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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Dichterhain, Bände 5 bis 8

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Donnerstag, 27. Juni 2013

Schill-out in Mannheim: LOADED UND DJ SPY (Musik)

17. Internationale Schillertage

27. Juni    I    22:30 Uhr     I     Nationaltheater,  Unteres Foyer

SCHILL-OUT
LOADED UND DJ SPY

LOADED
(STREETPUNK)

Songs inspiriert vom Feuer von The Clash gepaart mit der Energie von The Specials, den Hooks von AC / DC und der Trinkfestigkeit von The Pogues, kombinieren LOADED mit sing-along Refrains von klassischem Punk und Oi!, dem schweißtreibenden Groove des Ska und ungebändigtem Punch des Rock ’n’ Roll mit cleveren sozialkritische Texten zu einem Sound, den man heutzutage nicht mehr oft hört.

www.facebook.com/loaded68


DJ SPY
(ROCKABILLY)

Seit elf Jahren weltweit erfolgreich in Sachen Rock ’n’ Roll unterwegs und auch 2013 wieder bei den Schill-Outs mit dabei: DJ SPY hat seinen Plattenkoffer reichlich mit heißesten Scheiben bestückt. Das Publikum kann sich auf eine Mischung aus R&B und wildem, obskurem Rockabilly freuen! Außerdem mit im musikalischen Gepäck: Genrenahe Musikstile von den Anfängen bis hin zur Neuzeit.

www.spyrocknroll.de

Heute Abend in Mannheim: UTOPIE STATION: ALLE MENSCHEN WERDEN GESCHWISTER


17. Internationale Schillertage

27. Juni    I    19:30 Uhr     I     Nationaltheater,  Lobby Werkhaus


UTOPIE STATION: ALLE MENSCHEN WERDEN GESCHWISTER
NEUE GESELLSCHAFTSMODELLE VOM UNIVERSALISMUS BIS ZUM POSTNATIONALEN

Schillers Generation träumte von einer Weltgesellschaft unter europäischen Vorzeichen. Die BRD von einer Europagesellschaft unter deutschen Vorzeichen. Doch weder das eine noch das andere hat sich eingelöst. Die Gesellschaftsmodelle und Identitäten der Zukunft wachsen vielmehr an den Rändern und in den Zwischenräumen der alten Systeme: Postethnische Identitäten, postnationale Mächte, Genossenschaften und Mikronationen. Noch nie wurde um die Idee der Gemeinschaft so heftig und kreativ gestritten wie heute. Wie soll unser Zusammenleben in Zukunft aussehen? Und was hat uns der Schillersche Universalismus heute noch zu sagen? Im Rahmen der 17. Internationalen Schillertage geht der philosophisch politische Salon des Nationaltheater Mannheim auf die Suche nach den Spuren Friedrich Schillers in der Gegenwart und Zukunft.

Diesmal mit folgenden Gästen: Der Soziologe und Dekan der Sozialwissenschaften der Goethe Universität in Frankfurt am Main SIGHARD NECKEL beschäftigt sich mit Fragen der Anerkennung und Gerechtigkeit in modernen Gesellschaften. Dabei hat er immer wieder den Zusammenhang zwischen Ökonomie und sozialem Zusammenhalt untersucht und auf die psychischen und sozialen Folgen von ökonomischer Ungleichheit hingewiesen.

ANNA BARBARA DELL ist Sprecherin der Mannheimer »save me«-Kampagne, die sich erfolgreich für die Aufnahme von Flüchtlingen im Rahmen des UNHCR Resettlementprogramms einsetzt.

ANDREAS ALTENHOF gehört zum Leitungsteam der Neuköllner Oper in Berlin. Der Berliner Stadtteil Neukölln wurde in den Medien immer wieder als Horrorvision einer angeblich fehlgeleiteten Migrationspolitik inszeniert, nicht zuletzt dank seines medientauglichen Bezirksbürgermeisters. In diesem postmigrantischen Umfeld macht die Neuköllner Oper seit Jahren ebenso humor- wie niveauvolles Musiktheater, das die Bewohner des Stadtteils in vielfacher Weise einbindet und gleichzeitig weit über die Stadtgrenzen hinaus wahrgenommen wird.

Eine Veranstaltungsreihe des Nationaltheaters Mannheim in Kooperation mit dem Ernst-Bloch-Zentrum Ludwigshafen und der Heinrich-Böll-Stiftung (Bundesstiftung und Landesstiftung Baden-Württemberg)
MODERATION Adrienne Goehler | MUSIK Oliver Augst
ES DISKUTIEREN Sighard Neckel, Anna Barbara Dell, Andreas Altenhof und andere


Heute Abend in Mannheim: AGORAPHOBIA (NL)


17. Internationale Schillertage



27. + 28. Juni 2013    I     18 Uhr    I      Nationaltheater Mannheim, ORT wird an der Theaterkasse mitgeteilt.

OMSK / LOTTE VAN DEN BERG (NL)
AGORAPHOBIA

Wie sorgen wir für einander? In Agoraphobia begegnen wir einem Mann, der auf einem öffentlichen Platz laut mit sich selbst spricht. Es könnte ein Verrückter sein. Mit unseren Mobiltelefonen hören wir ihm aus der sicheren Distanz heraus zu. Bis er sich direkt an uns wendet und uns auffordert, zusammenzukommen. Lotte van den Bergs Telefon-Performance thematisiert die zunehmende Verunsicherung des öffentlichen Raums und wie wir medial auf sie reagieren. Dabei kommt die Aufführung ohne Kulissen, Scheinwerfer oder Zuschauerraum aus. Ihr Mobiltelefon ist die Eintrittskarte, die Stadt selbst die Bühne. Agoraphobia ist ein Spiel mit unserer privaten Unsicherheitszone und der Sehnsucht nach Nähe und Gemeinschaft.

