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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Dichterhain, Bände 5 bis 8

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Donnerstag, 31. August 2017

Petition: Türkischstämmiger Schriftsteller aus Köln wurde in Spanien verhaftet

Die Kölner Schriftstellerinnen und Schriftsteller sind fassungslos und entsetzt, dass ihr Kollege Doğan Akhanlı in Spanien auf Betreiben der türkischen Regierung festgehalten wird. Was hier besonders aufstößt ist, dass Akhanli in einem europäischen Land verhaftet werden kann, weil die türkische Regierung eine Institution wie Interpol für ihre politischen Zwecke einsetzen darf. Dieses Vorgehen erinnert fatal an die Art und Weise, wie Diktaturen schon immer ihre Gegner auch außerhalb des eigenen Territoriums verfolgt haben. Welche Vorwürfe konkret vorliegen thematisieren die Petitionsbetreiber nicht, es ist jedoch naheliegend, dass es fingierte sind, um einen Regimegegner auszuschalten.


"Wir vertrauen auf die spanische Justiz und darauf, dass sie das türkische Auslieferungsbegehren mit einem klaren Nein beantwortet. Wir erwarten, dass alle europäischen Länder gemeinsam die rechtsstaatlichen Prinzipien verteidigen und der Türkei die Rote Karte zeigen.

Wir möchten, dass Autoren und Journalisten, Künstler, Kabarettisten, Film‐ und Theatermacher auch in Zukunft unbesorgt ins europäische Ausland reisen können, ohne befürchten zu müssen, dass man sie verhaftet, weil sie in der Türkei als Regimegegner gelten.

Doğan Akhanlı schätzen wir als klugen Kopf, als kritischen Denker, als freundlichen und liebenswürdigen Menschen, Kollegen und Freund. Der Gedanke, dass er an ein Land ausgeliefert werden könnte, das sich immer weiter von einem Rechtsstaat entfernt, ist für uns unerträglich. Deshalb appellieren wir an alle Verantwortlichen, alles dafür zu tun, dass Doğan Akhanlı bald wieder nach Deutschland zurückkehren kann und dass alle haltlosen Vorwürfe gegen ihn fallen gelassen werden. Unsererseits werden wir alles in unserer Macht stehende tun, um ihn zu unterstützen."

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Das bibliophile Buch: Die Stunde der Spezialisten


Barbara Zoeke
Die Stunde der Spezialisten

Originalausgabe

nummeriert und limitiert. Gestaltung: Lars Henkel. Kunstvolle Collagen für Cover, Bezug, Vor- und Nachsatzpapier. Fadenheftung, Lesebändchen.

Deutschland 1940: Max Koenig ist Professor für Altertumsforschung. Ein vererbtes Nervenleiden reißt ihn aus seinem beruflichen Leben und fort von seiner Familie. Er kommt in die Wittenauer Heilstätten und trifft dort auf Schwester Rosemarie, die versucht zu helfen, wo sie kann. Trotz seiner Hinfälligkeit wird Koenig zum Mittelpunkt einer kleinen Gruppe: dem Studienrat Dr. Carl Hohein, der eine Litanei auf die Farbe »Schwarz« komponiert, der jungen Pianistin Elfie, deren Hände zittern und die »Traumdeutsch« spricht, und schließlich Oscar, einem Jungen mit Trisomie 21.

Der Alltag auf der Station, die mangelhaften Essensrationen und die rassenhygienischen Kommentare der medizinischen »Spezialisten« werden nur durch die gegenseitige Unterstützung und kleine Freuden, wie die Besuche von Frau und Schwägerin, erträglich. Sie hoffen darauf, sich nach dem Krieg im Traumland Italien wiederzufinden. Doch Max Koenig und Oscar werden verlegt und ihren Angehörigen entzogen.

Töten wird sie Dr. Friedel Lerbe, ein Arzt, SS-Mann und fanatischer Verfechter der Rassenhygiene. Als Leiter einer Tötungsanstalt führt er das NS-»Euthanasie«-Programm mit bürokratischer Präzision aus – jedes Detail des Ablaufs wird von ihm kontrolliert. Ein ganzer Stab von »Pflegern«, Sekretärinnen, Technikern und Leichenbrennern steht diesem »Spezialisten« bei seinem Handwerk zur Seite.


Der Gestalter Lars Henkel über "Die Stunde der Spezialisten":

"Bei der Gestaltung der Buchschlaufe stand die Frage im Vordergrund, wie ein so schreckliches Kapitel der deutschen Geschichte sich visualisieren lässt. 
Normalerweise besteht bei der Entwicklung eines Buchcovers der Vorteil darin, dass man sich vom Text inspirieren lassen kann. Die Geschichte bietet zahlreiche Anregungen für Bildideen, so entwickeln sich die Skizzen häufig aus interessanten Motiven im Roman. Davon gab es auch einige in diesem Buch, viele davon wurden im Skizzenbuch durchgespielt, aber keiner dieser Entwürfe schaffte es auf die Buchschlaufe, da sie alle zu negativ konnotiert waren. 
Ein Entwurf war angelehnt an Bildern des Volksliedes "Die Vogelhochzeit", gezeichnet in der Tradition klassischer Kinderbuchillustrationen. Diese Idee basierte auf der Codesprache der Ärzte für die verschiedenen Arbeitsschritte der Tötungsmaschinerie, in der der Begriff "Vogelhochzeit" für die Ausstellung der Totenscheine steht ..."

