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Dienstag, 18. Februar 2014

Serie: (7) Die wunderbaren Begebenheiten des Grafen Alethes von Lindenstein. Von Friedrich Baron de la Motte Fouqué



Siebentes Kapitel
Die Sterne glänzten bereits hoch am Himmel, und das geschäftige Treiben in Paris war fast gänzlich erstummt, als Alethes aus seiner Wohnung trat. Nur auf den Brücken, die er einsam, und tief in seinen Mantel gehüllt, überschritt, traf er noch Gestalten, die sich regten: Bettler ohne Obdach, im dumpfen Schlafe stöhnend, bisweilen durch seine Tritte zu halbbewußtem, unzufriednem Gemurmel erweckt. Er eilte, die Gärten am Ufer des Flusses zu erreichen, welche ihm Yolande bezeichnet hatte. Hier ging er unter den herrlichen Bäumen das Geräusch der leise wogenden Fluth entlängst, kühler, einsamer Nachthauch um seine Wangen. Wie geweiht durch irgend einen Zauberspruch kam er sich vor, der gemeinen Welt draußen entnommen, und in Yolandens Liebe zum göttlichern Leben verklärt. Die Sorgfalt, mit welcher er vorhin jedes beobachtende Auge zu erspähen und zu meiden gesucht hatte, verließ ihn, da er glaubte, unter höherm Schutze zu wandeln, wo ihn nichts Unwürdiges oder auch nur Störendes berühren könne. Um so mehr überrascht fand er sich, als Jemand aus einer nahen Hecke hervortrat, und ihn in französischer Sprache bat, einige Augenblicke zu verweilen. Er erkannte Gaston, und sagte zu ihm: wofern nicht eben eine sehr wichtige Stunde in unsrer gemeinsamen Angelegenheit schlägt, bitte ich Euch, mich gehn zu lassen.
Ich kann weder Ja noch Nein antworten, sagte Gaston. Die Sache betrifft unser großes Geschäft gar nicht, und Euch demungeachtet sehr genau.
Nun wenn's weiter nichts ist, rief Alethes, so wünsch' ich Euch eine gute Nacht, und laßt mich meines Weges ziehn. Morgen finden wir wohl die Gelegenheit zum Weitersprechen.
Nicht also, entgegnete Gaston. Es ist eine so dringende, und doch zugleich so delicate Botschaft, daß ich Euch durchaus bitten muß, länger zu verweilen.
Und hiermit begann er, sich in ein Gewirr von wunderlichen französischen Redensarten dermaßen zu verlieren, daß Alethes nicht wußte, woran er war, und ihn zuletzt nur bitten mußte, grade heraus zu sagen, was es gelten solle.
Es hieß hierauf, die Gräfin Yolande sey der Bewerbungen des Grafen Alethes nicht eben überdrüssig, aber doch satt, und weil er am heutigen Abend lebhaft in sie gedrungen sey, so lebhaft, daß es den Augen des ganzen Hofes sichtbar geworden, habe sie nicht anders gekonnt, als ihm einige freundliche Worte erwiedern; sie fürchte jedoch, er habe das misverstehen können, und vielleicht gar auf eine Zusammenkunft rechnen; deshalb stehe, ihrer Bitte zufolge, er, Gaston, jetzt hier, um ihn aus jedem möglichen Irrthumen zu reißen. – Diese Meinung schwamm übrigens in einem solchen Schwall von hübschen und nichtssagenden Worten, daß es unmöglich war, irgend eine Gelegenheit zum Streite daraus zu finden.
Alethes aber knirschte mit den Zähnen, und sprach: gute Nacht, Gaston, wir reden Morgen noch vielerlei. Heut' muß ich Jemanden anders um die Erklärung befragen.
Er schritt vorwärts, aber Gaston trat schnell in seinen Weg, und sagte ernstern Tones: umgekehrt werden wir einig. Heut' geht Ihr zu Haus, und Morgen befragt Ihr mich, oder wen Ihr sonsten wollt. Für diese Bahn bin ich nun einmal zum Platzhalter bestellt.
