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Noch mehr Gesundheit, Wellness und Spiritualität


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Berechnung Body Mass Index (BMI)
 
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Ihr BMI:
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Durchschnittliche BMI Bewertung:
 

BMI männlichBMI weiblich
Untergewicht unter 20unter 19
Normalgewicht20-2519-24
Übergewicht26-3025-30
Adipositas31-4031-40
starke Adipositasgrößer 40größer 40
Untergewicht, Übergewicht und starkes Übergewicht : Bitte suchen Sie umgehend einen Arzt auf

Der optimale Body Mass Index nach Alter:
Alteroptimaler BMI
19-2419-24
25-3420-25
35-4421-26
45-5422-27
55-6423-28
älter als 6524-29



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Raffinierte Rezepte und wertvolle Tipps aus der veganen Küche

Gesund genießen ohne Fleisch

Sich rein pflanzlich zu ernähren oder vollständig vegan zu leben, liegt voll im Trend. Trotzdem stößt eine konsequente Umstellung auf viele Fragen, die von der optimalen Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen bis zu fleischlosen Alternativen zu herkömmlichen Produkten reichen. "Vegan kompakt" von Rose Marie Donhauser erklärt, was vegan eigentlich bedeutet und wie man sich mit veganen Lebensmitteln versorgen kann.

Veganer: meist moralisch-ethisch motiviert

Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, sich fleischlos zu ernähren oder schließlich ganz auf tierische Produkte zu verzichten. Der Veganismus gilt als logische Fortsetzung des Vegetarismus und wird z. B. von der Vegan Society als Lebensweise beschrieben, "die so weit wie möglich versucht, alle Formen der Ausbeutung und Grausamkeit gegenüber Tieren, die für Lebensmittel, Kleidung oder anderen Zwecken dienen, zu vermeiden."
Die Gründe für diese Entscheidung sind so verschieden wie die Menschen selbst: Tierliebe und Kritik an der Massentierhaltung, der Wunsch nach aktivem Klima- und Umweltschutz, die Problematik des Welthungers sowie Lebensmittelallergien oder andere gesundheitliche Probleme spielen eine Rolle. Am häufigsten werden jedoch moralisch-ethische Motive als ausschlaggebend genannt. Die Kochbuchautorin und Food-Journalistin Rose Marie Donhauser begleitet auf dem Weg zu einer Umstellung und zeigt, dass Genuss und Gesundheit auch für Veganer zusammengehören.

Mehr als nur Obst und Gemüse

Nach Auffassung der Genuss-Expertin, die selbst auf einem oberbayerischen Landgasthof aufwuchs, genügt es nicht, "nur" noch Gemüse und Früchte zu essen: "Vielmehr ist es für eine vegane Lebensweise entscheidend, hinreichend mit Proteinen, Kohlenhydraten, Fetten und Vitaminen versorgt zu werden. Abwechslung auf dem Speiseplan ist daher wichtig und nötig." Die Grundlage ist dabei zwar das Gemüse, dieses sollte aber in großer Vielfalt, möglichst regional und saisonal geerntet, zubereitet werden.
Hinzu kommen Hülsenfrüchte - von der Sojabohne über verschiedene andere Bohnenarten, Erbsen, Linsen und Erdnüsse -, die eine wichtige Eiweißquelle darstellen. Samen, Nüsse und Getreide liefern pflanzliches Eiweiß und bieten zusätzlich Ballast- und Mineralstoffe. An entscheidender Stelle tritt Obst mit viel Fruchtzucker und Vitaminen auf den Plan. Zudem benötigen Veganer Fett in Form von pflanzlichen Ölen wie Oliven-, Raps- oder Leinöl, die einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren enthalten. "Veganer sind optimal versorgt, wenn der Speisezettel variantenreich ist und vor allem wertvolle Inhaltsstoffe bietet", weiß die vielfach ausgezeichnete Gastronomie-Autorin.

Die fleischlose Herausforderung

Neben der ausgewogenen Versorgung des Organismus mit allen wichtigen Nährstoffen begegnet die ganzheitlich vegane Lebenseinstellung noch ganz anderen Schwierigkeiten. Denn oft ist es gar nicht so einfach, sich konsequent von tierischen Produkten zu verabschieden, da sich diese sogar in Lebensmitteln befinden, in denen man es gar nicht vermuten würde. Herkömmlich hergestellter Wein - egal, ob zum Trinken oder zum Abschmecken von Soßen und Suppen - wird mithilfe von Fischblasen gefiltert und mit Eiweiß oder Gelatine geklärt. Gummibärchen enthalten tierische Gelatine, doch vegane Alternativen gibt es bereits in vielfältigen Geschmackssorten. Auch wer bei Kartoffelchips nur an Kartoffeln, Salz und Öl denkt, wird beim Lesen der Zutatenliste sehr schnell aufgeklärt: Der rote Farbstoff Karmin (E 120) z. B. wird aus getrockneten Schildläusen gewonnen.
Und bei Medikamenten lässt sich die vegane "Überzeugung" wegen der häufig praktizierten Tierversuche oder tierischer Inhaltsstoffe manchmal schlichtweg nicht durchsetzen. Der Kompakt-Ratgeber erleichtert hier die persönliche Entscheidung mit Tipps für Einkauf, Vorratshaltung und Zubereitung und gibt weiterführende Hinweise, um sich ausführlicher über die vegane Lebensweise zu informieren.

Buch-Tipp:
Rose Marie Donhauser: Vegan kompakt. Die wichtigsten Tipps für Einkauf, Vorratshaltung und Zubereitung - 58 raffinierte Rezepte. Kompakt-Ratgeber. Mankau Verlag 2015, Klappenbroschur, durchgehend farbig, 11,5 x 16,5 cm, 127 Seiten, 7,99 Euro (D) / 8,20 Euro (A), ISBN 978-3-86374-252-2.



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Zahl der HIV-Infektionen nimmt zu

Die Zahl der gemeldeten HIV-Neuinfektionen in Deutschland ist weiter gestiegen. Für 2013 wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) etwa 3260 gesicherte Neudiagnosen übermittelt - etwa zehn Prozent mehr als 2012.
Wie es im neuen Aids-Jahresbericht des RKI heißt, beruht der Anstieg auf einer verbesserten Datenlage und verstärkten Recherchen bei Ärzten: Ein größerer Anteil der HIV-Meldungen wurde als HIV-Neudiagnose bestätigt. Es gebe allerdings auch einen tatsächlichen Anstieg bei Neuinfektionen.
Zwischen Infektion und Diagnose liegen allerdings oft Jahre. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen spiegele daher nicht zwangsläufig das aktuelle Infektionsgeschehen wider. Außerdem lasse sich nicht jeder Betroffene bei Verdacht testen.



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Herzpatienten auf Reisen 

„Eine Herzerkrankung muss nicht unbedingt den Verzicht auf das Reisen bedeuten. Allerdings sind je nach Krankheitszustand eines Patienten, zum Beispiel nach einem Herzinfarkt, nach Aufdehnung der Herzkranzgefäße, nach einer Herzoperation oder nach Einbringung eines Herzschrittmachers Einschränkungen oder Ruhepausen einzuhalten, bevor eine Reise ratsam ist“, betont der Herzspezialist Dr. med. Wolf Andreas Fach vom Cardioangiologischen Centrum Bethanien (CCB) in Frankfurt am Main, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Herzstiftung. „Herzpatienten sollten deshalb mehrere Wochen vor einer geplanten Reise immer zuerst mit ihrem behandelnden Arzt sprechen, denn er kann am besten beurteilen, ob sie reisefähig sind, und kann über mögliche Risiken ausreichend aufklären.“

Wer soll nicht reisen? Wer kann reisen?
Antworten auf diese und viele weitere Fragen, die sich Herzpatienten und ihre Angehörigen immer wieder stellen, bietet die Deutsche Herzstiftung im neuen Reise-Set. So ist eine Reise nicht ratsam innerhalb der ersten drei Wochen nach Einsetzen eines Herzschrittmachers oder Defibrillators. Auch erfahren Herzpatienten, welche speziellen Vorbereitungen sie treffen sollten: Wer fliegt, sollte die Krankenunterlagen griffbereit haben, Defiträger sollten die Fluglinie vorab informieren. Auch Extremsituationen sollten sie meiden, z. B. Hitze, Kälte, Höhe über 2000 Meter, lange Autofahrten und Reisestress. „Generell sollten sich Herzkranke langsam am Urlaubsort eingewöhnen und bereits vorab informieren, ob und wo sich in der Nähe des Reiseziels eine Klinik befindet, die mit modernen Methoden behandeln kann, zum Beispiel mit einem Herzkatheter“, rät Dr. Fach. Damit im Notfall sofort der Rettungsdienst gerufen werden kann, sollte auch vor der Auslandsreise die jeweilige Notrufnummer des Landes notiert werden – nicht überall ist es die 112.

