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Freitag, 27. Juni 2014

Alpenraum: Brennerbasistunnel keine Verbesserung für Mensch und Natur


Eine bisher unter Verschluss gehaltene Studie stellte den Nutzen
des Brennerbasistunnels in Frage. © BBT-SE

Welche Auswirkungen hat der Brennerbasistunnel auf Gesundheit und Lebensqualität der Bevölkerung? Sieben Jahre hat es gebraucht, bis die Öffentlichkeit eine Antwort auf diese Frage bekommen hat. Die Inhalte einer bisher unter Verschluss gehaltenen Studie zeigen warum.

Der Brennerbasistunnel soll neben der Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene Ruhe und eine bessere Luft für die Anwohner der bestehenden Eisenbahntrasse bringen. Dass das umstrittene Milliardenprojekt die Erwartungen nicht erfüllt, belegt jetzt eine Studie der Universität Innsbruck von 2006. Sie wurde erst jetzt auf Druck italienischer Oppositionspolitiker veröffentlicht.
Fazit der Studie ist, dass nach der Fertigstellung des Basistunnels und der Zulaufstrecken 2040, die Belastung für die Anwohner weiterhin gross sein wird. Denn von den Verantwortlichen wurde zwar versprochen, dass keine lauten Güterzüge mehr auf der bestehenden Bergstrecke fahren, ob das aber rechtlich umsetzbar ist, bleibt unklar. Der Lärm würde mit dem Basistunnel auf der italienischen Seite des Tunnels sogar zunehmen, weil die Güterzüge dort nachts fahren sollen und die Lärmschutzmassnahmen unzureichend sind. Weil nur ein Teil des heutigen Verkehrs bzw. des bis dahin zusätzlichen Verkehrs auf der Schiene durch den Tunnel verlagert wird, wird auch die Schadstoffbelastung nicht abnehmen. Die Tunnel-Projektbaugesellschaft BBT SE ist der Öffentlichkeit bis heute auch eine Studie zur Kosten-Nutzen-Analyse des Brennerbasistunnels schuldig geblieben.

Heute Abend in Frankfurt a. M.: WILLE ZUR WAHRHEIT. Bestandsaufnahme von mir. Von Thomas Bernhard


Wille zur Wahrheit
Bestandsaufnahme von mir
Thomas Bernhard

Schauspielhaus . Uraufführung 17.11.13 . Stückdauer 2 Std., 45 Min., inkl. Pause .  Regie Oliver Reese . Bühne Hansjörg Hartung . Kostüme Elina Schnizler . Musik Jörg Gollasch . Video Konny Keller . Dramaturgie Michael Billenkamp . Besetzung Bettina Hoppe, Viktor Tremmel, Josefin Platt, Vincent Glander, Peter Schröder

Wir sind unser ganzes Leben dabei, uns zu erforschen.
Schon zu Lebzeiten und selbst heute noch, knapp 25 Jahre nach seinem Tod, verbindet man mit dem Namen Thomas Bernhard nur das Enfant terrible der
Literaturszene, den österreichischen Nestbeschmutzer und Querulanten. In seiner fünfbändigen Autobiografie – »Die Ursache«, »Der Keller«, »Der Atem«, »Die Kälte« und »Ein Kind« – gibt Bernhard einen intimen Einblick in seine Kindheit und Jugend, mit der Welt als Bühne und dem eigenen Leben als Theatervorstellung: »Zuerst habe ich hundertprozentig eine Tragödie aufgeführt und dann eine Komödie und dann wieder eine Tragödie. Das verwirrt die Zuschauer. Sie haben mir applaudiert, jetzt bereuen sie es.« Bernhards Opus magnum ist ein brillantes Wechselspiel zwischen Wahrheit und Fiktion, entwaffnender Offenheit und schamloser Übertreibungskunst. Es ist die eindrückliche Beschreibung der Genese eines Autors wie auch der Hassliebe zu seinen Wurzeln. Unter dem Titel »Wille zur Wahrheit« wird Oliver Reese Bernhards fünfbändiges autobiografisches Meisterwerk erstmals für die Bühne dramatisieren.


Good Sounds: PHARELL WILLIAMS, Happy


Art after Work in Kaiserslautern am 1. Juli: MÄNNERSPIELZEUG

Autokarosserien, die begeistern: Stefan Rohrers „Helios“ von 2013
(Margit Biedermann Foundation, Museum Biedermann Donaueschingen)




Männerspielzeug
Zweisprachige „Art after Work“-Ausgabe im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern

„Toys for boys“ („Männerspielzeug“) lautet der Titel der nächsten Veranstaltung „Art after Work“ am Dienstag, 1. Juli, um 19 Uhr im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk), die dem Stuttgarter Künstler Stefan Rohrer und seiner derzeitigen Sonderausstellung „Drehmomente“ gewidmet ist. Aus Autokarosserien und Modellautos formt er faszinierende und unverwechselbare Skulpturen, die Kunstfreunde und Oldtimerliebhaber gleichermaßen begeistern. Auf dem Museumsplatz windet sich ein Opel Kadett um einen Baum, in der Ausstellung schleudert ein Porsche dem Besucher seine Einzelteile entgegen. Ein weiterer, seiner Räder beraubt, aber gänzlich mit Blattgold überzogen, führt vor Augen, dass das Auto auch heute noch alles andere als ein gewöhnlicher Alltagsgegenstand ist. Mit dem Publikum diskutiert Ausstellungskurator Sebastian Steinhäußer über den Stellenwert des Autos in der heutigen Zeit. „Art after Work“ findet wieder zweisprachig als Tandemführung in Deutsch und Englisch statt. Im Anschluss daran kann bei einem Glas Sekt und einer wunderbaren Aussicht auf die Stadt weiterdiskutiert werden. Eintritt, Ausstellungsbesuch und ein Glas Sekt kosten 7,50 Euro; eine Anmeldung sollte unter Telefon 0631 3647-201 oder über info@mpk.bv-pfalz.de umgehend erfolgen.

Good Sounds: ST. VINCENT, Digital Witness


Damit die K.o.-Runde der WM nicht aufs Herz schlägt: Praktische Tipps der Deutschen Herzstiftung


Kostenfreie Ratgeber (1x für Herzpatienten, 1x für Herzgesunde)

Millionen Zuschauer verfolgen die Fußball-WM. Für die meisten unter ihnen bedeuten die Spiele ihrer Lieblingself höchste emotionale Anspannung, besonders in der K.o.-Runde. Damit das spannende Großereignis nicht zulasten der Herzgesundheit geht, bietet die Deutsche Herzstiftung kostenfrei (siehe Kasten unten) zwei Ratgeber mit praktischen Tipps (1x für Herzpatienten, 1x für Herzgesunde).

Worauf Herzpatienten mit einer koronaren Herzkrankheit (KHK) oder anderen schwerwiegenden Herzkrankheiten beim Zuschauen der teils hochemotionalen WM-Begegnungen achten sollten, erläutert der Artikel für WM-Zuschauer zum Schutz der Herzgesundheit aus der Herzstiftungs-Zeitschrift HERZ HEUTE, der unter www.herzstiftung.de/wm-herztipps kostenfrei angefordert werden kann.
„Emotionaler Stress, wie er bei einem spannenden Fußballspiel entstehen kann, verursacht oft einen Anstieg von Puls und Blutdruck. Dieser Anstieg ist für gesunde Menschen unbedenklich, aber für Patienten mit einer koronaren Herzkrankheit (KHK) kann er bedrohlich werden“, betont Prof. Dr. med. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung und Kardiologe am Klinikum Stephansplatz in Hamburg. „Deshalb sollten sich Fußballfans mit einer KHK oder einer anderen schwerwiegenden Herzkrankheit in solchen Momenten vor dem Risiko eines Herznotfalls schützen.“ Welche Vorsorgemaßnahmen zu treffen sind, z. B. Anpassung der Medikamente und ihre Überprüfung durch den Arzt, und welche Strategien sich KHK-Patienten für die emotionalsten Momente zurechtlegen sollten, erläutert die Herzstiftung mit vielen weiteren Ratschlägen zum Schutz der Herzgesundheit in dem HERZ HEUTE-Artikel.

