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Mittwoch, 8. August 2012

Buchbesprechung: DAS VERLASSENE KIND von Dr. med. Daniel Dufour

Dr. med. Daniel Dufour
Das verlassene Kind
Gefühlsverletzungen aus der Kindheit erkennen und heilen
(Titel des frz. Originals: „La blessure d’abandon“)
Murnau, 1. Auflage Juni 2012
14,95 € (D), Broschur, 163 Seiten, Mankau Verlag


Viele Menschen haben Angst davor, sich irgendwann allein wiederzufinden – im Stich gelassen von ihren Lebenspartnern, ihrer Familie, ihren Freunden. Sie tun sich schwer, Bindungen aufzubauen, torpedieren bestehende Beziehungen und zeigen oftmals Symptome wie Beklemmungen, Panikattacken, körperliche Beschwerden, Alkoholprobleme usw.
In zahlreichen Fällen steht die übermächtige Angst vor dem Verlassenwerden in Zusammenhang mit frühkindlichen Erfahrungen: Oft wurde eine Person als Kind oder sogar schon als Säugling „verlassen“, fühlte sich im Stich gelassen, vernachlässigt, nicht geliebt – und in der Folge auch gar nicht mehr wert, geliebt zu werden.
Sich von solch tief sitzenden Wunden zu erholen, braucht Zeit und Hilfe. Daniel Dufour praktiziert die Abkehr vom EGO und seinen Zwängen und kehrt dazu das EGO um: So ist die „OGE“-Methode entstanden, die Betroffenen hilft, ihre unterdrückten Gefühle zu erkennen und auszuloten, sich mit dem inneren Selbst vertraut zu machen und körperlich wie mental zu heilen.
Mit Leben erfüllt wird diese Methode durch differenzierte Fallbeispiele, die für interessierte Laien und sogar Therapeuten ganz neue Denkansätze bieten.

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Die OGE-Methode nach Dr. Daniel Dufour

Dr. Dufour vertritt einen tiefenpsychologischen Ansatz, der das „Verlassensein“ (im Sinne von: sich nicht geliebt und nicht liebenswert fühlen) als Quelle schwerer körperlicher und seelischer Leiden ansieht. Die Heilung der Betroffenen nach der OGE-Methode vollzieht sich in drei Schritten:
1. Das „Ego“ bzw. die „Denke“ ausschalten, die uns von uns selbst, von unserer Gegenwart und unseren Emotionen abschneidet.
2. Die eigenen Emotionen erkennen, annehmen und ausleben (Trauer, Wut …).
3. Sich selbst wiedertreffen: Das von Geburt an vorhandene Wissen um den eigenen Wert wiederentdecken, sich wieder selbst lieben und liebenswert fühlen.

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Zum Autor
Dr. med. Daniel Dufour (geb. 1951) wirkte nach seinem Medizinstudium in Genf unter anderem als Chirurg in Entwicklungsländern und als Abgesandter und Koordinator für das Internationale Rote Kreuz in Kriegsgebieten. Seit 1988 leitet er die Vitamed-Klinik in Genf und vertritt in der Praxis einen ganzheitlichen Ansatz, demzufolge nicht die Symptome, sondern die tieferen Ursachen einer Krankheit behandelt werden. Dr. Dufour entwickelte 1997 die „OGE“-Methode und tritt als Ausbilder und Referent bei OGE-Seminaren in Europa und Kanada auf.


Interview mit Dr. med. Daniel Dufour, Entwickler der OGE-Methode


Das frühe Verlassenwerden gilt Ihnen als eine der häufigsten Ursachen für die seelischen Leiden Ihrer Patienten. Wie kam es zu dieser Erkenntnis?

Dr. Dufour: Meine Patienten bilden sich ihre Leiden nicht ein, diese sind wirklich körperlicher und/oder psychischer Natur. Tatsache ist, dass ich seit 27 Jahren als Allgemeinmediziner arbeite und in meiner Praxis Patienten behandele, die mit den verschiedensten Symptomen zu mir kommen. Das reicht von der wiederkehrenden Nasennebenhöhlenentzündung bis hin zu Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wenn ich mich dann mit diesen Patienten auf die Suche nach den Ursachen ihrer Probleme begebe, kehren wir oft zu einem Schlüsselerlebnis zurück, bei dem sie sich nicht erlaubt haben, ihre Emotionen, also ihre Trauer, ihre Wut oder ihre Freude, auszuleben. Schicht für Schicht, so wie beim Schälen einer Zwiebel, dringen wir dann zu der Wunde vor, die durch eine erste Erfahrung des Verlassenwerdens entstanden ist. Die Betroffenen sind sich dieser Wunde häufig nicht bewusst, und erst über den Versuch zu verstehen, was der Körper – als unser bester Freund! – uns mitteilen will, gelingt es ihnen, diese Wunde wahrzunehmen. Deshalb kann ich heute darüber sprechen und schreiben, wie häufig Menschen durch ein Verlassenwerden verletzt werden – was ich zu Beginn meiner Tätigkeit als Arzt überhaupt nicht erkannt habe.

Zu welchen Reaktionen führt die Verlassenheit bei den Betroffenen und wie kann der Arzt oder Therapeut erkennen, dass darin die Ursache für ihre Beschwerden liegt?

Dr. Dufour: Es gibt weder eine Symptomatologie noch Erkrankungen, die für die Verlassenheit spezifisch sind! Der einzige, der die Wunde erkennen kann, ist der Betroffene selbst. Ärzte und Therapeuten können in meinen Augen dem Betroffenen bei seiner Entdeckung nur zur Seite stehen, aber keine eindeutige Diagnose abgeben. Kommt es doch dazu, löst dieses Vorgehen bei dem Betroffenen meist nur einen Fluchtreflex oder die Leugnung seiner Verlassenheit aus. Tatsache ist nämlich, dass es einem Menschen sehr schwer fällt, sich einzugestehen, dass er verlassen wurde. Er schämt sich sehr dafür, so etwas erlebt zu haben, und fühlt sich obendrein selbst dafür verantwortlich. Bestimmte Verhaltensweisen im Sozialverhalten und Privatleben des Betroffenen bringen einen aber auf die richtige Spur: mangelndes Selbstwertgefühl, ein bestimmter, sich wiederholender Umgang mit dem Gefühlsleben, die Angst vor dem Alleinsein, die empfundene Leere beim Aufbruch nach einem Wochenende oder einem Urlaub, der Unwillen, sich auf eine Partnerschaft einzulassen, oder im Gegenteil das Bemühen, alles zu tun und hinzunehmen, um eine Beziehung aufrechtzuerhalten, die Weigerung, sich in Beziehungen oder in der Arbeit zu engagieren usw.

Auch die klassische Psychiatrie kennt den Begriff der „Verlassenheitsneurose“ und fasst darunter eine ganze Reihe von Symptomen zusammen. Was ist genau darunter zu verstehen und wo liegt der Unterschied zu Ihrem Ansatz?

