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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Dichterhain, Bände 5 bis 8

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Sonntag, 5. Juli 2026

Die russische Tragödie: Warum Putin sein eigenes Ende verwirklicht


Wir können ziemlich klar begründen, warum der Full-Scale-Krieg gegen die Ukraine sei 2022 (und schon länger seit 2014) sehr wahrscheinlich auch Putins eigenes Ende markiert. Er führt in eine strategische Sackgasse.

Militärisch: Die Blitzkriegsfantasie ist gescheitert. Die Ukraine steht, die Front ist festgefahren, Russland verschleißt Material und Menschen im großen Stil, zerstört Kulturgut, tötet und verletzt Menschen ohne Ende.
Politisch: Jeder weitere Kriegsmonat macht Russland abhängiger von immer weniger Partnern (China, Iran) und isoliert es vom Rest der Welt.
Symbolisch: Aus der „Großmachtoperation“ ist ein Abnutzungskrieg geworden – das zerstört Putins Image als starker, kontrollierender Führer.

Ökonomische und demografische Selbstzerstörung - Sanktionen treffen nicht nur Oligarchen, sondern die gesamte Industrie, Technologie, Forschung.
Abwanderung - Hunderttausende gut ausgebildete Russen haben das Land verlassen – ein irreversibler Verlust.
Kriegskosten - Der Staatshaushalt wird immer stärker vom Militär gefressen, während soziale und zivile Bereiche verfallen. 

Das ist kein „normaler“ Krieg, das ist ein Langzeit-Selbstmordprogramm für den russischen Staat in seiner jetzigen Form. Innenpolitische Erosion löst Russland auf.

Angst funktioniert nicht ewig: Je länger der Krieg dauert, desto mehr Menschen kennen persönlich Gefallene, Verletzte, Vermisste.
Elitenrisiko: Wenn der Krieg nicht gewonnen werden kann, wird er irgendwann zur Gefahr für jene, die ihn mittragen – Militär, Geheimdienste, Oligarchen.
Legitimitätsverlust: Putins zentrale Erzählung war „Stabilität und Stärke“. Der Krieg liefert Instabilität und Schwäche. Früher oder später kippt so ein System nicht, weil die Masse plötzlich aufsteht, sondern weil Teile der Elite beschließen, dass der Preis zu hoch geworden ist. 

Geopolitische Gegenbewegungen wie die NATO-Erweiterung, Stärkung der EU, massive Aufrüstung in Europa – alles sind direkte Folgen von Putins Krieg. Er wollte den Westen schwächen und die Ukraine „heimholen“ – erreicht hat er das Gegenteil: Die Ukraine ist politisch fester im Westen verankert als je zuvor. Der Westen hat seine sicherheitspolitische Bedeutung wiederentdeckt. Damit wird der Krieg zu einem historischen Wendepunkt – aber nicht zu Putins Gunsten. 

Kurz gesagt: Dieser Krieg ist kein Weg zu Putins Triumph, sondern eine langsame, brutale Selbstentmachtung. Ob sein Ende spektakulär (Putsch, Palastrevolte) oder leise (krank, abgelöst, „Rückzug ins Private“) ausfällt – der Krieg hat bereits die Grundlagen seiner Macht erodiert. Russische Verluste im Ukraine-Krieg

Russische Verluste im Ukraine-Krieg

Stand: Anfang Juli 2026 · zwei unterschiedliche Quellenarten, nicht direkt vergleichbar

Personal, gesamt (getötet + verwundet)

>1,4 Mio.

Quelle: ukr. Generalstab, Stand 1.7.2026

Juni 2026 allein

26.000

höchster Monatswert seit Kriegsbeginn

Kampfpanzer, visuell bestätigt

~3.200

Quelle: Oryx, Stand 2024/25 – heute vermutlich höher

zerstört beschädigt zurückgelassen erbeutet
Kampfpanzer: 2167 zerstört, 158 beschädigt, 354 zurückgelassen, 518 erbeutet. Schützenpanzer: rund 6000 zerstört oder beschädigt.

Personalzahlen: unabhängig nicht überprüfbare Angaben einer Kriegspartei (ukrainischer Generalstab).
Ausrüstungszahlen: nur fotografisch/videografisch belegte Fälle (Oryx) – die tatsächliche Zahl liegt laut Oryx selbst „deutlich höher". Die Schützenpanzer-Aufschlüsselung ist eine grobe Näherung aus der Gesamtsumme von rund 6.000 dokumentierten Fällen; für Panzer sind die Zahlen präzise.
Aktuellste laufend aktualisierte Zählung: oryxspioenkop.com






Freitag, 3. Juli 2026

Viel, viel Geld sparen mit Bürokratieabbau!!!

Bürokratieabbau Bild: ChatGPT

Deutschland leistet sich jedes Jahr ein Bürokratiemonster, das fast 160 Milliarden Euro verschlingt. Ein Betrag, mit dem man ganze Städte neu bauen, Schulen vergolden oder jedem Bürger einen persönlichen Verwaltungsengel finanzieren könnte. Stattdessen stopfen wir Formulare in Ordner, die in Regalen stehen, die in Gebäuden stehen, die wir mit Steuergeld heizen, damit Akten nicht frieren.

Und nun die eigentliche Pointe: Alle wissen es. Niemand handelt.

Die Politik diskutiert lieber über Centbeträge beim Elterngeld, während im Maschinenraum der Verwaltung Milliarden verpuffen wie Druckerpapier im Dauerbetrieb. Jede Reform scheitert zuverlässig an der deutschen Lieblingssportart: „Das haben wir schon immer so gemacht.“

Dabei wäre Bürokratieabbau der seltene politische Glücksfall: Er kostet nichts, bringt sofort etwas und tut niemandem weh – außer vielleicht ein paar Formularfetischisten, die ihre Stempel vermissen würden.

Warum also setzt niemand hier an? Ganz einfach: Bürokratieabbau hat keinen Glamourfaktor. Man kann damit keine Wahlplakate schmücken, keine Empörung erzeugen, keine Talkshow sprengen. Es ist die unspektakuläre, aber hochwirksame Medizin, die niemand verschreibt, weil sie nicht nach Reform riecht, sondern nach Arbeit.

Und so bleibt Deutschland weiter Weltmeister im Formularweitwurf, während 160 Milliarden Euro brav jedes Jahr in den Papierkorb der Geschichte wandern.

Aber halt – könnten wir nicht sinnvollere Errungenschaften behalten? Hauptsache, der Stempel sitzt gerade, oder?

Ein sofort beginnender Bürokratieabbau würde z.B. Frankfurt kurzfristig 120–180 Mio. €, mittelfristig 300–600 Mio. €, langfristig bis zu 700–900 Mio. € ersparen.

