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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Dichterhain, Bände 5 bis 8

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Mittwoch, 31. Mai 2017

Mannheim: Neuer Schauspielintendant im Gespräch


Christian Holtzhauer                (c)  Candy Welz
Ein potenzieller Nachfolger für den scheidenden Schauspielintendanten Burkhard C. Kosminski ist gefunden: Ab der Spielzeit 2018/2019 soll Christian Holtzhauer die Schauspielsparte am Nationaltheater Mannheim (NTM) leiten. Dafür hat sich heute der Kulturausschuss in einer nichtöffentlichen Sondersitzung ausgesprochen. Die endgültige Entscheidung fällt in der nächsten Gemeinderatssitzung am 27. Juni. Der gebürtige Leipziger ist seit 2013 als künstlerischer Leiter des Kunstfestes Weimar tätig und soll zum 1. September 2018 nach Mannheim wechseln. Die Stelle ist auf fünf Jahre befristet.

„Mit Christian Holtzhauer gewinnen wir einen Schauspielintendanten, dessen Biografie und konzeptionelle Ansätze zu unserer Stadt und der Aufgabe sehr gut passen“, so Oberbürgermeister Dr. Kurz. Auch Kulturbürgermeister Michael Grötsch ist überzeugt, mit Holtzhauer einen versierten Dramaturgen und Bühnenkenner gefunden zu haben. „Seine bisherigen beruflichen Stationen bieten beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Leitung der Schauspielsparte des Nationaltheaters.“ Die kulturpolitischen Sprecher der im Kulturausschuss vertretenen Fraktionen und Gruppierungen hatten Mitte Mai unter Leitung von Bürgermeister Grötsch Auswahlgespräche geführt und sich auf Holtzhauer als Nachfolger verständigt.

Holtzhauer war von 2011 bis Anfang 2017 Vorsitzender der Dramaturgischen Gesellschaft e.V., einem Netzwerk von Theatermachern aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und aller Produktions- und Organisationsformen des Theaters. Durch dieses Amt, das Holtzhauer auf eigenen Wunsch abgegeben hat, ist er bestens in der Theaterlandschaft vernetzt. Von 2005 bis 2013 war er Dramaturg und Projektleiter am Staatstheater Stuttgart. Auf den Wechsel nach Mannheim und die neuen Aufgaben freue er sich. Die enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Intendanten der anderen Sparten sieht er als Voraussetzung für den Erfolg der Schauspielsparte und damit des gesamten Hauses. Mit der Arbeit am NTM verbindet Holtzhauer ein klares Ziel: „Es soll sich eine programmatische Handschrift herausbilden, eine Mannheimer Dramaturgie, die es ermöglicht, das Schauspiel des NTM lokal zu verorten und die gleichzeitig für überregionale Wahrnehmung sorgt.“

Schauspielintendant Burkhard C. Kosminski ist im April dieses Jahres ans Staatstheater Stuttgart berufen worden und verlässt das NTM im Juli 2018. Dort war er seit 2006 erfolgreich tätig, zunächst als Schauspieldirektor und seit März 2013 als Schauspielintendant und Betriebsleiter. Zudem war er seit 2006 künstlerischer Leiter der Schillertage.

Montag, 29. Mai 2017

Was halten Sie vom digitalen Bahnticket?

Können bald nur noch Smartphone-Besitzer mit dem Zug fahren? Die Deutsche Bahn testet zurzeit eine Handy-App, mit der die herkömmliche Fahrkarte aus dem Automaten überflüssig werden könnte. Bei dem sogenannten digitalen Ticketing werden Passagiere über das W-Lan der Bahn erfasst und der Fahrpreis wird automatisch abgebucht.

Die Mehrheit der Deutschen steht dem Handy-Ticket skeptisch gegenüber. Laut einer aktuellen Umfrage von Statista in Zusammenarbeit mit YouGov können sich nur 36 Prozent der Bundesbürger vorstellen, das digitale Ticketing zu nutzen. Mehr als die Hälfte (58 Prozent) der ab 18-Jährigen hat kein Interesse daran. Uneinigkeit herrscht darüber, ob das Handy-Ticket Bahnfahren einfacher oder komplizierter machen würde. Ein Großteil der Deutschen (71 Prozent) befürchtet, dass durch die Nutzung ihre privaten Daten gefährdet wären.

Die Grafik zeigt die Meinung der Befragten zum geplanten Handy-Ticket der Deutschen Bahn.

Infografik: Digitales Bahn-Ticket stößt auf Skepsis | Statista

Modern Dance: Augmented 5th_excerpts



Augmented 5th_excerpts

Sonntag, 28. Mai 2017

Neues ECM-Album: Cross My Palm With Silver AVISHAI COHEN QUARTET





Cross My Palm With Silver
AVISHAI COHEN QUARTET

Avishai Cohen   Trumpet
Yonathan Avishai   Piano
Barak Mori   Double Bass
Nasheet Waits   Drums
Release date Germany:
05.05.2017

Release date USA:

05.05.2017

A year after his impressionistic, critically-lauded ECM debut Into The Silence, trumpeter Avishai Cohen’s Cross My Palm With Silver introduces a programme of new pieces which put the focus on the ensemble, on teamwork, with a quartet of the highest calibre. The adroit, almost telepathic interplay among the musicians allows Avishai Cohen to soar, making it clear why he is one of the most talked-about jazz musicians on the contemporary scene. “All of these people together are my dream team”, says the charismatic trumpeter of fellow players Yonathan Avishai, Barak Mori and Nasheet Waits, who share his sense for daring improvisation and his feeling for structure. “I feel we’re in a perfect place with the balance. It’s open and there’s so much room for the improvisation to take the music any place we can. At the same time the composition is very specific and the vibe is very direct and thought about.” As with Into The Silence, Cross My Palm With Silver was produced by Manfred Eicher at Studios La Buissonne in the south of France. It is issued on the eve of a major European tour, with concerts in France, Italy, Spain, Luxembourg, United Kingdom, Switzerland, Germany and the Netherlands.



ECM im Mai

Das  Anfang Mai erschienene neue Album des Trompeters Avishai Cohen stößt bereits auf lebhaftes Interesse bei Medien und Publikum. Wie schon der erfolgreiche Vorgänger Into The Silence wurde auch Cross My Palm With Silver von Manfred Eicher in den Studios La Bissonne in Südfrankreich produziert. Avishai Cohen befindet sich mit seinem Quartett derzeit auf einer größeren Europatournee mit Konzerten in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Luxemburg, dem Vereinigten Königreich, der Schweiz und den Niederlanden.

Am 26. Mai folgte bei ECM eine besondere Duoaufnahme:

Small Town präsentiert den Gitarristen Bill Frisell und den Bassisten Thomas Morgan live im New Yorker ‚Village Vanguard‘. Frisell hatte sein ECM-Debüt 1983 mit dem ähnlich intimen Album In Line gegeben. Zur Geschichte des Gitarristen mit dem Label gehört eine Reihe von Trio-Aufnahmen mit Paul Motian und Joe Lovano, mit dem Album Time and Time Again von 2007 als Höhepunkt. Morgan ist jüngst auf diversen ECM-Alben zu hören gewesen, als Bassist der Wahl für Tomasz Stanko, Jakob Bro, David Virelles, Giovanni Guidi und Masabumi Kikuchi.