Dr. Dufour: Als ich dieses Buch schrieb, war ich sehr erstaunt, wie wenige Untersuchungen und Studien es zum Thema des Verlassenwerdens gibt. Die Psychoanalyse hat – übrigens dank zweier Schweizer Psychoanalytiker – den Begriff der „Verlassenheitsneurose“ eingeführt, der aber sehr vage geblieben ist. In der Psychiatrie gibt es die ärgerliche Angewohnheit, das Leiden mit einer Neurose oder anderen psychischen Problemen in Verbindung zu bringen. So ist beispielsweise die Schüchternheit zu einem ernsten psychischen Problem geworden, das man als „soziale Phobie“ bezeichnet und das unbedingt von einem Psychiater begutachtet und vielleicht sogar mit Antidepressiva behandelt werden muss. Wer ist bitte schön „gelehrt“ genug, um darüber zu befinden, ob das Leiden eines Menschen normal oder unnormal ist? Natürlich die Leute, die von ihrem Wissen und ihrem Können überzeugt sind! Im Übrigen haben weder Psychoanalytiker noch Psychiater je vorgegeben, einem Betroffenen beizustehen, damit er „geheilt“ wird, sondern nur, damit er wieder „funktioniert“. Das entspricht nicht meiner Überzeugung, denn ein Betroffener soll schließlich nicht nur trotz oder mit seiner Wunde funktionieren; er ist sehr wohl fähig, nicht mehr zu leiden, sondern glücklich zu leben, sobald seine Wunde vernarbt ist. Das erklärt gleichzeitig, dass mein Ansatz ein anderer ist, weil die Absicht dahinter eine andere ist: Nicht mein Ansatz ist es, der einen Betroffenen heilt, sondern der Betroffene selbst, der unter meiner Begleitung den Missstand behebt.
    Aus diesen Gründen habe ich auch das Wort „Verlassenheit“ geprägt, mit dem ich sowohl das Gefühl des Verlassenseins, der Zurückweisung oder des Ausgeschlossenseins bezeichne als auch die zahlreichen, verschiedenen physischen und psychischen Probleme, die ein Betroffener deshalb empfindet. Dieser Begriff steht für das Leid desjenigen, der sich – ob nun zu Recht oder nicht – verlassen fühlt. Er enthält keinerlei moralische Wertung, er ist weder negativ noch positiv. Es handelt sich einfach um die Bezeichnung für ein Ganzes, das sehr komplex ist, und nimmt keinerlei Bezug auf die Norm (oder Normalität) eines Wesens.


Häufig ist die Erinnerung an die frühe Erfahrung des Verlassenwerdens den Betroffenen gar nicht mehr bewusst. Handelt es sich hier um eine Verdrängung als Schutzmechanismus?

Dr. Dufour: Meistens ist das ursprüngliche Trauma nicht mehr im Bewusstsein des Betroffenen. Wenn es jemandem mit Hilfe einer rationalen Analyse gelingt, ein Erlebnis oder eine Ursache auszumachen, stellt sich später heraus, dass diese gar nicht das ursprüngliche Trauma ist, wie ich in meinem Buch anhand mehrerer Beispiele darlege. Dieses „Vergessen“ ist eindeutig Teil eines Schutzmechanismus. Es ist nämlich sehr schwer auszuhalten, sich von den Personen im Stich gelassen zu fühlen, die einen Säugling oder ein kleines Kind eigentlich liebevoll umsorgen sollten. Um das durchzustehen, muss das Opfer dieser Taten sich etwas ausdenken, das es ihm erlaubt, auf Distanz zu seinen Emotionen zu gehen und sie in einer Welt auszuleben, die nicht diejenige ist, der er sich ausgesetzt sieht.

In Ihrem Buch wird die so genannte „Denke“ für das eigentliche Leiden unter der Verlassenheit verantwortlich gemacht. Was ist damit gemeint und welchen Sinn hat dieses „Schutzsystem“?

Dr.Dufour: Die „Denke“ ist klar definiert, und ich bitte Sie, diese Definition zu berücksichtigen, der zufolge sie uns von der Gegenwart abschneidet und uns folglich in die Zukunft mit ihrem Gefolge aus Ängsten, Furcht und Ruhelosigkeit katapultiert oder in die Vergangenheit, die voller Bedauern, Reue und Schuldgefühle ist, daran hindert, unsere Emotionen zu erkennen, zuzulassen und auszuleben, also unsere Freude, Trauer und Wut, und von unserem angeborenen Wissen trennt und von dem intuitiven und kreativen Menschen, der wir eigentlich sind.
Sie ist es auch, die uns Werturteilen und Zwängen unterwirft: „Man muss“ oder „Ich muss“. Die „Denke“ ist klar abzugrenzen von unserem Gehirn und seiner Fähigkeit, sich zu erinnern, Pläne zu machen und zu reflektieren. Die „Denke“ kann man auch als Ego bezeichnen, als „Krücke“ oder „Hamster“ (so nennt man sie gerne im französischsprachigen Kanada), gemeint ist immer der Schutzmechanismus, den ein Kind nutzt, um von seiner Trauer und seiner Wut abgeschnitten zu sein und so der Gegenwart zu entkommen. Aber diese „Denke“ ist es auch, die später das Leid hervorruft, denn sie lässt einen Menschen in seinen Ängsten und/oder Schuldgefühlen verharren und hindert ihn außerdem daran, die Emotionen, die durch ein Verlassenwerden ausgelöst wurden, zu erkennen, zu empfinden und auszuleben.


Das Verlassenwerden wird an einer Stelle des Buches sehr drastisch als „Mordversuch“ umschrieben. Setzt dies nicht einen Täter voraus, der diese Tat vorsätzlich begeht?

Dr. Dufour: Diese Aussage hat man mir bereits vorgehalten, aber ich stehe voll und ganz dazu. Was würden Sie denn zu einem Erwachsenen sagen, der die Verantwortung dafür auf sich nimmt, ein Kind in die Welt zu setzen, dann aber seinen Hunger und seinen Durst nicht stillt? Liebe ist die Nahrung, ohne die ein Kind nur mühsam überleben kann. Natürlich kann man es auch so sehen, dass die Menschen, die ihrem Kind keine Zuwendung geben, das ja nicht in der Absicht tun, ihm zu schaden. Wenn es ihnen nicht gelingt, ihr Kind zu lieben, dann nur, weil sie sich selbst nicht lieben. Aber dieses Argument sollte wenigstens die Opfer nicht daran hindern, wütend zu sein und diese Wut auch auszuleben. Mein Buch wurde ja weder für Pflegekräfte noch für diejenigen geschrieben, die dafür verantwortlich sind, ihr Kind nicht geliebt zu haben, sondern für die Menschen, die diesen Mangel an Liebe erdulden mussten – damit sie sich das Recht zugestehen, wütend auf diejenigen zu sein, die ihnen das angetan haben; damit sie endlich nicht mehr leiden müssen und gesunden können, also besser mit sich und den anderen zurechtkommen.

Entgegen analytischen und rationalen Therapiekonzepten, die auch durch Medikamente unterstützt werden, setzen Sie auf einen alternativen Ansatz, um die eigenen Emotionen zu erkennen, zu spüren und auszudrücken. Was ist das Besondere an dieser Methode?

