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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Sonntag, 15. Januar 2017

Literarisches Treiben in der Pfalz und Umgebung: Januar 2017

Am 18. Januar, 19 Uhr Verleihung der Carl-Zuckmayer-Medaille im Mainzer Staatstheater. 

Am Donnerstag, den 26. Januar um 20:00 Uhr lädt die Vorsitzende des Literarischen Vereins der Pfalz, Birgit Heid, zusammen mit dem Kulturzentrum Gleis 4, Frankenthal, zur 1. Lesebühne ein, die zukünftig von der Vorsitzenden geleitet und organisiert wird. Sie findet alle 2 Monate statt.
Pro Lesebühne werden sich zwei Autoren mit ihren Werken vorstellen und danach in Wohnzimmer-Atmosphäre mit dem Publikum über Ihr Schreiben und Wirken reden. Zur ersten Lesebühne ist Frau Heid mit eigenen Gedichten vertreten, eingeladen ist Michael Bauer aus Herxheim. Eintritt 5 €.



+ Am 25. Januar um 20 Uhr im Marstallcafé, Marstallhof 1 lesen Mitglieder der Literaturgruppen KAMINA Heidelberg, Echolot Heidelberg, Kettenhund Speyer und dem Brot&Kunst Verlag. Mit oben genannten Akteuren sind einige der aktivsten jungen Literaturgruppen aus Heidelberg und Umgebung vor Ort. In Heidelberg als Gast Birgit Heid.

Am 01. Februar um 19:30 Uhr lädt das Literaturhaus Darmstadt ein zur Abschlusslesung der Textwerkstatt unter der Leitung von Kurt Drawert. Alle Teilnehmer werden aus ihren aktuellen Büchern oder ihren neuesten Werken vorlesen, u.a. Dennis Mizioch (Echolot, Heidelberg) und Birgit Heid.

Am 16. Februar startet das Literaturfest „lesen.hören“ in Mannheim. Die Alte Feuerwache hat ein großartiges Programm mit Veranstaltungen bis einschließlich 04. März zusammen gestellt, das die Fahrt über die Brücke lohnt. Der Vorverkauf läuft bereits, weitere Informationen unter https://altefeuerwache.com/programm/lesen-hoeren-11/

+  Im März 2017 ist Birgit Heid als eine von 9 Finalist/inn/en beim Literarischen März in Darmstadt anlässlich des Wettbewerbs um den Leonce-und-Lena-Preis für junge deutsche Lyrik vertreten, den die Stadt Darmstadt ausschreibt.

+ Zum Valentinstag am 14.02.2017 erscheint, nach fast einem Jahr liebevoller Arbeit, der Gedichtband „Die Nacht trägt Flutsplitter aus Malachit“ von Birgit Heid und Marina Maggio.

+ Gerade frisch erschienen: „wellen branden“ der KAMINA Heidelberg-Dichterin Katharina Dück, erhältlich im Brot&Kunst Verlag.  

Sonntag, 1. Juli 2012

Buchbesprechung: JUGEND LERNT, ALTER ERNT - 100 JAHRE SCHULZEIT IN GODRAMSTEIN von Birgit Heid



Birgit Heid
JUGEND LERNT, ALTER ERNT
100 JAHRE SCHULZEIT IN GODRAMSTEIN

Herausgeber:

Freundes- und Förderkreis der Grundschule Godramstein, Godramsteiner Hauptstraße 94,
76829 Landau

Norderstedt 2012, 180 S., Broschur, 10 EUR
Zu beziehen bei der Autorin (birgit-heid@t-online.de)



Wenn uns etwas unser ganzes Leben beschäftigt - ob nun negativ oder positiv - dann ist es unsere Schulzeit. Wir haben früh Kontakt mit Personen, die uns Welt und Gesellschaft vermitteln wollen, Anstand und soziale Regeln und natürlich im besten Fall Wissen. Letzteres muss nicht immer so sein, wir denken an die seit vielen Jahren andauernde Bildungsmisere an den Hauptschulen, die durch eine Imageliftung auf Realschule plus und andere wohlklingende Bezeichnungen andernorts nicht besser wird. Es bleibt nach wie vor für 95 % der Hauptschul- und Realschulabgänger schwer, sich in einer Oberstufe Gymnasium oder sogar Fachoberschule einzufinden. Allerdings haben daran wirklich nicht nur die Lehrer Schuld.
    Viele unserer Mitbürger wurden zu Hause in ihrem Dorf oder Stadtteil erzogen und haben eine besondere Bindung an ihre Schule. Und je älter sie sind, desto klarer wird, dass die Überlastung an Schulen fast so alt ist wie der Bart des Propheten. Birgit Heid hat sich in ihrem Buch "Jugend lernt, Alter ernt" zur Aufgabe gesetzt, die Schule in Landau-Godramstein, dem Stadtteil bzw. eingemeindeten Dorf, in dem sie mit ihrer Familie lebt, anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Godramsteiner Schulhauses zu beleuchten. Dazu interviewte sie 17 ehemalige Schüler/-innen und 6 ehemalige Lehrer-/innen. Die derzeitige Schulleiterin schrieb das Nachwort. 1911 wurden öffentliche Anträge für eine 2. Lehrerstelle über die Regionalzeitung der Gegend, den "Rheinpfälzer", gestellt, um den Lehrer der Katholischen Schule zu entlasten. Denn der musste in der katholischen Schule allein 473 Schüler im Abteilungsunterricht von Klasse 1 bis 7 betreuen, während die protestantische Schule schon drei Stellen hatte. 1912 wurde dann das große gemeinsame Schulhaus gebaut, um das es hier geht.
    Der Rückblick auf das Schulwesen in Godramstein und insgesamt zeigt, dass seit 1500 Unterricht erteilt wurde, im 30-jährigen Krieg dagegen das Schulwesen für viele Jahrzehnte zum Erliegen kam. Erst 1720 wurden wieder eine Schule aufgemacht, und zwar eine protestantische und eine katholische. 100 Jahre später kam allgemein die Idee auf, Lehrer in einer Art Seminar auszubilden. Godramsteiner hatte zu dieser Zeit drei Lehrer und einen Schuldiener. Dies war die Zeit, in der für weitere 100 Jahre nach der Französischen Revolution von 1789 die französische Schulgesetzgebung gültig war: Lehrer mussten im franz. Wissembourg zugelassen werden. Birgit Heid hat eine Fülle von Details für die Bewohner der Region, aber auch für andere am Thema Schule im Gebiet der heutigen Südpfalz Interessierte zusammengetragen. Zeitzeugen des Jahrhunderts reflektieren ihre Erlebnisse in Verbindung mit der Schule und bewerten auch unverblümt die Schulzeit wie die Lehrer ...

