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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Sonntag, 6. Mai 2012

Für Sie besucht. "Lesen & Kultur für alle" im HalbNeun-Theater, Darmstadt

Letzten Sonntag, den 29.04.12, fand die Gründungsfeier des Vereins „Lesen & Kultur für alle e.V., Münster in Hessen“ im HalbNeun-Theater Darmstadt, Sandstraße 32 statt.

Ziel des Vereins ist die Stärkung der Lesekompetenz sowohl leseschwacher als auch lesestarker Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen. Es wurde ein buntes Programm mit Theatervorführungen, Lesungen und Musik geboten.

Beginn der Feier war nach 17:00 Uhr. Nach der Begrüßung und Ansprache durch die 1. Vorsitzende des Vereins, Felicitas Göbel, hatten die Besucher Gelegenheit, Lesungen der vier erstplatzierten Jungautoren zu hören. Die Jugendlichen hatten tolle Stories auf Lager und verfügen alle bereits über einen beachtlichen Wortschatz und Erzählgabe. 

Lydia Steiner (11 Jahre) überzeugte mit “Das Geheimnis des Nebelsees”, eine fantastische Geschichte zu einer Wasserfee bzw -nixe, die im See lebt und sich nur selten zeigt.
Hannah Kaeser (12 Jahre) und ihre “Black Out”-Geschichte, die Geschichte eines Missbrauchs, fanden leider nicht statt. In der Geschichte ging es um Folgendes: Luis will Sex mit seiner Freundin, die - viel zu jung - ablehnt. Mit K.O.-Tropfen holt er sich, was er so nicht bekommt, und wird verurteilt. K.O.-Tropfen werden immer häufiger bei Jugendlichen eingesetzt, um sie gefügig zu machen. Statt dessen las 
Fiona Noltemeier (12 Jahre). "Tomatenalarm" von Fiona war eine lustige Ausflugsgeschichte von Obst- und Gemüsesorten, lebendig geworden und unterwegs am Ausflugsort. Die Tomate, Karotte, Banane und Gurke erleben lustige Abenteuer und schaffen am Ende gerade noch ihren Flieger per exzellentem Lassowurf ...
Irini Michali (14 Jahre) raubte den Zuhörern mit einer unglaublichen Selbstmordgeschichte aus Liebeskummer und der Beschreibung der Todeserfahrung im Moment des Absturzes und Aufpralls im Wasser aus schwindelnder Höhe den Atem: “And I drowned in Peace”.
Anne Herd (16 Jahre) konfrontierte uns mit ihrer “Bibliothek der Erinnerung”, die Verarbeitung eines Trennungserlebnisses von der Mutter. "Nur ein kleiner Schnitt" ...

Um 18:30 Uhr wurde eine Theaterproduktion, inszeniert von Georgios Slimistinos (35) aufgeführt: “Der Sommernachtstraum”, Shakespeare in 18 Minuten. Das Stück wurde stark modernsiert und in Zeitraffer mit einer eigenwilligen Kürzmethode gezeigt: Nur jeder 18. Satz kam zur Geltung. Aus der chaotischen Lage in einer geschlossenen psychiatrischen Abteilung wird nach Medikamentation der Insassen zur Nacht ein kollektiver Traum, fern jeglichen Wahnsinns erlebt, der lyrische Phasen, Liebesmomente, Nähe und Trennung zulässt. Am Ende der Nacht versinkt alles wieder im Wahnsinn. Mit Schattenspieleffekten und anderen Verfremdungseffekten ein spannendes, wenn auch unverständlich bleibendes Stück, das nur der versteht, der Shakespeare sehr gut gelesen hat.

Gegen 19 Uhr dann ein Interview mit Dr. Michael Hüttenberger, dem Mitinitiator des Projektes "Lesen für alle", und Felicitas Göbel, der ersten Vorsitzenden bzw. Gründerin des Vereins "Lesen & Kultur für alle", geführt von Martina Noltemeier, Journalistin. Dr. Hüttenberger war viele Jahre lang Schulleiter einer Integrierten Gesamtschule, hat Unterrichtserfahrung und befindet sich im Moment in einer Auszeit, um Abstand und neue Kraft zu gewinnen. Felicitas Göbel ist Architektin und Veranstalterin etlicher Leseförderungsprojekte. Sie arbeitet mit einem Rückkopplungsverfahren, dem sog. Warnke-Verfahren, das dem Leser seine Stimme erfahrbar und veränderbar macht. Der Verein bietet nun die Ausbildung interessierter Leute zum Lese- und Kulturtrainer an, die dann in kurzen Einheiten an Schulen den Schülern das Lesen auf eine andere Art und Weise beibringen sollen. Neue Mitglieder zum Jahresbeitrag von 30 € sind willkommen, auch Leute, die mit Kindern kulturelle Veranstaltungen organisieren wollen. Als neues Projekt darf das "Pegasus-Musical", mit Musik vom Komponisten Ulrich Pietsch erwartet werden.
Anschließend las Michael Hüttenberger aus seinem Buch “Ostfriesische Perspektiven”. Sein Stil ist lakonisch, wortkarg, süffisant und humorvoll. Der "Spiegel" hat ihn bereits sehr gelobt. Im Alltäglichen wird das erzählende Ich mit einer klitzekleinen Abweichung konfrontiert, was ihm bereits sehr fremd vorkommt. Der Trott nimmt weiter seinen Gang, wenn der Erlebende anschließend ins Alltägliche zurückkehrt. Da die Geschichten sehr ähnlich gestrickt sind, ermüdet der Wiederholungseffekt etwas.