Dr. Dufour: Mein Ansatz basiert auf dem Erkennen, Zulassen und Ausleben der eigenen Emotionen, hauptsächlich der Wut, nachdem man seine „Denke“ zum Schweigen gebracht hat, die ja, wenn sie aktiv ist, eben diese Emotionen blockiert. An dieser Stelle ist es wichtig zu betonen, dass man seine Emotionen nicht gegenüber oder vor anderen auslebt. Das macht man mit sich allein aus, um sich selbst etwas Gutes zu tun. Es hilft dem an Verlassenheit Leidenden, seine Wunde zu heilen, indem er alle Hintergründe versteht. Ziel ist es, nicht weiter damit leben zu müssen. Dieser Ansatz ist also ein praktischer, kein theoretischer. Er mag einfach erscheinen, ja sogar zu einfach und einseitig, aber erstens funktioniert er gut und bringt hervorragende Ergebnisse, und zweitens ist er gar nicht so leicht umzusetzen, denn unsere „Denke“ ist sehr stark ausgeprägt.

Die praktische Umsetzung dieses Konzepts wird in der OGE-Methode realisiert. Wie kann man sich das vorstellen und wie läuft eine Behandlung nach dieser Methode ab?

Dr. Dufour: Das Wort OGE ist ein Wortspiel, es ist die Umkehr des Wortes Ego, einer anderen Bezeichnung für die „Denke“. Es bedeutet, dass man zuerst einmal in der Gegenwart verhaftet sein muss, will man seine „Denke ausschalten“, um zu den eigenen Emotionen vorzudringen und den Menschen wiederzufinden, der wir sind. Dieser erste Pfeiler der Methode ist wesentlich, denn ohne ihn können wir mit unseren Emotionen nicht in Kontakt kommen. Der Ansatz ist für einen Betroffenen eine Hilfestellung, auf keinen Fall aber eine medizinische Behandlung im engeren Sinne. Man kann diese Methode auch unter klassischer therapeutischer Aufsicht umsetzen, solange die emotionale Seite berücksichtigt UND ausgelebt wird. Für die Umsetzung stehen aber auch so genannte OGE-Therapeuten zur Verfügung, die ich ausgebildet habe und die in den frankophonen Ländern arbeiten (leider noch nicht in den deutschsprachigen). Diese bieten Seminare und praktische Übungen an. Für weitere Informationen verweise ich auf die OGE-Internetseite (www.oge.biz).

                                                                                                                      (c) Mankau Verlag

Neu im Programm: Die Poeten-Hitparade - Juli 2012

Im Monat Juli 2012 haben sich Hobbydichter wie folgt platziert:






1) Felicitas Göbel: HAIKU
2) Harald Göbel (verstorben am 19.07.2012): KÜNSTLERSEELE
3) Felicitas Göbel: ALLEIN?

4) Viktoria Vonseelen: ZURÜCKGELASSEN
5) Viktoria Vonseelen: ABSCHIED
6) Stefan Vieregg: SOMMERTAG
7) Ute AnneMarie Schuster: DEINE JEANS

Dichterhain: DIE ZEIT von Karin Michaeli










Die Zeit

Wenn Du frierst – hab' keine Angst
Die Zeit legt über alles ihre Decke.
Du magst lieben, hoffen, planen,
Dich freuen auf morgen, wirst ahnen
nichts, aber auch nichts ist heute, wie
es morgen sein soll und gestern war.

Die Zeit ist das Luder, der Tod
Deiner Illusion – unsichtbar lauert sie
über deinen Bildern, die bunt und rot
Dich erwärmen in diesem Moment.
Was schenkt sie dir, wenn Du weinst?
Es kommt die Zeit, flüstert sie leise.

Ja, vielleicht ist sie auch weise,
die Nebelgestalt im Sonnenschein,
die neben Dir rennt wie ein Geist.
„Ich hab' keine Zeit“ magst du sagen -
aber sie ist da, streng, unerbittlich,
macht sie ihren Job ohne zu fragen.

(c) Karin Michaeli

Dienstag, 7. August 2012

Für Sie besucht: EINE ITALIENISCHE NACHT mit der Opera Polska im Schlösschen Limburgerhof


Die Chöre vor der Schlosskulisse
Gastgeberin + Dr. Kern

Marzena Diakun
Die weiblichen Solisten
(siehe Einzeldarstellungen unten)
Vor der bezaubernden Kulisse des für knapp 2 Mio renovierten Schlösschens im Park in Limburgerhof konnten die Besucher am 4. August 2012 eine Open-Air-Veranstaltung bei besten Temperaturen genießen: eine  „Italienische Nacht“ mit Ausschnitten und Arien der bekanntesten Opern des Italiens der vergangenen drei Jahrhunderte. Dargeboten von der Opera Polska aus Breslau sowie dem Chor des schlesischen Opernhauses traten international agierende Solisten und Tänzer vor einem beeindruckenden Großtransparent der Oper in Verona auf. Statt dem bekannten Stardirigenten Marek Tracz kam Marzena Diakun, eine routinierte junge Vertreterin, die bei Kurt Masur lernte, und das Orchester - den erkrankten Meister vertretend - einwandfrei durch den Abend führte. Der Einstieg mit der "Galopp-Ouvertüre" aus "Wilhelm Tell" war bereits ein überzeugendes Entree in den Abend. Die Moderation hatte Dr. Kern übernommen, nachdem der bekannte und beliebte SWR-Moderator Peter Jochen Degen im Mai verstorben war.
Monika Michaelisyn und
M. Wrzesien (Koty)

Die männlichen Solisten:
oben links, rechts Mitte und rechts unten -
Jaroslaw Zawartko, Bass,
Rest - Andrzej Kalinin, Tenor
Die weit über 700 Musikgenießer hörten vor dem klassizistischen ehemaligen Sitz der Gräfin Friederike Freifrau Waldner de Freundstein (de facto ein Lustschloss) Ausschnitte aus Rossinis "Wilhelm Tell", "Il Barbiere di Siviglia" und "Koty", Verdis "Il Trovatore", "Nabucco" (mit 29 Jahren komponioert), "La Forza del Destino", "Don Carlos", "La Traviata", "Rigoletto" und "Vespri Siciliani", Puccinis "Tosca", Montis "Csardas", Leoncavallos "Mattinata", Donizettis "L'elisire 'amore", Bellinis "Norma" sowie di Capuas "O sole mio". E. Curtis und J. Strauss in der Zugabe.

Raissa Tscheptscherenko - Sopran
Stargast des Abends war Raissa Tschptscherenko, eine beeindruckende Erscheinung mit ausgezeichnetem Sopran. Die Solisten waren außerdem eine sehr, sehr gute Monika Michaelisyn, ebenfalls Sopran, Andrzej Kalinin, Tenor, der am Anfang nur schwach wirkte, aber eine enorme Stärke aufbaute, leider im Rigoletto einen Stimmverlust hinnehmen musste, um gleich danach wieder voll da zu sein. Auch der Bass Jaroslaw Zawartko erschien im "Trovatore" noch zurückhaltend, im "Barbier
Monika Michaelisyn - Sopran

von Sevilla" jedoch ganz präsent. Highlights waren natürlich zum Ende hin stärker gruppiert, und so fesselten "O sole mio", "Merce dilette amiche..." (Vespri Siciliani), "La donna e mobile ..." (Rigoletto)  und "Brindisi" (La Traviata) ungleich stärker als das bereits sehr angenehme Voraus. Eine bunte Vielfalt von Kostümen, Accessoires und Requisiten lockten das Auge zu die Ohren verwöhnenden Klängen.