Mittwoch, 30. August 2017

Frankfurter Oper mit kostenloser Kinderbetreuung

Für alle, die gerne in die Oper gehen, aber ihre Kinder betreut wissen wollen, bietet die Oper Frankfurt Nachmittagsvorstellungen, in deren Rahmen eine kostenlose Kinderbetreuung angeboten wird. Dieser Service dürfte vor allem für theaterbegeisterte Familien mit kleinen Kindern interessant sein. Das Angebot gilt für den Nachwuchs im Alter von drei bis neun Jahren, der dann - während die Eltern die Vorstellung besuchen - von zwei Diplom-Pädagoginnen in den Räumen der Oper Frankfurt betreut wird. Dabei wird gebastelt, gespielt, vorgelesen und vieles mehr. Anmeldungen nimmt der Gästeservice der Oper Frankfurt unter der Nummer 069 - 212 37 348 entgegen.

Die Vorstellungen mit kostenloser Kinderbetreuung in der Spielzeit 2017/18:

Wolfgang Amadeus Mozart Die Entführung aus dem Serail - Sonntag, 3. September 2017, 15.30 Uhr
Henry Purcell / Béla Bartók Dido and Aeneas / Herzog Blaubarts Burg - Sonntag, 29. Oktober 2017, 15.30 Uhr
Benjamin Britten Peter Grimes - Sonntag, 5. November 2017, 15.30 Uhr
Wolfgang Amadeus Mozart Così fan tutte - Sonntag, 17. Dezember 2017, 15.30 Uhr
Richard Strauss Capriccio - Sonntag, 28. Januar 2018, 15.30 Uhr
Giuseppe Verdi Rigoletto - Sonntag, 11. Februar 2018, 15.00 Uhr
Giuseppe Verdi Rigoletto - Sonntag, 4. März 2018, 15.30 Uhr
Giacomo Meyerbeer L’Africaine - Sonntag, 11. März 2018, 15.30 Uhr
Gioacchino Rossini La Cenerentola - Sonntag, 25. März 2018, 15.30 Uhr
Leoš Janáček Aus einem Totenhaus - Sonntag, 8. April 2018, 15.30 Uhr
Leoš Janáček Aus einem Totenhaus - Sonntag, 29. April 2018, 15.30 Uhr
Benjamin Britten Billy Budd - Pfingstmontag, 21. Mai 2018, 15.30 Uhr

Karten für die Nachmittagsvorstellungen der Spielzeit 2017/18 zum Preis von € 15 bis 135 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf) sind an unseren bekannten Vorverkaufsstellen, per Ticket-Hotline 069 - 212 49 49 4 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich.

Brigitte Mages übergibt einzigartiges Kulturgut ihres Onkels Leonhard Mages an das Zentralarchiv des Bezirksverbands Pfalz

Historische Tonbandaufnahmen von Opern- und Operettensendungen im Rundfunk und Aufführungen am Pfalztheater 

Das Zentralarchiv des Bezirksverbands Pfalz hat von Brigitte Mages, Rundfunkjournalistin und Enkelin des Bundesverdienstkreuzträgers Leonhard Mages, rund 200 historisch wertvolle Tonbandaufnahmen, vor allem zu Inszenierungen des Pfalztheaters aus den 1960er und 1970er Jahren, erhalten. Mages war Mitbegründer des Fördervereins der „Freunde des Pfalztheaters“ und leidenschaftlicher Theaterbesucher und Liebhaber von Musik des „ernsten Genres“. Von etwa 1950 bis um 1980 fertigte er zahlreiche Tonbandmitschnitte von Opern- und Operettensendungen an, darunter auch Rundfunkübertragungen der Wagner-Festspiele in Bayreuth. Von ganz besonderer musikalischer und historischer Bedeutung sind die überaus zahlreichen Mitschnitte, die Mages über weit mehr als zwei Jahrzehnte hinweg während der Aufführungen am Pfalztheater live aufnahm. Darunter befinden sich Stücke, die in der Gegenwart kaum noch bekannt beziehungsweise beinahe in Vergessenheit geraten sind. Auch deshalb handelt es sich bei den jetzt vom Zentralarchiv des Bezirksverbands Pfalz geordneten und dauerhaft verwahrten Aufnahmen um außergewöhnliche und einzigartige Tondokumente. Zu seinem 80. Geburtstag ernannte ihn 1983 der damalige Intendant Wolfgang Blum zum Ehrenmitglied des Pfalztheaters. Die Ehrenmitgliedschaft – bis dahin nur fünfmal verliehen – war mit Leonhard Mages erstmals einem Nichtensemblemitglied zuteil geworden. Darüber hinaus war dem 1984 verstorbenen Kaiserslauterer Architekten Leonhard Mages bereits 1980 für seine hervorragenden Leistungen für das pfälzische Theaterwesen und seine besonderen Verdienste um das Pfalztheater von Bundespräsident Karl Carstens das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen worden. Im Rahmen der feierlichen Eröffnung der Spielzeit 1980/81 hatte der damalige Oberbürgermeister Theo Vondano dem engagierten Kulturenthusiasten und eifrigen Förderer des Pfalztheaters die Auszeichnung ans Revers geheftet. 

Dienstag, 29. August 2017

St. Ingberter Wettbewerb um Kleinkunstpreis startet am 02.12.2017

Helmuth Steierwald
(c) Thomas Langer

DIE "ST. INGBERTER PFANNE"

Seit 1985 verleiht Stadt St. Ingbert jährlich diesen Kleinkunstpreis, der als Förderpreis für Kleinkünstler gedacht ist. Künstler aus den Sparten Kabarett, Liedermacher, Pantomime, Bewegungs- und Musiktheater sowie neue Formen der Kleinkunst können sich bewerben und gewinnen.

