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Donnerstag, 20. November 2025

Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk): Schenkung von Angela Glajcar

Angela Glajcar während der Installation von 
Terforation 2025 – 034 im mpk; Foto:mpk

















Prägende Installation von Angela Glajcar erweitert Sammlung – Künstlerinnengespräch und Werkverzeichnis


Kaiserslautern, 19.11.2025 – Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums erhielt das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk) eine Arbeit der renommierten Rheinland-Pfälzischen Künstlerin Angela Glajcar als Schenkung. Ein Gespräch mit der Künstlerin, der aus Kaiserlautern stammenden Publizistin, Sammlerin und Kunstsachverständigen Sasa Hanten und dem Dortmunder Galeristen Lukas Minssen thematisiert das wichtige Zusammenspiel der beteiligten Akteure am Dienstag, 25.11.,19 Uhr.


Angela Glajcar zählt zu den profiliertesten Künstlerinnen in Rheinland-Pfalz. Mit ihren immersiven, raumgreifenden Papierobjekten ist die Künstlerin in vielen öffentlichen Gebäuden des Bundeslandes präsent und hat sich inzwischen international einen Namen gemacht. Das mpk schätzt sich glücklich, dass Glajcar kurz bevor sie in der Albertina in Wien gezeigt wird, im Jubiläumsjahr des mpk eine ortsspezifische Installation realisiert hat, die auf besondere Weise die historische Architektur erfahrbar macht. „Den Raum für uns fühlbar zu machen und dass an diesem Projekt alle an einem Strang gezogen haben, macht mich sehr glücklich“, freut sie sich.

Alle: Das sind in diesem Fall Lukas Minssen, dessen großzügiger Stiftung es zu verdanken ist, dass das Werk dauerhaft in der Sammlung des mpk verbleibt sowie Sasa Hanten, die als Atelierleitung und aus der Region stammend an das mpk dachte. „Es ist ein Glücksfall“, so Hanten, „dass wir dieses Projekt gemeinsam verwirklichen konnten.“ Der Galerist Minssen hebt hervor: „Die Form der Public Private Partnership, in den USA selbstverständlich, sollte für uns in Deutschland stilbildend sein, um Sammlungsaufbau und -erweiterung zu ermöglichen und Museen auch jenseits der Ballungszentren zu einem wichtigen Bestandteil kultureller Teilhabe zu machen“.

Im Rahmen eines öffentlichen Talks spricht Steffen Egle, Direktor des mpk, mit der Künstlerin, Sasa Hanten und dem Galeristen Lukas Minssen über künstlerische Praxis, die Entstehung der Installation sowie aktuelle Entwicklungen des Kunstmarkts. Gleichzeitig wird das neu erschienene Werkverzeichnis von Angela Glajcar vorgestellt und durch die Buchhandlung „Blaue Blume“ zum Kauf angeboten.

Im Anschluss sind Besucherinnen und Besucher eingeladen, bei einem Glas Wein persönlich mit der Künstlerin ins Gespräch zu kommen.



Angela Glajcar

Angela Glajcar ist eine international anerkannte Bildhauerin, die vor allem mit ihren raumgreifenden Papierobjekten bekannt wurde. Ihre charakteristischen „Terforationen“ – gerissene und geschichtete Papierstrukturen – erzeugen beeindruckende Licht- und Raumwirkungen. Glajcar studierte an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Ihre Arbeiten sind in Museen, Sammlungen und öffentlichen Räumen weltweit vertreten.

Sasa Hanten

Sasa Hanten leitet das Atelier von Angela Glajcar seit 15 Jahren und gibt ihr Werkverzeichnis heraus. Als Rechtsanwältin, Autorin und öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für zeitgenössische bildende Kunst ist ihr Spezialgebiet der Generationsübergang mit Kunstbezug aus soziologischer Sicht und an der Schnittstelle zu Steuern.

Lukas Minssen

Lukas Minssen leitet als Eigentümer die Galerie Utermann in der fünften Generation. Mit seinem kunsthistorischen Hintergrund und seiner Marktkompetenz entwickelt er das Familienunternehmen vom etablierten Handelsplatz der klassischen Moderne zu einem Haus, in dem spannende internationale Positionen der zeitgenössischen Kunst gezeigt werden. Die Galerie hat eine besondere Kompetenz in der Erstellung von Werkverzeichnissen.