Das ist realistisch, datenbasiert und kommunalpolitisch umsetzbar. Kommunen könnten sofort 30–45 Mrd. €/Jahr sparen. Das umfasst Personalkosten, die durch Prozessverkürzung sinken, Sachkosten, weil Papier, Porto, Archivierung wegfallen, IT‑Kosten, weil Insellösungen verschwinden, Zeitkosten, weil Bürger und Unternehmen weniger Aufwand haben, Wirtschaftliche Folgekosten, weil Genehmigungen schneller erfolgen. Warum „sofort beginnend“ besonders wirksam ist Die Studien zeigen klar, dass Bürokratieabbau sofort wirkt, weil Prozesse verkürzt werden. Digitalisierung verstärkt den Effekt zusätzlich. Kommunen profitieren überproportional, weil sie die meisten Bürgerkontakte haben. Kommunale Einsparung nach 12 Monaten Wenn Kommunen nur 10 % ihrer Bürokratie abbauen: 3–4 Mrd. €/Jahr. Wenn Kommunen 20 % abbauen (realistisch bei konsequentem Vorgehen): 6–9 Mrd. €/Jahr. Wenn Kommunen 30 % abbauen (ambitioniert, aber machbar):10–13 Mrd. €/Jahr.

Hilfsmittel gegen sexuelle Belästigung

ChatGPT-Bild: Sexuelle Belästigung



Viele Frauen in Deutschland haben bereits (sexuelle) Belästigung erlebt, und in solchen Situationen kann es schwierig sein, um Hilfe zu bitten. Diskrete Handzeichen und Codewörter können jedoch dabei helfen, Aufmerksamkeit zu erregen und Hilfe zu suchen. Es ist wichtig, dass jeder diese geheimen Codes kennt. Die Socialmedianutzer haben sie schon öfter gesehen, auch Möglichkeiten, wie die Reaktionen ausfallen sollten. 

Betroffene können diese unauffälligen Handzeichen und Codewörter nutzen, um in gefährlichen Situationen Hilfe zu suchen, sei es in einer Partnerschaft, auf der Straße oder in einem Club. Während der COVID-19-Pandemie hat die Kanadische Stiftung für Frauen das sogenannte "Hilfezeichen" (#SignalforHelp) eingeführt, das ursprünglich zur Bekämpfung häuslicher Gewalt entwickelt wurde. Das Zeichen verbreitete sich schnell in den sozialen Medien und hat bereits mehreren Frauen und Mädchen aus gefährlichen Situationen geholfen. Im August 2022 teilte die Polizei Ludwigshafen beispielsweise mit, dass ein 14-jähriges Mädchen aus der Gewalt eines mutmaßlichen Vergewaltigers gerettet werden konnte, weil sie Passanten das Handzeichen gezeigt hatte.

Mit der Ein-Hand-Geste können Betroffene unauffällig signalisieren, dass sie sich bedroht fühlen und Hilfe benötigen. Die Handfläche wird dabei nach außen gestreckt und der Daumen eingeklappt, dann werden die restlichen Finger über dem Daumen zur Faust geschlossen. Codewort "Ist Luisa hier?" Hat man die Möglichkeit, mit jemandem ins Gespräch zu kommen, hilft "Ist Luisa hier?" Die Frage fungiert als Code, um bei Belästigung, Bedrohung oder Angst vor Übergriffen ohne weitere Erklärung Hilfe zu erhalten. So können sich Betroffene etwa diskret Hilfe beim Servicepersonal suchen, wenn sie in Bars, Clubs oder Restaurants belästigt oder bedrängt werden. Das sollte dann umgehend das Sicherheitspersonal verständigen oder den Notruf wählen.

Codewort "Maske 19"
Die Union deutscher Zonta Clubs hat zudem die Initiative "Maske 19" ins Leben gerufen: Mit dem Codewort "Maske 19" können sich Betroffene an medizinisches Personal wenden und erhalten umgehend Notrufhilfe. Es genügt, beim Betreten einer Apotheke, Arztpraxis oder Klinik das Codewort zu nennen. Anschließend soll der Polizeinotruf verständigt werden.

 "Notfall SOS"-Trick auf dem iPhone und Hilfetelefon
Wer sich in einer akuten Gefahrensituation befindet und weit weg von anderen Menschen ist, kann sich telefonisch Hilfe suchen. Eine Option ist das bundesweite Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen", das rund um die Uhr unter der Telefonnummer 08000 116 016 erreichbar ist. Wer ein iPhone hat, kann zudem mit der Funktion "Notfall SOS" unbemerkt und schnell einen Notruf inklusive aktuellem Standort an Rettungskräfte und vorher eingestellte Notfall-Kontakte senden - und zwar ganz, ohne dabei auf den Bildschirm gucken zu müssen. Die Funktion aktiviert man in den Einstellungen unter dem Menüpunkt "Notruf SOS". Um den Notruf in einer Gefahrensituation abzusetzen, drückt man fünfmal schnell hintereinander auf den Power-Button des Geräts.


Donnerstag, 25. Juni 2026

Lebensenergie durch Angélique Letizia: "Keep Shining: A Journey from Dark to Light"

Angélique Letitzia


Eine Einladung, das eigene Licht wiederzufinden

Es gibt Bücher, die liest man, um dem Alltag zu entfliehen, und es gibt Bücher, die man aufschlägt, um sich selbst wiederzufinden. "Keep Shining: A Journey from Dark to Light" von Angélique Letizia gehört unverkennbar zu Letzteren. Bei Amazon kann man das Buch auch nach Deutschland schicken lassen. In diesem zutiefst einfühlsamen und klugen Werk teilt die Autorin und Filmemacherin nicht nur eine theoretische Anleitung zur Selbsthilfe, sondern öffnet auf mutige Weise ihr eigenes Herz. Geprägt von persönlichen Erfahrungen mit Missbrauch, Verrat und lähmenden Panikattacken, nimmt Letizia ihre Leser an die Hand und führt sie behutsam durch die Landschaften des menschlichen Schmerzes – nicht, um darin zu verharren, sondern um einen Weg zurück ins Licht zu finden. Sie zeigt uns, worauf es ankommt, Hindernisse zu überwinden und danach stärker dazustehen als zuvor.

Was dieses Buch so besonders macht, ist der Verzicht auf jede Form von unechter Positivität. Angélique Letizia verlangt von ihren Lesern nicht, die Dunkelheit einfach wegzulächeln oder mit oberflächlichen Floskeln zu überspielen. Stattdessen erkennt sie den Schmerz als real an und verwandelt ihn in das Fundament für echte, tiefgreifende Heilung. Das Werk ist dabei wie ein ruhiger, schützender Raum gestaltet: Aufgeteilt in poetische Essays und meditative Texte lädt es dazu ein, die Kapitel langsam und intuitiv zu lesen – vielleicht als stärkendes Ritual am Morgen oder als tröstenden Begleiter am Abend, wenn die Last des Tages schwer auf den Schultern liegt. Angélique Letizia zeigt uns, wie wir aus tiefsten Mangelzuständen wieder zu Stärke gelangen.

Besonders faszinierend ist die Brücke, die die Autorin zu ihrer Arbeit als Filmemacherin schlägt. Im zweiten Teil des Buches entschlüsselt sie die verborgene Sprache unserer eigenen Lebensgeschichten. Sie zeigt auf, wie oft wir unbewusst nach den alten, schmerzhaften Drehbüchern unserer Vergangenheit leben, die uns von anderen oder durch Traumata auferlegt wurden. Mit großer Empathie ermutigt sie dazu, diese energetischen Schleifen zu durchbrechen und die Feder selbst in die Hand zu nehmen, um das nächste Kapitel des eigenen Lebens als aktive Gestalter neu zu schreiben. "Keep Shining" ist somit weit mehr als ein Ratgeber; es ist ein sanfter, aber bestimmter Weckruf für die Seele und ein zutiefst berührendes Versprechen, dass niemand in der Dunkelheit verloren gehen muss.