Die Rokoko-Kostümgruppe
Für die Gaumenfreuden im Rahmenprogramm sorgten unter anderem Amuse Gueules mit Garnelen zu sehr gut gekühltem trockenem italienischem Weißwein und vieles mehr. Wer Glück hatte stieß auf eine Laienkostümgruppe an einem Tisch an der Seite, die sich in Rokoko-Gewändern an einem üppig gedeckten Tisch amüsierten und einen Eindruck des höfischen Lebens um 1720 bis 1750 darboten. Dort gab es höfische Vielfalt an frischem Obst, feinsten Konditoreiwaren und Weinen, die mit Interessenten geteilt wurden. Die Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, die Epoche, ihre krassen sozialen Gegensätze, die Gepflogenheiten und Eigenwilligkeiten der Fürsten zu demonstrieren.

Wer sich für einen Auftritt der perfekt verkleideten Gruppe in einem festlichen Rahmen interessiert, kann

churfuerst-stefan@arcor.de kontakten.

Dichterhain: DER FABULIST 1 von Anner Griem



„Hätten Kängurus keine Schwänze, würden sie umfallen". (David Lewis)

(c) Anner Griem, Cannobio, Italy

Dieses Wochenende: INTERNATIONALE MEISTERSCHAFTEN DER STRASSENZAUBERER in St. Wendel / Saarland


Hinweis für Zauberer-Fans: Am 10. bis 12.08.2012 finden wieder die internationalen Meisterschaften der Straßenzauberer in St. Wendel im Saarland statt. Die ganze Innenstadt ist mit Bühnen und Veranstaltungsorten eingerichtet. Es werden ganz unterschiedliche Könner ihres Fachs erwartet. Ein Heidenspaß für Kinder und Erwachsene!

Montag, 6. August 2012

Phänomenale WASSERPHANTASIE (Musical in Eigenproduktion)in Neunkirchen / Saar









Super-Event in Neunkirchen / Saar, der neuen Musicalstadt seit einigen Jahren: Wasserphantasie - ein  Open-Air-Musical am Furpacher Weiher in Neunkirchen/Saar, am 10./11./14.08.2012, mit Picknick, Wasserspielen, Zauber und Superlight ... Produziert von der Neunkircher Aura Entertainment von Aino Laos und Elmar Ottenthal.
Jetzt noch letzte Karten sichern!

Im Vorprogramm ab 19 Uhr (Picknickzeit mit Mitbringen oder Dortkaufen) die Tanzskulpturen von Margarete Palz mit Kleidern aus Fotopapier zu Musik von Christof Thewes. Die eigentliche Reise ins Land der Fantasie beginnt gegen 21 Uhr.
Es wurde eigens eine künstliche Insel gebaut, die 700 kg schwer mit 300 kg Styropor verkleidet ist. Leider muss das Gelände seit Tagen bewacht werden, weil sich Diebe einstellten.

Für Sie besucht: Homburger Musiksommer 2012 mit den FLAMINGOS (Rock'n'Roll)

Letzten Freitag in Homburg/Saar eine weitere Ausgabe vom Musiksommer, der bereits seit Juni läuft und noch einige Veranstaltungen im August bietet. Die Veranstaltung ist bereits acht Jahre alt und wird sehr gut angenommen. Organisieren und planen tut sie ehrenamtlich Herr Schönborn, der bereits in hohem Alter ist.Das Tolle daran: Die Veranstaltungen sind kostenlos, und zwar Freitagabend ab 19 Uhr buntes Programm  (zumeist Jazz, Rock, Pop, Folk, Rock'n'Roll) auf dem alten Marktplatz, unweit des Bahnhofs, und Samstagmorgen um 11 Uhr Jazz-Frühschoppen auch auf diesem Platz. Mit den Flamingos traten 3 Stunden fetziger HillBilly, Rock'n Roll von Elvis Presley bis Chuck Berry auf, der den ganzen Abend Spaß machte.


Dichterhain: SO WEIT von Artem Zolotarov











So weit

So weit,
so weit trennt uns die Zeit
und jedes Stückchen Zweisamkeit -
mit dir allein.
Du bist nicht echt,
du bist nicht echt, nur Trug und Schein.

So weit,
so weit die Wege gehen,
werden wir uns wieder sehen,
Einsamkeit.
Mein rechter Platz,
mein rechter Platz ist stets bereit.

So weit,
so weit bleibt alles anders
und Liebe braucht keinen Anlass,
nur viel Zeit.
Verstehst du mich?
Verstehst du mich? Ich bin so weit.

(c) Artem Zolotarov

Sonntag, 5. August 2012

Freude bei allen Biertrinkern: Teste dich durch alle Sorten und Variationen ...in Opladen

 
26. Opladener Bierbörse®, 10.-13.08.2012 Leverkusen-Opladen, An der Schusterinsel

Niemand hätte im Jahr 1987 vermutet, dass sich aus einem kleinen Bierfest mit knapp 10 Ständen einmal die größte Bierbörse der Welt mit heute nunmehr 110 Imbiss- und Biergeschäften entwickelt.


Vier Tage lang werden wieder zehntausende Besucher auf das Wiesengelände an der Wupper strömen und über 1.000 verschiedene Biersorten probieren. Die verschiedensten Sorten und Variationen können hier in den zahlreichen Biergärten genossen oder als Flaschenbiere mit nach Hause genommen werden. Neben unseren einheimischen und bekannten Bieren sind auch gänzlich unbekannte und ausgefallene Biersorten vertreten. Somit ist von "A" wie Augustiner bis "Z" wie Zywiec für jeden Geschmack etwas dabei: Verschiedene bekannte Kölschbrauereien reihen sich zu belgischen Fruchtbieren, Klosterbieren, osteuropäischen oder bayrischen Bieren.


Wie gewohnt werden auch in diesem Jahr viele Highlights zur Begeisterung der Gäste beitragen. Neben dem "Haus der 131 Biere", welches mehrere hundert Sorten Flaschenbiere anbietet, sind auch wieder das Piratenschiff "Santa Maria" mit seinem Störtebeker-Bier, die böhmische Schwarzbierwiese und die mittelalterliche Fass-Taverne vertreten. Erstmalig sind schottische und britische Biere, das "Hirsch-Bier" aus dem Allgäu und das kroatische "Karlovacko" auf der Opladener Bierbörse vertreten. Neu mit dabei sind des Weiteren das "Emsland Bräu", die luxemburgische Diekirch-Brauerei und das niederländische "Jupiler" Passend zur diesjährigen Fußball-Europameisterschaft wird das "Fritz Walter-Bier" von der Bischoff Brauerei angeboten.
(Unsere 1.FCK-Fans werden aufjubeln!!)

