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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Dichterhain, Bände 5 bis 8

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Donnerstag, 14. Februar 2013

Die beliebtesten Gedichte der Woche 6 / 2013

In der letzten Woche war Kerstin Seidel neu vertreten im Dichterhain und in den Fantasien. Sie hat sich gleich zwei Plätze erobert: einmal mit klarem Vorsprung Platz 1 und daneben noch Platz 3. Dazwischen auf Platz 2 Artem Zolotarov.

1    Dichterhain: ROT von Kerstin Seidel 

2    Dichterhain: DIE LIPPEN von Artem Zolotarov 

3    Fantasien zur Nacht: ZART von Kerstin Seidel

Montag, 4. Februar 2013

Dichterhain: ROT von Kerstin Seidel

Eine rote Furt durch das Eis

 

 

ROT



streich ich meine Tür
ungläubig hoffend, dass es was nützt
soll Zeichen sein dem Freund, komm rein
und meinen Feind erschrecken,
am Ende ist es doch nur Gottes Menschenblut
das er ins Meer ergießt, das Sterbende
ein Zeichen soll es sein wie Wein und Brot
ROT der Blutwein der Vergelter,
Selbstmordmörder sterben, Gottesreiter streiten
Teufelskreis der Rache leuchtend ROT
ein Zeichen soll es sein


(c) Kerstin Seidel 

Kerstin Seidel startet heute im Dichterhain und bietet sehr interessante Gedichte, Wortbilder und Sinnzusammenhänge. Sie ist Jahrgang 1967, ein Pfälzer Mädchen aus Ludwigshafen am Rhein, das es dereinst aus Liebesgründen nach Kiel verschlug, wo sie ev. Theologie und Germanistik studierte und ihre Ausbildung zur Erzieherin absolvierte. Heute lebt sie mit Mann und ihren beiden Kindern in der Nähe von Hamburg und arbeitet als Erzieherin im Krippenbereich einer Kindertagesstätte.

Samstag, 1. Februar 2014

Fantasien zur Nacht: TRÄUMEN! Von Kerstin Seidel



Träumen!

Lasst uns träumen
von der Liebe träumen,
lasst uns die Stunden besingen,
die wir in Seligkeit verbrachten,
nur dem Ruf der Gefühle gehorchend

Ist es vorbei
nein
nie ist es vorbei,
denn unsere Gedanken
sind in unser Fleisch gebrannt

Unsere Lust
unsere ruhelose Gier
gleiten durch Zeit-
Raum weben wollen wir
Liebende einen Teppich
aus weichwarmer Wonne

In die Weite
der Sehnsucht verschmelzen wir
unsere Seelen zu stillgeschwiegenem
Verstehen, geben uns
geborgenes Glück

(c) Kerstin Seidel

Sonntag, 1. Dezember 2013

Dichterhain: IN LEUCHTENDEN LETTERN von Kerstin Seidel


In leuchtenden Lettern

Büttenpapier, hunderte
kleine Stimmen sprechen
von Not und nennen uns
doch keine Namen, ich
und du wir teilen uns eine
einzige Gewissheit,
es gibt keine Freiheit
ohne die Opfer, dafür mein
dein Leben, das jeden Morgen
näher dem Abend rückt,
ich bleibe in meiner Haut,
auf der die Zeit sich furcht,
schon werden die Schatten
länger und die Kraft
der Worte wächst.

(c) Kerstin Seidel

Samstag, 12. Oktober 2013

Fantasien zur Nacht: SOMMER, NUR NOCH IN BILDERN EXISTENT von Kerstin Seidel


Sommer, nur noch in Bildern existent


Fluss im Bett deiner Schulterblätter
scharfer süßer Schweiß rinnend fein
über gebräunte Brüste zart deine Schenkel
dein Fell so weich wie deine Stimme
die sagt "komm doch!" und ich
schmecke deinen Saft die Essenz
von reifen Erdbeeren in Eis liebe
den Geruch von Chilli im Blut
pulst Hitze ausdauernd bist du
stilles Verharren im Ineinander
nur sekundenweise gemeinsamer
(Herz)Tod offene Liebe
im Strom der Auferstehung
bei vollem Bewusstsein küssen
in den Laken klebt unsere Erlösung

(c) Kerstin Seidel

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Dichterhain: Ames me, mea vita! (Liebe mich, mein Leben!) von Kerstin Seidel


Ames me, mea vita!


