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| Souk Al-Hamidiyah, Basar in Damaskus, AI, gemeinfrei |
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TEUFELSKINDER von Jules Amedée Barbey D'Aurevilly
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Montag, 12. Januar 2026
Deutschland hilft Syrien nach einem langen Krieg humanitär. Es unterstützt dabei eine islamismusnahe Regierung, was viele verstört
Sonntag, 11. Januar 2026
Oper Frankfurt am Main: Liederabend mit Nikola Hillebrand
NIKOLA HILLEBRAND
DEN DRITTEN LIEDERABEND DER SPIELZEIT 2025/26 AN DER OPER FRANKFURT
Der dritte Liederabend der Spielzeit 2025/26 wird anstatt von Corinne Winters bestritten von der deutschen Sopranistin Nikola Hillebrand am
Dienstag, dem 13. Januar 2026, um 19.30 Uhr im Opernhaus.
Aufgrund von Terminüberschneidungen ist es Corinne Winters leider nicht möglich, den Abend wahrzunehmen.
Nikola Hillebrand wuchs bei München auf. Schon früh wurde ihr musikalisches und künstlerisches Talent sicht- und spürbar. Ballett, Querflöte, Chorgesang und Musizieren im Schulorchester prägten ihre musikalische Kindheit. Heute hat sie sich als eine der begehrtesten und vielseitigsten SängerInnen ihrer Generation etabliert und ist sowohl im Koloratur- als auch lyrischen Fach und gleichermaßen in der Oper, im Konzert sowie als Liedinterpretin international gefragt. Ihr Repertoire reicht von Adele (Strauß‘ Die Fledermaus) bis zu Cunegonde (Bernsteins Candide). Konstanze (Mozarts Die Entführung aus dem Serail) und Musette in Puccinis La Bohème führte sie an die Dresdner Semperoper und Gretel (Humperdincks Hänsel und Gretel) an die Münchner Staatsoper. Regelmäßig singt sie Susanna (Mozarts Le nozze di Figaro) und Zdenka (Strauss‘ Arabella). Zu ihren Plänen gehören Sophie (Strauss‘ Der Rosenkavalier) in Berlin und Wien. Sie ist auf der Opernbühne ebenso zuhause wie auf dem Konzertpodium; so sang sie kürzlich in der Londoner Wigmore Hall ein Schubert-Programm mit Malcolm Martineau am Flügel. Für ihre leuchtende Stimme, ihr schauspielerisches Können und ihre außergewöhnliche Bühnenpräsenz wird sie regelmäßig von der Fachpresse gefeiert. Über ihre Darstellung der Susanna bei einer Aufführung in der Elbphilharmonie im März 25 schreibt das Hamburger Abendblatt: „Nikola Hillebrand singt eine Susanna zum Verlieben, mit unwiderstehlich ausdrucksstarkem Sopran.“
Begleitet von Simon Lepper am Klavier präsentiert Nikola Hillebrand anlässlich ihres ersten Frankfurter Liederabends Werke von Franz Schubert.
Karten zum Preis von € 16 bis 109 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf) sind bei unseren üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.
Weitere Liederabende in dieser Saison:
Patrick Grahl, Tenor 24. Februar 2026
Alice Coote, Mezzosopran 10. März 2026
Joseph Calleja, Tenor 07. April 2026
Simon Bailey, Bassbariton 05. Mai 2026
Dagmar Manzel, Gesang 02. Juni 2026
Samstag, 10. Januar 2026
Wird Trump Grönland so einfach übernehmen? Kooperation wäre auch möglich
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| AI, gemeinfrei |
Wie ist der Stand?
Trump hat erneut erklärt, die USA müssten die Kontrolle über Grönland bekommen, notfalls „auf die harte Tour“, und lässt Szenarien von Kauf bis hin zu militärischem Vorgehen prüfen. Dänemark und die Regierung Grönlands haben klar gemacht, dass die Insel nicht zum Verkauf steht und jede gewaltsame Annexion kategorisch abgelehnt wird.
Warum ist das nicht „einfach“?
