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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Dichterhain, Bände 5 bis 8

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Montag, 30. April 2012

Dichterhain: LASS ZUR HEXENNACHT… von Harma-Regina Rieth

© Harma Regina Rieth

LASS ZUR HEXENNACHT…

Lass das Universum, die höhere Macht, entscheiden…
Lass das Universum
und alle Elementen meine Genugtuung einleiten
Lass mich meine Wünsche
auf diesem Wege bis zu den kalten Sternen weiterleiten
Lass meine Gedanken
mit dem Wind auf diesem Wege sich verbreiten


Lass mich bis zur dunklen Nacht
das Feuer der Vergeltung entfachen
Lass die Wahrheit wahr werden
und sie wird zum Leben erwachen
Lass die Lügner nicht weiter
alles Umfeld verblenden
Lass den Lügnern zur Ermahnung
Glockengeläut aus der Unendlichkeit zu Gehör senden
Lass das Reich der Wahrheit näher rücken
Lass der Erde die Blume der Unschuld nicht zerpflücken


Lass alles Übel der Welt nicht in uns erstarren
Lass das Böse nicht bei uns verharren


Lass das Feuer der Gerechtigkeit weiter brennen
Lass die Menschen sich versammeln
und die Richter die Falschheit rechtzeitig erkennen


Lass uns nicht vor uns selber fliehen
Lass uns näher zusammenziehen


Lass das Wasser alles wieder miteinander verbinden
im Quell der Vernunft wird man sich letztendlich erneut wiederfinden

Krähen, die selbst in der schwärzesten Hexennacht weiterfliegen,
werden mit ihren dunklen Augen alles Böse lautlos erkennen und
ihre Flügel bis zur Ohnmacht schinden, bis sie sich vor Schmerz winden

Es läuten die Glocken …

Es wird Frieden werden ... und die Krähe folgt der Nacht …

Glut und Asche auf das Haupt des Bösen …



Es ist wieder Hexennacht


© Harma Regina Rieth

Sonntag, 29. April 2012

Animé-Event: Makoto Shinkai hat Signierstunde in Hannover


Regisseur Makoto Shinkai wird im Juli 2012 anlässlich der DVD-Veröffentlichung seines neuen Films Children Who Chase Lost Voices seine europäischen Fans besuchen.




Der Regisseur, der mit Voices of a Distant Star und 5 cm per Second bekannt geworden ist, wird zwischen 2. und 9. Juli 2012 Europa bereisen. In Paris (Frankreich) wird er Ehrengast der Convention Japan Expo sein. Weitere Stationen der Reise sind Dublin (Irland) und Hannover (Deutschland), wo er jeweils die offiziellen Premieren seines neuen Films Children Who Chase Lost Voices eröffnen wird. Am 11. April 2012 hatte sich Makoto Shinkai mit einer Videobotschaft an seine deutschen Fans gewandt. Die Botschaft wurde auf Facebook (www.facebook.com/kaze.deutschland) und der Kazé-Homepage (www.kaze-online.de) veröffentlicht.

Über Makoto Shinkai
Der Regisseur Makoto Shinkai (5cm per Second, Voices of a Distant Star, The Place Promised in Our Early Days) ist ein Autodidakt und hat eine sichere Hand dafür, seine Ideen und Emotionen durch seine Animationsfilme auszudrücken. Das Multitalent unter den Filmemachern hat die Funktionen eines Animators, Redakteurs, Regisseurs und Koloristen eingenommen und gezeigt, dass er keine Mühe scheut, um seine Ideen umzusetzen. Seine Filme wurden von Kritikern und Festivals rund um den Globus als wunderbare Unterhaltung gelobt.

Über den Film:
Die junge Asuna ist bereits sehr selbstständig, aber auch sehr einsam. Ihr Vater starb früh und ihre Mutter muss hart arbeiten. Ihre wenige freie Zeit verbringt sie damit, den Klängen eines Kristallradios zu lauschen, das sie von ihrem Vater bekam. Eines Tages empfängt Asuna darauf eine mysteriöse Melodie, die sie verzaubert. Als wäre sie von einer fremden Seele berührt worden.
Auf dem Heimweg durch die Hügel wird Asuna von einer riesigen Bestie angegriffen. Aus dem Nichts erscheint ein geheimnisvoller junger Mann und rettet sie. Er stellt sich als Shun vor und behauptet, aus dem fernen Land Agartha zu stammen. Shun erzählt Asuna, dass er an die Oberfläche gekommen ist, um jemanden zu suchen. Und dann verschwindet er genauso plötzlich, wie er gekommen ist. Doch das ist erst der Anfang eines großen Abenteuers …

Für die Premiere der deutschen Synchronfassung wurde einer der schönsten Kino-Säle Deutschlands gewählt: das Hochhaus-Kino in der Kuppel des Anzeiger-Hochhauses in Hannover.
Zuvor wird Makoto Shinkai sich in einer Signierstunde seinen deutschen Fans stellen. Die genauen Daten werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Heute Abend






LA MANNSCHAR in Neunkirchen/Saar und LESEN & KULTUR - Jahresfeier u.a. mit Lesung von Jungautoren, Jugendtheater und Szenischer Lesung aus "Gilgamesh und Enkidu" im HalbNeunTheater, Darmstadt 
siehe REGIONALE EVENTS

Samstag, 28. April 2012

Buchbesprechung: WIE MAN JEDE LÜGE ERKENNT


Pamela Meyer
Wie man jede Lüge erkennt
Zeichen verstehen, Täuschung durchschauen, Wahrheit ermitteln
München 2011, 288 Seiten, gebunden,
17,99 € (D), mvg Verlag


Wie erkenne ich, dass mich mein Partner, meine Eltern, meine Kinder oder meine Freunde anlügen? Wir werden jeden Tag im Schnitt fast 200-mal belogen. Dennoch sind Menschen unglaublich schlecht darin, Lügen zu erkennen: Unsere Erfolgsquote liegt bei nur 52 %, also kaum besser, als wenn wir einfach eine Münze werfen würden. Mit diesem Buch können wir etwas dagegen tun: Durch die Verknüpfung von drei Disziplinen – Gesichtserkennungstraining, Befragungstraining und einer umfassenden Studie über Betrugstechniken – erhalten wir das umfassende und entscheidende Wissen, wie wir Lügen entlarven und die richtigen Informationen herauslesen können.

Mit Meyers BASIC-Methode lernen wir Schritt für Schritt, wie wir in Zukunft Lügner sofort identifizieren, und erhalten darüber hinaus erprobte Vorgehensweisen und Techniken, wie wir künftig zuverlässig die Wahrheit herausfinden können. Denn Hinweise auf Unwahrheiten und Betrügereien gibt es überall – wir müssen nur die Geheimsprache der Gesten, Gefühle und Schlüsselwörter verstehen.