O Gaston! Gaston! Hüte Dich! rief Alethes. Du trittst Einem in seine Reise, desgleichen Du noch nicht kennst. Geh ruhig zu Bett. Deine französische Sitte gestattet Dir's noch, und was käme Dir und Andern für ein Heil davon, wenn Du Morgen hier blutig im Wege gefunden würdest? Gieb Dich drein, Gaston; und gute Nacht.
Du hast oftmals mein ritterliches Wesen an mir gelobt, entgegnete Gaston. Tadle nun auch nicht, was Dir früher gefiel. Hier steh' ich fest, und halte diesen Paß, und ich bitte Dich, bedenke was Du thust, und was die Welt auf jeden Fall zu Deiner Thorheit sagen muß.
Nichts, was der Rede werth ist, fiel Alethes ein, im Vergleich zu dem, was mir nun die Gräfin Yolande Heute noch durchaus sagen muß. Mein lieber Gaston, laßt Euch doch überreden, daß es Dinge giebt, von denen Ihr gar keine Ahnung habt, noch haben könnt; verspottet dergleichen mit Euerm besten Witz, aber glaubt nur, daß es in mir da ist, und daß all' Eure Gründe höchst ohnmächtig davon abgleiten.
Redet doch nicht so laut, sagte Gaston. Es sind Einige meiner Leute in der Nähe, die Euch hören könnten.
Was haben hier Eure Leute zu thun? rief Alethes.
Nun, mein Gott, entgegnete Gaston, man kann doch nicht zu Fuße halb Paris durchlaufen; mein Wagen wartet hinter den Hecken dort.
Ein schöner Ritter! sagte der erhitzte Alethes. Hat Kammerdiener und Kutscher und Gott weiß was noch! im Hinterhalte. Macht Platz, mein Junkerlein.
Ihr beleidigt mich, antwortete Gaston. Ohne Kampf laß ich ohnehin Niemanden für Heute dieser Straße ziehn. Wenn es Euch also beliebt –
Er legte die Hand an den Degen, und Alethes, schon lange von innerm, zurückgehaltnem Feuer glühend, fühlte sich erquickt durch diese Bewegung, wie ein in Sandwüsten Lechzender durch einen nahen Wasserfall. Im Augenblick waren Beider Klingen blos, sie fochten, und Gaston's Gewandtheit konnte nicht lange vor Alethes Wuth und Stärke bestehn. Der Jüngling fiel zusammen mit einem leisen Ach, das seines Gegners Herz wehmüthig durchschnitt, allen Groll plötzlich daraus vertreibend. In edler, ritterlicher Stellung lag der gefällte Kämpfer vor Alethes Füßen. Dieser neigte sich zu ihm herab – Todeskälte begegnete seiner tastenden Hand.
Er wagte nicht mehr, vorwärts zu gehn, denn der Leichnam hatte sich grade auf seinen Weg hingestreckt, so daß er beinah hätte über ihn hinschreiten müssen, um sich Yolandens Wohnung zu nähern. Mit dumpfer Stimme sagte er zu dem Gefallnen: Du Todter bewahrst nun den Paß unüberwindlicher, als Du es im Leben vermochtest. Innerlich erbebend wandte er sich um, und ging den Pfad zurück, den er gekommen war. Da blickten bereits viele Fackeln und Laternen unter den Baumgängen auf; Gaston's Bediente mußten wohl die Umwohnenden in Aufruhr gebracht haben; er hörte Jene bei dem Leichnam ihres Herrn jammern und heulen. Zwischen ihnen und den Suchenden fand er sich an eine nicht allzu hohe Mauer gedrängt. Er klomm hinüber, und stand in einem kleinen Garten, dessen zierliche Beschränktheit und sorgfältiger Anbau ihn durch den Contrast furchtbarlich an das wüste, gejagte Leben mahnte, dem er nun wohl entgegen gehn müsse. – Hier wäre der Mörder? scholl es aus dem kleinen Hause, mit einer von Abscheu zitternden Stimme. Darauf folgten Betheurungen, diese Wohnung sey von jeher ehrlich gewesen, und Verwünschungen desjenigen, der sie durch seine schändliche Flucht entweihe. Die Sprechenden kamen näher, und Alethes überstieg seitwärts den Gartenzaun, nebenbei in ein ähnliches kleines Besitzthum gelangend. Dorthinaus und durch andre solche stille Wohnstellen fort trieb ihn der Nachsuchenden Wuth, der Bewohner Entsetzen; er kam sich selbst vor, wie ein böser Geist, der, durch die Nacht umherziehend, Mordangst und Grausen über die schuldlosen Schläfer hinabschüttle.