Das kostenfreie Reise-Set für Herzpatienten kann angefordert werden unter www.herzstiftung.de/sicher-reisen oder bei: Deutsche Herzstiftung e.V., Vogtstr. 50, 60322 Frankfurt am Main, Tel. 069 955128-0



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2013 - Das allseits beliebte Kalzium, das wird einem schon früh eingetrichtert, ist wichtig für Knochen und Zähne, die Nerven brauchen das Mineral genauso wie die Muskeln, und ohne Kalzium könnten auch viele Enzyme und Hormone ihre Aufgaben nicht erledigen.
Der Nahrungsergänzungsmarkt boomt. Viele glauben, sie tun sich etwas Gutes, wenn sie ihre Ernährung noch mit Kalziumpräparaten aus Apotheke und Drogerie aufpeppen.
Inzwischen zeigen Studien bei Frauen, die Kalziumpräparate gegen Osteoporose erhielten, dass zu viel Kalzium schadet. In der WHI CaD Study* mit 36.000 Frauen stiegen bei Teilnehmerinnen, die zuvor keine Kalzium-Supplemente genommen hatten und nun mit 1 Gramm pro Tag behandelt wurden, die Raten für Herzinfarkte und Schlaganfälle im Vergleich zu Placebo um bis zu 22 Prozent.
In einer Metaanalyse von acht kontrollierten Studien ließen sich für die Kalziumsupplementation sogar ein um 24 Prozent erhöhtes Herzinfarkt- und ein um 15 Prozent erhöhtes Schlaganfallrisiko errechnen.


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2013 - Wie britische Forscher zuletzt herausfanden, litten Parkinsonpatienten im Frühstadium im Durchschnitt häufig - fast jeder zweite - an (übermäßigem) Speichelfluss (Hypersalivation), Harndrang, Hyposmie (Einschränkung des Geruchsinns), Angstgefühlen und Verstopfung. Bei nichtdiagnostiziertem Parkinson besteht daher vermehrt die Gefahr der Fehldiagnosen. Dies nicht zuletzt auch bei den überraschend bei 20 % der Fälle beobachteten visuellen Halluzinationen.

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2013 - Für den Tod des Porno-Stars "Sexy Cora" bei einer Busen-Op hat das Hamburger Landgericht die Anästhesistin zu 14 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Die Richter befanden die 56-Jährige der fahrlässigen Tötung für schuldig.
Bei der Schönheitsoperation vor zwei Jahren hatte die 23 Jahre alte Carolin Wosnitza alias "Sexy Cora" einen Herzstillstand erlitten. Nach mehreren Tagen im Koma starb sie an einer Hirnlähmung.
"Es handelt sich schon um ein Albtraumszenario, das hier stattgefunden hat", sagte der Vorsitzende Richter Ulrich Weißmann am Dienstag.

Verantwortung auf sich genommen

Die Narkoseärztin hatte vor Gericht die Schuld und Verantwortung für den tödlichen Eingriff auf sich genommen. Die Kammer wertete den Fehler der Ärztin als "Ausnahmeversagen": "Es war ein einmaliger, allerdings furchtbarer Fehler, den Sie hier begangen haben."
Die Anästhesistin habe bei der Schönheitsoperation nicht auf die korrekte Beatmung der Patientin geachtet - und die über längere Zeit bestehende Fehlbeatmung nicht bemerkt, betonte der Richter.
Ein Berufsverbot sprach das Gericht nicht aus: "Wir halten ein Berufsverbot für völlig überzogen und unverhältnismäßig."

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Rauchverbot lässt Kinder aufatmen

(2013 Ärzte Zeitung) Mit dem Rauchverbot in öffentlichen Räumen sinkt nicht nur die Herzinfarktrate. Auch Kinderlungen profitieren: Seit Einführung des Gesetzes nimmt die Zahl der Asthmanotfälle drastisch ab, wie eine englische Studie eindrucksvoll belegt.

Eine britische Studie bestätigt dies jetzt erneut. Grundlage der Erhebung waren Klinikdaten von Asthmapatienten bis 14 Jahren, die von April 2002 bis November 2010 in einer englischen Notaufnahme behandelt wurden (Pediatrics 2013; online 21. Januar).
In dem gesamten Studienzeitraum wurden 217.381 Kinder als Asthmanotfall in einer Klinik vorgestellt, rund 87 Prozent von ihnen stammten aus städtischer Umgebung. Vor Inkrafttreten des Nichtraucherschutzgesetzes war die Zahl der Behandlungen, die im Herbst jeweils einen Höchststand erreichte, jährlich um 2,2 Prozent gestiegen.
Direkt nachdem die neue Bestimmung wirksam wurde, reduzierte sich die Rate kindlicher Asthmanotfälle um 8,9 Prozent. Im ersten Jahr sank die Zahl der Klinikeinweisungen um 12,3 Prozent und fällt seither weiter um jährliche 3,4 Prozent.

Mehr Rücksicht - gesündere Kinder

Befürchtungen, dass Raucher nach dem Verbot in öffentlichen Räumen nun ihre Wohnungen stärker unter Qualm setzen und damit die Familienangehörigen stärker belasten würden, haben sich offenbar nicht bestätigt - im Gegenteil.
Mit diesem Erfolg für die Kindergesundheit steht England nicht allein da. Schottland etwa berichtet über eine jährliche Reduktion von 18,2 Prozent und Arizona über 22 Prozent weniger Notfallbehandlungen von Kindern mit Asthma, seit der Nichtraucherschutz gilt.

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2012 - Hohe LDL-Cholesterin-Spiegel im Blut lassen das Risiko von Herzinfarkt oder Schlaganfall steigen. Das ist bekannt, wobei um den Einstieg in die Therapie noch unterschiedliche Meinungen herrschen. Die einen lassen noch Regulierung durch Cholesterin zu, die anderen starten bereits ihr umfangreiches Überwachungsprogramm. Das Frühstücksei ist - seit längerem beobachtet und diskutiert - nicht schuld, auch wenn es täglich genossen wird, das hat eine Metaanalyse jetzt bestätigt.

Das über die Ernährung zugeführte Cholesterin im Ei trägt nur in bescheidenem Maße zur Plasmakonzentration des "schädlichen" LDL-Cholesterins bei, schlimmer oder entscheidend sind für den Cholesterinspiegel im Blut viele gesättigte Fettsäuren in fettem Fleisch, Käse, Butter und anderen tierische Fette. Ein großes Ei enthält zwar bis zu 275 Milligramm Cholesterin, was die Anfälligkeit von LDL-Cholesterin im Blut für Oxidationsvorgänge (oxidiertes LDL-Cholesterin ist ein Risikofaktor für die Ateriosklerose) und die postprandiale Lipidämie steigert.
In die Metaanalyse des chinesisch-amerikanischen Autorenteams gingen Daten aus acht Studien mit über 260.000 Patienten ein; diese wurden zwischen acht und 20 Jahre lang nachbeobachtet (BMJ 2013; 346: e8539).
Das relative Risiko, eine koronare Herzerkrankung (KHK) zu erleiden, lag bei einem Konsum von bis zu einem Ei täglich bei 0,99, der entsprechende Wert für den Schlaganfall war 0,91.
Grundsätzlich sollte man auf Grunderkrankungen achten.
In der Online-Sprechstunde der Deutschen Herzstiftung sagte Vorstandsmitglied Professor Helmut Gohlke, ehemals Chefarzt im Herz-Zentrum Bad Krozingen: "Wenn Sie keine koronare Herzerkrankung oder Gefäß-Arteriosklerose haben, ist der Konsum von Eiern weniger bedenklich, als wenn sie bereits deutliche arteriosklerotische Veränderungen an den Herzkranzgefäßen oder zum Beispiel den Halsgefäßen haben."
Ei hin oder her, am sinnvollsten ist die Ernährung im Sinne der mediterranen Küche mit Schwerpunkt bei Gemüsen, Salat, Obst und Vollkornprodukten.


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Obwohl durch Rückenschmerzen jede Bewegung zur Tortur werden kann, sind erfreulicherweise die meisten Beschwerden harmlos und können durch moderate Bewegung vertrieben werden. Unter dem Motto „Dein Rücken liebt Bewegung“ ruft die Aktion Rückenwirbel e. V. die Bevölkerung am 15. März 2013 zum zwölften Mal auf, sich intensiver um die Vorbeugung von Rückenschmerzen zu kümmern.

