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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Dichterhain, Bände 5 bis 8

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Freitag, 30. November 2018

Fantasien zur Nacht (Video): D O M I N I O N





dominion

Kino: TRANSIT - Verfilmung des gleichnamigen Romans von Anna Seghers

Transit
DE · 2018 ·von Christian Petzold, mit Franz Rogowski und Paula Beer

Christian Petzold verfilmt Anna Seghers' Roman Transit mit Franz Rogowski und Paula Beer, die 1942 in Marseille vor einer schwierigen Entscheidung stehen. Der Roman hat einen deutlich autobiografischen Charakter denn Anna Seghers schrieb ihn 1942 in Marseille, bevor sie über Martinique, New York und Veracruz nach Mexiko auswanderte.

In Paris entgeht Georg (Franz Rogowski), der aus einem Arbeitslager floh und sich vor den Nazis versteckt hält, 1942 im letzten Moment seiner Verhaftung. Er gerät an die Papiere des verstorbenen Schriftstellers Weidel, dessen Identität er annimmt. Er flüchtet unter falschem Namen nach Südfrankreich, in der Hoffnung, dort auf politische Gesinnungsgenossen zu treffen.

In der Hafenstadt Marseille trifft Georg auf Marie Weidel (Paula Beer), die dort seit Wochen auf die Ankunft ihres Mannes wartet, da sie von dessen Tod noch nichts weiß. Die beiden einsamen Seelen beginnen eine leidenschaftliche Affäre, aber Marie verfolgt andere Pläne als Georg. Sobald sie ein Visum erhält, will sie das erste Schiff nach Südamerika nehmen und dort ein neues Leben beginnen. Außerdem hat sie die Hoffnung noch immer nicht aufgegeben, dass ihr Mann zurückkehren könnte. Georg hingegen will in Marseille bleiben, obwohl die politische Lage sich drastisch zuspitzt. Dab

ei könnte er den Platz von Maries Mann einnehmen, aber etwas hält ihn zurück.



Donnerstag, 29. November 2018

Mousonturm Frankfurt a.M.: Revolution ausgestorben oder unsterblich?

 (c) Rolf Abderhalden
Tickets
29.11.2018, 20 Uhr
€ 19 / erm. € 9 / € 5 für f.f.m. students Mitglieder / € 7 für f.f.m. Mitglieder, Gespräch im Anschluss
30.11.2018, 20 Uhr

€ 19 / erm. € 9 / € 5 für f.f.m. students Mitglieder


 Was passiert mit der Revolution nach einem Waffenstillstand? In dem ehemaligen Guerilla-Dorf in Kolumbien verschwindet sie im Dickicht des Regenwaldes. Aber nicht, ohne noch mal das Who‘s-Who der internationalen Revolutionsgarde auferstehen zu lassen.

(c) Santiago Sepulveda


In La Despedida (Der Abschied) (Do. 29. & Fr. 30.11., 20 Uhr, Spanisch mit deutschen Übertiteln) treffen Marx, Mao, Bolívar, Che Guevara, Lenin und Fidel Castro aufeinander, um sich vom Revolutionsgedanken zu verabschieden. Ort des Geschehens ist ein von der kolumbianischen Armee betriebenes "Freilichtmuseum der Erinnerung", in dem die Gräueltaten der FARC-Guerilleros nachgestellt und so die Geschichtsschreibung beeinflusst wird. Hochvirtuos schafft das Mapa Teatro eine magische Verbindung von dokumentarischem Theater und Film, poetischen Zeichen und Räumen, Gesten und Geschichten.




(c) Frederic Rzewski
Frederic Rzewski
(Brüssel)
The People United Will Never Be Defeated!
>> #stilllovingtherevolution <<

Saal bestuhlt
Konzert
Tickets
01.12.2018, 20 Uhr
VVK € 28 / erm. € 14 / AK € 34 / erm. € 
20

Kampfgeist und Hoffnung stecken in dem chilenischen Widerstandslied „El pueblo unido“. Der visionäre und bekennend linke Avantgarde-Komponist und Pianist Frederic Rzewski hat dieses Lied durch seinen legendären Klavier-Variationszyklus The People United Will Never Be Defeated! unsterblich(er) gemacht. Dass der 80-jährige Ausnahmekünstler in den Mousonturm kommt, um das Revolutionen-Jahr mit der als fast unspielbar (FAZ) geltenden Komposition auszuläuten, ist eine Sensation, ebenso wie die europäische Uraufführung seiner jüngsten Komposition „Saints & Sinners“ am selben Abend! (Sa. 1.12., 20 Uhr)



Montag, 26. November 2018

Museum angewandte Kunst: Geheimschrift für Kinder am 02.12.18



GestalterKids
Geheimschrift
So, 2. Dezember, ab 15 Uhr

Pssst, geheim! Manchmal soll niemand anderes erfahren, was man dem besten Freund oder der besten Freundin zu erzählen hat. Auch wir wollen unsere Gedanken nicht jedermann preisgeben. Mit einem Code aus Zahlen und Buchstaben entwickeln wir eine eigene Geheimschrift, die nur unsere Verbündeten verstehen.

Immer am ersten Sonntag im Monat, von 15 Uhr bis 16.30 Uhr, sind alle GestalterKids von 5 bis 10 Jahren herzlich willkommen. Jeder Nachmittag ist einmalig. Ohne Anmeldung, 5 Euro Workshop-Gebühr bei freiem Museumseintritt.


Kontakt
Museum Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt am Main

T +49 69 212 31286
F +49 69 212 30703
info@museumangewandtekunst.de
www.museumangewandtekunst.de

Öffnungszeiten
Montag: geschlossen
Dienstag: 10 - 18 Uhr
Mittwoch: 10 - 20 Uhr
Donnerstag - Sonntag: 10 - 18 Uhr

Sonntag, 25. November 2018

Silberner Bär: COLD WAR - DER BREITENGRAD DER LIEBE




Starring Joanna Kulig und Tomasz Kot

COLD WAR
PL / GB / F 2018


Die Geschichte eines Paares, das durch den Eisernen Vorhang getrennt wird - und das trotz aller Differenzen ohne einander nicht leben kann. Der Kalte Krieg der 50er Jahre in Polen, Deutschland/Berlin, Jugoslavien und Frankreich/Paris.