Auch ihre Podcasts sind sehr empfehlenswert. Lernen Sie Angélique Letizia als sehr überzeugende und authentische Autorin kennen.

Website

Der Abend, an dem die Bahn stillstand ...

(KI-generiert)


Es ist der 23. Juni 2026, mitten im Abendverkehr. Auf den digitalen Anzeigetafeln der deutschen Bahnhöfe springen die Minutenanzeigen gleichzeitig um, bevor sie ganz erlöschen. In den Cockpits Hunderter Züge bricht schlagartig die Verbindung ab. Das digitale Bahnfunksystem, das unsichtbare Nervensystem, das den gesamten Schienenverkehr steuert und absichert, ist tot. Binnen Minuten steht ein ganzes Land still.

Was wie der Auftakt zu einem koordinierten Hybrid-Angriff wirkt, ist in Wahrheit die Folge eines banalen Vorgangs: Ein einzelner Austauschbaustein versagt während einer routinemäßigen Wartung. Doch die eigentliche Sprengkraft dieser Stunden liegt nicht in der Ursache – sie liegt in der beängstigenden Erkenntnis, wie leicht sich eine hochentwickelte Industrienation lähmen lässt.

Deutschland erlebte einen Moment, der sich wie ein Stromausfall im Nervensystem einer hochkomplexen Maschine anfühlte. Ein technischer Fehler im digitalen Bahnfunksystem – ein einzelner Austauschbaustein, ein unscheinbares Stück Infrastruktur – genügte, um das gesamte Schienennetz lahmzulegen. Passagier- und Güterzüge blieben stehen, Bahnhöfe verwandelten sich in Wartesäle der Ratlosigkeit, und Millionen Menschen spürten plötzlich, wie dünn die Schicht aus Verlässlichkeit ist, auf der unser Alltag ruht.

Es war kein Terroranschlag, kein Cyberkrieg, kein Naturereignis. Es war ein interner Fehler, ein banaler Vorgang im Wartungsplan. Und doch reichte er aus, um ein Land für Stunden aus dem Takt zu bringen. Genau darin liegt die eigentliche Geschichte dieses Abends: Nicht der Fehler selbst ist spektakulär, sondern die Fragilität, die er sichtbar machte.

Deutschland versteht sich gern als Land der Ingenieure, der Redundanzen, der Sicherheitsnetze. Doch die Realität zeigt ein anderes Bild: Viele unserer kritischen Systeme – Verkehr, Energie, Verwaltung, Kommunikation – sind monolithisch, zentralisiert und anfällig. Sie funktionieren hervorragend, solange alles funktioniert. Aber wenn ein Knotenpunkt versagt, reißt er ganze Strukturen mit sich.

Der Bahn-Blackout war ein Lehrstück dafür, wie engmaschig und gleichzeitig wie brüchig unsere moderne Infrastruktur geworden ist. Ein Funksystem, das ausfällt, bedeutet nicht nur, dass Züge stehen bleiben. Es bedeutet, dass Notfallkommunikation stockt, dass Fahrdienstleiter blind werden, dass Sicherheitsprotokolle greifen müssen, die auf Stillstand statt auf Flexibilität ausgelegt sind. Es bedeutet, dass ein Land, das sich auf Mobilität verlässt, plötzlich bewegungsunfähig wird.

Und es wirft eine unbequeme Frage auf: Wie viele solcher Schwachstellen existieren noch – unentdeckt, ungetestet, ungesichert?

Wir leben in einer Zeit, in der äußere Bedrohungen – geopolitische Spannungen, Cyberangriffe, Energiekrisen – ständig präsent sind. Doch der 23. Juni zeigte, dass die gefährlichsten Risiken oft im Inneren lauern: in veralteten Systemen, in fehlender Redundanz, in Strukturen, die nie für die Komplexität der Gegenwart gebaut wurden.

Vielleicht war dieser Abend ein Warnsignal. Vielleicht war er ein Glücksfall im Unglück, weil er uns ohne Katastrophe vor Augen führte, wie dringend wir unsere kritische Infrastruktur neu denken müssen. Nicht als Flickenteppich aus Einzelprojekten, sondern als lebendiges, widerstandsfähiges Gesamtsystem.

Denn eines wurde an diesem Abend klar: Ein Land ist nur so stabil wie seine unscheinbarsten Verbindungen. Und wenn diese reißen, steht nicht nur die Bahn still – dann steht das Vertrauen still, das wir in die Funktionsfähigkeit unseres Staates setzen.

Sonntag, 21. Juni 2026

Korrelationen zwischen rechtsextremem Milieu, Straftaten und Drogenvertrieb in Rheinland-Pfalz

Rechtsextrem und Drogen (KI-generiert)

In der Kriminologie und bei den Sicherheitsbehörden spricht man hier von einer zunehmenden Schnittmenge zwischen Rechtsextremismus und Organisierter Kriminalität (OK). Häufig entstehen diese Verbindungen in sogenannten „Mischszenen“ – also dort, wo das rechtsextreme Milieu auf das kriminelle Rockermilieu, die Kampfsportszene oder Bruderschaften trifft.

Hier ist der Überblick, wie sich diese Verknüpfung in Deutschland und speziell in Rheinland-Pfalz darstellt:



Das Paradebeispiel: Die „Turonen“ (Thüringen)

Wenn man nach einer klaren, strukturellen Korrelation zwischen Neonazis und professionellem Drogenvertrieb sucht, liefert Thüringen das deutlichste Beispiel. Dort flogen vor einigen Jahren die Neonazi-Bruderschaft „Turonen“ und deren Ableger „Garde 20“ auf:

  • Vom Rechtsrock zum Rauschgift: Ursprünglich finanzierte sich die Gruppe über die Organisation von Rechtsrock-Konzerten. Später stiegen sie im großen Stil in den professionellen Handel mit Crystal Meth, Kokain und Cannabis ein.

  • Klassische Mafia-Strukturen: Die Gruppe nutzte verschlüsselte Kryptohandys, setzte Gewalt zur Geldeintreibung ein und betrieb zur Geldwäsche ein Bordell sowie Scheinfirmen (unter Mithilfe eines bekannten Szene-Anwalts).

  • Politischer Zweck: Die illegalen Gewinne flossen nicht nur in den privaten Luxus, sondern wurden gezielt genutzt, um die rechtsextreme Infrastruktur zu festigen und verurteilte Gesinnungsgenossen finanziell zu unterstützen.

Die Situation in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz stellt sich die Lage etwas anders dar. Das Landeskriminalamt (LKA) und der Verfassungsschutz registrieren hier zwar eine konstant hohe Gewaltbereitschaft und Waffenaffinität der rechten Szene, aber extremistische Gruppierungen, die als geschlossenes Kartell den regionalen Drogenmarkt beherrschen, sind hier bisher die Ausnahme.