„Wir freuen uns, dass auch im kommenden Jahr zahlreiche Organisationen, Krankenkassen und Berufsstände im Gesundheitswesen den Tag der Rückengesundheit unterstützen werden“, sagt Dr. Dietmar Krause, Begründer des bundesweiten Gesundheitstages und Vorsitzender der Aktion Rückenwirbel (ARW). Die Aktionspartner werden vielfältige Aktionen zum Mitmachen, zur Beratung und Information anbieten. Ziel des Deutschen Rückentages ist, die Hilfe zur Selbsthilfe zu stärken und konkret über Möglichkeiten der Vorbeugung durch Bewegung zu informieren.

Fast jeder Deutsche leidet irgendwann in seinem Leben unter Schmerzen im Nacken oder Kreuz. „Doch in der Regel besteht kein Grund zur Sorge“, sagt Dr. Dietmar Krause von der Aktion Rückenwirbel, die den Rückentag organisiert. Bettruhe für länger als zwei Tage oder gar Krankschreibung sind nach Ansicht des Experten eher schlecht für den Rücken. Aktivität führt dagegen zu schnellerer Genesung und beugt weiteren Rückenschmerzen vor. Das man damit am besten so früh wie möglich beginnt, zeigt die Aktion Rückenwirbel. Jedes Jahr schulen die Bewegungsfachkräfte des gemeinnützigen Vereins mehrere zehntausend Kinder in Schulen mit dem moving-Programm. Mit täglich vier einfachen Übungen lernen die Schulkinder die Grundlage für einen gesunden Rücken zu schaffen. Untersuchungen haben gezeigt, dass die vier Übungen des moving-Konzeptes die Beweglichkeit der Wirbelsäule verbessern. Außerdem fördern sie die Entspannung und Konzentration, weil sie langsam und sanft durchgeführt werden. Was für Kinder gilt, ist natürlich auch für Erwachsene wirksam. Deshalb sollte jeder Mensch zur Vorbeugung von Rückenschmerzen mehr Bewegung in seinem Alltag bringen.

Zum 12. Tag der Rückengesundheit am 15. März 2013 halten zahlreiche Aktionspartner umfangreiches Info-Material zur Bewegungsförderung für Interessierte bereit. Wer mitmacht erfahren Sie rechtzeitig vor Beginn des Gesundheitstages unter www.aktion-rueckenwirbel.de im Internet.



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Zeichnen, Backen, Musik regt Demenzkranke an

(2012 Ärzte-Zeitung) Demenzkranke sollten so intensiv und so lange wie möglich geistig beschäftigen werden - auf diese Weise lässt sich der kognitive Abbau ähnlich gut bremsen wie mit Medikamenten.

Beschäftigt man Demenzkranke über 6 Monate 3-mal die Woche auf diese Art und Weise, sind gute Ergebnisse zu beobachten. Aber auch in anderer Hinsicht: Sie konnten besser kommunizieren und waren sozial aktiver, und ebenfalls vier Studien deuteten auf eine verbesserte Lebensqualität.

Dagegen unterschieden sich die Gruppen nicht signifikant bei Alltagsfähigkeiten, Stimmung und Verhalten. Auch verringerte das Training die Belastung der Pflegekräfte oder Angehörigen nicht, allerdings führte es nach Angaben der Pflegenden auch nicht zu einer zusätzlichen Belastung.

Die Analyse, bekräftige die Forderung von Leitlinien: Demenzpatienten sollten zusätzlich zur antidementiven Medikation auch eine kognitive Stimulationstherapie erhalten. 

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Die Bundesregierung betrachtet die E-Zigaretten mittlerweile ganz offiziell als zulassungspflichtige Arzneimittel.

Nach Auffassung der Bundesregierung unterfallen die für den Betrieb der E-Zigarette bestimmten Nikotin-Tanks oder -liquids aufgrund der pharmakologischen Wirkung des Stoffes Nikotin dem Arzneimittelgesetz.
Selbst das Gerät, in dem das Nikotin vernebelt wird, müsste als Medizinprodukt eingestuft werden. Hersteller und Händler würden somit gegen das Arzneimittelgesetz, Medizinproduktegesetz, Heilmittelwerbegesetz und Apothekengesetz verstoßen.

Diese Einschätzung teilen aber auch Landesbehörden, die für die Überwachung von Arzneimittelzulassung zuständig sind. Vergangene Woche kam es zu einer Razzia bei einem E-Zigaretten-Hersteller im nordrhein-westfälischen Schwelm. Berichten zufolge soll es die bislang größte Durchsuchungsaktion in der Branche gewesen sein. Auch in Frankfurt ist Ähnliches geplant. E-Zigaretten gelten als nicht verbietbar, wie immer man das verstehen mag, aber kontrollierbar.

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Wenn Fernsehsendungen krank machen

Junge Frauen, die regelmäßig "Germany‘s Next Topmodel" sehen, fühlen sich häufig trotz Normalgewicht zu dick. Die Sendungen gehen ganz offensichtlich an jungen Zuschauern nicht spurlos vorüber. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) aufmerksam gemacht. Viele Mädchen und junge Frauen, die derartige Shows verfolgen, empfänden sich als zu dick. Castingshows verfolgen mehr als 62 Prozent der Heranwachsenden zwischen zwölf und 17 Jahren. Die Gefühle vieler Befragten schwankten zwischen Bewunderung und Neid. 
In Deutschland leiden einige Hunderttausend - bis zu 0,8 Prozent der jungen Frauen zwischen 14 und 20 Jahren an Anorexie und drei Prozent an Bulimie.

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Burnout wird vermehrt bei Studenten gesehen, die durch höhere Anforderungen seit Umstellung auf Bachelor und Master-Grade erkranken

CHEMNITZ (dpa). Experten stellen bei Studenten immer mehr Burnout-ähnliche Symptome fest. Bei einer Befragung unter psychologischen Beratern von Studentenwerken aus 14 Bundesländern stellten 83 Prozent eine Tendenz zu einer allgemeinen Überlastung und psychischen Erschöpfung bei Studenten fest.
Als Ursache hätten die Fachleute vor allem die Umstellung auf das Bachelor-/Master-Studium benannt, so Doreen Liebold, Autorin der Diplomarbeit im Fach Soziologie an der TU Chemnitz.


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Neben zu wenig geistiger und körperlicher Aktivität zählt offenbar auch ein schlechter Schlaf zu den Risikofaktoren für Alzheimer.

(Ärzte-Zeitung) Vor allem häufige Unterbrechungen während des Schlafs gehen Hand in Hand mit der Bildung von Amyloidplaques im Gehirn, haben Forscher um Dr. Yo-el Yu aus St. Louis in den USA herausgefunden.

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So genannte Antioxidantien gelten seit einiger Zeit als wahre Wundermittel, Körperzellen gegen schädliche äußere Einflusse zu schützen und im Falle des Schutzes vor Krebs auch als lebensverlängernd. 

(Ärzte-Zeitung) Diese Wirkungen wurden auch durch einige Tierexperimente, durch physiologische Modelle und einige Beobachtungsstudien gestützt. Andere Beobachtungsstudien hatten aber auf fehlende positive Wirkungen und sogar unerwünschte schädigende Effekte hingewiesen. Trotzdem boomen das Geschäft und die Einnahme von Beta-Carotin-, Vitamin A-, Vitamin C- und Selenpräparate als so genannte Nahrungsergänzungsmittel.

Eine 2012 aktualisierte und auf noch breiterer Studienbasis argumentierende Fassung eines so genannten Cochrane-Reviews aus dem Jahr 2008 kommt jetzt aber zum Schluss, dass diese Mittel nicht nur weitgehend nutzlos sind, sondern zum Teil sogar lebensverkürzend wirken.

Dies ist das Ergebnis eines systematischen Reviews von 78 randomisierten kontrollierten klinischen Studien mit 296.707 TeilnehmerInnen, die entweder eines der genannten Nahrungsergänzungsmittel, ein Placebo oder gar nichts einnahmen. Unter den TeilnehmerInnen waren 215.900 gesund und 80.807 litten an verschiedenen Krankheiten wie Magen-Darm-, Herz-Kreislauf oder Hauterkrankungen. Die TeilnehmerInnen waren durchschnittlich 63 Jahre alt und die Dauer der Einnahme der Vitamine und sonstigen Stoffe lag bei durchschnittlich 3 Jahren zwischen 28 Tagen und 12 Jahren.

