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Sonntag, 29. November 2015

Gestern zu Ende gegangen: Present’s disjunctive unity Constructing and deconstructing histories of contemporary artistic and aesthetic practices

Ato Malinda „Mshoga Mpya or the new homosexual“ (Performance)
© Ato Malinda


Welche Konzepte des „Zeitgenössischen“ existieren rund um den Globus? Auf welche historischen Kontexte gehen sie zurück? Welche kulturellen, ästhetischen und künstlerischen Theorien und Praktiken haben sie hervorgebracht?
Das Konzept des „Zeitgenössischen“ in Kunst und Kultur besitzt eine eigene Geschichte – es ist paradoxerweise also selbst historisch. Auch ist es bestimmt durch die unterschiedlichen kulturellen und regionalen Kontexte, in denen Vorstellungen von Gegenwart und Zeitgenossenschaft verhandelt werden. In diesem Sinne gibt es also unterschiedliche Geschichten des Zeitgenössischen, geprägt durch sozio-politische Bedingungen und geopolitische Machtstrukturen. Historische Wendepunkte, wie zum Beispiel das Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 oder das des Kalten Kriegs 1989 brachten spezifische Narrative des Zeitgenössischen hervor und formen spezifische historiografische Verfahrensweisen. Durch diese reflektieren Menschen an verschiedenen Orten Bedeutungen und Ausprägungen von Vergangenheit im Verhältnis zur Gegenwart und erzählen Geschichte auf unterschiedliche Weisen.
Die Konferenz führte soziopolitische, historische und andere theoretische Perspektiven zusammen und suchte nach geeigneten Kategorien für die unterschiedlichen historiografischen Genealogien.
Die Konferenz diente als Initialveranstaltung für das internationale und interdisziplinäre Research Network for Critical Transcultural Perspectives on Cultural and Aesthetic Practices.
Die Konferenz wurde konzipiert und organisiert von:
Birgit Hopfener (FU Berlin), Franziska Koch (Universität Heidelberg), Kerstin Schankweiler (FU Berlin) in Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Asien und Europa im globalen Kontext“, Universität Heidelberg, der DFG-Forschergruppe 1703 „Transkulturelle Verhandlungsräume von Kunst“, FU Berlin und dem Haus der Kulturen der Welt, Berlin, vertreten durch Annette Bhagwati und Kirsten Einfeldt.
Angeschlossene Projekte/Forscher:
Philippe Cordez (Internationale Nachwuchsforschergruppe „Vormoderne Objekte. Eine Archäologie der Erfahrung“, LMU München), Melanie Klein (FOR 1703 „Transkulturelle Verhandlungsräume von Kunst“, Research Unit C3 „Fiktionen des Originals. Praxis- und diskursanalytische Untersuchungen zur Kunst Afrikas“, FU Berlin), Silke Förschler (LOEWE-Schwerpunkt „Tier-Mensch-Gesellschaft“, Projekt A3 „Insekten, Reptilien, Fische. Ästhetische Ordnungen und wissenschaftliche Praktiken der Académie des sciences und der Royal Society (1660–1750)“, Universität Kassel), Stephanie Zehnle (DFG-Forschergruppe „Gewaltgemeinschaften“, Forschergruppe „Leopardenmänner. Ein translokales Gewaltphänomen in der kolonialen Phase Afrikas (Sierra Leone/Liberia 1880-1950)“, Universität Kassel) Liesbeth Minnaard (Faculteit der Geesteswetenschappen, Centre for the Arts in Society, Film and Literary Studies, Universität Leiden), Kea Wienand (Institut für Kunst und visuelle Kultur, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg).
Die Konferenz wurde unterstützt von der Ernst-Reuter-Gesellschaft der Freunde, Förderer und Ehemaligen der Freien Universität Berlin e.V., Frauenfördermittel des Fachbereichs Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin und Ulmer Verein. Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften e.V.

Wie war's bei NEW BREED der SYDNEY DANCE COMPANY in Ludwigshafen a.Rh.?

v.l.n.r.: Fiona Jopp, Kristina Chan, Bernhard Knauer, Daniel Riley
(c) Peter Greig

Einer der Ludwigshafener Abende im Pfalzbau, wo die Gäste stark diskutierten und quer durch die Reihen debattiert wurde. Was war passiert? Ein ganz normaler Abend mit Contemporary Dance aus Australien, auf der Hauptbühne des Pfalzbaus, im Rahmen der XI. Ludwigshafener Festspiele. In NEW BREED, einem Abend der SYDNEY DANCE COMPANY unter der Leitung des gebürtigen Spaniers Rafael Bonachela, präsentierte die neue "Zucht" der Choreographen aus der Schule der Company ihre Ergebnisse.

(c) Peter Greig

Der Sachse Bernhard Knauer, der seinen Weg von Dresden über Palucca-Tanzhochschule Dresden und Den Haag zur Ausbildung und später Görlitz und San Francisco zur Praxis nahm, eröffnete den Abend mit einem klassischen Part. Zur Musik seines Vaters Jürgen Knauer laborierte er an einem Tanzstück, das in Solos, Duos und Trios bewusst den Weg zum Sinn suchte. In absolut konservativem Setting, mit wenig raumgewinnenden Bewegungen konzentrierte er sich in DERIVED auf eine begrenzte Tanzfläche, die Tänzer im starken Scheinwerferkegel von oben. Zu Cello und Kontrabass drehte sich alles ästhetisch um Streit und Harmonie, in der letzten Einstellung die Debatte eines Paares am Rande der Gruppe. Sehr brav.
(c) Peter Greig

Kristina Chan, gebürtig aus Hong Kong, stand ganz im Gegensatz zu dem ruhigen, kaum aufregenden Einstieg des Abends. Mit CONFORM für acht Tänzer schuf sie eine Metapher für den gebeutelten Mann, der permanent unter gesellschaftlichem Druck steht. Und sie war ein Stein des Anstoßes für etliche Besucher, die sich über der Toleranzgrenze von der sicher recht lauten und Furcht einflößenden Musik von James Brown und dem Geschehen zu Unrecht penetriert fühlten. Es war tatsächlich ein  kleiner Belastungstest für die Gemüter. Die einen riefen "Aufhören"und flohen ins Foyer, knallten die Türen zum Saal zu, die anderen waren begeistert. Die Aufregung beherrschte die ganze Pause und ließ die Leute diskutieren. Viele waren empört, weil es zu wenig Tanz gewesen sei, zu laut, für manche sogar zu wenig Ballett, obwohl man das bei Modern Dance nicht erwarten kann.

