45% für „Progressives Bulgarien“ – progressiv vor allem im Rückwärtsgang Richtung Moskau. Borissow ist weg, super. Dafür haben wir jetzt einen Präsidenten a.D., der Koalitionen so sehr hasst wie Brüssel seine Vetos. Seine demokratischen Vorstellungen kaum kompatibel mit Brüssel.
Für Brüssel heißt das: Ein neuer Schüler sitzt in der letzten Reihe und kichert bei jedem Wort „Solidarität“. Ukraine-Hilfen? „Müssen wir nochmal prüfen.“ Sanktionen? „Wir sind da grundsätzlich offen… für Ausnahmen.“ Vetos? „Bulgarien entdeckt gerade seine strategische Unentschlossenheit.“
Brüssel darf raten, ob Bulgarien morgen EU-Mitglied, NATO-Partner oder russischer Briefkasten ist. Die Ukraine-Politik Bulgariens? Mal ist man „gegen den Krieg“, mal „gegen Waffenlieferungen“, mal „für Frieden“ – und zwar genau den Frieden, den der Kreml gerade im Sonderangebot hat, das keiner will.
Kurz: Bulgarien wollte Stabilität. Bekommen hat die EU einen neuen Wackelkontakt an der Ostflanke. Eine Art neuer Orban.
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