Er schritt in diesem Gefühle dumpf und wild durch einige zusammengerankte Jasmingebüsche hin, da sagte Einer dicht bei ihm: hier fangen sie Euch gewiß. Kommt nur nach der andern Seite. Alethes stieß im Schrecken mit der Klinge nach dem Unbekannten, welcher ihm besonnen auswich, und sprach: wenn Ihr mich todt stecht, seyd Ihr ohne Rettung verloren. Sonst aber helfe ich Euch durch. Ich weiß Bescheid.
Alethes meinte die Stimme des Alten zu erkennen, den er an jenem Abende mit dem Edelknaben hatte sprechen hören, und fragte, ob er im Dienste der Gräfin Yolande sey?
Das thut hier nichts zur Sache, kam die Antwort zurück. Ihr werdet's früh genug merken, daß wir an Einem Wagen ziehn. Jetzt aber heißt es fortgeschritten, und still!
Der Alte schritt eilig aus einer kleinen Pforte, einen Fußpfad entlängst, Alethes ihm nach. Es ging an alten Kirchen hin, bisweilen durch verfallne Gebäude, dunkle Treppen hinauf und hinab, dann wieder wüste Plätze entlängst, über die der Nachtwind unfreundlich hinpfiff, dann wieder durch enge Gäßlein, in die sich das Sternenlicht nur verstohlen hineinwagte.
Man stand endlich an einem Thürlein, das sich in der Stadtmauer befand, und durch die Lampe des Wächters aus den kleinen Fensterscheiben einer Hütte nebenbei genugsam beleuchtet ward, um die schweren Eisenriegel wahrnehmen zu lassen, womit es verschlossen war. Der Alte nahm ein großes Messer aus dem Gürtel, und prüfte dessen Spitze mit dem Finger. –
Was soll das? fragte Alethes.
Es wird hier etwas Künste kosten mit dem Herauskommen, entgegnete der Alte, aber laßt mich nur machen, und mischt Euch in nichts.
Er klopfte an die kleine Hütte, aus der ein mürrisches Werda! scholl.
Wir sind solche, die heimlich aus der Stadt müssen, sagte der Alte; macht uns deswegen nur ohne Widerspruch auf.
Hoho! rief der von innen zurück, es weiß Niemand, welch ein Gang ihm bevorsteht. Ihr mögt wohl noch ganz wo anders hinkommen, als aus der Stadt, Ihr Gesindel. Fort hier, und haltet Euch ruhig, oder ich läute die Bürgerschaft aus der Nähe zusammen.
Mach auf! Für Geld! sagte der Alte. Aber sie hörten den schlaftrunknen Bewohner der Hütte schon wieder drinnen schnarchen.
Der Alte sprach in seinen Bart: hu, wie fahrlässig sich's auf dem Rande der allertiefsten Grube ruht! – Dann klopfte er wieder an, sprechend: habt Ihr's denn überhört oder verschlafen, daß wir im Namen des Königs kommen?
Was? Was? fuhr der Wächter empor. Davon habt Ihr mir nichts gesagt.