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Täglich ein bis drei Tassen Kaffee können neuen Studiendaten zufolge das Schlaganfall-Risiko deutlich senken

(Ärzte-Zeitung) Selbst wer mehr trinkt, profitiert noch immer. Das hat ein italienische Studie nun herausgefunden, wie zuvor schon andere europäische Studien.

Anhand der gepoolten Daten von 484.757 gesunden Personen aus der italienischen Allgemeinbevölkerung wurde prospektiv untersucht, welchen Einfluss Kaffee-Konsum auf das Schlaganfall-Risiko hatte.

Personen mit einem Kaffee-Konsum von ein bis drei Tassen täglich wiesen ein signifikant um 14 Prozent reduziertes Schlaganfall-Risiko auf als Personen, die selten Kaffee tranken.

Wer drei bis sechs Tassen Kaffee täglich trank, reduzierte sein Risiko ebenfalls im Trend um 13 Prozent. Wer sieben Tassen und mehr am Tag trank, erhöhte zumindest nicht sein Schlaganfall-Risiko.

Hoffentlich keine Werbung für die Kaffeeindustrie, denn 7 Tassen und mehr führen ja schon fast zum Infarkt ;-)


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Die Renaissance der Numerologie

Heilung mit Zahlencodes nach Grigori Grabovoi und andere zahlenbasierte Heilansätze
Ob in der Bibel und im Koran, der jüdischen Kabbalah, bei den alten Ägyptern, Babyloniern oder Maya – mithilfe der Zahlenmystik wollte man in allen Kulturen der Welt und durch alle Zeitepochen hindurch verschlüsselte Informationen zugänglich machen oder Geheimnisse codieren, Ereignisse voraussagen und Krankheiten vorbeugen und heilen. Der russische Geistheiler und Wissenschaftler Grigori Grabovoi hat ein neues und einzigartiges System zur „Wiederherstellung“ eines erkrankten menschlichen Systems entwickelt.

Über 1.000 Zahlencodes von Grabovoi

„Heilen mit Zahlen“ heißt Petra Neumayers neues Buch, in dem die Expertin für Neue Homöopathie und alternative Heilmethoden unter anderem die Heilung mit Zahlencodes nach Grigori Grabovoi einer breiteren Öffentlichkeit näherbringt. Grigori Petrovitch Grabovoi wurde 1963 in Kasachstan geboren. Er studierte an der Universität von Taschkent in Usbekistan Mathematik und Mechanik, und schon früh erkannte er seine hellsichtigen Fähigkeiten, die er auch zur Lösung von wissenschaftlichen Problemen nutzte. Im Laufe seiner praktischen Arbeit empfing er über 1.000 sieben-, acht- und neunstellige Zahlencodes, die er in seinem Buch „Wiederherstellung des menschlichen Organismus durch Konzentration auf Zahlen“ veröffentlichte.

Wiederherstellung der „Norm“
Neben Visualisierungen, ausgesprochenen Absichten und meditativen Techniken arbeitet Grabovoi zur Regeneration des Organismus insbesondere mit der Konzentration auf spezielle Zahlenreihen. Hierbei geht es darum, die „Norm“ wiederherzustellen. Diesen Begriff verwendet Grabovoi nicht nur in Bezug auf die Heilung von Erkrankungen, sondern ebenso auf die harmonische Entwicklung der Welt, die Rettung aller Wesen und den Zustand der Liebe. Bei den neuen geistigen Technologien Grabovois geht es also nicht nur um die Wiederherstellung von körperlicher Gesundheit, sondern auch um die Harmonisierung mit sich selbst und der Beziehungen zur Umwelt und zum Universum. 

Bewusstseinsveränderung durch Zahlencodes
Auch bei Grabovois Methode der Konzentration auf vielstellige Zahlencodes gilt, dass jede Zahl eine Bedeutung hat und für einen bestimmten geistigen Zustand steht. Die Zahlen wiederum stehen mit Strukturen in unserem Bewusstsein in Verbindung. Über ihre Vibrationsstruktur, die bei der Konzentration auf eine bestimmte Zahlenreihe entsteht, ist dieser Zustand der „Norm“, der Gesundheit und allumfassende Harmonie repräsentiert, wieder erreichbar. Laut Grabovoi tritt bei der Arbeit mit den Zahlencodes eine Bewusstseinsveränderung ein, sogar auf Chromosomenebene. Der Mensch erhält Zugang zu seiner inneren Weisheit, zu seiner Intuition und seinen Fähigkeiten. Selbst die Regeneration von Organen, das Nachwachsen fehlender Zähne und vieles mehr soll durch Grabovois Methode der Bewusstseinssteuerung möglich sein.

Buch zeigt Grabovoi-Zahlen und viel weitere Heilzahlen
Aus den über 1.000 Zahlencodes hat die Autorin im Anhang ihres Buches mit freundlicher Genehmigung von Grigori Grabovoi eine Liste mit den 100 wichtigsten Heilzahlen zu Beschwerden von A bis Z und übergeordneten Themen erarbeitet. Dazu gehören etwa die Harmonisierung verschiedener Lebensbereiche, aber auch ganz konkrete Symptome vom Abzess über Kreislauferkrankungen bis hin zu Zahnschmerzen. Um die heilenden Impulse zu manifestieren, empfehlen sich so genannte „Heilaufträge“, welche die Konzentration auf den entsprechenden Code mit Datum, Uhrzeit und Ort fixieren.


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Was tun gegen Jetlag?

Erfahrungsgemäß macht sich ein Jetlag bei Flügen in West-Ost-Richtung mit Tagesverkürzung stärker bemerkbar als in umgekehrter Richtung mit Tagesverlängerung.
Die wird damit erklärt, dass die innere Uhr eher auf einen etwas längeren Takt als 24 Stunden eingestellt ist.
Zur Überwindung von Jetlag Beschwerden sollten Reisende von Anfang an am Tagesrhythmus des Zielortes teilnehmen und sich dort dem Tageslicht aussetzen. In der Nacht nach der Ankunft am Reiseziel sollten sie ausreichend schlafen und anstrengende Aktivitäten in den ersten beiden Tagen möglichst vermeiden.
Auf Westflügen mit Tagesverlängerung ist es günstiger, wach zu bleiben. Helfen kann dabei die Einnahme eiweißreicher Mahlzeiten.
Bei Ostflügen mit Tagesverkürzung sollten Reisende hingegen möglichst schlafen. Eine kohlenhydratreiche Kost, die das Schlafbedürfnis fördert, ist dann sinnvoll.

Die Einnahme von Melatonin zur Überwindung des Jetlags wird kontrovers beurteilt.

In einer Cochrane-Metaanalyse aus dem Jahre 2001 fand sich eine positive Wirksamkeit bei einer Dosierung zwischen 0,5 bis 5 mg, eingenommen kurz vor dem Schlafengehen.
In einer anderen Metaanalyse aus dem Jahr 2006 wurde ein Effekt nicht bestätigt. Unklar sind bisher auch Nebenwirkungen bei längerfristiger Einnahme und Wechselwirkungen zu anderen Medikamenten (beispielsweise Gerinnungshemmer, Antiepileptika).
In Deutschland ist seit 2010 ein Melatonin-Präparat (1,8 mg natürliches Melatonin) als Nahrungsergänzungsmittel rezeptfrei erhältlich.