Regie von Paweł Pawlikowski
Der polnische Regisseur Paweł Pawlikowski meldet sich nach seinem Oscar für IDA mit einem Film zurück, der von der Lebensgeschichte seiner Eltern inspiriert ist. Über Jahrzehnte hinweg lebten die beiden zusammen, trennten sich und fanden sich auf beiden Seiten des eisernen Vorhangs wieder.

„Ich habe lange gelebt und viel gesehen, aber die Geschichte meiner Eltern hat alles andere in den Schatten gestellt. Sie waren die interessantesten dramatischen Figuren, 
die mir je begegnet sind“, erzählt Pawlikowski in Interviews. „Ich mag Geschichte, die man fühlen kann.“

Umjubelt in Cannes, fünf Mal für den Europäischen Filmpreis nominiert.

Samstag, 24. November 2018

Fantasien zur Nacht (Video): Carla Bruni





The Nude Former First Lady of France ! 

Art after Work in Kaiserslautern: Lackskulpturen von Nobuyuki Tanaka beim Glässche Sekt




Lack auf Hanf, Nobuyuki Tanaka:
„Flowing Water, Feeling Water No. 4“ von 2017
(Foto: Tadasu Yamamoto, © Nobuyuki Tanaka)

Fließender Glanz
„Art after Work“ zu Tanaka im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern

Mit den Lackskulpturen von Nobuyuki Tanaka beschäftigt sich Dr. Svenja Kriebel bei Art after Work am Dienstag, 4. Dezember, um 19 Uhr im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk), Museumsplatz 1. Fließender Glanz – man denkt an Wasser, an weichen Samt oder auch an Weihnachten. Jede Assoziation mit diesen Worten beschreibt die Werke des Japaners Nobuyuki Tanaka, deren Erleben Staunen lässt. Die Begegnung mit den dunklen, überlebensgroßen Lackgestalten ist eindringlich: Ihre Oberflächen sind weich geschwungen und reflektieren, je nach Beleuchtung, auf unterschiedliche Weise das Licht, den Umraum. Die Spiegeleffekte auf dunklem Grund irritieren das Auge und mit jedem noch so kleinen Schritt zur Seite wechseln die Eindrücke. Trotz ihrer Größe scheinen sie schwerelos. Sie haben eine scharfe Kontur und ändern dennoch ihren Umriss, ihr Volumen mit jeder neuen Perspektive.

Und was hat Weihnachten damit zu tun, fragt man sich nun. Japan mit einer christlichen Tradition in Verbindung zu bringen, ist mehr als gewagt. Doch wurde die Lacktechnik im asiatischem Raum schon früh im sakralen Kontext eingesetzt, und so mag die Assoziation an Weihnachten angesichts der spirituellen Ausstrahlung von Formgebung und Jahrhunderte altem Lackkunsthandwerk ein solch westlich geprägtes Erleben erklären. Tanakas ausdrücklicher Wunsch ist es, Menschen über Grenzen hinweg zu inspirieren. Die Begegnung mit seinen Skulpturen ist ambivalent, vielfältig. Worauf sie jeweils beruhen kann, erläutert Svenja Kriebel. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind eingeladen, bei einem Glas Sekt in die Diskussion einzusteigen. Art after Work findet regelmäßig jeden ersten Dienstag im Monat um 19 Uhr statt. Um verbindliche Anmeldung bis Montag, 3. September wird unter der Telefonnummer 0631 3647-201. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt 5 Personen. Der Eintritt mit Führung und einem Glas Sekt beträgt 7,50 Euro.


Fantasien zur Nacht (Video): RECIFE / LISBOA Teil 1







RECIFE / LISBOA Teil 1

Freitag, 23. November 2018

HKW Berlin: Technosphärenklänge #6 - Konzert und Performance am 23. u. 24.11.2018

HKW BerlinAuditorium
Eintritt: 18€/14€ 
Onlinetickets
Fr, 23. November 2018

Technosphärenklänge #6: 

Konzert und Performance
Mit Mouse on Mars, Marco Donnarumma & Nunu Kong




(c) Daniel Dittus



20h: Marco Donnarumma & Nunu Kong: Alia: Zǔ tài
21.30h: Mouse on Mars Dimensional People Ensemble

Intelligente Technologien verändern die Grundlagen menschlichen Lebens durch Software, Sensoren, Interfaces oder Roboter. Diese Entwicklungen wirken sich nicht nur auf das Denken und Handeln aus, sondern auch menschliche Beziehungen verändern sich. Die sechste Ausgabe der Technosphärenklänge beleuchtet diese neuen Realitäten und lotet die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine aus.


Marco Donnarumma & Nunu Kong: Alia: Zǔ tài
Die Performance Alia: Zǔ tài feiert Weltpremiere: In der klanggewaltigen Choreografie von Marco Donnarumma und Nunu Kong, schließt eine künstliche Intelligenz drei mit Sensoren ausgestattete Tänzer*innen, die mit robotischen Prothesen interagieren, zusammen mit Sound und Licht zu einem kinetischen Feedbackloop.


Mouse on Mars Dimensional People Ensemble
Mit ihrem Album Dimensional People erproben Mouse on Mars mit alten und neuen Klangtechnologien den Prozess des Musikmachens als Modell einer vernetzten und vielstimmigen Gesellschaft. Technologie ist hier sowohl eigenständige Stimme als auch Bindeglied und Übersetzerin menschlicher Begegnungen. Das Mouse on Mars Dimensional People Ensemble bringt neben Gastmusiker*innen wie Andrea Belfi, Zach Condon von der Band Beirut, Benjamin Lanz von The National, Moritz Simon Geist und Dodo NKishi auch Klang- und Lichtmaschinen auf die Bühne.