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.





mpk, Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern,
Museumsplatz 1, 67657 Kaiserslautern.
Öffnungszeiten: Do 11 – 20 Uhr,
Di, Mi, Fr – So 10 – 17 Uhr,
Feiertage 10 – 17 Uhr



Mittwoch, 19. November 2025

Wie viele Ukrainer können wir aufnehmen und integrieren?

Bild von ZT_OSCAR auf Pixabay
In Deutschland leben aktuell rund 1,1 bis 1,2 Millionen Ukrainer unter Millionen von anderen Ausländern. Etwa 700.000 von ihnen beziehen Bürgergeld oder Grundsicherung, was die Sozialkassen erheblich belastet. Die meisten wohnen inzwischen in privaten Wohnungen, doch in Ballungsräumen sind viele weiterhin in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht.


Laut BAMF-Kurzanalyse Mitte 2024: rund 1,1 Millionen ukrainische Geflüchtete in Deutschland BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.
Bis Ende 2025 wird die Zahl auf 1,2 Millionen geschätzt Deutsches Institut für Demokratie und Entwicklung.
Etwa 15 % der Geflüchteten sind inzwischen wieder ausgereist   BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.
Eine Mehrheit lebt inzwischen in privaten Wohnungen (oft über Netzwerke, Hilfsorganisationen oder Vermieter mit staatlicher Unterstützung). In Städten mit angespanntem Wohnungsmarkt (Berlin, München, Stuttgart) sind viele weiterhin in Gemeinschaftsunterkünften. Studien zeigen, dass die Wohnsituation stark von Arbeitsaufnahme und Sprachkenntnissen abhängt.

Rund 700.000 Ukrainer beziehen Bürgergeld   Euronews.
Mehr als die Hälfte der ukrainischen Geflüchteten ist auf staatliche Unterstützung angewiesen. DIes sind in erster Linie Frauen und Kinder   SÜDKURIER Euronews.
Ab April 2025 gilt eine neue Regelung: Neuankömmlinge erhalten nur noch Asylbewerberleistungen, die deutlich niedriger (ca. 120 EUR) sind als Bürgergeld   Deutsches Institut für Demokratie und Entwicklung.

Die Bundesregierung reagiert damit auf die finanzielle Belastung der Sozialkassen und den politischen Druck. 
Diskussionen über Kürzungen sind stark: Einige Parteien fordern sogar, dass Ukrainer künftig noch weniger Leistungen erhalten sollen   DW. Das ist ungerecht, da wir Flüchtlinge aus Kriegsgebieten gleich behandeln und die Ukraine aufgrund ihrer anstehenden EU- und NATO-Mitgliedschaft als unsere Nachbarn betrachten wollen. Aufgrund dieser Tatsachen ist die Frage nach Quantität auch überhaupt nicht entscheidend, bis tatsächlich der Wohnungsmarkt extrem stöhnt und keine Menschen mehr unterbekommt. An diesem Punkt haben wir allerdings auch viele Veränderungen beim Wohnen. Wohnungen wären Mangelgut  und so knapp, dass die Preise hoch schnellen würden bzw. schon hoch wären. Diesen teuren Mangelzustand wünscht sich niemand. 
 
Bundeskanzler Merz begrüßt die bislang angekommenen 100.000 jungen Ukrainer (18-22 Jahren), die ausreisen dürfen, weil sie nicht zwangsrekrutiert werden können unter 25 Jahren, nicht sehr freundlich. Er fragt sich, warum sie bei uns wohnen sollen, wenn sie zu Hause demnächst in der Verteidigung gebraucht werden. Das ist zwar richtig, aber es ist auch verständlich, dass sie genau davor fliehen: Krieg ist die wohl brutalste Veranstaltung, die sich Menschen leisten. Eventuell sind viele von der Mentalität her Kriegsdienstverweigerer und können sich bei uns besser und authentischer entwickeln und integrieren. Andere wären vielleicht auch bereit, sich bei der Bundeswehr ausbilden zu lassen. Das könnte auch bei anderen geflüchteten Männern und Frauen zutreffen. 