Samstag, 27. Mai 2017

Fantasien zur Nacht (Video): Agent Provocateur - Resurrection



Agent Provocateur - Resurrection

Afghanistan: Militärfotografin fotografierte Unfall, bei dem sie mit ums Leben kam



(c) US Army


2013 ereignete sich in Afghanistan beim Training mit einem Mörser
ein Unfall, der den Afghanen am Mörser, die Fotografin bei der Arbeit 
und 11 weitere Personen tötete und wiederum 11 Personen verletzte.
Das Foto wurde erst jetzt freigegeben.
Der Afghane versuchte seine Ohren vor den Druckwellen und dem Lärm 
zu schützen, während vor ihm die Waffe explodierte und Steine wie 
Granatsplitter durch die Luft jagte.

Freitag, 26. Mai 2017

Fantasien zur Nacht (Video): Multimediaprojektionen auf Valeria



4 MEDIA "Chernika Project" - Valeria 

Berlin am Pfingst-Wochenende: I LOVE SENSUAL FOR ALL KIZOMBA AND BACHATA LOVERS!



I LOVE SENSUAL
FOR ALL KIZOMBA AND BACHATA LOVERS!
LET’S FALL DEEPLY IN LOVE WITH SENSUAL RHYTHMS!

There is a special event waiting for you on one of Berlin’s most colorful weekends of the year.
We would like to invite you to the 2nd BERLIN SPRING FESTIVAL on 02/03/04 of June 2017!
Carnival of Cultures + Sensual Dance = Unforgettable Berlin-weekend full of dance and fun!

We are inviting you to enjoy the multi-cultural atmosphere
in the great city of Berlin, with a diverse program of:
– Sensual Bachata and Kizomba Workshops
– Parties & Social Dancing
– Dance-Flashmob at the Carnival of Cultures on Sunday!

Let´s express all our love and joy in one event! Be part of it!

Unsere Taxi Tänzer können es kaum erwarten...
Bereit für endlose Tanznachmittage? Dann freu dich mit uns auf
30 BEKANNTE TAXI TÄNZER !!! 
Sie werden das gesamte Wochenende auf dem Tanzparket verbringen. Spare dir also deine Energie für I Love Sensual, denn es erwartet dich ein volles Programm!
Partys starten am Freitag, Samstag und Sonntag um 22 Uhr. Und der Social Raum wird am Samstag und Sonntag von 13 Uhr bis 20 Uhr für euch offen stehen.


Mittwoch, 24. Mai 2017

Mr. Minimal Music im Mousonturm Frankfurt a. M.: Terry & Gyan Riley (Colfax, Kalifornien)

Terry & Gyan Riley (Colfax, Kalifornien) 
Konzert 
Fr. 02.06.2017
KONZERT 
* 20 Uhr, € 49,40 VVK / € 51 AK / € 5 Rabatt für f.f.m. students Mitglieder. 


Saal 
Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main
Video: The Drone

Terry Riley gilt als einer der größten Komponisten der Gegenwart und (Mit-)Begründer der Minimal Music. Nun kommt er für ein exklusives Konzert mit seinem Sohn zu uns an den Mousonturm.
Eine Gitarre, ein Klavier und zwei Meister ihres Fachs. Schon den legendären Altmeister Terry Riley allein live zu sehen, ist höchst beeindruckend, überrascht er doch immer wieder mit jener äußerst ungewöhnlichen Mischung aus Jazz, Minimal, Weltmusik und Ragtime.
Jetzt erweitert der kongeniale Komponist dieses Erlebnis um einen zusätzlichen,
spannenden Aspekt: Sein Sohn, ebenfalls Komponist, aber auch grandioser Gitarrenvirtuose, ergänzt die Auftritte des 81-Jährigen. Wie das klingt? Nach
psychedelisch anmutenden Klangwellen, getragen von experimentellem Jazz, erweitert durch die obligatorischen Einflüsse indischer und afrikanischer Folklore – und begleitet von Gyans Gitarrenspiel, das sich nahtlos einfügt, als hätte es schon immer dazugehört.


Dienstag, 23. Mai 2017

45 km/h mit dem Fahrrad: Volle Kraft voraus mit 500 Wh im Akku


(e-bike-news) In allen E-Bike Modellen von HNF HEISENBERG stehen die vollen 500 Wh des Bosch PowerPacks zur Verfügung, der große Reichweiten ermöglicht. Vor Anstiegen muss man sich ebenfalls nicht scheuen, auch wenn das MD1 für dreckige Geländefahrten fast zu schön ist. Durch die unauffälligen Schutzbleche und die schwarzen Abstufungen von Lenker, Sattelstange und Unterrohr-Boden wirkt das Rad sehr reduziert, mehr Urban- als Touren-e-Bike. Allzu viel Dämpfung ist nicht verbaut, aber vorne sorgt die Paragon Federgabel von RockShox für das Glätten harter Kanten. Dennoch ist dieses Rad vor allem für lange Strecken oder spritzige Einlagen gebaut, in denen sich eine gewisse Steifigkeit auszahlt. Und wo ein hohes Durchschnitts-Tempo angestrebt ist. Daher haben wir auch die S-Pedelec Version des MD1 getestet.

Keine 150 Meter habe ich gebraucht, um auf 45 Km/h zu kommen. Dank des stufenlosen Getriebeschaltung genügte ein leichtes Drehen des Handgelenks, um Trittfrequenz und Drehmoment des Performance Line Motors während der Beschleunigungsphase in ein optimales Verhältnis zu bringen. Aber für die vollen 45 km/h muss ganz schön gestrampelt werden, ein Tempo um die 35 km/h erwies sich als angenehm.

In der S-Pedelec Variante des MD1 sind die verwendeten Leuchten anders eingestellt. Auch hier nutzt HNF die mit 80 Lux sehr hellen Supernova E3 Lampen. Aber in der schnellen Version strahlt das Vorderlicht permanent, um die Sichtbarkeit zu erhöhen. Außerdem verfügt die eingearbeitete Rückleuchte über eine automatische Bremslichtfunktion. Wie sehr sich die Dauer-Beleuchtung durch die am Akku angeschlossenen Lampen auf den Stromverbrauch auswirkt, konnten wir in unserem kurzen Test natürlich nicht feststellen.

Sowohl die Position für das Rücklicht als auch der Platz für das obligatorische Versicherungskennzeichen wurden für die Modellreihe 2017 verändert. Seit diesem Jahr sind beide hinten auf dem Metall-Schutzblech integriert. So sind sie auch zu erkennen, wenn eine lange Jacke oder Gepäck den Blick auf die Sattelrückseite verdecken. Für das kommende Jahr plant HNF HEISENBERG wohl auch, den Vorbau zu verändern, damit sich der Winkel schon von Haus au auf die jeweils gewünschte Sitzposition einstellen lässt.