Was gab es zu sehen? Die Unterdrückung des Mannes, Führung durch jeweils andere, auch eigene Führungsrolle nicht ausgeschlossen, wird von einer unheimlichen Musik mystischen Charakters und Geisterchorelementen sowie schnellem tapsendem Geräusch von Schuhen begleitet. Ganz überspitzt herrscht ein anderer über einen willenlosen Menschen, macht mit ihm, was er will, bis das Verhältnis plötzlich umgedreht wird. Man denkt instinktiv an einen dauernden Zweikampf und das Treten-und-Strafen-nach-unten-Prinzip. Die Männer im Torkeln und Taumeln zu hektischer serieller Percussion, kontrastiert mit einer marschierenden Kolonne, stürzen und fallen wie im Krieg, geraten in die Gefangenen- und Opferrolle, eingekreist durch andere und können erst entkommen, wenn sie es schaffen, einen anderen Sündenbock in die Mitte zu zerren. Der Eingekreiste hat die größte Qual zu erleiden, unter Dauerbeschuss wie beim MRT, später Motorengeknatter. Er ist nicht allein, in jeder Gruppe laufen diese Mechanismen ab, ein Heer von kafkaesken Käfern kriecht über den Boden, dreht sich in Sekundenschnelle auf den Rücken und stellt sich tot.
Bedrohliche Situationen in der Menge, die spürbare Gewalt unter Männern auf der Straße, in der Szene, korrespondieren mit verlorenen Bewegungen. Sehr eindringlich und beeindruckend.
(c) Peter Greig

Ganz anders, heiter und entspannt, "der Tugend und einer kindlichen Freude gewidmet", verrückt und clownesk, Fiona Jopp mit ihrem SO MUCH, DOESN'T MATTER. Die Musik dazu hieß "Birds of Passage und stammt von Alicia und Tobias Merz. Eine Interpretation des Liebesliedes "Greensleeves", das aus dem 16./17. Jahrhundert oder früher stammt, heute von  unzähligen Interpreten gesungen: von Moody Blues und Joan Baez, Leonard Cohen und Jethro Tull, bis Vicky Leandros und Roy Black u.v.m.
Mit einer wunderschönen Idee und einem kräftigen Farbenspiel lässt die Choreografin eine Frau mit einem riesigen roten Rock (bestehend aus verschiedenen Röcken) nach vorne kommen. Verstecken tun sich in den Einzelröcken drei Tänzer und eine weitere Tänzerin. In Zeitlupe entfaltet sich alles. Die Röcke bleiben bis zum Ende ein verbindendes Element, der gemeinsame Rock für alle, die einzelnen Kleidungsstücke als Persönlichkeitsmerkmal, selbst bei Männern. Im unschuldigen Spiel beginnt die Suche nach dem Geheimnis dieses Textilstückes. Mal im slapstickhaften Treiben zu mittelalterlichen Musikelementen, dann chaplinesken. Zu Greensleeves in einer Art Tom-Waits-Stil wandern alle Röcke übereinander bei einer Frau, kämpfen alle um die Frau, ein Hin- und Hergezerre beginnt. Es tritt ein Mann im Hirschkostüm auf, der erbost über die Götter Kartoffeln zerdeppert, und allmählich verliert sich der Kult um den Rock. Es wird verrückt getanzt, die Musik gibt Anlass dazu. Locker, flockig, heiter und spitzbübisch.
(c) Peter Greig

In REIGN von Daniel Riley wird quasi die feminine Parallelwelt zu Kristina Chans Männerunterdrückung beleuchtet. Der Australier, der schon etliche Stücke geschrieben hat, setzt hier zur Musik von Nick Thayer acht Tänzerinnen der Company ein. Ihn interessieren Frauen, die Machtpositionen erlangt hatten und danach gestürzt sind. In einem sehr stark wirkenden Bild lässt er eine Frau sich einem Sandhaufen nähern, den sie allmählich erfühlt. Mit traditionellen Streichern baut er eine klassische Atmosphäre auf, die aber sofort wieder von Elektronik, Discosound und Bombengepfeife sowie seriellem Piano abgelöst wird. Teils geht es hektisch zu wie bei einem Ballspiel, dann bedrohlich mit sirenenähnlichen Tönen in einer bedrohlichen Halbwelt, uniformen Szene, wobei die Spitzenkleidchen hier absolut kontrastierend eingesetzt sind. Man sieht sehr beeindruckende tänzerische Darbietungen und völlig neue Räume erchoreografiert. Der Sand wird aufgegriffen, von allen erfühlt und verstreut. Ein wilder Hexentanz um den Sandhaufen leitet das Ende ein und sobald er erlischt, beginnt die Trennung der Protagonistin im Sandhaufen und der Gruppe, der Absturz ist bereits passiert. Sehr schön und überzeugend.




Premiered at Malthouse Tower Theatre, Melbourne Australia, 
for Dance Massive March 2015

Choreographed & Performed by / Victoria Chiu in collaboration with Kristina Chan
Electronic Music / Ma Haiping





Sydney Dance Company 2016 Program Launch

Dance (Video): There is a Place


There is a Place

A video dance by Katrina McPherson, Simon Fildes and Sang Jijia. Winner Best short film jury prizes at San Francisco Dance Film Festival and Dance Camera West LA.
Now available for purchase on DVD at go-at.co.uk/Buy.html or watch on Tendu TV Essential dance Films youtube.com/watch?v=DicA-jC1gS8

Filmed on location Glenferness and Dava
in the Highlands of Scotland May 2010

Samstag, 28. November 2015

Fantasien zur Nacht (Video): LILOU Naked Ghost


LILOU Naked Ghost

Wie war's bei AORTA im Rahmen der XI. Ludwigshafener Festspiele?


(c) Jeff Busby
Fast eine verrückte Idee, aber sehr interessant ist der Versuch, tänzerisch das Fließen des Blutes im Körper darzustellen. Stephanie Lake, die fast drei Wochen zuvor ihr Stück DUAL, ebenfalls im Rahmen der XI. Festspiele Ludwigshafen a.Rh. (siehe hier) auf der Pfalzbau Hinterbühne zur deutschen Erstaufführung brachte, zeigte nun in Ludwigshafen ihr Stück AORTA, wo genau dies das Thema war.