Deutschland liegt dessen ungeachtet im EU-Vergleich bei den höchsten Unterstützungsleistungen für Ukrainer DW. Sie haben es auch verdient, die Menschen stecken in einem hyperbrutalen Angriffskrieg fest, der noch zu allem Übel mit der Zivilbevölkerung als Hauptziel durchgeführt wird. Die meisten würden in D bleiben, wenn die Integration und Beschäftigung gelingt. Andere wollen von vorne herein nur so lange bleiben, wie der Krieg tobt bzw. Gefangennahme durch Russen droht. Manche verstehen es nur wie Atem holen oder wie eine längere Ruhepause. 

Die Integration in den Arbeitsmarkt wird für die Zukunft der Ukrainer entscheidend. Langfristig hängt die Belastung der Sozialkassen davon ab, wie schnell Sprachförderung und Arbeitsmarktintegration greifen.

Regional sind die Unterschiede groß: In Bundesländern mit starkem Arbeitsmarkt (z. B. Bayern, Baden-Württemberg) gelingt die Integration schneller, während in strukturschwächeren Regionen mehr Menschen dauerhaft auf Sozialleistungen angewiesen sind. Viele Ukrainer sind allerdings auch Frauen mit Kindern, die nur schlecht und gering Erwerbstätigkeit ausüben können.

Quellen: SÜDKURIER BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Euronews Deutsches Institut für Demokratie und Entwicklung DW


Verteilung nach Bundesländern (Stand 2025, gerundet)

BundeslandAnzahl UkrainerAnteil an GesamtbevölkerungBesonderheiten
Nordrhein-Westfalenca. 220.000~1,2 %Größtes Bundesland, viele in Ballungsräumen Köln/Düsseldorf
Bayernca. 180.000~1,3 %Hohe Arbeitsmarktintegration, aber Wohnungsmarkt sehr angespannt
Baden-Württembergca. 150.000~1,3 %Viele Familien, gute Chancen auf Arbeitsmarkt
Niedersachsenca. 100.000~1,2 %Verteilung auch in ländliche Regionen
Berlinca. 90.000~2,5 %Höchster Anteil, viele in Gemeinschaftsunterkünften
Hessenca. 80.000~1,2 %Starker Zuzug in Rhein-Main-Gebiet
Sachsenca. 60.000~1,5 %Hoher Anteil in Leipzig/Dresden
Hamburgca. 40.000~2,1 %Sehr hohe Dichte, Wohnungsmarkt extrem belastet
Restliche Länderca. 180.000unterschiedlichMischung aus ländlicher und städtischer Unterbringung

Gesamt: rund 1,1–1,2 Millionen Ukrainer in Deutschland.


Besonders belastet sind die Sozialkassen in NRW, Bayern, Baden-Württemberg; Niedersachsen und Berlin, da dort die meisten Geflüchteten leben. Auch andere Nationalitäten sind nach ähnlichem Schlüssel verteilt. Frauen mit Kindern haben eine erschwerte Arbeitsmarktintegration. Langfristig entscheidet die zügige Arbeitsmarktintegration oder freiwillige Rückkehr darüber, ob die Flüchtlinge schneller Grundstandards erreichen oder gehen und die Belastung der Sozialkassen sinkt.




Dienstag, 18. November 2025

Rotation 31: Arbeiten aus dem Zyklus "Apokalypse" der Malerin und Bildhauerin Renate Wandel



 
 

 
 

Die Rotation31 - Galerie lädt herzlich ein 

zur Ausstellungseröffnung,

am Sonntag, den 23. November 2025  um 11.30 Uhr, 

in die Galerie "Rotation31", Klausstraße 29-31 (Innenhof), 36251 Bad Hersfeld, ein.

Gezeigt werden mehr als 30, teils großformatige, ausgewählte Arbeiten aus dem Zyklus "Apokalypse" der Malerin und Bildhauerin Renate Wandel.

Wandel widmete sich dieser Thematik seit etwa 60 Jahren, ihre erste Arbeit "Apokalyptische Reiter" (130 x130 cm, Oel auf Leinen) zu diesem Zyklus entstand unmittelbar nach der Aufnahme ihres Kunststudiums an der damaligen Hochschule für Bildende Kunst "HfBK" (heute Universität der Künste, Berlin) im November 1966.