Um 21 Uhr die Szenische Lesung “URUK”, aus dem Epos “Gilgamesch und Enkidu” von Rüdiger Heins, mit den Darstellern Viktoria Vonseelen, Felicitas Göbel und Rüdiger Heins selbst. Ich habe schon darüber berichtet, weswegen ich nur dahin verweise. Wieder eine gelungene Darbietung der beiden Darstellerinnen, die perfekt in ihren Rollen aufgehen. Eine Viktoria Vonseelen, die sich im Ballettschritt über die Bühne bewegt und klar und konzentriert vorträgt und eine das Tier in Enkidu transportierende schleichende, fast fauchend und begehrlich sprechende, sich wiegende Felicitas Göbel in der Enkidu-Rolle. Rüdiger Heins sehr überzeugend als Hauptleser. Auch seine Choreographie bzw. Inszenierung nimmt der Lesung das Trockene, ist sehr spannend und für ein größeres Publikum geeignet.


Samstag, 28. April 2012

Szenische Lesungen von Rüdiger Heins mit Felicitas Göbel und Viktoria Vonseelen


Auf der Binger Kleinkunstbühne "Binger Bühne" fand letzten Sonntag, 22.4.2012, die szenische Lesung „Uruk“ von und mit Rüdiger Heins statt, der in "Gilgamesh und Enkidu" das uralte Gilgamesh-Epos ausführlich verarbeitet hat. Seine Interpretation kam 2011 in Bingen zur Uraufführung und wurde hier als Ausschnitt aus dem Ganzen präsentiert.
Als Schauspielerinnen Felicitas Göbel und Viktoria Vonseelen, die in verschiedene Rollen schlüpfen, die Hauptrollen auch mal tauschen, dominant jedoch die Zuordnung eine schauspiel- und theaterpädagogisch ausgebildete Felicitas Göbel, der südländische geheimnisvolle Typ, als archaischer, starker, dunkler Kämpfer, mit Anklang an das alttestamentarische Biest, erd- und naturverbunden, schön, stark. Gilgamesh als der helle Unbesiegbare, Heldenhafte, Posierende, Schöne durch die musik- ballet-, tanz- und sprechausgebildete Veronika Vonseelen, der blonde klingende Typ. 

Die Geschichte spielt am Schnittpunkt Megalith (Jungsteinzeit) und Antike, sie ist mittlerweile 4900 Jahre alt. Es ist eine Geschichte um Gilgamesh, den starken und tyrannischen Herrscher von Uruk, dem man den Bau einer sehr langen Stadtmauer von 12 m Höhe nachsagt und der unbesiegbar war. Zwei Teile Gott, ein Teil Mensch fehlte ihm jedoch ein starker Gegenpart, an dem er sich messen konnte. Die Bewohner von Uruk wünschten sich daher von den Göttern einen solchen, die daraufhin Enkidu schufen, der aus zwei Teilen Tier und einem Teil Mensch aus der Steppe kam. 
Die beiden treffen aufeinander, kämpfen und alle Sinne springen an, sie verlieben sich im Kampf ineinander und werden ein homoerotisches Paar. Ein Leben in tiefer Freundschaft und Liebe, bis die Götter Enkidu im Kampf sterben lassen. Hier kommt die aristotelische Poetik zum Zug, die im Gilgamesh-Epos bereits vorverwirklicht war. Das Aufeinandertreffen der Helden und ihre Prüfung durch die Götter ist unweigerlich mit Stationen verbunden, sie müssen auf ihrer Reise Aufgaben erfüllen, einen Weg beschreiten, sich verlieren. Das Teleologische, Zielgerichtete ist typisch für diesen Dramentyp, im krassen Gegensatz zum statischen Drama eines Samuel Beckett, keine Handlung, kein Ziel. Gilgamesh ist auferlegt die Trennung zu verschmerzen, das Leid zu ertragen. Als geläuterter Herrscher kehrt er zurück und lässt nun Weisheit und Liebe im Regieren walten.

Eine schöne Bereicherung, dieser Lesung zuzuschauen, künstlerischer Genuss vom Feinsten.

Morgen ist nun im HalbNeun Theater Darmstadt, Sandstraße 32, ab 17 Uhr die Neugründung des Vereins „Lesen & Kultur für alle e.V., Münster in Hessen“.

Ziel des Vereins ist die Stärkung der Lesekompetenz sowohl der leseschwachen als auch der lesestarken Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen. Es wird ein buntes Programm mit Theatervorführungen, Lesungen und Musik geboten. Dr. Michael Hüttenberger, Gewinner des diesjährigen Stockstädter Literaturpreises wird eine Lesung halten. Er ist Initiator des Projektes „Lesen für alle“. Es wird das Jugendtheaterstück „Der Sommernachtstraum“ von Shakespeare aufgeführt. Dies wird inszeniert von Georgios Slimistinos, Gründer des ZwischenZeittheaters in Frankfurt. Des Weiteren wird aus dem Werk „Gilgamesh und Enkidu“ des bekannten Schriftstellers und Regisseurs Rüdiger Heins eine Szenische Lesung "Uruk" mit den beiden ansprechenden Schauspielerinnen Felicitas Göbel und Viktoria Vonseelen (s.o.) aufgeführt.

Mittwoch, 8. August 2012

Neu im Programm: Die Poeten-Hitparade - Juli 2012

Im Monat Juli 2012 haben sich Hobbydichter wie folgt platziert:






1) Felicitas Göbel: HAIKU
2) Harald Göbel (verstorben am 19.07.2012): KÜNSTLERSEELE
3) Felicitas Göbel: ALLEIN?