(c) Jeff Busby
Ganz ohne weitere visuelle Informationen wollte sie nicht bleiben und integrierte eine permanente künstlerische Videodar-stellung von Metaphern für das Innenleben in unseren Adern und das chemisch-elektrische Geschehen in unserem Körper insgesamt. Die Sinne konzentrierend auf ein wachsendes Kristall parallel zu einem Sturmge-räusch nimmt der magische Bann seinen Anfang. Ganz hart an der Realität glaubt man zunächst ein Zusetzen der Arterie wie klassische Arteriosklerose zu erkennen und tatsächlich versuchen erst 1, dann 3 Tänzer, einen Weg zu schaffen, quasi durchzukommen. Es ist jedoch im weiteren Verlauf mehr die Genesis des Kreislaufes, das Entstehen von Spannung und Elektrizität im Herzen. Die Musik steigert sich, das Kristall wird zur Wunderkerze, und ein permanenter Fluss und Druck durch die Adern beginnt.

(c) Jeff Busby
(c) Jeff Busby

Das Rauschen und Toben durch die "Röhren" wird genauso eindrucksvoll choreografiert wie das Miteinander der Ingredienzen unseres Lebenssaftes. Verbindungen, Befehle, Koordinationen, Dominoeffekte zwischen den Tänzern zeigen die eifrigen Aktionen und Bewegungen des Blutes. Ganz deutlich lässt Stephanie Lake Blutplättchen tanzen, ausstrahlen und klumpen. Im Hintergrund Balkendarstellungen eines Messgerätes, und man spürt wie sie analysiert, definiert und bewegt: zum Beispiel die Thrombozyten, Leukozyten und Erythrozyten im Miteinander, die archetypischen Kämpfe der Leukozyten gegen Eindringlinge wie Bakterien, Viren oder Pilze, der Versuch sie unschädlich zu machen. Ein Wink aus der Steinzeit zeigt uns, hier geht's ums Töten, unser ausgeklügeltes Wächtersystem bewahrt uns vor bösen Schäden. Im Gegeneinander von Leben und Überleben einerseits, Absondern und Tod andererseits entsteht Dynamik, plötzliche Percussion hin zum Heartbeat. Das Blutbild unterm Mikroskop wird greifbar und anschaulich. Selbst das Schweben der Inhaltsstoffe im Blut sowie die Herzpassage wird uns in Zeitlupe visualisiert. Die Tänzer nehmen einen Marionettencharakter an, sie signalisieren die Abhängigkeit von einem höheren Schaltsystem. Mit Torkeln, Kämpfen mit dem Tod zu Medizintechniksound und Herzfrequenz bzw. Puls vom Keyboard endet der fesselnde tänzerische Parcours einer interessanten australischen Choreographin.


 Tänzer:   Josh Mu, 
James Pham 
James Batchelor

Musik:   Robin Fox

Australian Dance Award 2014 
für außergewöhnliche Choreografie von Stephanie Lake und 
außergewöhnlichen männlichen Tänzer, James Pham.








Reise: Kretische Landschaften 01 (Video)



CRETAN LANDSCAPES 1

Freitag, 27. November 2015

Fantasien zur Nacht (Video): PERSONA

Persona

Dance in Oslo: Coda Oslo International Dance Festival

Rückblick Oktober 2015
Coda Oslo International Dance Festival 2015

HKW Berlin: HANDELN FÜR EINE HUMANE GESELLSCHAFT


Über Formen des Dialogischen

HANDELN FÜR EINE HUMANE GESELLSCHAFT

Alaa Hamameh | Dialogue Table | 2014 Linolschnitt, 90 x 90

Wie lassen sich angesichts globaler Herausforderungen neue Handlungsräume entwickeln? Flucht und Vertreibung weltumspannenden Ausmaßes bringen die Frage nach den Grundlagen einer humanen Gesellschaft zurück auf die politische Agenda. Am 19.11. fand im HKW Berlin ein Versuch der Bestimmung durch Kunst und Wissenschaft statt.

Was heißt heute ethisch handeln? Welche Verantwortlichkeiten entstehen angesichts weltweiter Krisen? Welche Perspektiven, Praxen und Diskurse benötigt eine politische Gemeinschaft? Mit Handeln für eine humane Gesellschaft prüft das HKW Begriffe des historischen Humanismus auf ihre Gültigkeit:
Die Migrationsforscherin Manuela Bojadžijev (geb. in Frankfurt am Main, 1971), der Künstler Alaa Hamameh (geb. in Aleppo, 1983) und die Schriftstellerin Adania Shibli (geb. in Palästina, 1974), moderiert von HKW-Intendant Bernd Scherer, untersuchten Konzepte des Dialogs, des Sprechens mit und über die Anderen. Selbstlose Großzügigkeit, verpflichtende Anerkennung, friedlicher Widerstand – welche Formen sind von Nöten? 

Donnerstag, 26. November 2015

Neues bei IG Bürger denken mit: Flüchtlingsroute 2009 und heute in ein angeblich egoistisches Europa (privat)

Kurzfilm: ÖĞRETMEN / THE TEACHER von Baran GÜNDÜZALP




ÖĞRETMEN / THE TEACHER


YÖNETMEN / DIRECTOR
Baran GÜNDÜZALP

SENARYO / SCRIPT
Deniz YEŞİLGÜN / Baran GÜNDÜZALP

YAPIMCI / PRODUCER
Sinan Yabgu ÜNAL / Erhan GÜNEY

OYUNCULAR / CAST
Fatih SÖNMEZ
Sanem ÖGE
Ayşe Sevim GİRGİN
Selen DOMAÇ
Levent ÖKTEM

ECM im Nevember mit Ausblick auf Januar 2016

ECM hat eine neue Website. In neuem Design und mit zusätzlichen Funktionen finden Sie auf www.ecmrecords.com ab sofort wieder reichhaltige Informationen rund um ECM. Die Site kann nun vielfältiger denn je als multimediales Nachlagewerk durch den ECM-Katalog genutzt werden und bietet darüber hinaus Hörbeispiele, Videos, aktuelle News und Presseschauen, Tourneedaten und einen Webshop.