Einführende Worte zur Ausstellung:

Diana Trojca MA
Kunsthistorikerin, Erfurt.


Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Herzliche Grüße aus der Galerie "Rotation31" - ganz besonders von Renate Wandel

Jürgen Lindhorst

 
 
 
 
 
 
 
 

Montag, 17. November 2025

Severin Groebners Neuer Glossenhauer #84: Es kann doch nicht sein, wie es ist

 


Es tannengrünt zur Weihnachtszeit… doch halt: Noch ist’s nicht so weit. © Foto: Dominic Reichenbach, Artwork: Claus Piffl


Es kann doch nicht sein, wie es ist.

Das sauberste Bundesland Deutschlands (Bayern? Ja!? Sauber.) und die sauberste Partei (Diese Saubären!) und jetzt das:
Der AfD-Abgeordnete aus Augsburg verliert seine Immunität, weil er öffentliche Gelder hinterzogen haben soll. Obendrein wurde das Augsburger AfD-Büro durchsucht. Dabei war der immer so sympathisch. Früher wollte dieser Abgeordnete einmal vom Bundesarbeitsministerium die häufigsten Namen von Bürgergeld-Empfänger erfahren.
Heute fragt man sich: Wollte er die Namen vielleicht wissen, um auch so an öffentliche Mittel heranzukommen?

Dass die verharmlosend „Rechtspopulisten“ genannten Neofaschisten ein ziemliches lockeres Verhältnis zum Geld haben, zeigt ein Blick nach Österreich. Oder nach Frankreich. Marine Le Pen hat öffentliche Gelder für die Parteiarbeit zweckentfremdet und die FPÖ-Graz hat einen Finanzskandal zum Zudecken. Oder zum Aufpumpen.
Einer von den Verdächtigen hat sich nämlich möglicherweise eine Penis-Vakuum-Pumpe auf Kosten der Allgemeinheit zukommen lassen. Ein anderer ist bereits verurteilt wegen des Besitzes von Kinderpornographie.

Ja, es ist doch jedes Mal erschütternd, wenn die eigenen plumpen Vorurteile so bestätigt werden. Den freiheitlichen Landeshauptmann braucht man dazu jedenfalls nicht fragen. Der ist zwar auch von der FPÖ hat aber ganz bestimmt nichts damit zu tun.
Nichts zu tun hat auch der ehemalige FPÖ-Finanzminister Grasser, der ist verurteilt wegen Korruption. Der sitzt. Vielleicht im Gefängnis. Vielleicht auch wieder in einem feinen Restaurant.
Also was in Deutschland krass ist, das ist in Österreich schon Grasser*.

Geld ist ja auch sehr anziehend. Vor allem wird es angezogen: von sich selbst. Dort wo schon Geld ist, da will das andere Geld auch wieder hin. Es bildet so Klumpen.
Wenn die Klumpen zu groß werden, verstopfen sie den Wirtschaftskreislauf und den politischen Diskurs in der Demokratie und dann gibt es einen Staatsinfarkt. Und dann hat man die Oligarchen in der Staatsblutbahn und einen Oberoligarch an der Spitze. Siehe Russland, siehe USA.
Oder siehe Tesla.

Die Tesla-Aktionäre haben nämlich zugestimmt, dass der Elon Musk (Ja, genau, das ist der mit der coolen Tochter, die bei jeder Gelegenheit erzählt, was für ein Saudepp ihr Vater ist.) der ohnehin schon der reichste Mann der Welt ist, noch mehr Geld bekommen soll.
Obwohl der „reichste Mann“ ein bisweilen trügerischer Titel ist.
Rene Benko etwa galt auch noch als reichster Österreicher, da stand schon mindestens eins seiner ökonomischen Standbeine in der Luft. Aber es war gute Luft. Tiroler Luft. Kchernige Luft.

Dicke Luft herrscht dafür in der CDU.
Denn der Außenminister der CDU sieht in Syrien kaum Gelegenheiten für Rückkehrer.
Das ist schlecht für die Partei, weil sie ihr christliches Profil vor allem dadurch stärken will, Menschen mit anderer Religionszugehörigkeit, anderer Staatsangehörigkeit oder anderer Hautfarbe abzuschieben. Oder Zurückführen. Oder Remi… nein, das nicht. Noch nicht.
Dass in Syrien mittlerweile Menschen regieren, die Frauen zwingen sich zu verschleiern und Musik verbieten (egal welche, sogar Taylor Swift!), das ist mit dem christlichen Weltbild total zu vereinen.
Da sollten mal die CDUler ihre Töchter fragen, ob diese in so einem Land leben wollen würden.