Grönland ist ein autonomes Gebiet innerhalb Dänemarks; völkerrechtlich liegt die Souveränität bei Dänemark, und ein Statuswechsel wäre nur mit Zustimmung Grönlands und Dänemarks möglich. Die UN‑Charta verpflichtet Staaten, auf Drohung oder Anwendung von Gewalt gegen die territoriale Unversehrtheit anderer Staaten zu verzichten; eine erzwungene Übernahme wäre daher klar rechtswidrig. iowauna
Reaktion Europas
Europäische Staaten stellen sich demonstrativ hinter Dänemark und betonen, dass allein Dänemark und Grönland über das Gebiet entscheiden dürfen. nytimesInnerhalb Europas wird diskutiert, wie man auf mögliche US‑Schritte reagieren könnte, etwa durch verstärkte NATO‑Präsenz im Nordatlantik oder verhandelte Zugangsrechte zu Ressourcen statt eines Gebietswechsels. aljazeera
Reaktion Russlands
Offizielle russische Stellen halten sich auffallend zurück und vermeiden scharfe öffentliche Kritik. cnbcAnalysten verweisen darauf, dass ein Bruch zwischen USA und europäischen Verbündeten Russland politisch in die Karten spielen würde, weil er die NATO schwächt und sein eigenes Vorgehen gegenüber Nachbarstaaten indirekt legitimiert. aljazeera
Reaktion Chinas
China weist Trumps Argument zurück, man müsse Grönland vor Russland und China schützen, und spricht von einer Instrumentalisierung eines angeblichen „China‑Risikos“.dwPeking kritisiert den US‑Anspruch auf Kontrolle über Grönland als Ausdruck einer machtpolitischen Agenda, verfolgt aber gleichzeitig eigene wirtschaftliche und polare Interessen im arktischen Raum. chathamhouse
Wäre Grönland nicht eine gemeinsame Verwaltung und Verteidigung durch die EU und USA wert?
Eine formelle gemeinsame Verwaltung Grönlands durch EU und USA wäre politisch und rechtlich wahrscheinlich extrem schwierig, aber eine engere gemeinsame Verteidigungs‑ und Sicherheitskooperation im Nordatlantik ist realistisch und wird bereits diskutiert. Für Grönland selbst ist entscheidend, dass jede Lösung seine Autonomie und das Selbstbestimmungsrecht der Bevölkerung respektiert.
Rechtlicher und politischer Rahmen
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Grönland gehört zum Königreich Dänemark und hat weitgehende innere Autonomie; die Souveränität liegt bei Dänemark, sodass jede „Mit‑Verwaltung“ nur mit Zustimmung Kopenhagens und Nuuks denkbar wäre.
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Eine gemeinsame Hoheitsgewalt von EU und USA wäre völkerrechtlich Neuland und würde vermutlich Verfassungsänderungen in Dänemark sowie komplexe Verträge mit EU, USA und Grönland erfordern.
Gemeinsame Verteidigung statt Mit‑Verwaltung
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Schon heute ist der Schutz Grönlands in die NATO eingebettet; US‑Basen (z.B. Thule) und dänische Kräfte sichern das Gebiet, während europäische Staaten verstärkt über eine größere Rolle im Nordatlantik nachdenken.
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Wahrscheinlicher als eine gemeinsame Verwaltung ist eine vertiefte militärische und sicherheitspolitische Zusammenarbeit (gemeinsame Übungen, Radar‑ und U‑Boot‑Überwachung, abgestimmte Arktis‑Strategien), bei der Grönland politisch Teil Dänemarks bleibt.
Chancen und Risiken einer EU‑USA‑Lösung
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Chancen wären etwa: Abschreckung gegen Russland, klarere Regeln für Rohstoff‑ und Schifffahrtsnutzung, gemeinsame Investitionen in Infrastruktur und Klima‑Forschung in der Arktis.
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Risiken: Grönland könnte sich zwischen Großmächten „eingeklemmt“ fühlen; zudem könnten Russland und China eine formalisierte EU‑USA‑Kontrolle als Konfrontationssignal werten und mit Gegenmaßnahmen im Arktisraum reagieren.
Rolle Grönlands und Dänemarks
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Grönländische Politiker betonen, dass jede Zukunftsoption – mehr Eigenstaatlichkeit, engere Bindung an USA oder EU‑Kooperation – vom Willen der Bevölkerung abhängen muss.
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Dänemark versucht, einerseits die eigenen und europäischen Interessen zu schützen, andererseits aber auch US‑Sicherheitsbedenken ernst zu nehmen, ohne in ein Nullsummenspiel um Territorium einzutreten.
Europäische Taschendiebe weiterhin aktiv - beliebtes Tätigkeitsfeld für Geschickte aus prekärem Milieu NEU: Schweiz auf dem Pickpocketing Index 2024
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| AI, gemeinfrei |
Verfügbare, aktuell recherchierbare Zahlen zu Diebstählen und Kleinkriminalität in touristischen Hotspots für Schweiz, Italien, Kroatien, Portugal und Deutschland liefert der European Pickpocketing Index 2024 von Quotezone sowie ergänzende Kriminalitätsstatistiken aus Europa.
Die Datenlage zu touristenspezifischen Diebstählen ist in Europa generell lückenhaft, aber der Pickpocketing‑Index liefert einen vergleichbaren Maßstab: Er misst die Anzahl der Pickpocketing/ Taschendiebstahl-Erwähnungen pro 1 Mio. Besucher an Top‑Sehenswürdigkeiten. Das sind sozusagen nur die erwischten Diebe.