Dienstag, 28. Mai 2013

Die beliebtesten Gedichte der Woche 12 / 2013

In dieser Woche ist Birgit Heid gleich zweimal vertreten, auf Platz 1 eine hochsensible und eher auf lustvolle Distanz bedachte Spielerei mit dem Liebsten. Den zweiten Platz kein Gedicht, sondern eine skurrile Geschichte von Walter Brusius. Und auf Platz drei wieder Birgit Heid mit sich schließenden Kreisen im Spiegel des Flieders. 

1   Fantasien zur Nacht: EROTISCHES von Birgit Heid

  Dichterhain: ELENOR RIGBY von Walter Brusius (mit Zeichnungen von Bernhard Kilchmann)

3   Dichterhain: STADT von Birgit Heid

Donnerstag, 27. Juni 2013

Das erwartet Sie beim 1. Poetenfest in der Kulturscheune Bachstelznest, Queichhambach

20 Autoren lesen beim 1. Pfälzer Poetenfest in der Kulturscheune - klein, aber fein im Pfälzer Wald


Im 30. Jubiläumsjahr des Bachstelz-Verlages laden Helmut Seebach (Bachstelz-Verlag, Mainz, der auch den ersten LITERAMAT, Literatur aus dem Automat, auf den Markt brachte) und die Lyrikerin Birgit Heid (Landau-Godramstein, Porträt siehe viereggtext) das Publikum am Samstag, 29. Juni, ab 14 Uhr in die "Kulturscheune im Bachstelznest" in 76855 Annweiler-Queichhambach, Queichtalstraße 25 ein.


Neben den Verköstigungsfreuden für den Gaumen und Magen werden Geist und Seele durch folgendes Leseprogramm ab 14 bis ca. 21 Uhr dem Wohlbefinden zugeführt - im Anschluss sorgt Musik von Blue Line Three (Otto - Bass, Harp, Voc.; Wolfgang - Guitar, Voc.; Jürgen - Drums, Voc.; Michael - Harp) für den Ausklang:
  • Das Programm:
    14.00 Begrüßung durch Helmut Seebach und Birgit Heid
    14.15 Reiner Kranz (Bad Schönborn): zärtliche Gedichte über Mensch und Natur
    14.30 Christiane Kluge (Bad Schönborn): Vermischte Gedichte
    14.45 Birgit Burkey (Ramstein): Alltags- und Liebeslyrik (ERKRANKT)
    15.00 Pause
    15.15 Monika Böss (Mörsfeld): Erzählung über die Idylle und ihr Ende (ERKRANKT. EINGESPRUNGEN ist zweimal Felicitas Göbel mit eigenen Gedichten/Haiku und Gedichten ihres Bruders Harald)
    15.45 Birgit Heid liest Dr. Rainer Kohlmayer (Lauterbourg): Schnakengedichte
    16.00 Pause
    16.15 Bernd Pol (Worms) und Kerstin Seidel (Hamburg): Gedichte über die Liebe
    16.45 Manfred Dechert (Ludwigshafen): Hintersinnige Mundartgespräche
    17.00 Pause
    17.15 Renate und Klaus Demuth (Kaiserslautern): Mundart und Hochdeutschgedichte (Renate Demuth) sowie Jazzstücke (Klaus Demuth)
    17.45 Inge Wrobel (Pforzheim): Satire über das Schreiben
    18.00 Pause
    18.15 Knut Busch (Neunkirchen/Saar): Aus Pfälzer Kolumnen
    18.30 Diana Ecker (Bad Dürkheim): Auszug aus einer Revolutionserzählung
    19.00 Pause
    19.15 Wolfgang Allinger (Herxheim): Gedichte mit Augenzwinkern
    19.30 Wolfgang Ohler (Zweibrücken): Lyrik zu irischem Bier und irischem Whiskey
    19.45 Peter Reuter (Kapellen): Kurzprosa und Kurzgedichte
    20.00 Pause
    20.15 Alex Geiger and poetryfriends (Landau): Poetry

    21.00 Bluesmusik von Blue Line Three

Sonntag, 23. Juni 2013

1. Pfälzer Poetenfest am 29.06.2013 in der Kulturscheune Queichhambach

Fotos: (c) Simplify Matters    Birgit Heid: (c) Stefan Vieregg


29.06.2013: Literaturfest in der "Kulturscheune im Bachstelznest" in Queichhambach


Endlich - ein Pfälzer Poetenfest! Gebürtige oder zugezogene pfälzische Autoren zeigen, was sie können 

20 Autoren lesen beim 1. Pfälzer Poetenfest in der Kulturscheune - klein, aber fein im Pfälzer Wald


Im 30. Jubiläumsjahr des Bachstelz-Verlages laden Helmut Seebach (Bachstelz-Verlag, Mainz, der auch den ersten LITERAMAT, Literatur aus dem Automat, auf den Markt brachte) und die Lyrikerin Birgit Heid (Landau-Godramstein, Porträt siehe viereggtext) das Publikum am Samstag, 29. Juni, ab 14 Uhr in die "Kulturscheune im Bachstelznest" in Annweiler-Queichhambach ein.
Damit der Leseablauf nicht zu sehr gestört wird, sollten alle Gäste die 15-Minuten-Takte der Vorträge von Lyrik und Kurzprosa nutzen. Außerdem die Pausen zu jeder vollen Stunde, die weiteres zwangloses Kommen und Gehen erlauben. Ein Büchertisch steht bereit. Bachstelz-Bücher werden zum Jubiläumspreis verkauft.