Worauf Herzgesunde beim Zuschauen der WM achten sollten, ohne dabei auf Genuss verzichten zu müssen, zeigt das handliche Booklet "11 Tipps für Ihr Herz“, ebenfalls zum Anfordern (siehe Kasten unten). „Die WM dauert zwar nur wenige Wochen, trotzdem gilt auch in dieser Zeit: Verzicht auf Bewegung durch ununterbrochenes Sitzen, schlechte Ernährung in Form stark gesalzener und gefetteter Snacks, die meist sehr kalorienreich sind, sowie übermäßiger Alkoholkonsum belasten das Herz-Kreislauf-System“, warnt Prof. Meinertz. Hier rät die Herzstiftung zu herzgesunden Alternativen wie die knackigen Gemüseschnitze mit Quark- oder Paprika-Dips aus der mediterranen Küche (www.herzstiftung.de/Rezept-Tipps-Mittelmeerkueche). Sportlich Passive können sich von dem WM-Erlebnis zum Einstieg in den Sport animieren lassen. Auf Tipps zum Einstieg in den Ausdauersport weist die Herzstiftung in dem Booklet hin.
Wer beim Zuschauen gerne ein Glas Bier oder Wein trinkt, dem rät die Herzstiftung zu mäßigem Konsum, das heißt 20 g Alkohol für Männer pro Tag (0,25 l Wein bzw. 0,5 l Bier), für Frauen die Hälfte. Denn zu viel Alkohol kann den Blutdruck erhöhen. Große Alkoholmengen können zudem zu Herzrhythmusstörungen führen, z. B. zu Vorhofflimmern. Tipp: Eine Erfrischung ohne Alkohol bietet der cremig-luftige Bananen-Milchshake unter: www.herzstiftung.de/ Mittelmeerkueche/Bananen-Milchshake.php

Der kostenfreie Artikel für WM-Zuschauer zum Schutz der Herzgesundheit aus HERZ HEUTE (3/2013) kann angefordert werden unter www.herzstiftung.de/wm-herztipps
Das kostenfreie Booklet "11 Tipps für Ihr Herz“ kann angefordert werden per E-Mail unter info@herzstiftung.de oder telefonisch unter 069 955128-0.


Bei Herzinfarkt sofort 112!
Wenn beim WM-Zuschauen jemand Beschwerden im Brustraum bekommt, die auf einen Herzinfarkt hindeuten könnten, muss sofort der Notarzt unter der 112 gerufen werden. Gefährlich wird es, wenn Betroffene erst einmal abwarten wollen, ob die Beschwerden vielleicht nach dem Spiel wieder von alleine verschwinden. Denn bei einem Herzinfarkt kann jederzeit tödliches Kammerflimmern auftreten. Hinweis: Unter der Notrufnummer 112 ist der Notarzt nicht nur über das Festnetz erreichbar, sondern auch über das Mobiltelefon.
Die Alarmzeichen des Herzinfarkts: Schwere, länger als 5 Minuten anhaltende Schmerzen im Brustkorb, die in Arme, Schulterblätter, Hals, Kiefer und Oberbauch ausstrahlen können. Auch ein starkes Engegefühl, heftiger Druck und ein Brennen im Brustkorb gehören dazu. Schweißausbruch, Übelkeit und Atemnot sind häufige Begleiterscheinungen.


Good Sounds: FITZ AND THE TANTRUMS, The Walker


Carolin Widmann erhält Schneider-Schott-Musikpreis Mainz 2014


Der diesjährige Schneider-Schott-Musikpreis Mainz geht an die Geigerin Carolin Widmann.
Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 11. November 2014 in einem Konzert mit dem Staatsorchester Mainz unter Leitung von Hermann Bäumer im Mainzer Staatstheater verliehen.

Der Preis, der im Jahr 1986 von dem Musikverleger Heinz Schneider-Schott gestiftet wurde, geht damit an eine Künstlerin, die ihre internationale Karriere und Reputation von Anfang an auf die Interpretation der Musik der Gegenwart gründete. In ihren Konzerten präsentiert sie regelmäßig Werke lebender Komponisten auf höchstem Niveau, als Solistin, Kammermusikerin oder in Zusammenarbeit mit großen Orchestern und Dirigenten. 

In der Jurybegründung heißt es:
"Bedeutende Werke der jüngeren Musikgeschichte wurden erst durch ihre regelmäßigen Aufführungen und ihre unvergleichlichen Interpretationen einem breiten Publikum bekannt, darunter solche von Morton Feldman und György Kurtág. Mehrere Komponisten haben Stücke für sie geschrieben, etwa Wolfgang Rihm, Salvatore Sciarrino, Matthias Pintscher und zuletzt Rebecca Saunders. Spielend verbindet sie Leidenschaft und Subtilität, bringt die strukturellen Details eines Werks ebenso zum Vorschein wie seine Emotionalität, erlaubt sich äußerste Zurückhaltung ebenso wie robustes Zupacken."

Widmann, geb. 1976 in München, studierte bei Igor Ozim in Köln, Michele Auclair in Boston und David Takeno an der Guildhall School of Music and Drama in London. Die Geigerin arbeitet mit Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Riccardo Chailly oder Sir Roger Norrington zusammen und tritt unter anderem mit dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Orchestre National de France und dem Tonhalle-Orchester Zürich auf.

Seit 2006 ist Widmann als Professorin für Violine an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig tätig. Zusätzlich übernahm sie 2012 die Leitung der Sommerlichen Musiktage Hitzacker.

Good Sounds: PASSENGER, Let Her Go


Heute in Berlin: TRANSFORMATION II. Eröffnung der Ausstellung in der Ausstellung

TRANSFORMATION II, Temporäre Galerie / Foto: Jens Ziehe

Einladung zu der Eröffnung der Ausstellung in der Ausstellung in TRANSFORMATION II - 
Birgit Auf der Lauer & Caspar Pauli, Catherine Traykovski
am Freitag, 27. Juni 2014 von 14 bis 19 Uhr mit Cordula Heckmann, Schulleiterin der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli und Ida Schildhauer.

Laufzeit der Ausstellung in der Ausstellung: 28. Juni – 3. Juli 2014
Öffnungszeiten: 11 – 19 Uhr
Veranstaltungsort: Temporäre Galerie in der Quartiershalle Campus Rütli, Rütlistraße 35, 12045 Berlin

Im Rahmen der Ausstellung TRANSFORMATION II begleiteten Birgit Auf der Lauer & Caspar Pauli und Catherine Traykovski gemeinsam mit Dan Welden Workshops für Kinder und Jugendliche aus lokalen Bildungseinrichtungen, die von den Themen und Materialien ihrer Arbeiten ausgehen. Die Workshops wurden mit Lehrerinnen, Erzieherinnen und Sozialarbeiterinnen der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli und des Kinder- und Jugendclubs MANEGE realisiert.

Vom 27. Juni bis zum 3. Juli 2014 sind die Resultate dieser Arbeit als Ausstellung in der Ausstellung in der Temporären Galerie zu besichtigen. Zur Eröffnung am 27. Juni um 14 Uhr laden wir Sie hiermit herzlich ein. Die Galerie bleibt während des Festivals 48-Stunden-Neukölln von 11 bis 19 Uhr geöffnet.

Laufzeit der Ausstellung in der Ausstellung: 28. Juni – 3. Juli 2014
Öffnungszeiten: 11 – 19 Uhr
Veranstaltungsort: Temporäre Galerie in der Quartiershalle Campus Rütli, Rütlistraße 35, 12045 Berlin

In der Ausstellungsreihe TRANSFORMATION beschäftigt sich die Temporäre Galerie mit künstlerischen Positionen, die sich im Spannungsfeld zwischen Bildender Kunst und Wissenschaft bewegen.
Die zweite Ausstellung zeigt Arbeiten, die sich unter dem Schlagwort Recycling vereinen lassen. Die New Yorker Künstlerin Catherine Traykovski (geb. 1939 in New York, USA) beschäftigt sich in der Serie Bioluminescence: Saving the Ocean Deep (seit 2011) mit der Transformation von Leben am Meeresboden. Das Neuköllner Duo Birgit Auf der Lauer (geb. 1981 in Deva, Rumänien) und Caspar Pauli (geb. 1984 in Köln, Deutschland) nehmen für ihre Installation Stapelholmer Barke (2013) die sozialpolitische Transformation eines von Wasserströmen bestimmten Ortes zum Ausgangspunkt und Anlass ihrer Arbeit.