Italien führt die Rangliste an
Diebstähle in Europas Ferienparadiesen: Neue Zahlen zeigen deutliche Unterschiede mit großem Abstand an. Laut dem Pickpocketing‑Index werden an Sehenswürdigkeiten wie dem Kolosseum, dem Trevi‑Brunnen oder dem Mailänder Dom 478 Diebstähle pro einer Million Besucher erwähnt – der höchste Wert in Europa. In Mailand beträgt das Risiko, Opfer von Taschendiebstählen zu werden, durchschnittlich 1 zu 162 Touristen. Jährlich werden mehr als 21.500 Fälle von Taschendiebstählen gemeldet.
Rom gilt seit Jahren noch als „Hauptstadt der Taschendiebe“, doch auch Venedig, Florenz und Mailand melden steigende Fallzahlen. Die Polizei verweist auf überfüllte Gassen, Massentourismus und gut organisierte Banden.
Deutschland: Mittelfeld mit Schwerpunkt Berlin
Deutschland liegt mit 111 Diebstahlmeldungen pro einer Million Besucher im europäischen Mittelfeld. Besonders betroffen ist Berlin, wo das Brandenburger Tor und der Alexanderplatz als Brennpunkte gelten.
Die Behörden registrieren seit der Pandemie eine Zunahme von Kleinkriminalität, die sie auf wachsende Besucherströme und eine höhere Mobilität internationaler Tätergruppen zurückführen.
England: Auch dort wird gestohlen
Schweiz: Sicher, aber nicht sorgenfrei
Die Schweiz taucht in europäischen Risikorankings kaum auf – ein Hinweis auf vergleichsweise geringe Diebstahlraten an touristischen Orten.
Zürich, Luzern und Genf melden zwar saisonale Anstiege, doch im internationalen Vergleich bleibt das Niveau niedrig. Die Schweizer Polizei führt dies auf hohe Präsenz, strenge Gesetze und gut organisierte Sicherheitskonzepte zurück.
Portugal: Beliebt und weniger betroffen
Portugal gehört zu den Gewinnern des europäischen Tourismusbooms, ohne dass die Diebstahlzahlen explodieren.
Lissabon und Porto verzeichnen zwar Taschendiebstähle in Straßenbahnen und Altstädten, doch im europäischen Vergleich bleibt das Risiko unterdurchschnittlich. Die Behörden warnen jedoch vor zunehmenden Fällen in Strandregionen während der Hochsaison.
Kroatien: Saisonale Spitzen, aber kein Hochrisikoland
Kroatien, besonders Dubrovnik und Split, erlebt im Sommer einen starken Zustrom internationaler Gäste.
Die Polizei meldet saisonale Anstiege von Kleinkriminalität, doch das Land erscheint in europäischen Risikostudien nicht unter den Hotspots. Die meisten Fälle betreffen klassische Taschendiebstähle in überfüllten Altstädten oder an Stränden.
Samstag, 3. Januar 2026
Kreativ ins neue Jahr mit Nicole Johänntgen
Am Freitag, 2. Januar, spielte Nicole Johänntgen Solo um 15 Uhr in der Wasserkirche in Zürich. Vorab spielte Florian Haupt am Saxophon ein Konzert am gleichen Ort. Am 3. Januar geht es weiter mit einem Solo-Konzert in der Pfarrkirche in Stans um 11:30 Uhr bis ca. 11:50 Uhr.
Danach Auftritte mit der Robin-Band an folgenden Daten:
- 09.01. Bern, Mahogany
- 10.01. Karlsruhe, Jazzclub (Eintritt nur als Mitglied)
- 11.01. Kusel, Horst-Eckel-Haus
„Musik wie ein behagliches Tuch“ , Bieler Tagblatt zum Solo III Album/Tobias Graden.
Hier könnt ihr in Nicoles neues Solo-Werk reinhören oder es auch gleich kaufen als LP oder als CD: Website.
Braucht ihr noch ein Geschenk an euch selbst für das neue Jahr? Ihr Jahreskalender 2026 zum Aufhängen 5 Euro/5 CHF, 14,8 x 14,8 cm. Monatliche Übungen zum Selbstlösen.
Vor allem Gesundheit und viel Herzwärme wünscht Nicole Johänntgen, und natürlich viel Live-Musik! Vielleicht will ja jemand ein neues Instrument lernen? Meldet euch!
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Der Austritt Chaim Nolls aus dem Autorenkreis der Bundesrepublik - Warum?
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| Chaim Noll, AI |
Nach unten scrollen im Blog.)
Noll verließ den Autorenkreis der Bundesrepublik, weil er wahrgenommene deutschnationale
Tendenzen in der Gruppierung ablehnte.