LOTTE VAN DEN BERG gehört zu den international erfolgreichsten niederländischen Regisseuren ihrer Generation. Ihre minimalistischen Arbeiten finden oft im Freien statt und thematisieren soziale Fragen wie gegenseitige Verantwortung und Einsamkeit. Agoraphobia entstand im Sommer 2012 und wurde erfolgreich in den Niederlanden sowie auf dem Times Square in New York aufgeführt. Nach Aufführungen in München kommt die Inszenierung in einer deutschsprachigen Fassung nach Mannheim.

Eine Produktion von OMSK, koproduziert von Münchner Kammerspiele, Noord Nederlands Toneel, unterstützt von Arkadin.

REGIE Lotte van den Berg | TEXT Rob de Graaf | SPIEL Hans Kremer | TECHNIK & MEDIA Willem Weemhoff PRODUKTIONSLEITUNG Antwan Cornelissen | ÜBERSETZUNG Eva M. Pieper, Alexandra Schmiedebach | ADMINISTRATIVE UNTERSTÜTZUNG Anke Wirken 

Heute Abend in Mannheim: SCHMEISS DEIN EGO WEG! (Kino)


17. Internationale Schillertage

27. Juni 2013    I    19:30 Uhr    I     Mannheim, Cinema Quadrat

SCHMEISS DEIN EGO WEG!
ALLES WAS WIR GEBEN MUSSTEN

EINE FILMREIHE ÜBER ALTERNATIVE GESELLSCHAFTEN UND GESELLSCHAFTLICHE ALTERNATIVEN.

Kathy, Tommy und Ruth wachsen in Hailsham, einem Internat in England, auf. Die Kinder werden hier für ihr späteres Leben angeleitet, allerdings erfahren die Schüler schon frühzeitig, dass sie anders sind als die anderen, draußen. Die Lehrer heißen hier Aufseher, und dass sich die Kinder gut ernähren sollen, hat nur einen Grund: Als Klone sind sie dazu bestimmt ihre Organe zu spenden …

Eine Kooperation von Nationaltheater Mannheim und Cinema Quadrat

GBR / USA 2010. R: Mark Romanek. 103 Min. DF

KARTEN Vorverkauf telefonisch unter +49 (0)621 2 12 42

www.cinemaquadrat.de


Heute Abend in Ludwigshafen: WOZZECK. Oper von Alban Berg


Do, 27.6.2013    I    19.30 Uhr    I    Theater im Pfalzbau, THEATERSAAL


Wozzeck

Oper von Alban Berg
Text vom Komponisten
nach Georg Büchners Dramenfragment Woyzeck

Musikalische Leitung: Uwe Sandner
Inszenierung: Urs Häberli
Bühne: Thomas Dörfler
Kostüme: Gérard Ziegler
Chor: Ulrich Nolte
Pfalztheater Kaiserslautern
Preise: 44 Euro 37 Euro 30 Euro 23 Euro


Der einfache Soldat Wozzeck hat mit Marie ein uneheliches Kind. Obwohl er alles tut, um Frau und Kind zu versorgen, wird Wozzeck wegen seiner angeblichen Unmoral angefeindet. Um seinen Sold aufzubessern, rasiert er seinen Hauptmann und stellt sich dem Doktor für zweifelhafte medizinische Experimente zur Verfügung. Von den Umständen wird Wozzeck in immer stärkere Wahnvorstellungen getrieben. Marie fürchtet sich zunehmend vor ihm und flüchtet sich in die Arme des attraktiven Tambourmajors. Als Wozzeck die beiden miteinander tanzen sieht, besiegelt sich Maries Schicksal, aber auch sein Untergang ist vorgezeichnet.
Alban Berg, der Georg Büchners Dramenfragment selbst für seine Vertonung einrichtete und dramaturgisch verdichtete, führt mit Wozzeck in eine Welt, in der Armut das Handeln bestimmt und Moral nur einen Abwehrreflex der »besseren Leute« darstellt. Ohne jeden Zweifel ist Wozzeck – 1925 in Berlin uraufgeführt – ein Schlüsselwerk des 20. Jahrhunderts, das in seinem Appell an die Menschlichkeit eine zeitlose Eindringlichkeit besitzt. Der Komponist erhob in seiner dreiaktigen Oper die Formen der absoluten Instrumentalmusik zum Gestaltungsprinzip und überschritt die Grenzen der tradierten Tonalität, jedoch ohne dass das klangliche Ergebnis kühl konstruiert erschiene. Im Gegenteil, Berg ist bei seiner ersten Opernkomposition ein packendes Musikdrama (durchaus auch im Wagner’schen Sinne) gelungen.
Alban Berg
Mit Alban Bergs Wozzeck – vielfach als erste wirklich moderne Oper der Musikgeschichte angesehen – startet das Pfalztheater eine neue Reihe mit zentralen Werken des 20. und 21. Jahrhunderts.

















Wie war's bei MAGIFIQUE von Malandain Ballett Biarritz in Ludwigshafen?





