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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Dichterhain, Bände 5 bis 8

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Samstag, 18. April 2026

Wahlsonntag in Bulgarien: Wahlbetrug und Stimmenkauf toben in den Gassen

Wahl in Bulgarien
(AI, gemeinfrei) 

Bulgarien wählt am 19. April 2026 zum achten Mal seit 2021. Nach dem Sturz der Regierung Scheljaskow und drei gescheiterten Regierungsbildungen regiert nur noch ein Übergangskabinett. In den Umfragen führt Rumen Radews neue Mitte-Links-Koalition Progresivna Bulgaria mit 30,8%, GERB folgt abgeschlagen mit 20,7%. Die alte Koalition hätte keine Mehrheit mehr. Bulgarien steht vor einer Wahl, bei der es formal um Links oder Rechts, EU oder Eigenweg geht. Faktisch geht es um die Frage: Kann eine Demokratie funktionieren, wenn ein relevanter Teil der Wähler die Stimme nicht abgibt, sondern verkauft – weil er sie zum Überleben braucht? Das ist der größte Hohn für ein gerechtes Wahlsystem. Bulgarien hat hier sehr viel zu leisten, um zur Normalität zurückzukehren. Die rechten Parteien sind absolut korrupt. 

Das Innenministerium meldet 500–600% mehr Verstöße beim Stimmenkauf als 2024, über 1 Mio. Euro wurden bei Razzien beschlagnahmt. Der Betrug ist simpel: Parteifunktionäre reichen Geld über regionale Koordinatoren an lokale „Vertrauens-personen“ weiter. Am Ende erhält der Wähler 20–50 Lewa /etwa 10-25 EUR. Nicht nur Bargeld! Im Paket sind auch Brennholz, Lebensmittel, bezahlte Stromrechnungen oder das Versprechen, dass das Jugendamt wegschaut. Geld gegen Stimme ist erst die halbe Miete. Der zweite Teil ist „kontrollierte Stimmabgabe“. Methode A: Der Wähler fotografiert den ausgefüllten Zettel mit dem Handy als Beweis. Methode B: „Dunkle Räume“ in Wahllokalen, wo ein Helfer neben der Kabine steht und beim Ankreuzen „hilft“. Methode C: Vorgefertigte Stimmzettel werden draußen übergeben und nur noch eingeworfen.

Ziel sind Arme und Prekäre – Sozialhilfeempfänger, verschuldete Dörfer, Roma-Communitys –, die das Geld bitter nötig haben.


Laut Parlaments-Dossiers entfallen 80% der Manipulationsfälle auf DPS, 20% auf GERB. Bei niedriger Wahlbeteiligung reichen 150.000 gekaufte Stimmen, um Mehrheiten zu kippen. Deshalb heißt es von allen Seiten: Nur massenhafte Beteiligung verdünnt den Effekt.