Zu den aktuellen Veröffentlichungen:

Unsere aktuellen Neuheiten treffen auf ein lebhaftes Medienecho:
Time Is A Blind Guide ist sowohl der Titel von Thomas Strønens Album als auch der Name seiner aktuellen Gruppe. “If crossover means anything, this is a fascinating example”, schreibt John Fordham über das Album im GUARDIAN. Strønen ist auch Teil des britisch-norwegischen Duos ‚Food‘ das sich für sein neues Album This Is Not A Miracle ein weiteres Mal um den Österreicher Christian Fennesz an Gitarre und Electronics erweitert hat. „Es gibt einen Weg zwischen Improvisation und Studio-Frickelei, zwischen Iain Ballamys Jazz-Themen und Thomas Strønens Beats & Sounds. Und dieser Weg hat schon lange nicht mehr so viel Freude gemacht wie auf This is not a Miracle,“ urteilt Ralf Dorschel im NDR.
Das unbetitelte ECM-Doppelalben-Debüt der jungen norwegischen Saxophonistin, Komponistin und Improvisatorin Mette-Henriette lässt aufhorchen: „Es scheint, als habe Eicher hier einen ungeschliffenen Rohdiamanten entdeckt“, konstatiert Reiner H. Nitschke in FONO FORUM, und auf Allaboutjazz.com prognostiziert Karl Ackermann: „Mette Henriette is original and unique and should generate much anticipation around her future projects.“

Der Jahresbeginn 2016 steht bei ECM ganz im Zeichen des Jazz:

Im Januar stellt der Pianist Tord Gustavsen auf dem Album What was said sein neues Trio mit der deutsch-afghanischen Sängerin Simin Tanderund dem Schlagzeuger Jarle Vespestad vor. Der in Algerien geborene Bassist Michel Benita veröffentlicht im gleichen Monat ein River Silverbetiteltes Album mit seiner Gruppe Ethics, zu deren Besetzung auch der Koto-Spieler Mieko Miyazaki, der Gitarrist Eivind Aarset, der Schweizer Flügelhornist Matthieu Michel und der französische Schlagzeuger Philippe Garcia gehören.
Der US-Schlagzeuger und Vibraphonist Ches Smith, den viele von Ihnen unter anderem von seiner Arbeit mit Tim Berne her kennen, präsentiert auf seinem ersten ECM-Album als Leader ein neues Trio mit Craig Taborn am Piano und dem Bratschisten Mat Maneri. Ebenfalls im Januar wird hierzulande Ben Monders Amorphae erhältlich sein , ein Album, das der Gitarrist mit einem großen Schlagzeuger (Paul Motian) begann und mit einem anderen (Andrew Cyrille) vollendete. Diese Platte wurde in den USA bereits vor einigen Wochen veröffentlicht – mit hervorragender Resonanz: “The drummers encourage Mr Monder in one of his natural tendencies,” schrieb Ben Ratliff in der NEW YORK TIMES. “They help him explore sound. They help him get galactic. The album is an extended listening experience and a great one, especially late at night.”

Mitte Februar folgt das erste ECM-Album des Trompeters Avishai Cohen unter eigenem Namen: Auf Into The Silence präsentiert er ein Quartett mit dem Pianisten Yonathan Avishai, Bassist Eric Revis und Schlagzeuger Nasheet Waits, auf einigen Stücken ergänzt durch Bill McHenry am Tenorsaxophon. „Avishai Cohen is a multicultural jazz musician”, hieß es in der NEW YORK TIMES kürzlich über den Trompeter, “among whose ancestors is Miles Davis. Like Davis, he can make the trumpet a vehicle for uttering the most poignant human cries.”

All diese Formationen – das Ches Smith Trio, Michel Benita’s Ethics, das Avishai Cohen Quartet und Tord Gustavsen mit Simin Tander und Jarle Vespestad – unternehmen in der ersten Jahreshälfte 2016 ausführliche Tourneen (siehe auch www.ecmrecords.com/concerts). 

Mittwoch, 25. November 2015

Video: DOOMSDAY DIARY (World War Three has already started)

Doomsday Diary 


Time has come to shout louder than we have attempted so far about the catastrophes that we are already confronting and are likely to be facing even more defencelessly within the coming two decades. As we have been emphasising before, human population has now exceeded beyond the capacity which our planet can sustain, and as a dire consequence, earth’s climate has become not only unpredictable, but devastating, unleashing its wrath on the living as well as on the earth‘s very makeup itself. Scientific evidence is conclusive that all life on the planet is on the brink of extinction. We, despite our anthropocentric arrogance, are also deservedly in line for the biggest cull since the dawn of our species.

The more impalpable and even less understood manifestation of nature’s war against a rogue species is a society at war along tribal, cultural, religious and economic divisions, as we are now experiencing even in the richer west. No amount of bombing is going to contain the long-established hatred of the west amongst poorer nations, for centuries of exploitation and political meddling. Our recent, covert attempts to destabilise countries and to impose our evidently failed, political and economic model on them are now producing exceptional results in the form of economic and political migrants begging at our doorstep in their thousands, amongst whom are terrorists who are hell-bent on destroying our way of life. World War Three has already started, in case our politicians haven’t noticed the warnings yet, being out of touch with the reality as usual!

This film and our statement above might be derided as scaremongering by many, but we are convinced that Doomsday is in the horizon and that we do not have much time left even to decelerate the inevitable, let along to reverse it. ’Doomsday Diary’ is our most important, online video yet, and we sincerely hope that you would take notice of its message as a matter or urgency. We also hope that the copyright holders of the footage used would generously allow us to keep playing this video here for the benefit of everyone and everything.

Kommenden Sonntag in Berlin: Hausbau-Workshop für Kinder

So, 29. November 2015
Das kleinste Haus der Welt
Mit Van Bo Le-Mentzel, Designer und Architekt

Das kleinste Haus der Welt | © Van Bo Le-Mentzel
Jeder Mensch soll leben können, wo er möchte, auch ohne viel Geld. Aus dieser Idee entwickelte Van Bo Le-Mentzel das kleinste Haus der Welt. Ein Quadratmeter Grundfläche, mit Spitzdach, Fenster und Tür aus Holz und zum selber bauen. Im Workshop baut jedes Kind seinen Quadratmeter selbst, richtet ihn sich ein und wird moderner Großstadtnomade.