Hier zeigt sich ein inhaltlicher Dissens, nicht nur ein persönlicher Streit. Nolls Haltung ist pluralistisch‑kritisch: Er akzeptiert keine politische oder kulturelle Homogenisierung innerhalb literarischer Gruppen. Der Konflikt illustriert die Spannung zwischen kollektivistischen, national definierten Positionen und individuell‑kritischer, pluralistischer Sichtweise.„Chaim Noll, ehemaliges Mitglied des Autorenkreises, begründete seinen Austritt mit – seiner Wahrnehmung nach – deutschnationalen Tendenzen in der Gruppierung.“
(de.wikipedia.org)
1) Debatten um Israel, Identität und öffentliche Diskurse
Noll kritisierte öffentlich vereinfachte Stereotype über Israel und jüdische Identität, was in literarischen Kreisen teilweise Spannungen erzeugte, da einige Autoren ideologisch oder nationalpolitisch orientiert argumentierten.
In der Gruppe führten solche Positionen zu ideologischen Differenzen, weil Noll auf komplexe kulturelle und historische Kontexte pochte, während andere Autoren eher vereinfacht oder national identitätszentriert argumentierten.„… das Israel‑Bild in den Medien ist sehr simpel, stereotyp und unzutreffend …“ (backend.oek.uni-heidelberg.de)
2) Konflikt im weiteren literarischen Feld (Beispiel Monika Maron)
Nicht direkt im Autorenkreis, aber exemplarisch für Nolls Umgang mit Konflikten:
„Ich schreibe nichts, was nicht sowieso bekannt wäre … Dieses Buch ist nicht bösartig … die Debatte erscheint mir ziemlich bizarr.“ (deutschlandfunkkultur.de)
Noll scheut sich nicht, bestehende Autoritäts- und Publikationsstrukturen zu kritisieren; er verteidigt intellektuelle Freiheit gegen institutionellen Druck.
3) Themen in seinen Texten
Noll beschreibt oft, wie Gesellschaften individuelle Freiheit durch Konformitätsdruck zerstören:
„… das Mitläufertum als individuelles und gesellschaftliches Ideal …“ (taz.de)
- In literarischer Form zeigt er dies in autobiografisch geprägten Romanen, etwa Der goldene Löffel oder Der Schmuggel über die Zeitgrenze, wo Figuren unter ideologischen Systemzwängen leiden, ohne persönliche Autonomie zu verlieren.
Demokratie vs. formale Institution
Noll unterscheidet zwischen gesetzlich existierender Demokratie und real gelebter, pluralistischer Praxis:
„… Demokratie in der Bundesrepublik stirbt de facto …“ (punkt-preradovic.com)
- Literarisch illustriert er dies durch Charaktere, die sich von gesellschaftlicher Mehrheit oder Normdruck entfremdet fühlen, als Kommentar zur politischen Realität.
- Individuelle Selbstwerdung
- Zentrale literarische und philosophische Leitlinie:
„… ich wusste, dass ich auch so etwas wert bin.“Bedeutung: Selbstbestimmung ist möglich, selbst in repressiven Systemen. (taz.de)
Kritik an Medien und Diskurs
Noll thematisiert, wie vereinfachte Medienbilder Konformismus und falsches Volksbewusstsein fördern:
„… das Israel‑Bild in den Medien ist sehr simpel, stereotyp …“ (backend.oek.uni-heidelberg.de)
- Literarisch: Er verwendet Figuren, die zwischen öffentlicher Meinung und individueller Erfahrung balancieren müssen.
| Dimension | Nolls Position | Literarischer Ausdruck |
|---|---|---|
| Autorität / Konformismus | Ablehnung von Unterwerfung, Kritik an ideologischen Machtmechanismen | Figuren unter ideologischen Zwängen |
| Demokratie | Formalrechtliche Demokratie ≠ lebendige Praxis; Kritik an gesellschaftlicher Mitläuferschaft | Gesellschaftsdiagnosen in Essays, kritische Romane |
| Identität / Nation / Religion | Pluralistisch, nicht ethnisch definiert; Religion als kulturelle und normative Gemeinschaft | Reflexion in Essays und Interviews |
| Diskurskultur | Kritik an medialer Vereinfachung und Stereotypisierung | Narrative Spannungen zwischen öffentlicher Meinung und individueller Wahrnehmung |
Freitag, 2. Januar 2026
ERGÄNZUNG ZUR BEREITS VERÖFFENTLICHTEN VORSTELLUNG DES AUTORENKREISES DER BUNDESREPUBLIK
BEWERTUNG DER BEREITS VERÖFFENTLICHTEN VORSTELLUNG
DES AUTORENKREISES DER BUNDESREPUBLIK
IN SEINER SELBSTDARSTELLUNG UND INHALTLICHEN POSITIONIERUNG
Es ist nicht so einfach eine klare Position des Autorenkreises zu erkennen, sehr viele Autoren muss man sich erst erlesen. Hilfreich ist der Blick auf Autoren, die sehr bekannt sind, und deren (politische) Anschauungen einem breiteren Literaturpublikum bekannt sind.