Fazit

Das MD1 von HNF HEISENBERG ist ein rundum stimmiges E-Bike, das als S-Pedelec Version an die Eleganz eines Silberpfeils erinnert. Entsprechend sauber sind auch Design und Antrieb gehalten. Durch die farbliche Absetzungen fügt sich der auf dem Oberrohr sitzende 500 Wh Akku gefällig ins Gesamtbild, genau wie der hochkant sitzende Bosch Performance Line Motor. E-Unterstützung und Schaltung wirken optimal aufeinander abgestimmt. Allerdings ist dem klaren Design auch das Problem des starren Vorbaus geschuldet, hier kann sich noch etwas tun. Komfortabel ist das Rad, auch wenn eine gefederte Sattelstütze bei längeren oder raueren Strecken angebracht wäre. Weil bei allen Komponenten nur Markenprodukte den Weg in das MD1 gefunden haben, ist der Preis nicht ganz niedrig. Die 25 km/h Version startet bei 3.495 Euro, je nach gewünschter Zusatz-Ausstattung, das MD1 Men als S-Pedelec kostet ab 3.830 Euro.

Une minute de danse par jour 13 05 2017 / One Minute of Dance a Day / danse 851 / von Nadia Vadori-Gauthier





Une minute de danse par jour 13 05 2017 / 
danse 851 (One Minute of Dance a Day)
from 
Nadia Vadori-Gauthier

Montag, 22. Mai 2017

Lassen Sie nicht zu, dass man Mädchen/Frauen (oder Jungs/Männer) verstümmelt




Alle 11 Sekunden wird ein Mädchen oder eine junge Frau an den Genitalien verstümmelt.
Rund 500 Kinder sterben täglich an den Folgen dieser Praktik. DIe Beschneidungen bei Jungs kommen hinzu.

Auch in Deutschland steigt die Zahl der Betroffenen fortlaufend an. Mindestens 48.000 betroffene Frauen und Mädchen sowie weitere 9.300 von weiblicher Genitalverstümmelung Gefährdete leben in Deutschland.

Wir von TERRE DES FEMMES setzen uns seit Jahren gegen weibliche Genitalverstümmelung ein und wollen Aufmerksamkeit schaffen für diese weit verbreitete Menschenrechtsverletzung.

Bitte helfen Sie uns, der Öffentlichkeit die Augen zu öffnen, um Mädchen vor dieser Praktik zu bewahren, die schwere gesundheitliche Folgen hat und bis zum Tode führen kann.

Unsere neue Kampagne „Open Your Eyes!“ soll genau das erreichen.
Sie muss nur von möglichst vielen Menschen gesehen werden!

Am 7. Mai 2017, dem Internationalen Tag der genitalen Selbstbestimmung, haben wir gemeinsam mit prominenten UnterstützerInnen und unseren PartnerInnen eine umfassende Social Media-Aktivierungskampagne auf Facebook, Twitter und Instagram gestartet.
Auch Sie können mitmachen!

Bitte unterstützen Sie unser Anliegen und teilen Sie unser Kampagnen Key-Visual in den sozialen Medien. Eine Auswahl an Motiven finden Sie unter http://www.eyesonfgm.de. Alternativ könnten Sie auch ein Bild Ihres eigenen Auges als Kampagnen-Motiv nutzen. Vielen Dank!

Nur gemeinsam können wir weibliche Genitalverstümmelung überwinden!

Mit besten Grüßen

Dr. Idah Nabateregga, Charlotte Weil, Linda Ederberg
Referat gegen weibliche Genitalverstümmelung

Sonntag, 21. Mai 2017

Video: Frühling


Spring 


Varanasi: Frühling am Ort des Todes, der Vernichtung und der Wiederkehr



Varanasi // Beyond Life


Varanasi, The spiritual capital of India - a place where people come from all over the country to breathe their last, and immerse the ashes in the holy Ganges for the beginning of a new life. 

There really isn’t anything radically wrong with being sick or with dying. We can’t say that it’s a good thing for everything to go on living. In a very simple demonstration that if we enable everybody to go on living, we overcrowd ourselves. So therefore, one person who dies in a way is honourable because he’s making room for others…


It’s a far more amusing arrangement for nature to continue the process of life through different individuals then it is always with the same individual, because as each new individual approaches life is renewed. And one remembers how fascinating the most ordinary everyday things are to a child, because they see them all as marvellous.


It is not, therefore, natural for us to wish to prolong life indefinitely. But we live in a culture where it has been rubbed into us in every conceivable way that to die is a terrible thing.


Alan Watts

Dienstag, 16. Mai 2017

Alzheimer - keine wirkliche Spur

(Mainz) Noch immer hoffen Forscher, Alzheimer mit Medikamenten gegen Beta-Amyloid zu stoppen. Sie haben nun zwar spezifische Amyloidfragmente im Blick, aber die Hoffnungen schwinden. Hat sich Beta-Amyloid einmal zu Plaques umgebildet, scheint es relativ träge und unveränderlich zu sein. 
Viele Alzheimerexperten glauben, dass die typischen Alzheimerplaques ein Versuch des Organismus sind, toxisches Beta-Amyloid zu neutralisieren. Das belegen auch Studien mit Antikörpern gegen Amyloid: Die Auswirkungen auf die verstandesmäßigen Leistungen bleiben jedoch aus. 

Dennoch wird noch einmal versucht die Wirksamkeit von Antikörpern gegen Alzheimer nachzuweisen. Sie werden dieses Mal aus dem Blut sogenannter "Super-Ager" isoliert – Menschen, die auch im hohen Alter noch geistig fit sind. Möglicherweise sorgen die Antikörper bei solchen Personen auf natürliche Weise für einen Demenzschutz. Zum anderen ließen sich damit in einer kleineren Studie mit rund 160 Patienten erstmals deutliche klinische Effekte nachweisen, der kognitive Abbau ließ sich dosisabhängig weitgehend bremsen. Hier zu jubeln wäre allerdings völlig überreagiert.


Montag, 15. Mai 2017

NRW hat auf das Chaos im Bundesland geantwortet: SPD und Grüne verloren kräftig, CDU, FDP und AfD profitieren

Schlappe für die SPD in Nordrhein-Westfalen: Bei der Landtagswahl am Sonntag hat die CDU die meisten Stimmen eingeholt. Armin Laschet löst damit als neuer Ministerpräsident Hannelore Kraft im Amt ab. Kein Wunder, sehr viele Bürger waren mit der Riesenwelle an Flüchtlingen 2015/16 nicht einverstanden, hat sie doch in NRW-Städten ein ziemliches Chaos angerichtet, Schulen, Turnhallen, Gemeindesäle, alles voll mit Flüchtlingen und solchen, die vorgaben welche zu sein. Die Landesregierung kam gar nicht nach, ihre Zusagen zu erfüllen.

Die Statista-Grafik zeigt das vorläufige Endergebnis der Wahl. Mit 33 Prozent ist die CDU die stärkste Partei, die SPD kommt nur auf 31,2 Prozent der Wählerstimmen, mit einem Abwärtsrutsch von 8,5 Prozent. Und das bei so wenig Wahlbeteiligung. Zweiter Gewinner der Wahl ist die FDP mit einem Ergebnis von 12,6 Prozent. Die Grünen rutschten ab auf 6,4 Prozent. Mit 7,4 Prozent schaffte die AfD den Einzug in den Landtag in Nordrhein-Westfalen. Die Linke scheiterte dagegen knapp an der 5-Prozent-Hürde.