Die Korrelation sieht in Rheinland-Pfalz eher so aus:

  • Allgemeinkriminalität in der Subkultur: Viele Akteure der lokalen, subkulturell geprägten rechtsextremen Szene fallen bei der Polizei zweigleisig auf: Einerseits durch Politisch Motivierte Kriminalität (PMK-rechts) wie Propagandadelikte oder Hassrede, andererseits durch klassische Delikte wie Körperverletzung, Diebstahl und eben auch Drogendelikte (Eigenbedarf und Kleinhandel).

  • Der Fokus auf Waffenhandel: Crossover-Effekte im Bereich der schweren Kriminalität zeigten sich in Rheinland-Pfalz in der Vergangenheit vor allem beim illegalen Waffenhandel. Ein bekannter Fall ereignete sich im Raum Kaiserslautern, wo Ermittler ein rechtsextremes Paar aus dem Umfeld der internationalen Gruppe „Right Wing Resistance“ aushoben, das illegal im großen Stil mit Waffen handelte.

  • Transnationaler Drogenhandel dominiert: Die großen Schläge gegen den organisierten Drogen- und Darknethandel in Rheinland-Pfalz (oft koordiniert durch die Landeszentralstelle Cybercrime in Koblenz) betreffen meist international vernetzte, ideologisch ungebundene Tätergruppierungen (z. B. das sogenannte Balkan-Kartell), bei denen politische Ideologien keine Rolle spielen. 

  • Öffentliche Verfassungsschutzberichte für Rheinland-Pfalz beschreiben rechtsextreme Parteien, Kameradschaften und Skinhead-Strukturen, nennen aber keinen Drogenhandel als zentrales Merkmal der Szene. 

  • Bekannt sind jedoch Einzelfälle, in denen Rechtsextremisten zugleich wegen allgemeiner Kriminalität – darunter auch Betäubungsmitteldelikte – auffielen. Das entspricht allerdings eher einem Muster persönlicher Kriminalität als einer nachgewiesenen landesweiten Strategie der Szene. 


Der ideologische Widerspruch

Kriminologen weisen bei diesem Thema immer wieder auf den fundamentalen Widerspruch der Szene hin:

Öffentlich inszenieren sich viele rechtsextreme Gruppen – oft im Rahmen von Propaganda-Kampagnen wie „Keine Drogen in unserer Stadt“ – als moralische Saubermänner. Hinter den Kulissen wird das Geschäft mit illegalen Substanzen jedoch oft rein pragmatisch als extrem lukrative Einnahmequelle genutzt, um politische Aktivitäten zu finanzieren.

Freitag, 19. Juni 2026

Oper Frankfurt: TANCREDI von Gioachino Rossini

Premiere

Cláudia Ribas (Mezzosopran / Titelpartie;
Bildnachweis: Barbara Aumüller)


TANCREDI
Melodramma eroico in zwei Akten von Gioachino Rossini
Text von Gaetano Rossi nach Voltaire
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln




Musikalische Leitung: Giuliano Carella Inszenierung: Manuel Schmitt Bühnenbild: Bernhard Siegl Kostüme: Raphaela Rose Licht: Joachim Klein Chor: Manuel Pujol Dramaturgie: Konrad Kuhn Argirio: Theo Lebow Amenaide: Bianca Tognocchi Orbazzano: Kihwan Sim Tancredi: Cláudia Ribas Loredana Clara Kim Isaura: Ruby Dibble Chor und Statisterie der Oper Frankfurt Frankfurter Opern- und Museumsorchester Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper

Tancredi von Gioachino Rossini entstand 1812/13 als Auftragsarbeit für das venezianische Teatro La Fenice und markierte einen Wendepunkt in seiner Karriere hin zur Gattung der Opera seria. Nach der Uraufführung in Venedig 1813 wurde Tancredi schon bald an der Mailänder Scala gespielt. Im Jahr 1817 stand das Werk zum ersten Mal in Frankfurt auf dem Spielplan. Die Partitur ist geprägt von Rossinis charakteristischer melodischer Inspiration und virtuosen vokalen Anforderungen, die den Übergang von der Opera seria des 18. Jahrhunderts zum Belcanto des 19. Jahrhunderts markieren. Besonders berühmt wurde die Cavatine des Tancredi „Di tanti palpiti“, die zu Rossinis Lebzeiten zu einer Art Gassenhauer avancierte. Die Oper vereint heroische Leidenschaft mit tief empfundener Lyrik und zeigt bereits Rossinis Meisterschaft in der Gestaltung großer dramatischer Szenen. Das Libretto von Gaetano Rossi basiert auf Voltaires Tragödie Tancrède aus dem Jahr 1760:


Bianca Tognocchi (Sopran / Amenaide;
Bildnachweis: Barbara Aumüller) 
Unter dem Eindruck einer Bedrohung von außen beschließt der Senat von Syrakus ein drakonisches Gesetz, das jeden, der mit dem Feind konspiriert, mit dem Tode bestraft. Argirio und der rivalisierende Orbazzano legen einen alten Zwist bei; als Pfand des neuen Bundes verspricht Argirio ihm die Hand seiner Tochter Amenaide. Diese liebt jedoch insgeheim Tancredi, der vor langer Zeit aus der Stadt verbannt worden war. Ein abgefangener Brief von ihr wird missdeutet, und der eigene Vater unterschreibt ihr Todesurteil …

Oper Frankfurt: Doppelabend DER ZAR LÄSST SICH FOTOGRAFIEREN von Kurt Weill und DIE KLUGE von Carl Orff

Erste Wiederaufnahme DER ZAR LÄSST SICH FOTOGRAFIEREN
Opera buffa in einem Akt von Kurt Weill, Text von Georg Kaiser
DIE KLUGE Zwölf Szenen von Carl Orff, Text vom Komponisten

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln


Musikalische Leitung: Jiří Rožeň Inszenierung: Keith Warner Regiemitarbeit: Katharina Kastening Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Orest Tichonov Bühnenbild: Boris Kudlička Kostüme: Kaspar Glarner Choreographie: Simone Sandroni Licht: John Bishop Chor (Der Zar lässt sich fotografieren): Álvaro Corral Matute Dramaturgie: Mareike Wink Der Zar lässt sich fotografieren Der Zar: Domen Križaj Die falsche Angèle: Juanita Lascarro Angèle: Nombulelo Yende Der Gehilfe: Magnus Dietrich Der Boy: Karolina Makuła Der falsche Gehilfe: Michael McCown Der falsche Boy: Kelsey Lauritano Der Anführer: Peter Marsh Der Begleiter des Zaren: Alfred Reiter u.a. Die Kluge Die Kluge, Tochter des Bauern: Elizabeth Reiter Der König: Mikołaj Trąbka Der Bauer: Thomas Faulkner Drei Strolche: Magnus Dietrich, Iain MacNeil, Dietrich Volle Der Mann mit dem Esel: Gerard Schneider Der Mann mit dem Maulesel: Sebastian Geyer Der Kerkermeister: Alfred Reiter
Chor und Statisterie der Oper Frankfurt Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Domen Križaj (Der Zar) und
Juanita Lascarro (Die falsche Angèle)
Bildnachweis: Barbara Aumüller

Mit Der Zar lässt sich fotografieren von Kurt Weill (1900-1950) in Kombination mit Die Kluge von Carl Orff (1895-1982) setzte die Oper Frankfurt in der Spielzeit 2022/23 ihre Tradition der Doppelabende fort. Weills einaktige Opera buffa wurde am 18. Februar 1928 im Neuen Theater Leipzig uraufgeführt. Orffs Geschichte vom König und der klugen Frau in zwölf Szenen wurde am 20. Februar 1943 im Opernhaus Frankfurt zur Uraufführung gebracht und erfuhr hier zuletzt am 30. Oktober 1957 eine Neuinszenierung durch Hans Hartleb. Das Libretto zu Der Zar lässt sich fotografieren verfasste der seinerzeit gefragte Dramatiker Georg Kaiser. Der auf Grimms Märchen basierende Text zu Die Kluge stammt aus der Feder des Komponisten selbst, der zuvor mit Carmina Burana eines der bedeutendsten Chorwerke des 20. Jahrhunderts geschaffen hatte.