Mit dabei sind unter anderem Uwe Kraus (Kaiserslautern) mit apokalyptischen Gedichten, Dr. Rainer Kohlmayer (Lauterbourg) mit Kabarettstücken und Manfred Dechert (Ludwigshafen) mit hintersinnigen Mundartgesprächen. Knut Busch (Neunkirchen/Saar) liest Pfälzer Kolumnen und Dr. Wolfgang Ohler (Zweibrücken) trägt Lyrik zu irischem Bier und irischem Whiskey vor. 

Zu hören sind neben Birgit Heid, auch Birgit Burkey und Kerstin Seidel, die in meinem Blog schon veröffentlichten.

In der Kulturscheune sind außerdem abstrakte Gemälde der Ramberger Künstlerin Vera Bauer ausgestellt und erhältlich.  

Montag, 23. Juni 2014

Am 28.06.14 in der lauschigen Kulturscheune Queichhambach: 2. Poetenfest des Literarischen Vereins der Pfalz 2014


"2. Poetenfest des Literarischen Vereins der Pfalz 2014"

Samstag, den 28.06.2014, von 14 bis 20 Uhr 
statt. 

Autoren und Musiker aus der Pfalz sowie Gäste 
präsentieren in der 
Kulturscheune Annweiler-Queichhambach,
Queichtalstraße 25 

Kulturscheune von Helmut Seebach

unter dem Motto "Orte der Worte" ihre Lyrik, Kurzprosa und Musikstücke.

Kulinarische Gesprächspausen gibt es zu jeder vollen Stunde, in denen man zwanglos hinzukommen oder sich verabschieden kann.

Im Wohnzimmer kann das WM-Achtelfinale verfolgt werden.

Angemeldete Autoren und Ablauf:

14.15 Jürgen Schätzler, Landau: Prosa
14.30 Gabriele Brunsch, Kitzingen: Lyrik
14.45 Michaela Edin, Landau: Jugenderzählung
15.15 Pia Schwedelm, Landau: Prosa
15.30 Knut Busch, Neunkirchen: Lyrik und Pfälzer Mundart
15.45 Margit Kraus, Waldsee: Lyrik
16.15 Inge Wrobel, Pforzheim: Prosa
16.30 Renate und Klaus Demuth, Kaiserslautern: Mundartgedichte und Swingpiano
17.15 Albert H. Keil, Dirmstein: Mundartgedichte
17.30 Regina Pfanger, Herxheim: Prosa
17.45 Bernd Pol, Worms: Lyrik
18.15 Marina Maggio, Würzburg: Lyrik
18.30 Natascha Huber, Frankenthal: Liebeslyrik

18.45 Anana Nagorny, Heidelberg: Improvisationsgesang
19.15 n.n.
20.00 Evtl. Swing- und Bluesmusik

Abgleich und vakante Lesezeiten: 


https://www.facebook.com/messages/birgit.heid
Veranstaltungsblog:
https://www.facebook.com/events/191220007753728/?fref=ts

Sonntag, 23. Februar 2014

Letzten Freitagabend in Landau/Pfalz: "Ein Leben für den Frieden", Literarischer Verein der Pfalz e.V.


Freitagabend war in Landau/Pfalz ein Abend zu Ehren von Bertha von Suttner, anlässlich ihres Todesjahres und anlässlich des Beginns des Ersten Weltkrieges, den sie im Grunde immer bekämpft hatte. Eingeladen hatte die neue Sektionsvorsitzende des Literarischen Vereins der Pfalz e.V. in Landau, Birgit Heid, auch zweite Vorsitzende des Gesamtvereins. Der Abend stand unter dem Motto "Ein Leben für den Frieden" und brachte Antikriegsthemen und -darstellungen in Hülle und Fülle.

Auf dem Programm standen eine szenische und informative Darbietung zum Leben der Bertha von Suttner, vorgetragen von Birgit Heid,  friedensbewegte Texte von den Poetry Slammern des Otto-Hahn-Gymnasiums, Landau, Gedichte von Natascha Huber aus Frankenthal, die an diesem Abend ihr Lesedebüt gab, sowie einen Lesedebüt-Text von Jürgen Schätzler, Autor aus Landau, über Stalingrad. Umrahmt von dem engagierten und routinierten Liedermacher-Duo Hoffmann-Hammer. Die Moderation erledigte auch Birgit Heid. 

In dezidierter und klarer Vortragsweise sangen und spielten Hoffmann-Hammer Liedermachersongs und Politevergreens wie "Die Moorsoldaten" (von Häftlingen des KZ Börgermoor), "Die Gedanken sind frei", "Lasst uns an Frieden glauben" und "Irgendwo auf der Welt..." 
Zwischen diesen  schwerwiegenden Texen zu feinen Melodien drei Schülerinnen mit Textauszügen aus dem Suttner-Roman: "Die Waffen nieder", dann drei Schüler, wobei von allen Ashvin Shivashanka, der Kursleiter Poetry Slam am Otto-Hahn-Gymnasium, die besten Beiträge sowie gekonnte Vortragsweise lieferte, an diesem Abend sogar mit doppelter Lesung, da er auch seinen Kollegen vertrat. 
Natascha Huber im Tattoo-Gesamtkunstwerkstil mit feschen Dirndl, die niederbayrische Herkunft nicht verleugnend, überzeugte sehr mit eigenen Dichtungen zu Bertha von Suttner, die Abneigung Suttners gegen den Krieg in ganz neue und andere Zusammenhänge gießend. Hier, wo "Wimpern zucken wie frischgeschliffene Schwerter" und "Geschosse über deine Wange fielen, wie meine Tränen", tat sich ein sehr kreativer Umgang mit dem Ursprungstext und eine mehr als passende Antikriegslyrik, getragen durch starke eigene Bilder und Worte, auf. Handgemachte, einfach zusammengebundene DIN-A6-Blätter und -Buchdeckel beherbergen erstaunliche Lyrik voller Ausdruck. Zu beziehen bei der Autorin, siehe Facebook.
Jürgen Schätzler las einen Text über die fürchterlichen Erlebnisse deutscher Soldaten im zweiten Weltkrieg in Russland, die von der Nazipeitsche getrieben sicher nicht minder leidend als die Gegnerseite - Hitler selbst hatte im Größenwahn den Untergang der 6. Armee zu verantworten, als noch kleinstes Verbrechen all seiner Schandtaten - in den Abgrund Stalingrad getrieben wurden.