4) Viktoria Vonseelen: ZURÜCKGELASSEN
5) Viktoria Vonseelen: ABSCHIED
6) Stefan Vieregg: SOMMERTAG
7) Ute AnneMarie Schuster: DEINE JEANS

Samstag, 7. September 2013

Raum Darmstadt/Frankfurt: ***Lyrik-Songtext-Wettbewerb *** Aufruf an kreative und mutige Schüler/innen von 10 bis 16 Jahren

Lyrik-Songtext-Wettbewerb
Aufruf an kreative und mutige Schüler/innen von 10 bis 16 Jahren

Der im letzten Jahr gegründete Lese-und Kulturförderverein Lesen & Kultur für alle e.V., seit dem 18. August 2013 Sitz in Frankfurt am Main, bietet im Rahmen seiner regelmäßigen Veranstaltungen im halbNeun Theater in Darmstadt einen zweiten Schreib- und Vorlesewettbewerb an. Dieses Mal mit dem Thema "Lyrik - Songtext".

Finale ist der 06. Oktober 2013 ab 14:30 Uhr im halbNeun Theater.

Einsendeschluss ist der 21. September 2013
Zugelassen sind max. 2 DIN-A4-Seiten
Schriftart: Arial
Schriftgröße: 12

Eine Jury von sechs bekannten Autor/innen, Lyriker/innen und Songtexter/innen werden die jeweiligen Gewinner aus jeder Altersgruppe (10 bis 12, 13 bis 14 und 15 bis 16 Jahre) auswerten. Das Finale entscheidet schließlich über den 1. bis 3. Platz jeder Gruppe.

Die Auswahlkriterien sind der Inhalt und das Vortragen der Texte, die vorgelesen und/oder vorgesungen werden können.

Die Jury bilden:

Elke Elteste (Autorin von „Dreaming of Brad Pitt - Andreas Ausbruch“)
Marc Mandel (Journalist )
Marc Rybicki (Krimi- und Kinderbuch-Autor )
Janis Plastargias (Jugendbuchautor von „Plattenbaugefühle“)
Tilman Döring (bekannter Poetry-Slammer aus Darmstadts "Krone-Slam")
Felicitas Göbel (Lyrikerin)

Bewerbungen an / Ansprechpartnerin: 
Verein Lesen & Kultur für alle e.V. Frankfurt am Main
Felicitas Göbel, Auf dem Sand, 64839 Münster, Tel.:0177-3813545
info@fundament-lesen.dewww.fundament-lesekultur.dewww.lesekultur-eu.de
Begonnen hat der Verein Lesen & Kultur für alle e.V., Frankfurt am Main im März 2012 mit einem Lesewettbewerb für Kinder/Jugendliche von 10 bis 16 Jahren im halbNeun Theater in Darmstadt. Seit November 2012 bespielte der Verein mit seiner neuen Veranstaltungsreihe "Literarisch-kulturelle Impressionen" mindestens einmal pro Quartal den Kultursalon in der Interkulturellen Bühne in Frankfurt am Main. Ziel der Veranstaltung ist es, eine Lesung musikalisch und/oder tänzerisch zu umrahmen. Es sollen Profi-Autoren/Künstler mit Newcomer-Autoren/Künstler kombiniert werden.


Geplant ist diese Veranstaltungsreihe nach den Sommerferien im TIP und im HoffArt-Theater in Darmstadt bzw. auf Schloss Heiligenberg in Seeheim/Jugendheim fortzusetzen.

Mittwoch, 21. August 2013

Raum Darmstadt/Frankfurt: Lyrik-Songtext-Wettbewerb Aufruf an kreative und mutige Schüler/innen von 10 bis 16 Jahren

Lyrik-Songtext-Wettbewerb
Aufruf an kreative und mutige Schüler/innen von 10 bis 16 Jahren

Der im letzten Jahr gegründete Lese-und Kulturförderverein Lesen & Kultur für alle e.V., seit dem 18. August 2013 Sitz in Frankfurt am Main, bietet im Rahmen seiner regelmäßigen Veranstaltungen im halbNeun Theater in Darmstadt einen zweiten Schreib- und Vorlesewettbewerb an. Dieses Mal mit dem Thema "Lyrik - Songtext".

Finale ist der 06. Oktober 2013 ab 14:30 Uhr im halbNeun Theater.

Einsendeschluss ist der 21. September 2013
Zugelassen sind max. 2 DIN-A4-Seiten
Schriftart: Arial
Schriftgröße: 12

Eine Jury von sechs bekannten Autor/innen, Lyriker/innen und Songtexter/innen werden die jeweiligen Gewinner aus jeder Altersgruppe (10 bis 12, 13 bis 14 und 15 bis 16 Jahre) auswerten. Das Finale entscheidet schließlich über den 1. bis 3. Platz jeder Gruppe.

Die Auswahlkriterien sind der Inhalt und das Vortragen der Texte, die vorgelesen und/oder vorgesungen werden können.