An vier Wettbewerbsabenden treten jeweils drei Kandidaten mit einem dreiviertelstündigen Programm auf. Von einer Fachjury werden zwei Preisträger ermittelt. Die St. Ingberter Pfanne ist mit einem Preisgeld von je 4000 € dotiert, zusätzlich wählt das Publikum seinen eigenen Preisträger, der ebenfalls ein Preisgeld in Höhe von 4000 € erhält.


Samstag, 2. September 2017
1. Wettbewerbstag
Helmuth Steierwald                                                    19:30 Uhr
„Entschieden zu hart“ - Stand-Up-Comedy
Erik Lehmann                                                             20:45 Uhr
„Uwe Wallisch - Der Frauenversteher“ - Politisches Kabarett
Das GlasBlasSing Quintett                                         22:00 Uhr
„Volle Pulle - Flaschenmusik XXL“ - musikalische Performance

Vorverkauf Gesamt-Pfannen-Abo ab 3. Juli erhältlich:
PK 1 55,00 € ermäßigt 47,00 €
PK 2 45,00 € ermäßigt 37,00 €
PK 3 35,00 € ermäßigt 27,00 €

Einzeltickets ab 1. August 2017 erhältlich
Gültig pro Wettbewerbsabend
Vorverkauf Einzeltickets:
PK 1 16,00 € ermäßigt 14,00 €
PK 2 14,00 € ermäßigt 12,00 €
PK 3 12,00 € ermäßigt 11,00 €
Ermäßigte Karten erhalten Schülerinnen und Schüler, Studierende, Auszubildende, Teilnehmer des
freiwilligen Sozialdienstes, Arbeitslose und Empfänger von Sozialhilfeleistungen.

HIGHLIGHTS IM SPIELPLAN DER OPER FRANKFURT IM SEPTEMBER 2017


Sonntag, 10. September 2017, um 18.00 Uhr im Opernhaus
Premiere
IL TROVATORE
Oper in vier Teilen von Giuseppe Verdi
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung: Jader Bignamini; Regie: David Bösch
Mitwirkende: Brian Mulligan / Tassis Christoyannis (Conte di Luna),
Elza van den Heever / Leah Crocetto (Leonora), Tanja Ariane Baumgartner / Ewa Płonka (Azucena),
Piero Pretti / Alfred Kim (Manrico), Kihwan Sim / Daniel Miroslaw (Ferrando),
Alison King / Elizabeth Sutphen (Ines), Thesele Kemane / Yongchul Lim (Ein Zigeuner), Theo Lebow (Ruiz)

Weitere Vorstellungen: 14., 17., 23., 30. September, 3. (15.30 Uhr), 7. Oktober, 15., 23., 25. (18.00 Uhr), 31. Dezember 2017, 6., 10., 13. Januar 2018

Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Koproduktion mit dem Royal Opera House Covent Garden London
Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper
Preise: € 15 bis 165 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)


Samstag, 16. September 2017, um 19.00 Uhr im Bockenheimer Depot
Premiere / Frankfurter Erstaufführung
RINALDO
Dramma per musica in drei Akten von Georg Friedrich Händel
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung: Simone Di Felice; Regie: Ted Huffman
Mitwirkende: Jakub Józef Orliński (Rinaldo), Elizabeth Reiter (Armida), Karen Vuong (Almirena),
Brandon Cedel (Argante), Julia Dawson (Goffredo), Daniel Miroslaw (Eustazio)

Weitere Vorstellungen: 18., 20., 22., 24., 27., 29. September, 1., 3. Oktober 2017
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.00 Uhr

Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper
Preise: € 25 bis 80 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)


Freitag, 15. September 2017, um 19.30 Uhr im Opernhaus
Erste Wiederaufnahme
VANESSA
Oper in drei Akten von Samuel Barber
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung: Rasmus Baumann; Regie: Katharina Thoma
Mitwirkende: Jessica Strong (Vanessa), Jenny Carlstedt (Erika), Barbara Zechmeister (Alte Baronin),
Toby Spence (Anatol), Dietrich Volle (Der alte Doktor), Mikołaj Trąbka (Nicholas, Haushofmeister)
Weitere Vorstellungen: 22., 24. September, 1. (18.00 Uhr), 5. Oktober 2017
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Eine Übernahme der Malmö Opera
Preise: € 15 bis 95 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)


Samstag, 2. September 2017, um 20.00 Uhr im Opernhaus
Liederabend
LAWRENCE BROWNLEE, Tenor
HENNING RUHE, Klavier
Lieder von Giuseppe Verdi, Francis Poulenc, Joseph Marx, Alberto Ginastera und Ben Moore
sowie eine Sammlung von Spirituals von Damien Sneed
Mit freundlicher Unterstützung der Mercedes-Benz Niederlassung Frankfurt / Offenbach
Preise: € 15 bis 95 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Montag, 28. August 2017

Der Zornige Kaktus: Welche Werbung verunglimpft Frauen am meisten?

Zum dritten Mal verleiht TERRE DES FEMMES (TDF) im September 2017 den "Zornigen Kaktus" für besonders sexistische Werbung.

Innerhalb von 6 Wochen wurden dafür fast 80 Vorschläge eingereicht! Herzlichen Dank! Eine tolle Resonanz, die aber gleichzeitig zeigt, wie stark frauenfeindliche Werbung immer noch in unserer Gesellschaft verbreitet ist.

Das Expertinnen-Jury, bestehend aus Inge Bell (stellvertretende Vorstandsvorsitzende TDF), Marion Brucker (Pressestelle TDF) und den ehrenamtlich aktiven Mitfrauen Dagmar Moeller-Bartelmann und Irma Bergknecht hat aus den zahlreichen Werbungen drei preiswürdige Kandidaten ausgewählt.