Das viertägige Bühnenprogramm hat auch in diesem Jahr wieder einige Highlights zu bieten. Am Freitagabend tritt der beliebte "Pit Hupperten" auf und samstags rocken wie gewohnt die "Jukebox Heroes" die Bierbörse. Am Sonntagabend geht es zurück in die 80er Jahre, denn in seiner Live-Show "Ich will Spaß" präsentiert Markus die Topstars der Neuen Deutschen Welle: Frl. Menke und Hubert Kah! Abschließend und ganz traditionell zum 18. Mal verabschieden am Montagabend "Guildo Horn und die orthopädischen Strümpfe" die Gäste. Der Eintritt zur gesamten Veranstaltungsfläche ist an allen vier Tagen kostenfrei!

Die 26. Opladener Bierbörse ist täglich von 15 bis 24 Uhr geöffnet!


Weitere Informationen, das Bühnenprogramm und Fotos finden Sie auf der Internetseite
http://www.bierboerse.com.

DER GEDANKENSPIELER (06). Ein Fortsetzungsroman von Marco Meissner

Im Licht der untergehenden Sonne rannten kleine Vögel dem wegfließenden Wasser hinterher. Alexander saß im Sand und ließ seinen Blick über die Wogen des Meeres gleiten. Feiner Sand rann durch seine Finger. Sein Atem angepasst an das ewige Auf und Ab des Ozeans. Er genoss die Stille. Konnte den Blick kaum abwenden von den weiß gekrönten Wellen, die sich zärtlich an den Strand schoben. Weit war er nicht gekommen. Und doch fühlte er sich, als hätte er sein Ziel schön lang erreicht. Denn wenn es einen Ort in dieser Stadt gab, mit dem sein Innerstes bereitwillig eine Verbindung einging, dann hatte er ihn hier gefunden. Venice Beach.
Es gab noch so wahnsinnig viel, was er gerne von L.A. gesehen hätte. Doch er zweifelte nicht einen einzigen Augenblick daran, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, indem er den Tag heute hier verbracht hatte. Es ging eine geradezu magische Energie von diesem Fleckchen Erde aus, welche Alexander bis weit in die Nacht gefangen halten sollte. Nun saß er in einem kleinen Promenadenrestaurant und verlor sich im Blick auf die hinter Palmen im Meer versinkende Sonne. Die Tische waren gedeckt mit rot-weiß karierten Einwegdecken und auf jedem der fast ausschließlich besetzten Tische standen Senf, Ketchup, Salz und Pfeffer zum Verfeinern der dargebotenen einheimischen Speisen parat. Immer wieder schloss er die Augen und versuchte die Eindrücke des heutigen Tages zu verarbeiten.
Unmöglich.
Noch einmal schmeckte er die salzige Luft, die über der Bucht lag. Der Strand war fast menschenleer gewesen. Wieder hörte er, wie die Wellen an den Strand donnerten. Sah wie die Surfer sich in die Gischt warfen und auf dem Rücken der tosenden Wassermassen ihre Bahnen zogen. Er spürte wie sich seine Armhärchen bei dem Gedanken an das bitterkalte Pazifikwasser aufstellten. Dachte zurück an die kleine Delfinschule, die keine 10 Meter vor ihm durch Wasser geglitten war. Wieder erfasste in dieser wohlige Schauer, den er schon heute Mittag verspürt hatte, als die anderen Strandbesucher jedes Auftauchen einer Delfinfinne mit einem so unglaublich ehrlichem Begeisterungsruf quittiert hatten.
„Wie einfach doch die Welt manchmal sein kann!“, dachte er und nahm einen großen Schluck Rootbeer.
Sein Blick glitt über die Promenade. Blieb mal hier hängen und mal dort. Durch die ungemeine Anzahl von Eindrücken glich diese Sinnesaufnahme einem Musikvideo der Red Hot Chilli Peppers.
Er war alles andere als ein Alternativer. Für ihn stand immer wieder die Frage im Vordergrund, was andere von seinem Handeln denken würden. Doch hier fühlte er sich frei. Den ganzen Tag hatte er darüber nachgedacht, was ihn nur so an diesen Ort fesselte und er hatte nur eine Antwort erhalten. Es war eben dieses Gefühl der Freiheit, welches er immer wieder verspürte, wenn sie in seiner Nähe war. Auf eine kaum auszusprechende Art und Weise glich sie dieser Szenerie bis ins kleinste Detail. Wie wunderbar unkonventionell sie doch war. Für sie gab es keine Normen, an die man sich zu halten hatte. Und doch lag kein bisschen Rebellion in ihrem Handeln. Für sie zählte einzig und allein, ob sie ein gutes Gefühl bei dem hatte, was sie tat. Er bewunderte so viel an ihr.
„Wahrscheinlich ist das Lachen die größte Erfindung Gottes“, zitierte er innerlich Ephraim Kishon. Und wenn er damit Recht hatte, war sie Gottes größtes Geschenk an die Menschheit. Auch jetzt, wenn er nur daran dachte, verzogen sich seine Mundwinkel in die oberen Partien seines Gesichts. Er betete sie an für dieses Lachen. Es war nicht damenhaft, ähnelte in keinster Weise einem Filmlächeln à la Julia Roberts oder Audrey Hepburn. Und doch lag in seiner Ehrlichkeit so viel Ansteckungsgefahr, dass es Alexander immer wieder schwierig fiel dem standzuhalten.
Er bewunderte sie für ihre Art sich zu kleiden, eine Art, wie er es sonst nirgends gesehen hatte. So unvergleichbar schön in ihrer Eigenart. Es lag etwas Konservatives in dieser Art, und doch ging es so weit an eingestampften Fashiontrends und eingeprügeltem Markentextilchic vorbei. Er dachte zurück an den Tag, an dem die anderen Mitarbeiter sie für ihre extravagante Kopfbedeckung aufzogen. Es hatte ein einziger Blick gereicht, um ihr zu verstehen zu geben, dass er sie genauso wollte, wie sie sich gab.
„Du bist was ganz Besonderes“, hatte er zu ihr sagen wollen, „und das solltest du auch ruhig jedem zeigen.“
Doch jede einzelne Silbe wäre sinnlos gewesen an diesem Abend. Jedes weitere Wort hätte einen Moment zerstört, in dem Magie einen Augenblick formte, in dem Zeit nur noch ein relativer Begriff war und in dem ein einziger Augenaufschlag einer Ewigkeit glich.
Je länger er an sie dachte, umso mehr Wolken schoben sich vor den Horizont seiner Gedankenwelt. Er spürte wie die Dunkelheit ihn ergriff und ihn zu verschlucken drohte.
Ein beleibter Kerl stellte gerade sein Klavier vor das kleine Restaurant mit seinem buntgemischten Publikum. Sein fettiges Haar reichte ihm weit über die Schultern hinaus und man sah ihm an, dass er kein leichtes Leben hinter sich gebracht hatte. Beinahe grotesk wirkte das Schauspiel. Dieser Kerl hatte so wenig mit Klaviermusik zu tun wie Juppi Hesters mit den Bundesjugendspielen. Doch als er zu spielen begann, war es um Alexander geschehen. Flüchtige Melodien wehten durch den erfrischenden Abendwind. Zogen vorbei an all den Palmen, den Bodybuildern in ihrem Strandkäfig, vorbei an den flanierenden Touristen auf der Promenade, hielten kurz darauf Einzug in Alexanders Gehör und trafen ihn an der Stelle, an der er im Moment am meisten verwundbar war.
Sie sollte bei ihm sein. Genau in diesem Moment. Stundenlang würde er ihr einfach nur in ihre glasklaren Augen starren und die Welt umher vergessen. Getragen von dem Gefühl mit ihr alle Zeitalter der Welt wegschweigen zu können. Doch er war hier und sie unüberbrückbar weit entfernt. Alexander ließ den Blick auf den Tisch fallen. Vollkommen apathisch starrte er hinaus in die immer weiter voranziehende Nacht.
„Is it about a girl?“, waren die Worte, die ihn aus dem Zentrum seiner Melancholie zogen.
„Isn´t it always about a girl?“, antwortete er, vollkommen überrascht davon, wie klar dieses Bild seiner Worte sich in seinem Kopf widerspiegelte.