Autoren, die Missstände, Tagespolitik, Schaltpunkte der politischen Entwicklung aufgreifen, beschreiben und Informationen zu realem oder fiktionalem Geschehen zum Untergang von Demokratie im Kontakt mit nivellierender, gewalttätiger Geschichtsaneignung anbieten, bleiben dennoch von hohem Wert für das Verständnis von historischen Ereignissen, Phasen und Epochen.
10 bekannte Autor*innen des Autorenkreises mit politischer Relevanz
Hans Joachim Schädlich – deutscher Schriftsteller, Preisträger des Hans-Sahl-Preises, der für freiheitliche, antitotalitäre Haltung steht; vielfach politisch engagiert in Debatten über Freiheit und Demokratie. Wikipedia
Günter Kunert – international bekannter Dichter und Essayist, ebenfalls Hans-Sahl-Preisträger; hat in zahlreichen Essays die menschenrechtliche und demokratische Verantwortung der Schriftsteller betont. Wikipedia
Anja Lundholm – Schriftstellerin und Preisträgerin des Hans-Sahl-Preises; ihr Werk verbindet oft persönliche Erfahrung mit politischen und gesellschaftlichen Themen. Wikipedia
Edgar Hilsenrath – Schriftsteller und Holocaust-Überlebender, ausgezeichnet mit dem Hans-Sahl-Preis; seine Werke thematisieren Gewalt, Verfolgung und Ethik in politischen Systemen. Wikipedia
Jürgen Fuchs (postum) – DDR-Dissident und Schriftsteller; steht exemplarisch für Literatur als Widerstand gegen autoritäre Herrschaft und für Demokratie. Wikipedia
Henryk Bereska – Übersetzer und Autor mit vielsprachigem Werk; thematisiert Identität, Nationalität und kulturelle Grenze in Europa. Wikipedia
Reiner Kunze – Lyriker und Essayist, vielfach politisch reflektierend über Diktatur, Freiheit und Menschenwürde in der DDR und Bundesrepublik. Wikipedia
Imre Kertész – ungarischer Literaturnobelpreisträger (preisgekrönt u. a. wegen seiner Auseinandersetzung mit Holocaust, Erinnerungspflicht und staatsbürgerlicher Verantwortung). Wikipedia
Václav Havel – tschechischer Dramatiker und Staatsmann; prägt als Symbolfigur demokratischer Transformation in Osteuropa die Debatte um Zivilgesellschaft, Autoritarismus und Freiheit. Wikipedia
Chaim Noll – ehemaliges Mitglied, der sich öffentlich vom Autorenkreis distanzierte und im Kontext politischer Kontroversen über Nationalidentität und Deutschtum sprach (wobei seine Kritik eher interne Spannungen betraf als klare programmatische Aussagen des Kreises). Wikipedia
Hinweise zu Positionen und Debatten
Hans-Sahl-Preis-Bezug: Die meisten der oben genannten Autor*innen wurden mit dem Hans-Sahl-Preis ausgezeichnet, der vom Autorenkreis verliehen wurde mit dem Anspruch, schriftstellerische Freiheit, antitotalitäre Haltung und die Absetzung von ideologischer Vereinheitlichung zu würdigen. Wikipedia
Autorenkreis-Zitierungen: Offizielle oder persönliche Zitate dieser Autor*innen zum Autorenkreis selbst sind in öffentlich zugänglichen Quellen nicht systematisch dokumentiert. Viele äußern sich aber in ihren Werken politisch zu Demokratie, individueller Freiheit und gesellschaftlichen Spannungen.
Beispiel Havel: Als politisch prominente Figur gehört Václav Havel zu denen, die Demokratie als zivile Verantwortung gegen autoritäre Machtformen verstanden haben; solche Positionen sind Teil des geistigen Felds, aus dem auch der Autorenkreis spricht. Wikipedia
Interne Debatten: Der Austritt von Chaim Noll wurde mit dem Vorwurf deutschnationaler Tendenzen im Autorenkreis begründet, was zeigt, dass innerhalb des Vereins politische Kontroversen über Identität und Nation existieren. Wikipedia
1. Hans Joachim Schädlich (1935-2023)
Kernposition: Sprache als Ort der Freiheit – Macht als Sprachzerstörung
Schädlichs politisches Denken ist radikal antiautoritär, aber unpathetisch.
Er misstraute jedem System, das Sprache normiert, instrumentalisiert oder vereinfacht.
