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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Dichterhain, Bände 5 bis 8

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Donnerstag, 26. Oktober 2017

Syriens Schicksal bei C.H.BECK: "Codename Caesar" und "Palmyra"


Garance Le Caisne
Codename Caesar
Im Herzen der syrischen Todesmaschinerie
Aus dem Französischen von Stefan Lorenzer
2016. 249 Seiten mit 5 Abbildungen und einer Karte Klappenbroschüre € 17,95[D] // € 18,50[A] // E-Book € 13,99[D]

Noch nie ist das brutale Wesen des Assad-Regimes so deutlich offenbart worden wie in diesem Buch. „Caesar" - so sein Deckname - war Fotograf bei der syrischen Militärpolizei. Zwei Jahre lang musste er nach Beginn der Aufstände gegen Assad die Opfer des Regimes fotografieren: Leichen von Oppositionellen, die grausam zu Tode gefoltert worden waren. Rund 50.000 dieser Fotos hat er außer Landes geschmuggelt, als er 2013 aus Syrien floh. Garance Le Caisne ist es als einziger Journalistin gelungen, ihn ausfindig zu machen und mit ihm zu sprechen. Aus Cae­sars Berichten und den Geschichten von ehemaligen Häftlingen, die sie ebenfalls aufspüren konnte, ist hier ein Dokument des Grauens entstanden. Es berichtet von Assads System der Folter, von der Routine des Mordens, dem Zynismus der Schergen, von physischen und psychischen Qualen unvorstellbarer Art. Während man im Wes­ten schon wieder bereit ist, in Assad das kleinere Übel zu sehen, enthüllt dieses Buch das mas­senhafte Morden, das bis heute weitergeht.

Garance Le Caisne ist freie Journalistin und schreibt für „Le Journal du Dimanche" und „L'Obs". Seit 1990 berichtet sie über den Nahen Osten. Nachdem sie mehrfach in das vom Bürgerkrieg zerrüttete Syrien gereist ist, hat sie sich auf die Suche nach „Caesar" gemacht. Mehr als ein halbes Jahr dauerte es, bis sie ihn fand und sein Vertrauen gewann.



Paul Veyne
Palmyra
Requiem für eine Stadt
Aus dem Französischen von Anna und Wolf-Heinrich Leube
2016. 127 Seiten mit 8-seitigem Tafelteil und 13 Farbabbildungen
Gebunden 17,95[D] // € 18,50[A] // E-Book €13,99[D]

Palmyra ist seit 1980 Teil des UNESCO-Welterbes. Die kulturelle Bedeutung dieser jahrtau­sendealten Oasenstadt, die so reich an archäologischen Denkmälern ist, hat sie nun zum Ziel des islamistischen Terrors werden lassen. Dort, wo seit unvordenklichen Zeiten Kultur geschaf­fen und gepflegt wurde, haben Dschihadisten mit dem Baal-Tempel ein einzigartiges antikes Bauwerk gesprengt. Den Hüter der Ruinenstadt Palmyra, Khaled al-Asaad - Archäologe, Ge­neraldirektor der Altertümer von Palmyra von 1963 bis 2003 - haben sie umgebracht: Der 82-Jährige hat sich selbst unter der Folter noch geweigert, seinen Peinigern zu verraten, wo er antike Kunstwerke vor ihnen in Sicherheit gebracht hatte, in deren Besitz sie sich bringen woll­ten, um sie - wie in vergleichbaren Fällen - zu verkaufen und damit ihre Verbrechen zu finan­zieren.
Der französische Althistoriker Paul Veyne, der Palmyra intensiv erforscht und sich im Laufe eines Gelehrtenlebens profundes Wissen über die einstige Handelsmetropole, ihre Geschichte, ihre Bauwerke, ihre Götter und ihre Kultur erworben hat, hat mit diesem Buch eine ebenso schöne wie traurige Elegie für die geschändete Königin der Wüste geschrieben.

Paul Veyne ist Mitglied der Ecole frangaise de Rome. Seit 1976 lehrt er als Professor römische Geschichte am College de France. Er hat vielfach einschlägig zur Geschichte Palmyras publi­ziert.


Aktuell: Assads Grausamkeit wurde zuletzt erneut unter Beweis gestellt worden sein durch einen Angriff mit dem Nervengas Sarin. Zuvor schon die Fassbomben auf die Bevölkerung und ebenfalls Giftgasangriffe zeugen von seiner rasenden Rachsucht, dass man seinen Thron absägt.  Experten von den Vereinten Nationen und der Organisation für das Verbot chemischer Waffen haben die syrische Regierung für den Angriff mit dem Nervengas Sarin am 4. April 2017 verantwortlich gemacht. Der Bericht stützt die ersten Ergebnisse der USA, Frankreichs und Großbritanniens, denen zufolge ein syrisches Flugzeug eine Bombe mit Sarin auf die Stadt Chan Scheichun abgeworfen hatte. Bei dem Vorfall wurden mehr als 90 Menschen getötet. Assad bezeichnet die Beschuldigungen als erfunden.

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