© Marco Meissner, Gladbeck
mmmarcomeissner@googlemail.com

Samstag, 4. August 2012

Fantasien zur Nacht: QUELLE DER LIEBE von Hannes M. Pum











Quelle der Liebe
von Hannes M. Pum


GELBE TEPPICHE, ZIEREN HÜGEL - OHNE QUAL.
NOCH NIE VERNOMMEN HAB´ ICH IHRE KLÄNGE.
BEHUTSAM STEIGT DER MISCHWALD IN DAS TAL.
SONNE ALLEIN KENNT DER ZEITEN ÜBERGÄNGE.

DER WEG ZUM ENDE - DURCHGEHEND SCHMAL.
ZUSAMMEN LIEST DER HIMMEL DEINE TRÄNEN.
BALD SIND SIE TEIL VON BLÜTEN, PHÄNOMENAL.
BRAUCHST DICH IHRER NICHT ZU SCHÄMEN.

IM WALD BEGRÜNDETEN SIE DEN FLUSS,
IN DEN EIN FISCHER SEINE ANGEL LENKT.
SALZIG SCHMECKT DEIN SÜSSER KUSS,
DER HINGEBUNGSVOLL MIR LIEBE SCHENKT.

DEINE ZUNGE NUN MEINEN REGEN ASS.
VERSCHMITZT LÄCHELT JENE FORELLE,
DIE DEN KÖDER PARTOUT NICHT FRASS.
MEIN SEIN BLEIBT DEINER LIEBE QUELLE.

© Hannes M. Pum
Er ist Autor und Regisseur an der Bühne St. Oswald, Theater für eine freie Gesellschaft, in Österreich. http://www.buehne-stoswald.at


Als Video und kurze Imaginationsreise, gesprochen vom Autor:

Dichterhain: ALLEIN? von Felicitas Göbel

(c) Florian Czech: Abendspaziergang



















Allein?

Allein
Frei unter blauem
Himmel

Gefangen
mit meinen grauen
Gedanken

Gefühlte Einsamkeit

 
Verbunden
mit dem süßlichen
Duft

 
bunter Feldblumen


lausche ich
der vielfältigen
Sprache

 
der mich umgebenden Natur

Summende Bienen
zirpende Grillen

 
Vogelgezwitscher
in unterschiedlichen Variationen

Blökende Schafe
raschelnde Baumkronen
flüsternde Windböen

Das Pulsieren des Blutes in meinen Adern

Die Sprache des Lebens
des Seins
im Hier und Jetzt


07.07.2012 (c) Felicitas Göbel



Freitag, 3. August 2012

Fantasien zur Nacht: DEINE JEANS von Ute AnneMarie Schuster

Deine Jeans
He, mein Schatz, darf ich was fragen?
Sag, was hast Du heut denn an?
Ist’s die Jeans mit den fünf Knöpfen
und dem kleinen Engel dran?

Oder trägst Du edles Schwarz,
Button und auch Reißverschluss?
Ganz egal, was dich bekleidet,
drinnen steckt ein Hochgenuss.

Keine Eile will ich haben,
widme mich zuerst dem Hemd.
Knöpfe Stück für Stück die kleinen
Knopferln, die die Brust beklemmt.

Knopf für Knopf und ganz, ganz langsam,
nehm ich mir die Jeans nun vor,
schau Dir tief in Deine Augen,
ach, da kommt der Schatz hervor.

Perlen voller Lust entstehen,
salzig süß und wunderbar,
küss Dich zärtlich von der Stirne,
blick in Dein Blau-Augenpaar.

Sag mir, wie kann das passieren,
hab noch an das weiße Kleid,
erlöse mich von edler Seide,
irgendwie drängt jetzt die Zeit.

Möchte Dich und nicht mehr warten,
oh, was hab ich angestellt,
alles wegen der fünf Knöpfe –
endlich auch mein Höschen fällt.

Hemmungslos und voller Freude,
schenken wir Glückseligkeit,
und nach stundenlanger Liebe
schmückt uns beide,  Jeans und Kleid.

(c) Ute AnneMarie Schuster, Weiz,  Austria.
Aus: "Zartlieblich will ich dich berühren", net-Verlag 2012

Dichterhain: ZURÜCKGELASSEN von Viktoria Vonseelen















zurückgelassen
alle fragen offen
nichts geklärt.
was kann ich tun?
ohnmächtig
stehe ich gegenüber
und schaue
wie du
dein leben lebst.
mein wunsch
liebe leben
zu mir
und anderen -
das kann nur
ich
und

niemand anderes.


(c) Frankfurt, 15.7.2012, Viktoria Vonseelen

Donnerstag, 2. August 2012

Neu als DVD/Blue-Ray: YOUNG ADULT MIT CHARLIZE THERON


Ein Film aus der Feder von Oscar®-Gewinnerin Diablo Cody und Regisseur Jason Reitman

YOUNG ADULT ist eine bittersüße, und mehr: eine unromantische und eher nicht lustige Komödie über die Realität des (verspäteten) Erwachsenwerdens. Die amerikanische Situationskomik paart sich mit der trockenen Charakterzeichnung zweier völlig gegensätzlich gebeutelter Typen, die einer großen Menge von Angepassten gegenüberstehen. Charlize Theron, 2012 nominiert für einen Golden Globe® als "Beste Schauspielerin in einer Komödie oder einem Musical", spielt Mavis Gary. Die einstige Ballkönigin und Autorin einer Bücherreihe für junge Erwachsene kehrt 37-jährig gefrustet, geschieden und gescheitert in ihre Heimatstadt zurück, um ihren mittlerweile verheirateten High School Freund Buddy Slace (Patrick Wilson, bekannt aus MORNING GLORY) zurückzuerobern.