Aber das tun die CDUler nicht. Haben anderes zu tun. Wir feiern ja bald die Geburt Christi.
Und der Herr Christus wurde ja auch in einem Stall im Nahen Osten geboren.
Da sieht anscheinend die CDU Ihre Aufgabe darin, möglichst viele Menschen in ein Land abzuschieben, dessen technische Infrastruktur und Gesundheitsversorgung in weiten Teilen so aussieht, wie um Christi Geburt.
Hoffentlich gibt es dann wenigstens noch genügend Ställe.
Vielleicht könnte ja der eine oder andere CDU-Funktionär, -Wähler oder -Sympathisant seinen CarPort spenden. Wenn schon die Kliniken in Schutt und Asche liegen, kann man vielleicht im CarPort gebären. Das ist Christentum 2.0.

Wer das noch verstehen muss, ist der Außenminister.
Dessen größter Fehler war es ja gerade den deutschen Wahlberechtigten, dem Bundeskanzler und großen Teilen der Union eine Einschätzung der Lage zu vermitteln. Und zwar eine realistische. Durch seinen Besuch dort.

Also das geht so nicht. Denn hier wissen alle: Nach Syrien kann man ohne Probleme zurückkehren, abschieben, zurückführen, remi… (nein, noch nicht) und der Außenminister hat bedauerlicherweise eine völlig falsche Vorstellung von dem Land.
Und das liegt wahrscheinlich ausschließlich daran, dass er gerade dort war.
Denn logisch ist: Ein realistischer Blick auf Syrien, den Nahen Osten, die Welt insgesamt lässt sich immer noch am Besten von einem gut geheizten Parteibüro mit eingeschränktem Horizont werfen.

Und wenn der Außenminister sagt: „Schlimmer als Deutschland 1945“ kann das natürlich schon gar nicht stimmen. Schließlich ist es in Deutschland weltbekannt, dass es niemand schlimmer als die Deutschen haben kann. Oder jemand besser im Fußball ist. Oder irgendwer bessere Autos baut. Denn die Deutschen - vor allem die konservativen - sind immer die besten, schnellsten oder haben es am schwersten. Und haben Recht. Niemand hat rechter.
Und niemandem geht es schlechter.

Nicht einmal den Österreichern, die ja sich jeden Morgen mit einem Jammerlappen das Gesicht waschen, schaffen das. Denn sie können immer noch (verdammt!) besser kochen.
Felix Austria hat eben keine Chance gegen Germania miseria.

Da kann man fragen, wen man will. Alle werden das bestätigen.
Die AfD wird auf Anfrage möglicherweise vorher einen kleinen dreistelligen Betrag überreicht in einem unauffälligen Kuvert erbitten. Aber so ist das.
Schon Karl Kraus wusste das. Der nannte ja den - von Wien aus betrachtet - großen Nachbarn im Nordwesten: Deutschland - die verfolgende Unschuld.

*Diesen Witz hab ich von mir selbst geklaut - aus meinem Programm „Ich bin das Volk“

Im nächsten Glossenhauer geht’s darum:
Wie es die Habsburger jahrzehntelang geschafft hatten, Juwelen in einem Atommüllendlager namens „Louvre“ zu lagern, um sie vor der Republik Österreich, den bourbonischen Bonapartisten und der Vermögenssteuer zu verstecken. Stay tuned.


——

groebner live:
Alle Termine gibt es hier.
Nächste Lesebühne ihres Vertrauens: 9.11. Elfer, Frankfurt
Nächster Vierteljahresrückblick 11.12. Buch&Wein, Frankfurt
Satirischer Jahresrückblick 12.12. Filmklubb, Offenbach

groebner gehört:
Satire-Pop-Album 
„Nicht mein Problem“

„Ende der Welt“ auf Bayern 2 und in der ARD-Audiothek, wo ich nachdenke, wie eine Welle und das Verschwinden einer Regierung zusammenhängen könnte.