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Junge Erwachsene mit angeborenem Herzfehler (EMAH):
Mit 18 brechen viele ihre lebenswichtige Behandlung ab


Herzstiftung und Kinderkardiologen appellieren: EMAH-Patienten sollten unbedingt den Kontakt mit einem EMAH-Kardiologen halten

(Frankfurt a. M., 22. Februar 2012) Junge Erwachsene mit einem angeborenen Herzfehler (EMAH) stehen mit Erreichen des 18. Lebensjahres vor einer Schwellensituation mit vielen kritischen Herausforderungen. Kinderkardiologen beklagen, dass viele EMAH-Patienten mit dem Erreichen der Volljährigkeit eine Weiterbehandlung ihres Herzfehlers bei einem EMAH-zertifizierten Kinderkardiologen bzw. Kardiologen nicht mehr fortführen – was lebensbedrohliche Folgen für ihre Gesundheit haben kann. Die Mediziner führen diesen Abbruch auf veränderte Lebensumstände bei den Patienten, aber auch auf bürokratische Hürden in abrechnungstechnischer Hinsicht zurück. So haben Kinderkardiologen – auch wenn sie EMAH-zertifiziert sind – keinen grundsätzlichen Anspruch auf eine Weiterbetreuung ihrer gesetzlich versicherten Patienten ab dem 18. Geburtstag.
„Wir appellieren als Patientenorganisation gemeinsam mit den Kinderkardiologen an alle betroffene EMAH-Patienten, sich unbedingt in Weiterbehandlung ihres Herzfehlers bei einem Kinderkardiologen oder Kardiologen mit EMAH-Expertise zu begeben“, sagt der Herzspezialist Prof. Dr. med. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. „Wir bitten auch Ärzte nicht-kardiologischer Fachrichtungen bei Arztbesuchen von EMAH-Patienten um besondere Aufmerksamkeit für diese Patientengruppe und die nötige hochspezialisierte Weiterbehandlung von angeborenen Herzfehlern.“

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Faltblatt zu Autoimmunleiden

Erste Anzeichen, die auf eine Autoimmunerkrankung hindeuten, sind Fieber, Entzündungen und Funktionsstörungen verschiedener Organe.
Mit verschiedenen Bluttests lässt sich erkennen, ob Anzeichen einer chronischen Entzündungsreaktion vorliegen. Mehr Infos sind in dem IPF-Faltblatt "Autoimmunerkrankungen - Wenn der Körper sich selbst bekämpft" nachlesbar.
Kostenloser Download des Faltblattes auf: www.vorsorge-online.de

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Komasaufen bei jungen Menschen ist bekannt, aber auch bei alten ist Sucht kein Randphänomen: Fast jeder dritte Mann über 60 trinkt mehr als 30 g Alkohol täglich, jede zehnte Frau über 60 mehr als 20 g - dabei gelten in diesem Alter 14 g als Grenze.
Anders als Jugendliche trinken sie eher heimlich, berichtet Dr. Dieter Geyer aus Schmallenberg (MMW 2012, 4: 6-7).
Bis zu zehn Prozent der Älteren zeigen einen problematischen Gebrauch von Psychopharmaka und Schmerzmitteln.

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Neun Sextipps für Herzkranke

Sex ist schön, aber auch gefährlich: Blutdruck und Herzfrequenz steigen - und können zu einem Infarkt führen. Herzkranke Menschen sollten deswegen einiges beachten.
Von Beate Schumacher
Neun Sextipps für Herzkranke
Der sexuelle Höhepunkt kann zu einem Herzinfarkt führen. Tatsächlich geschieht es aber sehr selten.
© Yuri Arcurs / fotolia.com
Sex lässt Blutdruck und Herzfrequenz steigen, geringfügig beim Vorspiel und am stärksten in den 10 bis 15 Sekunden während des Orgasmus.
Ein systolischer Blutdruck von 170 mmHg oder ein Puls von 130 pro Minute werden jedoch nur selten überschritten - zumindest nicht bei ansonsten normotensiven Männern, die Sex mit ihrer Partnerin haben.
Generell liegt die Belastung bei sexueller Aktivität im Bereich von drei bis fünf metabolischen Äquivalenten (MET), je nach Alter, Fitness und gesundheitlichem Zustand.

Weniger als ein Prozent aller Herzinfarkte beim Geschlechtsakt

Erwartungsgemäß besteht beim Koitus ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen. Die absolute Ereignisrate ist jedoch "winzig", so die American Heart Association (AHA), vor allem weil die Belastung in der Regel eher kurz währt.
So ereignen sich weniger als ein Prozent aller Herzinfarkte und aller Fälle von plötzlichem Herztod beim Geschlechtsakt.
Die "Angina d'amour" - während des Koitus oder in den nachfolgenden Stunden - macht weniger als fünf Prozent aller Angina-pectoris-Anfälle aus.
Aber wie sieht es für den einzelnen, kardiovaskulär erkrankten Patienten aus: Ist Sex erlaubt oder nicht? Bei der Beantwortung dieser Frage hilft die aktuelle AHA-Publikation (Circulation 2012; online , 19. Januar).
Experten haben die publizierten Studiendaten und die Leitlinien großer Fachgesellschaften zusammengetragen und daraus Empfehlungen abgeleitet:

Wichtig: Anamnese und körperliche Untersuchung

Bevor Patienten mit neu festgestellter kardiovaskulärer Erkrankung wieder sexuell aktiv werden, sollte eine sorgfältige Medikamentenanamnese und körperliche Untersuchungstattfinden. Wenn sich dabei ein niedriges Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen ergibt, spricht nichts gegen Sex.
Wenn das kardiovaskuläre Risiko nicht niedrig oder nicht bekannt ist, wird ein Belastungstestempfohlen. Sexuelle Aktivität ist unproblematisch, wenn die Patienten im Belastungstest mindestens 3-5 MET schaffen, ohne dass Angina, exzessive Dyspnoe, ischämische ST-Veränderungen, Zyanose, Hypotonie oder Arrhythmien auftreten.
Das Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen beim Sex kann durch kardiale Rehabilitationsmaßnahmen und Sport gesenkt werden.
Patienten mit instabiler, dekompensierter und/oder schwerer symptomatischer kardiovaskulärer Erkrankung sollten so lange auf sexuelle Aktivität verzichten, bis sie stabilisiert und optimal behandelt sind. Dasselbe gilt für Patienten, bei denen kardiovaskuläre Beschwerden durch den Geschlechtsakt ausgelöst wurden.
Eventuelle Bedenken wegen möglicher nachteiliger Auswirkungen auf die Sexualität dürfen kein Grund sein, auf die Verordnung symptomatisch und/oder prognostisch wirksamer Herz-Kreislauf-Medikamente zu verzichten.
Medikamente zur Behandlung der erektilen Dysfunktion, sprich PDE-5-Hemmer, werden bei stabiler kardiovaskulärer Erkrankung als sicher erachtet. PDE-5-Hemmer sind jedoch verboten, wenn Patienten Nitrate einnehmen. Umgekehrt sollten Patienten, die einen PDE-5-Hemmer einnehmen, danach (je nach Substanz) 24 bis 48 Stunden lang kein Nitrat anwenden.
Prämenopausale Frauen mit kardiovaskulären Erkrankungen sollten bezüglich der Sicherheit von Kontrazeptiva und Schwangerschaft beraten werden.
Postmenopausale Frauen mit kardiovaskulären Erkrankungen sollten zur Behandlung wegen einer Dyspareunie kein systemisches Östrogen erhalten.
Nach einem kardialen Ereignis, bei einer neu diagnostizierten kardiovaskulären Erkrankung und nach der Implantation eines Defibrillators sollte im Rahmen der ärztlichen Beratung auch das Thema "Sex" angesprochen werden.
(aus: Ärztezeitung, 26.1.2012)

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Neues/Altes zur Therapie bei erektiler Dysfunktion
/sexueller Unlust
"In der Behandlung bei ED dominieren die Phosphodiesterase-5-Inhibitoren (PDI). Sildenafil, Vardenafil und Tadalafil verbessern die physiologischen Reaktionen auf sexuelle Stimulation, indem sie die NO-vermittelte Relaxation der glatten Muskulatur in den Corpora cavernosa induzieren.
"Obwohl die meisten Studien zur Therapie von Erektionsstörungen bei neurologischen Patienten Sildenafil erprobten, sind in der Praxis andere PDI etwa gleich wirksam (bei gleichen Kontraindikationen)", so Vodušek [Lubljana].
Die Effektivität von Sildenafil bei organisch bedingter Erektionsstörung wird mit 68 Prozent angegeben. Bei Diabetikern liegt sie niedriger (59 Prozent), bei nicht selektionierten Prostatektomie-Patienten ebenfalls (43 Prozent).
Erektionen lassen sich auch mithilfe der Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT) erreichen. Prostaglandin E1 (Alprostadil) wird an der Peniswurzel in den Schwellkörper injiziert, die glatte Muskulatur erschlafft, die Arterien weiten sich und Blut strömt in den Penis ein.
Die intraurethrale Applikation von Alprostadil firmiert unter dem Kürzel MUSE (Medikamentöses Urethrales System zur Erektion). Eine weitere Alternative stellen Vakuumpumpen in Kombination mit einem Konstriktionsring dar.
Wenig Hilfen für Frauen: Während für Männer, bei denen häufig die ED im Vordergrund steht, eine Reihe von Präparaten verfügbar ist, sind Hilfen für Frauen mit Sexualstörungen rar. Viel mehr als die Vibrationsstimulation mithilfe eines Dildos oder die Verwendung von Gleitmitteln hat ihnen auch Vodušek nicht anzubieten.
Der Einsatz von Sildenafil sei versucht worden, schreibt er, habe sich aber in der Praxis nicht durchgesetzt." (Ärztezeitung)

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Beschneidung bei Männern senkt offenbar nicht nur das Risiko einer HIV-Infektion, sondern möglicherweise auch das eines Prostatakarzinoms. 