Eine Leseprobe steht Ihnen hier zur Verfügung. http://www.mvg-verlag.de/mediafiles/articles/pdfdemo/978-3-86882-221-2.pdf


Pamela Meyer ist die Gründerin von Simpatico Networks, einer der führenden Firmen, die soziale Netzwerke im Internet betreiben. Sie hat einen MBA in Harvard absolviert und ist zertifizierte Betrugssachverständige. Sie ist umfassend ausgebildet in Interview- und Befragungstechniken, der Interpretation von Mikroexpressionen des Gesichts und der Körpersprache sowie der Analyse von Aussagen und Verhalten. Für das Buch Wie man jede Lüge erkennt hat sie mehrere Jahre mit einem Forschungsteam zusammengearbeitet und eine umfassende Studie über Lügen und Betrug zusammengestellt.

Dichterhain: SONETT von Hermann Mensing

sonett

es muss an einem kühlen montag doch
ein vers aus nichts zu schmieden sein,
versatzstücke, die sonst allein, 
sich paaren unter meinem joch. 

es sollte doch, trotz hagelschlag, 
ein hauch von frühling möglich werden, 
ein lied, das uns'rer existenz auf erden, 
ein wenig glanz verleiht für diesen tag.

sei nett, ruft es, schreib ein sonett
nichts leichter, sieh, da kommt es schon,
ergreift besitz, steigt majestätisch auf den thron.

grüßt alle, die das leben schätzen,
schenkt wein aus und gibt allen frei,
damit das leben eine freude sei.





(c) Hermann Mensing, Münster

Szenische Lesungen von Rüdiger Heins mit Felicitas Göbel und Viktoria Vonseelen


Auf der Binger Kleinkunstbühne "Binger Bühne" fand letzten Sonntag, 22.4.2012, die szenische Lesung „Uruk“ von und mit Rüdiger Heins statt, der in "Gilgamesh und Enkidu" das uralte Gilgamesh-Epos ausführlich verarbeitet hat. Seine Interpretation kam 2011 in Bingen zur Uraufführung und wurde hier als Ausschnitt aus dem Ganzen präsentiert.
Als Schauspielerinnen Felicitas Göbel und Viktoria Vonseelen, die in verschiedene Rollen schlüpfen, die Hauptrollen auch mal tauschen, dominant jedoch die Zuordnung eine schauspiel- und theaterpädagogisch ausgebildete Felicitas Göbel, der südländische geheimnisvolle Typ, als archaischer, starker, dunkler Kämpfer, mit Anklang an das alttestamentarische Biest, erd- und naturverbunden, schön, stark. Gilgamesh als der helle Unbesiegbare, Heldenhafte, Posierende, Schöne durch die musik- ballet-, tanz- und sprechausgebildete Veronika Vonseelen, der blonde klingende Typ. 

Die Geschichte spielt am Schnittpunkt Megalith (Jungsteinzeit) und Antike, sie ist mittlerweile 4900 Jahre alt. Es ist eine Geschichte um Gilgamesh, den starken und tyrannischen Herrscher von Uruk, dem man den Bau einer sehr langen Stadtmauer von 12 m Höhe nachsagt und der unbesiegbar war. Zwei Teile Gott, ein Teil Mensch fehlte ihm jedoch ein starker Gegenpart, an dem er sich messen konnte. Die Bewohner von Uruk wünschten sich daher von den Göttern einen solchen, die daraufhin Enkidu schufen, der aus zwei Teilen Tier und einem Teil Mensch aus der Steppe kam. 
Die beiden treffen aufeinander, kämpfen und alle Sinne springen an, sie verlieben sich im Kampf ineinander und werden ein homoerotisches Paar. Ein Leben in tiefer Freundschaft und Liebe, bis die Götter Enkidu im Kampf sterben lassen. Hier kommt die aristotelische Poetik zum Zug, die im Gilgamesh-Epos bereits vorverwirklicht war. Das Aufeinandertreffen der Helden und ihre Prüfung durch die Götter ist unweigerlich mit Stationen verbunden, sie müssen auf ihrer Reise Aufgaben erfüllen, einen Weg beschreiten, sich verlieren. Das Teleologische, Zielgerichtete ist typisch für diesen Dramentyp, im krassen Gegensatz zum statischen Drama eines Samuel Beckett, keine Handlung, kein Ziel. Gilgamesh ist auferlegt die Trennung zu verschmerzen, das Leid zu ertragen. Als geläuterter Herrscher kehrt er zurück und lässt nun Weisheit und Liebe im Regieren walten.

Eine schöne Bereicherung, dieser Lesung zuzuschauen, künstlerischer Genuss vom Feinsten.

Morgen ist nun im HalbNeun Theater Darmstadt, Sandstraße 32, ab 17 Uhr die Neugründung des Vereins „Lesen & Kultur für alle e.V., Münster in Hessen“.

Ziel des Vereins ist die Stärkung der Lesekompetenz sowohl der leseschwachen als auch der lesestarken Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen. Es wird ein buntes Programm mit Theatervorführungen, Lesungen und Musik geboten. Dr. Michael Hüttenberger, Gewinner des diesjährigen Stockstädter Literaturpreises wird eine Lesung halten. Er ist Initiator des Projektes „Lesen für alle“. Es wird das Jugendtheaterstück „Der Sommernachtstraum“ von Shakespeare aufgeführt. Dies wird inszeniert von Georgios Slimistinos, Gründer des ZwischenZeittheaters in Frankfurt. Des Weiteren wird aus dem Werk „Gilgamesh und Enkidu“ des bekannten Schriftstellers und Regisseurs Rüdiger Heins eine Szenische Lesung "Uruk" mit den beiden ansprechenden Schauspielerinnen Felicitas Göbel und Viktoria Vonseelen (s.o.) aufgeführt.

Heute Abend

Frühlings-Soirée und Orientalischer Abend in Neunkirchen/Saar
siehe REGIONALE EVENTS








CITY in Kaiserslautern am 7.7.2012

Ostrock Legende CITY in der Fruchthalle Kaiserslautern am 7. Juli 2012





Das Legendäre "Am Fenster" hat sie noch zu DDR-Zeiten über alle Grenzen berühmt gemacht. Dieses Jahr wird CITY das 40. Bühnenjubiläum feiern. Tickets für dieses einzige Konzert in der Region Rheinland-Pfalz / Hessen / Saarland / Rheinland  können Sie jetzt bereits bestellen.


