischen Kosmos“. Immer genauer werde seine Welt- und Selbstwahrnehmung. Dabei entwickle er eine „Epik der Ereignislosigkeit“. Er wolle hinter die Dinge schauen. Im Alter bemerke man an ihm einen „Sinn für Selbstkritik und sogar Humor“. Die Jury, bestehend aus Prof. Dr. Franziska Schößler von der Universität Trier, den Theaterkritikern Jürgen Berger und Gerhard Jörder, Arte-Geschäftsführer Wolfgang Bergmann sowie den Intendanten Ulrich Khuon (Berlin) und Urs Häberli, waren sich einig, mit Peter Handke einen Autor auszuzeichnen, „der mit seinen innovativen Stücken über Jahrzehnte hinweg nicht nur die Bühnensprache in Deutschland und Österreich maßgeblich bereichert und verändert hat“..
Peter Handke, Ministerpräsidentin Malu Dreyer,
Intendant Urs Häberli




Stückepreis an drei junge Autoren
Der Stückepreis wurde diesmal – und das ist eine Neuerung – gestaffelt vergeben. Den ersten Preis mit 5.000 Euro erhielt Thomas Köck für sein Stück „Isabelle Huppert“, das in der kommenden Spielzeit am Pfalztheater uraufgeführt wird. Der zweite Preis mit 3.000 Euro ging an Bonn Park für sein Stück „Traurigkeit & Melancholie oder der aller aller einsamste George aller aller Zeiten“. Sophie Nikolitsch konnte sich für „Gurlitt“ über den dritten Preis, dotiert mit 2.000 Euro, freuen. Malu Dreyer wies darauf hin, dass der Else Lasker-Schüler-Dramatikerpreis seit 1993 vergeben werde und „einer der bedeutendsten Würdigungen in Rheinland-Pfalz und einer der wichtigsten Preise im Land“ sei. Nach 18 Jahren werde er erstmals wieder am Pfalztheater Kaiserslautern verliehen. Die große Resonanz sei ein Zeichen der Wertschätzung den Preisträgern gegenüber. Und Urs Häberli sagte in seiner Begrüßung, dass der Preis für die Förderung der deutschsprachigen Dramatik von großer Wichtigkeit sei.
Die Feierstunde, die Günther Fingerle moderierte, bot szenische Lesungen aus den Stücken der jungen Autoren und musikalische Darbietungen des Pfalztheater-Ensembles und -Orchesters.

Freitag, 18. Oktober 2013

Heute Abend in Darmstadt: Die schönen Tage von Aranjuez von Peter Handke

18.10., 20 Uhr, Kammerspiele, Staatstheater Darmstadt
Die schönen Tage von Aranjuez
Peter Handke | Ein Sommerdialog

Inszenierung - Martin Ratzinger
Bühne und Kostüme - Anna-Sophia Blersch
Gabriele Drechsel (Die Frau), Tom Wild (Der Mann)

Es ist die Ursituation. Ein Mann, eine Frau. Paradiesisch fast. So sitzen sie in einem Garten, an einem Tisch und sprechen über die Liebe. Und so entwickeln sie ihre erotischen Biografien in phantasievollen Bögen, in denen der Zuschauer entführt wird in eine Welt voller poetischer Bilder. Der Mann durchstreift auf imaginierten Wegen die Gärten von Aranjuez, ist konkreter, die Frau vorsichtiger tastend. Es ist ein Dialog der sehnsüchtigen Verführung und Abstoßung, dem Greifen dessen, was Liebe im Innersten ausmacht, des Suchens nach dem Bild, das man sich vom Anderen macht, vielleicht auch der Verletzung der Frau durch den Mann? Die schönen Tage von Aranjuez bringen Farben und Facetten der Liebe zum Leuchten, beschwören Situationen, die der gleichen, in denen die beiden sich gerade befinden. Mann und Frau erzählen in flirrenden Worten ihre Geschichten über die Liebe und finden so zur Liebe in der Geschichte, die Mann und Frau seit alters trennt und doch vereint. Ihr leichtfüßig-ironischer Pas de deux offenbart Unterschiede und Abhängigkeiten zwischen den Geschlechtern gleichermaßen.