Magifique, ein ganz formidables Tanzstück des Malandain Balletts Biarritz, ist ein schönes, ansprechendes und unterhaltsames "Potpourri" durch die Ballettmusikwelt Tschaikowskys Ende des 19. Jahrhunderts. Der Nussknacker (und nur er stammt aus der Feder des Komponisten), Dornröschen und Schwanensee (sie waren lediglich von Tschaikowsky geplant, wurden aber erst nach seinem Tod fremderstellt) sind vielgespielte Orchestersuiten und regelrechte Ballettklassiker. Thierry Malandain hat als Chef der Tanzcompagnie und Choreograf ein Geschehen zwischen Mystik und Walzerstimmung gezaubert, ganz so, wie die Verschmelzung der beiden franz. Wörter "magnifique" und "magie" zu "Magifique" den Besucher es vermuten ließ - alles der Magie des Tanzes zu den Tschaikowsky-Suiten verpflichtet. Der klassische Handlungsablauf blieb außen vor, statt dessen kreierte Malandain einen Ablauf, der vom Zuschauer selbst mit Inhalt gefüllt werden kann. Insofern ist Magifique eine Herausforderung für die Fantasie und ein Spiegel der Wahrnehmungen. Im Theater im Pfalzbau, Ludwigshafen am Rhein, war das Stück am 21. und 22.06.2013 zu sehen.
  
Foto: Malandain
Zu geheimnisvoller elektronischer Musik entwickelt sich aus einem verspiegelten Kubus, dessen einzelne Teile im Laufe des 70-minütigen Stückes als Kulissen oder Hindernisse, Podeste oder Schutzwälle dienen, das Ensemble-Geschehen zur Originalmusik, gespielt von der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, vor 100 Jahren in Landau i.d. Pfalz gegründet. Die Kostüme von Véronique Murat fallen dabei besonders auf. Sie betonen die Körperformen und wirken teilweise wie Tattooschmuck, teilweise wie reich verzierte Anzüge. Das Ensemble marschiert nach der Eröffnung des Spiels durch die Öffnung des Spiegels wie eine kleine Paradeeinheit ein und fällt wie Dominosteine um. Der Würfel wird zuvor von einem Paar umtanzt, das Verstecken zu spielen scheint. Ein Männerpaar zeigt im Duett Variationen von Nähe und Zuneigung. Ein Hetero-Paar hat große Probleme sich anzunähern, der Mann schafft es dennoch und küsst sie. Man denkt an ein Paar, das nicht zusammenfinden darf. Es gesellt sich ein Rivale dazu, alles dreht sich um eine Frau, der Rivale spiegelt den anderen, zeigt die Unterwerfung einer gefangenen und gefesselten Frau. Ensembletänze von bis zu 8 Paaren in der Spiegelwelt unterbrechen, lockern auf, schwarze Elfen sind die Monteure und Arrangeure der Kulissen (Bühnenbild: Alain Cazaux), verändern das Geschehen. Mal ist der küssende Mann ausgeschlossen, mal der Rivale. Letzterer wird plötzlich verfolgt und kommt erst in den Genuss von Integration, nachdem er Gegenwehr zeigt. Malandain setzt übrigens Schreie und Mitsingen (lustiges Lalala) ein, um seinen Figuren weiteres Leben zu verleihen. Es folgen chaplineske Phasen mit 4 harlekinähnlichen Tänzern, die das Soldateske mit militärischem Gruß persiflieren. Zum Ende hin kommen vermehrt lustige Tänze, die Geküsste hat einen weiteren Mann erobert, das Finale pathetisch schreitend, das Männerduett zum dritten Mal Nähe zelebrierend und Rückkehr in den Spiegelwürfel - nur der Rivale darf nicht rein. Die Liebenden vom Beginn sind vereint in Sicherheit (?). 

Wunderbar leicht von der Hand (und den Füßen) ging dem Ensemble die komplexe Bewegungsfolge, der ästhetische Tanz und das spielerische Geturtel der Paare. Die Zuschauer waren sehr begeistert und spendeten stehende Ovationen und Jubel für die Tänzer aus Frankreich ... 

Foto: Malandain











Das erwartet Sie beim 1. Poetenfest in der Kulturscheune Bachstelznest, Queichhambach

20 Autoren lesen beim 1. Pfälzer Poetenfest in der Kulturscheune - klein, aber fein im Pfälzer Wald


Im 30. Jubiläumsjahr des Bachstelz-Verlages laden Helmut Seebach (Bachstelz-Verlag, Mainz, der auch den ersten LITERAMAT, Literatur aus dem Automat, auf den Markt brachte) und die Lyrikerin Birgit Heid (Landau-Godramstein, Porträt siehe viereggtext) das Publikum am Samstag, 29. Juni, ab 14 Uhr in die "Kulturscheune im Bachstelznest" in 76855 Annweiler-Queichhambach, Queichtalstraße 25 ein.