Workshop
Für Kinder ab 8 Jahren
Infos und Anmeldung: kids_teens@hkw.de
So, 29.11.2015 15h
Teilnahmebeitrag: 5€

Dienstag, 24. November 2015

Am 26.11. im Pfalzbau Ludwigshafen a.Rh.: NEW BREED von SYDNEY DANCE COMPANY (Dance Australia)

26.11.2015
Beginn 19:30 Uhr
Pfalzbau Große Bühne
Eintrittspreis 38€ / 32€ / 26€ / 20€
Vorverkaufsstellen Theaterkasse: Telefon 0621/504-2558 od. 0621/504-2559, Fax: 0621/504-2526, E-Mail: pfalzbau.theaterkasse@ludwigshafen.de

NEW BREED



Ein wichtiger konzeptioneller Baustein in der derzeitigen künstlerischen Ausrichtung der Sydney Dance Company unter der Leitung von Rafael Bonachela ist die Förderung von jungen aufstrebenden choreographischen Talenten aus Australien. Rafael Bonachela weiß aus eigener Erfahrung genau, wie wichtig es ist, als Tänzer die Gelegenheit zu bekommen, sich auch als Choreograph zu erproben.
„Ich wäre nicht da, wo ich jetzt bin, hätte ich als Tänzer nicht die Möglichkeit und Unterstützung gehabt, um selbst etwas zu choreographieren.“
Mit dem Projekt New Breed bietet die Sydney Dance Company fünf jungen aufstrebenden australischen Choreographen genau diese Möglichkeit, gemeinsam mit der gesamten Company jeweils ein Werk zu erarbeiten. Für die Ludwigshafener Präsentation von New Breed wählt Rafael Bonachela drei bis vier Choreographen der letztjährigen Version von New Breed aus und dazu noch ein bis zwei neue Kandidaten, deren Werke dann in Ludwigshafen uraufgeführt werden, bevor sie zu Hause in Sydney zu sehen sind.

Deutsche Erstaufführung
Sydney Dance Company

Choreographien von fünf jungen australischen Choreographen

Choreographer: Bernhard Knauer
Composer: Jürgen Knauer
Costume Designer: Alana Sargent
Costume Realisation: Fiona Holley
Lighting Design: Matthew Marshall

Conform
Choreographer: Kristina Chan
Composer: James Brown
Costume Design: Aleisa Jelbart
Lighting Design: Matthew Marshall

so much, doesn’t matter
Choreographer: Fiona Jopp
Composers: Alicia Merz and Tobias Merz
Costume Designer: Alana Sargent
Costume Realisation: Fiona Holley
Lighting Design: Matthew Marshall

Reign
Choreographer: Daniel Riley
Composer: Nick Thayer
Costume Design: Aleisa Jelbart
Lighting Design: Matthew Marshall




Video: KUZGUN (Raven) - ein Versuch über den Islamismus



KUZGUN (RAVEN) Trailer

Nächsten Donnerstag in Berlin: #1 Jonas Mekas – Zeit (365 Kurzfilme)

WÖRTERBUCH DER GEGENWART
#1 Jonas Mekas – Zeit
Do, 26.11.2015

Jonas Mekas | Foto: Hollis Melton
In der ersten Ausgabe der Reihe Wörterbuch der Gegenwart geht Jonas Mekas im Gespräch mit Bernd Scherer, der Verlegerin Anne König und dem Medienwissenschaftler Christian Hiller der Frage nach, wie sich Geschichtsschreibung und das subjektive Jetzt in Bezug setzen lassen.

Mit der Kamera, in Tagebüchern, Gedichten, Liedern und programmatischen Texten dokumentiert Mekas seit den 1940er Jahren seine eigene Geschichte und die seiner Freunde in der New Yorker Künstler- und Filmszene, verknüpft sie mit essentiellen Fragen zur Konstruktion subjektiver und sozialer Realität. Die von ihm maßgeblich geprägte Form des filmischen Tagebuchs ermöglicht ihm die Montage privater, gesellschaftlicher und politischer Momente.

1922 in Litauen geboren und 1944 durch die Nationalsozialisten verhaftet, emigrierte Mekas nach einer fünfjährigen Odyssee durch Displaced Person Camps im Nachkriegsdeutschland 1949 in die USA. In New York kaufte er sich seine erste Kamera und traf u.a. auf Alan Ginsberg, William Burroughs, Andy Warhol, George Maciunas, John Lennon, Yoko Ono, Nam June Paik und Susan Sontag. Als Herausgeber des Magazins Film Culture und Gründer des Anthology Film Archives prägte er das amerikanische Avantgardekino nachhaltig.

Mit Ausschnitten aus Mekas’ Filmen Walden: Diaries, Notes, and Sketches (1969), Reminiscences of a Journey to Lithuania (1972), Lost Lost Lost (1976) und Outtakes from the Life of a Happy Man (2012).

Für das 365 Days Project stellte Jonas Mekas ein Jahr lang täglich einen selbstproduzierten Film ins Internet. Diese 365 Kurzfilme sind auf zwölf Monitoren vom 26. bis 30.11. bei freiem Eintritt vor dem Auditorium zu sehen.

Jede Veranstaltung der Reihe Wörterbuch der Gegenwart stellt einen zentralen Begriff unserer Zeit in den Mittelpunkt, der von einem oder mehreren Vertreter*innen aus den Wissenschaften und Künsten, aus Theorie und Praxis, in seiner Komplexität neu verortet wird. Eine 2018 erscheinende Publikation führt die Stichworte und Personen der einzelnen Ausgaben zusammen, stellt Verknüpfungen her und lässt neue Konstellationen entstehen. Das Wörterbuch der Gegenwart bricht mit der Idee einer abgeschlossenen, fixierten Wissenssammlung, indem es festgefügte Begrifflichkeiten für dynamische Prozesse der Wissensproduktion öffnet und dabei der zunehmenden Komplexität globaler Transformationsprozesse Rechnung trägt.
Kommende Ausgaben widmen sich dem Politischen, dem Meer, Gold und Virus.

„Wörterbuch der Gegenwart“ findet im Rahmen von 100 Jahre Gegenwart statt.

Termin und Preis
Jonas Mekas mit Bernd Scherer
im HKW Berlin
Do, 26. November 2015, 19h
Eröffnung der Installation 365 Days Project: 18h
Eintritt: 5€/3€

Montag, 23. November 2015

Morgen in Ludwigshafen a.Rh.: AORTA (Dance Australia) von Stephanie Lake

24.11.2015
Beginn 19:30 Uhr
Theater im Pfalzbau, Hinterbühne
Eintrittspreis 21€, ermäßigt 11€
Vorverkaufsstellen Theaterkasse: Telefon 0621/504-2558 od. 0621/504-2559, Fax: 0621/504-2526, E-Mail: pfalzbau.theaterkasse@ludwigshafen.de




AORTA

Die Aorta ist die elastische Arterie, die sich im Zentrum unseres Körpersystems befindet. Bestehend aus einem weichen Muskel, Nerven und Zellen, ist sie der zentrale Korridor, der vom Herzen abzweigt: unsere tickende Uhr. Inspiriert durch den metronomischen Charakter des Herzens, auf Grund dessen sich vom Abspulen der Zeit Diagramme anfertigen lassen, ist Aorta ein Werk, das den Körper gleichsam nach außen stülpt.