Der Zar will sich fotografieren lassen. Eine Gruppe von Attentätern überwältigt die Fotografin Angèle in ihrem Pariser Studio und installiert eine Pistole in deren Kamera. Als der Zar das Studio betritt, ist er fasziniert von der schönen Revolutionärin, die sich als Angèle ausgibt. Er lässt sich in einen leidenschaftlichen Flirt verwickeln und ahnt nicht, dass er in Lebensgefahr schwebt...

 Mikołaj Trąbka (Der König) und
Elizabeth Reiter (Die Kluge, Tochter des Bauern)
Bildnachweis: Barbara Aumüller

Die Kluge rät ihrem Vater, den goldenen Mörser – ein Fundstück von der Feldarbeit – nicht dem König zu übergeben. Der Bauer aber liefert den Fund ab, woraufhin der König vermutet, dass der Bauer den dazugehörigen Stößel einbehalten hat, und lässt ihn einsperren. Mit drei Rätseln will der König die Klugheit der Bauerstochter prüfen. Sollte sie scheitern, droht ihr der Strick. Ein Kinderspiel für die Kluge. Beeindruckt nimmt der König sie zur Frau. Als er in einem Besitzstreit ein Fehlurteil fällt, ermahnt sie ihn. Daraufhin verstößt der König seine Gemahlin, überlässt ihr jedoch eine Truhe, in der sie mitnehmen darf, „woran ihr Herz am meisten hängt“…


Premiere: Sonntag, 14. Juni 2026, um 18 Uhr im Opernhaus Weitere Vorstellungen: 19., 21. (15.30 Uhr), 25., 27. Juni 2026 Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr. Preise: € 16 bis 121 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf) Karten sind bei unseren üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich. 

Dienstag, 16. Juni 2026

Experimentelles Musiktheater: Touching From A Distance im Mousonturm Frankfurt



Foto: Mousonturm

 
Wenn der taube Streetstyle-Choreograf Dodzi Dougban zusammen mit den beiden Neue Musik-Performer*innen Yuka Ohta und Diego Ramos auf der großen Bühne steht und Sounds sichtbar werdenTouching From A Distance (19.-21.06.) - eine Performance für und mit allen Sinnen - und damit für hörende und taube Zuschauer*innen ein Erlebnis. Inspiriert ist das vielschichtige Stück von der Unterwasserwelt und ihren Schwingungen. Die Tiefsee als bedrohtes und weitgehend unerforschtes Ökosystem wird zu einem utopischen Ort, in dem Spekulation und Wagnis neue Begegnungen ermöglichen. „Touching From A Distance“ ist ein experimentelles Musiktheater im Tiefenrausch, eine gemeinsame Suche nach dem Körper in der Musik und der Musikalität von Choreografie. Das Publikum wird eingeladen, selbst einzutauchen und sich treiben zu lassen. Vor Ort sind DGS-Dolmetscher*innen.

Freitag, 19. Juni 2026, 20:00 Uhr, Uraufführung, Gespräch im Anschluss
Samstag, 20. Juni 2026, 20:00 Uhr, Sonntag, 21. Juni 2026, 18:00 Uhr
Mousonturm, Frankfurt/Main, Saal, bestuhlt
8, 12, 21 oder 36 EUR, Sie bestimmen selbst, wieviel Sie bezahlen wollen.


Samstag, 13. Juni 2026

Warum alle Extremisten bei uns verboten werden sollten

Die Auseinandersetzung mit der neonazistischen Bewegung erfordert eine starke Reaktion. Es ist unerlässlich zu betonen, dass die freiheitlichen Werte einer Gesellschaft nicht durch intolerante ehrlose und kriminelle Befürworter von Massenmorden kompromittiert werden dürfen und dass alle in der Gesinnung und Handlung radikalen rechtsextremen Gruppierungen durch ein absolutes Verbot von Versammlungen und Demonstrationen belegt werden müssen. Es ist ein klarer Fall für die Anwendung der höchsten staatlichen Maßnahmen gegen extremistische Ideologien. Radikale Bewegungen stellen eine direkte Bedrohung für eine friedliebende demokratische Gesellschaft dar, da sie Hass und Gewalt fördern und somit den demokratischen Frieden gefährden. 

Die Demokratie schützt zwar die Meinungs- und Versammlungsfreiheit, doch diese Freiheiten dürfen nicht von Gegnern der Demokratie dazu benutzt werden, die demokratischen Werte mit Dreck zu bewerfen. Jede Regierung hat daher das Recht und die Pflicht einzugreifen, wenn die Rechte anderer Bürger in Gefahr sind. Ein absolutes Verbot ist ein drastisches Mittel, ja! Zum Schutz der öffentlichen Sicherheit ist es jedoch notwendig.

Alle extremistischen Geisteshaltungen, Religionen und Aktivitäten, die den sozialen Frieden bewusst stören und die Menschlichkeit verletzen wollen, die Juden, unverschleierte Frauen, Minderheiten und Ausländer, andere Religionen, andere Hautfarben und abweichende sexuelle Orientierungen oder demokratische politische Richtungen insgesamt ablehnen, gar das Unmenschliche und Grausame regelrecht im Alltag fordern, müssen verboten werden. Diese Stimmen hören wir uns nicht mehr an. Wir müssen ihr fanatisches Geschrei im Keim ersticken und aus dem Land vertreiben.

Keine demokratische Staatsführung sollte je zögern, diesen menschenverachtenden Anhängern der Gewaltexzesse entschlossen entgegenzutreten. Die Schaffung eines absoluten Verbots grenzt Neonazis, religiöse Fanatiker sowie alle anderen extremistisch orientierten Machthungrigen davon aus, in irgendeiner Weise Gewalt gegen das Volk und die genannten Menschengruppen auszuüben. 