Die Jury bilden:

Elke Elteste (Autorin von „Dreaming of Brad Pitt - Andreas Ausbruch“)
Marc Mandel (Journalist )
Marc Rybicki (Krimi- und Kinderbuch-Autor )
Janis Plastargias (Jugendbuchautor von „Plattenbaugefühle“)
Tilman Döring (bekannter Poetry-Slammer aus Darmstadts "Krone-Slam")
Felicitas Göbel (Lyrikerin)

Bewerbungen an / Ansprechpartnerin: 
Verein Lesen & Kultur für alle e.V. Frankfurt am Main
Felicitas Göbel, Auf dem Sand, 64839 Münster, Tel.:0177-3813545
info@fundament-lesen.de, www.fundament-lesekultur.de, www.lesekultur-eu.de

Begonnen hat der Verein Lesen & Kultur für alle e.V., Frankfurt am Main im März 2012 mit einem Lesewettbewerb für Kinder/Jugendliche von 10 bis 16 Jahren im halbNeun Theater in Darmstadt. Seit November 2012 bespielte der Verein mit seiner neuen Veranstaltungsreihe "Literarisch-kulturelle Impressionen" mindestens einmal pro Quartal den Kultursalon in der Interkulturellen Bühne in Frankfurt am Main. Ziel der Veranstaltung ist es, eine Lesung musikalisch und/oder tänzerisch zu umrahmen. Es sollen Profi-Autoren/Künstler mit Newcomer-Autoren/Künstler kombiniert werden.
Geplant ist diese Veranstaltungsreihe nach den Sommerferien im TIP und im HoffArt-Theater in Darmstadt bzw. auf Schloss Heiligenberg in Seeheim/Jugendheim fortzusetzen.

Montag, 3. Dezember 2012

Dichterhain: ANNÄHERN von Felicitas Göbel

(c) Eddys Fotos



















Annähern

Baumkronen rascheln
Eichhörnchen flink wie der Wind
sind kaum zu fassen

Nur mit großer List
die sich wohl Ausdauer nennt
Eicheln und Nüsse

(c) Felicitas Göbel 2012

Dienstag, 30. Oktober 2012

Dichterhain: FREUNDSCHAFT AUS DER FERNE von Felicitas Göbel

(c) Florian Czech: Hochzeitsreise Paris 2 - Tag 47













Freundschaft aus der Ferne!

Drum glaube mir, mein Freund:

Ich bin bei Dir,
auch wenn Du mich nicht siehst.
 

Ich spüre Dich,
auch wenn Du mich nicht fühlst.
 

Meine Gedanken begleiten Dich,
auch wenn Du nicht daran denkst.
 

Ich wünsche Dir alles Glück auf Erden,
auch wenn Dich die Hoffnung schon längst verlassen hat.


DAS ist LIEBE! 


© Felicitas Göbel (30.12.2011)

Dienstag, 2. Oktober 2012

Dichterhain: SCHEIN von Felicitas Göbel







Ein Lügengeflecht
Schein deiner süßen Worte
Karnevalsmaske

© Felicitas Göbel, Münster/Hessen
(Verein für Lesen & Kultur für alle e.V., Münster, Hessen)

Montag, 27. August 2012

Dichterhain: WARUM? von Felicitas Göbel


Warum?

(c) Florian C.A. Czech: Volkgarten, Wien

....sehn ich mich nach Deinen Händen, die doch in eine andere Richtung greifen.

....sehn ich mich nach Deinem Geruch,

der in entgegengesetzte Winde weht.

....sehn ich mich nach Deiner Stimme,

die sich immer mehr von mir entfernt.

....sehn ich mich nach Deinen Augen,

die mich nicht anschauen wollen.

....sehn ich mich nach Deinem Körper,

der sich von mir abgewandt hat.

Warum tun wir uns so weh,

nachdem wir uns so gut getan haben ?

Oder war das alles nur Schein ?


Warum werfe ich in Wut verletzende Worte aus,

wo ich Dir doch zärtlich sagen möchte:

"Wie lieb ich Dich habe!"

(c) Felicitas Göbel 2012

Montag, 13. August 2012

Dichterhain: ERSTE LIEBE von Felicitas Göbel

© Florian C.A. Czech: Zärtlichkeit














Erste Liebe

Sechzehn Jahre jung
Erste Liebe einst, so rein.
So sollte sie sein.

Du und ich ein Paar
unbeschwert, dies waren wir.
Ein Traum wurde wahr.

Kurz nur unsre Zeit
intensiv und wunderschön.
Doch bald musst ich gehn.

Schicksalsmelodie
dunkle Schatten trennten uns
hießen Hinz und Kunz

Wirst nie allein sein
Erste Liebe rostet nicht.
Seele noch bei Dir!      



März 2012 © Felicitas Göbel
(Verein für Lesen & Kultur für alle e.V., Münster, Hessen)

Samstag, 4. August 2012

Dichterhain: ALLEIN? von Felicitas Göbel

(c) Florian Czech: Abendspaziergang



















Allein?

Allein
Frei unter blauem
Himmel

Gefangen
mit meinen grauen
Gedanken

Gefühlte Einsamkeit

 
Verbunden
mit dem süßlichen
Duft

 
bunter Feldblumen


lausche ich
der vielfältigen
Sprache

 
der mich umgebenden Natur

Summende Bienen
zirpende Grillen

 
Vogelgezwitscher
in unterschiedlichen Variationen

Blökende Schafe
raschelnde Baumkronen
flüsternde Windböen

Das Pulsieren des Blutes in meinen Adern

Die Sprache des Lebens
des Seins
im Hier und Jetzt


07.07.2012 (c) Felicitas Göbel



Dienstag, 31. Juli 2012

Dichterhain: HAIKU von Felicitas Göbel

(c) Florian Czech, Fließende Wasser, www.flowflo.blogspot.com


Fließendes Wasser
In ständiger Bewegung
Lauf der Ewigkeit

© Felicitas Göbel

Gründerin und 1. Vorsitzende vom Verein
"Lesen & Kultur für alle e.V.", Münster in Hessen,
www.fundament-lesen.de

Dienstag, 3. Juli 2012

Dichterhain aktuell: ICH MÖCHTE DICH NIE MEHR VERMISSEN! von Felicitas Göbel

Straßenmusikantin in Gamla Stan (c) Florian C.A. Czech


















Ich möchte Dich nie mehr vermissen!