Bis zum 3. September haben Sie die Chance, sich für einen der drei Vorschläge auf der TDF-Homepage zu entscheiden.
Geben Sie Ihrem Favoriten Ihre Stimme und helfen Sie TDF, die frauenfeindlichste Werbung für dieses Jahr zu ermitteln!

fitness & friends Deutschland GmbH:
Heiss, heiss, Baby!

Fitness & Friends AnzeigeDie Pose der dargestellten Frau weckt nach Dafürhalten der Jury Assoziationen mit der Darstellung eines „Blow-Jobs“/Oralbefriedigung eines Mannes in einem Pornofilm oder Pornoheft. Nur dass die abgebildete Frau in dieser Szene nicht etwa einen Penis lutscht, sondern ein nicht definierbares Lebensmittel. Diese Darstellung reduziert nach Meinung der Jury die Frau zum reinen Sexobjekt und suggeriert ihre sexuelle Verfügbarkeit. Dieser Eindruck wird verstärkt durch den Text „Heiß, heiß, Baby!“, was Assoziationen mit den entsprechenden Anfeuerungsrufen in Porno-Filmen hervorruft. Es erklärt sich weder, was das nicht definierbare Lebensmittel, noch eine daran lutschende Frau, noch der Slogan „Heiß, heiß, Baby!“ mit einem Fitness-Studio zu tun haben könnte. Das beworbene Produkt – ein Fitnessstudio – hat keinen Produktbezug zu der dargestellten Frau in der abgebildeten Pose.
Die Jury ist der Meinung: Das ist sexistisch.
Eingereicht von: ReteDonne, Hamburg

MKR Rothenbücher GmbH:
Wir nehmen auch alte Glocken

MKRDie Brüste einer Frau mit „Glocken“ zu vergleichen könnte poetisch sein – „Glocken“ für weibliche Brüste ist im Deutschen jedoch eher als derber und abwertender Jargon-Ausdruck gebräuchlich. Auf dem Bild hält eine nackte Frau alte, schalenartige Metallteile vor ihre Brüste. Diese nackte Brustpartie wird dabei im Zentrum des Bildes inszeniert, der Kopf der Frau ist nicht zu sehen. Das Individuum, die Frau, soll nach Ansicht der Jury auch gar keine Rolle spielen, nur ihr nackter Körper wird instrumentalisiert, um Metallschrott in Szene zu setzen. Die sexualisierte Darstellung des Frauenkörpers dient lediglich als Blickfang. Die Frau wird auf ihren Busen reduziert, ohne dass ihr nackter Körper oder verdeckter Busen direkten Produktbezug hätte. Im Zusammenhang mit einem Ankauf von Schrott dann von „alten Glocken“ zu sprechen, die man gönnerisch auch „nehmen“ würde, ist zusätzlich diskriminierend und wertet nach Ansicht der Jury nicht nur Frauen generell, sondern gerade alte und ältere Frauen in unerträglicher Weise ab.
Eingereicht von: Kai-Uwe Bevc, Köln

Garten- und Landschaftsbau Borgmann GmbH:
Magst du's dreckig? Werde Gärtner.

Garten BorgmannHier wird der sandbedeckte Po einer Frau in einem knappen Bikinihöschen bildfüllend in Szene gesetzt. Die Jury ist der Meinung: Diese Darstellung eines Frauenhinterns am Strand hat mit dem beworbenen Ausbildungsberuf des Gärtners (der Gärtnerin? Sie wird übrigens nicht einmal textlich erwähnt) nichts zu tun, denn hier wird ganz bewusst das sexualisierte Körperteil einer Frau als Blickfang instrumentalisiert. Nach Auffassung der Jury wird die Frau in der Darstellung reduziert auf dieses eine Körperteil, ihren Hintern, was zugleich auch Assoziationen von sexueller Verfügbarkeit weckt – durch den Text „Magst Du’s dreckig?“, der nach Ansicht der Jury an die Sprache in Porno-Filmen und der Anbahnungssituation im Prostitutions-Milieu erinnert.
Das beworbene Produkt – die Ausbildung zum Gärtner – hat nach Dafürhalten der Jury keinerlei Bezug zum Körperteil der dargestellten Frau in der abgebildeten Pose. Deshalb meint die Jury: Das ist sexistisch.
Eingereicht von: Martina Niermann, Ankum (Niedersachsen)

Drohnenperspektive: CUXHAFEN - Die Schönheit an der Nordsee




(c) Klaus Jürgen Adler

Zur Drohnenverordnung siehe

Sonntag, 27. August 2017

ARBEITSMARKT: Jeder fünfte Erwerbstätige ist atypisch beschäftig


2016 ist jeder fünfte Erwerbstätige in Deutschland atypisch beschäftigt gewesen. Das teilte das Statistische Bundesamt am Morgen mit. Damit bleibt der Anteil der Erwerbstätigen zwischen 15 und 64 Jahren, die zum Beispiel befristet, geringfügig oder in Zeitarbeit beschäftigt sind, das dritte Jahr in Folge unverändert.

Innerhalb der atypischen Beschäftigung gab es allerdings leichte Veränderungen. So waren 4,8 Mio. Beschäftigte in Teilzeit unter 20 Stunden tätig, ihr Anteil sank im Vergleich zum Vorjahr. Gestiegen sind hingegen die befristeten Beschäftigungen um 7,2 Prozent auf 2,7 Millionen. Auch der Anteil der Zeitarbeitnehmer/-innen nahm zu und lag 2016 bei 0,7 Millionen, wie die Grafik von Statista zeigt. 