"Für immer jung: 40 Jahre CITY" eine Betrachtung von Olaf Leitner
CITY - das ist ja nicht nur eine Band. Auch wenn es schon ausreichen würde bei einer Band wie dieser. CITY - das ist Kulturgeschichte. Deutsche Kulturgeschichte. CITY hat drei Deutschlands erlebt und in seinen Songs abgebildet: Die DDR als Heimat, die BRD als Gastspielreiseland, und nun, friedlich und mit Nachdruck zusammen gezimmert, die BRDDR. "Wir als Band betrachten uns immer als Spiegel der Gesellschaft oder der Umgebung, in der wir auftreten."
Damals wie heute: "Wir haben immer versucht, die Themen aufzugreifen, die bewegen. Kleine Wahrheiten mussten wir in den Texten verstecken, wo zwischen den Zeilen lesbar wurde, was wir meinten", sagt Toni Krahl.
CITY steht exemplarisch für jenen Teil der DDR-Rockmusik, der sich mühte, das Maß anAnpassung gering zu halten und über das Medium Text und Musik mit List, Mut und Intelligenz die bescheidenen Möglichkeiten der Wahrheitsfindung und -verbreitung zu nutzen. Toni Krahl war im Umgang mit der Obrigkeit bereits von leidvollen Erfahrungen geprägt. Im Spätsommer 1968 hatte er, naiv, aber mit Courage, "kleine stümperhaft gestaltete Flugblätter" verteilt, auf denen er gegen den Einmarsch der Warschauer Pakt Staaten in die CSSR protestieren wollte. Er wurde zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Ein Ereignis, das in der Gegenwart noch seinen Niederschlag findet: "Prager Frühling. Wut im Bauch. Sechzehn Wochen hinter Gittern. Das war ich", singt er auf der neuen CD "Für immer jung".
Wir waren die geduldete Opposition, es gab da noch die ungeduldete und die verbotene. Wir saßen immer auf schmalem Grat, und da sitzen wir immer noch. Wir sind dem heutigen System genauso suspekt wie dem vorherigen, und wollen immer noch dasselbe erreichen wie früher. Aber irgendwie macht das Don-Quijote-Spiel auch Spaß. Ohne Gegenwind ist es langweilig!
Ich bin sicher, dass auch die Rockmusik der DDR zum allmählichen Untergang der Republik beigetragen hat. Die getarnten Botschaften der Texte, aber auch die Vitalität und Kraft der Musik, eingespielt von großartigen Sängern und Instrumentalisten, hat der als "Kampfreserve der Partei" missverstandenen Jugend Kraft und Selbstbewusstsein gegeben, um das Herumkommandiert-zu-werden einfach zu ignorieren. Die Leute von CITY waren Protagonisten der Szene. Und sie haben die Wende gemeistert, haben den zeitweiligen Stillstand durch Aktivitäten wie Gründung eines eigenen Plattenlabels überlebt, konnten sich in die neue Szene einfädeln und mit ansehen, wie viele der so umschwärmten Wessi-Bands an Glanz verloren. Sie hielten durch ihre Lieder Erinnerungen wach und gaben damit den neuen Bundesbürgern ihre Identität wieder, die im Talmiglanz westlicher Attraktionen zu verblassen drohte.


Nach 4 Jahrzehnten sind CITY immer noch…
  • eine echte, keine zugezogene oder eingemeindete Berliner Band, eine Band der längst gesamtdeutschen Hauptstadt.
  • da bleiben ein gutes Dutzend Alben, mindestens doppelt so viele einprägsame Hits und ihre nachhaltige Präsenz auf der Bühne.
  • City anno 2012 ist immer noch strikter, exzellenter Rock'n'Roll ohne Schleichen und Swing-Bremsen.
Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufstellen und natürlich über www.kunstgriff-event.de unter Tickets.

Freitag, 27. April 2012

Buchbesprechung: Land der Empörer


Ulrich Stockheim
Land der Empörer. 
Euro-Krise, Integration, Schulden und Sozialstaat: Warum Deutschland nur mit Klartext seine wichtigen Probleme lösen wird. 
München 2011, 240 Seiten, gebunden,
19,99 €. riva Verlag

Die Politiker schmeißen mit Dreck aufeinander: Thema, Vorschlag, Vorschlag abgelehnt, neues Thema, Empörung, kein Ergebnis. Klartext bleibt Mangelware. Das Buch Land der Empörer von Kommunikationsexperte Ulrich Stockheim zeigt auf, wie die perfekt geölte Empörungsmaschine funktioniert und nach welchem Muster Entrüstung aufgebaut wird. Gleichzeitig liefert es zehn konkrete Hinweise, wie wir es in Zukunft besser machen können,um eine gesunde Debattenkultur in Deutschland wiederzubeleben. 
Politiker sprechen Wahrheiten nicht mehr an, wichtige Entscheidungen werden vertagt und zerredet. Oftmals führt erst ein schwerwiegendes, schreckliches Ereignis dazu, Farbe zu bekennen und Klartext zu reden. Aktuelles Beispiel: Das Horror-Beben in Japan und die daraus neu entflammte Atomkraft-Debatte in Deutschland. Der Energie-Mix der nächsten Jahrzehnte - der gerade erst von der Bundesregierung gegen den Bürgerwillen niedergelegt wurde – ist seit der Katastrophe in Japan Geschichte. Bundeskanzlerin Angela Merkel verkündete die erst Ende 2010 beschlossene Laufzeitverlängerung für drei Monate. Die sieben ältesten Atomkraftwerke in Deutschland werden nun sogar stillgelegt. Eine Entscheidung, die noch vor kurzem undenkbar gewesen wäre. Ob das nun als wahlpolitisches Manöver oder als wirkliche Wende in der Auseinandersetzung mit politisch strittigen Sachfragen zu werten ist, wird die Zukunft zeigen.
Doch in der Regel haben konkrete Entscheidungen dieser Art seitens der Politik Seltenheitswert. Ulrich Stockheim veranschaulicht in seinem Buch anhand aktueller Medienbeispiele unterschiedliche Methoden, die Politiker anwenden– nur um keinen Klartext reden zu müssen. Einer, der lange als mutig galt, weil er sich offenbar kraftvoll gegen die Empörer stellte, musste im März 2011 den Hut nehmen: Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, der in diesem Buch an einigen Stellen vorkommt. Wegen seiner Abschreiberei. Lächerliche Vorwürfe im Vergleich zu seinen Bemühungen, sagt der Autor.
Als Kommunikationsberater interessiert es Stockheim, weshalb die im Kern einfachen Regeln der Kommunikation auf der öffentlichen Bühne der Politik so sträflich ignoriert werden. Klartext sprechen, frühzeitig die Probleme benennen, in Krisen die Wahrheit so schnell wie möglich auf den Tisch bringen, Emotionen weglassen, Ziele formulieren und Erreichtes genauso nennen wie Verfehltes. Das ist der Handwerks- und Wissenskasten der Kommunikation. Nur der offene Austausch der Meinungen und Vorschläge, sachlich, ergebnisoffen und klar kommuniziert, wird das Land aus der Entscheidungslosigkeit führen. Und dafür lohnt es sich einzutreten.

Der Autor
Ulrich Stockheim gehört zu den führenden Kommunikationsberatern für Wirtschaft und Politik. Der Diplom-Volkswirt startete 1993 seine Karriere als Finanzjournalist der Zeitschrift Wertpapier, anschließend arbeitete er fünf Jahre beim Wirtschaftsmagazin Capital, dessen New Yorker Korrespondent er 1998 und 1999 war. Nachdem er drei Jahre als Geschäftsführer des Wertpapier-Verlages gearbeitet hatte, gründete er Stockheim Media. Die Kommunikationsberatung ist in Köln, Frankfurt und New York tätig. Ulrich Stockheim ist Autor der Bücher Inside Wall Street und Mr. Daks – Aktienstrategien für alle.