Jan Werner – Live Elektronik
Andi Toma – Live Elektronik, Gitarre
Andrea Belfi – Schlagzeug
Zach Condon – Stimme, Klavier
Moritz Simon Geist – Sonic Robots 
Benjamin Lanz – Posaune
Dodo NKishi – Perkussion, Schlagzeug, Gitarre
Michael Rauter – Cello
Matthias Singer – Licht
Max Koerich – Sound

World of Drones: Old Wild West - ShockWave fpv




Donnerstag, 22. November 2018

TRIKONT kommt mit einer weiteren Stimme Bayerns





Stimmen Bayerns - eine einzigartige Enzyklopädie der bayerischen Seele.
Gedichte, Kurzgeschichten, Essays, Musik, Songs und Sketche, Radiofeatures, Soundcollagen, Film-Tonspuren und O-Töne.

Es ist noch gar nicht lange her, da haben Achim Bergmann und Eva Mair-Holmes beschlossen, dass die nächste Ausgabe der STIMMEN BAYERNS etwas aus der Reihe fallen wird. Wir wollten eine ganze CD unserer Lieblingsstadt München widmen. Jawoll, dieser Stadt, die viel zu teuer, viel zu schick und manchmal unerträglich ist. Sie ist unser Zuhause und glauben Sie mir, es gibt viele Ecken die man noch entdecken kann und viele Menschen, die nicht in der Maximilianstraße wohnen und denen Gucci und Konsorten sonstwo vorbei gehen.
Leider kam alles ganz anders. Achim Bergmann, ohne den es diesen Trikont-Verlag gar nicht gäbe und der ihn 50 Jahre durch manchmal sehr unruhige Wasser gesteuert hat, ist im März 2018 überraschend gestorben. Ich habe meinen Mann, Lebensgefährten und Trikont-Partner seit 27 Jahren, verloren.
Deshalb und weil es die Neugier eines Sauerländers auf dieses Bayern, seine Leute und seine Sprache gebraucht hat, nicht nur für die STIMMEN BAYERNS sondern auch für viele andere Trikont-Produktionen, möchte ich diese CD Achim Bergmann widmen. In großer Liebe und inspiriert von seinen Ideen und seiner Kraft werden unsere Stimmen aus Bayern weitergehen.

Eva Mair-Holmes


SEIT 2011 SIND ERSCHIENEN:

DIE LIEBE / DER TOD / DER RAUSCH / DIE FREIHEIT /
DER IRRSINN / HIMMEL & HÖLLE

Wir wachsen auf und werden alt und ständig spricht jemand zu uns und wir sprechen mit anderen. Der Klang der Sprache vermittelt uns wie wenig sonst Vertrautheit, Beständigkeit und Stabilität.
Nicht nur im Privaten findet Sprache ihren Ausdruck, es gibt quasi noch ein Allgemeingut an Stimmen. Stimmen aus dem Radio die uns in Vergangenes zurück katapultieren oder uns Neues zeigen: Den Kommissar im Fernsehen, den Moderator unserer Lieblingssendung, den Kasperl auf der Kinder-Kassette von vor vielen Jahren, den Volksschauspieler mit seiner unverwechselbaren Klangfärbung.
Stimmen die fast jeder kennt, die das Zuhause aller sind und eine Verbindung herstellen zwischen uns und den anderen. Hier stehen sie für den Klang Bayerns und sind ihr populärster Ausdruck.
Generationen sind mit diesen Stimmen groß geworden - sie beinhalten Klischees und Abgrund, Verschrobenheit und Sentimentalität.
Diese Stimmen und der Klang ihrer Sprache verkörpern gleichsam die »bayerische Übereinkunft«, sie sind das »Einheimisch Sein« jedes einzelnen. Dieses Gefühl an einem Ort Daheim, also »Einheimisch« zu sein, wird sicher unterschiedlich wahrgenommen – aber jeder der länger an einem Platz lebt, der seine Aufmerksamkeit und sein Interesse einer Gegend widmet wird wissen, was dieser Begriff bedeutet und was wir damit meinen.
Unsere »Stimmen Bayerns« können deshalb auch ohne Dialekt sprechen und trotzdem mit dem Lebensgefühl einer Gegend verbunden sein. Das Sprechen wird in dieser Sammlung nicht nur als Transportmittel von Inhalten benutzt, es geht um den Sound von Sprache und um die schiere Freude am Lebendig sein. Es geht um Rhythmen und Melodien des Denkens, in denen gemeinsame und individuelle Erfahrungen zusammenfließen und plötzlich von allen erkannt und verstanden werden können.

PRESSEZITATE:

„Eine Compilation, wie man so sagt, eine Sammlung. Nein: Mehr als eine Sammlung, ein musikalisch-literarisches Bekenntnis zu unserer Kultur, in der nicht immer, aber oft auch noch Bairisch gesprochen wird…auch ein Bekenntnis zur eigenen Freiheit, zu tun und zu lassen, wozu man gerade lustig ist. ..Man wird hier weiter die Freiheit pflegen, Werke wie „Die Freiheit“ zu produzieren. Man könnte fast ein bisschen neidisch werden. Denn das ist sehr, sehr schön.“ Süddeutsche Zeitung

„..ein außergewöhnliches, beeindruckendes, mitreißendes, von diesem bajuwarischen Sonderbewusstsein getragenes Projekt.“ FAS

„..Ein wildes Durcheinander, aber auch ein wildes Neuentdecken ist das: Altes, Neues, Gesprochenes, Gesungenes und auch das, was dazwischen liegt. Alles darf sein, solange es dem großen Thema dieser Zusammenstellung gerecht wird…“ Bayerischer Rundfunk