Good Sounds: Marcus Miller, Rush Over


Musikkonsum: Je digitaler, desto besser


Wir befinden uns in der zweiten Phase der digitalen Evolution: Zugangsbasierte Geschäftsmodelle wie Streaming bekommen einen immer höheren Stellenwert, teilweise zu Lasten der legalen Downloads.
Dies stellt die Branche vor neue Herausforderungen, eröffnet Künstlern, Labels und Verlagen allerdings auch nie dagewesene Möglichkeiten. Um die jedoch nutzen zu können, ist ein Höchstmaß an Kontrolle über die eigene Musik notwendig. Wie dies zur Fragmentierung der Branche führt, lesen Sie in der aktuellen „musikmarkt“-Ausgabe. Die Zeitschrift sprach mit Charles Caldas von der Indie-Rechteagentur Merlin, Alison Wenham, Chair und Chief Executive der britischem Association of Independent Music, sowie mit Prof. Dr. Rolf Budde, CEO der Budde Musikverlage.

Mehr dazu lesen Sie auf http://www.musikmarkt.de/digitale-evolution

Good Sounds: MONIE LOVE, Monie In The Middle


Donnerstag, 26. Juni 2014

Wie war es bei Strindbergs EIN TRAUMSPIEL in den Kammerspielen/Schauspielhaus Frankfurt am Main?


AGNES (LISA STIEGLER)

August Strindberg, einer der Meister der Darstellung von Ehedramen (TOTENTANZ), der beißenden Seinskritik und der Hoffnungslosigkeit hat mit EIN TRAUMSPIEL 1901 ein kaum spielbares Stück kreiert, dass die Möglichkeiten der Bühnennutzung extrem ausreizt bzw. überschreitet. Ursprünglich sind über drei Dutzend Protagonisten unterwegs, herrscht die Kurzszenen- und Blitzlichttechnik, ganz nach dem Assoziationsprinzip der Träume. Manche Dinge sind daher nur schwer darstellbar. Die Zuschauer werden mit allerhand Erschreckendem konfrontiert. 

Christoph Preuss hat in Frankfurt am Main eine interessante und spielbare Variante geschaffen, indem er die Botschaft des Stückes in einem Lupenzoom kondensiert und fokussiert hat.

Ich besuchte die letzte Vorstellung in der Spielzeit 2014 am 23.06. und ich muss sagen, die Inszenierung hat mich überzeugt. Die Durchdringung des Stoffes und interpretatorische Leistung des Regisseurs hat es auch den fünf Schauspielern plus 1 Musiker ermöglicht, eine homogene Form zu spielen, auch wenn sie so nicht  im Original besteht. Die Absurdität des Geschehens ist typisch für die Traumwelt, allein das ist schon faszinierend in einem Fluss und Guss zu erleben. 

Nicht umsonst warnte die Dramaturgin Claudia Lowin bei ihrer Einführung davor, dass die Atmosphäre des Spiels bei einigen Leuten einschläfernd gewirkt hat, obwohl sie es nicht wollten. Und passend zur Absurdität des Geschehens bekam man auch gleich einen typisch absurden Theatereffekt in der permanenten Störung durch herumgeisternde Techniker bereits während der Einführung zu spüren. Es war nicht inszeniert. Die Tür zum Technikraum wurde mindestens zehnmal in 15 Minuten geöffnet und geschlossen :-), Kommen und Gehen. Harold Pinter, Ionescu oder andere hätten ihre Freude gehabt.

Preuss hat alles so angelegt, dass wir schon zu Beginn mit unserer Aufmerksamkeit durch Musik (es stehen 4 Klaviere und eine Orgel zur Verfügung) und transparenten Vorhang in Endlosschleifen in einen vorbewussten Zustand absanken, der die Aufnahme des Ganzen wesentlich erleichterte. Ich war zwar nicht betroffen, aber bei diesem hypnotisierenden Kunstgriff rutscht der ein oder andere schon leicht vom Stuhl oder sinkt sein Kopf auf die Seite ...  Wir kamen der Anziehung des Stücks entgegen.


Hauptort des Geschehens ist metaphorisch betrachtet das Dasein als eine Grotte, in der die Geplagten, der Mensch an sich, ihr Dasein mit den Füßen im Schlamm fristen müssen, während ... der Wasserspiegel steigt. Merken Sie, wo wir bei Strindberg eigentlich stehen? Mitten in der Welt des Samuel Beckett und all seinen Verehrern. Und das schon lange vor Beckett.

Die Wiederholung der Qual, der Ticks, der Wünsche, der Ängste, des Begehrens treibt uns durch das Leben, macht es zu einer Stätte des Leids. Es gibt sozusagen keine andere Kost, jede Woche derselbe Speiseplan... Wie im Knast oder im Lager. Wir folgen der Göttertochter Agnes, die der Vater Indra auf die Erde geschickt hat, um die Menschen zu besuchen, ihr Dasein zu erkunden. Sie - ein farbenprächtiger gut gelaunter Paradiesvogel, der uns an Inkafrauen erinnert -,  sehr überzeugend gespielt von Lisa Stiegler, erlebt dieses Dasein und empfindet es. Sie beschreibt und erzählt es, trifft Vertreter der gesellschaftlichen Schichten, was bei Strindberg etliche Figuren sind, hier nur der skurrile Advokat (Sascha Nathan), der Liebhaber Agnes' und Dichter (Nico Holonics), der verträumte Offizier, der hinter die verschlossenen Türen gelangen möchte und nie ankommt (Christoph Pütthoff), ein eigenbrödlerischer Musiker, der unentwegt sein Lied spielt (Kornelius Heidebrecht) und eine multifunktionale Frau (Franziska Junge für alle angedachten Frauenrollen). Ein sehr gutes und ansprechendes Team, das trotz der endlosen Textschleifen und extremen Schlamm- wie Blutzumutung am Ende alles hervorragend stemmt. 



Unser Leben im Morast -
FRANZISKA JUNGE unter Schlamm und Blut
Ob nun dieses Schlamm-auf-euer-Haupt und obendrein Blut-über-die-Frau in dieser Kneipp-Gardena-Mischung am Ende als Steigerung der Anfangsaussage von Agnes "Lehm an den Flügeln, Scheiße an den Füßen" und als Allegorie für die geplagte Frau und Menschin sein muss, würde ich verneinen. Muss Theaterblut fließen und Schlamm geworfen und geschmiert werden, um die Theatralik und Aussage zu erhöhen? Nur um des Schock Willens? Sehr gut dagegen die Traumwogen, dargestellt mit einer goldfarbenen Rettungsdecke, die Fortbewegung der Schauspieler in Zeitlupentempo wie ein Schweben, der erste Schluss und Schlussverbeugung lange vor Schluss um Kreisbewegung und Nichtlogik zu betonen. Hier auch die Blumenübergabe und Foto durch den Souffleur, Illusionsdurchbrechung mit einem Gag, denn Franziska Junge geht erst leer aus, dann kriegt sie ein Blümchen, Agnes dagegen zweimal mit Sträußchen beschenkt. 


Videoprojektion FRANZISKA JUNGE und
CHRISTOPH PÜTTHOFF
Traumatische Erlebnisse von wem auch immer, passend für viele, tauchen auf, der Gelddiebstahl, der ewig im Gewissen bohrt, die Braut, die nicht zur Hochzeit kommt, der ewig auf sie wartende ehemalige Dieb. Gibt es einen Zusammenhang? Lamenti und Klagen über Verbrechen, Morde, Missstände: "Wenn doch die Gottheit einmal hier herunterkäme". Das Leben im Hinterhaus wird mit dem Erstickungstod gleichgesetzt - und hier eine weitere außergewöhnliche Idee, die Schauspieler gleich anzuziehen, Tüten überziehen zu lassen, die zu Leinwänden einer Überkreuzprojektion werden. Es könnte jeder und jede sein, es gibt keinen individuellen Bezug mehr: Junge spricht auf Nathans Tüte, Pütthoff auf Stieglers. Wir hören Schimpfen, Klagen, Leiden, Sterben. Grimassen heben die Ernsthaftigkeit auf. 