Die 10 Gebote für politische Kultur in Kurzform - als Diskussionsstoff
1. Raus aus der Komfortzone und hinein in die Debatte! 
Das erfordert Mut zur eigenen Meinung und die Kraft, sich auch gegen Widerstände zu verteidigen. Die abweichende Meinung und der Widerspruch sind also notwendige Bedingungen für eine Gesellschaft. 
2. Die Moralkeule ist ein verlässlicher Debatten-Killer! 
Denn: Moralische Argumente entkräften jede Debatte – sie diskreditieren vielmehr denjenigen, der die Argumente vertritt. 
3. Content geht vor Performance! 
Dass Image Inhalt ersetzt ist eine fatale Entwicklung. 
4. Political Correctness rechtfertigt keine sachliche Unkorrektheit! 
Wenn aus Rücksicht Vorsicht wird und aus Vorsicht Verklemmtheit, dann werden Debatten sinnlos. Wenn es also die Sache erfordert, muss es möglich sein, Klartext zu reden, statt vor Betroffenheit zu verstummen. 
5. Meinungen sind keine Glaubensbekenntnisse! 
Wir schaffen es immer wieder, politische Auseinandersetzungen zu Gesinnungskämpfen zu stilisieren, und reißen damit tiefe Gräben auf. Kompromisslinien zu sehen und öffentlich zu vertreten kann manchmal mutiger sein, als mit heiligem Ernst eine Maximalposition zu vertreten. 
6. Keine Ein-Satz-Debatten bitte! 
Es gehört zu den Mechanismen im Medienspiel, einen einzelnen Satz – vollkommen aus dem Kontext gerissen – zum Skandal aufzubauschen. Debatten, die daraus resultieren sind vollkommen sinnentleert. 
7. Es gibt keine Tabus, nur schlechte Argumente! 
Hätte Thilo Sarrazin ohne das Prädikat „Tabubrecher“ den gleichen Erfolg gehabt? Würde unsere Debattenkultur funktionieren, wäre es gelungen, seine Denkanstöße aufzunehmen und aus schlechten Argumenten die Luft raus zulassen. Die Behauptung vermeintlicher Tabubrüche wirkt wie ein Gütesiegel und verhindert, dass sich schlechte Argumente als solche erweisen. 
8. Empörung verhindert Entscheidungen! 
Medienwirksame Aufregung ersetzt Argumente, Schreierei eine sachgerechte Diskussion. 
9. Keine begrifflichen Nebelkerzen bitte! 
Die Beeinflussung der öffentlichen Meinung gelingt am besten durch starke Bilder und begriffliche Nebelkerzen, welche die Emotionen des Publikums ansprechen. Doch Wahrnehmungssteuerung ist das Gegenteil von Aufklärung. 
10. Mehr Mut zum Pragmatismus! 
Wir gehen Probleme lieber grundsätzlich an und bleiben dann in den Grundsätzen stecken. Aber wie kann es sein, dass es so viel Mut erfordert, praktisch zu denken und pragmatisch zu handeln?  



Heute Abend


Sebastian Krumbiegel, Donnersberghalle, Rockenhausen
siehe REGIONALE EVENTS

Der Gedankenspieler (03). Ein Fortsetzungsroman von Marco Meissner


Der Gedankenspieler (03)

Mit langen Schritten rannte sie über den klapprigen Schotter des Parkplatzes. Die knochigen Steine unter ihren Füßen knirschten lauthals auf und stellten ihre Fußgelenke auf eine harte Probe. Sie war mal wieder spät dran. Sie konnte sich nicht erinnern, wann sie in der letzten Zeit einmal nicht auf dem Sprung gewesen wäre. Eine Familie und Freunde im Ruhrgebiet zu haben und gleichzeitig ein Studium in Siegen zu absolvieren bereitete ihrem Zeitmanagement doch einige Druckstellen. Mental hatte sie sich mit dem Gedanken angefreundet, Siegerin zu sein. Doch ihr Herz und ihre Wurzeln zogen sie immer wieder zurück in ihr schaurigschönes Heimatnest. 
Sie kam aus einer dieser Städte, die nur dann einmal in der Zeitung auftauchen, wenn etwas Schreckliches passiert. Und wenn auch wenig Positives über diesen Ort zu berichten war, so schlug ihr Herz doch immer wieder höher, wenn sie die Grenzen ihrer Heimat erblickte.
Nun aber musste sie sich beeilen. Sie wollte diesen Job behalten. Er brachte unkompliziert und schnell ein paar Euro mehr in die arg strapazierte, studentische Haushaltskasse.
Und auch wenn sie erst wenige Wochen dabei war, so hatte sie doch schon so viele Freundschaften unter den Mitarbeitern dort geschlossen, dass sie sich auch dort irgendwie zu Hause fühlte.
Hastig hetzte sie die lang gezogene Stahltreppe hinauf in den ersten Stock der Halle. Wo in früheren Zeiten unter Schweiß und Muskelkraft das schwarze Gold des Ruhrgebiets zu Tage befördert wurde, führte man heute Konzerte, Theaterstücke und allerlei andere Veranstaltungen auf. Unbeschreiblich war die Länge dieser Halle. Unfassbar seine Architektur. Jenny hatte schon viel gesehen, kannte die Pläne vieler großer Bauwerke weit um den Erdball verteilt. Doch dieses Gebäude war einfach einzigartig. Es wurde im Volksmund der Tempel der Arbeit genannt und so konnte man es auch durchaus bezeichnen. Sie liebte die Halle sehr. An den Wänden zogen sich wunderbare Fresken in die Höhe. Der stark ramponierte Boden mit Kacheln gefliest. Wer es nicht besser wusste, hätte nie damit gerechnet, dass dies jemals eine Arbeitsstätte war. Es erweckte den Eindruck, der Schönheit wegen erbaut worden zu sein. Doch die mehr als mannshohen Maschinen im hinteren Bereich der Halle überzeugten vom Gegenteil. Die schon in der Kaiserzeit errichteten Apparaturen dienten heute nur als stilvoller Bühnenhintergrund. Die Tontechniker machten gerade ihren letzten Soundcheck als Jenny das obere Plateau erreichte. Die kraftvollen, ja beinahe majestätisch anmutenden Backsteinmauern hatten schon lang den Kampf gegen die frostige Dezemberkälte aufgegeben. Jenny wusste nicht, ob sie deswegen fröstelte oder ob es der Gedanke an Herrn Landmann war, der sie mit starrem, eisigem Blick, auf seine Armbanduhr klopfend, erwartete.
„Sie sind mal wieder zu spät, Frau Jäger. Lange geht das nicht mehr gut mit ihnen.“
„Tut mir leid, Herr Landgraf. Wird bestimmt nie wieder vorkommen“, entschuldigte sich Jenny und versuchte dabei ihr unschuldigstes Gesicht zu präsentieren. Im Hintergrund konnte sie nur zu gut erkennen wie Larissa und Annika sich nur mit Mühe ein Lachen verkneifen konnten. Es erfasste sie augenblicklich. Durch den Frohsinn der anderen angesteckt huschte auch ihr ein scheues Lächeln über das Gesicht.
„Sie finden das wohl auch noch komisch!“, fauchte Herr Landgraf, „Passen Sie lieber auf, dass Ihnen das Lachen nicht schneller vergeht, als Ihnen lieb ist!“
„Passen Sie mal lieber auf, dass ich Ihnen nicht ihre hässliche Nase abbeiße!“, hätte sie gerne gesagt, doch stattdessen brachte sie nur ein kleinlautes :„Nein! Herr Landgraf! Tut mir leid Herr Landgraf!“, heraus. Oh. Egal wie sie sich anstrengte. Sie konnte diesen eingebildeten Fatzken sowieso nicht leiden. Umso schlimmer war es da noch, dass er sich diesmal ausnahmsweise auch noch im Recht befand. Schnell reihte sie sich in die lang gezogen Reihe der Mitarbeiter ein.
„Arsch!“, knirschte sie durch ihre Vorderzähne, die ihr Mund bei der Bildung eines schelmischen Lächelns freilegte. Annika tat sich schwer nicht laut loszulachen. Doch zuerst einmal war Herr Landgraf an der Reihe. Wie ein Brigardegeneral schritt er die Reihen seiner Mitarbeiter ab.
„Nun da wir ja jetzt vollzählig sind kann ich ja endlich beginnen.“
Er hatte seinen feisten Körper in einen pechschwarzen, unfassbar teuren Anzug gepresst. Sein Hemdkragen war aufs aller Sorgfältigste gebügelt. Doch an den Knöpfen spannte sich das weiße Hemd so sehr, dass es den Blick auf das eng anliegende, weiße Feinreippunterhemd freigab. 
„Heute ist ein großer Tag für unser Unternehmen. Alles was in dieser Gegend von Rang und Namen ist wird heute hier vertreten sein. Aus diesem Grund dulde ich heute keine Fehler! Und jetzt los! Ich bezahle Sie schließlich nicht fürs Rumstehen und Löcher in die Luft gucken.“
Die Mitarbeiter, Kochgehilfen und Servicekräfte wechselten kurze, aber vielsagende Blicke untereinander. Wie oft schon hatten sie diese Rede gehört. Immer war es ein wichtiger Tag und immer war irgendwer Wichtiges da. Doch niemand hatte den Mut Herrn Landmann darauf aufmerksam zu machen.