Glühwürmchen, leuchtende Elfe

Winzling, unscheinbar magst Du sein.
Tagsüber wirst Du nicht gesehen.
Magnet - ein Energiebündel
lässt dunkle Gedanken ziehen.
Nur Dein strahlender Anblick weist
mir den Weg durch die dunkle Nacht.

Möchte Dich nie mehr vermissen ...

03.07.2012 (c) Felicitas Göbel,
anlässlich des Han-Shan-Workshops von Rüdiger Heins
im Haiku-Garten des Kulturufers in Bingen am Rhein

Sonntag, 1. Juli 2012

Dichterhain: GEDANKEN EINES "ENKIDU" von Felicitas Göbel




Gedanken eines "Enkidu"

Starke Frauen
Männer
Fassade
so massiv
wie ein Bunker
unerschütterlich
standfest
Unbesiegbar?
Ein Kern
dahinter
so klein
so zerbrechlich wie
das flammende Herz
eines Kindes
Schutz suchend
Angst
diese zu zeigen
Angst
erkannt zu werden
bloß nicht ...

loslassen

fallen lassen
Angst
fallen ge-lassen
Sucht, Sucht
Sehnsucht
nach
Schutz, durch
die Berührung
einer Hand
der Mutter
des Vaters
der wahren Liebe!

© Felicitas Göbel

Donnerstag, 31. Mai 2012

Dichterhain: HAIKU I von Felicitas Göbel

Fließendes Wasser
In ständiger Bewegung
Lauf der Ewigkeit

Kirchenglockenklang
Tausend Jahr seit Christus schon
Gefühl der Heimat

Zärtlichkeit Sonne
Heilsam für welke Rosen
Kraft für Mimosen


© Felicitas Göbel

Gründerin und 1. Vorsitzende vom Verein
"Lesen & Kultur für alle e.V.", Münster in Hessen,
www.fundament-lesen.de

Mittwoch, 23. Mai 2012

Für sie besucht: MARILYN MONROE BY RAINER MAGOLD in Bad Bergzabern

Marylin Monroe (* 1. Juni 1926 in Los Angeles, Kalifornien; † 5. August 1962 in Brentwood, Los Angeles; geboren als Norma Jeane Mortenson, kirchlich registrierter Taufname: Norma Jeane Baker), das ist nicht nur eine Ikone der westlichen Welt nach 1945, sie hat überall auf der Welt Ruhm als Filmikone erlangt und wurde in millionenfacher Auflage gezeigt, gedruckt und gemalt. Als Inbegriff der Miss Sexy America trat sie einen Siegeszug durch die Medien an, spielte in Dutzenden Filmen Hollywoods mit, hat viele Fernsehauftritte, war auch eine überzeugende Sängerin und bekam Dutzende von Auszeichnungen. Sie stand unter anderem mit Ronald Reagan und Robert Mitchum vor der Kamera und ... war traurig über ihre Vermarktung, weil sie nicht sein durfte, wer sie gerne gewesen wäre. Sie wollte als Schauspielerin ernst genommen werden nicht als Sexsymbol. Das Diktat des Erfolgs formte eine andere Marilyn in der Öffentlichkeit, als man sie aus Aufzeichnungen und Tagebüchern kennen lernte. Die evidente Zwiespältigkeit ihres Lebens wurde früh durch verwirrende Familienverhältnisse, sexuelle Angriffe des Stiefvaters und später durch scheiternde Ehen, unter anderem mit Arthur Miller, Kinderlosigkeit wegen einer Endometriose und am Ende siebenjährigen starken Medikamentenmissbrauch geprägt. Sie hatte zeitlebens Identifikationsprobleme und Selbstbildprobleme und starb durch Tabletten. Um ihren Tod ranken sich Verschwörungstheorien und Spekulationen.

 

In einer Ausstellungsvernissage des abstrakten Expressionisten Rainer Magold am 18. Mai in Bad Bergzabern im Haus des Gastes wurde das Jahr des 50. Todestages der Filmikone mit einer amerikanischen Geburtstagsfeier begangen, nicht einer Trauerfeier, denn die blonde Schauspielerin feiert eine Wiederkehr in insgesamt 130 Bildern des Malers. Dieses Jahr wird in Bad Bergzabern noch bis 17.06.2012 mit drei verschiedenen Kunstausstellungen gefeiert, und zwar hier:
Haus des Gastes: "Die Frau"
Südpfalztherme: "Die Legende"
Galerie A. Magold: "Manche mögens heiß"

Der Maler ließ sich von den Tagebüchern Marilyns inspirieren und wollte explizit ihre tiefe Empfindungsfähigkeit, Verletzlichkeit und Ohnmacht gegenüber ihrer Vermarktung zeigen, aber auch, dass sie natürlich eine der erotisch-sinnlichsten Frauen dieser Zeit war. Die Monroe hat noch heute einen hohen Aufmerksamkeitswert und fasziniert Menschen auf der ganzen Welt. Rainer Magold zeigt sie als die typische bunt schillernde Monroe zwischen Eros und Sexus, aber auch als die untypische, dunkle, weniger auffällige, mysteriöse und mit Abgründen umringte Frau. Bei letzteren Bildern dominiert das Zurückhaltende in der Farbe, im Ausdruck. Viele der Bilder haben Groß- und Überformat, sind für dominante Plätze in großen Räumen gedacht, um sie als Mittelpunkt zu beleben. Rainer Magold ist ein Vertreter des neuen deutschen Expressionismus, der Elemente des abstrakten und figurativen Expressionismus und des abstrakten Informels verwendet. Er zählt zu den Top 10 der neuen deutschen Expressionisten, hat internationale Ausstellungen und liefert seine Gemälde in die ganze Welt.
http://www.rainer-magold.de/     http://www.magold.eu/