Sozialkritisch und umstürzlerisch die Szene um den Strand der Schande, hervorragend umgesetzt mit engen schwarzen "Häuten". Hier gibt es kostenloses Baden für Arme nur, wenn sie sich ertränken. Misslingt es, wenigstens Prügel in der Polizeistation. Gegenübersteht die reiche Adels- und Kaufmannschicht. Der Morast, der die Erde kennzeichnet, noch einmal buchstäblich fühlbar über die Häupter geschmiert.

Ein Alptraum die aggressive Standpauke für einen regredierten promovierten Träumer, der sich in der Volksschule wähnt und sein Urtrauma der Fehlleistung sowie Alptraum der Verfolgung und Attackierung durch einen unangenehmen Pädagogen mit extremen Ängsten und Stottern erlebt. "Ich muss reifen!" 

Agnes will gehen, aber kann diese Erde nicht mehr verlassen, sie ist verurteilt zu bleiben.  Und damit wären wir wieder bei Beckett und z.B. "Warten auf Godot" oder "Endspiel", alles geht von vorne los. Das Immergleiche und die ewigen Wiederholungen in Text und Bild ...

Good Sounds: CSC, OLIVIER DAY SOUL, Who Are You


Kurzfilm: TOM FUGLE (Chopperbiker mit 72)


Tom Fugle from scott pommier

Good Sounds: C2C, Down The Road


Kurzfilm: 9 MINUTES


9 MINUTES from P.J. Wolff 

Good Sounds: OLLY MURS, Dance With Me Tonight


Oper für Ex-Playboy-Model wieder im Royal Opera House

(c) Cooper

Royal Opera House eröffnet Saison 2014/2015 mit Oper für Ex-Playboy-Model 

London, 20.06.2014 [Opernreiseführer]. Die Spielzeit 2014/2015 steht für alles, was das altehrwürdige englische Opernhaus am Covent Garden in Zukunft nicht sein will: 
elitär, unnahbar, eine geschlossene Gesellschaft. Gemäß dem Motto „Oper für jeden“ läutet das Royal Opera House am 13. September dann auch seine neue Saison ein und beweist mit Anna Nicole – einer Oper um das ehemalige amerikanische Glamour-Model Anna Nicole Smith – moderne wie überraschend frische Kante. Weitere Spielplan-Highlights sind Puccinis La Bohème mit Anna Netrebko und Piotr Beczala, Verdis I due Foscari mit Plácido Domingo und Francesco Meli sowie Monteverdis L'Orfeo
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Heiß geht es her, bei der Eröffnungs-Gala des Royal Opera House am 13. September 2014. Auf dem Programm steht die Oper Anna Nicole des 1960 in Essex geborenen Komponisten Mark-Anthony Turnage. Auf ergreifende Weise spürt er in seinem Werk dem Leben und Tod des amerikanischen Models Anna Nicole Smith nach. Eine Geschichte um Sex, Erfolge und Skandale und ein Stoff wie gemacht für die Bühne: roh, überraschend, modern. Nach der erfolgreichen Uraufführung 2011 ist Richard Jones Inszenierung erstmals wieder im Covent Garden zu erleben. Es dirigiert der Royal-Opera-Musikchef Antonio Pappano. Karten sind nur für Studenten erhältlich.

Antonio Pappano, der als Musikdirektor mittlerweile auf dreizehn Spielzeiten am Royal Opera House zurückblicken kann, wendet sich am 14. Oktober mit I due Foscari einem Frühwerk Giuseppe Verdis und seinem geliebten italienischen Repertoire zu. Star-Tenor Plácido Domingo wird in der ersten Neuproduktion der Saison die Bariton-Partie des Dogen Francesco Foscari übernehmen. Dieser ist hin- und hergerissen zwischen seinen beruflichen Pflichten und der Liebe zu seinem Sohn Jacopo (Francesco Meli), der des Mordes bezichtigt wird. In einem von Korruption und Betrug bestimmten Venedig muss der berüchtigte Rat der zehn über ihn richten. Die Regie übernimmt der Amerikaner Thaddeus Strassberger.

Weiter im italienischen Repertoire, oder besser zurück, geht es mit einem wahren Highlight der Opernliteratur. Michael Boyd, der ehemalige Direktor der Royal Shakespeare Company, inszeniert Monteverdis Meisterwerk L'Orfeo, welches1607 im Dogen-Palast von Mantua Premiere feierte. Seine „favola in musica“ um die schöne Euridice und den tapferen Orfeo löste dabei eine regelrechte Revolution aus. Niemals zuvor waren musikalische Kraft und menschliche Emotionen so spürbar wie in diesem Werk. Ab 13. Januar 2015 ist L'Orfeo im Roundhouse in Camden zu erleben mit Gyula Orendt (Orfeo) und Susanna Hurrell (Euridice). Am Pult steht Christian Curnyn.
John Copleys Inszenierung von Puccinis La bohème (die mit dem Schnee und wohl die bekannteste überhaupt) kommt ab 23. Mai 2015 ein letztes Mal auf die Bühne. Dabei gehört Copleys Inszenierung, die das Royal Opera House seit 1974 zu ihrem festen Repertoire zählt, keineswegs zum alten Eisen. Über 600 Mal wurde sie seitdem aufgeführt. Plácido Domingo und Katia Ricciarelli sangen erstmals Rodolfo und Mimi. Pavarotti und Carreras, Gheorghiu und Alagna, Kovalevska und Rolando Villazón sowie viele andere Spitzenstars folgten. In der kommenden Saison spazieren die russische Sopranistin Anna Netrebko (Mimi) und der polnische Tenor Piotr Beczala (Rodolfo) unter dem Dirigat von Dan Ettinger ein letztes Mal mit Regenschirmen durch das verschneite weihnachtliche Pariser Quartier Latin. Ein würdiger Abgang eines glanzvollen Klassikers!

Good Sounds: SELAH SUE, Crazy Vibes


Teatro La Fenice, Venedig, präsentiert Spielzeit 2014/2015

Ein Theater im Zeichen von Guiseppe Verdis Traviata 


© Fondazione Teatro la Fenice | Michele Crosera

Ob Biennale, Expo oder Karneval – das Opernhaus von Venedig ist für die kommende Saison musikalisch bestens vorbereitet. Von November 2014 bis Oktober 2015 stehen neun neue Opern-Produktionen und insgesamt 128 Vorstellungen auf dem Programm.

(Opernreiseführer) Eröffnet wird die Spielzeit am 22. November 2014 mit Giuseppe Verdis Simon Boccanegra, den er 1857 eigens für das Teatro La Fenice komponierte. Unter der Regie von Andrea De Rosa wird der packende familiäre Machtstrudel um den Dogen von Genua dabei in der Fassung von 1881 zu erleben sein. Die musikalische Leitung übernimmt Myung-Whun Chung, dem mit dem jungen italienischen Bariton Simone Piazzola in der Titelpartie eine handverlesene Vokalbesetzung zur Seite steht.

Zur Saison-Eröffnung gibt es in Venedig aber noch etwas zu feiern: Die Sanierung des Opernhauses, das vor 10 Jahren mit Guiseppe Verdis Traviata eingeweiht wurde – dem Symbol des Teatro La Fenice schlechthin. Denn hier erblickte die schönste aller Pariser Halbweltdamen 1853 zum ersten Mal das Licht der Welt und startete ihren triumphalen Siegeszug um den Erdball. Das kleine Jubiläum begeht das Teatro La Fenice wie vor 10 Jahren mit Robert Carsens spektakulärer Traviata-Inszenierung, die ab 23. November unter der Leitung von Diego Matheuz zu erleben ist. Die mächtigste und einsamste Stimme der Opernliteratur, die Partie der Violetta, übernimmt Francesca Dotto.