Der Sprachkünstler Peter Handke zitiert mit seinem 2012 uraufgeführten, poetisch-atmosphärischen Sommerdialog Schillers Don Carlos, in dem die schönen Tage von Aranjuez bekanntlich vorüber sind. „Es gibt in diesem Kampf der Geschlechter keine glückliche Liebe“, sagt der Mann am Ende, aber „es ist nun mal die Bestimmung aller Wesen, seinen Anderen zu suchen“, entgegnet die Frau.

Mittwoch, 12. Juni 2013

Wie war's in Peter Handkes "Immer noch Sturm"? Oder Die Besucher aus dem Jaunfeld (Besprechung)

© Christian Brachwitz

© Christian Brachwitz
© Christian Brachwitz

Ganz nach Shakespeares "Immer noch Sturm" heißt das Theaterstück von Peter Handke, das 2010 erschien und 2011 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt wurde. Es erhielt 2011 den Nestroy-Theaterpreis bei den Salzburger Festspielen und 2012 den Mülheimer Dramatikerpreis der 37. Mülheimer Theatertage in einer Inszenierung von Dimiter Gotscheff. King Lear ist bei Shakespeare der letzte Patriarch seiner Sippe. Nach ihm kommen nur Töchter, die ihn gnadenlos abdrängen. Verzweifelt und voller Kummer bzw. Wut fleht er Blitz und Donner an, sie mögen seine Kinder und mit ihnen die ganze Welt vernichten: „Schlag flach den runden Erdenball!" „Immer noch Sturm" lautete Shakespeares Bühnenanweisung für diese Szene. Die Rolle des King Lear nimmt wohl der Großvater im Stück ein, ungeliebt, tyrannisch, heimatverbunden, Gerechtigkeit suchend. Bei ihm sind drei Wörter im Haus streng verboten: Gott - dies Wort verletze! - Liebe: "Nicht in meinem Haus!" - Friede: "...so ein Wahn." Und es gilt für die ganze Geschichte ...

Im Pfalzbau Ludwigshafen war das Mülheimer Theater an der Ruhr am 05.06.2013 unter der Leitung von Roberto Ciulli zu Gast mit diesem eigenwilligen Theaterstück, das die Biographie Handkes ebenso verarbeitet wie das Schicksal der Kärnter Slowenen, die als Untermenschen zum Teil interniert, zum Teil zu Zwangsarbeit verpflichtet oder bei Kriegsbeginn zwangsrekrutiert wurden. Handkes Mutter war Slowenin und hatte sich mit einem SS-Soldaten (Erich Schönemann) eingelassen, von dem sie schwanger wurde, der sie aber total ablehnte. Sie heiratete dann noch vor der Geburt den Berliner Wehrmachtssoldaten Adolf B. Handke, der sein juristischer Namensgeber und Erzieher wurde. Vom leiblichen Vater erfuhr Handke erst als junger Mann. Handkes Leben war in den ersten Jahren äußerst turbulent, sie zogen nach Berlin, der Vater scheiterte, sie flohen mit seiner Schwester Monika vor der Arbeitslosigkeit und Berlinblockade illegal zurück nach Griffen, Kummer und Frust ließen den Alkohol auftreten, Streitigkeiten bei den Eltern. Onkel Gregor stellte schließlich seinen Vater ein. Die Handkes waren eine Kleinhäuslerfamilie, quasi Tagelöhner, kleine landwirtschaftliche Arbeiter in einem kirchlich dominierten Umfeld.