Zu Beginn liefen Originalfilme aus der Zeit Marilyns, Hintergründe, Auftritte, Stationen, Interviews mit ihr, mit Schauspielkollegen, Freunden, Bekannten, historische Sachverhalte und Menschen, die sie gut kannten, erneut im Alter befragt. Später wurde die Leinwand zur Projektion von Magold-Bildern in Design- und Edel-Räumlichkeiten verwendet.


Zur Begrüßung sprach Rainer Magold von seiner Studienzeit in Wien, wo es Klimt-Bilder preiswert zu kaufen gab, die heute Millionen wert sind, von der Faszination des eingesetzten Materials, hier eine Steinplatte, die 5 Millionen Jahre auf dem Buckel hat, für Lithografien, mit der er unbewusst fünf Jahre alte Vorstellungen druckte, die ihm im Kopf herumgingen. So sei es auch mit der Person Marilyns, die nicht vergessen wird, sondern weiterwirkt und an Wert gewinnt. Deswegen sei es ihm auch wichtig zu zeigen, wie sie war, nicht wie sie wahrgenommen wurde. In einem Enthüllungsakt zeigte er auch dann, die Klischeevorstellung auf einem bedruckten Plaid von einer Staffelei abnehmend, die barbusige und natürliche Frau, die sie war. Eines der wenigen fotografischen Büsten-Nacktporträts von Marilyn. Eine attraktive blonde Frau mit einem nicht sehr großen Busen, nicht mehr und nicht weniger.

Das Showprogramm begann mit den "Schönen Mannheims", einem dynamischen, kraftvollen Frauenquartett aus ausgebildeten Sängerinnen und Schauspielerinnen, mit Anna Krämer, Smaida Platais, Susanne Back, Stefanie Titus am Piano, an diesem Abend nur als  Trio (ohne S. Platais). Spritzig, sexy und stimmenstark sangen die Schönen nicht nur die Lieder Marilyns oder ihr Lieblingslied "Bei mir biste scheen", sondern trugen auch auch Schnipsel wie Impressionen aus ihrer Biographie vor, sehr aufschlussreich, fesselnd und publikumswirksam dargeboten. Die Besucher hörten unter anderem "Diamonds Are a Girl's Best Friend", "Two Little Girls from Little Rock", "River of No Return" und natürlich "I Wanna Be Loved by You".
http://www.annakraemer.de/shows_schoene_mannheimhs.html


Das Programm wurde durch zwei Auftritte der international bekannten, im saudischen Königshaus wie in den USA engagierten orientalischen Schönheit Viktoria Artist unterbrochen, die erstklassigen Bauchtanz/erotischen Tanz mit meisterhafter Körperbeherrschung und perfekter Ästhetik darbot.

Die Pause, das Come together und den Ausklang nach Programmende versorgte das Lenz/Sailer-Duo aus Speyer mit professionellem und gekonnten Jazzinterpretationen. Sie spielten Classic & Modern Jazz, Swing, Bossa Nova, Latin, Blues, Broadway.
http://www.sailer.info/lenz-sailer-duo/

Zwischen den Darbietungen wurden in 4 Gängen 12 sehr feine, leckere und für unser Verständnis ungewöhnliche Vertreter der amerikanischen Küche in Form von leckeren Fingerfood-Spezialitäten gereicht. Eine sehr gute Küche im Haus des Gastes, die die modernen Feinheiten versteht.
Was sagen die Besucher?
Viktoria Vonseelen, Musikerin, Sprecherin (
www. viktoria-vonseelen.de), entdeckte neben der Schönheit der Bilder außergewöhnliche gelungene musikalische Leistungen von Udo Sailer am E-Piano/Keyboard, und
Felicitas Göbel (https://www.facebook.com/felicitas.gobel.3),
Architektin und 1. Vorsitzende und Gründerin des Vereins "Lesen + Kultur für alle, Münster/Hessen" (https://www.facebook.com/groups/112144098895938/) war von den Bildern Rainer Magolds hingerissen, die zu den Gedichten Marilyns entstanden.
Elke Jäger, Sängerin, Schauspielerin und Kabarettistin aus Bad Bergzabern (elkejäger.de) erfreute die Gäste durch eine Hommage an Marilyn in Form einer blonden Perücke und knallengem Kleid und Highheels mit Absätzen der 50ies. Sie liebt Marilyn-Songs.

Fazit: Ein durch und durch gelungenes und gestyltes Programm, ein Rainer Magold, der mit seinen Bildern die Betrachter erobert, berühmten und noch nicht berühmten wie auch alltäglichen Persönlichkeiten ein modernes expressionistisches Outfit verleiht und ihre Spezifika fantastisch transportiert.

Dienstag, 25. August 2020

26.08.20, 18:00 Uhr - ›Lesen und Kultur für alle e.V.‹ bei Radio Darmstadt: Sendung zum Thema Kindesmissbrauch

In Kooperation mit Radio Darmstadt, dem RadaR e.V. Darmstadt, startete der Verein ‚Lesen und Kultur für alle e.V.‘ mit Felicitas Göbel am Mikrofon ab September 2019 einmal pro Monat mit der gleichnamigen Radiosendung ‚Lesen und Kultur für alle‘ auf der Frequenz 103,4 MHz.

