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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Dichterhain, Bände 5 bis 8

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Donnerstag, 16. Juli 2015

Severin Groebners Programm für die kommenden Monate

Sehr geehrte An-den-Bildschirm-Gefesselte!

                                                               Liebe Menschen, die ihre Mails sogar
                                                               via Smartphone auf der Toilette lesen!

Ehrenwertestes Publikum!

                                                              Servus, mitlesende Geheimdienste!

„The world today seems absolutley crackers“ sangen einst Monty Phyton. Was so viel bedeutet, wie: „Die Welt sieht heute aus wie ein Käsegebäck.“
Und da haben die Herren aus England natürlich recht. Denn welche Nation dieser Welt kennt sich besser mit Käsegebäck aus als die Engländer? Eben.
Weiter ging es in dem Lied mit der Erkenntnis, daß „fools“ und „idiots“ am „trigger“ säßen.
Und da haben die natürlich auch recht. Das Lied ist von 1890… nein, 1980 und es hat sich seither daran nichts geändert. Es ist tendenziell sogar schlimmer geworden. 1980 konnten Monty Phyton noch „I like Chinese“ singen. Das ist heute etwas schwieriger. 1980 gab es den Westen und den Osten. Der Westen war gut, hatte Kapitalismus, Demokratie, Wohlstand und die Börsen. Der Osten war böse, hatte Diktatur, Armut, keine Menschenrechte und keine Börsen.
Heute ist zwar Russland immer noch böse, hat auch immer noch keine Menschenrechte, dafür sehr viel rechte Menschen, und eine gelenkte Demokratie. Und weil es traurig ist, daß es sein großes kommunistisches
Weltreich verloren hat, finanziert Russland mit den geringer werdenden Öleinnahmen die Nazis und Rechtspopulisten in ganz Europa. Logisch oder?
Die USA dagegen sind immer noch reich - Mal abgesehen von den immensen Schulden, die sie bei den Chinesen haben ( dazu später) - , haben Kapitalismus… nur bei den Menschenrechten beginnt es schwierig zu werden. Zumindest wenn man ein dunkelhäutiger junger Mann auf der Straße einer beliebigen US-Stadt ist. Dann kann sich schon mal der eine oder andere Polizist extrem gefährdet fühlen und zur Waffe greifen. Und dann hat der junge schwarze Mann Pech gehabt… aber auch irgendwie selber schuld. Warum muß er auch so schwarz sein in aller Öffentlichkeit. „Home of the brave and the free“ heißt es ja.
Von „Black“ ist da nicht die Rede. Aber natürlich muß man, um praktizierten Rassismus zu
erleben, nicht in die Ferne schweifen.
Da reicht eine Reise nach z.B. Sachsen.
Freital heißt ein kleines Städchen bei Dresden. Und wer Pogromstimmung nur aus dem Geschichtsunterricht und dem Fernsehen kennt, kann da mal hinfahren und sich das live ansehen. Denn hier ist ein bestimmter Teil der Bevölkerung sich einig, daß man Menschen in Not und auf der Flucht immer helfen soll - aber nur wenn sie von hier sind. Deshalb geht man auch auf die Straße gegen ein Heim für Flüchtlinge, schreit „Lügenpresse“ und schwenkt russische Fahnen. Die Russen sind zwar auch nicht von hier, aber die kennen sich aus mit „Heimat“ und so, weswegen auch viele von denen in der Ukraine kämpfen. Aber egal.
Freilich kann man Rassismus auch besser organisieren.
In Österreichs „Erstaufnahmezentrum“ in Traiskirchen etwa gibt es mittlerweile so viele Flüchtlinge, daß die im Freien schlafen müssen. Und während man im Mai noch für „tausende Fans“ musikfreier Musik ein „Megaevent“ über die Bühne gebracht hat, wo der Moderator gesagt hat „mehr Bridges kann man nicht mehr builden“, da ist es dem österreichschen Staat, seinen Bundesländern und Ortskaisern nicht möglich für ein paar hundert Hilfe suchende Menschen ein Dach über den Kopf zu organisieren. Und unter den gebuildeten Brücken kann man sie auch nicht unterbringen.
Warum? Weil sie nicht im Fernsehen singen. Und überhaupt kein Merchandising Material zu verkaufen haben. Und sich auch nicht richtig präsentieren. Keine Grazie. Ja, es wird Zeit, daß Stefan Raab und Heidi Klum endlich mal „Europa sucht den Superflüchtling“ erfinden, die einzige Show, die von einem Schlauchboot im Mittelmeer ausgestrahlt wird. Spiel, Spaß und Spannung für alle. Wer gewinnt, bekommt eine Aufenthaltsgenehmigung und einen Arbeitsplatz als Toilettenreinigungskraft in einem Innenministerium seiner Wahl. Bei allen anderen ist dann aber leider irgendwie die Luft raus. Am Schlauchboot. Vielleicht das nächste Mal!
EsdS - damit das Elend wieder mal ein bißchen Glamour kriegt, Baby!
Nein, sowas gibt es natürlich nicht. Also die Troika darf zwar die griechische Regierung und das Athener Parlament entmachten, ja, und das dann auch „Hilfe“ nennen. Sowas gibt es, aber so eine Show gibt es nicht. Noch nicht. Denn wenn man sich China anschaut, weiß man, was alles möglich ist: Ein kommunistisches Land, in dem es im Jahr durschnittlich 200 Arbeiteraufstände gibt, dessen Börsen gerade auf Talfahrt gehen und dem die Amerikaner wahnsinnig viel Geld schulden.
Hätte mir das einer 1980 prophezeit, hätt ich gesagt: „Das ist von Monty Phyton, oder?“