„Sie sind zu spät, Frau Jäger!“, imitierte Annika die markant tiefe Stimme Landmanns. „Ihnen wird das Lachen schon noch vergehen.“
Die drei Mädchen kugelten sich vor Lachen. In den scheinbar sicheren Gründen des Umkleideraums angekommen gab es für die drei kein Halten mehr.
„Sobald ich genug verdiene, bin ich hier schneller weg, als dieser Mistkerl gucken kann.“
Jenny war immer noch ein wenig eingeschnappt über ihre öffentliche Demütigung. Sie streifte sich ihre schwarze Arbeitsbluse über und schnitt den anderen beiden ein Grimasse. Plötzlich sprang die Tür auf.
„Kann ich Ihnen vielleicht noch einen Kaffee dazu reichen. Ist das eigentlich alles nur ein Witz hier für Sie?!“
Der Kopf Landmanns war zu einem gewaltigen, roten Ballon angeschwollen, der jeden Moment zu platzen drohte. 
Die drei jungen Frauen senkten die Köpfe und waren im Begriff den Raum wortlos zu verlassenn als Landmanns fester Griff Jennys Schulter erfasste.
„Sie nicht, Fräulein Jäger! Sie bleiben kurz mal hier! Die anderen beiden finden sich umgehend an der Theke ein. Lassen Sie sich von Frau Schrödter Tabletts geben. Heute ist Service angesagt.“
Hilflos warfen Larissa und Annika ihrer Freundin noch einen letzten Blick zu. Doch Landmanns Auftritt duldete weder Widerwort noch Aufschub. Und so verschwanden sie so schnell sie konnten durch die noch offenstehende Tür.
„Was ist bloß los mit Ihnen? Ich habe für heute echt die Faxen dicke! Sie werden sich sofort in die Küche begeben. Lassen Sie sich eine Schürze geben. Für heute ist Küchendienst angesagt! Ich kann und will Sie heute vorne nicht sehen!“
Jenny konnte es nicht fassen. Nicht die Küche. Das konnte er ihr doch nicht antun. Für den Service war der Dienst in der Küche gleichzusetzen mit einem einmonatigem Aufenthalt im strengsten Gulag Sibiriens. Denn genauso pflegte Lutmilla Smetlova diese Abteilung zu führen. Mit harter Hand schikanierte sie das Personal, wie es ihr gerade passte. Niemand war gut genug für sie und erstrecht konnte ihr niemand das Wasser reichen.
„Was du willst? Kann ich gebrauchen dich nicht!“, waren die ersten Worte, die Jenny in der Küche zu hören bekam. In der Küche herrschte eines: STILLE. Natürlich konnte man das hektische Klopfen der Messer hören, wenn sie auf die Schneidebretter trafen. In den Töpfen köchelten Suppen und Soßen vor sich hin und auch sonst war der Ort erfüllt von geschäftigem Treiben. Doch Stimmen waren nicht zu hören. Wenn hier jemand etwas zu sagen hatte, dann war es Lutmilla.
„Musst du schneiden dünner!“ oder „Was du machen? Geh weg! Ich gucke!“ waren die einzigen menschlichen Laute, die man hier vernehmen konnte.