„..Wie machen die das nur im Süden? So fragt der neidische Saupreiss...Wer in den Seelenhaushalt jener Weltgegend hineinhorchen möchte, der kommt an dieser intelligenten wie amüsanten, naturgemäß exzessiven Sammlung nicht vorbei.“ Die Zeit

„..Meine Damen und Herren, hier liegt eine wichtige Sammlung Kulturgutes vor.“ FAZ

Mittwoch, 21. November 2018

Außerhalb der Vorankündigungen: Opernwelt-Dialoge zwischen Zeitschrift opernwelt und Prominenz aus Frankfurt, Berlin und Nürnberg


OPERNWELT-DIALOGE
EINE KOOPERATION DES FACHMAGAZINS OPERNWELT UND DER OPER FRANKFURT

Zum Thema „Die Zukunft der Oper in einer sich wandelnden Stadtgesellschaft“ findet am
Sonntag, dem 2. Dezember 2018, um 11.00 Uhr im Holzfoyer der Oper Frankfurt
in Kooperation der Opernwelt und der Oper Frankfurt eine Podiumsdiskussion im Rahmen
der durch das Fachmagazin neu initiierten Reihe Opernwelt-Dialoge statt.
Zu den Teilnehmern zählen Brigitte Fassbaender (Regisseurin), Barrie Kosky
(Regisseur, Intendant Komische Oper Berlin), Bernd Loebe (Intendant Oper Frankfurt)
und Joana Mallwitz (Dirigentin, Generalmusikdirektorin Staatstheater Nürnberg). Die
Moderation übernimmt Jürgen Otten (Redakteur Opernwelt).

Der Eintritt ist frei. Aus Sicherheitsgründen ist die Platzanzahl begrenzt, es werden
Zählkarten direkt vor der Veranstaltung ausgegeben.

Oper war in den mehr als 400 Jahren ihres Bestehens immer zweierlei: unmögliches
Kunstwerk und Kraftwerk der Gefühle. Diese beiden, gleichsam paradoxal-dialektischen
Konstanten haben sich seit der Renaissance bis heute kaum geändert. Was sich
allerdings massiv geändert hat, sind die Kontexte, denen sich die Oper wagemutig
aussetzt, auf die sie – als Kunstgattung und auch als politisches „Werkzeug“, welches sie
stets war – reagieren muss, will sie weiterhin gesellschaftliche Relevanz für sich
beanspruchen. Der Geräuschpegel der direkten und indirekten Umgebung hat
zugenommen, die Bilder und damit ihre Assoziationsräume sind geweitet, und auch die
Rezeptionshaltung des Publikums war (und ist noch) enormen Entwicklungsprozessen
unterworfen. Wie diese aussehen, was sie bewirken, wie das Musiktheater das
widerspiegelt – all das soll Thema dieses Abends sein. Diskutiert wird die Frage, wie eine
sich stetig und immer rascher wandelnde Stadtgesellschaft das „Phänomen“ Oper
wahrnimmt, welche ästhetischen, soziokulturellen und ökonomischen Auswirkungen dieser
Wandel hat – und schließlich, was die Oper vermag, was sie soll – und was sie innerhalb
dieses Spannungsfeldes leisten muss. Ist sie womöglich der letzte Ort der Realität?

Mousonturm Frankfurt a. M.: Five Days in March



(c) Misako Shimizu


Der japanische Theatermacher Toshiki Okada (zuletzt mit „Time’s Journey Through a Room“ im Mousonturm) erarbeitet eine Neufassung seiner eigenen Inszenierung, die ihm vor 12 Jahren zum internationalen Durchbruch verhalf. Seine choreografisch-minimalistische Theatersprache hebt den logischen Bezug zwischen Sprache und Bewegung auf und gleicht einem Drahtseilakt zwischen Natürlich- und Künstlichkeit. Die Jugend von heute erscheint orientierungslos, ihre Beteiligung an der Demonstration steht im Gegensatz zu ihren persönlichen Bedürfnissen.

Wie viel Protest kann man mit Liebe ausdrücken? Yoko Ono und John Lennon gaben mit ihren Bed-Ins ein klares Anti-Kriegs-Statement ab. Den zwei Freeters (junge Japaner*innen, die keiner Vollzeitbeschäftigung nachgehen) geht es in Five Days in March weder um Politik noch um Gefühle. Während im März 2003 die Irakinvasion beginnt, verbringen sie 5 Tage in einem Love-Hotel: anonym, ohne Liebe, als ausgiebiges Sex-Date und ungeachtet der großen Antikriegsdemonstrationen, die währenddessen in Tokio stattfinden. Make love not War bekommt hier eine andere Bedeutung, denn Pazifismus geht auch auf die Straße und demonstriert, jedenfalls war das viel Jahre so ... Aber wie viel wichtiger ist die Erfahrung von Liebe als der kalte Wasserstrahl der Einsatzfahrzeuge gegen Gewaltbereite. 


Seit den Nullerjahren ist viel passiert. Die apathische Jugend ist aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht und der japanische Regisseur und Autor Toshiki Okada hat das minimalistische Bühnenstück neu inszeniert. Mit Darsteller*innen, die zur Zeit des Irakkrieges noch zur Grundschule gingen und dem unpolitischen Geist von früher jugendlichen Schwung einhauchen (21. & 22.11., 20 Uhr, Japanisch mit deutschen und englischen Übertiteln). 