 Mavis Garys Romane sind out, der Boom ist vorbei, der Erfolg schrumpft. Der letzte Roman aus der Serie dreht sich um das, was auch Mavis beschäftigt, Leben nach der High School, Etablieren oder nicht, Verlust der Kontakte von früher, Abnabelung vom Sozialisationsinstrument Schule, Familiengründung und Nachwuchs bekommen. Die Depression ist bereits wirksam, Whiskey in rauen Mengen soll der Heldin über die Klippen helfen. Sie trifft durch Zufall den Klassenkameraden Matt wieder, der das Schlimmste durchmachen musste: Er wurde mit Eisenstangen wegen angeblicher Homosexualität zum Krüppel geschlagen, und zwar von den Typen, den Mavis mittags noch auf der highschooleigenen Spielwiese einen "geblasen" hatte. Beide sind trinkwütig und ersäufen ihren Frust in Alkohol. Der Freund Matt gar mit einer Destillerie in der Garage, der Magnet für Mavis, die seit sie in der Stadt ist, ihre Aktionen mit dem Kippen zweier Gläser Whiskey beginnt. Alle Versuche Buddy aus seiner Ehe zu holen scheitern, großes Drama für Mavis, die sich hier den Kopf einrennt. Als Ersatz springt Matt ein, der seit seinem Überfall erhebliche Schwierigkeiten beim Sex hat. Mavis schenkt ihm eine postive Erfahrung und verlässt die Stadt wieder. Nette Story, aber preisträchtig?

Der Film vereinigt Regisseur Jason Reitman (UP IN THE AIR) erneut mit Drehbuchautorin Diablo Cody, deren Werk als "Bestes Original Drehbuch" von der Writers Guild of America und der Broadcast Film Critics Assocation nominiert wurde. In YOUNG ADULT ist auch Patton Oswalt (KING OF QUEENS) als ehemaliger Klassenkamerad von Mavis zu sehen: Die Rolle des Außenseiters brachte ihm Nominierungen als "Bester Nebendarsteller" von der Los Angeles, Chicago, Toronto und Broadcast Film Critics Association® ein.
Paramount Home Entertainment veröffentlichte am 26. Juli 2012 das Meisterwerk über die verzweifelte Reise einer Heldin zurück in ihre kleinstädtische Vergangenheit mit Bonus-Material, wie einem Kommentar von Regisseur Jason Reitmann (UP IN THE AIR) und nicht verwendeten Szenen.

Dichterhain: SOMMERTAG von Stefan Vieregg


Sommertag 
 
Den Kopf schwer und
leer vom Viel
Hitze brütet
genüsslich und lüstern
Rache aus
im Dickicht der
silbernen Blätter

Meine Gedanken taumeln
zu dir
verstolpern sich
im Wurzelwerk des Lebens

Heute ist Badetag
ein dritter (oder vierter?)
heißer Tag im Sommer
Welch Verschwendung!

Die Wärme sorgsam hüten
verstecken
in der Badetasche
heimlich mitnehmen
flüstert es mir im Kopf

Teilen mit dir
in wohliger Umarmung

Morgen die Trennung
Gewitter und Kälte

(c) Stefan Vieregg 

Mittwoch, 1. August 2012

Buchbesprechung: DU SOLLST NICHT HASSEN von Izzeldin Abuelaish

Izzeldin Abuelaish  
Du sollst nicht hassen
Meine Töchter starben, meine Hoffnung lebt weiter

Deutsche Erstausgabe
Ins Deutsche übertragen von Ingrid Exo
Original-Titel:  „l shall not hate: A Gaza Doctor's Journey"

Bergisch-Gladbach 2012, 249 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag,
16 Seiten Tafelteil mit 22 Abbildungen, 19,99 € (D), Lübbe Verlag
Auch als E-Book.


»Wenn meine Töchter die letzten Opfer wären, könnte ich ihren Tod akzeptieren«
Izzeldin Abuelaish

Israel und Palästina, Gazastreifen, PLO und Hamas - in aller Regel beginnt mit diesen Be­griffen die Berichterstattung über den Ausbruch oder die Beilegung der jüngsten kriegeri­schen Auseinandersetzung in einer der konfliktreichsten Regionen der Welt. Und wir, die wir daheim sicher vor unseren Fernsehgeräten sitzen, hören schon gar nicht mehr richtig hin. Jetzt hat das seit 60 Jahren währende Blutvergießen im Nahen Osten ein Gesicht und eine Stimme bekommen. DU SOLLST NICHT HASSEN ist die bestürzende und zugleich inspirie­rende Lebensgeschichte eines Vaters, der sein gesamtes Leben der Aufgabe gewidmet hat­te, ein Architekt der friedlichen Koexistenz Israels und Palästinas zu werden. Dann geschieht das Unfassbare: Fehlgeleitete Panzergranaten bombardieren sein Haus und töten seine drei Töchter. Die Realität holt den Idealismus ein, doch vernichtet sie ihn nicht. Sie verbündet sich mit ihm. Und Izzeldin Abuelaish wird zum Symbol eines Neubeginns.


Izzeldin Abuelaish ist Palästinenser. 1955 kommt er als ältestes von neun Kindern im Gaza-Flüchtlingslager von Jabaliya zur Welt. Er studiert Medizin und wird der erste palästinensi­sche Arzt aller Zeiten, der an einem israelischen Krankenhaus arbeiten darf. Zweimal wö­chentlich nimmt er die beschwerlichen Grenzgänge auf sich, und an den Wochenenden bringt er seine israelischen Freunde bei seinen palästinensischen Freunden in Gaza unter - sein persönlicher Beitrag zur Völkerverständigung, die auf großer Ebene bisher kläglich ge­scheitert ist, wie die geschichtlichen Daten leider nur allzu deutlich beweisen: 1956 Sinai-Krieg, 1967 Sechs-Tage-Krieg, 1973/74 Jom-Kippur-Krieg, 1987 Erste Intefada, 2000 Zweite Intefada. Und dann kommt die "0peration gegossenes Blei".
Zu diesem Zeitpunkt ist Izzeldin Abuelaish bereits lange ein Begriff im Nahen Osten. Er hat in Kairo, London, Mailand, Brüssel und Harvard studiert und für die Weltgesundheitsorgani­sation in Afghanistan gearbeitet.

Er lebt mit seinen Kindern in Gaza und gehört zum wissenschaftlichen Team des Gertner-Instituts am Sheba-Hospital in Tel Aviv. Er versteht sich als Botschafter des Friedens und ist fest davon überzeugt, als Mediziner in der nahezu einmaligen Position zu sein, Brücken zwi­schen den Menschen bauen zu können. Trotzdem ist er nicht naiv. Die "0peration gegossenes Blei" ist die Antwort Israels auf jahrelangen Beschuss israelischer Städte durch militante Mitglieder der Hamas aus dem Gazastreifen. Als am 27. Dezember 2008 die ersten Bomben auf Gaza fallen, beginnt Izzeldin Abuelaish, den israelischen Medien regelmäßig Telefoninterviews zu geben, um der israelischen Bevölkerung einen realistischen Einblick in ihre großangelegte Militäroffensive zu verschaffen. Und so erlebt Tel Aviv live, wie zwei fehl­geleitete israelische Panzergranaten am 16. Januar 2009 dem Leben dreier unschuldiger Kinder auf grausame Weise ein Ende machen: Bessan, Mayar und Aya Abuelaish.