NEUER TERMIN: 26.08 von 18:00 bis 19:00 Uhr

In der kommenden Sendung geht es um ein brisantes Thema, das leider mehr denn je aktuell ist – Kindesmissbrauch !

Astrid Korten, Jg. 1962, ist Schriftstellerin aus den Niederlanden und lebt inzwischen in Essen. Ihre Werke aus dem Genre ‘Thriller und Psychothriller’ sind Bestseller-Romane. Wir hören Astrid Korten bei einem Interview zu dem Bestseller "Poppy".
Ein Buch zum Thema Kindesmissbrauch, aus der Sicht des Kindes geschrieben.

Außerdem begrüßt der Verein zu dieser Sendung:

Sarah Rose, Jg.1982,  vertritt als Spielleiterin für die Theaterpädagogische Werkstatt in Osnabrück, das Präventionsprogramm ‘Mein Körper gehört mir!’ Sie bietet dieses sehr interessante und notwendige Theaterpädagogische Projekt an Schulen in Darmstadt und Umgebung an.

Waltraud Heims M.A., von Wildwasser e.V. in Darmstadt ist für die Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising zuständig. Wildwasser e. V. ist eine gemeinnützige Facheinrichtung gegen sexuelle Gewalt an Mädchen und Frauen in Deutschland mit Sitz in Berlin.

Montag, 10. Juni 2019

Lesen und Kultur für alle: "Schreib- und Vorlesewettbewerb" - Finale in Darmstadt

Sonntag, 16. Juni 2019 
von 14:30 bis 19:00 

Lesen und Kultur für alle: Das Finale mit Preisverleihung zum "Schreib- und Vorlesewettbewerb"


im 

halbNeun Theater
Sandstr. 32, 64283 Darmstadt
Eintritt: FREI

Es werden die Finalisten vorgestellt, das heißt der 1. Platz jeder Gruppe liest vor. Ausgewählt wurden die Finalisten von der Jury, die aus Martina Noltemeier, Natascha Huber, Johannes Breckner, Andreas Ross und Felicitas Göbel besteht. Georg Slimistinos stellt die Texte über Interview und Textauszüge vor. Der Zauberkünstler Alexander Gieß unterhält zwischen jeder Gruppe für etwa 10 Min. mit einer kleinen Show.


Bei diesem Inklusionsprojekt durften alle Schüler/innen von 10 bis 15 Jahren, die im
hessischen Rhein-Main Gebiet leben und/oder zur Schule gehen, mitmachen. Es wurde nicht auf die Rechtschreibung geachtet – es sind also auch lese- und rechtschreibschwache Kinder/Jugendliche sowie mit Deutsch als zweiter Sprache dabei.

Ziel dieses Projektes ist wie immer, möglichst viele junge Menschen – mit und ohne Einschränkungen – zum Schreiben zu motivieren.

Die Merck GmbH Darmstadt, Sparkasse Darmstadt und Evonik Darmstadt sponsern die Preise.

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Das war Thema: Zeit für Abenteuer!


Wo findest Du sie, die großen und kleinen Abenteuer? Jeder von uns hat seine/ihre ganz eigene Vorstellung, von einem Abenteuer. Ein Abenteuer kann ein Erlebnis sein, das sich von Deinem gewohnten Alltag unterscheidet. Es geht darum, etwas Spannendes zu erleben, das interessant 
oder faszinierend zu sein verspricht.

Jedes neue Wagnis kann zu einem Abenteuer werden: Wenn Du zum Beispiel das erste Mal alleine mit der Straßenbahn fährst, mit dem Fesselballon fliegst, wenn Du einem verletzten Hund das Leben rettest, mit dem U-Boot durch eine Grotte tauchst, oder wenn Du Dir einen Traum verwirklichst oder die Welt rettest… Oder das erste Mal auf der Bühne stehst und vielleicht Deine selbst verfasste

Geschichte vorliest.

Deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt! Also, wenn Du die Lust hast Deine abenteuerlichen Geschichten mit jemanden zu teilen, dann bist Du hier genau richtig!


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Dienstag, 7. April 2015

Wie war's in DER KLEINE PRINZ (Ballett) in Mannheim?