Seit einer ganzen Stunde, hohnlächelte der Alte. Aber Ihr spracht im Traum von lauter Gesindel, das hinaus wolle, und Euch nicht schlafen lasse.
Wenn ich nur jetzt nicht träume, sagte der Wächter, sich der Thüre nähernd. Seyd Ihr auch keine Gespenster? Könnt Ihr auch wohl den Namen unsres Heilandes aussprechen?
Ei, rief der Alte, wir könnten's wohl, aber wir wollen's nicht. Weißt Du wohl, daß dergleichen bei Hofe für bäurisch gehalten wird? Aber unsern Befehl vom Könige haben wir bei uns; den lies, und er soll Dir wohl besser auf die Beine helfen, als alle Heiligen in Paradiese zusammengenommen.
Der Wächter kam zweifelnd heraus, aber das Messer des Alten fuhr ihm in die Brust, daß seine Laterne im Fallen verlosch, und man sein Röcheln vom dunkeln Boden herauf vernahm. Gelassen suchte der Alte in des Sterbenden Tasche nach dem Thorschlüssel.
Scheusal! ächzte Alethes mehr, als er es sprechen konnte, während der Alte sich mit dem Schlüssel in der Hand aufrichtete, ihn in der Pforte umdrehte, und indem er sie öffnete, den kalten Nachtsturm hereinließ, welcher über Alethes Gesicht gewaltsam hinstrich, und auch den Sterbenden feindlich berührte, so, daß er davon lauter zu wimmern begann.
Du bist der Teufel! schrie Alethes auf seinen Führer ein, und ich will nichts mit Dir zu schaffen haben.
Ja, mein werther Herr Graf, entgegnete der Alte, das hätten wir Beide früher betrachten sollen, bevor wir in den Dienst der Gräfin Yolande traten. Nun gehört Ihr doch einmal so gut hinein als ich, und folglich auch in die Hölle.
Während er dies sprach, klappten ihm die Zähne vor dem eisigen Winde zusammen, weshalb Alethes im wilden Entsetzen aus der Pforte sprang, die der Alte hinter ihm zuschlug und fest verriegelte, ihm nachrufend: der junge Edelmann in Eurer Wohnung erhält in diesem Augenblick Nachricht von dem, was Euch begegnete. Erwartet ihn im Gebüsche links; dort bescheidet man ihn hin.
Mehr unbewußt als bewußt von diesen Worten vorwärts getrieben, ging Alethes nach der bezeichneten Stelle, und warf sich unter das dichteste Gezweig eines kleinen Laubholzes nieder.
Indem er nun so einsam in der stillen Nacht dalag, und vor dem tiefen Schweigen um ihn her die Gedanken und Erinnerungen in ihm recht ungestört emporsteigen konnten, empfand er mit furchtbar wachsender Beängstigung das Geschehene. Yolandens gaukelnder Trug, Gaston's Tod, der Mord des halbschlafenden Thorwärters bestürmte wechselnd sein Gemüth. Und die letzte That schien ihm die schrecklichste; es war ihm, als habe er sich durch dieses Unschuldigen Fall den argen Mächten unwiderruflich hingegeben. Daß Yolande höhnend mit ihm gespielt hatte, lag in der Art und Weise der Welt; mindestens fühlte er es für jetzt nicht anders. Gaston war gefallen, wie ein Ritter, aber des Thorwärters Blut, meuchlings vergossen, dringe, schien es ihm, unaufhaltsam in den dunkeln Boden ein, tief, tief zu dem Mittelpunkte der Erde hinab, und da, meinte er, müsse es anpochen bei den greulichen Mächten, – er war zuletzt über solche Gedanken aus Mattigkeit eingeschlafen. Da träumte ihn, der Thorwärter lache ihm hell in's Ohr, und sage: dummer Mensch, was ängstigst Du Dich? Sieh doch, ich bin ja frisch und gesund. Um fiel ich, um dem alten Narren und Dir was weiß zu machen. Ich sitze eben mit meiner Frau und meinen Kindern am Tisch und esse.