Freitag, 12. Juni 2026

Timmy, der Wal – vom Hoffnungsträger zum Rohstoff

Publikumsliebling Timmy wird
industriell verarbeitet
(AI, gemeinfrei)
Timmy, der tragische Held der Ostsee, hat in wenigen Wochen mehr menschliche Emotionen
ausgelöst als so mancher Politiker in einem ganzen Wahlkampf. Er strandete, er kämpfte, er wurde befeuchtet, betüddelt, beklatscht, betrauert. Tierschützer schleppten Eimer, Initiativen gründeten Telegram‑Gruppen, Lokalzeitungen schrieben rührselige Updates im Stundentakt. Im Internet der Timmy-Ticker. Und Timmy? Timmy kehrte zweimal zurück und blieb liegen. Nicht aus Trotz, sondern weil sein internes Navigationssystem offenbar versagte.

Alle Mühe vergeblich. Alle Anteilnahme verpufft. Während die letzten Kerzen am Strand noch flackerten und die Social‑Media‑Posts „Run free, sweet giant“ sammelten, meldete sich die Realität mit der Eleganz eines Fleischverwertungsbetriebs: Timmy soll jetzt zu Biosprit verarbeitet werden, außerdem zu Zement oder Zementzusatzstoffen.

Dabei wird die organische Substanz meist thermisch oder chemisch behandelt, um sie in mineralische Bestandteile umzuwandeln, die dann in der Zementherstellung eingesetzt werden können. Ja. Der Wal, der Herzen rührte, wird nun im Verbrennermotor oder beim Bauen verwendet. Einmal tief durchatmen, bitte. Die Logik dahinter ist so verwaltungsstarr wie ein Formular in dreifacher Ausfertigung: Wenn die Natur schon nicht mitspielt, dann wenigstens die Kreislaufwirtschaft.

„Wir wollten doch nur helfen“ trifft auf „Nichts verschwenden“. Die Story als „Nachhaltigkeitsdoku“ geht weiter, mit einem Gefühl zwischen Kopfschütteln und Galgenhumor: Man wollte einen Wal retten. Jetzt rettet der Wal den CO₂‑Ausstoß.


Wie wird Walfleisch zu Biosprit verarbeitet?

Die Umwandlung von Walfleisch oder generell tierischer Biomasse zu Biodiesel und -benzin erfolgt meist über thermo-chemische Verfahren wie Pyrolyse und anschließendes katalytisches Reforming. Dabei wird die Biomasse unter Sauerstoffausschluss erhitzt, wodurch sie in flüssige Bioöle zerlegt wird. Diese Bioöle können dann weiterverarbeitet und raffiniert werden, um Kraftstoffe wie Biodiesel oder synthetische Diesel- und Benzinkraftstoffe herzustellen.

Ein Beispiel für ein solches Verfahren ist das Thermo-Katalytische Reforming (TCR), das vom Fraunhofer-Institut entwickelt wurde. Hierbei wird die Biomasse in einem Schneckenreaktor bei Temperaturen von etwa 400 bis 500 °C pyrolysiert, anschließend werden die entstehenden Dämpfe bei 500 bis 700 °C katalytisch reformiert, um die Qualität des Bioöls zu verbessern.

Die Menge an Biosprit, die aus Walfleisch gewonnen werden kann, hängt von der eingesetzten Biomasse ab. Timmy, der Buckelwal, war etwa 12,35 Meter lang, 3,2 Meter breit und 1,6 Meter hoch. Sein Gewicht betrug ungefähr 12 Tonnen, was etwa der Hälfte des Durchschnittsgewichts eines ausgewachsenen Buckelwals entspricht. Geschätzt war Timmy zwischen vier und sechs Jahre alt. Allgemein lässt sich sagen, dass aus etwa 10 Tonnen Biomasse ungefähr 1 Tonne Bio-Rohöl gewonnen werden kann, welches dann zu Kraftstoff raffiniert wird. Das entspricht etwa 1000 Litern Rohöl, das weiterverarbeitet wird. Die genaue Ausbeute variiert je nach Verfahren und Biomassequalität.

Diese Verfahren sind derzeit noch in der Entwicklung oder im Demonstrationsmaßstab, werden aber als vielversprechende nachhaltige Alternative zu fossilen Kraftstoffen erforscht.

Lassen sich auch andere Tierreste so verwerten?

Die Verwertung von Tierresten zu Biosprit oder anderen Produkten ist grundsätzlich möglich und wird in der Industrie auch bei verschiedenen tierischen Biomassen angewendet, beispielsweise bei Schlachtabfällen oder Fischresten. Allerdings ist die konventionelle biologische Zersetzung, also Kompostierung oder Vergärung, oft ökologisch sinnvoller und wirtschaftlich effizienter, da sie weniger energieintensiv ist und natürliche Kreisläufe unterstützt.

Die thermo-chemischen Verfahren zur Umwandlung in Biosprit sind technisch aufwendig und werden meist für Biomassen eingesetzt, die nicht anderweitig verwertet werden können oder eine hohe Energiedichte besitzen. Ob die Verarbeitung von großen Tierkadavern wie einem Wal wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll ist, hängt von vielen Faktoren ab, darunter Logistik, Umweltauflagen und technologische Möglichkeiten.

Mittwoch, 10. Juni 2026

Überraschender Vorstoß: Polen will seinen höchsten Staatsorden von Selenskyj zurück

AI, gemeinfrei



Die polnische Forderung, Selenskyj den höchsten polnischen Orden abzuerkennen, ist ein besonders unhöfliches Symbol. Sie trifft nicht nur eine historische Frage, sondern die Person des ukrainischen Präsidenten und damit einen der wichtigsten politischen Repräsentanten des ukrainischen Widerstands gegen die Bedrohung Europas.

Natürlich verschwinden historische Wunden nicht von allein. Die Opfer der Wolhynien-Massaker und ihre Nachfahren durch die faschistische ukrainische UPA, deren Führungsspitze aus Stepan Bandera und Andryj Melnyk bestand, dürfen nicht erwarten müssen, dass ihre Geschichte wegen der aktuellen geopolitischen Lage schweigt. Gerade ein enger Verbündeter müsse in der Lage sein, auch unbequeme Themen offen anzusprechen. Eine europäische Zukunft der Ukraine erfordere eine gemeinsame historische Aufarbeitung.

Aus polnischer Sicht ist das also keine „Hilfe für Putin“, sondern eine Frage der historischen Würde und der Ehrlichkeit zwischen Partnern. Die entscheidende Frage ist jedoch die politische Klugheit. Man kann durchaus zwei Dinge gleichzeitig für richtig halten: Die Verbrechen der ukrainischen UPA an der polnischen Zivilbevölkerung (darunter auch Juden) im Jahr 1943 müssen klar benannt werden. Die öffentliche Demütigung Selenskyjs während eines laufenden Verteidigungskrieges gegen Russland unter Bündnispartnern ist jedoch strategisch unklug.

Es gibt einen Unterschied zwischen einer gemeinsamen historischen Kommission, Forderungen nach Exhumierungen und Gedenkarbeit, einer diplomatischen Diskussion auf Regierungsebene und einem symbolischen Akt wie der Aberkennung des Ordens des Weißen Adlers.  Der dürfte nur am Ende von gescheiterten Diskussionen stehen. Die Gespräche und Klärungsmaßnahmen wie einer Exhumierung laufen ja bereits.  

Gerade Polen hat seit 2022 eine außerordentliche Rolle gespielt: Millionen ukrainischer Flüchtlinge wurden aufgenommen, die militärische Unterstützung war erheblich, und die polnische Gesellschaft zeigte eine Solidarität, die viele für historisch hielten. 

