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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Dichterhain, Bände 5 bis 8

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Donnerstag, 8. Januar 2015

THEMA DATENSCHUTZ - Ungesunder Trend bei Jugendlichen: Ich will Netz überall und verzichte auf meine Privatsphäre

Lifelogging: Verzicht auf Privatsphäre wird Trend

Miniaturkamera stellt Alltag von Personen ins Netz
Miniaturkamera: Memoto schießt alle 30 Sekunden ein Foto (Foto: memoto.com)
Miniaturkamera: Memoto schießt alle 30 Sekunden ein Foto (Foto: memoto.com)

Das schwedische Start-up Memoto http://memoto.com hat eine spezielle Kamera entwickelt, die sich Nutzer an ein Kleidungsstück befestigen und ihr Privatleben als Livestream ins Netz stellen können. Dem Trend zum transparenten Leben folgt auch das Portal Recollect http://recollect.com , das alle Social-Media-Aktivitäten seiner Nutzer archiviert. Datenschützer schlagen Alarm.
Ausschalten unmöglich
Gordon Bell, Forscher bei Microsoft, dokumentiert im Rahmen seines Projekts My Life Bits http://bit.ly/Hi0ci seit mehr als zehn Jahren sein ganzes Leben und trifft damit den Nerv der Zeit. Wie Facebook und Co zeigen, teilen vor allem junge Menschen gerne ihre privaten Fotos und Videos mit ihren Freunden und Bekannten. Memoto will sich dieses Verhalten zum Vorteil machen und bedient mit seinen Miniaturkameras einen wachsenden Markt.
Die Kamera kann problemlos am Kragen eines T-Shirts befestigt werden. Mit Hilfe eines Smartphones wird alle 30 Sekunden ein Foto geschossen und ins Internet geladen. Das besondere an der Kamera ist, dass sie nicht ausgeschaltet werden kann. Somit muss der Nutzer penibel darauf achten, was im Netz veröffentlicht wird, wenn die Kamera mitgenommen wird. Hat er sie dabei, trifft den Partner des Lebens, hat dieser Probleme, ungeknipst durch die Zärtlichkeiten zu kommen. Was für Perspektiven!
Keine Einwilligung
Datenschützer schlagen Alarm und warnen vor den Gefahren. "Minikameras sind eine Gefahr für die Privatsphäre, wenn Bilder ohne Kenntnis und Einwilligung der Betroffenen gemacht und im Netz verbreitet werden", sagt Datenschutzexperte Hanspeter Thür in einem Interview mit dem Tagesanzeiger.
Laut dem Experten bewegen sich Nutzer solcher Kameras auf heiklem Terrain. Es sei nämlich nicht anzunehmen, dass vor der Verbreitung die Einwilligung jeder Person eingeholt würde, die sich auf dem Bild befinde, so Thür.
Archiv für Digi-Life
Soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter haben dazu geführt, dass immer mehr Internet-Nutzer sorglos mit ihren privaten Informationen umgehen. Nachrichten, die auf den Plattformen gepostet werden, können im Nachhinein nur sehr schwer aus den Tiefen des Internets gelöscht werden. Aber sie stülpen das ganze Privatleben nach außen. Und mindestens 12 Liker finden das gut :-)
Drei ehemalige Twitter-Mitarbeiter haben sich eines anderen bekannten Problems angenommen. Sie wollen den Nutzern die Suche nach alten Posting erleichtern. Mit Recollect bieten sie ein Service, das alle Social-Media-Aktivitäten seiner Nutzer archiviert und organisiert. Die gesammelten Daten können gegen eine Gebühr als Zip-Datei heruntergeladen werden.
"Wir hatten den Eindruck, dass viele Nutzer von Social Media ihre Postings irgendwie aufbewahren wollen, um sie sich später anzusehen", sagt Recollect-Mitgründer Christopher Martin. "Recollect generiert ein einheitliches persönliches Archiv aller Aktivitäten im Web." Martin sagt zudem, dass das Projekt bislang von den drei Gründern finanziert wurde und kurz vor dem Durchbruch stehe.

Mittwoch, 7. Januar 2015

THEMA DATENSCHUTZ - Was ist los mit unsrer Privatsphäre? Wenn selbst Außenstehende wissen, was man mit seinem Privathandy vertraulich aufgenommen hat?

Experten sehen für Privatsphäre schwarz

Bürger unter der Lupe: Konzerne profitieren (Foto: pixelio.de/Martin Bergien)Datenschutz gelangt zunehmend auf politische Agenda
Bürger unter der Lupe: Konzerne profitieren (Foto: pixelio.de/Martin Bergien)









Der Schutz der Privatsphäre steht weiterhin im Konflikt zu ökonomischen Interessen, wie eine aktuelle Studie http://pewrsr.ch/1DRlQvT des Pew Research Centers http://pewinternet.org  zeigt. Demnach sieht eine Mehrheit der Befragten eine weitere Erodierung der Privatsphäre parallel zur zunehmenden Preisgabe an privaten Informationen.
"Seit 2012 wird das EU-Datenschutzpaket verhandelt, es beinhaltet bei Verstößen Pönalen von bis zu fünf Prozent des Unternehmensumsatzes oder 100 Mio. Euro. Solche Summen werden die Unternehmen zwingen, dem Thema Datenschutz mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Und da die EU ein großer Markt ist, wird ihre Gesetzgebung auch Unternehmen in Drittstaaten beeinflussen", so Datenschutzexperte Andreas Krisch  http://mksult.com 
Einigkeit über Status-quo
Laut Lee Rainie, Koautor der Studie und Direktor der Sparte Internet, Wissenschaft und Technologie des Pew Research Centers, ist sich ein Großteil der Experten einig, dass alle, die das Internet nutzen, in einer unvorhergesehener Art allgegenwärtiger Überwachung leben. Mittels Online-Interviews wurden weltweit Experten befragt, von denen rund 2.500 die acht Fragen des Pew Research Centers beantworteten.
Nur ein Teil der Befragten sieht die Möglichkeit, dass sich aufgrund der Beschneidungen der Privatsphäre im digitalen Zeitalter ein neues Modell des Schutzes von Privatsphäre entwickelt. Eine Mehrheit hält genau das für sehr unwahrscheinlich, unter anderem weil Unternehmen kaum Anreize hätten, den Status-quo wieder aufzugeben.
Grundrechte versus Ökonomie
"Persönliche Daten sind der Rohstoff der Wissensgesellschaft", zitiert die Studie Leah Lievrouw von der University of California, Los Angeles http://ucla.edu. Das Sammeln von Daten sei Herzstück der Unternehmensmodelle der erfolgreichsten Technologieunternehmen, zunehmend aber auch in klassischen Sparten. Krisch erinnert hier an gültiges Recht: "Eine Zustimmung zur Verarbeitung privater Daten ist nur gültig, wenn dem Zustimmenden auch klar ist, wie die Daten verarbeitet werden."
Auch das Prinzip der Freiwilligkeit der Preisgabe von Daten sei ein zentraler Punkt. Die Preisgabe von Daten erfolge oft nicht wirklich freiwillig - wenn etwa eine Versicherung nur leistbar wird, wenn persönliche Daten für eine niedrige Risiko-Einschätzung und eine dementsprechend niedrige Prämie bekannt gegeben werden müssen. "Hier wird das Versicherungsprinzip ausgeschaltet, das geht in eine falsche Richtung und die Politik wird auch hier langsam hellhörig."