Jenny hatte die höchst fordernde Aufgabe erhalten, die Dessertschälchen zu garnieren. Und obwohl ihr dieser Ort überhaupt nicht gefiel, bemerkte sie doch schnell eine bemerkenswerte Freude daran. Auf der anderen Seite des Raumes waren Füsun und Semra damit beschäftigt, Kalbsbäckchen zu schneiden und auf Tellern zu verteilen. Es erschien Jenny als könne ihnen selbst ein Erdbeben keine Gemütsneigung abringen. Mit stoischer Ruhe erledigten die beiden rüstigen Türkinnen die ihnen anvertrauten Aufgaben, ohne auch nur den kleinsten Verdacht auf Unzufriedenheit auszulösen.
„Wenn sie unsere Sprache sprechen würden, wären sie wahrscheinlich schon lang nicht mehr hier“, dachte Jenny und legte noch ein paar gehackte Pistazienkerne auf die weiße Mousse au Chocolat. 
„Kannst du nicht machen richtig?“, keifte sie Ludmilla urplötzlich an, „Habe ich gesagt Fingerspitz! Nicht Hand voll!“
Energisch entriss Ludmilla ihr die Schale und machte sich hektisch daran, Jennys Aufgabe zu vollenden.
„Geh gucken, was machen Soße!“, rief die beliebte Russin ihr hinterher, „Einfach nur umrühren! Das schaffen selbst du!“
Jenny wollte protestieren, doch das konnte sie sich gerade heute nicht erlauben. Also kümmerte sie sich um die Soße. Lustlos rührte sie immer wieder in dem riesigen Topf. Beinahe apathisch schweifte ihr Blick durch die Küche und blieb bei einem jungen Mann hängen, der kunstvolle Rosen aus Karottenstümpfen schnitzte. Wer war dieser Typ. Seitdem sie hier arbeitete, war er auch dabei, doch sie wusste überhaupt nichts über ihn.
Als Ludmilla sich in Richtung Toilette bewegte, nutzte Jenny ihre Chance: „Wie heißt du?“, fragte sie ihn direkt.
Der junge Mann war einfach zu sehr in Gedanken, als dass er darauf reagieren konnte.
„Ähhm. Entschuldigung. Ich habe dich hier schon oft gesehen. Aber ich kenne deinen Namen nicht.“
Der junge Mann hob kurz den Kopf an. Sein lockiges, braunes Haar stand ihm ungeordnet kreuz und quer auf dem Kopf.
„Ich .. ich bin Alexander“, sagte er leise und senkte sofort wieder seinen Kopf. Wieder einmal war es gespenstig ruhig in der Küche. Jenny war irritiert. 
„Wer bist du?“
Er schaute ihr nicht direkt in die Augen. Fokussierte sich direkt wieder auf die Arbeit.
„Ich heiße Jenny“, gab sie zurück.
„Deine Suppe!“
„Was ist mit meiner Suppe?“
„Ich glaube, sie brennt an.“
„Ach, du heilige Sch…“
Schnellen Schrittes begab sich Jenny zurück zu ihrer Kochstelle. Ein beißender Schmerz durchzog ihren Finger, als sie den Topf vom Ofen nahm. In ihrer Panik hatte sie vergessen, einen Topflappen zu benutzen. Beinahe hätte sie den Topf fallen lassen. Doch im letzten Moment bekam der junge Mann ihn zu fassen. Er drückte ihn auf eines der kalten Kochfelder und ließ schnell kaltes Wasser ins Waschbecken laufen. 
„Kühl deinen Finger“, sagte er zu ihr. Dann stellte er die Hitze der Kochplatte etwas kleiner ein, probierte die Soße und sagte:
„Oh, noch mal Glück gehabt.“
Danach begab er sich wieder an seinen Arbeitsplatz und schnitt weiter kunstvolle Blätter in die Karotte vor sich.
Jenny ließ etwas Wasser auf ein Handtuch laufen und stellte es dann ab. Dann begab sie sich wieder zu ihrem so genannten Arbeitsplatz. Auf dem Weg dort hin flüsterte sie Alexander noch ein leises Danke zu und gab sich wieder ihrer anspruchsvollen Tätigkeit hin.



To be continued....

©Marco Meissner, Gladbeck
mmmarcomeissner@googlemail.com
Alle Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit mit realen Personen oder Handlungen sind rein zufällig und ganz und gar unbeabsichtigt.

Donnerstag, 26. April 2012

Buchbesprechung: Roman in Fragen

Padgett Powell 
Roman in Fragen
Aus dem amerikanischen Englisch von Harry Rowohlt
Berlin 2012, 192 Seiten, gebunden
17,90 € [D], Berlin Verlag


„Sind ihre Gefühle rein? Wie stehen Sie zur Kartoffel? Sollte es immer noch Konstantinopel heißen? Haben Kinder Ihrer Ansicht nach einen eigenen Geruch? Wenn Sie jetzt welchen hätten, würden Sie Hundekuchen essen? Sind Sie glücklich? Ist Ihnen klar, warum ich Ihnen all diese Fragen stelle?“ [Roman in Fragen]


Ich hatte ja versprochen, meine Eindrücke noch mal kundzutun, und das möchte ich hiermit tun. 
Der Verlag: "Roman in Fragen ist ein voluminöser Katalog von Fragen, manchmal verrückt, komisch oder hinterlistig, oft philosophisch und melancholisch, dabei aber immer verblüffend und erfrischend. Niemand kann der Faszination der direkten Ansprache entgehen, die zunächst irritierend erscheint. Das Gehirn springt sofort an und fühlt sich zum Denken herausgefordert. Um schließlich am Ende erstaunt zu sein, über was man alles mit Gewinn nachdenken kann, wenn man nur einmal gefragt wird."  Allerdings, ich muss sagen nach etlichen Seiten der verrücktesten Fragen kriegt man auch genug, weil es partout keine echte Fortentwicklung gibt. Alles erstarrt in der Frage, und selten bzw. nie können weitere Fragen die Antwort zu den vorhergehenden sein. Bis auf den bloßen Fragenrausch kommen keine echten, vor allem lang andauernden Fesselungsgefühle auf. Aber es ist ein besonderes Projekt, zweifelsohne. Wer mag, kann sich selbst davon überzeugen.

Padgett Powell, 1952 geboren, lebt in Florida, wo er als Schriftsteller und Übersetzer arbeitet und auch an der Universität von Florida lehrt. Für seine Romane erhielt er schon mehrere Auszeichnungen, unter anderem den 
Prix de Rome der American Academy of Arts and Letters, den Whiting Writer’s Award und eine Nominierung für den National Book Award.

Kindheit am Niederrhein von Imke Schüring: Beste Freundinnen



Wenn ich heute an meine Kindheit zurückdenke, habe ich manchmal einen seltsamen Flashback ... dann kommt es mir so vor, als wäre alles rosarot gewesen, muckelig und irgendwie .... perfekt ....

Man mag es kaum glauben, aber es ist tatsächlich wahr ... Als ich noch so klein war, wie auf dem Foto unten, da war ich ganz entsätzlich schüchtern! Wirklich - ich habe den Mund nicht aufgekriegt, wenn mich jemand ansprach. Ich rannte sofort  davon und blieb stundenlang versteckt. 
Das ging so weit, dass meine Mutter sich schon ernsthaft Sorgen um mich machte, dass mit mir eventuell etwas nicht stimmen könne.

"Ein Kind braucht doch Spielkameraden, warum gehst du nicht mal rüber zu Christina und spielst mit ihr?"

Damals mochte ich Christina nicht besonders. Sie sprach immer so laut und war rotzfrech und auch nicht selten gemein. Ein sehr selbstbewusstes Kind, ganz im Gegensatz zu mir. Während ich lieber mit meinen Puppen spielte, kletterte sie auf Bäume und spuckte mit den Jungs auf der Straße um die Wette. Nein, sie war keine Spielkameradin nach meinem Geschmack.
Und überhaupt, was ging es meine Mutter an, dass ich keine Freunde hatte. Ich kam doch prima alleine zurecht - ehrlich, dieses ständige Gesorge meiner Mutter ging mir als Kind schon gehörig auf den Keks, ich hatte halt schon immer einen Dickkopf. 

Doch mein kleines Kinderleben änderte sich schlagartig, als eines Tages das Mädchen mit den braunen Zöpfen an der Ecke stand und mich freundlich anlächelte. Ich wollte schon mein Fahrrad wenden und die Flucht ergreifen, aber das Teil war so unhandlich und so kam ich nicht schnell genug weg - und schwups, hatte sie sich schon vorgestellt.

"Ich bin die Nicole, und wie heißt du?"