Weiter geht mit einem Werk, das ebenfalls für das Venezianische Opernhaus geschrieben wurde: Vincenzo Bellinis I Capuleti e i Montecchi. Die Oper basiert auf einer Adaption der wohl bekanntesten und tragischsten Liebesgeschichte überhaupt: Shakespeares Romeo und Julia. Unter der Regie von Arnaud Bernard entstand in Koproduktion mit der Arena di Verona eine Inszenierung, die ab 14. Januar im Gran Teatro Premiere feiert. Am Pult steht der israelische Shooting-Star Omer Meir Wellber, der während des Karnevals neben Donizettis L'elisir d'amore und dessen Don Pasquale ab 13. Februar nochmals Verdis herzzerreißender Geschichte der armen Traviata nachspürt – gemeinsam mit Irina Lungu (Violetta) und Francesco Demuro (Alfredo).

Zu seinem 300. Jubiläumsjahr erweist das Teatro La Fenice einem weiteren bedeutenden Komponisten die Ehre: Christoph Willibald Gluck, dem großen Opern-Reformer, der 1704 in Bayern geboren wurde. Am 20. März feiert seine Alceste unter Regie von Pier Luigi Pizzi Premiere. Nach schweren Prüfungen gelingt es dem tapferen Heracles schließlich, die verloren geglaubte Königin Alceste (Carmela Remigio) und ihren Mann Admetos (Stanislas de Barbeyrac) aus den Schatten der Unterwelt zu befreien. Das Orchester leitet Guillaume Tourniaire.

Die Saison beschließt das Teatro La Fenice im Oktober 2015 mit Mozarts Zauberflöte. Hier sind zwei auf der Suche: Papageno (Alex Esposito) will Papagena – Tamino (Antonio Poli) seine Pamina (Rosa Feola). Aber der Weg zur Liebe ist nicht einfach. Mit Mozarts Zauberoper setzt das Haus die erfolgreiche Da Ponte-Trilogie fort, in deren Rahmen seit 2010 bereits Don Giovanni, Le Nozze di Figaro und Così fan tutte zu erleben waren.

Good Sounds: JAMES MOODY, Hot House (Jazz)


Am 27.09.14 Morden für einen guten Zweck auf der Spree

Morden für einen guten Zweck

krimimobil veranstaltet Benefizveranstaltung auf der Spree

Zum 5-jährigen Jubiläum veranstaltet „krimimobil – Komödie zum Essen!“ gemeinsam mit der Reederei Riedel am 27.09.2014 eine Benefizvorstellung zugunsten des Kinderhospizes Sonnenhof Berlin.
Seit 5 Jahren zeigt das Berliner Tourneetheater „krimimobil – Komödie zum Essen!“ mörderische Dinner-Komödien in Hotels und Restaurants in Berlin und ganz Deutschland. Seitdem wurde über 200-mal geliebt, gelacht und gelyncht,  was das Zeug hält.
Für Theaterleiter Karsten Morschett ist die Benefizveranstaltung zugunsten des Kinderhospizes Sonnenhof Berlin eine Herzensangelegenheit, denn die Einrichtung bietet unheilbar kranken Kindern und deren Familien einen friedlichen Ort zum Leben und Abschied nehmen.

Zur Geburtstags-Benefizvorstellung präsentiert das professionelle Ensemble die Produktion „Mord im Kurhotel“, einschließlich 4-Gang-Menü an Bord der Reederei Riedel auf der Spree.
Vor den Augen der Kurgäste, die sich zum Dinner eingefunden haben, geschieht ein heimtückischer Mord. Dies ist die Chance für Willi Wamse, seine in der Volkshochschule erlernten Methoden zur Aufklärung von Kriminalfällen anzuwenden. Doch die Liste der Verdächtigen ist lang. Wird er es schaffen, den Täter zu entlarven?
Während der Fahrt über die Spree erwartet die Gäste ein mörderisches Vergnügen mit Musik, witzigen Dialogen und gewagten Kampfeinlagen. Die Zuschauer sitzen mitten im Geschehen und werden zum Mitmachen animiert. Ein abwechslungsreicher Abend ist garantiert. Mord inklusive ...

Termin: Sa, 27.09.2014 / Anlegestelle Fischerinsel / Zustieg 19.00Uhr / Abfahrt 19.30Uhr / Dauer ca. 3,5Std

Tickets an allen bekannten Vorverkaufsstellen und bei der Reederei Riedel oder unter der Tickethotline 030 47 99 74 59.
Preis: 68,00 € inkl. Schauspiel, Schifffahrt, Menü und Spende an das Kinderhospiz Sonnenhof Berlin in Höhe von 28,50€.

Good Sounds: JAMES MOODY, Take The A Train (Jazz)


Dieses Wochenende: Internationales Jazzfestival Bingen swingt

Internationales Jazzfestival Bingen swingt 

Von 27.06.2014 18:00 Uhr bis 29.06.2014 19:00 Uhr

Drei Tage, an denen auf acht Bühnen mehr als 30 Bands den Hochsommer begrüßen - mit allem, was der Jazz zu bieten hat!

Bingen swingt! – das Tor zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal als Hochburg des Jazz!

Bingen swingt heißt es zum 19. Mal, wenn sich vom 27.bis 29. Juni 2014 die Stadt am Zusammenfluss von Rhein und Nahe zur Hochburg des Jazz wandelt. Drei Tage, an denen auf acht Bühnen mehr als 30 Bands den Hochsommer begrüßen - mit allem, was der Jazz zu bieten hat! Mit Recht können die Macher der 19. Ausgabe ihres musikalischen Sommer-Highlights sagen: wir haben für jedermann was dabei!. Ob Tausendsassa Max Mutzke mit seiner Formation monoPunk oder „Zaubergeigerin“ Martina Eisenreich, ob Jazzästhet Emil Mangelsdorff, die temperamentvolle Barrelhouse Jazzband, Jazzlegende Benny Golson, Publikumsliebling Bill Ramsey oder Senkrechtstarter Klaus Heidenreich, Bingen swingt präsentiert Erfolgsgaranten und vielversprechende Neuentdeckungen.
Ohrenschmaus und Augenweide: Bingen lädt Jazzfans von Nah und Fern zu einem Fest der Sinne!

Bingen swingt gehört für die eingefleischten Jazzfans bereits fest zum sommerlichen Festival-Programm. Wenn am 27. Juni der Startschuss für die 19. Ausgabe des Festivals fällt, kommen Kenner und Liebhaber von Nah und Fern in die Stadt, um vor einzigartiger Kulisse die vielfältige Mischung der Jazzstile zu genießen. Zu Füßen der Burg Klopp, die selbst auch bespielt wird, erstreckt sich die Festivalmeile über die Altstadt bis zum „Kulturufer Bingen“ als eine Art „Naturbühne“ an der Ufer-Promenade. Das Besondere an Bingen swingt! ist die Begegnung. Während das Publikum sich flanierend aufmacht auch Unbekanntes zu entdecken, finden die Musiker sich in Jam-Sessions zusammen, um musikalisch ungewohnte Wege zu beschreiten.

Max Mutzke feat. monoPunk: eine delikate Melange aus Jazz, Soul und Pop!

Ganz besonders freuen sich die Macher von Bingen swingt über die Zusage von Platin-Jazz-Award Gewinner Max Mutzke. Dabei mengt Mutzke zusammen mit monoPunk eine gehörige Portion Soul und Pop in seine Lieder. Ob eigenes Material oder Cover-Songs, immer besticht Mutzkes besonderer Stimmklang und sein intensiver, sehr eigenwilliger Gesangsstil und wie auch die Live-CD des Schwarzwälders beweist, sind nicht die prominenten Jazzer wie Klaus Doldinger und Nils Landgren seines Studio-Albums von Nöten, um höchstes musikalisches Niveau zu erreichen. Mit monoPunk hat er eine elektrisierende und dynamische Begleitband gefunden, die dem Energiebündel Mutzke in nichts nachsteht.