Ihr Vater hätte an seinem Schicksal verzweifeln oder zu weiterem sinnlosen Blutvergießen aufrufen können. Stattdessen hat Izzeldin Abuelaish seine persönliche Tragödie zum Anlass genommen, konstruktive Aufklärungsarbeit zu leisten. Das Ergebnis ist DU SOLLST NICHT HASSEN, eines der wichtigsten Bücher, die je zum Thema Nahostkonflikt geschrieben wur­den. Es vermittelt dem Leser ein authentisches und deshalb umso erschütternderes Bild der Lebensumstände im Gazastreifen, die durch Abriegelung von der Außenwelt und Belagerung durch die Besatzungsmacht von unsäglicher Armut und völliger Hilf- und Ausweglosigkeit geprägt sind, was zu Aufruhr und Extremismus führt, die wiederum weitere Verschlechterun­gen der Lebensbedingungen nach sich ziehen.
Der Autor schildert eindringlich den Teufelskreis aus Gewalt und Vergeltung, zeigt die Ursachen für den seit Jahrzehnten brodelnden Hass auf und liefert Lö­sungsmöglichkeiten, deren Umsetzung nicht von regionaler oder internationaler Politik ab­hängt, sondern von der Willigkeit jedes Einzelnen, nicht länger Pauschalurteile zu fällen, sondern den einzelnen Menschen zu sehen - den einzelnen Israeli, den einzelnen Palästi­nenser -, in all seiner menschlichen Würde, die Respekt und Toleranz verdient.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt lebt Izzeldin Abuelaish in Kanada, wo er an der Universität von Toronto einen Lehrstuhl innehat. Zu Ehren und im Gedenken an seine Töchter hat er die Stiftung daughters for life ins Leben gerufen (www.daugthersforlife.com), die Mädchen und Frauen im Nahen Osten mit Gesundheits- und Bildungsprogrammen den Rücken stär­ken soll. Er wurde mit dem Stavros Niarchos Prize for Survivorship und mit dem Mahatma Gandhi Peace Award of Canada ausgezeichnet und nominiert für den Sakharov Human Rights Prize sowie für den Friedensnobelpreis. Mit DU SOLLST NICHT HASSEN ist dem Autor ein internationaler Bucherfolg gelungen, der Vergebung und Versöhnung als vorgeleb­ten Weg aufzeichnet, nachhaltigen Frieden im Heiligen „Geschundenen" Land zu erzielen.


Dichterhain. 1. AUGUST von Birgit Heid

Frau am Meer, unbekannt














Sandstrand mit Steinen,
perlendes Wellenkleid füllt
nahtlos die Nacktheit.

(c)
Birgit Heid
An jedem Tag ein Haiku.
Kleine Atempausen
Norderstedt 2011

Dienstag, 31. Juli 2012

Buchbesprechung: Das neue GOETHE-JAHRBUCH (2011)

Goethe-Jahrbuch 2011
Hg. von Jochen Golz, Albert Meier und Edith Zehm Goethe-Jahrbuch
(Im Auftrag des Vorstands der Goethe-Gesellschaft)
Göttingen 2012, Bd. 128, 2011, 512 S., 39 Abb.,
brosch., 29,95 € (D), Wallstein Verlag
 

Das Goethe-Jahrbuch 2011 versammelt die Vorträge der Konferenz »Goethe und die Künste«, die im Juni 2011 ca. 600 Goethefreunde aus 20 Ländern in Weimar zusammengeführt hat. Es enthält zudem Abhandlungen und Miszellen zu Goethes Leben und Werk.
Veröffentlicht werden auch die Essays der Preisträger des 3. internationalen Essay-Wett­bewerbs der Goethe-Gesellschaft. Ein umfangreicher Rezensionsteil zu wichtigen Neuer­scheinungen sowie Berichte über das Wirken der Goethe-Gesellschaft im In- und Ausland ergänzen den Band.


Aus dem Inhalt:
  • Ernst Osterkamp
    Das letzte Jahr. Die Künste im Leben eines Mannes, der den Tod nicht statuierte
  • Lucia Ruprecht
    Werthers Walzer: Tanz als kulturelle Kodierung von Liebe und Intimität
  • Tina Hartmann
    Von »Erwin und Elmire« zum »Faust«-Libretto – warum Goethe ein Leben lang Opern schrieb
  • Dieter Martin
    »Genien« im »Gedränge«. Die »Wilhelm Meister«-Lieder und ihre Komponisten
  • Helmut Schanze
    »man möchte sich fürchten, das Haus fiele ein«. Goethe und die ›absolute‹ Musik
  • Sabine Schneider
    »ein strenger Umriß« – Prägnanz als Leitidee von Goethes Formdenken im Kontext der Weimarer Kunsttheorie
  • Johannes Grave
    Illusion und Bildbewusstsein. Überraschende Konvergenzen zwischen Goethe und Caspar David Friedrich
  • Werner Busch
    Goethe und Neureuther. Die Arabeske: Ornament oder Reflexionsmedium?
  • Susanne Muller-Wolff
    »von der Kunst zur Natur, von der Natur zur Kunst zurück«. Goethe als Gartenkünstler und Kritiker der Gartenkunst
  • Sabine Doering »so fand ich ihn«. Goethe und Hölderlin – Stationen einer komplizierten Begegnung
  • Mathias Mayer
    Warum eigentlich »Thule«? Goethes Ballade »Der König in Thule« als Ausnahme
  • Rudiger Nutt-Kofoth
    Erzähltes Leben zwischen Überlieferung und Konstruktion. Goethes »Hackert«-Biographie und das Problem des ›congruenten Ganzen‹
  • Gabrielle Bersier
    Kulturbruch und transkulturelles Einvernehmen: Goethes deutscher Brief an Madame de Staël in Dresden
  • Gerhard R. Kaiser
    Mme de Staëls »De l’Allemagne« und Goethes Überlegungen zur ›Weltliteratur‹
  • Ivo Schneider
    Goethe als Vorbild für die Einstellung deutscher Bildungsbürger zur Mathematik?
  • Jochen Golz
    Ein ›Selbstdenker‹ im unklassischen Weimar. Aus Anlass von Eberhard Haufes »Schriften zur deutschen Literatur«
  • Herbert Muller, Dieter Herrig
    Goethes Hexen-Einmaleins – ein neuer Erklärungsansatz
  • Sabine Schafer
    Alexander Palmer alias Blankenstein – auf der Spur eines Hochstaplers

Dichterhain: HAIKU von Felicitas Göbel

(c) Florian Czech, Fließende Wasser, www.flowflo.blogspot.com


Fließendes Wasser
In ständiger Bewegung
Lauf der Ewigkeit

© Felicitas Göbel

Gründerin und 1. Vorsitzende vom Verein
"Lesen & Kultur für alle e.V.", Münster in Hessen,
www.fundament-lesen.de