Den Schutzeffekt der Beschneidung erklären sich die Urologen mit bisherigen Forschungsergebnissen. Demnach kommt es durch die Entfernung der Vorhaut zu einer Verhornung der Haut an der Stelle des Eingriffs.
Das wiederum erschwert deutlich das Eindringen von Keimen, die für die Karzinogenese relevant sind. Außerdem wird das feuchte Mikromilieu beseitigt, dass normalerweise Pathogene länger überleben lässt.


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Carolin Lüdemann / Kathrin Emely Springer
Das Geheimnis der
positiven Ausstrahlung
Sympathisch, souverän und selbstbewusst
in sieben Schritten
Mankau Verlag, 1. Aufl. Mai 2011
12,95 € (D) / 13,40 € (A), Broschur, WG 1 481
15,1 x 23,5 cm, 158 S., ISBN 978-3-938396-76-6


Wann ist ein Mensch attraktiv? Spielt nur sein Aussehen eine Rolle? Oder finden wir nicht oft Menschen „schön“, die es im herkömmlichen Sinne gar nicht sind?
Schönheit wird in unserer Gesellschaft gleichgesetzt mit Erfolg und deshalb immer wichtiger. Jedoch gehen viele Menschen dieses Thema nur von außen und damit zu oberflächlich an. Das eigentlich erwünschte Resultat – nämlich beliebter und geliebter zu sein – wird häufig verfehlt.
Entscheidend ist zu wissen, welche Aspekte unsere Wirkung auf andere bestimmen und wie wir unsere Ausstrahlung möglichst positiv gestalten können. Angefangen von grundsätzlichen Einstellungen wie Optimismus, Selbstbewusstsein, Fröhlichkeit und Authentizität bis hin zur gelungenen verbalen und nonverbalen Kommunikation (Mimik, Gestik, Körpersprache) gibt es zahlreiche Elemente, die jeder lernen kann – die jedoch zuerst in unserem Inneren verankert werden müssen: Du bist, was du denkst, dass du bist.
Erfassen Sie mit Business-Coach und TV-Karriere-Expertin Carolin Lüdemann und Diplom-Psychologin Kathrin Springer die Faktoren von wahrer Schönheit und lernen Sie in sieben Schritten das Geheimnis der positiven Ausstrahlung. Bezaubern Sie Ihre Mitmenschen und sich selbst!



Carolin Lüdemann (geb. 1978) ist Juristin und ausgebildeter Business-Coach, außerdem Mitglied des Deutschen Knigge-Rats und Karriere-Expertin namhafter Medien wie Sat.1, N 24, SWR Funk und Fernsehen, Süddeutsche Zeitung und „Die Welt“. Ihre Vorträge und Seminare sind regelmäßig ausgebucht; an ihren Trainings nehmen Top-Manager und Spitzenkräfte aus Wirtschaft, Beratung und Verbänden teil.
Kathrin Emely Springer (geb. 1969) ist Diplom-Psychologin und Kinesiologin. Nach ihrem Psychologie-Studium und einer Sprachenausbildung in Italien und den USA hat sie Fortbildungen in innovativen Methoden der Psychologie und der Psychotherapie absolviert. Zu den Klienten ihres Stuttgarter Instituts, in dem die Personaltrainerin sehr erfolgreich Führungscoaching, Personal-Strategieberatung und die Entwicklung, Durchführung und Bewertung von Konfliktbewältigungs- und Kriseninterventionsprogrammen anbietet, zählen u. a. mittelständische und große Unternehmen sowie Leistungssportler.      

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Rotwein-"Forscher" hat Studien gepanscht

Jahrelang hat ein US-Autor wissenschaftliche Artikel über die gesundheitsfördernde Wirkung von Rotwein veröffentlicht. Doch vieles war offenbar Humbug: Jetzt ist er von seiner Uni der Datenfälschung überführt worden. 


Erfolgreicher unsere Mediziner: Rotwein schützt Gefäße
Für die gefäßschützende Wirkung von Rotwein, die mit einem verringerten Herzinfarktrisiko einhergeht, haben deutsche Wissenschaftler jetzt eine mögliche Erklärung in einer beim DGK-Kongress in Mannheim vorgestellten Studie gefunden.
Im Tierversuch war Rotwein - im Unterschied zu Weißwein - in der Lage, die Atherosklerose-Bildung in der Aorta deutlich zu reduzieren.
Dieser Effekt ging einher mit einer hemmenden Wirkung auf die Aktivität bestimmter Wachstumsfaktoren (Platelet-derived growth factors, PDGF), die mit der Entstehung von atherosklerotischen Gefäßveränderungen in Verbindung gebracht werden.
Die aktuellen Ergebnisse bieten eine molekulare Erklärung für die gefäßprotektiven Effekte von Rotwein. Also ist doch was dran an der These und scheint die seit Jahrzehnten getätigten Vermutungen (Werbung für die Weinindustrie?) zu untermauern. Gewissen französischen Weinen aus dem Süden wird eine altersförderliche Wirkung zugeschrieben. Aber alles nur in Maßen, Saufen macht nach wie vor krank.
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Riechstörung kann Frühzeichen für Parkinson sein

Bei Riechstörungen sollten Ärzte hellhörig werden: Eine Beeinträchtigung des Geruchssinns ist ein Kardinalsymptom für Morbus Parkinson. Riechstörungen treten bereits 4 bis 6 Jahre vor motorischen Anzeichen auf, teilt die HNO-Klinik Erlangen mit.

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Für bewusste Gesundheitsliebhaber gibt es heute bereits mehr als 9000 Apps. Mitte des Jahres sollen es nach Angaben des Forschungsunternehmens trendwatching.com in London mehr als 13.000 sein.
Bewegungs-, Ernährungs- und Schlafmuster zeichnet beispielsweise das "Up"-Armband von Jawbone auf. Es lässt sich mit einer iPhone-App synchronisieren und macht mittels Vibrationen den Nutzer darauf aufmerksam, wenn er sich lange nicht mehr bewegt hat.
Auch für unterwegs gibt es Angebote. Beispielsweise hat der Autobauer Ford kürzlich Apps zur Gesundheitsüberwachung vorgestellt.
Sie kontrollieren bei Diabetikern das Glukose-Level und informieren Allergiker über den aktuellen Pollenflug.

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„Psychocoach“ Andreas Winter zum Jahreswechsel:
2012 wird alles anders …

Haben Sie gute Vorsätze für das neue Jahr? Mehr Obst und Gemüse essen und mindestens zehn Kilo abnehmen? Weniger Rauchen und mehr Sport? Der Schauspieler Siegfried Lowitz bezeichnete einen guten Vorsatz einmal als „Startschuss, dem meist kein Rennen folgt“;ebenso wie das Silvesterfeuerwerk lösen sich auch die lobenswerten Pläne meist innerhalb kürzester Zeit in Schall und Rauch auf. Dabei wäre es eigentlich so einfach, aus Vorsätzen echte Dauerkonzepte zu machen, wie Psychocoach Andreas Winter erklärt: „Man muss nur seine Verhaltensmuster neu ‚programmieren‘!“

Mühelose Umsetzung der Vorsätze

Der Diplom-Pädagoge und Bestseller-Autor geht in seinem tiefenpsychologischen Ansatz davon aus, dass der Schlüssel zu den meisten Problemen im Unterbewusstsein verankert ist. Insbesondere die Angst vor dem Versagen lähmt oft alle gut gemeinten Versuche. Das sei relativ leicht zu erklären, so Winter: Schuld am Scheitern seien meist verborgene Gründe für die Laster sowie falsche Glaubenssätze. Erkennt aber ein Mensch den wahren Grund, warum er raucht oder übergewichtig ist, lassen sich die problematischen Verhaltensmuster oft mühelos ändern. Der Psychocoach hilft dabei, die versteckten Blockaden zu erkennen und aufzulösen. „Mit meinem Ansatz kann jeder mühelos das Rauchen beenden oder langfristig abnehmen“, beteuert der Ratgeber-Autor.