Der prozentuale Anteil von atypischen Beschäftigungen geht in strukturschwachen Gebieten ohne ausreichendes Stellenangebot auf 50 % und mehr hoch, so in Rheinland-Pfalz / Saarland, Nordbayern, norddeutschen Landschaften, neuen Bundesländern etc.


Infografik: Jeder fünfte Erwerbstätige ist atypisch beschäftigt | Statista


Gleichzeitig sind in Deutschland rund 1,1 Millionen Arbeitsstellen unbesetzt. Besonders betroffen ist das Baugewerbe. Einen großen Unterschied gibt es zwischen West- und Ostdeutschland. Im Westen bleiben 3-mal so viele Stellen (838.000) unbesetzt.

Es fehlen Maßnahmen gegen den Arbeitskräftemangel, wobei das Problem in der Schule und Ausbildung anfängt. Es gibt in Deutschland zu viele Langzeitarbeitslose und Menschen ohne Ausbildung. Qualifizierte Flüchtlinge oder offiziell per Bewerbung Eingereiste sind wie bekannt nur zu einem sehr kleinen Prozentsatz anwesend, der Rest strömt wiederum auf den Markt der atypischen Beschäftigungen und vergrößert diese Gruppe, sonst nur die Zahl der Bezieher. 

Der Präsident der DIHK E. Schweitzer betonte diese Tage erneut, dass Zuwanderung die Wirtschaft nur dann unterstütze, wenn im Ausland gezielt Menschen für Jobs gesucht würden, die in Deutschland frei seien. 

Das wahrlose Zulaufenlassen ist im Umkehrschluss einer notwendigen, überlegten und geordneten Maßnahme entgegengesetzt. Was jetzt passieren müsste, wäre die Längerbeschäftigung von älteren Menschen, die Förderung von Vollzeitarbeitsplätzen für Frauen sowie begleitende Betreuungsmaßnahmen für voll arbeitende Paare/Familien, um nicht den Anschluss in der Wirtschaftskraft zu verlieren sowie die Durchführbarkeit von Familie und erfolgreicher Fortpflanzung nicht weiter zu beschneiden. 

Eine klare Ansage an die deutsche Wirtschaft umzudenken! 

Samstag, 26. August 2017

Fantasien zur Nacht (Video): OYKD / KOLLAB [Konqistador + Meiver De La Cruz]


OYKD / KOLLAB [Konqistador + 

Meiver De La Cruz]

Best of Bayerisches Kabarett März 2017






Die Märzausgabe ist leider aus unbekannten/ws. Urheberschutz-Gründen gelöscht worden. Sie war mit Django Asül, Wolfgang Krebs, Michael Altinger, Christian Springer, Angela Ascher u.a.

DER ERSATZ: die April-Ausgabe!! Mit Django Asül (Maibockanstich 2017)
Hannes Ringelstetter und Michl Müller.
Wem die bierselige Lobpreisung von Cannabis als Therapeutikum zu dick aufgetragen ist, blättert weiter zum zweiten Kandidat ...

Freitag, 25. August 2017

Hörprobe: Tarkovsky Quartet

Link

The unique band founded by François Couturier 
continues to draw inspiration from the films of 
Andrey Tarkovsky as its frame of reference expands. 
Allusions to Pergolesi, Bach and Shostakovich are 
to be found in the compositions here, as are 
compelling group improvisations. As the Irish Times 
wrote of the earlier “Nostalghia - Song for Tarkovsky” 
album (recorded 2005): “Mixing classical rigour with 
improvisation both formal and free, what emerges is 
austerely beautiful, etched in sombre hues and redolent 
of an unslakeable thirst to connect with a deeper well of the spirit.”

Fantasien zur Nacht (Video): Konqistador / Never Again




Konqistador / Never Again / featuring: Silvia Rubi 

Frankfurt am Main: Museumsuferfest

2017 --- Es ist Picknick-Zeit: Zum diesjährigen Museumsuferfest werden das Museum Angewandte Kunst und der umliegende Metzlerpark zur großen Picknickwiese.

Thematische Kurzführungen durch die aktuelle Ausstellung Picknick-Zeit nehmen die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise um die Welt. Wie etwa sieht ein prunkvolles Mahl während der königlichen Ruder-Regatta im englischen Henley aus? Was hat es mit einem skurrilen Picknick auf einem mexikanischen Friedhof auf sich? Welche Utensilien benötigt man, um auf den höchsten Bergen der Welt zu speisen?

Bei interkulturellen Kochbegegnungen im Metzlerpark und gemeinsam mit Über den Tellerrand. e. V. blicken die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Töpfe anderer Kulturen und bereiten Speisen aus fernen Ländern zu. Ein koreanischer Kochworkshop stellt eine landestypische Picknick-Leckerei vor und erklärt die Kunst des Reisröllchen-Rollens.

In Kooperation mit der Schirn Kunsthalle Frankfurt ist der taiwanesische Künstler Lee Mingwei zu Gast im Museum Angewandte Kunst. Mit seiner Performance „Sonic Blossom“ schenkt er Frankfurter Museumsbesucherinnen und -besuchern zum Museumsuferfest ein Lied. Daneben sorgen verschiedene Musikacts und Breakdance-Vorführungen zu koreanischer Popmusik für den passenden Picknick-Sound zum Fest.

Der Museumsuferfest-Button ist für € 7,- an der Museumskasse erhältlich. Mit ihm können alle teilnehmenden Museen besucht werden, von Freitag, den 25. August, 15 Uhr, bis Sonntag, den 27. August, 20 Uhr.