Drei Tänzer nehmen den komplexen, gefühls- und körperbetonten Bewegungsstil Stephanie Lakes auf und bringen zur Originalkomposition von Robin Fox den inneren Funktionsapparat des Körpers an die Oberfläche. Indem Aorta das Aufwallen des Blutes, unsere biomechanischen Impulse visualisiert, Wachstum und Verfall, Elektrizität und Magnetismus erkundet, gibt das Stück unserer Ahnung eine Vorstellung davon, dass wir in jedem beliebigen Moment lebendig und tot zugleich sind.

„Es lässt sich leicht darlegen, dass wir unsere Biologie sind; dass es in der Tat keine Trennung zwischen Körper und Geist gibt und dass jede unserer Handlungen durch unsere Genetik und Physiologie bestimmt ist. Trotz gewaltiger Durchbrüche in der Wissenschaft wissen wir längst nicht alles. Letztlich werden wir von einem Mysterium gelenkt. Aorta ist hauptsächlich die choreographische Erforschung unseres komplexen Körpersystems – wie bewegt sich das Blut? Wie sieht eine Nervenbahn aus? Doch Aorta führt uns auch unsere Sterblichkeit vor Augen, Wachsen und Verfall. Ich wollte mich sowohl mit unserer Zittrigkeit als auch mit dem heftigen Aufwallen unserer Lebendigkeit beschäftigen; mit den zarten, anfälligen Knochen und dem Tier, das von kräftigen Schlägen angetrieben wird. Und durch das ganze Werk zieht sich die Erkenntnis, dass die Unausweichbarkeit des Todes uns alle betrifft.“ Stephanie Lake

Chunky Move


Australian Dance Awards: 2014
Outstanding Performance by a Male Dancer 2014 WINNER James Pham

Outstanding Achievement in Choreography 2014 WINNER Stephanie Lake
Outstanding Performance by a Company, Nominee

Green Room Awards: 2014 Nominee
Best Ensemble
Best Male Dancer (James Pham)

Director and Choreographer: Stephanie Lake
Performers: Josh Mu, James Pham, James Batchelor
Composer/Lighting Designer: Robin Fox
Video Designer: Rhian Hinkley
Costume Designer: Shio Otani
Production Manager: Michael Carr
Stage Manager: Blair Hart
System Operator: Nick Roux
Producer: Catherine Jones, Chunky Move

Dance (Video): Une minute de danse par jour / One Minute of Dance a Day - danse 312

Une minute de danse par jour 21 11 2015
danse 312 
(One Minute of Dance a Day)
from Nadia Vadori-Gauthier 
16h27, Place de la Concorde, Paris

Abgelegen und doch kreativ: Reipoltskirchen im Nordpfälzer Bergland



"Kunst versöhnt mit der Welt"

Sonntag, 22. November 2015

HKW Berlin "Wohnungsfrage": Artist Talk - Sophie Goltz spricht mit Martha Rosler



MARTHA ROSLER "Artist Talk with Sophie Goltz"
Galerie Nagel Draxler
Weydingerstraße 2/4
10178 Berlin
22/11/2015, 17.00 Uhr

Das Greenpoint Project der New Yorker Künstlerin Martha Rosler zeigt die sozialen und wirtschaftlichen Transformationen des gleichnamigen ehemaligen Arbeiterviertels in Brooklyn. In der Ausstellung Wohnungsfrage sind acht Werke ihrer Serie zu sehen. Die Berliner Galerie Nagel Draxler zeigt Roslers Greenpoint Project und Greenpoint New Fronts vollständig und lädt zu einem Gespräch der Kuratorin Sophie Goltz mit der Künstlerin ein.


Martha Rosler works in video, photography, text, installation, and performance. Her work focuses on the public sphere, exploring issues from everyday life and the media to architecture and the built environment, especially as they affect women. Rosler has for many years produced works on war and the national security climate, connecting life at home with the conduct of war abroad, in which her photomontage series played a critical part. She has also published several books of photographs, texts, and commentary on public space, ranging from airports and roads to housing and gentrification. A retrospective of her work has been shown internationally, and her writing is published widely in publications such as Artforum, e-flux journal, and Texte zur Kunst. In 2012 she presented the Meta-Monumental Garage Sale at MoMA in New York. In 2013, her book of essays, Culture Class, which deals with the role of artists in cities and gentrification, was published by e-flux and Sternberg Press. Most recently, she produced the exhibition and public project Guide for the Perplexed: How to Succeed in the New Poland at the CCA Ujazdowski Castle in Warsaw, Poland.

„Greenpoint“ is our 5th solo exhibition with Martha Rosler since 1999.

Martha Rosler lives and works in Brooklyn, New York

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Sophie Goltz lives and works in Berlin and Hamburg as curator, author, and lecturer. In 2014 she was appointed as Stadtkuratorin Hamburg (curator of the City of Hamburg). Since 2008 she has been working at Neuer Berliner Kunstverein (n.b.k.), where she also worked as Head of Communication and Public Programs until 2013. Curatorial and educational project include among others, Documenta 11, Documenta 12 (Kassel, 2002, 2007), DRESDENPostplatz (Dresden, 2003), Berlin Biennale (2004), Projekt Migration (Zurich/Cologne, 2004/2005), a.o.). Goltz teaches at the University of Arts Hamburg and writes regularly for art agenda, springerin, and Texte zur Kunst.

HKW Berlin: Wohnungsfrage trifft Stille Straße 10

Besetzung Stille Straße 2012 | Foto: Peter Lämmer

Gemeinschaft ist im Alter von besonderer Bedeutung. Wie lässt sich verhindern, dass Begegnungsstätten der Verdrängung zum Opfer fallen?