Montag, 19. November 2018

Premiere in der Frankfurter Oper: I PURITANI von Bellini

Premiere
I PURITANI
Opera seria in drei Teilen von Vincenzo Bellini
Text von Carlo Pepoli
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Kostüme von Christian Lacroix
(c) Patrick Swirc

Musikalische Leitung: Tito Ceccherini
Inszenierung: Vincent Boussard
Bühnenbild: Johannes Leiacker
Kostüme: Christian Lacroix
Video: Isabel Robson
Licht: Joachim Klein
Chor: Tilman Michael
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy












Elvira: Brenda Rae / Zuzana Marková (Januar 2019)
Lord Arturo Talbo: John Osborn
Sir Riccardo Forth: Iurii Samoilov
Lord Gualtiero Valton: Thomas Faulkner
Sir Giorgio: Kihwan Sim
Sir Bruno Roberton: Michael Porter
Enrichetta di Francia: Bianca Andrew / Kelsey Lauritano (8., 14., 16. Dezember 2018)
Eine Frau: Sofia Pintzou

Chor der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Koproduktion mit der Opéra Royal de Wallonie, Liège
Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper

Die Opera seria in drei Teilen I puritani (Die Puritaner) von Vincenzo Bellini (1801-1835), einem der Hauptvertreter der Belcanto-Ära, wurde in der für Paris bestimmten Fassung am 24. Januar 1835 im Théâtre Italien uraufgeführt.

Das letzte Meisterwerk des kurz darauf verstorbenen Komponisten fand noch im selben Jahr an der Mailänder Scala seine italienische Erstaufführung. In Folge eines Streits zwischen Bellini und Felice Romani, dem Librettisten von sieben seiner neun Opern, fertigte der weniger erfahrene Carlo Pepoli das Textbuch an, was Bellinis Mitgestaltung erforderlich machte. Der an Glaubwürdigkeit mangelnden Handlung konnte Bellini mit einer sorgfältigen Instrumentation seiner endlosen Melodienbögen sowie der Verwendung von dramatischen Motiven entgegenwirken.

Brenda Rae (Sopran) als Elvira
(c) Kristin Hoebermann
Elvira, Tochter des puritanischen Gouverneurs Lord Gualtiero Valton, erwartet ihre Hochzeit mit Lord Arturo Talbo, einem Parteigänger der fast geschlagenen Stuarts. Allerdings kann der Gouverneur Elvira nicht selbst in die Kirche führen, da er eine Staatsgefangene zum Parlament bringen muss: Enrichetta, die Witwe des hingerichteten Stuart-Königs Karl I. Aus politischer Überzeugung ermöglicht Arturo seiner Königin die Flucht von der Festung. Elvira glaubt daraufhin, dass ihr der Geliebte untreu geworden ist und wird wahnsinnig…

Die musikalische Leitung liegt bei dem Italiener Tito Ceccherini, der in Frankfurt zuletzt 2017/18 Janáceks Aus einem Totenhaus dirigierte. Nun darf er mit einem Hauptwerk des italienischen Belcanto eine andere Facette seines Könnens zeigen. Für die Inszenierung kehrt nach Cileas Adriana Lecouvreur (2011/12) und Glucks Ezio (2013/14) der Franzose Vincent Boussard an den Main zurück, für die Kostüme zeichnet erneut der als Modedesigner bekannt gewordene Christian Lacroix verantwortlich. Die amerikanische Sopranistin Brenda Rae (Elvira) gehörte von 2008 bis 2017 zum Ensemble der Oper Frankfurt, wo sie unbestritten zu den Publikumslieblingen zählte. Zuletzt gastierte sie im Haus am Willy-Brandt-Platz u.a. als Amina in Bellinis La sonnambula. Zu ihren jüngsten Gastengagements gehören zudem Zerbinetta in Strauss’ Ariadne auf Naxos an den Staatsopern von Berlin und München. Mit Brenda Rae wechselt sich als Elvira die tschechische Sopranistin Zuzana Marková ab, die in dieser Partie ihr Hausdebüt in Frankfurt gibt und diese auch in den Vorstellungen des Kooperationspartners, der Opéra Royal de Wallonie in Liège, singt. Der amerikanische Tenor John Osborn (Arturo) gab 2013/14 sein Hausdebüt in Frankfurt als Massenets Werther. Arnold in Rossinis Guillaume Tell führte ihn aktuell ans Theater an der Wien, nachdem er diese Partie 2016 bereits an der New Yorker Metropolitan Opera verkörpert hat. Mit Iurii Samoilov (Sir Riccardo Forth), Thomas Faulkner (Lord Gualtiero Valton), Kihwan Sim (Sir Giorgio), Michael Porter (Sir Bruno Roberton) sowie Bianca Andrew und Kelsey Lauritano (im Wechsel als Enrichetta di Francia) sind Mitglieder des Ensembles und des Opernstudios der Oper Frankfurt vertreten.

Premiere: Sonntag, 2. Dezember 2018, um 18.00 Uhr im Opernhaus
Weitere Vorstellungen: 6., 8., 14., 16. (18.00 Uhr), 21., 26. (18.00 Uhr), 28. Dezember 2018, 4., 12., 18. Januar 2019


Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.00 Uhr.
Preise: € 15 bis 165 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Karten sind bei unseren üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im
telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.

Wie war's bei Mashrou' Leila / enjoy jazz 2018 im Heidelberger Kongresshaus?







Das zweite Mal Mashrou' Leila in concert für mich, und vieles begegnete mir wieder. 2016 bereits für mich eine Entdeckung mit westlichem Stil und arabischem Empfinden, interessante und künstlerische Videoprojektionen, z.B. Flug eines Adlers durch eine wilde, lasterhafte und genussfreudige Stadt (Beirut?), tanzende Menschen, Bauchtänzerinnen und -tänzer, gepaart mit mythologisch-antiken Akzenten hinsichtlich straighter und queerer Erotik und einem trotz Erkältung aktiven Sänger und Tänzer Hamed Sinno. Mit dabei Ibrahim Badr, Bassguitar, Carl Gerges, Drums, Haig Papazian, Violin und Firas Abou Fakher, Guitar.

Was ganz stark ins Auge springt, dass sind teils hochpoetische Texte und dunkle Szenenstimmungen der 2009 in der American University of Beirut an die Öffentlichkeit tretenden Band, die transportiert werden mit einer bei uns ganz seltenen Musik, die sich zwischen arabischer Weltmusik, einer Spur Kammermusik, Jazz und Pop bewegt. Libanesische Psychodelik und Topmodernität thematisieren Randgruppenerleben und Freiheit in der persönlichen und sexuellen Entfaltung.

