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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Dichterhain, Bände 5 bis 8

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Donnerstag, 5. Mai 2016

Die Münchner Kammerspiele im Mai

Stefan Pucher kehrt im Mai zurück in die Münchner Kammerspiele: am 12. Mai 2016 findet die Premiere von T. C. Boyles „América“ in der Kammer 1 statt. Als vor über einem Jahr die Entscheidung fiel, dass Stefan Pucher den von der paranoiden Angst einer US-amerikanischen Grenzgemeinde vor Verdrängung durch illegale Einwanderer aus Mexiko erzählenden Roman aus dem Jahr 1995 an den Kammerspielen inszenieren soll, sah sich Europa noch weit entfernt von den Flüchtlingsströmen der Jahre 2015 und 2016. Heute hingegen, da die Frage nach der Bewältigung eines mehrere Millionen Menschen betreffenden Exodus die EU und deren Gesellschaften zersplittert, ergeben sich auf einmal deutliche Parallelen zu den in Boyles „América“ verhandelten Phänomenen. Es spielen: Jan Bluthardt, Peter Brombacher, Gonzalo Cunill, Stefan Merki, Jochen Noch, Wiebke Puls, Sylvana Seddig und Samouil Stoyanov.

Bevor der japanische Regisseur Toshiki Okada im Juni das erste Mal in München an den Kammerspielen inszeniert, zeigen wir am 27. und 28. Mai, 20 Uhr in Kammer 2 ein Gastspiel des eben in Kyoto herausgekommen neuen Stückes mit seiner Gruppe chelfitsch: „Time’s Journey Through A Room“.
Am 31. Mai sowie am 01. und 02. Juni zeigt der Schweizer Theaterregisseur Thom Luz seine neue Arbeit in der Kammer 2. In „The Unusual Weather Phenomena Project“ wird sein Ensemble zu Wettermachern. Sie installieren auf der Bühne eine sich verselbstständigende Wettersymphonie für Posaune, Trompetengeige, Tonband und Lichtmaschine.

Auch im Mai werden die Reihen der Münchner Kammerspiele fortgesetzt:
In Episode #6: American Dad beschäftigen sich am 30. Mai um 20 Uhr in der Kammer 3 Stefanie Diekmann, Professorin am Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur in Hildesheim, und Matthias Mühling, Direktor der Städtischen Galerie Lenbachhaus in München, mit einer Cartoonreihe. „American Dad“ ist seit 2005 auf dem amerikanischen Sender „Fox“ zu sehen und gilt, ebenso wie „Homeland“, als kulturelle Reaktion auf die Terrorgefahr nach den Anschlägen vom 11. September. Im Mittelpunkt der Handlung steht eine Durchschnittsfamilie, der ein Alien zugelaufen ist, und dieser Gast ist homosexuell.

Die Mai-Ausgabe des Breakfast Club widmet sich am 29. Mai, 11.30 Uhr im Conviva im Blauen Haus der neuen Produktion des Opernhauses an den Kammerspielen: „Die Hochzeit des Figaro“David Marton und sein Team werden von den Proben berichten und ein wenig musizieren, um erahnen zu lassen, wie ihr Mozart in der Erarbeitung durch Musiker und Akteure ganz unterschiedlicher Herkunft und mit sehr verschiedenen Spezialbegabungen klingen wird.

Das Welcome Café wird wieder jeden Montag von 16 – 22 Uhr in der Kammer 2 geöffnet sein für Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Fluchterfahrung. Ab Mai werden auch die Tischszenen ein neuer Ort der Begegnung und des Austausches, wenn SyrerInnen ihre Lieblingsgerichte gemeinsam mit dem Publikum auf der Bühne der Kammer 2 nachkochen – am 24. Mai, 20 Uhr mit Speisen aus Deir ez-Zor im Osten Syriens.
Am 19. Mai, 20 Uhr ist in der Kammer 3 im Rahmen von THE REST AND THE WEST – einer Veranstaltungsreihe von Mitgliedern des Göthe Protokolls in den Münchner Kammerspielen – eine Graphic Novel Live Performance zu sehen: Golden Sarragassum.

Was sind die wirklichen Themen, die dringend auf einer Bühne verhandelt werden müssen? Die Lebendigkeit, die verloren geht, wenn man nicht scheitern darf, sagt Andreas Weber, Biologe, Philosoph und Autor, der im Gespräch im Rahmen von Theater träumt Schule am 11. Mai um 20 Uhr in der Kammer 2 mit Reinhard Kahl für die Liebe zur Welt als Bildungsziel plädiert. SchülerInnen der Wilhelm-Busch-Realschule Neuperlach stellen sich der Unsicherheit und starten völlig ergebnisoffen in das Projekt JUGEND FORSCHT FORSCHT! Gemeinsam mit dem Regisseur Zino Wey und der Autorin Ariane Koch begeben sie sich in ein Recherchelabor, das in einem szenischen Rundgang, der als Auftakt der Veranstaltung präsentiert wird, endet.

Bereits mit der vorab erschienenen EP „The Winter Hymn“ zeigt sich Pantha du Prince erneut als der Träumer, Visionär und Alchemist unter den Großmeistern zeitgenössischer elektronischer Musik. Wenige Tage vor der Veröffentlichung seines mit Spannung erwarteten Albums „The Triad“ – sein erstes seit sechs Jahren – entführt Hendrik Weber, besser bekannt als Pantha du Prince, das Münchner Publikum in eine Zone, in der nicht nur die Grenze zwischen Wachen und Träumen aufgehoben ist: am 06. Mai, 22 Uhr, Kammer 1.

Beim Record-Release-Konzert am 18. Mai, 20 Uhr, in der Kammer 2 weben Angela Aux & Band (Joe Dobroschke, Peter Pazmandi, Marcus Grassl) Klangkollagen und Texte des Münchner Songwriters ein. Das alles wird flankiert von einem multimedialen Pingpong mit der Videokünstlerin Su Steinmassl und dem Lichtmeister Matthias Singer.

Und last but not least wird Cees Nooteboom am 25. Mai um 20 Uhr in der Kammer 1 aus „Reisen zu Hieronymus Bosch. Eine düstere Vorahnung“ lesen. In seinem fulminanten Text schildert er seine Annäherungsversuche an sieben Bilder Boschs zwischen persönlicher Reflexion, kunsthistorischer Exegese und Erkenntnissen im Restaurierungsatelier.

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