Traditionell neben modern, Jazz neben Blues und Fusion, internationalen Stars neben regionalen Talenten – ein Erfolgsrezept, das aufgeht!

Wer das kulturelle Sommer-Highlight in Bingen besucht, kommt nicht nur, um die großen Stars zu sehen. Es sind die unterschiedlichsten musikalischen Ingredienzien, die Bingen swingt so besonders machen. Da entführt die Violinistin Martina Eisenreich in eine Welt musikalische Bilder, zwei Bühnen weiter huldigt der Star aus dem „Pott“ Jeff Cascaro dem Soul und parallel zeigt der instrumentale "Songwriter" und "Storyteller" Nils Wülker, welche Kraft Melodien haben können. Zwischendrin erklingt der groovige Sound der Hammond-B von Andy Kissenbeck und wieder weiter bringen temperamentvolle Salsa-Rhythmen von Orquesta Rumbón die Tanzbeine in Schwung. Kein Wunder also, dass drei Tage Bingen swingt einer Entdeckungsreise gleich kommt. Musikfreunde dürfen sich auf den Sommer freuen! Weitere Informationen unter:

http://www.bingen.de/de/4/bingenswingt_programm.html


Karten:
Freitag-/ Samstag-Ticke: 15 €
Sonntag-Ticket: 12 €
3-Tages-Ticket: 25 €

Erhältlich in der Tourist-Information Bingen (Rheinkai 21, 55411 Bingen, Tel: 06721 184206) und allen ReserVix-Vorverkaufsstellen sowie unter www.adticket.de.

Good Sounds: HANDSOME GHOST, Blood Stutter


Seit 20.06.2014 Die Schatzinsel - Bone Island auf der Open-Air-Bühne Grevesmühlen

www.festspielscout.de
Bildnachweis: Piraten Action-Open
Air-Theater Grevesmühlen
"Die Schatzinsel - Bone Island" feierte am 20.6.2014 Premiere!

Die Piraten feiern in dieser Saison ihr 10-jähriges Bestehen in Grevesmühlen. Mit einer hochkarätigen Besetzung startet das Piraten Action-Open Air-Theater Grevesmühlen in die 10. Episode.
Die Hauptfigur des Capt‘n Joshua Flint übernimmt wieder Benjamin Kernen. Der Schauspieler spielt damit zum vierten Mal die Rolle des berühmt-berüchtigten Piraten. Gleichzeitig wird er auch zum dritten Mal für die Regie verantwortlich sein. Gemeinsam mit ihm auf der Open Air Bühne wird in diesem Jahr die TV- und Kinoschauspielerin Katy Karrenbauer stehen. Nachdem sie in der Saison 2013 als Rosalie Ebersbach beim Elspe Festival den Wilden Westen unsicher gemacht hat, wird sie nun als Piratin C.C Roberts Capt‘n Flint mächtig einheizen.
Ein weiterer bekannter Darsteller, der in diesem Sommer in Grevesmühlen auf der Bühne stehen wird, ist Falk-Willy Wild. Bekannt ist er u. a. aus den Serien „Unser Charlie“, „Hallo Robbie“ und der ARD-Soap „Rote Rosen“. Darüber hinaus hat er einige TV-Movies gedreht. Im Stück wird er den Holländer Piet van Stuyvesant verkörpern.

Nach einem Jahr Pause kehrt auch Schauspieler Rocco Stark wieder zu den Piraten in der Karibik zurück. Er konnte zum zweiten Mal verpflichtet werden. Bestens bekannt aus dem Dschungelcamp von RTL sowie mehreren RTL-TV Formaten freut er sich wieder riesig auf den Sommer in Grevesmühlen. Anders als 2012 wird er nicht den verwegenen Piraten Jack Rackham verkörpern, sondern als spanischer Adliger Don Alonso Emeraldo Serano auf der Bühne in Grevesmühlen stehen.
Aber nicht nur diese vier Schauspieler werden in der Saison 2014 auf der Bühne in Grevesmühlen stehen. Zur Besetzung gehören auch wieder u. a. Dustin Semmelrogge, Claudia Gericke, Arne Nobel, Marc Zabinski, Bianca McNamara, Michael Heuel, Monic Thiele, Marc Clear, Ron Kochanski und die Stuntcrew um Mario Eichendorf.
Wie im Jahr 2011 gastieren auch im Jubiläumsjahr zwei „Bone Island Buccaneers“ aus Key West beim Piraten Action-Open Air-Theater Grevesmühlen. Aus dem langjährigen Kontakt zu den „Piraten“ aus Key West auf Bone Island, der südlichsten Insel der USA in Florida, ist eine feste Freundschaft und Partnerschaft entstanden. Und daher lassen es sich Nigel McAther und Christopher Jamse Aiello nicht nehmen, im Jubiläumsjahr genau in dem Stück mitzuwirken, das auf ihrer Heimatinsel „Bone Island“ oder auch Cayo Hueso genannt, spielt.

Für die musikalische Untermalung sorgt auch in der Saison 2014 Squeezebox-Teddy.

Fest steht schon jetzt, dass die Besucher ein abwechslungsreiches, spannendes Stück erwartet. Die Besetzung zumindest verspricht einiges. 10 Jahre Piraten Action-Open Air-Theater Grevesmühlen wird eine spannende Angelegenheit und jeder, der die Möglichkeit hat, sollte einen Besuch dort in diesem Sommer einplanen.

Piraten Action-Open Air-Theater Grevesmühlen
Spielzeit 2014 „Die Schatzinsel –Bone Island“
vom 20.06. - 06.09.2014 - Dienstag - Samstag um 19.30 Uhr und Sonntags um 16.00 Uhr.
Karten unter http://www.piratenopenairtheater.de oder Tickethotline: 03881 – 7566020.

Besetzungsliste 2014!
Capt’n Joshua Flint: Benjamin Kernen
C.C. Roberts: Katy Karrenbauer
Piet van Stuyvesant: Falk Willy-Wild
Don Alonso Serano: Rocco Stark
Israel Hands: Dustin Semmelrogge
Anne Boney: Claudia Gericke
Ben Gun: Arne Nobel
Häuptling Yaccahero: Marc Zabinski
Wirtin Swantje: Bianca McNamara
John Silver: Michael Heuel
Donna Fiona Serano: Monic Thiele
Don Badregal: Mario Eichendorf
Locco: Marc Clear
Scully: Ron Kochanski
Yucca: Lennox Subat

Inhalt:
Im Jahre des Herrn 2014 segelt Capt`n Flint in sein bis dahin größtes Abenteuer.
Sein Kurs führt ihn in die Straße von Florida. Auf New Providence nur knapp dem Tode entronnen, waren Flint und der Rest seiner Crew dem Schatzfieber verfallen.
Ein Jeder an Bord der „Walruß“ träumte von diesem unermesslichen Reichtum. Die Gedanken der Crew und ihres Capt`n eilten der Zeit weit voraus und verdrängten die drohende Gefahr vor und hinter dem Wind. Was sie auf Bone Island erwarten würde, wussten sie nicht.
Das Capt`n Roberts sie verfolgte und dazu unzählige Piratencrews anheuerte, ahnten sie nicht.
Und so lief die „Walruß“ im Jahre des Herrn 1693 in der Smanthers Bay auf Bone Island ein.
Wird die Knocheninsel für Flint zum ewigen Grab und erliegt er dem Fluch von Bone Island oder verlässt er die Insel als einer der reichsten Männer seiner Zeit.
Werden Capt`n Roberts und seine Piratenhorden der Gegner für Flint oder die allgegenwärtigen Spanier?
Fragen über Fragen.
Die Antwort wird die 10. Episode unter dem Titel „Die Schatzinsel – Bone Island“ im Piraten Open Air Theater Grevesmühlen geben.
Also seien Sie dabei!

Good Sounds: BOMBAY BICYCLE CLUB, Whenever, Wherever (Indie)


Mittwoch, 25. Juni 2014

Wie war es bei UPCOMING CHOREOGRAPHERS 2014 im Mainzer Staatstheater?