Einen ganz neuen Song (ist die Zugabe vom neuen Programm, aber psst!) kann man direkt 
auf der Homepage hören.

groebner gesehen:
Auftritt im 
Schlachthof (BR) und in der Anstalt (ZDF)

groebner gefolgt:
Videos auf 
YouTube, auf Instagram oder auf Facebook zu sehen.

——-




Der „Neue Glossenhauer“ ist ein Projekt der freiwilligen Selbstausbeutung, wer es dennoch materiell unterstützen will, hier wäre die Bankverbindung für Österreich:
Severin Groebner, Bawag, IBAN: AT39 6000 0000 7212 6709
Hier die jene für Deutschland:
Severin Groebner, Stadtsparkasse München, IBAN: DE51 7015 0000 0031 1293 64

Jugendliche im Kreuzfeuer eskalierender extremistischer Weltbilder

Bild von kalhh auf Pixabay


Inmitten von Leistungsdruck und digitaler Reizüberflutung geraten Jugendliche zunehmend in die Konfrontation mit extremistischen Anschauungen – sei es politisch, religiös oder ideologisch. Die Eskalation zeigt sich in sozialen Medien, Schulhöfen und sogar im familiären Umfeld. 

  • Radikale Narrative im Netz: Algorithmen belohnen Polarisierung. Jugendliche stoßen auf Inhalte, die einfache Antworten auf komplexe Probleme versprechen – oft gepaart mit Schuldzuweisungen und Feindbildern.
  • Identitätskrisen als Einfallstor: Wer sich ausgeschlossen, überfordert oder orientierungslos fühlt, ist besonders anfällig für extreme Weltbilder, die Zugehörigkeit und Sinn versprechen. "Falsche Freunde"... Klären Sie Ihre Kinder über Parteien wie AfD, Heimat und andere extremistische Vereinigungen auf. Alle klopfen bei den Jugendlichen an und bieten "Hilfe" und "Kumpels" an.
  • Schule als Brennpunkt: Lehrkräfte berichten von zunehmenden Spannungen, antisemitischen Äußerungen, Verbreitung von Verschwörungstheorien und ideologischen Grabenkämpfen im Klassenzimmer.
  • Psychische Folgen: Die Konfrontation mit Hass, Angst und moralischer Verwirrung kann zu innerer Zerrissenheit, Rückzug oder aggressivem Verhalten führen.


Was Jugendliche brauchen, um dem zu begegnen

Demokratiebildung und Werteerziehung 
Schulen müssen Räume schaffen, in denen Toleranz, Kritikfähigkeit und Empathie aktiv gelebt und gelernt werden.

Medienkompetenz gegen Manipulation
Jugendliche brauchen Werkzeuge, um Propaganda, Fake News und ideologische Verzerrungen zu erkennen.
Starke Bezugspersonen
Eltern, Lehrkräfte und Sozialarbeiter sollten nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Haltung zeigen – ohne moralischen Zeigefinger, aber mit klarer Orientierung.
Psychosoziale Unterstützung 
Prävention beginnt bei der Psyche. Wer sich gesehen und gehört fühlt, ist weniger anfällig für extreme Angebote.


Jugendliche stehen heute unter einem nie dagewesenen Druck: Sie sollen funktionieren, gefallen, sich positionieren – und dabei psychisch gesund bleiben. Die Eskalation extremistischer Weltbilder verschärft diese Lage. Es braucht eine Gesellschaft, die nicht nur Leistung misst, sondern Menschlichkeit schützt. Eine Schule, die nicht nur Wissen prüft, sondern Haltung stärkt. Und Erwachsene, die nicht nur fordern, sondern zuhören.


Freitag, 14. November 2025

Une minute de danse par jour 20 10 2024/ danse 3568 (One Minute of Dance a Day)

 
























Nadia Vadori-Gauthier

18h44, Gentilly.