Neben den Verköstigungsfreuden für den Gaumen und Magen werden Geist und Seele durch folgendes Leseprogramm ab 14 bis ca. 21 Uhr dem Wohlbefinden zugeführt - im Anschluss sorgt Musik von Blue Line Three (Otto - Bass, Harp, Voc.; Wolfgang - Guitar, Voc.; Jürgen - Drums, Voc.; Michael - Harp) für den Ausklang:
  • Das Programm:
    14.00 Begrüßung durch Helmut Seebach und Birgit Heid
    14.15 Reiner Kranz (Bad Schönborn): zärtliche Gedichte über Mensch und Natur
    14.30 Christiane Kluge (Bad Schönborn): Vermischte Gedichte
    14.45 Birgit Burkey (Ramstein): Alltags- und Liebeslyrik (ERKRANKT)
    15.00 Pause
    15.15 Monika Böss (Mörsfeld): Erzählung über die Idylle und ihr Ende (ERKRANKT. EINGESPRUNGEN ist zweimal Felicitas Göbel mit eigenen Gedichten/Haiku und Gedichten ihres Bruders Harald)
    15.45 Birgit Heid liest Dr. Rainer Kohlmayer (Lauterbourg): Schnakengedichte
    16.00 Pause
    16.15 Bernd Pol (Worms) und Kerstin Seidel (Hamburg): Gedichte über die Liebe
    16.45 Manfred Dechert (Ludwigshafen): Hintersinnige Mundartgespräche
    17.00 Pause
    17.15 Renate und Klaus Demuth (Kaiserslautern): Mundart und Hochdeutschgedichte (Renate Demuth) sowie Jazzstücke (Klaus Demuth)
    17.45 Inge Wrobel (Pforzheim): Satire über das Schreiben
    18.00 Pause
    18.15 Knut Busch (Neunkirchen/Saar): Aus Pfälzer Kolumnen
    18.30 Diana Ecker (Bad Dürkheim): Auszug aus einer Revolutionserzählung
    19.00 Pause
    19.15 Wolfgang Allinger (Herxheim): Gedichte mit Augenzwinkern
    19.30 Wolfgang Ohler (Zweibrücken): Lyrik zu irischem Bier und irischem Whiskey
    19.45 Peter Reuter (Kapellen): Kurzprosa und Kurzgedichte
    20.00 Pause
    20.15 Alex Geiger and poetryfriends (Landau): Poetry

    21.00 Bluesmusik von Blue Line Three

Dichterhain: I must go in, for the fog is rising / Vergessen von Artem Zolotarov

(c) Silke


I must go in, for the fog is rising / Vergessen


Wie wunderbar Vergessen ist,
wie weich sind seine Kanten.
Wie Samt die Kissen, engelsweich.
Der Nebel ohne Schranken.

Vergessen misst uns Hoffnung bei,
es weiß den Schmerz zu lindern.
Wer blind sein will, hat hier sein Heim.
Sieht seine Ängste schwinden.

Oh ich vergesse, werde froh
werd wieder Kind im Geiste.
Ich erlebe nur noch so.
Vergesse, lache leise.


(c) Artem Zolotarov

Mittwoch, 26. Juni 2013

Gute-Nacht-Rock: GONNA MAKE MY OWN MONEY von Deap Vally



DEAP VALLY

Schill-out bei den Schillertagen Mannheim: THE BIANCA STORY UND DJ MISCHA K.

17. Internationale Schillertage




26. Juni 2013    I    22:30 Uhr    I    Nationaltheater Mannheim, Unteres Foyer
(Eintritt frei) 

SCHILL-OUT
THE BIANCA STORY UND DJ MISCHA K.
(ART POP)

The bianca Story sind weit mehr als eine reguläre Band. Sie sind ein kreatives Kollektiv, dessen Mitglieder auch in Performance-, Installations- und Multimedia-Kreisen zu Hause sind. Ihre Songs handeln von den hitzigen und unvergesslichen Dingen im Leben, von Schwesternliebe, Auswandern und Geltungsdrang, ihre Einflüsse reichen von den B-52s und The Human League bis hin zu Peter Fox und La Roux.

www.thebiancastory.com


DJ MISCHA K.  -  Der beliebte Mannheimer DJ sorgt mit Indie Tunes, Indietronic, Powerpop, Funky Soul und Swingin’ Sixties für ausgelassene Stimmung und eine tobende Menge.

Rarität in Mannheim: JONATHAN MEESEs GENERALTANZ DEN ERZSCHILLER (UA)

17. Internationale Schillertage



26. Juni 2013    I    20 Uhr    I    Nationaltheater Mannheim, Schauspielhaus
(Durchgehender Einlass) 

JONATHAN MEESE
Generaltanz den Erzschiller (UA)
(GUIDO QUILLER IST DER TOTALSTE DON GIN SCHILLER, BALLETTIERT EUCH, WIE SCHNURRL’ – NONNINEI, ES BRUZZELTS: DR. SCHILLERZ) (SCHILLER MI ON, S. V. P.)

Jonathan Meese und Friedrich Schiller – es wurde höchste Zeit, dass diese beiden zusammentreffen. Genau wie Schiller vor zweihundert Jahren das Reich der Kunst, fordert der Allroundkünstler und Provokateur Meese die Diktatur der Kunst. »Kunst ist die einzige Alternative«, sagt die »Ameise der Kunst« (Meese über Meese) und tanzt eine Nacht lang Schiller auf der großen Schauspielbühne des Nationaltheaters.


Der in Berlin lebende Bildende Künstler, Bühnenbildner, Regisseur und Performer JONATHAN MEESE wurde 1970 in Tokyo geboren. Seit Mitte der Nullerjahre gehört er zu den auffälligsten und dabei erfolgreichsten deutschen Künstlern. Das Gesamtkunstwerk Meese tritt in Performances (u. a. Staatsoper Unter den Linden, Volksbühne am Rosa Luxemburg Platz), Bühnenbildern (u. a. für Frank Castorf) Texten (Suhrkamp Verlag) und Ausstellungen (u. a. Berlin, New York, Barcelona, Tokyo) in Erscheinung und wird 2016 in Bayreuth Wagner inszenieren.