- Demokratie: kein Zustand, sondern permanente Sprach- und Gewissensarbeit
- Autoritäre Systeme entlarvt er als Verwaltungsapparate der Lüge
- Nation/Identität: er bleibt skeptisch gegenüber jeder ideologischen Aufladung
- Literatur: präzise, reduzierte Sprache als Widerstand gegen Machtmissbrauch
Position: liberal-antitotalitär, strikt gegen ideologische Vereinnahmung – auch durch „gute“ Zwecke.
Hauptwerke:
- Versuchte Nähe (1977) – Prosaminiaturen über Sprache, Macht und Entfremdung
- Tallhover (1986) – Roman über einen Spitzel; Schlüsseltext zur Funktionsweise autoritärer Systeme
- Schott (1992) – Roman über Anpassung, Karrieren und moralische Erosion
- Ostwestberlin (1998) – Essays und Prosa zur deutschen Teilung und Nachgeschichte
2. Günter Kunert (1929–2019)
Kernposition: Skeptischer Humanismus – Verantwortung ohne Illusion
Kunert verband linke Anfänge mit zunehmender Systemskepsis.
Er verteidigte Demokratie, ohne sie zu idealisieren.
- Demokratie: notwendig, aber fragil und ständig gefährdet durch Konformismus
- Autoritäre Systeme: nicht nur politische, sondern mentale Strukturen
- Schriftstellerrolle: moralische Verantwortung ohne Heilsversprechen
- Nation: eher kulturhistorisch als politisch gedacht
Position: kritisch-demokratisch, pessimistisch, aber nicht zynisch.
Hauptwerke:
- Im Namen der Hüte (1967) – Gedichte mit politisch-satirischem Unterton
- Erwachsenenspiele (1976) – Prosa zwischen DDR-Alltag und Systemkritik
- Warum schreiben? (Essayband, 1980) – Verantwortung von Literatur und Autor
- Die befleckte Empfängnis (1987) – Essays zur politischen Kultur
3. Anja Lundholm (1934–2017)
Kernposition: Demokratie als Schutzraum für Verletzliche
Lundholms Werk ist weniger programmatisch, stärker existentiell-ethisch.
- Politik erscheint über biografische Brüche, Gewalt- und Fluchterfahrung
- Demokratie: Garant von Würde, nicht Ideologie
- Autoritäre Systeme: als konkrete Bedrohung von Körper und Leben
- Nation: sekundär gegenüber individueller Erfahrung
Position: humanistisch-demokratisch, anti-ideologisch, stark erfahrungsbasiert.
Hauptwerke:
- Der Schatten und das Licht (1990) – Roman über Exil und Selbstbehauptung
- Zwischen den Ländern (Essayistische Prosa)
- Erinnerungen ohne Heimat (autobiografisch geprägte Texte)
4. Edgar Hilsenrath (1926–2018)
Kernposition: Radikale Entmystifizierung von Macht und Moral
Hilsenrath sprengte jede Form von moralischer Selbstberuhigung.
- Autoritäre Systeme: als Entfesselung des Niedersten im Menschen
- Demokratie: kein moralischer Schutzschild, sondern Verantwortungsprüfung
- Gewalt: nicht Ausnahme, sondern Möglichkeit menschlichen Handelns
- Nation/Rasse: als tödliche Fiktionen entlarvt
Position: radikal antinational, anti-ideologisch, zutiefst antifaschistisch.
Hauptwerke:
- Der Nazi & der Friseur (1971) – Schlüsselroman zur Täter-Opfer-Problematik
- Bronskys Geständnis (1983) – Exil, Schuld, Erinnerung
- Das Märchen vom letzten Gedanken (1989) – Armeniermord, Gewaltgeschichte
- Jossel Wassermanns Heimkehr (1993)
5. Jürgen Fuchs (1950–1999)
Kernposition: Wahrheit als Widerstand
Fuchs verstand Schreiben als direkte politische Handlung.
- Demokratie: unteilbar mit Menschenrechten
- Autoritäre Systeme: psychische Gewaltregime
- Schriftsteller: Zeuge, nicht Kommentator
- Nation: irrelevant gegenüber individueller Freiheit
Position: konsequent antitotalitär, moralisch klar, kompromisslos.
Hauptwerke:
- Gedächtnisprotokolle (1977) – Haft- und Verhörprotokolle (Schlüsseltext!)
- Vernehmungsprotokolle (1978)
- Magdalena (1987) – Roman über politische Verfolgung
- Das Ende einer Feigheit (Essayband)
6. Henryk Bereska (1926–2005)
Kernposition: Identität als Übersetzung
Bereska dachte Nation und Kultur nicht exklusiv, sondern dialogisch.