Montag, 2. Juli 2012

Dichterhain aktuell: TANZEN IM WIDERSCHEIN von Birgit Heid

Leider nicht am Han-Shan-Workshop in Bingen am Rhein teilnehmen konnte Birgit Heid, eine produktive, ambitionierte, fähige Lyrikerin und Newcomerin mit einigen selbstverlegten Titeln bei Amazon. Sie reichte aus dem Urlaub folgendes Gedicht nach:

Schaukelnden Windes liegen wir
Vor dem Himmel thronen Gräser
Unser Sommernest gefunden
Nur die Gegenwart berührt uns
Eine Spinne knüpft ihr Luftschloss
Zwischen unsere Wortbilder
Leuchtspuren ziehen übers Dach
Lass uns tanzen im Widerschein.

(8) Birgit Heid, 01.07.2012, anlässlich des Han-Shan-Workshops von Rüdiger Heins am 30.06.2012 im Haiku-Garten des Kulturufers in Bingen am Rhein 

Montag, 30. Juli 2012

Newcomer des Monats: AN JEDEM TAG EIN HAIKU von Birgit Heid


Birgit Heid
An jedem Tag ein Haiku.
Kleine Atempausen
Norderstedt 2011, 132 Seiten, broschiert,
8,90 €, Books on Demand
ISBN-10: 3842373317
ISBN-13: 978-3842373310

Haiku sind eine beliebte Form des traditionellen japanischen Kurzgedichtes. Sie stellen ein Naturdetail unter jahreszeitlicher Betrachtung in den Mittelpunkt und knüpfen eine Reihe von weiteren Ideen daran. Man kann mit Haiku innehalten und abschalten, nachdenken und sinnieren. Sie stellen die kürzeste Literaturform überhaupt dar. Haiku möchten den Leser/die Leserin kontemplativ berühren. Birgit Heids 366 Haiku für jeden Tag sind in ihrer südpfälzischen Heimat, darüber hinaus im Hochschwarzwald und im Chiemgau entstanden.


Birgit Heids Gedichte gefallen durch eine geschliffene Ausdrucksweise, meisterhaften Gebrauch von dichterischen Metaphern und Assoziationen. Ihre Dreizeiler haben die Kraft, anhaltende und beeindruckende Assoziationen hervorzurufen. Die formulierten Welten strahlen einen hohen Reiz aus und setzen starke Impulse für die Fantasie.

3. Juli

Teichrosenköpfe
vor üppiger Entfaltung:
Hälse hoch gereckt.

4.Juli

Einfache Esche
am See, gabelstämmig, licht:
Die Ruhe wohnt hier.

5. Juli

Altes Ruderboot,
die Angeln sind schon locker,
schwer umzudrehen.

1. September

Der Feuerdorn hängt 
schwer und voll; eine Amsel
flüchtet wie ein Dieb 

Samstag, 29. Juni 2013

Ab 14 Uhr für Literaturfreunde und solche, die es werden wollen: Poetenfest unterm Trifels

20 Autoren lesen beim 1. Pfälzer Poetenfest in der Kulturscheune Annweiler-Queichhambach


Helmut Seebach (Bachstelz-Verlag, Mainz) und die Lyrikerin Birgit Heid (Landau-Godramstein, Porträt siehe viereggtext) laden das Publikum am Samstag, 29. Juni, ab 14 Uhr in die "Kulturscheune im Bachstelznest" in 76855 Annweiler-Queichhambach, Queichtalstraße 25 ein.


Neben den Verköstigungsfreuden für den Gaumen und Magen werden Geist und Seele durch folgendes Leseprogramm ab 14 bis ca. 21 Uhr dem Wohlbefinden zugeführt - im Anschluss sorgt Musik von Blue Line Three (Otto - Bass, Harp, Voc.; Wolfgang - Guitar, Voc.; Jürgen - Drums, Voc.; Michael - Harp) für den Ausklang.
Zu hören sind neben der virtuosen Birgit Heid, auch die ebenso starke Kerstin Seidel und neu Felicitas Göbel, die in meinem Blog schon veröffentlichten. Birgit Burkey kann leider nicht wegen Erkrankung auftreten, wir wünschen ihr gute Besserung!

Montag, 21. Januar 2019

Pfalzbibliothek Kaiserslautern: Die neue "Chaussee" mit Helga Schneider, Birgit Heid und Andreas Fillibeck




Die neue Ausgabe der pfälzischen Literatur- und Kulturzeitschrift „Chaussee“ beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Thema „Heimat“. Sie wird mit drei Autoren des Heftes am Samstag, 2. Februar, um 11 Uhr in der Pfalzbibliothek in Kaiserslautern, Bismarckstraße 17, vorgestellt (Eintritt frei, Parkmöglichkeiten im Hof). Zunächst liest Birgit Heid aus Landau, Vorsitzende des literarischen Vereins der Pfalz, ihr Gedicht „Heimatbesuch“ und weitere Beiträge; sodann trägt der Kaiserslauterer Satiriker, Buchautor und Journalist Andreas Fillibeck seinen Text „Der Heimatautomat“ vor. Schließlich präsentiert die Kaiserslauterer Mundartautorin Helga Schneider ihr Gedicht „Dehääm“ und ihren Text „Wie e Glasklicker in de Großmamme ihrm Bundkuche“. Die Begrüßung übernimmt Institutsdirektorin Dr. Sabine Klapp. Regina Reiser, Pressesprecherin des Bezirksverbands Pfalz und langjährige Redakteurin der „Chaussee“, wird die Zeitschrift näher erläutern, die vom Bezirksverband Pfalz seit gut 15 Jahren herausgegeben wird.


Donnerstag, 3. September 2015

Einladung in die Landesgartenschau Landau i.d.Pfalz Dichterlesung mit Birgit Heid

Heute liest Birgit Heid um 14, 15 und 16 Uhr auf der Landesgartenschau, Bachtheater, aus ihren Kürzestgeschichten über die Südpfalz. Herzliche Einladung!