Ich kämpfte gegen den Kloß in meinem Hals und die aufsteigenden Tränen, war peinlich berührt und ärgerte mich über mich selbst. Doch obwohl ich nur hilflos vor mich hin stammelte, machte sich Nicole nicht über mich lustig, sondern blieb ganz cool und so löste sich der Knoten in meinem Hals.

"Ich hab' auch ein Fahrrad, warte, ich hole es eben, und dann fahren wir um die Wette, hast du Lust?", sagte Nicole und rannte schon los. "Warte, ich bin sofort zurück!"

Etwas überrumpelt stand ich da und überlegte, was ich jetzt tun sollte. Ich hatte Angst, sie würde nicht zurückkommen, dann hätte ich dagestanden mit meinem Fahrrad und wäre mir sehr dumm vorgekommen. Aber sie war auch so nett gewesen, diese Nicole. 

Ich war in einer Zwickmühle und kalter Schweiß rann aus allen meinen Poren. Das Warten auf Nicole erschien mir ewig. Aber ich habe gewartet, fünf Minuten, zehn Minuten... Ich weiß nicht mehr genau, wie lang. Und schließlich kam Nicole zurück ... Ohne Fahrrad zwar, aber sie kam zurück.

"Tut mir leid, dass es so lange gedauert hat! Ich habe eine Woche Fahrradverbot, weil ich was angestellt habe, aber du darfst zu mir nach Hause kommen, und dann können wir dort was spielen. Komm, wir fragen deine Eltern, ob du darfst!"

Eltern! Ich fühlte mich nun verpflichtet, ihr zu sagen, dass ich nur noch eine Mutter hatte und dass mein Vater tot sei. Nicole guckte etwas verdutzt ob meiner übertriebenen Offenheit, aber dann sagte sie ganz pragmatisch: "Na gut, dann fragen wir eben deine Mutter!"

Und so machten wir es, und ich habe nie bereuen müssen, auf Nicole gewartet zu haben. Über viele Jahre war sie meine allerbeste Freundin, und wir haben uns so viele schöne Spiele ausgedacht, an die ich auch heute noch gern zurückdenke ....


© Imke Schüring, Wesel

Mittwoch, 25. April 2012

Neue Notrufnummern: Tödliche Verwechslung im Alltag vermeiden

Deutsche Herzstiftung warnt: Neue Rufnummer 116 117 („Notdienstnummer“) für den Ärztlichen Bereitschaftsdienst ist kein Ersatz für die 112 (NOTFALL)


116 117
(Frankfurt a. M., 19. April 2012) Angesichts der Einführung einer bundesweit einheitlichen neuen Rufnummer 116 117 („Notdienstnummer“) für den Ärztlichen Bereitschafts- bzw. Notdienst warnt die Deutsche Herzstiftung vor einer Verwechslung dieser neuen Rufnummer mit der Notrufnummer 112 des Rettungsdienstes bzw. der Feuerwehr, was fatale Folgen haben könnte. Denn bei lebensbedrohlichen Notfällen wie Herzinfarkt und Schlaganfall sowie Unfällen ist die 112 zu wählen.
„Die 112 ist die einzige Notrufnummer. Sie ist besonders für Infarktpatienten und Menschen in anderen schweren Notsituationen wie Unfällen überlebenswichtig und darf keinesfalls mit der neuen sechsstelligen Rufnummer für den Ärztlichen Bereitschaftsdienst verwechselt werden“, betont Prof. Dr. med. Dietrich Andresen, Direktor der Klinik für Kardiologie/Konservative Intensivmedizin am Vivantes-Klinikum Am Urban in Berlin und Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung. „Allein der Begriff ,Notdienst‘ für den Ärztlichen Bereitschaftsdienst ist irreführend.“ 


Gefährlicher Umweg beim Herznotfall: Hausarzt und Ärztlicher Notdienst
Von den mehr als 60 000 Menschen, die jedes Jahr in Deutschland an einem Herzinfarkt sterben, stirbt schätzungsweise jeder vierte, bevor er die rettende Klinik erreicht. Ein wesentlicher Grund: Die Symptome eines Infarkts werden häufig nicht rechtzeitig erkannt oder auch nicht so ernst genommen, so dass mit dem Anruf der 112 sowieso schon gezögert wird. Wenn dann noch zusätzlich zunächst die Rufnummer des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes gewählt wird, könnte diese Zeitverzögerung fatale Folgen für den Betroffenen haben. „Das kostet den Betroffenen nur wertvolle lebensrettende Zeit, in der die verheerenden Folgen des Herzinfarkts aber auch des Schlaganfalls ihren Lauf nehmen – ein lebensgefährlicher Umweg“, warnt der Herzspezialist und Notfallmediziner Prof. Andresen.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie knapp es sein kann, wenn die Wege nicht stimmen. Ich selbst wurde kurz nach dem 1. Geburtstag meines Kindes mit einem unklaren Krampfgeschehen beim Kind konfrontiert und bekam keinen Arzt, weil es der 3. Januar war, und sich alle erreichbaren auf der Liste im Urlaub befanden bzw. der Kindernotarzt zu dieser Zeit wegen Abrechnungsquerelen nicht transportiert wurde (!). Den Kinderarzt konnte ich nicht erreichen. Es wurde ein Fahrt auf Leben und Tod, weil der Rettungswagen 20 Min. verspätet kam und just in diesem Moment ein lebensbedrohlicher Krampfanfall begann. Nach diesem Vorfall und Proteste meinerseits haben Kinderärzte im Landkreis einen privaten Rettungsdienst für Kinder früher als geplant gestartet. Das Kindernotarzt-Pickup-Verfahren wurde auch wieder aufgenommen.

112 (Notarzt anfordern)
Deshalb: Bei Verdacht auf Herzinfarkt oder Schlaganfall, aber auch bei anderen lebensbedrohlichen Zuständen (Vergiftungen, Verbrennungen, Verletzungen etc.) ist sofort der Rettungsdienst unter der 112 zu rufen. Nur der über die 112 herbeigerufene Notarzt kann den (Herzinfarkt- und Schlaganfall-)Patienten ausreichend schnell behandeln und ihn vor weiteren Komplikationen bewahren.


Wann ist die 116 117 zu wählen?
116 117
Die 116 117 ist dann zu wählen, wenn es sich um eine Erkrankung handelt, mit der man normalerweise einen niedergelassenen Arzt in der Praxis aufsuchen würde, aber die Behandlung nicht bis zum nächsten Tag warten kann, z. B. bei einer akuten Magenverstimmung während der Feiertage oder unerwartet hohem Fieber am Wochenende etc.


Infarktverdacht deutlich äußern! Die Brisanz und Arztbedarf klarmachen!
Wer die 112 ruft, sollte den Verdacht auf Herzinfarkt deutlich äußern, damit kein einfacher Krankenwagen, sondern ein Rettungswagen mit Notarzt geschickt wird. Die infarkttypischen Alarmzeichen sind leicht zu erkennen: Schwere, länger als fünf Minuten anhaltende Schmerzen im Brustkorb, die in Arme, Schulterblätter, Hals, Kiefer und Oberbauch ausstrahlen können. Auch ein starkes Engegefühl, heftiger Druck und ein Brennen im Brustkorb gehören dazu. Schweißausbruch, Übelkeit und Atemnot sind häufige Begleiterscheinungen.