Deshalb ist dieser Konflikt so befremdend: Er entsteht nicht zwischen Gegnern, sondern zwischen zwei Nationen, die angesichts der russischen Aggression eigentlich ein gemeinsames existenzielles Interesse haben. Verhandlungen laufen und Klärungen werden stattfinden.

Freitag, 5. Juni 2026

Oper Frankfurt a.M.: Klaus Zehelein stellt seine Autobiographie "Unerhörte Augenblicke" vor

Klaus Zehelein (Bildnachweis: A. T. Schäfer)
Anlässlich seines 85. Geburtstags erschien
2025 die Autobiographie des großen Theatermannes
 Klaus Zehelein unter dem Titel Unerhörte Augenblicke im Verlag 
Theater der Zeit.

 

Gemeinsam mit dem Herausgeber Günther Heeg wird Zehelein sein Buch am

 

Dienstag, dem 9. Juni 2026, um 19 Uhr im Holzfoyer der Oper Frankfurt

 

vorstellen (Eintritt 10 €). Moderiert wird der Abend von Thomas Koch. Im Anschluss findet eine Signierstunde mit Büchertisch in Kooperation mit der Buchhandlung YPSILON statt.

 


Klaus Zehelein leitete zusammen mit Michael Gielen von 1977 bis 1987 die Frankfurter Oper und machte sie zu einem Ort der Entdeckungen und Neubefragungen von Text und Musik für die Bühne. Als visionärer Dramaturg, akribischer Denker, pragmatischer Intendant, leidenschaftlicher Vermittler, inspirierender akademischer Lehrer und Präsident des Deutschen Bühnenvereins prägte er ein halbes Jahrhundert lang die Entwicklungen des Musiktheaters wie kaum ein anderer. Dafür wurde ihm unter anderem 2023 der Deutsche Theaterpreis DER FAUST verliehen.

 

 

Kurzbiografie Klaus Zehelein

 

S/W-Foto aus der Frankfurter Zeit entstand bei den Proben
zu Richard Wagners Der Ring des Nibelungen“,
Oper Frankfurt 1985-87, v.l.n.r. Michael Gielen, Axel Manthey,
Ruth Berghaus, Klaus Zehelein. Bildnachweis: Mara Eggert

Klaus Zehelein wurde 1940 in Frankfurt am Main geboren. Er studierte Germanistik, Musikwissenschaft und Philosophie in seiner Heimatstadt und belegte zwischen 1959 und 1966 die Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt. Sein erstes Engagement führte ihn 1967 als Dramaturg an die Bühnen der Landeshauptstadt Kiel. Von 1970 bis 1977 war er Chefdramaturg am Staatstheater Oldenburg. Danach ging er bis 1987 in derselben Funktion und als koordinierter Operndirektor an die Städtischen Bühnen Frankfurt am Main. Nach einer zweijährigen Tätigkeit als freier Schauspiel- und Operndramaturg in Berlin, Frankfurt, Brüssel und Wien wurde er ab 1989 künstlerischer Direktor des Hamburger Thalia Theaters. Dann folgte der Ruf an die Staatsoper Stuttgart, die er als Intendant von 1991 bis 2006 zu einem der erfolgreichsten Orte avancierten Musiktheaters machte. Im Jahr 2003 wurde er zum Präsidenten des Deutschen Bühnenvereins gewählt, eine Funktion, die er bis 2015 ausfüllte. Im Jahr 2006 

übernahm er die Leitung der Bayerischen Theaterakademie August Everding im Prinzregententheater in München, der er als Präsident bis 2014 vorstand. 


Darüber hinaus war er als Dozent für Musiksoziologie an der Universität Oldenburg und an der State University of Minnesota sowie am Collège International de Philosophie in Paris engagiert. Er hatte Gastprofessuren an der Universität Gießen (Institut für angewandte Theaterwissenschaft) und von 1986 bis 1992 an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien inne. Zuletzt leitete er als Professor den Studiengang Dramaturgie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 

Klaus Zehelein wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem 1983 mit dem Deutschen Kritikerpreis für die Dramaturgie an der Oper Frankfurt. In den Jahren 1994, 1998, 1999, 2000, 2002 und 2006 wurde die Staatsoper Stuttgart unter seiner Leitung in den Kritikerumfragen der Zeitschrift Opernwelt jeweils zum "Opernhaus des Jahres" gewählt. Die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg für besondere Verdienste wurde ihm 2001 verliehen. Im Jahr 2006 wurde Klaus Zehelein mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet, 2007 ist er zum Mitglied der Bayerischen Akademie der schönen Künste ernannt worden. Der Deutsche Theaterpreis DER FAUST wurde ihm im Jahr 2023 für sein Lebenswerk verliehen.   

 


Donnerstag, 4. Juni 2026

Severin Groebners Neuer Glossenhauer #106 - Auf Weltniveau
















Ein Agent der internationalen Spitzendiplomatie: I.
© Foto: Dominic Reichenbach / Artwork: Claus Piffl


Auf Weltniveau

Jetzt kann ich es endlich sagen.
Der Grund dafür, dass ich seit drei Wochen keinen neuen Newsletter geschrieben habe, war keineswegs eine Schreibblockade, hohe Temperaturen oder die Spargel-&Erdbeersaison, die mich gezwungen hat Spargelmarmelade und Erdbeeren mit Sauce Hollandaise zuzubereiten (übrigens die einzige Sauce, die ich kenne, die nach einem glücklosen, französischen Präsidenten benannt worden ist. Emanuel Macaron hat es wenigstens bis zu einem Windbeutel geschafft), nein, sondern: Ich war in diplomatischer Mission unterwegs.

Ja, ich hatte einen Geheimauftrag, der so geheim ist, dass ich ihn niemandem verraten darf.
Außer Euch. Das hab ich mir vertraglich zusichern lassen.
Denn niemand wird in einem satirischen Newsletter die Wahrheit vermuten.
Brillant gedacht, was?
Deshalb wurde ich auch engagiert. Weil ich intellektuell so unglaublich wendig bin. Quasi der Mycroft Holmes for Austria.

Also ist war streng geheim in New York bei der UNO unterwegs. So streng geheim, wie es nur österreichische Geheimdienste können. Ja, durch mehrere Gerichtsprozesse und geflohene Milliardenbetrüger sind wir ja international für unsere Geheimniskrämerei bekannt. Genannt wurde das ganze: Aktion Ott.
Und damit ist nicht Egisto Ott gemeint, der kürzlich in Wien wegen Spionage für Russland verurteilt wurde, sondern: Elfriede Ott.

Denn wofür war diese 2019 verstorbene Wiener Volksschauspielerin geliebt… wenn nicht sogar gefürchtet?
Genau: Für ihren schlechten Stimmsitz.
Es hieß, sie konnte mit nur zwei Sätzen aus ihrem Mund einen drei Wochen altes Brot Laib zerteilen.
So kreissägenartig war ihr Organ gewesen.
Und darum ging es auch: Um einen Stimm-Sitz. Und zwar im UN-Sicherheitsrat. Für Österreich.

