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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Dichterhain, Bände 5 bis 8

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Donnerstag, 8. Mai 2014

Medizinischer Fortschritt: Besser hören, wenn Hörgeräte nicht mehr helfen?



(dgk) Wir telefonieren, unterhalten uns, schauen Filme an oder hören Musik. Hören gehört ganz selbstverständlich zu unserem Alltag. Dass gutes Hören die Voraussetzung für Kommunikation und ein aktives Leben ist, wird uns erst bewusst, wenn das Hörvermögen nachlässt oder völlig ausfällt.
Bundesweit können rund 14 Millionen Menschen nicht gut hören, zweieinhalb Millionen davon sind mit Hörgeräten versorgt.
Doch in manchen Fällen reichen auch hochentwickelte und leistungsstarke Geräte nicht
mehr aus. Betroffene merken das zum Beispiel daran, dass sie zwar noch hören, aber oft
nicht verstehen, was andere sagen. Außerdem wird es schwieriger, den Beiträgen in TV und
Radio zu folgen. Auch Telefonieren mit Fremden wird zu einer Herausforderung. Hören und
Verstehen erfordert für hörgeschädigte Menschen viel Kraft und Anstrengung. Sie ziehen
sich daher oft aus dem sozialen Leben zurück.
In diesen Fällen kann ein so genanntes Cochlea-Implantat (kurz CI ) helfen, wieder besser
zu hören. Das CI ist eine elektronische Innenohrprothese, die als Ersatz ausgefallener Innenohrstrukturen dient und das Hören ermöglicht. Es wird chirurgisch unter die Kopfhaut,
hinter dem Ohr, platziert, mit einem Elektrodenträger, der in die Cochlea (Hörschnecke) eingeführt wird. Das Cochlea-Implantat-System besteht aus zwei Teilen: dem bei der Operation implantierten Teil mit der Elektrode in der Hörschnecke und dem äusseren Teil mit Mikrofon und Sprachprozessor.


Seit mehr als 30 Jahren wird diese Therapie in Deutschland durchgeführt. Bundesweit wurden bislang etwa 30.000 Menschen erfolgreich mit einem Cochlea-Implantat versorgt. In Fachkreisen gilt diese Behandlung als eine der effektivsten Therapien in der Medizin, da das CI die Funktion des Innenohres und somit einzigartig ein Sinnesorgan ersetzt.
Das Cochlea-Implantat kann in jeder Altersstufe für mehr Lebensqualität sorgen, auch im hohen Alter. Wichtig ist eine möglichst frühzeitige Versorgung. Denn das Gehör entwöhnt sich die Fähigkeit, Sprache und Geräusche zu differenzieren, geht zunehmend verloren. Je früher mit der Versorgung begonnen wird, desto leichter wird die Rehabilitation , weiß Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Laszig, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Poliklinik, Plastische Operationen des Universitätsklinikums Freiburg. Wer also trotz Hörgerät nicht mehr ausreichend versteht, sollte die Chance zum besseren Hören nutzen und zum HNO-Arzt gehen, um sich dort beraten zu lassen.
Übrigens sind Cochlea-Implantate auch bei einer plötzlichen Ertaubung durch einen Hörsturz
sehr effektiv, denn die Höreindrücke sind im Gehirn noch präsent. Kinder, die gehörlos auf
die Welt kommen und frühzeitig implantiert werden, haben die Chance, eine Regelschule zu
besuchen, wie jedes gut hörende Kind auch.
Seit ich ein Cochlea-Implantat trage, ist mein Leben schöner, fasst Silke M. aus Hessen ihr
Lebensgefühl zusammen. Sie kann ihrem Beruf als Personalsachbearbeiterin nachgehen
und genießt es, in ihrer Freizeit zusammen mit anderen Sport zu treiben. Früher hatte sie
Probleme beim Telefonieren und musste bei Gesprächen von den Lippen des Sprechers absehen.

Quellen:
(1) Deutsche Cochlear Implant Gesellschaft e. V. (DCIG), www.dcig.de
(2) Deutscher Schwerhörigenbund e. V. (DSB), www.schwerhoerigen-netz.de
(3) Initiative www.ich-will-hoeren.de

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