Gottlob! sagte der erwachende Alethes, er lebt also! – Aber die lichte, kleine Stube, in welche er träumend hineingesehn hatte, war fort. Grausig rauschten die Erlen um ihn her, und sah die finstre Nacht mit ihren Wolken drein. Es war, als flüsterten und winkten sie Alle herab: er ist doch todt, er ist doch todt, und Morgen heulen Frau und Kinder seinem Sarge nach.
Alethes richtete sich in die Höhe, schüttelte die vom Nachtfrost erkälteten Glieder, und dachte Herr zu werden über die trüben Gebilde seines Innern. Aber indem er sich, durch die kurze Ruhe in etwas gestärkt, der höhern und würdigern Bestimmung seines Lebens erinnern wollte, gedachte er, wie er durch Gaston's Tod den besten Genossen zu seinem gewagten Thun vernichtet habe, ja, wie dieses nun durch sein eignes unbesonnenes Treiben für immer zerstört sey. Mismuthig, sich selbst verwünschend, drängte er sein Antlitz in den feuchten Rasen zurück.
Nach einer Weile hörte er es vom Boden dumpf herauf dröhnen, wie Rossestritt; er fuhr in die Höhe; der Morgen säumte so eben mit seinem frühesten Roth die Spitzen der Berge, von dessen unsicherm Licht umfunkelt kam eine Jünglingsgestalt durch's Gebüsch, zwei Pferde am Zügel führend. Es war Berthold; er und Alethes erkannten einander wie im Schrecken, Berthold die furchtbare Begebenheit der vergangnen Nacht, Alethes seine eigne Erniedrigung sich in's Gemüth rufend.
Endlich sagte Berthold: nur schnell in den Sattel, mein edler Graf. Ihr wißt ja, Gaston war des Königs Liebling, und die lohnsüchtigen Franzosen sind hinter Euch her, wie der Tiger hinter seinen Fang.
Leb' denn wohl, Du getreuer Jüngling, sagte Alethes, und stieg auf's Pferd.
Wofür haltet Ihr mich! fiel Berthold ein. Ich kam nicht mit Euch her, um auf den albernen Hofbällen in meiner verspotteten Deutschheit zu figuriren. Die Gefahr ist da, und ich Euer Gefährt. Alethes war indeß zu Rosse gestiegen, und entgegnete, sich freundlich zu Berthold hinabneigend: o, warum zogst Du mit mir, Du edler Strahl? Zusammentreffen wolltest Du mit Deines Gleichen, in des Ruhmes heitrer Sonne leuchtend. Das ist mit mir vorbei. Ich stecke kein Panier des freudigen Tages mehr auf. Ueber mir, dunkelm Flüchtling, wehet der schwarze Schleier der Nacht. Geh' Berthold. Suche Dir daheim Dein Lieb, und führe ein frommes, demüthiges Leben. Der Dich emporheben sollte, ist selbst in die Grube gefallen, und man muß für andre getreue Wandrer ein Warnungszeichen an die Stelle setzen, wo er verschwand. Geh' Berthold; sey doch kein Kind. Einem besonnenen Geschäftsmann schickten Dich die Deinigen nach; Dein Leiter ist wahnwitzig, und hat um eines flimmernden Schneeflöckleins willen die sichernde Laterne zerschmissen. Willst Du mich nun vollends rasend machen, indem Du als meines verfehlten Lebens strafende Mahnung vor mir stehn bleibst? Ich könnte darüber ein tolles Unheil beginnen. Leb' wohl. Und ehrst Du noch mein letztes Gebot, so gehe nach Deutschland zurück, und sieh nicht, wohin ich reite.
Er sprengte in den Wald hinein, ohne daß Berthold es gewagt hätte, ihm zu folgen.

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