Die Rot-Grüne Landesregierung ist damit abgewählt. Nun wird über eine mögliche schwarz-gelbe Regierung verhandelt. Die Landtagswahl in NRW galt als wichtiger Stimmungstest vor der Bundestagswahl.

Die Grafik zeigt das Ergebnis der Landtagwahlen in Nordrhein-Westfalen 2017:

Infografik: So hat NRW gewählt | Statista 

FFF - Flugzeuge für Freaks: Hubschrauber extreme - Kunstflüge, Landungen und Außergewöhnliches






A great collection of extreme and incredible helicopters, including an unbelievable disembarkation by helicopter, two Westland Lynx helicopters dancing, chinook amazing landing and incredible reverse take-off, acrobatics flights, the flying bulls aerobatics, a Swordfish and a Lynx helicopter almost touching, incredible landings and takeoffs, impressive low pass flybys, touch and go, insane helicopter pilots with incredible skills, crazy choppers, landing and take-off in heavy wind conditions and crosswind, insane aerobatics made by incredible pilots, epic stunts, super helicopters, very low fly-by and performances in the sky at the limit that seems they are going to crash, situations where pilot skill and quick thinking saved the day, back flips, Eurocopter landing in strong winds, Chinook nose dive and doing a very tight tern, reverse emergency landing and take-off, a Bell 206 "Jet Ranger" helicopter versus Antonov An-124 and much more.. a top 20 compilation you cannot miss! 

These are some of the strongest, most incredible and expensive helicopter ever built. Some of the helicopters you will see in this collection.
CH-47 Chinook (Unit cost: US$ 38.5 million)
"Tiger" from Airbus Helicopters / Eurocopter (Unit cost: US$ 32 million with an incredible developing cost of US$ 12 billion)
Agusta Westland EH-101 Mk512 Merlin (Unit cost: US$ 21 million)
Russian-built Mi-171 helicopter (Unit cost: US$ 12 million)
Mil Mi-24 (Unit cost: US$ 12 million)
Apache Huey (Unit cost: US$ 11 million)
Bell AH-1 "Cobra" (Unit cost: US$ 11 million)
Bell 206 "Jet Ranger" (Unit cost: US$ 1 million)

Some of these incredible exhibitions took place at the following airshows:
Biggin Hill Air Fair
Bournemouth Air Festival
Cosford Airshow
ILA Berlin Air Show
Danish Karup AFB Air Show
Kecskemét Air Show



- - CREDITS - -

"Swordfish and Lynx helicopter" & "Flares from Lynx helicopter": courtesy of Roman Hobler from flickr.com/photos/hobler

A special thank to LEJ.approach (dvldi)

Some of the videos are under CC license and listed in "Source videos - View attributions" and below:
- Chinook in reverse-emergency landing demonstration: Robert Gipson youtube.com/watch?v=1BTBrJb3P9o (through +100500 Videos)
- Dancing copters: Jessica Spengler from flickr.com/photos/wordridden
- Chinook at Cosford Airshow clips: ozz13x form flickr.com/photos/24931020@N02
- Chinook hovering with only the rear wheels touching the edge of a cliff: The U.S. Army from flickr.com/photos/soldiersmediacenter

Sonntag, 14. Mai 2017

Louise Alder (Oper Frankfurt) erhält den "International Opera Awards“ 2017



Louise Alder        (c) Barbara Aumüller



Bei der Verleihung der „International Opera Awards“ 2017 in London wurde Ensemblemitglied Louise Alder als „beste Nachwuchssängerin“ ausgezeichnet. Die britische Sopranistin gehört seit 2014/15 dem Ensemble der Oper Frankfurt an und ist hier gerade als Gilda in Verdis Rigoletto zu erleben. Zu ihren weiteren Frankfurter Partien gehören Atalanta (Xerxes), Cleopatra (Giulio Cesare in Egitto), Füchsin Schlaukopf (Das schlaue Füchslein), Susanna (Le nozze di Figaro), Gretel (Hänsel und Gretel) und Juliette Vermont (Der Graf von Luxemburg). Zudem sang sie hier u.a. Sophie (Der Rosenkavalier), Frasquita (Carmen) und Musetta (La Bohème).

Zu den weiteren Ausgezeichneten gehören der Regisseur Christof Loy (ständiger Gast an der Oper Frankfurt, wo u.a. gerade seine Inszenierung von Strauss‘ Arabella zu erleben ist), der Tenor Lawrence Brownlee (debütiert in der kommenden Spielzeit 2017/18 im Rahmen eines Liederabends an der Oper Frankfurt) und als „Newcomer“ der Dirigent Lorenzo Viotti (debütiert 2017/18 an der Oper Frankfurt im Rahmen der Wiederaufnahme von Massenets Werther; eine kontinuierliche Zusammenarbeit ist geplant).

Die „International Opera Awards“ werden seit 2013 auf Initiative des britischen Unternehmers Harry Hyman und des Herausgebers des englischen Fachmagazins Opera, John Allison, verliehen. Die Oper Frankfurt gehörte seinerzeit zur ersten Preisträgern in der Sparte „Bestes Opernhaus“. Die undotierten Auszeichnungen sollen hervorragende Leistungen im Bereich der Oper fördern sowie herausragende Talente und Nachwuchskünstler in das Licht der Öffentlichkeit rücken.

Samstag, 13. Mai 2017

Fantasien zur Nacht (Video): Alejandra Pineda



Alejandra Pineda

Fantasien zur Nacht (Video): Angela



Angela

Design: Dieter Rams, Ein Stilraum, in Frankfurt a.M.


Herzliche Einladung zur Eröffnung

Dieter Rams
Ein Stilraum
Sa, 20. Mai, 17 Uhr


Weniger, aber besser“ – mit einer funktionsorientierten und unprätentiösen, visuell langlebigen und dabei höchst ästhetischen Gestaltung prägte Dieter Rams das Image des deutschen Designs der Nachkriegszeit. Noch heute beeinflusst seine Designhaltung jüngere Generationen erfolgreicher Gestalterinnen und Gestalter. Dieter Rams, leidenschaftlicher Verfechter einer besseren und nachhaltigeren Gestaltung, gilt als einer der erfolgreichsten und wirkungsmächtigsten Industriedesigner des 20. Jahrhunderts.

Seinen 85. Geburtstag am 20. Mai 2017 nimmt das Museum Angewandte Kunst zum Anlass, dem Ausnahmegestalter einen eigenen Stilraum mit Auszügen aus seiner Arbeit zu widmen.

Zur Eröffnung des Stilraums in Anwesenheit von Dieter Rams laden wir Sie am Samstag, den 20. Mai, um 17 Uhr sehr herzlich ein!



