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Mittwoch, 10. Dezember 2025

Oper Frankfurt im Bockenheimer Depot: PUNCH UND JUDY, Oper in einem Akt von Harrison Birtwistle


v.l.n.r. Alfred Reiter (Doctor), Cecelia Hall (Judy), Sven Hjörleifsson (Lawyer),
Jarrett Porter (Punch), Bildnachweis: Monika Rittershaus
 

Donnerstag, 11. Dezember 2025, um 19 Uhr im Bockenheimer Depot


Premiere / Frankfurter Erstaufführung

PUNCH UND JUDY

Oper in einem Akt von Harrison Birtwistle
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung: Alden Gatt; Inszenierung: Wolfgang Nägele
Mitwirkende: Danae Kontora (Pretty Polly / Witch), Cecelia Hall (Judy / Fortune-Teller), Sven Hjörleifsson (Lawyer), Jarrett Porter (Punch), Liviu Holender (Choregos / Jack Ketch), Alfred Reiter (Doctor)
Weitere Vorstellungen: 14., 18., 20., 22., 28., 30. Dezember 2025
Alle diese Vorstellungen beginnen um 19 Uhr. Preise: € 20 bis 80 zzgl. 12,5% Vorverkaufsgebühr
Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper


Eine tragische Komödie oder eine komische Tragödie? Die einaktige Oper Punch and Judy von Harrison Birtwistle (1934-2022) ist beides. Musik und Handlung sind von Anfang bis Ende hochkonzentriert und verdichten auf engstem Raum existenzielle Themen: Geburt, Tod, Gewalt, Wahnsinn. Das Mordsspektakel steckt voll von typisch schwarzem britischen Humor. Die Figuren aus Punch and Judy entstammen alle dem traditionellen englischen Puppenspiel. Titelheld Punch ist ein englischer Kasperl, der seine Wurzeln im Handpuppentheater Italiens hat. Das Werk Birtwistles bricht mit Konventionen, es folgt keiner erzählenden Handlung und überzeichnet das Geschehen. Zugleich ist Birtwistles Musik hoch originell, witzig, frech und zeigt sich auch offen für Skurrilitäten und Abgründe. Die durch das Puppenspiel erzeugte theatrale Welt erscheint wirklicher als die Realität.

Es ist hörbar, dass Punch and Judy das Werk eines Künstlers der britischen Avantgarde ist. Er war Teil einer neuen Generation britischer Komponisten, die sich bewusst vom tonalen Stil eines Benjamin Britten und dessen Generation distanzieren wollten. Stattdessen orientierten sie sich an europäischen Avantgardebewegungen und suchten nach radikal neuen Formen des Musiktheaters.

Der Puppenspieler Choregos sieht zu, wie seine Puppe Punch ein anarchisches Spiel inszeniert. Nach den Morden an seiner Familie und weiteren Figuren tötet Punch auch den Puppenspieler und den Henker. Nach einer erfolglosen Umwerbung von Pretty Polly kehrt Punch in sein Theater zurück, als hätte nichts stattgefunden. Alles ist ein Spiel.

Musikalisch wird die Frankfurter Erstaufführung geleitet von Kapellmeister Alden Gatt, der in dieser Saison auch die Wiederaufnahme von Macbeth dirigieren wird. Regisseur Wolfgang Nägele inszenierte zuletzt Falstaff am Theater Bielefeld, Il trittico am Saarländischen Staatstheater und A Midsummer Night’s Dream an der Korean National Opera Seoul. Von 2007 bis 2016 verband ihn eine enge Zusammenarbeit mit Hans Neuenfels.

In der Rolle von Pretty Polly ist die griechische Koloratursopranistin Danae Kontora zu erleben. In Frankfurt stellte sie sich schon als Königin der Nacht vor (Die Zauberflöte) und im Rahmen des Oratoriums Elias unter der Leitung von Sebastian Weigle. Judy wird interpretiert von Cecilia Hall, Punch singt Bariton Jarrett Porter. Beide sind Mitglieder des Ensembles der Oper Frankfurt.




Sonntag, 20. Juni 2021

Oper Frankfurt Im Bockenheimer Depot: INFERNO von Lucia Ronchetti

Premiere / Uraufführung / Konzertante Vorstellung 

INFERNO 

Lucia Ronchetti     Foto: Jean Radel
Oper von Lucia Ronchetti (*1963)
Text von Lucia Ronchetti nach Dante Alighieri, 
mit einem Epilog von Tiziano Scarpa 

Auftragswerk der Oper und des Schauspiel Frankfurt 

In deutscher und italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln 

Musikalische Leitung: Tito Ceccherini
Sprachregie: Marcus Lobbes
Licht: Marcel Heyde
Dramaturgie: Konrad Kuhn, Ursula Thinnes, 
Katja Herlemann 

Dante: Sebastian Kuschmann Dantes innere Stimme: Jan Jakub Monowid, Matthew Swensen, Sebastian Geyer, Eric Ander Francesca: Karolina Makuła Ulisse: Alexander Kravets Lucifero: Alfred Reiter, Sebastian Geyer, Matthew Swensen Charon, Ugolino della Gherardesca: Frank Albrecht Minos, Brunetto Latini: Ralf Drexler Filippo Argenti, Alessio Interminei: Florian Mania Cavalcante de Cavalcanti, Vanni Fucci: Andreas Gießer Pier delle Vigne: Anna Kubin 