Street art : @maca_dessine

Zwischen Leistungsdruck und digitaler Verlockung – Wie Jugendliche heute psychisch gesund aufwachsen können

Die stille Krise der Jugend

Immer mehr Jugendliche berichten von Erschöpfung, innerer Leere und dem Gefühl, den Anforderungen nicht mehr gerecht zu werden. Psychische Probleme wie Angststörungen, Depressionen und psychosomatische Beschwerden nehmen zu. Die Ursachen sind vielschichtig – ein Zusammenspiel aus schulischem oder beruflichem Druck, Peers und ihre Moden, passende Drogenangebote (Amphetamine oder Cannabis) an allen Ecken und Enden, Geisteshaltungen, Trends, familiären Erwartungen, digitaler Reizüberflutung, Suche nach Lustgewinn, Freundschaften, Partnern, Ich-Positionierung im allgemeinen Konkurrenzkampf, unerreichbaren Leitbildern, selbstgenerierten zu hohen Erwartungen und dem Verlust von Orientierung. Ist das alles?

Schule: Ort der Bildung oder Stresslabor?

- Leistungsdruck statt Lernfreude
Zentralisierte Prüfungen, Notenfetischismus und Vergleichskultur erzeugen ein Klima der Angst. Kreativität und individuelle Entwicklung bleiben oft auf der Strecke.

- Fehlende emotionale Bildung
Themen wie Selbstwert, Resilienz oder Konfliktlösung sind selten Teil des Curriculums – obwohl sie essenziell für die psychische Gesundheit sind.

- Überfüllte Stundenpläne
Kaum Raum für Pausen, Reflexion oder echte Begegnung. Schule wird zur Taktungseinheit, nicht zum Lebensraum. Rennen! Zur Pause, aufs Klo, in den Klassensaal! Keine Zeit!

Eltern: Zwischen Fürsorge und Erwartungsdruck

- Gut gemeint, aber oft zu viel
Eltern wollen das Beste – und setzen dabei unbewusst unter Druck. Der Wunsch nach „Erfolg“ wird zur stillen Norm.

- Vergleich mit anderen
"Warum kannst du nicht so gut sein wie…?“ – solche Sätze brennen sich ein und untergraben das Selbstwertgefühl.

- Fehlende Zeit für echte Gespräche
Inmitten von Arbeit, Haushalt und Sorgen fehlt oft die ruhige Stunde, in der Jugendliche einfach gehört werden.

Social Media: Glitzerwelt mit Schattenseiten

- Vergleich und Selbstoptimierung
Instagram, TikTok & Co. zeigen perfekte Körper, perfekte Leben – und erzeugen das Gefühl, nie genug zu sein.

- Dopamin auf Knopfdruck
Likes und Follower ersetzen echte Anerkennung. Die ständige Reizflut führt zu innerer Unruhe und Konzentrationsproblemen.

- Cybermobbing und digitale Einsamkeit
Hinter Bildschirmen wird beleidigt, ausgeschlossen, manipuliert – oft ohne Konsequenzen.

Informationsflut: Wenn alles zu viel wird

- Ständige Erreichbarkeit durch Push-Nachrichten, Gruppenchats, Newsfeeds – das Gehirn kommt kaum zur Ruhe.

- Orientierungslosigkeit: Was ist wahr? Was ist wichtig? Jugendliche verlieren sich in einem Meer aus Meinungen, Trends und Halbwissen.

- Fehlende Filterkompetenz: Ohne medienpädagogische Begleitung wird aus Information schnell Desinformation.


Wege zur psychischen Gesundheit

Mentale Pausen wie Stressabbau, Selbstwahrnehmung, Digital Detox, Spaziergänge ohne Handy - Emotionale Bildung durch Stärkung von Resilienz und Empathie, Schulprojekte zu Achtsamkeit, Gefühle - Echte Beziehungen generieren Sicherheit, Zugehörigkeit, Gespräche mit Vertrauenspersonen - Kreativer Ausdruck fördert Selbstwirksamkeit, Identitätsbildung, auch Schreiben, Musik, Malen, Tanz, Modellieren, Theater. 
Medienkompetenz bietet Schutz vor Manipulation und Überforderung, Workshops zu Fake News, Betrug, Desinformationen, Algorithmen, Kauffallen.     


Auswege: Orientierung statt Optimierung

Ein Jugendlicher kann heute psychisch gesund aufwachsen –
aber nicht im Alleingang.

Es braucht ein Zusammenspiel aus Schule, Familie, Gesellschaft und
digitaler Verantwortung.

Nicht mehr Leistung, sondern mehr Menschlichkeit muss das Ziel sein.