Museum Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt am Main

T +49 69 212 31286
F +49 69 212 30703
info@museumangewandtekunst.de
www.museumangewandtekunst.de

Öffnungszeiten
Montag: geschlossen
Dienstag: 10 - 18 Uhr
Mittwoch: 10 - 20 Uhr
Donnerstag - Sonntag: 10 - 18 Uhr


Freitag, 12. Mai 2017

Fantasien zur Nacht (Video): It Took A French Girl



It Took A French Girl 

Schauspielhaus Frankfurt a.M. im Juni: Gesamtshow der Produktionen von Oliver Reese zum Abschied und noch mehr


Am 24.Juni geht mit »One Song for the Road« die letzte Vorstellung der Intendanz von Oliver Reese über die Bühne: Erleben Sie unsere ganz persönlichen musikalischen Sternstunden, die Songs, die Sie zum Lachen, Weinen, Mitsingen bewegt haben. Die Schauspielerinnen und Schauspieler dieses Ensembles plus viele »Ehemalige« versammeln sich ein letztes Mal auf der großen Bühne und lassen die Highlights von 255 Produktionen Revue passieren. Anschließend laden wir Sie ein zur großen Abschiedsparty auf der Bühne des Schauspielhauses, im Foyer und der Panorama Bar, mit DJ Efdemin und DJ Boris (Ostgut, Berlin), Streetfood und »Come Together«.

Bereits ab Mitte Juni ist als Open-Air-Aufführung an der Weseler Werft Sophokles‘ »Ödipus – Vor der Stadt« zu erleben. Michael Thalheimer, der mit dieser Inszenierung die Intendanz Oliver Reese eröffnete, bringt die Tragödie des zur Selbsterkenntnis verdammten modernen Menschen nun zum Abschluss auf die eigens dafür aufgebaute Freilichtbühne am Main.

Das Schauspiel Frankfurt dankt seinem treuen Publikum und verlost die komplette Vorstellung am 20. Juni. Teilnahmekarten und Losboxen ab sofort bis zum 21. Mai im Foyer des Schauspielhauses.

Außerdem weisen wir Sie gerne auf das Gastspiel »Rausch« der Ruhrfestspiele Recklinghausen hin. Am 7. Juni sind Robert Stadlober und Wolfram Koch in Frank Hoffmanns Inszenierung von Strindbergs bitterer Komödie im Schauspielhaus zu sehen. Auch wenn Andrea Wulf und Neil MacGregor am 18. Juni unter dem Motto »Die Erfindung der Natur« auf Alexander von Humboldt treffen, laden wir Sie herzlich ein.

Wir freuen wir uns darauf, Sie bis Spielzeitende noch hoffentlich viele Male - denn die allermeisten Vorstellungen werden zum letzten Mal gespielt und dann abgesetzt - im Schauspiel Frankfurt zu begrüßen und sagen schon jetzt ein großes DANKE an Sie, dass Sie uns stets so treu begleitet haben. Bleiben Sie dem Schauspiel Frankfurt gewogen!

Donnerstag, 11. Mai 2017

Kurzfilm zu Ernst Křeneks DREI OPERN

Ein Kurzfilm von Thiemo Hehl zur Neuinszenierung der drei Opern (Der Diktator, Schwergewicht oder Die Ehre der Nation, Das geheime Königreich) von Ernst Křenek (Musikalische Leitung: Lothar Zagrosek; Regie: David Hermann) steht im Internetauftritt der Oper Frankfurt zur Verfügung. 

http://www.oper-frankfurt.de/de/mediathek/?id_media=144

 
Thiemo Hehl (* 1971) arbeitet seit 1996 in München, Berlin und Hannover in den Bereichen Kino-, Fernseh- und Dokumentarfilm sowie Werbung und Videoclips. Von 2006 bis Juli 2010 war er als Leiter der Dokumentarfilm-Produktionsfirma filmtank stuttgart (Zweigniederlassung der filmtank GmbH) tätig. In dieser Funktion war er Produktionsleiter bei diversen Dokumentarfilmen (u.a. Die Frau mit den 5 Elefanten von Vadim Jendreyko, der u.a. den Schweizer Filmpreis gewann und für den Deutschen Filmpreis 2010 nominiert war). Er ist Autor des Drehbuches zum Dokumentarfilm Die singende Stadt über den Alltag eines Opernhauses. Dieser Film wird anhand der Inszenierung von Wagners Parsifal von Calixto Bieito an der Staatsoper Stuttgart erzählt und lief 2011 bundesweit im Kino; zudem wurde er auf 3sat ausgestrahlt. Von 2008 bis Ende der Spielzeit 2013/14 erstellte Thiemo Hehl die Premieren-Trailer der Staatsoper Stuttgart. In gleicher Funktion arbeitet er seit 2010 für die Oper Frankfurt, seit 2012 bzw. 2014 für das Theater und Orchester der Stadt Heidelberg sowie seit 2015 für das Nationaltheater Mannheim und das Theater Koblenz. Weitere Informationen finden Sie unter www.thiemohehl.de.

1967: Simon Dupree - Kites (eine Liebesgeschichte)




Mittwoch, 10. Mai 2017

Mythen aus China 03: Die Göttin der Barmherzigkeit - Bodhisattva Guan Yin



In Weiß gehüllt, auf einer Lotusblüte stehend, in einer Hand ein Weidenzweig, in der anderen ein Gefäß mit reinem Wasser – Boddhisatva Guan Yin ist eine Göttin der Gnade und der Barmherzigkeit.

„Sie, die alle Töne des Leidens in der Welt beachtet“ – das ist die Bedeutung des Namens Guan Yin. Und der Titel Bodhisattva bezieht sich auf eine Ebene spiritueller Verwirklichung über dem Arhat und unterhalb des Buddhas. Legenden über Guan Yin tauchten zuerst im Reich der Mitte auf, vor mehr als zweitausend Jahren. Ihre Popularität stieg explosionsartig in der Zeit der Song-Dynastie (960 – 1279), und sie wird noch heute umjubelt und angebetet als „Göttin der Gnade“.

In einer Geschichte über ihren Ursprung heißt es:


Die Legende von Miao Shan

Vor langer Zeit hatte ein König in einem kleinen chinesischen Land drei Töchter, und auf der Suche nach weiterem weltlichem Gewinn wollte er sie in passende Familien verheiraten. Aber seine jüngste, Miao Shan, trug sich mit einem anderen Wunsch. Sie wollte eine buddhistische Nonne werden und sich selbst durch geistige Kultivierung vervollkommnen, um der Welt Erlösung zu bringen.

Der unbarmherzige König enterbte seine Tochter und schickte sie ins Exil. Jahre vergingen, und der König wurde sterbenskrank. Ein alter Mönch, der das Königreich besuchte, sagte ihm: „Um geheilt zu werden, musst Du einen Trank zu Dir nehmen, der aus den Armen und Augen einer Person gewonnen wurde, die das aus freien Stücken gibt.“ In seiner Verzweiflung bat er seine älteren Töchter um Hilfe. Die jedoch waren nicht gewillt zu helfen. Der Mönch bot an: „Auf dem Gipfel des Duftenden Berges lebt eine Bodhisattva der Barmherzigkeit. Schicke einen Boten zu ihr und bitte sie um Erlösung.“

Dieser Wandermönch erwies sich als kein anderer als eine verwandelte Miao Shan. Nach Jahren mühevoller geistiger Praxis war sie eine Bodhisattva geworden. Als sie von der Trübsal ihres Vaters hörte, verwandelte sie sich in den Mönch, um dem König einen Ratschlag zu geben. Im Tempel empfing sie den Boten ihres Vaters in ihrer wahren Gestalt und sagte: „Diese Krankheit ist die Strafe für vergangene Sünden. Aber als seine Tochter ist es meine Pflicht zu helfen. Dann entfernte sie ihre Augen und trennte ihre Arme ab, damit der Bote sie ihrem Vater bringen konnte.