Herznotfallambulanz / CPU bei unklarem Brustschmerz
Wer sich nicht entschließen kann, die 112 zu rufen, weil die Schmerzen nicht so stark sind oder Zweifel bestehen, ob es sich um einen Herzinfarkt handelt, kann sich in die CPU (Chest Pain Unit, engl. für Brustschmerzeinheit) fahren lassen (niemals selbst fahren, da bei Auftreten von Herzrhythmusstörungen keine Fahrtüchtigkeit besteht). Die Herznotfallambulanz steht allen Patienten mit akuten Brustkorbbeschwerden 24 Stunden offen und kann sofort rettend eingreifen. Zertifizierte CPUs gibt es derzeit an 139 Standorten bundesweit (siehe http://cpu.dgk.org/). Achtung: Ist die CPU weiter als 30 Kilometer bzw. länger als 30 Minuten entfernt, sollten Betroffene sich nicht dorthin fahren lassen, sondern sofort den Rettungsdienst (112) rufen.

Heute Abend


Central Park Band, Winnweiler
siehe REGIONALE EVENTS

"Mexico - Ein Tag in Tijuana" von Marco Meissner

Die Sonne strahlt erbarmungslos vom Himmel herab. Staub weht sanft über den Asphalt des Highways. Tanzt spielerisch von links nach rechts und wieder zurück. Verheißungsvoll weisen die großen, grünen Schilder darauf hin, dass dies die letzte Ausfahrt ist vor der mexikanischen Grenze. Danach gibt es keinen Weg zurück. Noch habe ich die Wahl. Doch eigentlich ist die Entscheidung längst gefallen.
Schnell ist das Auto auf einem der „bewachten“ Parkplätze abgestellt. Im Gepäck nur das Wichtigste: Passport, Portmonee und Fotokamera. Immer dem Strom hinterher. Ich fühle mich schon hier wie ein Aussätziger. Doch ich habe den amerikanischen Boden noch nicht einmal verlassen. Bis hinüber nach Tijuana ist es noch ein Fußweg von ca. 10 Minuten. Die Leihwagenfirma verbietet es Mexiko mit ihren Fahrzeugen zu bereisen.
Zu groß ist das Risiko.
Ich habe keine Ahnung, wie groß mein Risiko ist. Doch schießen mir unweigerlich immer wieder all die Szenen aus den Hollywoodstreifen durch den Kopf, die mein Bild von Mexiko prägten. Gab es jemals einen Mexikaner, der keinen Verbrecher gespielt hat?
Ich bin umringt von Mexikanern. Flehentlich halte ich Ausschau nach Amerikanern, Europäern oder anderen Touristen. Doch Fehlanzeige! Ich bin das einzige Käsegesicht unter all den Sonnengegerbten um mich herum. Eine leichte Panik macht sich in mir breit. Ich werde diesen Ort nicht verlassen, ohne einmal einen Fuß auf mexikanischen Boden gestellt zu haben.
Ich halte Ausschau nach Grenzbeamten. Doch diese sind weit und breit nicht zu sehen. Der Weg führt durch ein Drehkreuz, ähnlich denen, die man aus öffentlichen Badeanstalten kennt. Auf der anderen Seite prangt ein Schild: Bienvenidos – Willkommen in Mexiko. Ehe man es realisiert, befindet man sich auf mexikanischem Boden. Kontrollfrei!
Nur noch ein paar Schritte. Raus aus diesem langen Pferch und man befindet sich in einer anderen Welt. Der Klang der Trompeten begrüßt dich aufs Herzlichste. Diese Welt ist bunt. Diese Welt ist so anders, als du sie ein paar Meter weiter zurück hinter dir gelassen hast. Und eben dies verunsichert doch sehr. Ich frage einen freundlich dreinblickenden älteren Herren, was ich mir hier ansehen sollte.
„Gehen Sie immer geradeaus. Bis zur Avenida de la Revolution. Dort sollte es sicher sein.“
Dort sollte es sicher sein? Es ist keine Angst. Doch es ist ein Misstrauen in einem Ausmaß, wie ich es noch nie zuvor gefühlt habe. Doch der Entdeckungsdrang ist stärker.
Alles ist verdächtig. Es zerreißt mir das Herz dem kleinen Mädchen mit den großen, braunen Kulleraugen nichts abzukaufen. Doch es muss sein. Hier in dieser abgelegenen Ecke werde ich meine Börse nicht herausholen.
Nun prasselt alles auf mich ein. Tijuana und seine Avenida de la Revolution erweisen sich als ein riesiger Basar. Es vergeht keine Sekunde, in der man nicht darauf angesprochen wird, ob man etwas kaufen möchte. Und mit jeder Sekunde wächst mein Misstrauen ins Unermessliche. Fluchtartig bahne ich mir meinen Weg die Straße hinauf. Vorbei an Wrestlermasken, Handtaschen, Geldbörsen, Vasen und allerlei anderem Tand. Mit der rechten Hand sichere ich mein Portmonee, mit der Linken meinen Pass. Meine Kamera hängt in Sichtweite vor meinem Bauch. Ich bin angespannt bis in die Haarspitzen und habe in meiner Hast keinen Blick für das wunderschöne Herz Tijuanas.
Ich komme mir vor wie in der Kulisse eines Roberto Rodrigez-Films, als ich das kleine Restaurant an der Ecke betrete. Ein Deckenventilator zieht gemütlich seine Bahnen. Auf den Tischen liegen rot-karierte Tischdecken und die Stühle davor haben ihre besten Tage längst hinter sich. Ich vertraue dem Kellner und bestelle seine Empfehlung. Dazu noch ein Maisbier. Das Essen ist fantastisch. Ich unterhalte mich lang mit dem Kellner und bestelle noch ein zweites Bier dazu. Und allmählich fällt all der Stress von mir ab. Als ich wieder auf die Straße trete, taucht die Sonne die eng aneinander liegenden Gebäude in ein sanftes Rotgold. Ich spaziere gelassen zurück zur Grenze. Genieße all die Aztekenfresken und das malerische Ambiente der bunten, etwas abgenutzten Geschäftshäuser.
Ich schäme mich für meine Vorurteile.
Ja! Die Menschen hier sind ärmer als irgendwo anders auf der Welt. Aber deshalb rauben sie dich nicht automatisch aus.
Und so schweift mein letzter Blick versöhnlich über die Häuserschluchten, als ich über die langgezogene Fußgängerbrücke wieder zurück Richtung USA marschiere. Ein wunderbarer Tag geht zu Ende. Auch die unzähligen Grenzbeamten, die mich nun erwarten und argwöhnisch meine Einreise begutachten, können mir jetzt nicht die Laune verderben.

Tijuana ist nur ein schwacher Abklatsch vom wahren Mexiko. Fernab von all seinen typischen Eigenarten und trotzdem oder gerade deswegen immer eine Reise Wert.

©Marco Meissner, Gladbeck
mmmarcomeissner@googlemail.com