Samstag, 5. Juli 2014

Wie war es beim 2. Poetenfest des Literarischen Vereins der Pfalz in Annweiler, Queichhambach

Einzelaufnahmen der Teilnehmer im Facebook-Album 

Am 28. Juni trotzte Birgit Heid, 2. Vorsitzende gesamt und Sektionsvorsitzende
des Literarischen Vereins der Pfalz dem Fußball-WM-Spiel um 18 Uhr und lud zum 2. Poetenfest in die Kulturscheune "Bachstelznest" von Helmut Seebach ein. Fußball gab es aber dennoch nebenan. Keiner war sonderlich interessiert. In dieser urigen, ländlichen und dörflichen Hof- und Scheunenatmosphäre trifft es sich famos, gerade für Gruppen, die auf Dauer die 30 Besucher nicht überschreiten. Wie letztes Jahr hat Birgit Heid ein schönes Programm zusammengestellt, viele Autoren aktiviert und eine bunte Palette an regionaler Mundart- und anderer Literatur kreiert.

Den Anfang des Lesemarathons von etwa 5 Stunden machte Jürgen Schätzler aus Landau i.d. Pfalz mit einem Prosatext über Knokke in Belgien. Allerlei Versuche den Besuch bei Conny zu Hause, die häusliche Nähe und ggf. ihre Forderungen zu umgehen. Knokke reist durch Belgien, kommt nach Amsterdam, besucht ein Spielcasino und sieht dafür die Grachten.
Dr. Klaus Haag, Speyer, Philologe, Übersetzer, Lektor und Autor, 1. Vorsitzende des Literarischen Vereins der Pfalz e.V., machte uns mit einem kleinen Teil seiner Schaffens, hier quasi experimentelle Literatur vertraut. Er schrieb vor Jahren eineinhalbseitige Kurzromane ohne Punkte, die er sehr gern in einer Leseperformance bzw. einem Live Act mit Mundart- bzw. Dialektausrichtung vorträgt. Wir hörten den Text auf Österreichisch und Sächsisch, andere Dialekte bzw. Regionenwechsel wären auf Zuruf möglich gewesen! Ferner fiel eine Mundartstelze auf, eine pfälzische Schimpfkanonade, die viele bekannten Register der Artikualtionsbereitschaft der Pfälzer zumindest beim Schimpfen zog.
Michaela Edin aus Landau i.d. Pfalz las aus ihrem Jugendbuch „Brainwatch“ vor. Es spielt alles in einer Werbeagentur, die sie als Guckkasten-Modell im Schaukasten dabei hatte. Der Trust-Me-Konzern arbeitet, perfide wie er ist, an einer perfekten RFID-Variante und Überwachung der Konsumenten.
Pia Schwedelm aus Landau i.d. Pfalz stellte Prosatexte vor. Ganz Biologin wird bei ihr gekreuzt und gezüchtet. Es ist ihr eine anarchistische Freude, wenn Schach-Maiglöckchen in strengen Vorgärten entstehen, Arten und Gattungen überwunden werden, rotblättrige Gewächse auf weißen Vorgartensteinen gedeihen. In "Weltkrieg aus Zufällen" erzählt sie die Geschichte der erst möglich werdenden Ermordung des kaiserlichen Erzherzog Franz Ferdinand und seiner Gattin Sophie: die erste Bombe abgewehrt, die Route verlegt, und schon fährt der Wagen am Attentäter vorm Café vorbei. Passiert!
Knut Busch aus Neunkirchen / Saar dichtet "zweisprochisch", pfälzisch und hochdeutsch. Realistisch der "Liebesbrief" an eine alte Schulliebe, viele Jahre später, wo es doch schon bei der Anrede scheitert. Mei Mädsche, ja zu burschikos, Geliebte komplett überverwendet, die Klischees und Kitsch springen einem entgegen ... also macht er es doch so wie damals und weist darauf hin, dass ein Briefsche überm Heizkörper auf sie wartet. Im "Friedensblues" denkt er an die die 60er und 70er zurück, die so erlebnisvoll und engagiert waren. Zu Donovan, Lennon, Denver und anderen die Friedensbewegung, die Demonstrationen gegen den Rüstungswahnsinn. Und heute? Keiner sagt mehr was ... Alle machen sie mit. 
Margit Kraus aus Waldsee bot uns Prosa an. Sie drehte sich um die Lesereise, das Lesen und den Lesenden, Leselust und Lesehaltung. Die paradoxe Sensation, dass Buchstaben aufgenommen werden und wieder losgelassen, dabei einen Sinn hinterlassen, fasziniert sie. Und wenn alles so weitergeht wird aus dem Homo sapiens ein Homo legens ...
Inge Wrobel aus Pforzheim las Gedichte und Prosa. Mit dabei ein Neunchen, ein Gedicht über Göttingen, eine Hommage an ihren Vater und zwei sehr perspektivische Gedichte zum Thema Herzinfarkt, einmal aus der Sicht der Frau, einmal aus der Sicht des Mannes.
Renate und Klaus Demuth trugen wieder Mundartgedichte und Pianomusik vor. Renate D. ist die Autorin und bietet pfälzische Gedichte, wobei sie das sprachhistorisch betrachtet und von Rheinfränkisch spricht. Zehn absolut witzige Haiku über das Thema "Hochzich" darunter. Dazu Jazzmusik ihres Mannes u.a. von Thelonious Monk, Miles Davis und Chris Norton.
Bei Albert H. Keil, Mundartdichter aus Dirmstein, wird Maximilian Häder durch eine Zeitungsente des Stifts in der Redaktion zu einem berühmten Mann. Der Redakteur derweil für verrückt erklärt, weil er den Fehler immerzu richtigstellen will, aber am Ende bekommt er sogar den Journalistenpreis "Max Häder" verliehen, was ihn völlig sprachlos macht.
Regina Pfanger aus Herxheim las einen Romanauszug aus „Fast eine Liebesgeschichte“ vor. Alles dreht sich um Hedwig Mieth, die Pfarrhaushälterin. Alles andere muss der interessierte Leser selbst nachlesen ...
Marina Maggio aus Würzburg trug zum ersten Mal in größerem Rahmen Lyrik vor, die sehr schöne Metaphern und Bilder fand. Ihre Selbstsicht: "ein schwarzer Fleck auf Asphalt". Große Bescheidenheit, die Problematik, farbig zu sein klingt da mit, Angst, nicht erkennbar zu sein. "Leidend unter Pergamenthaut" eine gelungene Beschreibung für sensibel, aber schon härter im Nehmen, wie auch "weg vom Geist" für Alter und Demenz, ihrem täglich Brot in der Altenheimpflege, stehen. Weitere auffällige Beschreibungen: "Etruskerfeld im Krieg", "Gedächtnis wie ein Galeerenschiff auf Grund gegangen".
Natascha Huber aus Frankenthal, auf dem Weg zur Sektionsvorsitzenden in Ludwigshafen am Rhein, ist allen schon lange bekannt, ihr Hauptthema sind Herzensangelegenheiten, die Liebe in allen Varianten. Und sie trug davon etliche sehr schöne und bestens gelungene Gedichte vor.
Bernd George aus Landau, blickt auf 25 Jahre Auslandserfahrung zurück, so Südamerika (Brasilien, Chile) und Türkei. Er präsentierte sehr überzeugend eine brasilianische Verführung: "Musik des Lebens", die "Capoeira", das ist eine brasilianische Kampf-Tanz-Sportart ähnlich wie Tai Chi, zum Thema hatte. Ein erotisch-archaischer Tanz zwischen Frau und Mann, in dem sie den Mann bestimmt, lockt und verführt, als ein großer Unterschied zu unserem Verhalten, wo das im Grunde verpönt ist. Bernd G. las auch noch Gedichte (99 Cent) vor.
Letzte Autorin an diesem Tag war Gabriele Brunsch aus Kitzingen, Intendantin und Betreiberin des Papiertheaters Kitzingen. Sie stellte die Lyrik „Lebensstationen“ vor. Das Thema Ehebruch einmal 1981, voller Inbrunst, Verlockung und Begehrlichkeit, und 22 Jahre später nur noch ein schwaches Feuer, resigniert und abgeklärt, statt Blumen Unkraut im Haar. Weitere meisterhafte Liebeslieder folgten. Dann noch ein Stück Prosa zum Thema Fußball. Das schlechte Spiel beschäftigt ihn, er tobt sich bei seiner Frau aus, und als er endlich abgekühlt, aber ihr schon reichlich nah war, klingelte der Freund, mit dem er sich dann den geselligen Dingen zuwendete, ohne seine Frau.
Den Abschluss des Abends machte Anita Nagorny aus Schriesheim bei Heidelberg mit Jazz-Improvisationsgesang, sie verwendet dabei eine frei erfundene Sprache, die sie vehement und klangvoll ohne musikalische Begleitung singt.