Im Rahmen des Projekts Wohnungsfrage hat die Begegnungsstätte für Jung und Alt Stille Straße 10 gemeinsam mit dem Architekturbüro Assemble aus London ein Modellprojekt für selbstbestimmtes und gemeinschaftliches Wohnen und Leben im Alter entwickelt, das seit dem 22. Oktober in der Ausstellungshalle im Haus der Kulturen der Welt besichtigt werden kann. Am 21. November wurden das Modell in der Stillen Straße 10 vorgestellt und die aktuelle Wohnsituation von Senior*innen in Berlin diskutiert.

Gemeinsam mit Expert*innen, Gästen des Haus der Kulturen der Welt und Mitgliedern der Stillen Straße werden in Tischgesprächen aktuelle wohnungspolitische Fragen debattiert: Welche Strategien gibt es gegen aktuelle Verdrängungsprozesse? Wie lassen sich Wohnen und Gemeinschaft selbstbestimmt- und verwaltet mit und für Senior*innen umsetzen? Wie werden die Stimmen von Senior*Innen fester Bestandteil wohnpolitischer Entscheidungs- und Planungsprozesse?

Mit Stille Straße 10, Ulrike Hamann (Kotti & Co), Eva Maria Kaes (Hansa-Ufer 5), Elizabeth Calderon Lüning (Nachbarschaftsakademie), Ricarda Pätzold (Deutsches Institut für Urbanistik), Ingeborg Simon (Volkssolidarität Berlin), Elke Schilling (Landesseniorenvertretung) und Enrico Schönberg (Mietshäuser Syndikat). 

V I D E O

Dance (Video): Extremely Bad Dancing to Extremely French Music




Extremely Bad Dancing to 
Extremely French Music

created by Karl Jay-Lewin and Matteo Fargion
Performed by Karl Jay-Lewin and Tim Parkinson

Supported by Creative Scotland, The Dance Strategy for the Highlands (delivered by the consortium of Eden Court, plan B and Highland Council), Tramway, Bodysurf Scotland and Catalyst
Recipient of Choreographic Futures 2012/13 
as part of Creative Scotland's Creative Futures Fund

Samstag, 21. November 2015

Fantasien zur Nacht (Video): Human Human - Lips




Human Human - Lips 
(official music video) 

Buchtipp: Malu Dreyer in der Pfalzbibliothek Kaiserslautern auch ausleihbar




Dreyer, Malu
Die Zukunft ist meine Freundin

Malu Dreyer ist eine der einflussreichsten Frauen Deutschlands, natürlich nicht so extrem wie Mrs Forbes. Schuld daran ist ihr Optimismus. Sie ist fest davon überzeugt, dass die Welt eine bessere werden kann, wenn nicht gegen – sondern miteinander für Veränderung gekämpft wird. Sie plädiert für Mut, Toleranz und Aufrichtigkeit und eine Abkehr von überkommenen Ritualen. In diesem Buch macht sie ihre Ideen zu zentralen Fragen der Politik deutlich und zeigt anhand ihrer Biografie, wie sie zu ihrer Haltung gekommen ist.

Ausleihbar unter der Buchnummer: 2a 16365


Deutsche Herzstiftung ruft bundesweit zum persönlichen Herzinfarkt-Risiko-Test auf

(c) Deutsche Herzstiftung

Herzinfarkt: Wie gefährdet sind Sie?

Jährlich sterben mehr als 55.000 Menschen am Herzinfarkt und über 60.000 durch plötzlichen Herztod in Deutschland, weil viele der Betroffenen zu spät oder gar nicht von ihrer Herzerkrankung und den Risikofaktoren, die sie verursacht haben, wussten. Um Menschen vor einer lebensbedrohlichen Situation wie Herzinfarkt oder plötzlichen Herztod zu schützen, rufen Herzexperten der Deutschen Herzstiftung zum kostenfreien Herzinfarkt-Risiko-Test auf, der leicht verständlich nach den wichtigsten Risikofaktoren für die koronare Herzkrankheit (KHK), die meist dem Herzinfarkt und dem plötzlichen Herztod vorausgeht, und der online unter www.herzstiftung.de erreichbar ist (auch als Faltblatt erhältlich bei der Deutschen Herzstiftung unter Tel. 069 955128-400).

Der Test erfasst die Risikofaktoren Bewegungsmangel, Übergewicht, Rauchen, Stress und ungesunde Ernährung, die sich schädigend auf die Herzkrankgefäße auswirken und zu den Risikokrankheiten Bluthochdruck, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen (hohes Cholesterin) führen. „Gesunde wie Herzpatienten, bei denen noch keine koronare Herzkrankheit diagnostiziert wurde, bekommen eine Einschätzung ihres persönlichen Herzinfarkt-Risikos und den Hinweis, ob eine ärztliche Untersuchung notwendig ist. Das kann Tausende Betroffene vor einem lebensbedrohlichen Krankheitsverlauf bewahren“, betont Prof. Dr. med. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung.

Die meisten Risikofaktoren sind beeinflussbar
Das persönliche Risikoprofil wird anhand von 14 schnell zu beantwortenden Fragen und der erreichten Punktzahl ermittelt. Am Ende steht das Ergebnis mit einer Einordnung des Risikos und entsprechenden Ratschlägen. Ein schlechtes Testergebnis bedeutet nicht, dass man dem Herzinfarkt hilflos ausgeliefert ist, sondern es dient als Aufforderung, etwas für die Gesundheit zu tun. „Am besten sollte man einen Internisten oder Kardiologen aufsuchen, um gemeinsam eine Strategie gegen den Herzinfarkt zu entwickeln“, rät Prof. Meinertz. Denn bis auf erbliche Belastung, Alter und Geschlecht sind alle Risikofaktoren beeinflussbar. „Heute lässt sich fast immer die Infarktgefährdung mit Lebensstiländerungen und unter Umständen mit Medikamenten, Stent-Behandlung und Bypassoperation drastisch verringern.“

Frühwarnsystem für „stille Killer“ Bluthochdruck und Diabetes
Durch den Risiko-Test können bislang unentdeckte, aber potenziell lebensbedrohliche Erkrankungen wie die „stillen Killer“ Bluthochdruck und Diabetes in den Fokus des nächsten Check-ups beim Hausarzt rücken. Bluthochdruck mit schätzungsweise 20 Millionen Betroffenen in Deutschland wird von den Patienten lange nicht gespürt und fällt häufig erst auf, wenn er Schäden an den Organen verursacht. Die Folgen sind Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzschwäche. Oder Diabetes: Falsche Ernährung, Bewegungsmangel und Übergewicht begünstigen eine Diabetes-Erkrankung. Diabetes beschleunigt die Schädigung der Gefäßinnenhaut der Herzkranzgefäße (Arteriosklerose). Das Herzinfarktrisiko steigt bei Diabetikern gegenüber Nicht-Diabetikern um das Sechsfache bei Frauen und um das Vierfache bei Männern.