Abnehmen ist leichter als Zunehmen

So konnte Winter schon Tausenden seiner Leser mit seiner Reihe „Abnehmen ist leichter als Zunehmen“ zu ihrem Wunschgewicht verhelfen. Dazu mussten diese sich nur bewusst machen, welche emotionale Bedeutung sie dem Essen zuschrieben. „Übergewicht entsteht durch einen Stoffwechselprozess, welcher auf Angst vor einem Mangel basiert“, erläutert der Psychocoach. „Wenn man das Gefühl hat, man darf bestimmte Dinge nicht essen, entsteht beim Essen ein Mangelgefühl, welches überhaupt erst dazu führt, dass Fett aufgebaut wird.“ Erkennt man aber, warum man isst, löst sich die Angst auf und die Pfunde können purzeln.

Erkenntnisse heilen

„Falsche Glaubenssätze und Blockaden lassen sich oft auf frühkindliche Erfahrungen zurückführen“, weiß der Autor. In seinem im Herbst veröffentlichten Grundlagenwerk „Heilen durch Erkenntnis“ beschreibt er, wie psychische, psychosomatische und chronische Symptome von alleine verschwinden, wenn die individuellen Auslöser emotional umgedeutet werden. Dank Winters Fragetechnik wird der eigentliche Ursprung des Problems ins Bewusstsein gehoben und damit aufgelöst – die Symptome verschwinden, Krankheiten heilen. „Die Heilung geschieht dabei nicht durch mich“, sagt Winter, „sondern allein dadurch, dass der Auslöser als unschädlich wahrgenommen wird, Genauer gesagt: Durch das Reduzieren von Stresshormonen kann der Körper schneller gesunden.“

Die Pflicht zur Kür machen

Andreas Winter schreibt seine Bücher für alle Menschen, die immer wieder an denselben Problemen scheitern und einen Ausweg suchen. Er betont, am wichtigsten sei es, vom Sinn des Ziels voll überzeugt zu sein: „Das Ziel muss ein Gefühl von Befriedigung erzeugen. Man muss damit wirklich angekommen sein, sonst ist es nicht das Ziel, sondern nur der Weg – und auf dem kann man dann lange feststecken. Doch mit dem Psychocoach-Ansatz lässt sich die Pflicht zur Kür machen!“ Sein Erfolg und Tausende von zufriedenen Klienten geben ihm Recht.

Buchtipps:
Andreas Winters außergewöhnlicher Ansatz, zahlreiche Praxisbeispiele und spannende tiefenpsychologische Analysen finden sich in seinen Ratgebern und Audio-Coachings. Eine Auswahl:

Der eigentliche Mechanismus nach Winters Methode geschieht durch ein verändertes, gutes Gefühl beim Essen, welches in der Veranstaltung bewusst gemacht und dann im Unterbewusstsein verankert wird. Das große Multimedia-Coaching am 15. März 2012 im Kongresshaus Zürich dauert ca. vier Stunden, die Teilnahme erfordert keine Vorkenntnisse. Beginn ist um 17.30 Uhr, mehr Informationen und Tickets (ab 149 CHF) unter http://www.andreaswinter.info.
:
* Andreas Winter: Abnehmen ist leichter als Zunehmen. 109 S., mit Audio-CD, HC; 14,95 ? (D) / 15,40 ? (A), Mankau Verlag, 3. Aufl. 2009; ISBN 978-3-938396-12-4. Mehr ...
* Andreas Winter: Abnehmen ist leichter als Zunehmen. Das Praxisbuch. 124 S., mit Audio-CD, kart.; 16,95 ? (D) / 17,50 ? (A), Mankau Verlag, 2. Aufl. 2011, ISBN 978-3-938396-74-2. Mehr ...
* Andreas Winter: Abnehmen ist leichter als Zunehmen. Das Abnehm-Coaching: Hören Sie sich schlank! 2 Audio-CDs; 29,95 ? (D) / 30,20 ? (A), Mankau Verlag 2011, ISBN 978-3-938396-75-9. Mehr ...

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Meditation: Zieh deinen Traumpartner mit deiner Gedankenkraft an!!

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(dgk) Ab sofort steht allen Interessierten ein neues Beratungs-Telefon zu Fragen rund ums Hören kostenlos zur Verfügung: 
mittwochs,14 bis 16 Uhr, Tel.-Nr. 0800 589 4984. 
Gleich, ob es um Höranalysen, um Schwerhörigkeit und Hörgeräte, um Lärm, Gehörschutz, Pflege des Ohres oder um gutes Hören im Beruf geht: Die Experten am Beratungs-Telefon bieten fachkundige Hilfestellungen.
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Zum Buch Sven Sommer


HOMÖOPATHIE
WARUM UND WIE SIE WIRKT
Murnau 2011, Mankau Verlag


Auszug aus einem Interview mit Sven Sommer 
(Rechte beim Mankau Verlag, Murnau am Staffelsee)






Schulmedizin und Homöopathie - ein uralter Disput. Homöopathie ist heute bei vielen Menschen als Alternative anerkannt. Andere sehen nur die Behandlungsgrenzen und glauben nichts von all der Theorie. Warum verwenden mittlerweile so viele die Homöopathie? 



Sommer: Sicher der wichtigste Grund ist das Versagen der etablierten Medizin in vielerlei Bereichen. Während die Schulmedizin heutzutage gerade bei der Notfallversorgung, bei hochakuten, lebensgefährlichen Erkrankungen, bei Organversagen und bei Operationen nahezu Unmögliches vermag, lässt ihre Effektivität bei dem Heer an chronischen Beschwerden, bei Krebs, bei den Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bei der Masse an Befindungsstörungen jede Menge zu wünschen übrig. Und hier hat sich – gerade bei Letzteren – die Homöopathie als sehr erfolgreich erwiesen.

Viele „Austherapierte“, denen die etablierte Medizin nicht helfen konnte, kommen nach einem langen Leidensweg zur Homöopathie und finden dort Linderung oder gar Heilung. So etwas überzeugt natürlich auf Dauer. Und die meisten Kohorten- oder Anwendungsstudien der letzten Jahre geben den zufriedenen Anwendern homöopathischer Mittel recht. In einigen Studien schneidet die homöopathische Behandlung sogar besser ab als die dort angewandte Schulmedizin.

Der zweite große Grund für die Abwendung von der Schulmedizin ist die Masse an Neben- und Wechselwirkungen konventioneller Medikamente. Man muss nur den Beipackzettel recht harmloser Präparate wie Aspirin oder Paracetamol durchlesen, um einen Eindruck davon zu bekommen, welches Gefahrenpotential in diesen Pillen überhaupt steckt. Viele Menschen sind deshalb bei der Anwendung konventioneller Medikamente vorsichtig geworden. Denn muss man wirklich immer gleich etwas schlucken, was möglicherweise einen Haufen Nebenwirkungen hat? Besonders eine Kombination verschiedener chemischer Präparate dürfte oftmals verhängnisvoll sein, da über die Interaktionen der Inhaltsstoffe im menschlichen Organismus wenig bekannt ist. Das führt dann zu manch krankmachendem oder gar tödlichem Cocktail. Sollte man gerade bei banalen Beschwerden und Erkrankungen nicht besser natürliche und nebenwirkungsfreie Heilmittel wie Homöopathika probieren? In der Schweiz kamen Experten nach einer fünfjährigen Praxisstudie 2005 zu dem Ergebnis, dass die Schulmedizin bei bestimmten Indikationsgebieten gar keine Alternative zur Homöopathie habe oder nur Medikamente mit beträchtlich höherem Risikopotential. Beispielsweise erhöht schon eine einmalige Antibiotikagabe in den ersten sechs Lebensmonaten drastisch die Wahrscheinlichkeit, später an Asthma zu erkranken, die inzwischen häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter! Dagegen konnte eine qualitativ hochwertige Doppelblindstudie zur Homöopathie zeigen, wie homöopathische Mittel die Schmerzen bei einer Mittelohrentzündung von Kindern schon innerhalb der ersten 24 Stunden deutlich reduzieren – die Homöopathie bietet sich hier als eine echte Alternative an.



Trotz ihrer Beliebtheit und der zweifelsfreien Erfolge sind ihre Methoden umstritten. Was führen die Gegner oder Skeptiker hier gegen die Homöopathie ins Feld?