Eine Auftragsproduktion des Nationaltheater Mannheim für die 17. Internationalen Schillertage in Koproduktion mit der Kunsthalle Mannheim




Diese Woche: TAHRIR TELL (UA). Drama von Ad de Bont

17. Internationale Schillertage



26. Juni, 11 Uhr (Anschließend Nachgespräch)   I   27. Juni, 18 Uhr (Anschließend Nachgespräch)   I   28. Juni, 09:30 Uhr (Anschließend Nachgespräch)   I   29. Juni, 18 Uhr
(Anschließend Nachgespräch)   I    Nationaltheater Mannheim, SCHNAWWL  

Tahrir Tell (UA)
Drama von Ad de Bont

Die Figuren aus Friedrich Schillers Wilhelm Tell stehen am Beginn einer Demokratie. Sie wehren sich gegen die tyrannische Übermacht und setzen dieser individuelle Freiheit und Solidarität entgegen. Die Strukturen für ein Gesellschaftssystem jenseits der Monarchie müssen sie erst finden. Ihren Helden haben sie: Wilhelm Tell.

In Ägypten kämpfen seit 2011 die unterschiedlichsten Parteien für eine Demokratisierung ihres Landes. Was verbindet diese Akteure der Revolution in Kairo mit den legendären am Vierwaldstättersee? Brauchen sie einen Anführer? Gar einen Helden?

Als Auftragsarbeit für Mannheim hat Ad de Bont das Drama einer ägyptischen Familie, gebeutelt von den Wirren der Revolution, geschrieben. Eine Mutter, ihre drei erwachsenen Kinder und ihr Schwiegersohn, der Polizist ist, suchen ihren Weg in den Zeiten des Umbruchs zwischen Tyrannenmord, Facebook und Koran.

Im Zentrum dieser Uraufführung steht analog zu Schillers Wilhelm Tell die Frage nach der individuellen und der kollektiven Freiheit, nach Freiheit und Verantwortung des Einzelnen. Die Inszenierung ist durch die Zusammenarbeit mit den Kollegen in Alexandria in der internationalen Theaterpartnerschaft Mit den Augen der Anderen. Deutsch-arabische Frühlingsgeschichten von Schnawwl und Teatro Alexandria (gefördert von der Kulturstiftung des Bundes) inspiriert.

Ad de Bont ist die einflussreichste und prägendste Persönlichkeit des zeitgenössischen Kinder- und Jugendtheaters. Weltweit entstanden rund 300 Inszenierungen seiner vielfachausgezeichneten Theaterstücke.

Der Mannheimer Daniel Pfluger ist seit der Auszeichnung als „Bester Nachwuchsregisseur“ durch das Körber Studio Junge Regie 2009 ein gefragter Regisseur für Schauspiel und Oper, für junges und erwachsenes Publikum. Am Schnawwl inszenierte er zuletzt Ad de Bonts "Anne und Zef".


INSZENIERUNG Daniel Pfluger | BÜHNE Flurin Borg Madsen | KOSTÜME Janine Werthmann | MUSIK Victor Moser | DRAMATURGIE Anne Richter
MIT Monika Margret Steger, Maike Wehmeier; David Benito Garcia, Cédric Pintarelli, Uwe Topmann

Dichterhain: Teil 2 der tatarischen Ballade VERWUNSCHENE BRÜDER SAK UND SOK

Illustration aus  "Verwunschene Brüder Sak und Sok. 
Eine tatarische Ballade aus dem Mittelalter" von Alia Taissina, Bertugan-Verlag
Siehe auch Blick ins Atelier vom 23.06.2013
Teil I

Verwunschene Brüder Sak und Sok (Teil II)
Nachgedichtet von Alia Taissina


War die Ernte reif, gingen wir aufs Feld. 
So beschloss für uns Schöpfer dieser Welt.
Bretter sägte ich und sie wurden gut. 
Statt der Tränen floss aus den Augen Blut. 

Kleine Entlein dort unten an dem Fluss - 
Dieses Bild schmerzt so, dass ich weinen muss.  
Siehst du da das Hemd, das ich früher trug.
Ich verweilte hier leider nicht genug. 

Wenn der Tag sich jährt,  ist der Spuk vorbei,
dachte ich vorher, doch es blieb dabei. 
Lange haben wir uns im Wald gesucht.
Es hat nichts gebracht – wir sind ja verflucht.

Unser neues Heu wird vom Wind verweht, 
Bleibt das Treffen uns durch den Fluch verwehrt. 
Voller Blut sind blind Augen bei Licht, 
Bis zum Jüngsten Tag sehen wir uns nicht.                                        

In dem dichten Wald sägte Birken ich,
Mutter, Tag und Nacht ich vermisse dich. 
Einen Daunenhut bringt ihr bitte mir. 
Seht ihr Mutter, sagt  viele Grüße ihr! 

Nass ist unser Haar, nass sind auch wir.                                           
Mutter, ganz verweint  kamen wir zu dir. 
Ob sie diesen Fluch sich verzeihen mag, 
lastet er auf uns bis zum Jüngsten Tag.