Lambrecht: Eröffnung der Arbeitsstelle „Geschichte der Juden in der Pfalz“



Termin:
Freitag, 25. August, 12.30 Uhr

Treffpunkt:
Pfalzakademie in Lambrecht, Franz-Hartmann-Str. 9

Eröffnung der Arbeitsstelle „Geschichte der Juden in der Pfalz“, angegliedert dem Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde


Die neue Arbeitsstelle „Geschichte der Juden in der Pfalz“ wird in der Pfalzakademie Lambrecht eröffnet; sie ist dem Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde in Kaiserslautern angegliedert und wird von dem ehemaligen Institutsdirektor Roland Paul ehrenamtlich geleitet. Zu den Aufgabenfeldern gehören neben der allgemeinen Recherche zur jüdischen Bevölkerung in der Pfalz auch Nachforschungen über jüdische Opfer der NS-Herrschaft und Beantwortung von familiengeschichtlichen Anfragen von Nachkommen jüdischer Auswanderer. Die Arbeitsstelle steht Städten und Gemeinden hinsichtlich der Aufarbeitung ihrer jüdischen Bevölkerung zur Beratung offen und ist Anlaufstelle für Historiker, Heimatforscher, Studenten und Schüler.

Für Fragen stehen Ihnen Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder, Institutsdirektorin Dr. Sabine Klapp und Roland Paul als Betreuer der Arbeitsstelle „Geschichte der Juden in der Pfalz“ zur Verfügung.

Picknick-Zeit in Frankfurt a.M. (Filmreihe): EMMA (McGrath 1996)



EMMA
(USA 1996; R: Douglas McGrath) OmU

Samstag, 26. August 2017
18 Uhr

Mittwoch, 30. August 2017
18 Uhr

Eine Adaption von Jane Austens gleichnamigem Roman aus dem Jahre 1816: Die reiche, kluge und gutaussehende Emma Woodhouse versucht beständig, Frauen aus ihrer Umgebung mit den ihrer Meinung nach passenden Männern zu verkuppeln, ist aber nicht in der Lage, ihre eigenen Gefühle zu erkennen. Mit psychologischem Feingefühl und leiser Ironie zeigt der Film seine Figuren und die Welt des ländlichen englischen Bürgertums Anfang des 19. Jahrhunderts. Emma ist ohne Frage eine der gelungensten Jane-Austen-Verfilmungen.

Donnerstag, 24. August 2017

Jazz: John Abercrombie ist gestorben




John Abercrombie, one of the great improvisers, died on August 22, after a long illness. He will be much missed, for his sensitive musicality, his good companionship, and his dry humour which enhanced many a session. He leaves behind an extensive discography which will be studied as long as people continue to play jazz guitar. 

John made his first recording for ECM, the appropriately-titled “Timeless”, in the summer of 1974, with his lifelong friend Jack DeJohnette on the drums, and Jan Hammer on organ. Over the next four decades, he was active as leader, co-leader and sideman on dozens of ECM projects. A creative writer of jazz tunes, John also loved to play freely as much as he loved to play standards. Many of his albums combine all of these resources, unified by his fluid, silvery tone and improvisational eloquence. 

In conversation he would speak of his enduring fondness for Jim Hall and Wes Montgomery, primary influences, and also of the liberating examples of Ornette Coleman and Jimi Hendrix; Bill Evans’s sense of lyricism was also of crucial importance to him. John Abercrombie led a number of very fine bands, and he was particularly proud of his last quartet with Marc Copland on piano, Drew Gress on double bass, and Joey Baron on drums. This quartet released two albums, “39 Steps” and “Up and Coming”, the latter released in January 2017. 

Highlights in his recording career were many and include the Gateway trio albums with Dave Holland and Jack DeJohnette, the duo albums with Ralph Towner, the Special Editions albums (with DeJohnette, Lester Bowie and Eddie Gomez), Jan Garbarek’s “Eventyr”, Charles Lloyd’s “The Water Is Wide”, Collin Walcott’s “Grazing Dreams” (where John and Don Cherry play together), Enrico Rava’s “The Pilgrim and the Stars”, Kenny Wheeler’s “Deer Wan” … the list goes on.

--> Das John Abercrombie Quartet veröffentlichte 2017 nach einer vierjährigen Pause das zweite und nun letzte Album der Neuformation nach Jahrzehnten des Erfolgs »Up And Coming«, ein "musikalisch-lyrischer Hörgenuss mit Entschleunigungseffekt" (JPC) - Hörproben.

Up And Coming
ECM 2016
13.1.2017

Syrien: Prominenter Oppositioneller kämpft für ein freies Syrien




The Syrian spaceman who became a refugee

Pfälzer Poeten feiern das 5. Poetenfest mit Gedichtetem

Am Samstag, den 26.8.17 feiert der Literarische Verein der Pfalz von 13.30 bis 22.30 Uhr im Ferienhaus Bachstelznest in Annweiler-Queichhambach, Queichtalstraße 25 sein 5. Pfälzer Poetenfest unter dem Motto "Grenzen - los".

Über 20 Poeten sowie drei Musiker unterhalten wie immer mit ihren Werken zum Thema. Sie dürfen wieder auf eine große Textvielfalt im gemütlichen Scheunenrahmen gespannt sein. In den halbstündigen Pausen werden Kaffee und Kuchen, ein kaltes Buffet und diverse Getränke gereicht. Der Eintritt ist frei.