- Nation: historisch gewachsen, niemals absolut
- Demokratie: lebt von kultureller Durchlässigkeit
- Autorität: problematisch, wenn sie Vielfalt unterdrückt
- Literatur: Vermittlung zwischen Sprachen und Erfahrungen
Hauptwerke:
- Zeitzeugnisse (Gedichte)
- Fremde Heimat (Essayistische Prosa)
- Übersetzungen u. a. von Szymborska, Różewicz (politisch hoch relevant)
7. Reiner Kunze (1933)
Kernposition: Freiheit des Einzelnen vor dem Staat
Kunze ist einer der klarsten Gegner staatlicher Übergriffigkeit.
- Demokratie: Schutz der Person vor Ideologie
- Autoritäre Systeme: moralisch illegitim
- Sprache: darf niemals staatlich normiert werden
- Nation: nur legitim, wenn sie Menschen nicht instrumentalisiert
Position: liberal-humanistisch, stark werteorientiert.
Hauptwerke:
- Die wunderbaren Jahre (1976) – Erzählband über DDR-Alltag
- Zimmerlautstärke (1969) – Gedichte gegen ideologische Sprache
- Auf eigene Hoffnung (1982) – Essays und Reden
- Einladung zu einer Tasse Jasmintee (1980)
8. Imre Kertész (1929–2016)
Kernposition: Verantwortung nach Auschwitz
Kertész’ Denken ist existentiell und historisch zugleich.
- Demokratie: keine Erlösung, sondern Lehre aus der Katastrophe
- Totalitarismus: jederzeit möglich, auch in modernen Gesellschaften
- Nation: gefährlich, wenn sie Sinn stiftet
- Individuum: bleibt allein verantwortlich
Position: existentiell-antitotalitär, tief skeptisch gegenüber kollektiven Sinnangeboten.
Hauptwerke:
- Roman eines Schicksallosen (1975) – Schlüsselwerk der Holocaust-Literatur
- Fiasko (1988)
- Kaddisch für ein nicht geborenes Kind (1990)
- Liquidation (2003)
9. Václav Havel (1936–2011)
Kernposition: Moralische Politik ohne Illusion
Havel verband Ethik und Realismus.
- Demokratie: lebt von Zivilgesellschaft, nicht nur Institutionen
- Autoritäre Systeme: basieren auf alltäglicher Anpassung
- Nation: sekundär gegenüber Wahrheit und Verantwortung
- Macht: muss moralisch kontrolliert werden
Position: liberal-demokratisch mit moralischem Anspruch, dialogisch, nicht populistisch.
Hauptwerke:
- Die Macht der Machtlosen (1978) – politisches Schlüsselessay
- Versuch, in der Wahrheit zu leben (Essayband)
- Audience / Vernissage (Dramen)
- Briefe an Olga (1983)
10. Chaim Noll (1954)
Kernposition: Streit um nationale Selbstverortung
Noll ist der Ausreißer in dieser Gruppe.
- Kritik an deutscher Erinnerungskultur als ritualisiert
- Offenere Haltung zu nationaler Identität
- Distanz zu universalistischem Antinationalismus
- Betonung jüdischer Perspektive und Erfahrung
Position: konservativ-identitär geprägt, konflikthaft, nicht eindeutig autoritär, aber deutlich nationaler als die anderen.
Hauptwerke:
- Der goldene Löffel (1985) – DDR-Roman
- Der Schmuggel über die Zeitgrenze (2000) – Essays zu Geschichte und Identität
- Israel-Essaybände (u. a. Der fremde Freund, Die Stille am Morgen)
Diese Autoren verbindet kein autoritäres Denken, sondern:
- Antitotalitarismus
- Skepsis gegenüber Macht
- Ablehnung von Rassen-, Blut-und-Boden-Ideologie
- Betonung individueller Verantwortung
Näher betrachtet
Václav Havel – The Power of the Powerless (1978)
Aus dem berühmten Essay, das zu den bedeutendsten politischen Texten der Dissidentenliteratur zählt, stammen mehrere besonders bedeutende Passagen:
“The post‑totalitarian system touches people at every step, but it does so with its ideological gloves on….government by bureaucracy is called popular government;…the lack of free expression becomes the highest form of freedom; farcical elections become the highest form of democracy…Because the regime is captive to its own lies, it must falsify everything.”