Jesus Pastor, David Leonidas Thiel, Marc Borras, Marco Blázquez,
Verónica Segovia Torres, Guillaume Hulot | Foto: Denislav Kanev

Diese Woche, am 24. und 26.06.2014, zeigt das Staatstheater Mainz zum letzten Mal unter der Leitung von Pascal Touzeau Produktionen der Tänzer, die die Seiten wechseln bzw. in einer Doppelrolle ihre eigenen Produktionen tanzen und zeigen.

Besucht habe ich die gestrige Dienstagabend-Vorstellung, die einen ordentlich beschenkte mit sieben Produktionen, die ganz unterschiedliche Wirkungen hinterlassen. Fast immer tänzerisch sehr anspruchsvoll wurden Befindlichkeiten, Zustände, Emotionen und Wirkungen thematisiert und in Bewegung umgesetzt. Sollte man die Kunst benoten wollen, würde ich ein "sehr wertvoll" an Marco Blázquez und SOUNEN, Guillaume Hulot und TUNING ANOTHER BEING, Marc Borras und INERTIA sowie an Jesus Pastor und seinen BOLERO vergeben. Anlass dazu wären die Komplexität der Handlung, die Choreografie, Musikauswahl und Kostüme/Bühnenbild/Licht. Die anderen drei Stücke FATALITY, MICROVOLUTION, NEMOW haben schon auch ein "wertvoll" verdient, sind aber für mich ein bisschen schwächer ...

In SOUNEN beginnt das Geschehen zur insistierenden, sich steígernden und elektronisch-metallischen Musik mit markanten Kurzschlusssounds von Richard Chartier mit dem Solotanz von Keiko Okawa, die wie ein Bogen gespannt sein kann. Überraschend gesellt sich eine zweite Person dazu, erst eine Frau (Mariya Bushujeva), dann ein Mann. Zwischen Keiko und dem Mann (Lewis Seiwwright) entwickelt sich ein Hin und Her zwischen zwei überdimensionalen Baumsträuchern, an denen Papiervögel oder dgl. wachsen. Sie pflückt sie und lässt sie fallen, er erledigt die Arbeit für sie und trägt die papiernen Gewächse in den anderen Strauch. Ob das nun die Gestaltwerdung ihres Wunsches darstellt ist schwer zu sagen, jedenfalls gewinnt sie einen Freund, bleibt aber zögerlich.

TUNING ANOTHER BEING ist ein ästhetischer tänzerischer Männerdialog zu Christian Grifas Titel "Accordature". Zur seriell anmutenden Pianomusik, die mal hohl seriell, mal in Tonwellen verläuft, versuchen die beiden Tänzer als Töne sich gegenseitig zu stimmen oder als Menschen ihren gemeinsamen Lebensweg auch emotional anzupassen. Die Suche nach Perfektion und Neugier nach Unbekanntem treiben Sie an. Markanter Farbpunkt die orangefarbenen Socken von Christian Bauch. Archaischer Ausdruck bei Marc Borras.

INERTIA von Marc Borras präsentiert Physik, Emotionen und ihre Beziehung zueinander bei Steve Reich-Musik: "Electric Counterpoint", 1. Satz. Hölzerne Würfel werden auf der Kante wie ein Kreisel gedreht oder durch die Gegend geschoben, oft mit immenser Anstrengung. Mariya Bushujeva und Zachary Chant drücken Aktion, Reaktion und Gravitation aus, gehen im fortlaufenden Geschehen zu einem feinen Pas de deux nach Antonio Vivaldis " Eja Mater" aus "Stabat Mater" über. Die Frau scheint eine Sekunde Siegerin in der Bewegung und Stärke zu sein, steht auf dem Rücken des Mannes und - fällt! Mit ihr Hunderte von Pingpongbälle wie ein Tränenwasserfall von der Decke.

In BOLERO von Jesus Pastor dann ein Lust- und Freudenfest unter der Leuchtreklame WILD THIE(L?)/THING (?) - eine Hommage an die Sinnlichkeit der Musik. Zu den Klängen von Maurice Ravels "Bolero", den Pastor liebt, verehrt, der ihm Glück, Genuss und Rausch darstellt, war nun alles möglich. Ein Aufgebot aus der (schwulen) Hardcoreszene mit BDSM-Neigung. Schergen, Schauspieler und Tänzer aus dem kaiserlich-römischen Lustkeller des Nero und Caligula, als schwuler Obermeister und Dominus Christian Bauch im Schurz. Dazu drei Musen, die untereinander sich vergnügen als auch kreative Begleitung der Knechte sein können.

In der "wertvoll"-Gruppe wie gesagt FATALITY von Verónica Segovia Torres, das sehr deutlich und realistisch auf Alltagsszenen eingeht. Der scheiternde Kampf um Arbeit einer mittlerweilen suizidären 28-Jährigen, der Umgang eines 35-jährigen Pflegers, der seinen Job wechseln möchte, mit einer kranken lebensunwilligen 65-Jährigen, ein 40-jähriger Manager, der vom Stress-Schlag betroffen umfällt, ein russisches Paar über 30, deren Beziehung von Gewalt und Anspannung geprägt ist. Thematisiert wurden die Folgen und Auswirkungen von Misshandlungen auf Menschen. In einem Video zum Abschluss das Leidzufügen, Demoralisierung, Wundenhaben, Blutfließen ... zu Musik von Arvo Pärt "Fratres".

In MICROVOLUTION von David Leonidas Thiel eine Blitzevolution vom Affen zum Zylinderträger um 1900, Baseballjacken-Rowdy der 50er zum Cyber-Robotdance. War hier eine exakte Bewegungsfolge der beiden Tänzer hintereinander zu krassem Licht und Cyberkostümeffekten deutlich, fehlte zu Beginn im Solotanz etwas Synchronizität zur Musik von Mr. Bill "Balance".

NEMOW von Guillaume Hulot hatte die Farben des alten Ägypten im Visier, die dann auf der Rückwand der Bühne am Ende zu sehen waren, sonst in den Kleiderfarben und Beleuchtungen. Das zarte Spiel der Tänzerinnen erschien mir nicht so kraftvoll und mit weiten und majestätischen Bewegungen ausgestattet wie viele andere Tanzszenen an diesem Abend. Auch Farben, das Rot der Pharaonentöchter oder was auch immer es bedeuten sollte, weiß, grün, wurden mir von der Bedeutung her nicht klar. Wenn die Zuschauer die Bedeutungen nicht kennen, können sie auch kaum den Sinn der Tanzsprache verstehen. Schön waren die Tänze trotzdem, auch die vielen gebauten Positionen und Bilder zu den Farben.


Good Sounds: DWNTWN, Heroine


Preisträger des 6. Internationalen Literaturpreises des Hauses der Kulturen der Welt 2014 stammt aus Haiti

Dany Laferrière    (c) Beauregard


Beate Thill (c) privat
Der Internationale Literaturpreis - Haus der Kulturen der Welt 2014 geht an den haitianischen, in Kanada lebenden Schriftsteller Dany Laferrière sowie an seine Übersetzerin aus dem Französischen Beate Thill für den Roman Das Rätsel der Rückkehr (L'énigme du retour). Verliehen wird der 6. Internationale Literaturpreis - Haus der Kulturen der Welt am Donnerstag, 3.7., im Rahmen der Langen Nacht der Shortlist, die ab 18 Uhr auf der Dachterrasse des HKW die nominierten Autoren und Übersetzer zusammen mit den Preisträgern feiert. Die Festrede hält die japanisch-deutschsprachige Wortkünstlerin Yoko Tawada, das Jurymitglied Hans Christoph Buch die Laudatio.

Der Internationale Literaturpreis - Haus der Kulturen der Welt ist mit 25.000 Euro für den Autor und 10.000 Euro für den Übersetzer dotiert und wird seit 2009 vom Haus der Kulturen der Welt und der Stiftung Elementarteilchen (Hamburg) verliehen.