Das Stück spielt im Jauntal (-feld) zwischen den Saualpen und den Karawanken, unmittelbar an der slowenischen Grenze, wo auch Handke im Haus des Großvaters Gregor Siutz geboren wurde. Heißt es im Originaltext, es erscheine ihm, dem namenlosen Ich in diesem Stück, die Heide, ein Apfelbaum mit 99 Äpfeln und eine Sitzbank, auf der er immer mit der Mutter saß, krabbeln in Ciullis Theaterstück aus Mülheim die Ahnen und Vorfahren wie Wiedergänger, Zombies oder Untote - bei Sturm! - durch das Fenster in den Raum, in dem Ich liegt und auf sie wartet. In einem spärlich eingerichteten Schlafzimmer, das auch alle fünf Szenen Mittelpunkt bleibt. Es treten auf die Großeltern, die Mutter, deren Schwester Ursula und ihre drei Brüder Gregor, Valentin und Benjamin. Handke spiegelt hier seine Familiengeschichte - vor allem auch die Beziehung zum Patenonkel Gregor Siutz (jr.) - in einem fortwährenden Traumspiel: 
"Welche Zeit soll hier gelten? ... Yugoslawien? Das gibt es schon lange nicht mehr! Vor dem Krieg noch als Königreich, nachher wieder als eine Republik ... bis es ganz verschwand." 

Es war das Leben als ethnische Minderheit in Kärnten, mit einer eigenen Sprache, eigenen Sitten und Bräuchen. Das Familienleben mit allen Streitigkeiten und Unflätigkeiten, wir werden auch immer wieder Zeuge der Beschimpfungen, spüren eine gewisse Feindschaft, die Ablehnung des Vaters, des jüngsten Onkels Benjamin, der Tante Ursula, Onkel Valentin so missraten wie der Vater Gregor, Onkel Gregor ein Einäugiger, der Agrarwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Obstbau/Apfelanbau war, ein Fachbuchautor über Äpfel (er geistert durch viele Handke-Bücher), der wie seine Schwester Ursula zu den Partisanen wechselt, was in Handkes Familie nie vorkam, aber wohl eine Korrektur seiner erlebten Welt darstellt. Wenigstens im Traum gehandelt, aktiv geworden gegen all das Unrecht. Und tatsächlich erwachte 1941 der slowenische Widerstand, ein Partisanenkrieg gegen die Deutschen, deren Sprache verhasst war, aber gesprochen werden musste, die Widerstandslinie vom Pelepones bis nach Frankreich zur Résistance, die alle nur ein Ziel hatten, den Usurpator hinauszuschmeißen. In Wirklichkeit wohl nur ein stilles Aushalten der Unterdrückung in seiner mütterlichen Familie, am Kriegsende auch der Internierung und Ermordung Bekannter, so wie seit den 30er-Jahren schon die Juden oder andere Religionsanhänger, Rassen, Minderheiten, Andersdenkende in vielfach höherer Anzahl. Ein schwebendes Lamento über allem, Heraufbeschwören der schönen Zeit, des Lebens hinter den Karawanken, so - nur ein Jammertal. Ekel kommt bei Onkel Benjamin und Gregor zur Sprache, Ekel vor der Zeit, vor der eigenen Sehnsucht, vor dem Heimweh nach der Heimat, Ekel vor den Geschwistern. 1936 ein Jahr voll Jauche und Weh. 

Die Mutter des Ich wie Handkes Mutter als Deutschenhure bei den Slowenen verschrien, das Ich als Bastard und Volksfeind. Und dennoch, die Ahnen werden gebraucht! Das Ich: "Ohne euch kein Spiegel!", aber auch: "Lasst mich allein mit eurer falschen Ruhe". Es liest nur noch Geschichtsbücher: "Es bringt mich in Wut!" Onkel Valentin hatte dem jungen Ich noch in den Kinderwagen gerufen: "Gottgefällig zusammensitzen, das ist Politik!" Seine Mutter verdiente ganz wenig Geld durch Schauspiel, am Ende nur noch Theater in Scheunen. Zwei der Onkel kommen im Krieg um, Valentin und Benjamin, Ursula verschwand ebenfalls, es bleiben die Mutter Maria und Onkel Gregor. Am Ende sitzen die Großeltern alleine und verlassen da und warten auf Zeichen der Kinder ...

Es bleibt eine Erschöpfung des Zuschauers, der den langwierigen Familienzwist, das Geschehen in der Dumpfheit der Kleinhäusler verfolgt, zu ergründen versucht, das Schicksal in allen Poren spürt und die Unabwendbarkeit. Erleichterung am Ende, kurzer Applaus und - hier kann auch keine Begeisterung mehr aufkommen, worüber? Über diesen Stoff? Diese Geschichte? Es ist alles gesagt, keiner der Familie hat mehr Recht als der andere, keiner ist im Vorteil. Das Unheil, Schicksal, die Sinnlosigkeit in der Geschichte hat zugeschlagen. Das Ende kommt einfach und endlich.

