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Samstag, 11. März 2017

Die kaputten Fukushima-Meiler gestern und heute

Japanische und internationale Experten hatten ihre Meinungen und Ratschläge zur weiteren Abwicklung des Wiederaufbaus der Katastrophenregion rund um Fukushima im Jahr 2014 so festgehalten:

Es sollte nicht nur die Zahl der Heilbetreuer erhöht werden, die für die Opfer der Naturkatastrophe vom 11. März 2011 mit nachfolgender Havarie des Atommeilers Fukushima Daiichi da sind, sondern die Entscheidungen der Betroffenen über ihren zukünftigen Wohnort dringend zu akzeptieren. Das Megabeben der Stärke 9,0 und anschließendem Tsunami im Nordosten Japans hat 19.000 Menschen getötet.

In ihren Handlungsempfehlungen raten die Experten, die Entscheidung der Menschen in den nach der Katastrophe eingerichteten Notunterkünften, ob sie in ihre Heimat zurückkehren wollen oder sich an einem dritten Ort ein neues Lebensumfeld aufbauen wollen, unbedingt zu respektieren.

Sie appellieren, die betroffenen Katastrophenopfer auf dem Entscheidungsweg aktiv zu begleiten und sie mit den nötigen Informationen zu versorgen.

Hintergrund der Forderung ist, dass noch immer viele der aus Kommunen innerhalb der 20-Kilometer-Sperrzone rund um das Atomkraftwerk Fukushima evakuierten Bewohner in Notunterkünften leben - eine für japanische Verhältnisse ungewohnte soziale Situation, die bis hin zur teilweisen gesellschaftlichen Stigmatisierung der betroffenen Menschen führte.

Adäquate Infrastruktur notwendig

Um überhaupt den Menschen in Notunterkünften den Weg zurück in ihre Heimat zu ebnen, ist es nach Einschätzung der Experten wichtig, den lokalen Arbeitsmarkt zu stärken und für eine adäquate sichere Infrastruktur inklusive Bildungseinrichtungen und medizinischer Versorgung zu sorgen.

Die Katastrophenregion musste einen massiven Arbeitsplatzabbau hinnehmen, da viele Firmen ihre zerstörten Produktionsbetriebe aus Furcht vor zukünftigen Katastrophen ähnlichen Ausmaßes in anderen, sichereren japanischen Regionen oder im Ausland wiederaufgebaut haben.
Somit ist die Region noch stärker als zuvor von der Fischerei und dem Tourismus abhängig, wobei beide Branchen durch die Diskussion um die radioaktive Belastung zu Wasser und zu Lande einen beträchtlichen Imageschaden wegstecken mussten.

Und heute?
In Fukushima herrscht zurzeit die höchste radioaktive Strahlung seit dem Super-Gau!

Auf dem Gelände des durchgeschmolzenen japanischen Atomkraftwerks Fukushima ist nach Angaben des Betreibers die höchste radioaktive Strahlung seit der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe im März 2011 gemessen worden. An einer Stelle des Reaktors 2 habe die Strahlung bei geschätzten 530 Sievert pro Stunde gelegen, an anderen Stellen sei die Strahlung aber wohl sehr viel niedriger, Radioaktivität trete keine aus dem Reaktor aus.

Menschen erleiden gravierende akute Strahlenschäden, wenn sie bereits in kurzer Zeit einer Strahlung von 1 Sievert beziehungsweise 1000 Millisievert ausgesetzt sind.

Die Supergau-Mahnmale Tschernobyl 1986 und Fukushima 2011 sollten Grund genug sein, mit Höchsttempo an anderen Energiequellen zu arbeiten.


Sechs Jahre danach stehen die Tausenden von Arbeitern in der Atomruine weiter vor großen Herausforderungen. Dazu gehört die Bergung der geschmolzenen Brennstäbe in den zerstörten Reaktoren, über deren Verbleib bislang noch keine volle Klarheit herrscht.