Sinnos Stimme ist ein echtes Highlight, die Musik kann zum Tanzen mitreißen, melancholisch machen und einfach nur faszinieren ... Seine Texte sprechen jeden an, der Sinn hat für metaphorische Bilder, die für so vieles stehen können. Eines seiner Lieder trauert um all die Menschen, die sich aus Palästina, Libanon, Jordanien, Syrien, Kurdistan, Irak, Libyen und dem ganzen großen Rest der Kriegsgebiete Arabiens und Afrikas per überlasteten Booten nach Europa aufmachten und nie im "gelobten Land" ankamen. Alle die Freunde und Erdmitbewohner auf dem Grund des Mittelmeeres.






مرّيخ (marrikh) داويني بشي حبّة لما أنزل. لا تحرمني القنّينة لما أنزل. عم بطلع عم أطلع. عم بنزل عم أنزل. عم بطلع عم أطلع. نسّيني إيدين بيّي لمّا أنزل. بتعاقبني لما أطلع حتى أنزل. عم بطلع عم أطلع عم بنزل عم أنزل. عم بطلع عم أطلع. للمرِّيخ. للمرِّيخ. MARRIKH Cure me With a pill when i fall. Don’t deny me The bottle when i fall. I rise, I rise I fall, I fall I rise, I rise Make me forget My father’s hands when i fall. They chastise me Into free-fall whenever i rise. I rise, I rise I fall, I fall I rise, I rise To mars To mars I rise, I rise I fall, I fall I rise, I rise To mars To mars Music by Mashrou Leila Lyrics by Hamed Sinno




أصحابي (comrades) كلهن عم يرقُصوا فوق الزجاج عالأرض. كلهن عم يضحكوا بالأسود و الأبيض. بتشقشق بسْمتي أسود وأبيض. نحنا بعدنا شي متعرِفين ع بعض. لدقيقة بالحمّام كنا أقربِ الأصحاب. زيِّفلي الإهتمام قول لي إنني بِنحَبّ. إبن الليل إبن الليل كل الأسبوع تسعة للخمسة عم نموت. نسّيني حالي بدّي كون مثل بيروت. شو حلوة الليلة كل شيء منتمنّاه موجود، وبؤذي نفسي بس لَبَرِّر الوُجود. بتذكُر كيف كانت الموسيقى تؤثّر فينا؟ صرنا نخشى العتمة يلّي كنا نلعب فيها. عشنا وشفنا وما بقي ولا شي يدهشنا. عالية الموسيقى مش معقول حدن يسمعنا. ولّعتها مبارح حاسس حالي شوي تعبان، كأني دايماً عم بغرق بعدني عطشان. دعسة عالشمال وعل يمين حطّ دعستين. لأ مش عم ببكي دمّعت من الدخان. وبصبّ الكس لاثنين وبشربُه لوحدي. مين قولك من هالناس رح يجي يزورلي قبري؟ ليك عندك قدّاحة؟ تع ولّعلي سيجارتي. ليك شو في حولي ناس مش ممكن كون لوحدي. ASHABI (COMRADES) All these bodies dancing -floor paved with broken glass. All these bodies laughing -in black and white filters en-masse. My smile starts to crack -black and white. You and i just met A little while ago tonight. But for a minute in the bathroom we were the best of friends. Tell me I deserve love. Act like you care. Let's play pretend. Night-child I'm a night-child 7/7 - DOA - 9-5 I want to be Beirut, I want to forget it all we've got all we could ask for. what a fabulous night. and i destroy myself to just to justify being.  Night-child I'm a night-child Remember when the music used to move us? Sway.  Now we dread the dark in which we used to play. We've been there/ done that/ nothing can impress. Relax! the music's so loud no one can hear this. I was out last night, I guess I'm just a little tired Like I'm constantly drowning, but thirsty all the same. Now step to the left two steps to the right. No, I'm not crying; it's all this smoke that's to blame. Night-child I'm a night-child And I pour a glass for two and down it all alone. Do you think any of these people will visit my grave stone? Do you have a lighter? Come light my cigarette.  All these people around me, I can’t possibly feel alone. Music by Mashrou Leila Lyrics by Hamed Sinno Produced by Samy Osta and Mashrou Leila

Sonntag, 18. November 2018

Wichtigste Flüchtlingsrouten in die EU



Die Zahl der illegalen Grenzübertritte in die EU geht zurück. Die Infografik von Statista zeigt die jüngste Entwicklung der zahlenmäßig bedeutsamsten Flüchtlingsrouten und vergleicht die Zahlen für das Gesamtjahr 2017 und die ersten zehn Monate von 2018. Danach kommen zwar rund doppelt so viele Flüchtlinge über die westliche Mittelmeerroute. Dafür sind die Zahlen auf der zentralen Route von rund 119.000 auf 21.600 gesunken (-81,8 Prozent). Die gesamte Anzahl illegaler Grenzübertritte in die EU über die drei in der Karte gezeigten Routen hat um rund 38 Prozent abgenommen.


Infografik: Wichtigste Flüchtlingsrouten in die EU | Statista 

Samstag, 17. November 2018

Fantasien zur Nacht (Video): MIRE





MIRE

Festival Images & Reflet-Théâtre de Vevey, 2016
MIRE is a twelve dancer performance installation that presents itself as a corporeal kaleidoscope. Taking hold on movement so as to create an image that is as contemplative as it is disturbing. It also places the spectator-voyeur at the very core of the experience. The audience is led to observe female and male bodies multiplying through vertical slots of a surrounding all-encompassing structure, reminiscent of a zoetrope. The spectator can also lie on the ground and experience a living fresco reflected on the giant mirror located above the dancers. Their bodies are naked so that the textures of the flesh can be at once magnified and exalted. 
Subtext, being defined as an aesthetic gesture with baroque shades, questions our feelings toward beauty and perversion; this projects a vision where these contrasts could coexist in harmony.
Film: Jérôme Piguet - La Fine Equipe du 45
Music: Pablo Reche & mix: Jérôme Piguet