Mittwoch, 5. Juni 2013

Heute Abend in Ludwigshafen: IMMER NOCH STURM, Theaterstück von Peter Handke


5.6.2013   I   19.30 Uhr   I   Theater im Pfalzbau, Ludwigshafen

Immer noch Sturm

von Peter Handke

Inszenierung: Roberto Ciulli
Bühnenbild: Gralf Edzard Habben
Kostümbild: Elizabeth Strauß
Dramaturgie: Helmut Schäfer
Theater an der Ruhr Mülheim
Preise: 33 Euro 28 Euro 23 Euro 18 Euro

Im Süden Österreichs an der Grenze zu Slowenien trifft der Ich-Erzähler, dessen Nähe zu Peter Handke nicht zu übersehen ist, zwischen 1936 und 1942 seine Familie, die Großeltern, seine Mutter und deren Geschwister, die allesamt nun jünger sind als der 1942 geborene Autor.
Es verweben sich die Geschichten – die der Familie mit der politischen: der Annexion Österreichs 1938 durch das dritte Reich folgt die einzige Partisanenbewegung gegen die Nationalsozialisten durch die slowenische Minderheit in Kärnten. Es verweben sich aber auch die Genres: Prosa und Drama verschwistern sich zu einem sprachmächtigen Text, den die größte Kunst des Schreibens auszeichnet, die Einfachheit.
»Immer noch Sturm«, dieser Satz zitiert Shakespeares König Lear auf der Heide, hier das Jaunfeld mit seinen Apfelbäumen, von deren Ernte die Vorfahren des Autors unter anderem lebten. Die Erinnerungen des Erzählers durchmischen sich mit Geträumtem, mit Vorstellungen und beschwören kraft der Poesie des Textes Gestalten hervor, die wirklich unwirklich die Szene bevölkern.
Und die politische Geschichte dieser europäischen Region, das zeigt der Blick zurück auf die letzten Jahrhunderte, hat ihre Konflikte nicht zu Ende gebracht.

Sonntag, 14. April 2013

Heute Abend in Karlsruhe: HANDKES MÜDIGKEITSGESELLSCHAFT (Premiere), Annette Postel (Musikkabarett) und BAKKUSHAN (Konzert)


 14. April 2013  I 19 Uhr  I  Badisches Staatstheater, STUDIO
 

MÜDIGKEITSGESELLSCHAFT / VERSUCH ÜBER DIE MÜDIGKEIT
von Byung-Chul Han / Peter Handke. URAUFFÜHRUNG



Das „philosophische Theater“, das vergangene Spielzeit mit Sloterdijks Du musst dein Leben ändern erfolgreich begonnen hatte, wird in dieser Spielzeit fortgesetzt: Aus dem Essay Müdigkeitsgesellschaft des bis 2012 an der HfG lehrenden Koreaners Byung-Chul Han und Peter Handkes Versuch über die Müdigkeit entwickelt der Regisseur und gebürtige Karlsruher Stefan Otteni einen Theaterabend, an dem nicht nur über die Müdigkeit gesprochen, sondern an dem sie für das Publikum erfahrbar gemacht wird. Das STUDIO wird dafür von Bühnenbildnerin Anne Neuser zu einer Schlafhöhle umgestaltet, in der die Besucher gemeinsam mit den Ensemblemitgliedern Ursula Grossenbacher, Thomas Halle und Gunnar Schmidt auf Matratzen Platz nehmen, statt auf Stühlen. In Rückenlage, gemütlich eingewickelt in Bettzeug und mit Blick an die Höhlendecke, auf der Schattenspiele oder Filme projiziert werden, sollen sich die Besucher ihrer eigenen Müdigkeit nicht mehr schämen und nicht gegen sie kämpfen müssen, sondern sich entspannt auf die philosophisch-utopischen Gedankenspiele der Autoren einlassen.