Mittwoch, 23. August 2017

Vorveranstaltung des Opernsaisonstarts 2017 in Frankfurt a.M.: DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL

Irina Simmes (Konstanze) und
Christoph Quest (Bassa Selim)
(c) Barbara Aumüller
Sonntag, 27 . August 2017, um 18.00 Uhr im Opernhaus
(Oper für Familien; pro Erwachsenen-Kaufkarte maximal drei Tickets für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre gratis, empfohlen ab 8 Jahren)

Sechste Wiederaufnahme
DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL
Deutsches Singspiel in drei Aufzügen KV 384 von Wolfgang Amadeus Mozart
Mit Übertiteln

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle / Nikolai Petersen (29. September, 21., 26. Dezember 2017)
Inszenierung: Christof Loy
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Ute M. Engelhardt
Bühnenbild und Kostüme: Herbert Murauer
Licht: Olaf Winter
Chor: Markus Ehmann
Konstanze: Irina Simmes
Blonde: Gloria Rehm / Nora Friedrichs (29. September, 21., 26. Dezember 2017)
Belmonte: Thomas Blondelle / Martin Mitterrutzner (30. August, 3., 7., 9., 16., 29. September, 21., 26. Dezember 2017)
Pedrillo: Michael Porter / Peter Marsh (3., 16. September, 21., 26. Dezember 2017)
Osmin: Andreas Bauer
Bassa Selim: Christoph Quest u.a.

Einer der Höhepunkte der Intendanz von Bernd Loebe an der Oper Frankfurt war die Inszenierung von Die Entführung aus dem Serail von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) in der Spielzeit 2003/04. Presse und Publikum zeigten sich nach der Premiere am 19. Oktober 2003 gleichermaßen überzeugt: „Bravo für ein Musiktheaterereignis von Rang“, war in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu lesen. Nun wird die Erfolgsproduktion von Christof Loy zum sechsten Mal wiederaufgenommen. Die damalige Übertragung im
Radioprogramm des Hessischen Rundfunks sowie ein TV-Mitschnitt des HR – auch auf DVD erhältlich – in Zusammenarbeit mit dem Kultursender Arte sprechen für die Qualität dieser Arbeit. Christof Loy legte in der Zwischenzeit zahlreiche weitere akklamierte Frankfurter Produktionen vor, darunter zuletzt Bergs Wozzeck.

Weitere Vorstellungen: 30. August, 3. (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren), 7., 9., 16., 29. September, 21., 26. (15.30 Uhr) Dezember 2017

Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.00 Uhr
Preise: € 15 bis 105 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

ECM: Terje Rypdal wird 70

Terje Rypdal
Terje Rypdal, tone poet of the Fender Stratocaster, turns 70 on August 23. The Norwegian guitarist and composer has been a hugely influential figure, inspiring players across the genres. Terje first appeared on ECM in 1970, as a member of Jan Garbarek’s quartet on Afric Pepperbird. This was followed a few months later by the album just called Terje Rypdal, his leader debut for the label. Over the decades he has partnered musicians ranging from Miroslav Vitous and Jack DeJohnette to the Hilliard Ensemble, the Bergen Big Band and the Riga Festival Orchestra and led dynamic rock/jazz bands including Odyssey, the Chasers and more, in a discography that is rich and strikingly original throughout. In celebration, we offer a selection of his albums at special prices….


https://www.ecmrecords.com/news/1502279562

Montag, 21. August 2017

Kaiserslautern: Farbfeldmalerei von Charles Pollock - Kunst(früh)stück im Museum

Farbfeldmalerei: „Untitled (Post-Rome), red”
von Charles Pollock, entstanden 1964
(Foto und © Charles Pollock Archives)


Farbfeldmalerei von Charles Pollock
Kunst(früh)stück im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern

Kunst und Kulinarisches bietet das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk), Museumsplatz 1, wieder am Sonntag, 27. August, um 11 Uhr: Das Kunst(früh)stück bietet „Color Field Painting (Farbfeldmalerei)“ auf einem Rundgang in der Sonderausstellung „Pollock der Ältere. Meister der Farbe" mit Dr. Annette Reich. Charles Pollock wurde 1902 in Denver, Colorado (USA), als Ältester von fünf Söhnen geboren. Der um zehn Jahre ältere Bruder von Jackson Pollock, der als der bedeutendste Vertreter des amerikanischen „Action Painting“ gilt, interessierte sich schon früh vor allem für mexikanische Kunst. Während der 1940er bis 1970er Jahre fand er in facettenreichen Werkgruppen zu einer überzeugenden eigenen Handschrift. Pollock gelangte vom „Sozialen Realismus“ der Vorkriegszeit und der seit den 1950er Jahren in den USA entstandenen abstrakten Malerei zum „Color Field Painting“, zu dessen herausragenden Repräsentanten er gehört. 1971 zog der Künstler mit seiner Familie nach Paris. Dort starb er 1988.

Die Farbfeldmalerei ist eine Kunstrichtung, die sich Mitte der 1950er Jahre in Amerika aus dem Abstrakten Expressionismus entwickelte. Ihre Vertreter, so auch Pollock, wandten sich von der spontanen gestischen Malerei ab und setzten ihr klar konturierte, monochrome Farbfelder entgegen. Dabei verzichteten sie auf einen individuellen Pinselduktus und schufen zum Teil monumentale Gemälde, deren Bildflächen mit Energie und Spannung aufgeladen sind. Kräftige Farben und reduzierte Formen treffen in ihrer Selbstwertigkeit aufeinander. Die variantenreichen Werkgruppen von Charles Pollock sind dafür hervorragende Beispiele.