Die Schlange und der kleine Prinz

Originalzeichnung von
Saint-Exupéry
Originalzeichnung von 
Saint-Exupéry

Auf der Bühne des Mannheimer Nationaltheaters startete bereits 2013 ein Handlungsballett, das kultigen Status erreichte und wie schon lange Zeit die Freunde der Ursprungsliteratur anzieht. Es dreht sich um DER KLEINE PRINZ von Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944) - einem Märchen über Menschlichkeit und Freundschaft - in einer sehr schönen Bühnenfassung fürs Ballett von Dominique Dumais. Sehr dicht an der Handlung des Buches orientiert entfaltet sich von den ersten Zeichenversuchen des Erzählers als Kind (Videoprojektion) bis zum Geschehen unter der Riesensonne/dem Riesenmond der Bühnenbildnerin (auch Kostüme und Videokonzept) Tatyana van Walsum ein märchenhaftes Treiben um einen Piloten (Tyrel Larson), der in der Wüste notlanden muss. Er trifft in der Sahara den Prinzen (sehr überzeugend Dávid Kristóf), der dem Piloten nach und nach von seiner Reise zur Erde erzählt. Es rentiert sich das Buch vorher zu lesen, man hat es gleich durch und es ist leicht zu konsumieren. Am Karfreitag besuchte ich die Mannheimer Uraufführung in Begleitung von Felicitas Göbel, selbstständige Lesetrainerin, Theaterpädagogin und Vorsitzende des Vereins "Lesen und Kultur für alle e.V., Frankfurt a.M.".
Der kleine Prinz in der Geschichte stammt eigentlich von einem (hausgroßen) Asteroiden, den er verließ. Auch seine geliebte Rose (Hitomi Kuhara) ließ er zurück, da sie ihn mit ihrer Eitelkeit doch zu sehr quälte, um die Erde kennenzulernen. Seine Erlebnisse sind zauberhaft in Szene gesetzt. Tatyana van Walsum hat ihre Bühne und Kostüme bewusst an den Originalzeichnungen von Saint-Exupéry angelehnt. Ein farbenfrohes, märchenhaftes und verspieltes Tanzen kokettiert mit lustigen Figuren, witzigen Verhaltensweisen und lässt viele besinnliche Momente zu, die den Zauber vergrößern. Begleitet werden die einzelnen Szenen von unterschiedlicher Musik: Die eigens komponierte Einlass- und Übergangsmusik stammt von Julien Guiffes, deren Frauenstimmen/-gesang meiner Begleitung weniger gefiel, sowie durchwegs interessanten Musiken zu den einzelnen Szenen von John Adams, Thomas Adès, Christoph Graupner, David Lang, Arvo Pärt, Alfred Schnittke.
Besondere Bedeutung im Buch und Stück haben die Schlange, ganz in Gold, die von Brian McNeal so gut getanzt wird, dass er sich schon reichlich abhebt vom Ensemble. Ihr Biss wird den Prinzen in einen tiefen Schlaf/Tod versetzen. Auch der Fuchs (Luis Eduardo Sayago) hat eine wichtige Rolle. Er erklärt die Bedeutung einer Bindung bzw. Beziehung.
Wunderbare Effekte werden durch Tanzszenen hinter der transparenten Videoleinwand erreicht. Beeindruckend sind die Königin in ihrem Reifrock und ebenso überdimensionierten Kleid mit Schleppe (Julie Pécard) oder die Eitle mit zwei Spiegeln im Ganzkörpersilberlook (Julia Headley). Auch die Geschäftsfrau als Rechengenie in Endlospapier eingewickelt (Zoulfia Chroniiazowa), im eleganten Streifenkleid und gestreifter Farbgebung in der Frisur, gefällt ebenso gut wie der Geograf (Miguel Gonzáles Muelas), schwebend in seiner Globus-Gondel, der vom Staub der Jahrhunderte zum Niesen gebracht wird, oder der Trinker mit seinem Luftpolsterkörper (Malthe Clemens), der tanzend durch die Gegend kullert, oder der Laternenanzünder (auch Luis Eduardo Sayago) mit seiner Laterne, die - mehr Zauberstab - am unteren Ende einen Globus hat.

Ein bleibender Eindruck, getragen von verspielt poetischen multimedialen Kulissen und kindhaftem Herumtollen, gepaart mit tänzerischen Superleistungen und einprägender Musik.



Dienstag, 8. Juli 2014

Bayrischer Pay-TV Heimatkanal startet im Herbst ein Kabarettrevival mit Ottfried Fischer



Gottfried Zmecks Pay-Sender Heimatkanal holt sich Ottfried Fischer ("Der Bulle von Tölz", "Ottis Schlachthof") in sein Programm. Nach dessen Rückzug aus den Medien in 2012 wegen seiner Parkinson-Erkrankung trat Ottfried Fischer allerdings weiter solo oder mit seiner Formation "Otti und die Heimatlosen" fleißig auf. Nun wird der bullige Kabarettist ab Herbst in mindestens acht Sendungen als TV-Kabarettist wieder zu sehen sein.

Das Sendekonzept knüpft an die alten Erfolge des scharf schießenden Wortkünstlers an und dreht im Schlachthof vor circa je 50 zahlenden Gästen. Aber nicht im großen Saal, sondern in der Kneipe nebenan.  Der Schlachthof war bekanntlich zudem Schauplatz der Franz-Xaver-Bogner-Serie "Zur Freiheit", mit der Ottfried Fischer als Schauspieler seine "Irgendwie und Sowieso"-Popularität festigte. Bei Gottfried Zmeck ermittelt auch der "Bulle von Tölz" in der Wiederholungsschleife weiter. 

Pro Ausgabe wird das bayrische Schwergewicht zwei Gäste aus der Kleinkunstszene empfangen und auch seine eigene Band "Die Heimatlosen" auftreten lassen. Es werden Kabarettsendungen von rund 30 Minuten Länge sein, mit durchaus aktuellem politischem Bezug - je nach Fischers Spott- und Streitlust. Das Format "Heimat" erhält durch den langgedienten Ottfried F. eine neue Unterstützung: "Er hat eine interessante Wahrnehmung des Begriffs 'Heimat'", sagt Gottfried Zmeck über seinen neuen Kabarettpartner von Gewicht. "Er liebt das Spiel mit der Sprache - und er ist bodenständig subversiv".


2012 im halbNeun-Theater Darmstadt mit Felicitas Göbel,
Jürgen Keller (Theaterbetreiber) und mir.
Leider kein vorteilhaftes Bild :-)
Ab den ersten Folgen, die ab September/Oktober zum Einsatz kommen sollen, erhöht der Heimatkanal auch die "Bulle von Tölz"-Sendehäufigkeit. Dann laufen die ehemaligen Sat.1-Krimis täglich im Nachmittagsprogramm. Derzeit sind sie am Wochenende zu sehen.