Jugendliche brauchen Räume, in denen sie nicht funktionieren müssen,
sondern einfach sein dürfen.

Jugendliche aus prekären Herkunftsfamilien haben erhöhte
Integrationsprobleme, da ihre sozialen Regeln, Verhaltensweisen und 
familiäre Vorbildung nicht mit den Schulstandards übereinstimmen. 


Dienstag, 11. November 2025

Faltsch Wagoni's Frosch hat Probleme mit der Menschenliebe



Ironesen
Foto: Bernd Mende














Liebe Freunde,


„Grüne Augen - Froschnatur
von der Liebe keine Spur“

welcher üble Versezüchter
Froschverächter, Bosheitsdichter
hat sich diese Niedertracht
üblerweise ausgedacht?

Frösche - um das klarzustellen
sind sowohl in sexuellen
als auch Liebesdingen top
hochromantisch und salopp
gesagt nicht etwa cool und kalt,
sondern oft total verknallt

allerdings - das ist der Haken
äußern Frösche sich per Quaken
das, obwohl es schön getönt ist,
bei den Menschen oft verpönt ist

Leute, hört mal hin und checkt,
wieviel Eros da drin steckt!





Pixabay AI
Auch wenn es vielleicht abgedroschen klingt:
Ohne Liebe ist alles nichts. Aber Vorsicht: Kaum
ein Wort wird so missbräuchlich verwendet wie
das Wort Liebe. Da werden Kriege geführt aus
Liebe zum Vaterland, da gibt es Liebesdienste,
die nichts anderes sind als Sex gegen Bezahlung, ganze Firmen lieben, zum Beispiel Lebensmittel
(wer’s glaubt). Autos werden geliebt, Klamotten
werden geliebt, überhaupt wird alles geliebt, was konsumiert werden kann.
Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, heißt es unter Christen, aber wehe,
das mit der Selbstliebe funktioniert nicht, dann hört die Liebe manch guter Christen schon beim direkten Nachbarn auf und erst recht bei jenen, die anders sind und anders aussehen als man selbst, die nicht zur kleinen oder zur großen Familie gehören.
Ja ja, natürlich die Menschenliebe, die soll es ja irgendwo tatsächlich geben, aber ich als Frosch muss schon anständig geküsst werden, damit ich mich für so etwas erwärmen kann.

Habt euch lieb und mich auch!
Euer Frosch


Gute Nachricht für alle Freunde der Lach&Schieß: Till Hofmann mit seiner Crew übernimmt wieder! Die Lach&Schieß verlässt Schwabing und zieht um und zwar ins Fat Cat, den ehemaligen Gasteig. Ab Januar 26 soll es dort los gehen und Faltsch Wagoni werden auch wieder mit von der Partie sein. Wir freuen uns!

Aber erstmal spielen "die letzten Ironesen" noch in Gunzesried, Seefeld, Heilbronn, Mainz und zum Jahreswechsel in der Pasinger Fabrik. Und bitte denkt an rechtzeitige Reservierung! Damit erleichtert ihr den Veranstaltern, die seit der Pandemie schwer zu kämpfen haben, 
die Planung - und uns natürlich auch.

Termine
Sa 15.11.25GunzesriedGoldenes Kreuz ≫≫≫
Die letzten Ironesen
Sa 22.11.25
19:00 Uhr
SeefeldKultur im Schloss Seefeld
Sudhaus ≫≫≫

Die letzten Ironesen
Fr 12.12.25HeilbronnKulturkeller ≫≫≫
Die letzten Ironesen
Sa 13.12.25MainzUnterhaus Die letzten Ironesen
So 28.12.25
18:00 Uhr
MünchenPasinger Fabrik ≫≫≫
Die letzten Ironesen
Di 30.12.25
19:30 Uhr
MünchenPasinger Fabrik ≫≫≫Die letzten Ironesen
Mi 31.12.25
18:00 Uhr
MünchenPasinger Fabrik ≫≫≫Die letzten Ironesen
Sa 24.01.26

MemmingenPiKDie letzten Ironesen
Sa 31.01.26PaderbornAmalthea ≫≫≫
Die letzten Ironesen
So 01.02.26
18:30 Uhr
HannoverTAK ≫≫≫Die letzten Ironesen