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| Wahl in Bulgarien (AI, gemeinfrei) |
Das Innenministerium meldet 500–600% mehr Verstöße beim Stimmenkauf als 2024, über 1 Mio. Euro wurden bei Razzien beschlagnahmt. Der Betrug ist simpel: Parteifunktionäre reichen Geld über regionale Koordinatoren an lokale „Vertrauens-personen“ weiter. Am Ende erhält der Wähler 20–50 Lewa /etwa 10-25 EUR. Nicht nur Bargeld! Im Paket sind auch Brennholz, Lebensmittel, bezahlte Stromrechnungen oder das Versprechen, dass das Jugendamt wegschaut. Geld gegen Stimme ist erst die halbe Miete. Der zweite Teil ist „kontrollierte Stimmabgabe“. Methode A: Der Wähler fotografiert den ausgefüllten Zettel mit dem Handy als Beweis. Methode B: „Dunkle Räume“ in Wahllokalen, wo ein Helfer neben der Kabine steht und beim Ankreuzen „hilft“. Methode C: Vorgefertigte Stimmzettel werden draußen übergeben und nur noch eingeworfen.
Ziel sind Arme und Prekäre – Sozialhilfeempfänger, verschuldete Dörfer, Roma-Communitys –, die das Geld bitter nötig haben.
Laut Parlaments-Dossiers entfallen 80% der Manipulationsfälle auf DPS, 20% auf GERB. Bei niedriger Wahlbeteiligung reichen 150.000 gekaufte Stimmen, um Mehrheiten zu kippen. Deshalb heißt es von allen Seiten: Nur massenhafte Beteiligung verdünnt den Effekt.

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