Zurück im Königreich erschien der alte Mönch wieder, um das magische Getränk, das dem König so eine wundersame Genesung bescherte, zusammenzustellen. Dieser zeigte sich dem Mönch gegenüber außerordentlich dankbar, der nur einfach antwortete: „Am besten bedanken Sie sich bei der Person, die dieses Opfer für Sie erbrachte.“

Der König machte sich auf die Reise zum Duftenden Berg. Dort war er schockiert, als er seine Tochter sah, die vor Hunderten von Anhängern saß und das ohne Arme und ohne Augen! Seine königlichen Augen füllten sich mit Tränen, als er begriff, was sie alles für ihn ertragen haben musste. Trotz alledem empfing Miao Shen ihn voller Güte und bat ihn, ein Leben mit Barmherzigkeit zu führen und den Buddhismus zu praktizieren. Dann umgab sie alle ein helles Licht und sie verwandelte sich in das göttliche Bildnis einer Bodhisattva, die wieder Augen und Arme hatte.

In einigen Versionen dieser Legende hat Guan Yin tausend Augen und tausend Arme – das ist wesentlich besser, um alle zu erreichen, die in dieser Welt leiden.

Dörfer retten

Bekannte Geschichten über Guan Yin zeigen, dass sie sich in anspruchslose Personen verwandelte, um Menschen in Schwierigkeiten Hilfe zu bringen. In manchen Regionen wird sie beschrieben als eine, die einen Weidenkorb trägt und als Schutzheilige von Seeleuten und Fischern verehrt wird.

Eine dieser Legenden findet in einem Dorf am Fluss statt, das von einer Bande von berüchtigten Schlägertypen heimgesucht wird. Nachdem sie das Leiden der Menschen gesehen hat, verwandelt sich Guan Yin in eine wunderschöne Fischerin, um dem Dorf einen Besuch abzustatten. Der Anführer der Bande verliebt sich vom ersten Augenblick an in sie und möchte sie heiraten. Guan Yin jedoch besteht darauf, dass er zuerst buddhistische Schriften auswendig lernt, kein Fleisch isst und Gutes tut. Als Ergebnis legt die ganze Bande ihre Waffen nieder und beginnt ein anderes Leben. Danach wurde das Dorf ein Ort, an dem es höchst angenehm war zu leben, und überall kannten die Menschen es als einen Ort der Barmherzigkeit.

Mönche retten, und auch Affen

Guan Yin ist eine bekannte Gestalt in Die Reise in den Westen. Einer der vier Klassiker der chinesischen Literatur erzählt die Geschichte eines Mönchs aus der Zeit der Tang-Dynastie und dessen episch lange Pilgertour zusammen mit drei schillernden magischen Schülern. Im 16. Jahrhundert von Wu Cheng’en geschrieben, vereint der Roman Action, Humor und spirituelle Lehren. Shen Yun hat viele Geschichten daraus auf die Bühne gebracht.

Der Klassiker beginnt damit, dass Guan Yin dem Kaiser sagt, er solle eine Untersuchung starten, um buddhistische Schriften wieder zu finden. Dann stellt sie dem Tang-Mönch den Affenkönig, Pigsy und Sandy als Schüler zur Seite. Ihre Absicht? Damit sie Wiedergutmachung dafür leisten, dass sie im Himmel Unruhe stifteten, den Mönch vor Gefahren zu bewahren, und am allerwichtigsten, um ihren spirituellen Weg zu fördern.

Auf dem ganzen Weg vertreiben die drei Schüler alles Böse und beschützen ihren Meister. Manchmal jedoch steht der schlaue Affenkönig sogar auf der Kippe. Aber gerade als er voller Frustration beginnt, sein Fell auszureißen, erscheint Guan Yin mit einer Lösung!

Kein Wunder, dass sie so beliebt wurde! Die Göttin der Gnade kann helfen, jedes Problem zu lösen. Aber nicht vergessen: Sie hilft nur denen, die ein Leben der Freundlichkeit, Ehrlichkeit und Güte führen.

Montag, 8. Mai 2017

Deutschland kommt aktuell mit SPD- und AFD-Politik nicht mehr klar

Schlechte Aussichten für die Genossen: Nach der Wahl-Schlappe in Schleswig-Holstein gerät die Partei weiter unter Druck. In den aktuellen Wahlumfragen zur Bundestagswahl setzt sich der Abwärtstrend bei der SPD fort, bei Emnid und Forsa kommt sie nur noch auf 28 Prozent.

Auch die AfD hatte schon mal bessere Zeiten: Während sie noch vor kurzem zweistellige Umfragewerte vorweisen konnte, liegt sie nun im Schnitt bei 8 Prozent, wie die Grafik von Statista zeigt. Freuen kann sich die Kanzlerin: Die CDU hat in allen Umfragen die Nase vorne.

Die Sonntagsfrage zeigt den aktuellen Trend zur Bundestagswahl 2017 und wird regelmäßig von den Meinungsforschungsinstituten erhoben.

Die Grafik zeigt die aktuellen Ergebnisse der Sonntagsfrage von ausgewählten Meinungsforschungsinstituten zur Bundestagswahl 2017.

Infografik: Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre (KW 19) | Statista

Frankreich hat sich von FN-Zukunft abgewandt

Emmanuel Macron ist der neue Präsident Frankreichs. Im zweiten Wahlgang der Präsidentschaftswahlen am 7. Mai setzte sich der proeuropäische Macron (En marche!) gegen Marine Le Pen vom rechtspopulistischen Front National durch.

Wie die Grafik von Statista zeigt, fiel das Wahlergebnis eindeutig zugunsten Macrons aus: Er kam auf rund 66 Prozent der Wählerstimmen, während seine Rivalin Le Pen lediglich 33,9 Prozent der wahlberechtigten Franzosen von sich überzeugen konnte. Die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl lag bei 74,6 Prozent.

Eine Herausforderung für Macron wird nun, die restlichen Wähler von sich zu überzeugen. Einige Franzosen hatten ihn nur gewählt, um Le Pen zu verhindern, andere gaben leere Stimmzettel ab. In einem Monat stehen in Frankreich die Parlamentswahlen an, bis dahin muss Macron das Land hinter sich vereinigen.



Die Grafik zeigt das Endergebnis der Präsidentschaftswahlen in Frankreich 2017

Infografik: Macron ist Präsident | Statista 

ECM: Im April neu auf den Markt gekommen


Ingmar Bergman hat einmal über Andrey Tarkovsky gesagt, er bewege sich „mit solcher Natürlichkeit im Raum der Träume“. Das französisch-deutsche Tarkovsky Quartet, das sich nach dem russischen Filmemacher benannt hat, hat eine ganz eigene assoziative Traum-Sprache für sich entwickelt. Sie wird auf dem dritten Album der Gruppe Nuit Blanche noch weiter verfeinert. Die Stücke, ob von Bandleader François Couturier komponiert, oder von Couturier, Cellistin Anja Lechner, Saxophonist Jean-Marc Larché und Akkordeonist Jean-Louis Matinier aus dem Moment heraus geschaffen, erforschen die Textur von Träumen und Gedächtnis und beziehen sich dabei weiter auf Tarkovsky.