Pfalzfortbildung: 2000 Jahre in zwei Tagen



Geschichtsträchtiger Ort in einer geschichtsträchtigen Region: 
Das Hambacher Schloss (Foto: pixabay)



2000 Jahre in zwei Tagen

Regioakademie bietet Überblick-Seminar zur pfälzischen Geschichte

„Pfälzische Geschichte im Überblick“ heißt ein Seminar der Regioakademie, das am Freitag, 30. November, von 16 bis 21 Uhr und am Samstag, 1. Dezember, von 9 bis 18 Uhr in der Pfalzakademie in der Franz-Hartmann-Straße 9 in Lambrecht stattfindet. Die Veranstaltung bietet einen gerafften Überblick über mehr als 2000 Jahre pfälzischer Geschichte von den Kelten, Römern und Franken über das Mittelalter und die Neuzeit bis ins 20. Jahrhundert. Der Referent Dr. Hans-Joachim Kühn stellt dabei die Lebensverhältnisse der Bevölkerung, die gesellschaftliche Entwicklung, die oft wechselnden Grenzen sowie das spezifisch Pfälzische in den Mittelpunkt.

Die Teilnahme kostet 48 Euro und eignet sich für alle Interessierten wie auch insbesondere für Gästeführerinnen und Gästeführer. Um Anmeldung bei der Regioakademie wird gebeten bis 24. November unter der Telefonnummer 06325 1800-241 oder per E-Mail an regioakademie@pfalzakademie.bv-pfalz.de.


Donnerstag, 15. November 2018

Heidelberg: Mashrou' Leila bei enjoy jazz 2018

MASHROU' LEILA 

Stadthalle Heidelberg

VVK: 36 / 20 € zzgl. Geb
AK: 42 / 25 €
Beginn: 20:00
Einlass: 19:00

Eine hierzulande fast unbekannte Indie-Rock-Band aus dem Libanon – Mashrou' Leila hatten 2016 keine Handvoll Konzerte in Deutschland gespielt! – ein Festival für Jazz und Anderes zu eröffnen. Die erste Einladung von Mashrou' Leila war damals für enjoy jazz ein Statement und eine Zumutung, weil der charismatische Sänger Hamed Sinno seine mal poetischen, mal kritischen Texte gegen Nationalismus, Korruption, Krieg, Gewalt gegen Frauen und Homosexuelle und für religiöse Freiheit und Toleranz gegenüber queerer Sexualität auf Arabisch singt. Die Band ist im ganzen arabischen Raum bekannt und beliebt, in syrischen Clubs viel gehört, weil auch diese entsetzliche Situation in den Texten erkannt werden kann. Die Poetik ein offenes Spiegelkabinett der Gedanken und Träume. Mashrou' Leila ist kein eskapistisches Entertainment, aber der übersetzte Name der Band lautet eben auch „Nächtliches Projekt“. Die Band ist gegenüber interkulturellen Projektionen und politischen Vereinnahmungen durchaus sensibel und will sich nicht als Band des Arabischen Frühlings verstanden wissen, dafür ist sie viel zu weit weg von Gleiches mit Gleichem vertreiben, strengen Islam mit strengem Islam etwa. Mashrou' Leila sieht sich als Band mit unmissverständlichen Haltungen. Aber es ist ein Aufbruch in den Köpfen für viele, die sich endlich ein freies selbstbestimmtes Leben wünschen. Ein ganz anderes Beirut, Libanon, Arabien, eine ganz andere Welt ...

Das Konzert lässt enjoy jazz 2018 ausklingen.




ﺇﻧﻨﻲ ﻣﻠﻴﺢ ﻗﻮﻡ ﻧﺤﺮﻕ ﻫﺎﻟﻤﺪﻳﻨﺔ ﻭﻧﻌﻤﺮ ﻭﺍﺣﺪﺓ ﺃﺷﺮﻑ ﻗﻮﻡ ﻧﻨﺴﻰ ﻫﺎﻟﺰﻣﺎﻥ ﻭﻧﺤﻠﻢ ﺯﻣﻦ ﺃﻟﻄﻒ ﻣﺎ ﺯﺍﻟﻚ ﺑﻼ شي ﻣﺎ ﻓﻴﻚ ﺗﺨﺴﺮ شي ﻭﺃﻧﺎ ﻣﻠﻴﺖ ﻣﻦ ﻋﺸﺮﺓ ﻧﻔﺴﻲ ﻛﺎﻥ ﺑﺪﻱ ﻏﻴﺮ ﺍﻟﻌﺎﻟﻢ ﻣﺶ ﻋﺎﺭﻑ ﻛﻴﻒ ﺍﻟﻌﺎﻟﻢ ﻏﻴﺮﻧﻲ ﻛﺎﻥ ﺑﺪﻱ ﺇﺣﻤﻞ ﺍﻟﺴﻤﺎﺀ ﻭﻫﻸ ﺃﻧﺠﻖ ﺣﺎﻣﻞ ﻧﻔﺴﻲ ﻗﻮﻝ ﺇﻧﻨﻲ ﻣﻠﻴﺢ ﻗﻮﻝ ﺇﻧﻨﻲ ﻣﻠﻴﺢ Lets burn this city And build a better one Lets forget the time we're in And dream of a better one The fact you have nothing Means you can't lose anything And I'm sick of living with myself I wanted to change the world However the world changed me I wanted to hold up the sky Now I can barely hold myself Say that I'm Good Say that I'm Good






Kabarett: Toleranz bei Gerhard Polt




HKW Berlin: Kann man Humankapital herstellen? HUMANITY AT WORK (Ausstellung)

Humanity at Work
von Romana Schmalisch und Robert Schlicht

Ausstellung
16.11.–14.12.2018
09.–13.01.2019
Tgl. außer Di: 11–19h

Eröffnung: 15.11. 19h


Die Ausstellung ist am 26.11. und über den Jahreswechsel geschlossen.