Dienstag, 25. Juni 2013

Gute-Nacht-Rock: LOSE MYSELF von den Phonoflakes




LOSE MYSELF von den Phonoflakes

Schill-out bei den Mannheimer Schillertagen mit WILHELM TELL ME

17. Internationale Schillertage

25. Juni    I    22:30 Uhr    I    Nationaltheater Mannheim, Unteres Foyer

(Eintritt frei)  

SCHILL-OUT

WILHELM TELL ME

(ELEKTRO-POP)

Indie-Wave und Elektro-Pop wären zwei taugliche Hilfsvokabeln, um sich dem Sound von WILHELM TELL ME zu nähern, wurde einmal über das Debutalbum Excuse My French geschrieben und man bemühte Vergleiche zu Phoenix, Two Door Cinema Club, Fenech-Soler oder When Saints go Machine. Das ist alles nicht falsch aber auch nicht mehr ganz richtig, denn inzwischen befreien sich die vier Hamburger mit ihrem aktuellen Singlekonzept von Musikklischees und rücken das Songwriting in den Vordergrund.

www.wilhelmtellme.com

                                           

Heute Abend in Mannheim: DEMOKRATIE - ABER WELCHE? SCHILLER UND DAS KOLLEKTIV

25. Juni 2013    I    18 Uhr    I    Nationaltheater, Lobby Werkhaus

SWR2 Forum bei den 17. Internationalen Schillertagen

An die Revolution, die französische, hat er am Ende nicht geglaubt: In Don Karlos hat Schiller eine Welt entworfen, in der jedes System der Macht von einem noch größeren, mächtigeren System beherrscht wird. Soll man also den Aufstand besser nur proben – theatralisch, literarisch, philosophisch? Und was wird dabei aus dem Kollektiv, etwa den Räubern, und seinen Werten wie Solidarität?
Alle Diskussionen werden zeitversetzt auf SWR2 ausgestrahlt.
KONZEPT Dietrich Brants, Ursula Nusser | ORGANISATION Dr. Angela Wendt
Eine Koproduktion von Nationaltheater Mannheim und SWR2




DEMOKRATIE - ABER WELCHE?

SCHILLER UND DAS KOLLEKTIV


ES DISKUTIEREN Alexander Karschnia (Theaterwissenschaftler und -macher) | Kathrin Röggla (Schriftstellerin) | Prof. Dr. Rüdiger Safranski (Philosoph)
MODERATION Dietrich Brants
 


Heute Abend in Mannheim: WE von nadaproductions

17. Internationale Schillertage




25. Juni, 20.00 Uhr, 21.00 Uhr & 22.00 Uhr und
26. Juni, 20.00 Uhr, 21.00 Uhr und 22.00 Uhr    I    TiG7



WE

nadaproductions (AT)


nadaproductions erforschen in WE Ideen rund um Kollektivität und Zusammengehörigkeit. In WE gibt es keine Performer, vielmehr erweitern nadaproductions den Publikumsbegriff, indem sie die Besucher zu Performern machen. Angst vor Publikumsbeteiligung oder performativen Übergriffen ist jedoch unberechtigt, vielmehr darf man sich entspannt zurücklehnen, sich selbst unbeschwert in einer neuen Rolle kennen lernen und auf der Welle der Gruppendynamik surfen. nadaproductions übertragen das Gruppenbild ihres auf der Zuschauertribüne sitzenden Publikums live auf eine Leinwand. Mit Witz, Menschenkenntnis und gekonnter Dramaturgie gerät WE zu einem Fest des Wiedererkennens, der Identifikation mit dem eigenen Spiegelbild und des Vergnügens an der Rollenzuweisung.

Das Wiener Künstler-Kollektiv nadaproductions besteht aus der Choreografin Amanda Piña und dem bildenden Künstler und Filmregisseur Daniel Zimmermann und arbeitet seit 2005 zusammen. Ihre transdisziplinäre Arbeit konzentriert sich auf Aspekte von Rezeption und Wahrnehmung, durch die Einbeziehung des Publikums in die verschiedenen Konzepte von Performance auf eine neue, partizipative Weise. 2009 eröffneten sie den Kunst- und Performanceraum nadalokal und 2008 gründeten sie das erste und bislang einzige Bundesministerium für Bewegungsangelegenheiten in Österreich.


Eine Produktion von nadaproductions mit Unterstützung von Imagetanzfestival, brut Koproduktionshaus und der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7)

In Kooperation mit TiG7

Konzept, Choreografie und Videoanimation: Amanda Piña und Daniel Zimmermann –Musik: Earzumba – Literarische Beratung: Axel Fussi – Licht: Markus Frietsch –Technische Beratung: Marcos Rondon


www.schillertage.de; Kartentelefon: 0621 – 16 80 150

Heute Abend in Mannheim: BLIND VARIATION #3

17. Internationale Schillertage




25., 27., 28. und 29. Juni 2013    I    jeweils 18.00 Uhr, 20.00 Uhr & 21.00 Uhr    I    zeitraumexit


BLIND VARIATION #3 (UA)

machina eX




Ist Ihnen manchmal, als trenne Sie ein Schleier von Ihrer Umgebung? Ein Schleier, den Sie gern lüften möchten? Fühlen Sie sich öfter beobachtet? Sind Sie kitzlig? Fragen Sie sich schon länger, was es eigentlich mit Lichtnahrung auf sich hat? Vermissen Sie ab und zu ganz unvermittelt Ihre Eltern? Lieben Sie Fotos über alles? Haben Sie ein Lachen, das niemanden ansteckt?

Das Theater- und Medienkollektiv machina eX begibt sich in Blind Variation #3 auf Wahrheitssuche. Ausgangspunkt ist Schillers Ballade Das verschleierte Bild zu Sais, die den gleichnamigen antiken Topos der verhüllten Wahrheit mit der Suche eines jungen, wissensdurstigen Mannes verbindet. Denn: »Eine nur ist sie für alle, doch siehet sie jeder verschieden; Daß es eines doch bleibt, macht das Verschiedene wahr« (Friedrich Schiller)

In kleinen Spielergruppen zocken sich die Zuschauer ihren Weg durch den Abend und erspielen sich durch das Lösen von Rätseln die Geschichte. Dabei werden drei Lebensentwürfe zu drei Seiten einer Medaille, drei Wahrheitssuchende packen das Publikum an drei Händen. Drei Räume verwachsen, drei Utopien kollidieren und ein Schleier bleibt ein Schleier.