Bei einem Grillfest, das wegen Regens in die Küche verlegt wurde, feierten die verbliebenen Gäste in den Abend hinein und waren sich sicher, das 3. Poetenfest wird wieder ein Highlight werden.

Sonntag, 25. Mai 2014

Wie war's letzten Freitag bei der LiteraturOffensive Heidelberg in Ludwigshafen a.Rh. vor dem Turm33?



Am 23.05.2014 veranstaltete die LiteraturOffensive Heidelberg in Ludwigshafen a.Rh. vor dem Turm33/Cafedrale die Preisträgervorstellung mit Ludwigshafenbezug zum Projekt "FlussAuf FlussAb. Literarisches TreibGut". Meinen ersten Eindruck hielt ich in einem Gedicht fest:

Cafedralenspiele 

Sportflugzeuge und Tauben kreuzen meine Blicke
Kunstvolle Angriffe auf längst zertrümmerte Stolzheit
Drunter der Schalk tobt mit seiner Trompete
ausführliche Dada-Kaskaden

Treibgut aus dem Rhein-Neckar-Pfalz-Garten
treibt wild und konfus unseren mächtigen
Strom hinab hin zum fernen Meer
Wer noch hört die leisen Versuche?

Aus der bacchantischen Südpfalz die Zauberin
der Worte hebt uns einige Minuten
in den Himmel der anspruchsvollen Metaphern
Wie viel ist deren Klang heute noch wert?

Stünde der Dichter am Wegesrand
kaum einer gäbe ihm einen Euro
Ratlosigkeit und Angst vor seinem Tun

Und arbeitete er noch so hart
zu oft die grausame Vergeblichkeit
begleitete die Reimlust in die Ewigkeit

Farbenprächtige Gemälde wogen
auf stolzen Hügeln und flankieren still
alle Aktion mit kräftiger Motivsprache

Reichtum der Bilder gegen Langeweile
Die Accessoires des Extremen
kämmen fein gegen den Strich

Hoffen auf ein neues Blühen, Erwachen
der Worte, Bilder und Gefühle
Töne aus seltenen Metallen und Farben


(c) Stefan Vieregg




Vor der imposanten Rudimentärkulisse der ehemaligen Lutherkirche und dem gemütlichen Lutherplatz präsentierte der Verein LitOff (Heidelberg) Autoren aus der Region, mit der Musik von Werner Degreif (Trompete). Die Gäste der Veranstaltung merkten, dass so manche Texte besser von routinierten Vorlesern vorgetragen worden wären, wenn die Texte hätten auch so rüberkommen sollen, wie sie schriftlich wirken. Die Texte sind alle in dem gleichnamigen Band im Lothar Seidler Verlag erschienen. Das Buch rentiert sich für alle regional ausgerichteten und aktiven Interessenten, die den literarischen Markt im Rhein-Neckar-Raum kennen lernen wollen. Insgesamt sind 34 Autoren im Buch vertreten, für den Wettbewerb eingereicht wurden über 80 verschiedene Texte. 

Bojan Dimov
Bojan Dimov war der einzige Preisträger (2. Platz) unter den anwesenden Autoren, die anderen Preisträger lesen oder lasen an anderen Orten im Rhein-Neckar-Raum. Sein Text "Eigentlich wollte ich weiterziehen"  wirkt grotesk, witzig und führt ihn als Getriebenen durch viele Städte, bis er tatsächlich an Rhein und Neckar landete. Sein Vorlesestil ist leider schnell, monoton und abgehackt, es war nicht besonders angenehm zuzuhören. Sein Witz kommt dabei nicht richtig an ...