Die beste Strategie: regelmäßige Kontrollen
Da die Risikokrankheiten unbemerkt über lange Jahre die Gefäße ruinieren, ist es die beste Strategie, spätestens ab dem 40 Lebensjahr Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin regelmäßig zu kontrollieren, ab dem 50. Lebensjahr halbjährlich. Bei Patienten mit genetischer Belastung, auch bei übergewichtigen Kindern und Erwachsenen, kann die Kontrolle ab 40 zu spät sein, weil Diabetes und Bluthochdruck sehr früh auftreten können. Die Devise heißt: Jeder sollte möglichst früh seine Risikofaktoren kennen.

Der kostenfreie Herzinfarkt-Risikotest ist online unter www.herzstiftung.de erreichbar oder als Faltblatt erhältlich bei der Deutschen Herzstiftung unter Tel. 069 955128-400.

Freitag, 20. November 2015

Fantasien zur Nacht (Video): Omelet by Vika





Omelet by Vika

Fantasien zur Nacht (Video): Mizz Twerksum - Diced Pineapple Cush




video
Mizz Twerksum - Diced Pineapple Cush


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Wie war's bei MARIA SERRANO, Queen of Flamenco, im Mannheimer Capitol?



(c) Stefan Vieregg
Wer Maria Serrano und ihren Flamencotanz noch nicht kennt, sollte sich schnell auf den Weg machen zum nächsten Konzert. Gesehen habe ich sie mit dem Stück "Flamenco por Derecho" im Mannheimer Capitol. Die Meisterin des strengen Reglements und Ausdrucks verfügt über eine ungeheuere kräftige Erotik und schier endlose Ausdauer. Sie ist unterwegs mit der in Hannover lebenden langjährigen Freundin und Sängerin Carmen Fernandez Castillo, die ebenfalls mit einem sehr starken und klaren Auftritt überzeugt, sodass man eindeutig das Gefühl hat, mit zwei extrem dominanten, spanisch-strengen und unerbittlichen Frauen zu tun zu haben. Begleitet werden sie von David Bermudez, Keyboard, E-Piano, Cajon (Percussion-Holzkiste) und Produzent, Pablo Fernandez am E-Bass, der zunächst in diesem klassischen Setting irritiert, und Christian Cabello, Gitarre und Gesang. Maria Serrano im Deutschlandfunk über ihre Freundin:

"Ich bewundere an ihr ihre Klarheit, ihre Rasse, die Kraft, die sie beim Singen hat. Sie hat eine erhebende Stimme, eine Stimme, die mir als Tänzerin Kraft gibt und das brauche ich."


(c) Stefan Vieregg
Dass Maria Serrano wirklich körperlich das Letzte in ihren Konzerten gibt, wobei sie nebenbei bemerkt die 50 schon länger überschritten hat, merkt man erst, wenn man sieht, dass sie eigentlich komplett unter Dampf steht. Mit der Kraft einer Super-amazone trommelt sie voller Stilbewusstsein und Niveau mit tiefer Ausdrucksfähigkeit in der emotionalen Geste mit den nagelbeschuhten Füßen auf die Bühnenböden (diese Fuß-percussion heißt Zapateados). Und nicht nur das klopfende Tocken, sondern auch das Stampfen mit den Beinen lässt einen an die eigene Standfestigkeit und Schmerzempfindlichkeit denken. Hinzu kommt das Singen und rythmische Klatschen mit den Händen (Palmas), in erster Linie durch Carmen, aber auch durch den Gitarristen oder alle. Fernandez unterstreicht ihren Gesang mit Flamencoeinlagen und überbückt Umkleidezeiten der Chefin, von der Carmen Fernadez gegenüber dem Deutschlandfunk sagte:

"Und dann habe ich sie gesehen auf der Bühne, war für immer so Boah Maria es la Otia, sie ist eine Bombe auf der Bühne, Maria es muy Flamenca, sie tanzt, was wir ihr geben, und was sie hört, macht sie immer größer."


(c) Stefan Vieregg
Je weiter der Abend fortschreitet desto größer wird der Respekt vor dieser würde- und kraftvollen Tänzerin, ihrer Körperbeherrsch-ung und ihrem Repertoire-reichtum. Ein ganz besonderer Zusatzreiz sind ihre Figuren, die tatsächlich eine Bezeichnung der österreichischen Presse absolut rechtfertigen: "Voodoo Queen" des Flamenco. Die Einladung in André Hellers Bühnenshow "Magneten" 1993 trug ihren Teil zur Shootingstar-Existenz im Alpenland bei. Gegen Ende ihrer Aufführung präsentiert sie einen Tanz, der einem den Atem raubt, diese Dynamik, der Rhythmus, ihre Leidenschaft und Austrahlung, alles beginnt zu wachsen, obwohl es schon groß war, ein Sog nach oben setzt ein, als ob sie die Leute von ihren Sitzen heben möchte, und steigert sich in einen fulminanten Abschluss, der in den Zugaben weiter aufrecht gehalten wird. Sie hat so viel Kraft und Energie geschenkt mit ihrer Aufführung, dass man sie mindestens einmal die Woche sehen möchte ...

Maria Serrano wurde in Sevilla (Spanien) geboren. Von früher Kindheit an wurde sie von Meistern des Flamenco unterrichtet: José Galván, Los Gitanillos de Bronce, Juan Manuel, Farruco. Später tourte sie mit berühmten Ensembles wie Meme Menjibar, Javier Barón, Carmen y Carmelilla Montoya, Antonio "El Pipa", bis sie 2000 ihre eigene Company "Compañia Maria Serrano" gründete. In "Flamenco por Derecho" stellt die Flamencoqueen vor allem Themen aus ihrem Privatleben dar:

"Eines davon handelt vom Tod meiner Mutter, das ist dasjenige, das mich bis heute am meisten schmerzt, damit beginnt der erste Teil. Ein anderes handelt von meiner Schwangerschaft mit meinem Kind, und ein anderes ist eine Choreografie, mit der ich meine Karriere als Tänzerin angefangen habe, in meinem ersten Soloprogramm, das ist das Tarantos Stück." (Interview mit dem Deutschlandfunk)