Machina eX macht theatrale Computerspiele in lebensechter Grafik. Dafür bauen sie Hybride aus Illusionstheater und Point’n’Click-Adventure. Sie wurden mit dem Jurypreis des 100°-Festivals 2011 in Berlin ausgezeichnet und zum Körber Studio Junge Regie 2012 eingeladen. Im Rahmen der Doppelpass-Förderung der Kulturstiftung des Bundes kooperiert machina eX seit Oktober mit dem fft Düsseldorf unter dem Namen »Game on Stage«.


Eine Auftragsproduktion des Nationaltheater Mannheim für die 17. Internationalen Schillertage in Koproduktion mit machina eX und zeitraumexit e.V.


Von: Anna Fries, Yves Regenass, Laura Schäffer, Philip Steimel (machina eX) – Text: Olivia Wenzel – Sound: Malu Peeters  – Bühne: Marie Luise Schlegelmilch – Schauspiel: Janina Schröder; Florian Stamm, Dominik Weber.



www.schillertage.de; Kartentelefon: 0621 – 16 80 150

Dichterhain: PFAD DES HERZENS von Elke Schwarzburg



Pfad des Herzens

Wirst einst du an der Kreuzung stehn,

und weißt nicht, wohin sollst du gehen ...
wähle diesen einen Pfad,
den dein Herz dir offenbart.

Fernab von jeder Theorie
verirrst du dich auf diesem nie.
Lerne auf dich selbst zu hören,
niemals auf Worte anderer schwören ...

In dir schlägt das Herz, das liebt,
das mitfühlt, wärmt und gerne gibt.
Regeln brauchst du dafür keine,
es findet seinen Weg alleine.


(c) Elke Schwarzburg

Montag, 24. Juni 2013

Ab heute als E-Book zu haben: Jahreszeitengedichte. Teil II - Sommer von Heidi Huber



NEU:



Stefan Vieregg  (Hrsg.)

Jahreszeitengedichte             (ePub)  (Kindle Edition)  2,49 €

Teil II - Sommer von Heidi Huber



Heidi Huber, Jahrgang 1945, pensionierte Grundschullehrerin, Lyrikerin mit wenigen Worten, eine Liebhaberin der hohen Bedeutungsdichte bei wenig Spracheinsatz, hat mir kurz vor ihrem überraschenden Tod am 19.10.2012 noch eine Sammlung Jahreszeitengedichte überlassen, die emotionale Zustände je nach Jahreszeit verewigt haben. Es sind tatsächlich Zwischentöne, dem Jahr abgelauscht, wie sie selbst einmal das Projekt beschrieben hat.
Im zweiten Teil findet der geneigte Leser 14 Gedichte zum Sommer, voll des genießenden Sommerglücks, der Sehnsucht nach mehr, dem labenden Mahl und Trank mit der Gewissheit des Leids der Gestrandeten. Wieder die typische Einschränkung, dass all das Sommerliche um einen herum, selbst der Klatschmohn, nur so betörend und verzaubernd wirken können, weil der Winter in einem selbst sich so nach dem Gegenteil sehnt
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Bereits erschienen:



Stefan Vieregg (Hrsg.)

Jahreszeitengedichte            (ePub) (Kindle Edition)   2,49 €

Teil I - Frühling von Heidi Huber





Heidi Huber, Jahrgang 1945, pensionierte Grundschullehrerin, Lyrikerin mit wenigen Worten, eine Liebhaberin der hohen Bedeutungsdichte bei wenig Spracheinsatz, hat mir kurz vor ihrem überraschenden Tod am 19.10.2012 noch eine Sammlung Jahreszeitengedichte überlassen, die emotionale Zustände je nach Jahreszeit verewigt haben. Es sind tatsächlich Zwischentöne, dem Jahr abgelauscht, wie sie selbst einmal das Projekt beschrieben hat. 
Im ersten Teil werden 14 Gedichte zum Frühling vereint, voller Hoffnung auf den Neuanfang, aber immer mit der Gewissheit, das die Endlichkeit schon hinter dem blühenden Feld steht.

17. Internationale Schillertage: SCHILL-OUT - POETRY SLAM



SCHILL-OUT SPECIAL
DEAD OR ALIVE? - POETRY SLAM

Der Dead or Alive Slam ist zurück bei den Schill-Outs! Tote Poeten – verkörpert von Studierenden der Mannheimer Theaterakademie – treten mit Texten zum Festivalthema »Die Kritische Masse« gegen die Crème de la Crème der Slam-Szene an und Nektarios Vlachopoulos (deutscher Poetry Slam Meister 2011) moderiert!

Mit Sebastian Borucki, Roman Kimmich, Melina Schöfer (Theaterakademie Mannheim); Anke Fuchs (Köln), Karsten »Grohacke« Hohage (Weinheim), Florian Cieslik (Frankfurt)

Nationaltheater Mannheim, Unteres Foyer
24. Juni, 22:30 Uhr
(Eintritt frei)

Neue CD von Severin Groebner: Servus Piefke auf Scheibe



Severin Groebner ist seit 1969 vom Schicksal bestimmter Wiener, zwangsläufiger Bahnfahrer und freiwilliger Frankfurter. Essen, Trinken, Lesen und Wohnen finanziert er sich durch selbstgestrickte Kabarettprogramme, Radiosendungen und Schauspielerei. Aufgrund seiner ausgeprägten, aggressiven Schüchternheit war es ihm unmöglich, mehrere Kleinkunstpreise (Salzburger Stier, Deutscher Kleinkunstpreis, etc.) abzulehnen.
All dies ermöglicht ihm ausgedehnte Reisen durch das deutsche Gastland, an dem er vor allem badische Küche, Rheingauer Riesling, bayerisches Bier, den Zugang zum Meer und Frankfurter Grüne Soße schätzt.
Sowie den Umstand, dass es nicht sein Heimatland ist. Sonst geht es ihm gut.