Heidi Trumpp las "Tante Liesel im Konzert", eine kurze triviale Geschichte über eine 80-Jährige, die zum Jubiläum ins Konzert eingeladen wird. Auf dem ehemaligen Platz des Kurfürst Karl Theodor genießt sie nach Seniorenart die lieblichen K
länge mit einem Nickerchen und stört das Konzert durch Schnarchen.


Anette Butzmanns "Nibelungen - ein Telefonat mit Kiel" wurde wegen der Zusatzwirkung Platt aus Kiel von Astrid Kröger gelesen, die uns schön nach Ohnsorg-Tradition den Text nahebrachte: Ein Frau erzählt während dem Kochen von ihrem Theaterbesuch und einem schrecklichen Stück über die Nibelungen, die alle intrigant und mordlustig waren.   


Birgit Heid
Birgit Heid (Gast aus Landau i.d. Pfalz, dort Sektionsvorsitzende des Literarischen Vereins der Pfalz) trug drei Gedichte vor, die sich sehr anspruchsvoll zeigten. "Nachmittag", "Stadtgang" und "Das Fort" waren gelungene poetische Momentaufnahmen aus ihrem Wohnort.

Wilhelm Dreischultes "Die Rattenbrücke", klar und deutlich vorgelesen von Jancu Sinca, spielt auch in Landau. Ein Kinderausflug mit Fahrrad, Roller und Inlinern zur Rattenbrücke, mit Rattenkontakt. Lene findet Albert danach sympathischer, weil er vor einer Ratte warnte.

Andrea van Bebber las ihre beiden interessanten Gedichte "Nachtwandel im Jungbusch" und 

Andrea van Bebber
"Spazieren" und hob die atmosphärischen Klänge in der Wahrnehmung eines ehemals verrufenen Stadtteils in Mannheim und einer historischen Straße in der Heidelberger Altstadt hervor, die "Plöck", wo berühmte Bewohner wie Hegel, Kussmaul, Bunsen oder Jaspers lebten. 

Lothar Seidler, Vorsitzender des Vereins LitOff,  stellte den "Abend eines Geburtstags" vor aus der Erzählung "Einer dieser Tage". Ganz lakonisch begegnet sich ein Paar, das sich kennt, er hat Geburtstag und bekommt einen Actionfilm und einen Jazzkellerabend geschenkt. Beides mag er nicht, seinen Geburtstag auch nicht, und so gefühlsarm wie der Abend verlief, wird er wohl auch weitergehen. 


Anette Butzmann (s.o.), 2. Vorsitzende des Vereins LitOff, las Nils Ehlerts Verwandlungsgeschichte "Drachenblut". Entlang der Wagnerschen Rheingold- und Nibelungen-Sage entpuppt sich ein Date mit einer Escort-Dame für besondere Vorlieben - hier weibliche Dominanz in Leder - als eine Falle der Polizei, die die Anzeige der Ehefrau Brünhild des Vorstandsvorsitzenden einer Bank für eine Aufklärung des Falls mit ungewöhnlichen Methoden nutzt. Wobei die polizeiliche Realitätsbasis für einen solchen Fall ohne weiteres Verbrechen ja nicht gegeben ist.



Manfred Dechert
Manfred Dechert berichtete als umherirrender skurriler Dichter über "Wie ich umsonst in Mannheim war". Ein Dienstag, an dem sich der Literaturkreis Quadrat gar nicht am Nachmittag traf. Da kann man schon sauer sein auf das Leben und Mannheim, wenn Missverständnisse herrschen, gerade wenn man seinen Lebensunterhalt auch schwer verdienen muss, mit Aktstehen und Untersuchungsobjekt in der Medizinischen Klinik, und das verloren hat. 


Edith Brünnler bemühte den uralten Zwist zwischen Pfälzisch und Hochdeutsch. Wie man durch den Einsatz von Hochdeutsch Freundinnen vergrault bzw. aggressiv macht und berufliche Fortschritte erzielt. Alles witzig und bühnentauglich vorgetragen. Allerdings: Ist nicht arm dran, wer sich heute noch vom Hochdeutschen irritieren lässt? 

Die musikalische Umrahmung war fast eine Karikatur des Vorlesens, Sprechens, ein Dada-Jazz-Sprechgesang mit ganz wenigen echten Inhalten im Dialog mit der Trompete. Gewöhnungsbedürftig, aber auch mit eigenem Reiz. So schwamm das literarische Treibgut vorbei, machte mal stutzig, verursachte mal ein Achselzucken oder gefiel richtig. 


Freitag, 21. Februar 2014

Heute Abend Inaugurationsauftritt der neuen Sektionsvorsitzenden LANDAU/Pfalz des Literarischen Vereins der Pfalz e.V. mit einer szenischen Lesung zu BERTHA VON SUTTNER - Kultur selbstgemacht ist doch am besten


Freitag, 21. Februar 2014, 20:00 bis 22:00 Uhr, im Haus am Westbahnhof, kleiner Saal,
An 44 Nr. 40a, 76829 Landau


BERTHA VON SUTTNER (1843-1914)

"Ein Leben für den Frieden"

Friedensbewegte Texte in einer szenischen Lesung von Birgit Heid (neue Sektionsvorsitzende LANDAU/Pfalz, in der Nachfolge von Wolfgang Diehl, 2. Vorsitzende Pfalz)


Bertha von Suttner war eine Frau, die ihr halbes Leben in unermüdlichem Eifer der Verbreitung des Friedensgedankens und des Pazifismus´ widmete. 

1843 wurde Bertha Sophia Felicita Gräfin Kinsky im Prager Palais Kinsky geboren. Mit 30 verarmt, arbeitete sie erst für Baron Carl von Suttner als Gouvernante und danach als Sekretärin für Alfred Nobel. 1889 erschien ihr Roman „Die Waffen nieder“, in dem sie das Leiden durch und im Krieg darstellt. Ihr Buch wurde in alle Kultursprachen übersetzt und war ei­ner der größten Bucherfolge des 19. Jahrhun­derts. Es förderte die Verbrei­tung des Friedensgedankens in aller Welt und wurde ausgiebig diskutiert. Über Nacht war das Thema „Internationale Friedensbewegung“ bekannt geworden, und Bertha von Suttner wurde eine prominente Persönlichkeit. Karl Liebknecht druckte ihren Roman im „Vor­wärts“.