Ausstellungshalle 2
Eintritt frei



Auf Deutsch und Englisch
Filmmaterial auf Französisch mit englischen Untertiteln


Wie lernt man zu arbeiten? Welche Fähigkeiten sind zu erwerben, um den Anforderungen des Arbeitsmarkts gewachsen zu sein? Anders formuliert: Wie entsteht Humankapital? Mit ihrer Einzelausstellung Humanity at Work zeichnen Romana Schmalisch und Robert Schlicht das Porträt einer Gesellschaft, die ihren Reichtum in geleisteter Arbeit bemisst.

Im Zentrum von Humanity at Work steht ein fiktives „Arbeitskraftwerk“, in dem Menschen strategisch geformt, angeleitet und so in potenzielle Arbeitskräfte verwandelt werden. In verschiedenen Darstellungsformen bietet die Ausstellung Einblicke in diese Produktionsstätte für Humankapital: Filmische Beobachtungen dokumentieren Kurse, die „Soft Skills“ wie Kreativitätsstrategien, Selbstpräsentation, Selbstmanagement vermitteln sollen. In Diagrammen werden Produktionsprozesse und die Evaluierung von Arbeitskraft nachvollziehbar. Ein fiktiver historischer Abriss schildert die Erfolgsgeschichte der Institution von der Industrialisierung bis heute, ihre Reaktion auf die Arbeiterbewegung und neue Strömungen in der Unternehmensführung. Der Kurzfilm Top/Down schließlich inszeniert ein Rollenspiel zwischen drei Manager*innen: Während diese über neue Führungsstrategien diskutieren, die durch einen gezielteren Zugriff auf das Begehren und die Subjektivität der Menschen deren Produktivität steigern sollen, kippen die anfangs klar abgezirkelten Machtverhältnisse.


Top/Down wurde produziert von FRAC Grand Large–Hauts-de-France in Zusammenarbeit mit Spectre Productions und unterstützt durch Pictanovo.

Mittwoch, 14. November 2018

Der Faust 2018

Am 3. November 2018 wurde der Deutsche Theaterpreis DER FAUST verliehen. Die feierliche Gala im Theater Regensburg ehrte herausragende künstlerische Leistungen in acht Kategorien und vergab einen Preis für das Lebenswerk und den neuen Perspektivpreis.
DIE GEWINNER*INNEN DES DEUTSCHEN THEATERPREISES DER FAUST 2018 nach Sparten/Kategorien

Regie Schauspiel


Thorleifur Örn Arnarsson          
             „Die Edda", Staatsschauspiel Hannover
Darstellerin/Darsteller Schauspiel
Barbara Nüsse
            Prospero in „Der Sturm", Thalia Theater Hamburg
Regie Musiktheater
Tobias Kratzer
           „Götterdämmerung", Badisches Staatstheater Karlsruhe
Sängerdarstellerin/Sängerdarsteller Musiktheater
Matthias Klink
           Gustav von Aschenbach in „Tod in Venedig", Oper Stuttgart /
           Stuttgarter Ballett
Choreografie
 Sharon Eyal
          „Soul Chain", Staatstheater Mainz 

Darstellerin/Darsteller Tanz
 Ramon A. John
           Wanderer in „Eine Winterreise", Hessisches Staatsballett 
           (Hessisches Staatstheater Wiesbaden / Staatstheater Darmstadt) 

Regie Kinder- und Jugendtheater
Martina van Boxen
         „Lindbergh - Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus", Junges
         Schauspielhaus Bochum
Bühne/Kostüm
Jana Findeklee / Joki Tewes
           Kostüme „Wilhelm Tell", Schauspiel Köln 
           Eine Koproduktion mit dem Theater Basel



Den Preis für das Lebenswerk
erhielt Aribert Reimann.
Aribert Reimann, geboren am 04. März 1936 in Berlin, begann sein umfangreiches Schaffen als Bühnen-Komponist in Zusammenarbeit mit Günter Grass. Mit „Ein Traumspiel" nach August Strindberg begann 1965 seine Arbeit als Opernkomponist. In den folgenden Jahrzehnten tat er sich als Komponist wichtiger Literaturopern hervor: u.a. „Melusine" (1971 Schwetzinger Festspiele), „Lear" nach William Shakespeare (1978 München), „Die Gespenstersonate" wieder nach August Strindberg (1983 Berlin), „Troades" nach Euripides in der Fassung von Franz Werfel (1986 München). Er wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland. 2011 wurde ihm der Ernst von Siemens Musikpreis für sein Lebenswerk zugesprochen. Zuletzt wurde an der Deutschen Oper Berlin im Oktober 2017 seine Trilogie lyrique nach Maurice Maeterlinck „L'Invisible" uraufgeführt.

JURY
Über die Preisträger*innen entschied erstmalig eine fünfköpfige Jury, die von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste benannt wurde. Die Jury setzte sich aus folgenden Akademiemitgliedern zusammen:

Jürgen Flügge (Regisseur, Generalintendant a.D., Dozent für Theatertheorie an der Theaterakademie Mannheim, Leiter Hof-Theater-Tromm); Prof. Regina Guhl (Professorin für Schauspiel und Dramaturgie an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover); Peter Michalzik (Autor und Journalist); Barbara Mundel (Dramaturgin und Regisseurin); Sylvana Seddig (Tänzerin und Schauspielerin).
VERANSTALTER UND PARTNER



Der Deutsche Theaterpreis DER FAUST 2018 wurde veranstaltet und gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, die Stadt Regensburg, die Kulturstiftung der Länder, die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste und den Deutschen Bühnenverein. Weiterer Kooperationspartner war 2018 der Deutsche Bühnenverein Landesverband Bayern.

Veranstaltungspartner 2018 war das Theater Regensburg, Medienpartner sind 3sat, Deutschlandfunk Kultur und Die Deutsche Bühne.