Ich bin, die ich bin,
eine Liebe mir selbst,
mir selbsteigener Traum
wie wundervolle Wirklichkeit

Ich bin, die ich bin
eine schöne Frau
erdkraftvoll weiblich
wild und frei
mir selbst zur Freude
kraftvoll singen meine Werke
ein heilsames Lied

Ich bin, die ich bin
leuchtende Liebe
Wiederkehr magischen Wissens
ein Kind der Erde
eine Mutter von Vielen
eine heilende Quelle
wirksam zuerst mir selbst
dann schöpfend
aus dieser Kraft
für andere

Ich strahle und spreche
mir Flügel zu schwebe
singe mir Freude
tanze den Sprung des Lebens
mir selbst zum Wohle
und dir

(c) Kerstin Seidel

Sonntag, 18. August 2013

Dichterhain: WÄSCHELEINEN von Kerstin Seidel

(c) pürüdo


Wäscheleinen


Wir stehen im Wind
wir erreichen sie nicht
stoffverbrämt eingebunden, voller Verlangen
nach Wortbruch, voller Sehnsucht nach Stürmen
die allein das Präsens verschonen - also uns

am Rand der Wiese sind sie aufgespannt
Gewebe aller Art Geschichten -
in denen Blut trocknet so wie Tränen, Ruß
und Geduld der Faden riss und neu gewebt
so mürbe, dass er hält, was du mir nie versprachst

dahinter die Häuser Landschaften von morgen
am Rand der Wiese sind sie aufgespannt
spazierten wir so Arm in Arm (in meiner Fantasie)
träfen wir auf sie, die windgesäumten
Geschichten und Gewebe aller Art.

(c) Kerstin Seidel

Samstag, 17. August 2013

Dichterhain: STRÖMEN von Kerstin Seidel


Strömen



Auf Muschelbänken unter
dem Regenbogen ruht mein Mund
auf deinem stillgeküsste
Gedankenweite bis zum Horizont
schlägt mein Herz im Rythmus
von Ebbe und Flut meine Hand
ruht herzbreit auf deiner Haut
der feuchten Höhle entkommen
zieht sie Grenzen der Gier bis
hierhin und dann weiter, weiter
finden sich Augen, Hände, Zungen
zwischenraumlos ohne Eile,
verströmen wir uns in Wellen


(c) Kerstin Seidel

Samstag, 3. August 2013

Fantasien zur Nacht: LEER! von Kerstin Seidel

Dancing Girls (1947), Ben Enwonwu
(c) Government Art Collection, United Kingdom

Leer!



Komm wir bedecken uns mit Laub, mit Schuld
mit Gier, die frei spricht, zart umschlungen,
einander nah, wir sprechen von Geduld,
die Liebe ist ein Wort auf lahmen Zungen
und lose Fäden, die sich um mich legen
wie Spinnenhaar so viele klare Sätze
ein Stachel mir im Fleisch und in Gelegen
die Zeit, die ich im Sturzgefälle schätze,
bezeugen all das Ungesagte Fremde
durch das ich ziehe, lalle ohne Stand
an hohlen Rohren wärm ich mir die Hände
und mal ein Herz an jede weiße Wand.


(c) Kerstin Seidel

Montag, 22. Juli 2013

Dichterhain: VERDRÄNGT! von Kerstin Seidel

Verdrängt!
Femen in Kiew



Lass mich dir zeigen,

wie Schmetterlinge tanzen

Uigurische Frauen

über schwelenden Trümmern

lass mich dir sagen,

wie Glocken tönen

über hohe Mauern

lass mich dir malen,

wie Frauen lachen,

unter knüppelnden Fäusten

lass mich dir singen,

wie Kinder spielen

im engen Käfig,

lass mich dich warnen,

vor den Tränen!


(c) Kerstin Seidel

Samstag, 20. Juli 2013

Fantasien zur Nacht: FLIESSEN von Kerstin Seidel

Fließen!

Möchte dich küssen ganz
zungenumschlungen, leise ganz sacht
heimlich dich erkunden, wie du
schmeckst, jede Pore kosten,
dein Lippen, deine Nase, dein Nacken
tiefer forschend, dann fester fordernd
unter meinen Fingerspitzen reckend
mein Schatz, will dein Herz
schlagen hören schneller im Rythmus
meines Atems, will dich sehen,
ohne Pause dein Schatten sein,
deckungsgleich mich auf dir betten
und endlich spüren Haut auf Haut,
Atemzug um Atemzug mich in dir
verströmen!

(c) Kerstin Seidel

Samstag, 29. Juni 2013

Dichterhain: GEDICHT von Kerstin Seidel



Gedicht


Ich rede nicht von Sättigungsgefühl
hier ist die Rede vom Blut, das fließt
aus den Wunden,
vom Elend, vom Hunger, vom Traum -
zertrampeln die Felder, verdorren
die Früchte an klapprigen Utopien,
hier ist Zorn, Täuschung, Fressen
und Gefressenwerden,
dies sind keine getupperten Sätze,
frisch knackig kurz gedacht,
dies ist ein Hort, der zu Tode
verwundeten Wahrheit,
Wo Engel stürzen,
Flügel, Flügel gebrochene Geschichte,
das Gedicht ist,
ein schonungsloser Ort

(c) Kerstin Seidel

Samstag, 8. Juni 2013

Fantasien zur Nacht: HAUTNAH! von Kerstin Seidel

Hautnah!


deiner Haut nah
samtweich warmes Kissen küss ich millimeterweise wach,
weck dich mit Fingerspitzen Pore für Pore
mein Reich bis zu der Stelle
wo sich streichelzart
dein Nacken beugt ergeben meinem Kuss
und weiter
vertrau mir
ganz!