Was er sich sonst denkt, kann man auf diesem Tonträger hören.


Warnung des Propagandaministeriums:
DIESES PRODUKT KANN IHREN NATIONALSTOLZ GEFÄHRDEN!

Aufgenommen am 15.12.2012 im „Fresche Keller“ in Ortenberg
Livemitschnitt des Hessischen Rundfunks

Morgen Abend in Mannheim: Kabale und Liebe von Friedrich Schiller


17. Internationale Schillertage



25. Juni 2013    I    19.30 Uhr    I    Nationaltheater Mannheim, Schauspielhaus

Kabale und Liebe von Friedrich Schiller
Theater Prijut Komedianta, Sankt Petersburg


Regisseur Barchatow philosophiert in seiner Inszenierung von Kabale und Liebe über den jugendlichen Maximalismus und die nie wieder gut zu machenden Fehler, die junge Menschen begehen, wenn sie das erste Mal von einem großen leidenschaftlichen Gefühl ergriffen werden. Luise und Ferdinand lernen sich bei einem Rock-Konzert kennen – dort, wo es keine sozialen Schranken und Altersgrenzen gibt, wo sich auf der Tanzfläche Menschen treffen, die sich sonst niemals begegnet wären. Barchatow holt Schillers bürgerliches Trauerspiel aus dem Jahr 1784 ins Hier und Jetzt: Millers Werkstatt ist hier ein Tonstudio, die Gemächer des Präsidenten von Walter werden zu Büros einer großen Firma, anstelle von Briefen werden SMS geschrieben. Es ist eine sprühende, moderne und sehr musikalische Inszenierung nach Motiven der Tragödie von Friedrich Schiller.

Das Theaterprojekt Prijut Komedianta wurde 1987 gegründet. Seit 2000 ist es das erste staatliche russische Theaterprojekt ohne festes Ensemble. Das Projekt hat sich der Suche nach einer neuen Theatersprache verschrieben und bringt unter der Künstlerischen Leitung von Viktor Minkow innovative und experimentelle Inszenierungen auf die Bühne.

Regisseur Wasili Barchatow, geb. 1983 in Moskau, absolvierte 2005 das Russische Institut für Theaterkunst bei Rosetta Nemchinskaya und inszeniert seitdem für Oper und Schauspiel. Seine Arbeiten beschränken sich jedoch nicht nur auf das Theater, er drehte den Kinofilm Atomic Ivan und arbeitet für das Fernsehen. Barchatow wurde mit dem Jugendpreis Proryv des Präsidenten der Russischen Föderation geehrt.


Inszenierung: Wasili Barchatow – Bühnenbild: Zinovij Margolin – Licht: Alexander Siwajew

mit Viktoria Elefant (Rotanowa), Maria Iwanowa, Polina Tolstun; Alexander Bredel – Verdienter Schauspieler Russlands, Ilja Del, Alexej Fedkin, Boris Iwuschin – Verdienter Schauspieler Russlands, Michail Schirjajew

www.schillertage.de; Kartentelefon: 0621 – 16 80 150



Dichterhain: VERWUNSCHENE BRÜDER SAK UND SOK von Alia Taissina

Illustration aus  "Verwunschene Brüder Sak und Sok.
Eine tatarische Ballade aus dem Mittelalter" von Alia Taissina, Bertugan-Verlag
Siehe auch Blick ins Atelier vom 23.06.2013


Verwunschene Brüder Sak und Sok (Teil I)
Nachgedichtet von Alia Taissina

In der Medressé  hängt ein Buchregal, 
über Sak und Sok ich erzähl` euch mal. 
In der Medressé ist verglast die Tür, 
über Sak und Sok hört ihr nun von mir. 

Wegen eines Pfeils gab es einen Streit, 
Wegen nichts - ein Fluch bis in Ewigkeit.
Felder voller Korn, Vögel auf der Flucht, 
Mutter hat im Zorn Sak und Sok verflucht. 

Sie gab uns den Tee aus dem Samowar.
Siehst du, da fliegt fort, wer ein Junge war.
Ein Ast ließ ein Loch in dem neuen Pelz, 
Was geschieht uns noch, wie viel Leid und Schmerz?  

Unser Vater ließ ihn und mich allein, 
und die Mutter hieß uns zwei Vögel sein. 
Von der Kybla her weht ein starker Wind.
Mutter, du bist schuld, dass wir Vögel sind.

Beeren haben wir in dem Wald gesucht, 
Mutter hat uns zwei wegen nichts verflucht. 
Auf Sak und Sok liegt ein Mutterfluch,  
Es war so bestimmt in dem Schicksalsbuch. 

Vögel hat der Fluch aus uns gemacht,
Was das Leben ist hat uns beigebracht.
Tage an dem Fluss waren schnell gezählt.
Vögel Sok und Sok fliegen um die Welt. 

(c) Alia Taissina: "Verwunschene Brüder Sak und Sok.
Eine tatarische Ballade aus dem Mittelalter". Bertugan-Verlag