Dennoch sollte man nicht aufhören sich über die Realität lustig zu machen. Also bleibe ich weiter auf Tour, im Gepäck mit dem neuen Programm mit dem Titel: VOM KLEINEN MANN, DER WISSEN WOLLTE, WER IHM AUF DEN KOPF G’SCHISSEN HAT. Knapper kann man Titel kaum halten, glaube ich. Umso euphorischer sind die Pressestimmen:

„Ein selten gewordenes 
kabarettistisches Ereignis" (FAZ)
„Bitterböses Gegenwartskabarett" (Abendzeitung)
„Spitzen-Kabarett" (Kurier)
„Allererste Sahne“ (Schweinfurter Tagblatt)
„Eine großartige Sache“ (Die Presse)
„Ein Meisterwerk" (Süddeutsche Zeitung)

Ob das allerdings stimmt - Stichwort „Lügenpresse“ - muß jeder Mensch für sich selbst rausfinden. Gelegenheiten gibt es:


Dienstag 18. bis Samstag 22. August

München, Lach&Schießgesellschaft
Donnerstag 3.September
Düsseldorf, Kommödchen
Samstag 5. September
München, Lustspielhaus
Freitag 11. und Samstag 12. September
Nürnberg, Burgtheater
Donnerstag 24. September
Frankfurt, Stalbrugtheater
Freitag, 25. September
Darmstadt, Halb-Neun-Theater
Samstag 26. September
Frankfurt, KÄS (DVD Aufzeichnung!!!)
Montag 28. und Dienstag 29. September
Wien, Kabarett Niedermair



Aber auch mein - mit dem Österreichischen Kabarettpreis
ausgezeichnetes - Programm
SERVUS PIEFKE
spiel ich noch. Zum
Beispiel:

Freitag 17. Juli
Stockheim, Gemeindesaal
Mittwoch 29. Juli
Ibbenbüren, Kulturmotor
Montag 14. September
Dortmund, Spiegelzelt an
der Westfalenhalle
Donnerstag 8.Oktober
Berlin, Ufa-Fabrik

Und die „Lesebühne ihres Vertrauens“ (featuring Tilman Birr, Elis und meine Wenigkeit)
beendet Ihre Sommerpause kurz am 23. Juli am Stoffel und dann richtig - in der
neuen Location (die gegenüber der alten Location ist) - im Elfer, Klappergasse,
Sachsenhausen am 13.September.
Wie immer zweiter Sonntag im Monat. Wie immer Einlaß 20h und Beginn 21h.

Und jetzt kommt’s:  Nicht nur, daß man all das auf meiner Homepage (http://www.severin-groebner.de) nachlesen kann, mich auf Facebook digital stalken (https://www.facebook.com/severingroebner) oder meine Kolumnen in der world famous Wiener Zeitung nachlesen (http://www.wienerzeitung.at/tagsuche/?q=26516), nein, jetzt bin ich auch noch in der Glotze.
Also im Kastel.
Wie sagt man auf Hochdeutsch? Genau: Im Patschenkino.
Also im Fernsehen.
Und zwar im ORF. Am 18.8. im Rahmen des „ORF-Sommerkabaretts“. Da gibt es das SERVUS PIEFKE Programm - leicht gekürzt - zu sehen (die Szene mit dem aufblasbaren Flugzeugträger in Penis-Form wurde - glaub ich - rausgeschnitten).
Also bitte: Raus aus dem Badesee, weg vom Grill, runter von…. was auch immer und ran die Geräte und anschauen! Oder einfach den Festplattenrekorder programmieren.

Dann sehen wir uns. Also Ihr mich. Und wir uns vielleicht später irgendwo. Auf dem Mond. In China. Oder im Theater.

Bis dahin
Einen schönen Sommer

Euer Groebner

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