Neben Dany Laferrière und Beate Thill waren nominiert: 
+ Zsófia Bán: Als nur die Tiere lebten (aus dem Ungarischen von Terézia Mora), 
+ Georgi Gospodinov: Physik der Schwermut (aus dem Bulgarischen von Alexander Sitzmann),
+ Mohsin Hamid: So wirst du stinkreich im boomenden Asien (aus dem Englischen von Eike Schönfeld), + Bernardo Kucinski: K. oder Die verschwundene Tochter (aus dem Portugiesischen von Sarita Brandt) und 
+  Madeleine Thien: Flüchtige Seelen (aus dem Englischen von Almuth Carstens)

Die Jury begründet ihre Wahl für Dany Laferrière: 

"Das Rätsel der Rückkehr ist Dany Laferrières persönlichstes und zugleich gelungenstes Buch: Ein unangestrengtes Selbstgespräch des frankophonen Autors ins Land seiner Geburt, auf den Spuren seines verstorbenen Vaters; ein poetischer Monolog wie ein Saxophon-Solo, beginnend im kanadischen Exil und endend im bitterarmen Haiti, eine literarische Identitätssuche, die den Leser auf selbstverständliche Weise in den Text miteinbezieht. Dany Laferrière, Träger des Prix Médicis und neuerdings Mitglied der Académie française, stellt sich hier in kongenialer Weise der Herausforderung von Aimé Césaires Manifest Cahier d'un retour au pays natal. Der Rhythmus des Originals im Wechsel von Lyrik, Prosa und essayistischer Reflexion wird treffend eingefangen in der einfühlsamen Übersetzung von Beate Thill."

Das Rätsel der Rückkehr, Verlag Das Wunderhorn 2013, aus dem Französischen von Beate Thill. Im Original: L'énigme du retour, Éditions Grasset & Fasquelle, Paris 2009/Les Éditions du Boréal, Montréal 2009

Zur Jury gehören in diesem Jahr die Literatur- und Kulturjournalisten, Übersetzer und Autoren:
Egon Ammann, Hans Christoph Buch, Leila Chammaa, Kersten Knipp, Sabine Peschel, Jörg Plath und Iris Radisch.

Der Autor:
Dany Laferrière, 1963 in Port-au-Prince, Haiti, geboren und vor 30 Jahren nach Montréal, Kanada, ausgewandert, gilt als einer der prägendsten Exilschriftstellers Haitis und als ein bedeutender Vertreter der karibischen Frankofonie. Sein erster Roman Comment faire l'amour avec un nègre sans se fatiguer erschien 1985. Laferrière erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter den Prix Médicis und ist seit 2013 als erster Schriftsteller aus Québec Mitglied der Académie française. Das Rätsel der Rückkehr ist sein erstes ins Deutsche übersetztes Buch.
Die Übersetzerin:
Beate Thill, 1952 geboren, studierte Anglistik und Geografie. Als literarische Übersetzerin aus dem Englischen und Französischen erarbeitet sie sich vor allem Literatur "aus dem Süden", also aus Afrika und der Karibik, und übersetzte Werke von u. a. Assia Djebar, Abdelwahab Meddeb und Tchicaya U Tam'si. Sie hat den Dichter und Kulturkritiker Édouard Glissant für den deutschen Buchmarkt entdeckt, seine Werke übersetzt sowie eine Anthologie seiner Gedichte herausgegeben.

Multimediales, Interviews und Livedokumentation der Preisverleihung & Langen Nacht der Shortlist: www.ilp-on-blog.de

Hörprobe der Kandidatin Madeleine Thien



In Kooperation mit dem Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke (VdÜ), der Kurt Wolff Stiftung (KWS), Litradio, dem MA-Studiengang "Literatur und Medienpraxis" an der Universität Duisburg-Essen, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels Landesverband Berlin-Brandenburg e. V. sowie der Deutschen Welle, der Zeitschrift BuchMarkt, den Zeitschriften Schweizer Monat und Literarischer Monat und dem Autoren- und Künstlernetzwerk Faust-Kultur.
Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft von Kanada in Berlin.
Das Haus der Kulturen der Welt wird durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie durch das Auswärtige Amt gefördert.

Good Sounds: COLDPLAY, Midnight


SV-Autor Bernd Pol liest beim 2. Poetenfest des Literarischen Vereins der Pfalz e.V.


Bernd Pol, der seine einzigartigen Liebesgedichte beim SV Verlag als E-Book mit dem Titel "Und alles bist immer auch du. Liebesgedichte in acht Zyklen, Teil I" veröffentlicht hat, nimmt beim 2. Poetenfest des Literarischen Vereins der Pfalz e.V. 2014 teil. Das Lesefest findet am Samstag, den 28.06.2014, von 14 bis 20 Uhr statt. Autoren und Musiker aus der Pfalz sowie Gäste werden in Annweiler-Queichhambach, Queichtalstraße 25, in der Kulturscheune von Helmut Seebach unter dem Motto "Orte der Worte" ihre Lyrik, Kurzprosa und Musikstücke vortragen.

Kulinarische Gesprächspausen gibt es zu jeder vollen Stunde, in denen man zwanglos hinzukommen oder sich verabschieden kann.
Im Wohnzimmer dürfen Fußballwütige die WM-Achtelfinale verfolgen.
Angemeldete Autoren und Ablauf:

14.15 Jürgen Schätzler, Landau: Prosa
14.30 Gabriele Brunsch, Kitzingen: Lyrik
14.45 Michaela Edin, Landau: Jugenderzählung
15.15 Pia Schwedelm, Landau: Prosa
15.30 Knut Busch, Neunkirchen: Lyrik und Pfälzer Mundart
15.45 Margit Kraus, Waldsee: Lyrik
16.15 Inge Wrobel, Pforzheim: Prosa
16.30 Renate und Klaus Demuth, Kaiserslautern: Mundartgedichte und Swingpiano
17.15 Albert H. Keil, Dirmstein: Mundartgedichte
17.30 Regina Pfanger, Herxheim: Prosa
17.45 Bernd Pol, Worms: Lyrik
18.15 Marina Maggio, Würzburg: Lyrik
18.30 Natascha Huber, Frankenthal: Liebeslyrik
18.45 Anana Nagorny, Heidelberg: Improvisationsgesang
19.15 n.n.
20.00 Eventl. Swing- und Bluesmusik

Die Gedichte stammen aus den letzten beiden Jahrzehnten Dichtkunst von Bernd Pol und wurden eigens für die beiden Bände überarbeitet und zusammengestellt. Leitendes Kriterium war, die Gedichte wie die Geschichte einer Liebe mit Höhen und Tiefen, Nähe und Ferne, Erfüllung und Enttäuschung lesbar zu machen. Die Fein- und Zwischenzustände des Schwebens zwischen Hoffen und Resignation finden im exklusiven Wort ihren Ausdruck. Bernd Pols Gedichte „Und alles bist immer auch du …“ erscheinen in zwei Bänden zu je vier Zyklen. Im vorliegenden Band geht es dem Autor zunächst um das Werben als einem wiederkehrenden Reigen im Aufeinanderzu und Voneinanderweg. Der zweite Zyklus thematisiert das Verweilen bei dem anderen, in seiner Welt, spürt sodann in den anderen hinein, ein sensitives Erleben auf energetischer Ebene, um dann die Vielfalt der Welt, die Tiefe im anderen zu erfahren. Was gleichzeitig eine Zäsur zum zweiten Teil der Gedichte setzt, der demnächst erscheinen wird.

Bernd Pol
Und alles bist immer auch du. Liebesgedichte in acht Zyklen, Teil I
Kusel 2014
Das E-Book mit ca. 2,7 MB hat etwa 88 S., kostet 10,99 € und ist mit 20 hochwertigen Fotografien (8 s/w, 12 farbige) von Hermann Gohl, Model eeA Elena, ausgestattet. Es ist im Verlagsshop des SV Verlags unter
http://sv-verlag-online-shop.webnode.com/products/und-alles-bist-immer-auch-du-liebesgedichte-in-acht-zyklen-teil-i-von-bernd-pol/
oder in allen wichtigen E-Book-Shops des deutschen Buchhandels zu beziehen.