Als Einführung wird Birgit Heid den Lebensweg der engagierten Baronin, die als erste Frau den Friedensnobelpreis erhielt, in Szene setzen. 

+++    Auszüge aus ihrem Roman „Die Waffen nieder!“ werden von Schülern des „OHG-Kultkeller-Slam“, allesamt beachtliche U-20-Poetry-Slammer, vorgetragen.
+++   Das bekannte Hoffmann-Hammer-Trio aus Neupotz spielt und singt friedensbewegte Lieder. Die Musiker haben sich ein umfangreiches musikalisches Repertoire erarbeitet. Es reicht von Friedens- und Revolutionssongs sowie internationalen Chansons bis hin zu eigenen Kompositionen.
+++    Zwei Jungautoren aus Frankenthal und Landau tragen im Anschluss ihre eigenen poetischen Bearbeitungen der Themen aus Bertha von Suttners Roman vor. Es geht um Liebe, Krieg und Pazifismus.


Der Eintritt ist frei, um Spenden wird herzlich gebeten. 




    Freitag, 7. Februar 2014

    Fantasien zur Nacht: DUFT EINER FREMDEN von Birgit Heid




    DUFT EINER FREMDEN

    Deine Einsamkeit musstest du
    aus deinem Koffer sperren
    als du in die Welt hinaus gingst
    selbst die Gedanken daran
    über die Schulter werfen
    hinter die trüben Zeitzonen

    du verbranntest alles Alte
    in den fallenden Wochen der Erde
    gabst deinen Dank dem Moder hin
    eine letzte schwere Winterjacke
    wartet geduldig auf deine Liebe
    und gab die Hoffnung letztlich auf

    denn frei fallen die Sterne
    in die Schattentäler deiner Wangen
    der Duft einer Fremden gerinnt
    in den Fingerspuren
    frei lässt du dein Lachen tröpfeln
    in all die Kümmernisse
    der kalten Sommermonde

    dein Trost ist erkauft
    von einer antiken Dienerin
    die du dir ausgemählt hast
    Partnerin auf Urlaubszeit
    begleitet dich in ihrem
    stummen Tageslächeln
    in ihrem Kissen nistet der Lohn

    deine Liebe reißt ein Loch
    in ihren fraulichen Busen
    weil sie nichts anderes sagen kann
    lobt sie deine rührende Zärtlichkeit
    während ihr Leben fortschwimmt
    mit all seinen Wünschen und Zielen.

    c: Birgit Heid

    Samstag, 25. Januar 2014

    Fantasien zur Nacht: DU WARTEST AUF MiCH, von Birgit Heid


    DU WARTEST AUF MICH

    Wenn die Nacht heranbricht
    meine Augen bleischwer
    an meinem kraftlosen Körper
    kein Platz für meinen schwachen Kopf
    dann wartest du auf mich.

    Ich seufze nach meinem Ruheplatz
    nach der mich verschlingenden Wärme
    mein Laub wird fallen
    nur noch ganz bei mir sein
    und du wartest auf mich.

    Du stehst in der Zimmertüre
    lehnst dich an ihren Rahmen
    dein Lächeln juwelt durch mein Haus
    ich gebe dir Antwort mit meinen Augen
    langsam näherst du dich.

    Komm zu mir, flüstere ich
    setz dich neben mich
    deine Flimmerhärchen haben mich geflügelt
    du streckst deine Hand nach mir aus
    wir haben uns gefunden.

    Sachte legst du die Bettdecke zurück
    du findest deinen Platz
    Atemzüge umhüllen das Lager
    und du heftest dich an mich
    bleibe bis morgen bei mir!

    c: Birgit Heid

    Samstag, 14. Dezember 2013

    Fantasien zur Nacht: VESTALIN von Birgit Heid


    V e s t a l i n


    V erpflichtet zu ewiger Jungfrauenschaft
    e rgibt sich die Priesterin feuriger Pflicht,
    s ie hütet das Brennen in wechselnder Schicht,
    t rägt gern ein Gewand aus dem seidenen Taft;
    a rtistisch und anmutig tanzt sie den Flammen,
    l iebäugelt schon lange mit andren Gedanken,
    i ntimen, Lucinius bringt sie gehörig ins Wanken,
    n un wird sie erloschenes Feuer verdammen.

    (c) Birgit Heid

    Freitag, 22. November 2013

    Fantasien zur Nacht: EROS von Birgit Heid



    Eros


    Ich dürste schwer nach deinen Händen
    deiner Stimme deinem Mund
    der glutbegehrte Duft er raubt mich aus
    mit Sanftmut und mit Scheu sich nähernde Lippen

    richte deine Blicke auf meinen wohlgeformten Körper
    ich stelle mich dir aus meine Grenzen
    darfst du aufsaugen mit Leuchtaugen des Begehrens
    sämtliches Rund gerate in meine Falle

    ich drehe mich dir zu meine Antennen
    beherrschen das Maß zwischen uns
    lass dich entzücken und bewundere
    eine Sonne die zum Feuerzauber taugt

    meine erdbeerot pulsierenden Schätze
    darfst flüchtig betrachten und sorgsam berühren
    sie sind nur für dich so gestaltet
    nur für den einen Gedanken zu teilen

    und mehren die Lust zwischen uns
    meine Haut ist längst weiter
    sie liegt schon in deiner Behaarung
    wenn ich mich entblöße du nimmst mich

    an und mich auf auf deinen Leib
    deinen Schoß legst du mich
    schenkst deinen mir bis auf den Grund
    mein Denken und Fühlen durchdringt mich

    verseh mich mit dir versetz mich mit Wollust
    mit Macht und mit Rufen
    das Unbeherrschtsein wird Herr über uns
    wie du über mich deine Größe verdunkelt das Licht

    reiß mich schon an dich in Abgrund-Begierde
    im Wirbeln des Fühlens entkleideten Seins
    sprengen wir Grenzen von Haut und von Nähe
    von Ich und von Du ein einziges Feuer gezündet an uns.

    (c) Birgit Heid