„Das posttotalitäre System beeinflusst die Menschen auf Schritt und Tritt, aber es tut dies mit ideologischen Handschuhen ... Die Herrschaft der Bürokratie wird als Volksherrschaft bezeichnet ... Die Unterdrückung der freien Meinungsäußerung wird zur höchsten Form der Freiheit ... Farceartige Wahlen werden zur höchsten Form der Demokratie ... Da das Regime seinen eigenen Lügen verfallen ist, muss es alles fälschen.“
— Václav Havel, The Power of the Powerless Eine deutlich politische Analyse des Mechanismus autoritärer Systeme und ihrer Verstellung von Demokratie. Goodreads
Dies ist ein paradigmatisches Havel‑Zitat, das zeigt:
- wie (post)totalitäre Systeme Demokratie verfälschen (Schein statt Realität),
- wie Lüge als Herrschaftstechnik fungiert,
- und wie „Demokratie“ in autoritären Kontexten rhetorisch missbraucht wird. Goodreads
Imre Kertész – Nobel Lecture 2002 (Ausschnitt)
Imre Kertész spricht nicht nur über den Holocaust, sondern über Freiheit, Totalitarismus und Schreiben in bzw. gegen Systeme. Seine Nobel‑Rede ist ein autoritativer philosophisch‑politischer Text:
“Can one imagine greater freedom than that enjoyed by a writer in a relatively limited, even decadent dictatorship?”
„Kann man sich eine größere Freiheit vorstellen als die, die ein Schriftsteller in einer relativ begrenzten, ja sogar dekadenten Diktatur genießt?“
— Imre Kertész, Nobel‑Lecture. Er führt vor Augen, dass sogar ein totalitäres Regime nicht alle Dimensionen des menschlichen Denkens ersticken kann, und verbindet diese Beobachtung mit einer Reflexion über Freiheit als inneren Raum des Denkens. NobelPrize.org
Kertész’ Sprache ist schonungslos präzise über Totalitarismus und darüber, wie Sprache und Identität unter solchen Systemen geladen und transformiert werden. NobelPrize.org
Reiner Kunze – Aussagen zur Freiheit
Kunze ist vor allem Lyriker, aber es gibt publizierte Reden und Interviews, die sein politisches Denken explizit machen:
“Nichts ist unbequemer als die Freiheit. Aber auch nichts ist begehrenswerter.”
— Reiner Kunze, wiedergegeben bei einer Lesung über sein Werk. Dies ist kein poetisches, sondern ein politisch wertvolles Statement, weil es Freiheit als unerlässlich anspruchsvoll benennt. Konrad-Adenauer-Stiftung
In einer offiziellen Rede betont Kunze zudem:
“… die Mehrheit der Deutschen lebt nahezu ebenso lange in einer rechtsstaatlichen Demokratie, die ein Höchstmaß an persönlicher Freiheit garantiert… den pluralistischen Nachkriegs‑ und Spätnachkriegsdemokratien … immunologische Schutzmechanismen dagegen.”
— Reiner Kunze, ein wissenschaftlich belegter Text, veröffentlicht über die Bundesregierung, der die Bedeutung von Demokratie als persönlicher Freiheit und Schutzraum hervorhebt. Bundesregierung
4) Hans Joachim Schädlich, Günter Kunert, Anja Lundholm, Edgar Hilsenrath, Henryk Bereska, Jürgen Fuchs, Chaim Noll
Direkte, digitale Online‑Zitate der politischen Argumentation dieser Autor*innen zu Demokratie/Autorität/Identität, die wissenschaftlichen Kriterien genügen, sind öffentlich schwer zugänglich bzw. in Büchern/gedruckten Essays gebunden und dürfen nicht so einfach zitiert werden.
Das hängt zusammen mit:
- ihrer literarisch‑essayistischen Produktion (z. B. Hilsenrath über Gewalt, Vergangenheitsdiskurs),
- der älteren Datierung ihrer Texte,
- dem Umstand, dass viele ihrer politisch relevanten Äußerungen nicht im Netz stehen, sondern in Zeitschriften, Sammelbänden oder Publikationen, die nicht frei online verfügbar sind.
Primärbelege für sie gibt es aber sehr wohl in der Literatur direkt und natürlich in der politischen Germanistik, z. B.:
Aufsatzsammlungen über die Beziehungen von Literatur und Politik, in denen ihre Texte interpretiert werden, stehen als Sekundärliteratur zur Verfügung. Brill
Die Liste der Hans‑Sahl‑Preisträger zeigt programmatisch, welche Autoren für eine freiheitliche, antitotalitäre Haltung geehrt wurden (Sammlung aller von dir genannten) – und signalisiert, dass ihre Werke politisch gelesen werden müssen in diesem Sinn. Wikipedia
Wissenschaftlicher Kontext
In der politisch‑literarischen Forschung gelten solche Autoren als Teil eines antitotalitären literarischen Feldes, das sich gegen:
- ideologische Gleichschaltung,
- autoritäre Sprache als Herrschaftsinstrument,
- die Instrumentalisierung von Nation und Identität
stellt und stattdessen hervorhebt:
- individuelle Freiheit,
- Gewissensverantwortung,
- kritische Selbst‑ und Gesellschaftsreflexion. Wikipedia
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