Den sollte ich besorgen. Und zwar auf die österreichischste aller möglichen Arten: durch „Vernaderung“.
Also durch das aktive Schlechtmachen eines anderen hinter dessen Rücken.
Denn wer könnte Deutschland besser in der internationalen Diplomatie schlecht aussehen lassen als ich, ein in Deutschland lebender österreichischer Satiriker?
Wer?

Friedrich Merz, ja, okay.… aber der hatte gerade etwas anderes zu tun.

Also bin ich die letzten drei Wochen durch New York von Diplomat zu Diplomat getingelt und habe unangenehme Wahrheiten verbreitet:
„Look at them, they put sauce over their Schnitzel! Sauce! Do you think someone like that can organize the world?“ Hab ich gesagt.
Und: „They mix meat and fish and then they call this ugly Matsch ‚Labskaus‘! Do you want people like this to decide over peace and war?“
Und wenn das nicht half, hab ich zu härteren Bandagen greifen müssen: „They still believe in the Verbrennungsmotor! How stupid can you be in the 21th century? It’s like riding a horse in front of the Ford-factory in 1926. These guys have no plan for the future!“
Und wenn das auch nichts geholfen hat, dann musste halt die ungeschminkte Wahrheit auf den Tisch:
„Their Minister of Foreign Affairs is called What-a-fool! Can you imagine someone with that name will get respect from Trump or Putin?“

Damit war die Arbeit fast getan.
Jetzt musste ich nur noch auf den klangvollen Namen der österreichischen Außenministerin hinweisen („Meinl-Reisinger! You know… Meinl? It stands for good coffee in old times. And for good money-laundry on the Island of Jersey in 2008!
(Apropos: Geld: Man kann diesen Newsletter auch unterstützen, siehe unten) And Reisinger? You can hear it: She is upcoming. She is not only rising, she is even risinger!“).
Dazu gab es österreichische Mehlspeisen und natürlich sehr viel Schmäh.

Als ich dann am Schluss noch darauf verwiesen habe, dass die deutsche Hymne eigentlich von einem Niederösterreicher stammt, der die Melodie im Burgenland den Kroaten geklaut hat, war der Stimmsitz im UN-Sicherheitsrat unser. Soviel musische Weltgewandtheit wie Österreich hat niemand.
Und damit waren die armen Deutschen aus dem Rennen. Denn womit hätten die denn für sich werben sollen? Mit ihrem Charme? Dann kann auch die Schweiz demnächst mit ihrer Küstenlinien international punkten.

Und egal, wer sonst jetzt was sagt, über die Gründe, lasst Euch nichts einreden:
Ich ganz allein hab den Sitz für Österreich im UN-Sicherheitsrat gebracht.

Und es hat nichts damit zu tun, dass die großen Länder, die den Sicherheitsrat dominieren - also Russland und China oder die USA - lieber kleine schwache Staaten da drinnen haben wollen, die man leichter manipulieren und rum schubsen kann. Nein, niemals.
Wir sind gerade als Staatswesen für unsere immense charakterliche Stärke bekannt. Eine Stärke, die sich in extremer Flexibilität ausdrückt.
Das liegt an unserer Geschichte.

Gerade wenn die Menschheit - so wie jetzt - sich in immer gefährlichere Situationen manövriert, braucht es im wichtigsten Kontrollgremium der Welt ein Land wie Österreich. Ein Land, das bereits an zwei Weltkriegen aktiv mitgewirkt hat und am Ende doch irgendwie immer ein Opfer war.
Das letzte Mal, in dem wir uns von unserem eigenen faschistischen Landsmann und seinen faschistischen Horden den hauseigenen Faschismus haben wegnehmen lassen. Und das erste Mal, in dem wir unser ganzes schönes großes, marodes Kaiserreich gegen eine kleine Republik eingetauscht haben.

Deshalb ist es ja auch kein Zufall, dass Österreich und Portugal - zwei ehemalige Imperien - jetzt die Sitze bekommen haben.
Denn die Portugiesen, und wir wissen jetzt schon, wie sich die Russen und Amerikaner bald fühlen werden.
Und die wiederum können uns und die Portugiesen anschauen und sich denken: So sieht das also aus… das postimperiale Zeitalter.
Und dann gibt es Pastéis de nata oder Apfelstrudel und die Stimmung ist gleich wieder besser im UN-Sicherheitsrat.
Oder - wie die Russen, Chinesen und Amerikaner ihn nennen - im Sicherheits-Unrat.

Das sind eben gute Schmäh. Da können die Deutschen einfach nicht mithalten.

Aber: seid nicht traurig, liebe Deutsche, dafür ist bald Fussball-WM!
Und damit ist ein „Neuer“ Anfang möglich…
Neuer…. Verstanden? Nein? Wie Euer Tormann…?

Naja, das sind eben Pointen auf internationalem Humorniveau.


groebner live:

Freitag 12.6. Frankfurt, Quartalsweise - der Vierteljahresrückblick in der Buchhandlung „Buch und Wein“

Saison-Abschluss von „ICH BIN DAS VOLK!“
Samstag 13.6. München, 
Lach&Schießgesellschaft

Alle Termine gibt es 
hier.

Und was die Presse über das Programm „Ich bin das Volk!“ schreibt, kann man 
hier lesen.
Auch die jüngste Empfehlung der Wiener Stadtzeitung 
Falter etwa.

groebner gesehen:
In der wunderbaren Sendung „Schlachthof“ im Bayerischen Fernsehen war ich zu Gast.
Und durfte dort
 eine Kostprobe meines Regierungsprogramms „Ich bin das Volk!“ geben.

In der Abendschau im BR gab es sogar einen eigenen Premierenbericht.
Den kann man sich 
hier anschauen.

groebner gehört:
Ganz frisch heraussen!!!! Meine neue Single: „
Das Lied der neuen Zeit“ powered by monkey records

Kennt Ihr schon mein Satire-Pop-Album 
„Nicht mein Problem“?
Es ist sehr gut.

In der wunderbaren Sendung „
Satire Deluxe“ war ich zu Gast und habe - live ! - ein Liedchen zum Besten gegeben.

Das „Ende der Welt“ gibt es auf Bayern 2 und in der ARD-Audiothek zu hören.
Dort denke ich immer wieder über Sachen nach, etwa wo man echte Freunde finden kann, wie man den 
US-Vizepräsidenten gut einsetzen könnte oder was passiert, wenn die Mächtigen dieser Welt zu Satirikern werden.*
All das erfährt man.

groebner gefolgt:
Videos und Fotos und Zeug gibt’s auf 
YouTube, auf Instagram oder auf Facebook zu sehen.

groebner gelesen:
Dem Falter hab ich übrigens ein 
großes Interview gegeben. Und das kann man immer noch Nachlesen.
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Über diesen Newsletter:

Der „Neue Glossenhauer“ ist ein Projekt der freiwilligen Selbstausbeutung.
Wer es dennoch materiell unterstützen will, hier wäre die Bankverbindung für Österreich:
Severin Groebner, Bawag, IBAN: AT39 6000 0000 7212 6709
Hier die jene für Deutschland:
Severin Groebner, Stadtsparkasse München, IBAN: DE51 7015 0000 0031 1293 64