(c) Kerstin Seidel

Mittwoch, 29. Mai 2013

Die beliebtesten Gedichte der Woche 13 / 2013

Die Winterdepression gerne hinter sich lassend mit Andreas Noga auf Platz eins, auf Platz 2 Hannes Pum mit Sternen von ihr, die Gesundheit erwachen lassen. Den dritten Platz teilen sich die Klage über das kurze Verweilen des Schönen von Artem Zolotarov und die Prophezeiung von Kerstin Seidel, dass Liebe und Vielfalt die Einfalt und Niedertracht überdauern werden.

1   Dichterhain: TAUEN von Andreas Noga
2   Dichterhain: GESUNDHEIT von Hannes M. Pum
3   Dichterhain: DER SCHÖNE HAUCH von Artem Zolotarov
         Dichterhain: UTOPIA von Kerstin Seidel

Montag, 27. Mai 2013

Dichterhain: LEBEN! von Kerstin Seidel



Leben!



Schlafen die Finsternis
träumen das Licht
ich vergesse dich nicht
hinab ins Vergangene
komme zurück
und höre Ohren
die Welt sprechen
weinen lachen
Augen sehen
die Wirklichkeit
brennen
wir schlafen
unermüdlich
und träumen das Licht
ich und du zahllose
Male bis ins Nichts
leben im Moment


(c) Kerstin Seidel

Sonntag, 26. Mai 2013

Die beliebtesten Gedichte der Woche 11 / 2013

Die Fantasien beschäftigen naturgemäß die meisten Leser. Wieder auf Platz 1 eine gehaltvolle Fantasie von Kerstin Seidel. Auch stark vertreten Norbert Sternmut mit einem Gedicht aus seinem Band ZEITSCHRUNDEN. Dauerbrenner Schnorrer auf Platz 3:


1   Fantasien zur Nacht: LIEBESSPIEL! von Kerstin Seidel
  Dichterhain: STALAKTITEN von Norbert Sternmut
3   Dichterhain: HASSE MA? Von Norbert van Tiggelen

Montag, 29. April 2013

Dichterhain: BUNT! von Kerstin Seidel

(c) Angela Täubl

Bunt!


Bin durch alle Erfahrungen hingegangen,
ich möchte leben, lachen und den Himmel
mit Händen fassen, er ist da nah,
ganz nah, ich muss nur warten,
worauf?


Lauf, lauf mir entgegen,
wirf deinen Schatten über mich
und dich, bist leise, zart und kalt,
ich möchte leben, lachen, lieben,
bald bin ich alt, zu alt für all die vielen
Lippen warten, locken, glühn und
tun mir Freude kund, schau nur schau
das Leben ist so leuchtend bunt



(c) Kerstin Seidel

Samstag, 27. April 2013

Fantasien zur Nacht: VERSPRECHEN von Kerstin Seidel

Versprechen!


Du bist so zart
und leise schön scham-
loses Zaubern zügellose
Lust auf mehr auf
dich will ich
in dieses zerrissene Wort
Wonne-
schauer heilen
nun gib mir ein ewiges
Ja das verspricht
was du halten willst
mich stört nicht wie
kurz unsere Unendlichkeit
auch sein mag ich dich
doch mehr als je
man könnte denken es
ist was manche Liebe nennen


(c) Kerstin Seidel

Samstag, 30. März 2013

Dichterhain: UTOPIA von Kerstin Seidel

Kris Kuksi
Imminent Utopia
Mixed media assemblage
2008
72 x 132 x 20 in.

Utopia


In einem Land,
von Übermorgen,
in welchem Milch und Honig
fließen,
wird Macht aus Ohnmacht
und Glück aus Unglück
sprießen

Unsere Vielfalt
wird eurer Einfalt
Einhalt gebieten
Werden in eurem Rückschritt,
gleichmäßig,
unseren Fortschritt üben

Werden die Macht ächten,
und jeden achten,
und euren Kleinmut
mit unserer Großherzigkeit
betrachten

In einem Land von Übermorgen,
in welchem Liebe über Lüge
wuchert, wie weiches Moos
über den Stein,
dort nicht hier werden wir,
zuhause sein



(c) Kerstin Seidel

Samstag, 16. März 2013

Fantasien zur Nacht: LIEBESSPIEL! von Kerstin Seidel

 

Liebesspiel!


Will dich heute wild verführen
mal zart, mal hart, bin ganz kokett,
von Kopf bis Fuß will ich dich spüren,
auf Tisch, am Boden und im Bett.

Darfst mich packen, in mich tauchen,
Zärtlichkeit sucht ihren Raum,
fieberhaft sollst du mich brauchen,
Lust wird Liebe wie im Traum.

Mit streichelzarten wilden Wonnen
verwöhn ich dich, mal Hals, mal Ohr
mit Zungenküssen, kleine Sonnen
dring ich in deine Sinne vor.

Lass dich fallen, lass dich los,
lass uns für Stunden alles sein,
ruh du ganz wohl in meinem Schoß,
endlich eins und nicht allein.


(c) Kerstin Seidel