Vokalensemble; Schumann Quartett; Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Koproduktion von Oper und Schauspiel Frankfurt 

Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins und der Aventis Foundation Kompositionsauftrag finanziert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung 

Die Uraufführung von Inferno, der neuesten Oper von Lucia Ronchetti (*1963), sollte im Frühjahr letzten Jahres im Bockenheimer Depot stattfinden, jedoch konnte die Produktion der beiden Regisseure Kay Voges und Marcus Lobbes aufgrund der durch die Pandemie erzwungenen Probenunterbrechung szenisch nicht realisiert werden. Daher entschloss sich das Team, die Uraufführung am 27. Juni 2021 in konzertanter Form nachzuholen. Ein Opernfilm von Kay Voges und Marcus Lobbes aus historischem und aktuellem Material, der in die Inszenierung mit Ronchettis suggestiver Musik hätte integriert werden sollen, konnte glücklicherweise fertig gestellt werden und wird nun im Anschluss an die konzertante Serie ab 11. Juli 2021 – ebenfalls im Bockenheimer Depot – gezeigt. 

Ronchetti zählt zu den profiliertesten Komponist*innen Italiens. Musiktheateruraufführungen der letzten Jahre u.a. an der Semperoper Dresden (Mise en abyme), der Staatsoper Berlin (Rivale und digital Pinocchios Abenteuer) sowie am Nationaltheater Mannheim (Esame di mezzanotte) belegen ihren Rang. An ein Kompositionsstudium in Rom schlossen sich weitere Studien in Paris bei Gérard Grisey und François Lesure sowie in New York bei Tristan Murail an. Lucia Ronchetti ist Professorin am Konservatorium von Salerno und unterrichtet regelmäßig an Institutionen wie den Darmstädter Ferienkursen. Derzeit nimmt sie eine Stiftungsgastprofessur an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main wahr. 2021 wurde sie für vier Jahre zur Direktorin der Biennale Musica in Venedig, einem der wichtigsten Festivals für zeitgenössische Musik, ernannt. Die Komponistin nennt ihr Werk, das Gesangs- und Sprechrollen vereint, eine Oper. Es fußt auf Inferno, dem ersten Teil der Göttlichen Komödie (ca. 1307-1321) von Dante Alighieri (1265-1321), dessen 700. Todestag in diesem Jahr begangen wird. 

In der Oper geht es um einen Mann, der als Künstler, Politiker und Mensch gescheitert ist. Der aus seiner Heimatstadt Florenz verbannte Dichter macht sich in seinem epochalen Werk selbst zum Protagonisten und lässt uns an seinem Weg der Läuterung teilnehmen. In ungeheuer bildkräftiger Sprache entwirft er eine Jenseitsvision und schildert die Qualen der Verdammten – darunter viele seiner Zeitgenossen, denen er teils mit Zorn und Abscheu, teils mit tiefem Mitleid begegnet. Aber auch mythische Figuren wie Francesca da Rimini oder Odysseus kreuzen seinen Weg. Ein faszinierender Höllentrip, in dem das Publikum sich wiedererkennen kann. 

Die musikalische Leitung dieser Koproduktion mit dem Schauspiel Frankfurt hat der Italiener Tito Ceccherini, der an der Oper Frankfurt zuletzt Bellinis I puritani dirigiert hat. Die beiden Regisseure des Opernfilms, Kay Voges und Marcus Lobbes, sind vor allem für ihren experimentellen Umgang mit virtuellen Medien im Theater bekannt. Vor einem Jahr nahm die von Voges gegründete Akademie für Theater und Digitalität in Dortmund ihre Tätigkeit auf; ihr künstlerischer Leiter ist Marcus Lobbes. Kay Voges ist nach zehn Jahren an der Spitze des Theaters Dortmund 2020/21 als Intendant an das Volkstheater Wien gewechselt und hat in letzter Zeit u.a. am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Wiener Burgtheater sowie am Schauspiel Frankfurt gastiert. Die Rolle des Dante übernimmt Sebastian Kuschmann aus dem Frankfurter Schauspielensemble. Er hat an der Staatsoper Berlin bereits Erfahrung mit zeitgenössischem Musiktheater gesammelt. Die übrige Besetzung besteht aus Ensemblemitgliedern von Oper und Schauspiel sowie Gästen, darunter ein Vokalensemble. Das Frankfurter Opern- und Museumsorchester wird ergänzt durch das Schumann Quartett. 

Premiere / Uraufführung / Konzertante Vorstellung: Sonntag, 27. Juni 2021, um 19.30 Uhr im Bockenheimer Depot
Weitere Vorstellungen: 28. Juni, 1., 2., 4. (15.30 Uhr), 5., 8., 9. Juli 2021

Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Preise: € 15 bis 55 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Karten sind bei unseren üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich. 


Pandemie:
Ein Theaterbesuch ist für alle Zuschauer*innen möglich, die nachweislich vor mindestens 14 Tagen am Tag ihres Vorstellungsdatums ihre zweite Impfung erhalten haben, einen tagesaktuellen Coronatest (vor Ort gibt es keine Möglichkeit dazu!) oder einen Nachweis über eine Covid-19-Genesung vorzeigen können. Zum Schutz aller Besucher*innen ist es verpflichtend, während der gesamten Vorstellung eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, sowie sich zwecks Identifkation ausweisen zu können.