Sommer: Das häufigste Argument ist, homöopathische Mittel seien Scheinmedikamente ohne Inhaltsstoff. Denn bei deren Herstellung werden die Ausgangssubstanzen dynamisch und schrittweise verdünnt. Dabei wird jede Verdünnungsstufe stark verschüttelt. Etliche Studien haben gezeigt, wie wichtig dieses „Potenzieren“ für die Wirksamkeit homöopathischer Mittel ist. Skeptiker behaupten nun, dass homöopathische Mittel nicht wirken können, weil sie so sehr verdünnt seien, dass sie nichts mehr enthalten. Das ist eine grobe Simplifizierung des Sachverhalts, denn die homöopathischen Tiefpotenzen enthalten ganz sicher noch chemisch nachweisbare Spuren der Ausgangssubstanz. Gerade um starke Nebenwirkungen zu vermeiden, fing der Gründer der Homöopathie im 18. Jahrhundert an, die zu prüfenden Substanzen zu verdünnen. Samuel Hahnemann stellte nach und nach fest: je höher die Potenz, desto sanfter, nebenwirkungsärmer, aber auch nachhaltiger die Wirkung des Mittels. Sein Erfahrungswert hat sich bis heute millionenfach bestätigt. Dabei war schon zu Hahnemanns Zeit bekannt, dass Potenzen über der D 24 oder C 12 einen so hohen Verdünnungsgrad erreichen, dass rechnerisch kein Molekül der Ausgangssubstanz mehr vorhanden sein kann. Das hielt ihn nicht davon ab, in diese Richtung weiter zu forschen.

Wir können uns bis heute wissenschaftlich nicht zufriedenstellend erklären, was in den Hochpotenzen genau wirkt, nur eines ist dabei sicher: Auf chemischer Basis kann das nicht sein. Wissenschaftler vermuten deshalb, dass hier eine biophysikalische Wirkung zum Tragen kommt. Was aufgeschlossene Skeptiker wirklich nachdenklich machen sollte, ist die Tatsache, dass Tief- und Hochpotenzen ganz ähnliche Wirkung zeigen. Kann man sich dabei die Wirkung der Tiefpotenzen gerade noch anhand von chemischen Modellen erklären, geht das bei der Hochpotenz nicht mehr. Und dennoch zeigt sich eine vergleichbare Wirkung. Das kann ja eigentlich nur bedeuten, dass das biophysikalische Signal, das wir nun in einer Hochpotenz vermuten, im kranken Organismus eine ähnliche Wirkung auslöst wie eine stark verdünnte chemische Lösung. Hierfür gibt es heute schon sehr gute Erklärungsmodelle und Theorien, nur der definitive Beweis steht noch aus. Wenn aber Skeptiker heute vor laufender Kamera fläschchenweise Arsenicum album C30 – also hochverdünntes Arsen – essen, beweisen sie damit nur, dass sie von der Heilmethode Hahnemanns offensichtlich nicht den geringsten Schimmer haben.

Ein weiteres mächtiges Argument der Gegner steht im Raum: Die wissenschaftliche Studienlage würde klar belegen, dass die Homöopathie nicht wirkt. Doch nichts könnte falscher sein! Es ist heute eindeutig bewiesen, dass die Homöopathie eine hochwirksame Therapieform darstellt. Tatsache ist, dass die Veronica-Carstens-Stiftung bis 2005 im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) alle bis dahin durchgeführten Homöopathiestudien ausgewertet hatte. Von 340 randomisierten klinischen Studien zur Homöopathie zeigten 67 Prozent und bei 140 Studien in der Tierheilkunde über 50 Prozent ein positives Ergebnis. In der Grundlagenforschung waren bis dahin 1.089 veröffentlichte Experimente erfasst, die in über 80 Prozent für die Homöopathie sprachen. Also nicht die vereinzelte Freak-Studie, sondern die Mehrzahl aller wissenschaftlichen Untersuchungen spricht für die Wirksamkeit der homöopathischen Mittel!

Im August 2005 erschien dann aber eine Metaanalyse in der medizinischen Zeitschrift „Lancet“, die der Homöopathie ganz offensichtlich den Garaus machen sollte. In dieser „modernsten und bisher besten“ Analyse wurden aus 110 meist positiven Homöopathiestudien die acht größten herausgenommen und gemeinsam untersucht. Anhand von nur diesen acht Studien kam der Artikel im Lancet zu dem Schluss, dass die gesamte Homöopathie nicht wirksam sei. Seit 2008 sind allerdings so gravierende Mängel dieser Metaanalyse bekannt, dass selbst der Elsevier-Verlag, der die Zeitschrift Lancet publiziert, in einer Pressemitteilung unter der Überschrift »Neue Beweise für die Homöopathie« mitteilte, diese Metaanalyse, die behauptet hatte, die Homöopathie sei nur Placebo, sei äußerst mangelhaft gewesen.

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Was verhindert Ihrer Meinung nach die Anerkennung homöopathischer Verfahren von der so genannten „rationalen“ Wissenschaft?



Sommer: Zum Ersten bräuchte es weitere Studien guter Qualität. Denn deren Anzahl zur Homöopathie ist winzig im Vergleich zu der Studienlage der Schulmedizin. Dabei müssen diese Studien auch auf das Wesen, auf die Eigenheiten der Homöopathie eingehen, wollen sie repräsentative Ergebnisse hervorbringen. Hier fehlt es vorrangig an der Finanzierung. Dabei haben mächtige Interessengruppen ihre Finger im Spiel, die am Aufkommen der Homöopathie keinerlei Interesse haben können. Teilweise werden da auch Skeptiker-Organisationen gesponsert, deren Anhänger oftmals ein ähnlich erkenntnistheoretisches Problem mit Homöopathie zu haben scheinen, wie die meisten Wissenschaftler zur Zeit Galileis mit dem heliozentrischen Weltsystem. Auch die konnten zu diesem Zeitpunkt einfach nicht glauben, dass die Erde sich um die Sonne dreht.



Als eines der Hauptfundamente der Homöopathie kann das „Ähnlichkeitsprinzip“ bezeichnet werden. Was versteht man darunter und worin liegt der Unterschied etwa zur Immunisierung durch Impfung?



Sommer: Das Ähnlichkeitsprinzip basiert auf Hahnemanns Grundsatz: Ähnliches möge mit Ähnlichem geheilt werden. Das bedeutet nichts anderes, als dass der Homöopath einem Kranken, dessen Symptome wie Kräfteverfall, Durchfall, Schwäche oder Unruhe an eine Arsenvergiftung erinnern, Arsen in einer homöopathischen Dosis gibt. Selbstverständlich wird man hier nicht eine immer noch toxische Tiefpotenz wählen, sondern eher eine höhere Potenz. Sie kann keinen Schaden anrichten, und aus Tierversuchen wissen wir sogar, dass sie selbst bei der echten Arsenvergiftung dem Organismus hilft, den giftigen Stoff über die Nieren verstärkt auszuscheiden. Hohe Verdünnungen einer giftigen Substanz scheinen somit in einer Art Umkehreffekt eine kurative Wirkung bei Krankheitszuständen zu entfalten, die an Vergiftungssymptome genau dieser Substanz erinnern. Nicht nur römische Kaiser haben sich mit kleinsten Gaben vor Giftmord geschützt, auch Desensibilisierungsmaßnahmen und selbst eine der größten medizinischen Errungenschaften basieren auf diesem Umkehreffekt: die Impfungen. Der größte Unterschied zwischen Homöopathie und Impfungen liegt darin, dass erstere die Ausgangssubstanz so weit abschwächte, dass sie keinen Schaden mehr anzurichten vermag. Das ist bei den Impfungen nicht geschehen. So sind diese bis heute mit teilweise schwerwiegenden Nebenwirkungen selbst mit Todesfolge behaftet, wie sich gerade erst wieder in Japan bei vier Kindern zeigte, die kurz nach der Impfung verstarben. Kritiker behaupten zwar, die homöopathischen Mittel seien so hoch verdünnt, dass sie völlig wirkungslos wären, doch der größte Feldversuch in der Geschichte der Homöopathie spricht hier eine andere Sprache: 2007 und 2008 wurden 2,3 Millionen (!) Kubaner mit einer homöopathischen Hochpotenz gegen die Leptospirose geimpft, die in den Überschwemmungsgebieten alljährlich ausbricht. Die Erkrankungsrate ging daraufhin drastisch zurück.    





Zum Autor:

Sven Sommer (geb. 1963) hat in Heidelberg Chemie studiert, bevor er auf die Naturheilkunde

umstieg und Heilpraktiker wurde. Seit 1992 arbeitet der Absolvent der Heilpraktikerschule Josef
Angerer in München in einer eigenen Praxis. Studienreisen an die Universitätsklinik von Chengdu
in China und an Homöopathie-Kliniken in Indien vertieften sein Wissen. Er hat zahlreiche Bücher
über Homöopathie geschrieben, die in 20 Ländern erschienen und über 1,5 Millionen Mal verkauft wurden.