In Argentinien als Sohn eines amerikanischen Vaters und einer irischen Mutter geboren, wuchs der Gitarrist Dominic Miller in den USA und England auf. Derzeit lebt er in Frankreich, wobei er den Globus in den letzten Jahrzehnten ausgiebig bereist hat. Dementsprechend hat Silent Light – Millers ECM Debut – ein sehr internationales Flair, mit starkem lateinamerikanischen Einfluss in Stücken wie “Baden“ (dem brasilianischen Gitarristen/Komponisten Baden Powell gewidmet). „Le Pont“ umgibt ein Hauch von Paris zu Beginn des 20. Jahrhunderts, während „Valium“ keltische Melodien in der Manier von Bert Jansch beschwört. „Fields of Gold“ ist die gedämpfte Instrumentalversion einer der bekanntesten Balladen Stings. Miller ist seit langem durch seine tragende Rolle in der Band von Sting bekannt.

Auf seinem dritten ECM-Album unter eigenem Namen stellt Chris Potter ein neues akustisches Quartett vor. Der Gruppe gehören Musiker an, die ECM-Hörer von vielen während der letzten Dekade in New York aufgenommenen Alben kennen: Keyboarder David Virelles, Bassist Joe Martin und Schlagzeuger Marcus Gilmore. The Dreamer Is the Dream präsentiert Potter nicht nur am Tenorsaxophon – jenem Instrument, an dem er zu einem der meist bewunderten Musiker seiner Generation wurde – sondern auch an Sopransaxophon („Memory and Desire“) und Bassklarinette (im Titelstück).

Der ungarische Gitarrist Ferenc Snétberger hat sich mit seinem ECM-Solodebüt In Concert viele Freunde gemacht – und dürfte mit seinem neuen Album Titok, das im Trio mit dem schwedischen Bassisten Anders Jormin und dem US-Schlagzeuger Joey Baron entstand, noch viele mehr dazugewinnen. Aufgenommen im Mai 2015 im Rainbow Studio in Oslo und von Manfred Eicher produziert, ist Titok ein Album mit einem Schwergewicht auf äußerst melodiöser Improvisation und Interaktion.

Für den Nachfolger seines ECM-Debüts Arborescence, hat der preisgekrönte Pianist Aaron Parks ein Trio mit dem Bassisten Ben Street und dem Schlagzeuger Billy Hart um sich versammelt. Das Rhythmusgespann, das auch in Billy Harts erfolgreichem ECM-Quartett zusammenspielt, verbindet aufFind the Way Geläufigkeit und Kraft.

Am 28. April folgte ein neues Album des Trios Quercus. Das selbstbetitelte ECM-Debüt der Gruppe wurde im Jahr 2013 mit dem Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet und insbesondere in Großbritannien gefeiert, wo die Sängerin June Tabor schon lange als "“the dark voiced queen of English folk music” gilt (um es mit einem Zitat der Londoner Times zu sagen). Englischer Folk, Jazz und Kammermusik verschmelzen in Quercus' Welt. Das neue Album Nightfall beginnt mit dem berühmtesten aller Abschiedsstücke "Auld Lang Syne" und führt uns weiter in ein Programm, das Bob Dylans "Do not Think Twice", den Jazz-Standard "You Do not Know What Love Is" und die Ballade "Somewhere" aus der West Side Story einschließt. Ferner enthält das Album Original-Kompositionen von Pianist Huw Warren und Saxophonist Iain Ballamy sowie Lieder aus der britischen Folktradition in neuen Arrangements.


Sonntag, 7. Mai 2017

Wie war's bei Ernst Kreneks "Drei Opern" in der Frankfurter Oper?

Ernst Krenek, 1900 in Wien geboren und 1938 in die USA ausgereist, war ein Schüler von Franz Schreker, dessen Opern eher selten gespielt werden, aber eine Fülle von Handlungen und eigener Dramatik des 20. Jahrhunderts bieten, Irrelohe z.B. findet man auf einigen Spielplänen, das Pfalztheater Kaiserslautern hatte sich hervorragend daran gewagt. Er war aber auch ein Schüler von Paul Bekker, Kassler Intendant, mit dem er sich zum Publikum hinbewegte. Einflüsse von Strawinsky sind zu spüren, manchmal könnte man auch meinen, dass die wenige Monate dauernde Ehe mit Anna Mahler, der Tochter des schwer-düsteren Komponisten Gustav Mahler, Mahlersche Depressivität anklingen lassen. Krenek hat einen ganz eigenen Stil entwickelt, der angenehm klar, witzig, mehr noch vorwitzig, subversiv, anarchistisch und ziemlich respektlos gegenüber Machthabern ist. 

In Frankfurt hat man seit 30.04.2017 die Gelegenheit, drei Einakter-Opern an einem Abend kennenzulernen: „Der Diktator“ (Tragische Oper, 1926), „Schwergewicht oder die Ehre der Nation“ (Burleske Operette, 1927) sowie „Das geheime Königreich“ (Märchenoper, 1927). 


Sara Jakubiak (Maria) und
Davide Daminani (Der Diktator)
(c) Barbara Aumüller
Seine Kurzopern sind vom Text und Musik her sehr klar, unverspielt, kritisch, absurd, eine Spur ironisch, sarkastisch und vor allem karikierend. So humorvoll persiflierend wie er seine Machthaber, Könige und Königinnen darstellt, kann kein Funke bei den Übermenschfantasten entstehen. Kreneks Diktator (herrlich Hitlers Frisur mit Sidecut auf den Arm nehmend bei dem sehr überzeugenden "blonden" Bariton Davide Damiani) ist ein skrupelloser Kriegstreiber und Fremdgeher, der sich seiner Macht bewusst ist und fremde Frauen anlockt, wenn er es wünscht. Vorbild war Krenek der italienische Faschistenführer Mussolini. Er weiß, dass Maria (als mondäne 1920erin, verführerische Attentäterin und Geliebte, hasserfüllte Gattin die Sopranistin Sara Jakubiak), die Frau seines Offiziers, ihn töten will, weil sie ihn als Mann fürchtet und begehrt. 
Die Handlung spielt auf einem Plateau oberhalb des Genfer Sees, wo sich der Diktator und seine Frau Charlotte im Grand Hotel erholen. Von dort ruft er einen neuen Krieg gegen das kleine Nachbarland aus. In einem Sanatorium nebenan wird der fast erblindete Offizier des Diktators (geschädigt vom Krieg, aufbegehrend und Rache suchend der Tenor Vincent Wolfsteiner) behandelt, von seiner Frau Maria begleitet. Die Augenverletzungen hatte er sich im Krieg gegen den Feind durch eine Detonation zugezogen. Maria beschließt, den Diktator zu erschießen, anschließend Selbstmord zu begehen. 
Sara Jakubiak (Maria) und 
Davide Daminani (Der Diktator) 
(c) Barbara Aumüller
Vor dem Attentat schützt der Diktator sich mit einer präparierten schusssicheren Weste und erwartet den Besuch in seinem Büro im Morgenrock. Sie kommt und schießt dreimal auf ihn, er mimt den Getroffenen, aber Unsterblichen. Bis er seine Schutzweste offenbart. Im Handumdrehen bezwingt er nun die in Liebe gefallene leidenschaftliche Maria. Seine Frau Charlotte (erbost ihren Mann verwünschend die Sopranistin Juanita Lascarro) behandelt er weniger freundlich, herablassend und abwimmelnd. Ihre Eifersucht, sie hört im Nebenraum alle Liebesbezeugungen ihres Mannes mit, bringt sie dazu, Marias Wunsch nach Tod, ohne es zu wissen, zu erfüllen. Sie erschießt sie statt ihren Mann mit der Pistole Marias, weil Maria den nun ungeschützten Diktator deckt. Maria bedankt sich vor ihrem Tod dafür, dass Charlotte ihr den Selbstmord abnahm. Der Diktator arrangiert einen Selbstmord aus Liebe zu ihm aus dem Besuch und reizt die Vorkommnisse zu einer Glorifizierung seiner Anziehung aus.  