In Versuch über die Müdigkeit entwickelt Handke eine Utopie mit fast schon religiöser Aufladung, von der Müdigkeit als einem Gemeinschaft stiftenden, selbstlosen Zustand, in dem Zuhören und Weltwahrnehmung wieder möglich sind. „Die Müdigkeit als das Mehr des weniger Ich“ – die Müdigkeit Peter Handkes reduziert das Ego, macht durchlässig für die Welt. Der Philosoph und Medientheoretiker Byung-Chul Han bezieht sich in seinem Essay Müdigkeitsgesellschaft auf Handkes Versuch, ja macht diesen sogar zum Kern seiner Theorie. Die Müdigkeitsgesellschaft, erschienen 2010, war die philosophische Antwort auf die neue Volkskrankheit „Burn-Out“ und Depression. Handkes positive, weil entlastende, widerständige Müdigkeit stellt Han der depressiven Müdigkeit des ausgebrannten Leistungssubjekt gegenüber.

REGIE Stefan Otteni
BÜHNE UND KOSTÜME Anne Neuser
DRAMATURGIE Kerstin Grübmeyer





14. April 2013  I  19.30 Uhr  I  Badisches Staatstheater, Kleines Haus

ANNETTE POSTEL: SING OPER STIRB
MUSIKKABARETT


Nach dem erfolgreich umjubelten Gastauftritt im Januar mit ihrem Bühnenpartner Gunzi Heil, beglückt Annette Postel am 14.4. ihre Fans gleich nochmal mit ihrem Programm Sing oper Stirb!.
Ist Oper eigentlich noch modern? Was ist der Unterschied zwischen Tenor und Tremolo? Zwischen Intendanz und Intrige? Zwischen Mord und Mortadella – bzw Saumagen?
Zwischen Puccini und einem normalen Schnupfen? Wie wird man mit S-Fehler Sopran? Und sind Pianisten sterblich?
Annette Postel erzählt aus dem Opernnähkästchen und singt Opernparodien mit Koloratur und Komik, Herz und Hurz, Tragik und Tiraden, Crossover und Comedy, und viel Stimme!
Sing oper stirb! ist tragisch, pompös, verrückt und komisch, wie die Oper und der Opernbetrieb selbst. Als Bühnenpartner und am Flügel besticht Klaus Webel, ausgepreister Jazzpianist mit großem pianistischen Können in der “großen” und “kleinen” Kunst, sowie solider Diventauglichkeit.

Mit Annette Postel
FLÜGEL: Klaus Webel





12. bis 14. April 2013  I  20 Uhr  I  Substage Karlsruhe e.V.



Bakkushan

Die Mannheimer Jungs von BAKKUSHAN können wirklich nicht klagen, schließlich haben sie bewegte drei Jahre hinter sich: Ihr Debütalbum hat sich sehr gut verkauft und rechnet man die bisher gespielten Konzerttermine mal zusammen, summieren die sich locker auf ein ganzes Jahr. Die Band höchstpersönlich hat an die 100.000 Band-Sticker im ganzen Land verklebt und dann gingen BAKKUSHAN auch noch für Baden-Württemberg in der 2010er Ausgabe des Bundesvision Song Contest ins Rennen. Hossa! Jetzt also Album Nr. 2. und das geht auch schon gut los: "Kopf im Sturm" chartet auf Platz 14, die Singleauskopplung "Nur die Nacht" wird zum größten Airplay-Charterfolg für die Band und die Headliner-Tour durch ganz Deutschland ist teilweise ausverkauft. BAKKUSHAN machen also vieles richtig: Ohrwurm-Refrains und knorrige Riffs, Opulenz und Eindringlichkeit, dazu ganz schön viel Stadionrock - irgendwo zwischen Biffy Clyro, Foo Fighters und Bosse. Die deutschen Texte formulieren die Fragen, die eine ganze Generation gerne laut stellen würde. Deshalb setzen sich die Klänge von BAKKUSHAN nicht nur den Gehörgängen fest, sie erreichen auch die Herzen und leuchten in die tiefsten Winkel der Seelen.