Michael Porter (Gaston), Simon Bailey (Adam Ochsenschwanz),
Davide Damiani (Der Diktator), Nina Tarandek (Anna Maria Himmelhuber) und
Ludwig Mittelhammer (Professor Himmelhuber)
(c) Barbara Aumüller

Davide Damiani (Der Diktator), Barbara Zechmeister (Evelyne),
Michael Porter (Gaston) und Simon Bailey (Adam Ochsenschwanz)
sowie vorne Statisterie der Oper Frankfurt
(c) Barbara Aumüller
Die burleske Operette „Schwergewicht oder die Ehre der Nation“ spielt in einem Varietétheater, in dem David Hermann (Regie) mit einer gewissen interpretatorischen Eigenmächtigkeit, aber durchaus schlüssig, den Diktator mit seiner Frau (siehe oben) als Zuschauer sitzen lässt. Auf der Bühne spielt sich spiegelbildlich etwas Ähnliches wie im "Dikator" ab, Adam Ochsenschwanz (authentisch verkörpert durch den Bassbariton Simon Bailey) soll der Inbegriff des Übermenschen sein, Gewaltanbeter und autoritär, wie Prof. Himmelhuber spöttisch feststellt, dabei ist er dumm wie Bohnenstroh. Tanzmeister Gaston (agil und frech Tenor Michael Porter) wedelt um dessen Frau Evelyne (ebenso frech, lebendig und gewitzt Barbara Zechmeister, Sopran) herum und versucht sie dem Ochsenschwanz abzuluchsen. Als der Diktator empört und gelangweilt gehen will, weil ständig Beleidigungen und Hänseleien von der Bühne auf ihn herabregnen, hält ihn Anna Maria Himmelhuber (animierend und unwiderstehlich die reizvolle Mezzosopranistin Nina Tarandek) auf und lockt ihn auf die Bühne. Sie spielt die Verführerin, er folgt ihr gerne, versucht sich zu vergehen und fällt rein. Die Falle schnappt zu, und alle verhöhnen den liebestollen Diktator, Ochsenschwanz fesselt ihn statt den Tanzmeister in sein Spezial-Fitnessgerät und foltert ihn ein bisschen durch 360°-Drehungen, am Ende sprengt er ihn sogar in die Luft. Was in der ersten Oper nicht gelungen ist, wird hier nachgeholt, und war es auch nur die Regie. Verrückterweise ist es der Prototyp des Übermenschen, der einen unter anderen Umständen verherrlichten Führer, beseitigt.


Sebastian Geyer (Der Narr) und Alison King (Singende Dame)
sowie unten Davide Damiani (Der König)
(c) Barbara Aumüller

„Das geheime Königreich“, eine Märchenoper, wurde oft auch für Kinder inszeniert. Sie ist ein freches, einen Herrscher und seine Gemahlin, aber auch die Revolutionäre karikierendes Werk. Der arme König (Davide Damiani) beichtet dem Narr (herrlich ausstaffiert mit Glamourlook Bariton Sebastian Geyer, das Geschehen als figürliche Abspaltung des Librettisten fest in der Hand), dass er einfach nicht gut genug in seinem Job sei. Er gibt ihm die Krone, um die Regierungsgeschäfte besser zu machen. Dieser Wink mit dem Zaunpfahl desavouiert nebenbei die Regierungstreibenden recht ordentlich.
Judita Nagyová (Singende Dame), Julia Dawson (Singende Dame),
Sebastian Geyer (Der Narr), Alison King (Singende Dame)
und Ambur Braid (Die Königin) 
(c) Barbara Aumüller
Während draußen die Revolution tobt, ist der König bereits im (eigenen) Verlies inhaftiert. Der Narr und die Königin sind innerhalb der Burg sozusagen noch auf freiem Fuß. Der Narr freut sich gekrönt worden zu sein, und die Frau des Herrschers (sehr überzeugend die Koloratursopranistin Ambur Braid) will allein die Krone zurück, das ist ihr Hauptziel, der Gemahl im Verlies ist sekundär. Als der Rebellenführer (Peter Marsh) auftaucht, fällt sie in Liebe zu ihm, die Krone will sie weiterhin, auch wenn der Rebellenchef nun auch noch Ansprüche erhebt. Die drei Königstöchter sollen den Narren mit vergiftetem Wein zur Strecke bringen, um die Krone zurückzuholen. Dies misslingt, stattdessen stürmen Rebellen die Burg, um den Herrscher zur Verantwortung zu ziehen. Der Narr verhilft der Königsfamilie zur Flucht. Im Wald verwandelt sich die Königin in einem Baum, just als der Rebellenführer ihr die Krone abnehmen will. Als lieblich singender Baum ist sie inklusive Krone unantastbar. Der König will sich erst depressiv heroisch den Verfolgern ausliefern, die betrunkenen Rebellen glauben ihm allerdings nicht, dass er der König sei, und lachen ihn aus. Als er sich aus Verzweiflung umbringen will, lassen ihn die Stimme seiner Frau und ihre Überzeugungskraft die Schönheit der Natur erfahren. So geläutert wandelt er sich in einer Symbiose mit der Natur zu einem Lebensbejaher, sein Königreich soll die Natur werden, ihre Gewächse und Tiere. Der Schluss, dass er dort wenigstens keinen Schaden anrichten kann, liegt nahe. Die Rebellen sind allerdings auch so unnütz und tröge, dass man keine wirkliche Regierungsfähigkeit bei ihnen erkennt.

Mit einer sehr gelungenen Inszenierung von David Hermann, der die Märchenwelt von Platz 2 auf 3 der Operntriade verschob, und die Figur des Diktators aus drei verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet sowie einem sehr abwechslungsreichen, märchenhaft üppigen Bühnenbild von Jo Schramm - gerade in "Das geheime Königreich" - wird einem der 1991 in Palm Springs, Kalifornien, gestorbene Ernst Krenek als humorvoller, kritischer und unterhaltsamer Komponist und Librettist mit Anspruch lebendig, der die großen Tragödien eher meidet bzw. dekonstruiert, sie zwar zitiert, aber in eher absurde Zustände überführt. Musikalische Leitung hatte Lothar Zagrosek, der die Vielfalt der Krenek-Klangwelten hervorragend mit dem Frankfurter Opern- und Museumsorchester darbot.