Ein Frühstücksbuffet im Foyer des Museums lädt im Anschluss an das Gespräch zu Stärkung und weiterer Kommunikation ein. Die Gäste können untereinander ins Gespräch kommen, gewonnene Eindrücke vertiefen und austauschen. Das Kunst(früh)stück kostet inklusive Museumseintritt für Erwachsene 15 Euro, für Kinder sechs Euro und für Familien – zwei Erwachsene mit zwei Kindern bis zwölf Jahre – 35 Euro. Eine Anmeldung im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern ist erforderlich bis spätestens Donnerstag, 17. August, unter der Telefonnummer 0631 3647-201. Karten sind ausschließlich im Vorverkauf an der Museumskasse erhältlich oder können unter info@mpk.bv-pfalz.de verbindlich bestellt werden.

Samstag, 19. August 2017

Fantasien zur Nacht für Sie (Video): The Book of Fra Bernat





Do your hens have such a beak?

The title is a phrase taken from a satiric Catalan novel from the 15th century called “Llibre de Fra Bernat” (“The Book of Fra Bernat”) written by Francesc de la Via. 
The author makes an analogy between the male organ and a bird's beak, and in one scene depicts the protagonist with a prominent erection before a group of nuns.


1 Woche ECM-Interpreten on stage

Aug 19 ANJA LECHNER Altdorf Switzerland  
 Aug 19 ANDRÁS SCHIFF Rio de Janeiro Brazil  
 Aug 19 COLIN VALLON / PATRICE MORET / JULIAN SARTORIUS Yverdon-les-Bains Switzerland  
 Aug 20 THOMAS DEMENGA Luzern Switzerland  
 Aug 20 HEINZ HOLLIGER Luzern Switzerland  
 Aug 21 DÉNES VÁRJON Edinburgh United Kingdom  
 Aug 21 NIK BÄRTSCH'S RONIN Zürich Switzerland  
 Aug 22 ANDRÁS SCHIFF Sao Paolo Brazil  
 Aug 24 TORD GUSTAVSEN TRIO London United Kingdom  
 Aug 24 ANDRÁS SCHIFF Sao Paolo Brazil  
 Aug 24 DOMINIQUE PIFARÉLY QUARTET Cluny France  
 Aug 25 TERJE RYPDAL Oslo Norway
           (70. Geburtstag am 23.08.) 

 Aug 26 TERJE RYPDAL Oslo Norway  

Kabarett Kaktus Gewinner 2016: FALK



Freitag, 18. August 2017

Fantasien zur Nacht (Video): Konqistador ♦ Theatre Bizarre




Konqistador ♦ Theatre Bizarre

Picknick-Zeit in Frankfurt a.M. (Filmreihe): MILOU EN MAI (Malle 1990)





MILOU EN MAI – Eine Komödie im Mai
(FR /IT 1990; R: Louis Malle) OmU

Samstag, 19. August 2017
18 Uhr

Mittwoch, 23. August 2017
18 Uhr

Der 60-jährige Milou lebt mit seiner Mutter in einem Anwesen in Südfrankreich. Als diese stirbt, ruft er die Familie zur Beerdigung zusammen. Aber es ist der Mai ’68, welcher sich nicht nur in Nachrichten aus dem fernen Paris, sondern auch in lokalen Streiks niederschlägt. Das lässt die Familienzusammenkunft länger dauern als eigentlich geplant. Louis Malle wirft in dieser melancholischen Komödie einen kritischen wie liebevollen Blick auf das französische Bürgertum und trauert der zum Untergang verurteilten Lebensart nach.

Donnerstag, 17. August 2017

Weltkino: ON THE MILKY ROAD

On The Milky Road:
Zwischen Milena (Sloboda Mićalović) und der Braut (Monica Bellucci)
fällt die Wahl schwer
(© Weltkino Filmverleih)
ON THE MILKY ROAD
Originaltitel: Na mliječnom putu
Herstellungsland: Serbien / Großbritannien / USA
Herstellungsjahr: 2016
Kinostart: 07.09.2017
Länge: 125 Minuten
Regie & Drehbuch: Emir Kusturica
Darsteller: Monica Bellucci, Emir Kusturica, Predrag Manojlović, Sloboda Mićalović

Milchmann Kosta ist vom Glück gesegnet: Er passiert nicht nur Tag für Tag auf seinem Esel unversehrt die Frontlinie, sondern wird auch noch von der Dorfschönheit Milena als Bräutigam auserwählt. Doch dann verliebt sich Kosta Hals über Kopf in eine geheimnisvolle Italienerin, die allerdings schon dem Kriegshelden Žaga versprochen ist und zudem von ihrem rachsüchtigen Ex-Mann gejagt wird. Ohne nachzudenken brennen die beiden Liebenden durch und geraten in einen Strudel fantastischer Abenteuer.
Basierend auf „drei wahren Geschichten und jeder Menge Fantasie“ erzählt Emir Kusturica
 (SCHWARZE KATZE, WEISSER KATER) in opulenten Bildern und natürlich mit viel Musik ein wahnwitziges Märchen vom Ausbruch zweier Liebenden. Die Hauptrolle an der Seite der wie immer umwerfenden Monica Bellucci spielt Kusturica gleich selbst. Zwischen herrlich burlesken Gestalten und rauschenden Festen im Balkan-Beat findet Kusturica mit Karacho zu alter Form zurück.


Mittwoch, 16. August 2017

AIR BERLIN-BILANZ: Die katastrophale Bilanz von Air Berlin


Air Berlin hat Insolvenz angemeldet. Eine große Überraschung ist das nicht. Ohne Finanzspritzen des Hauptaktionärs Etihad wäre es mit der Airline schon viel früher aus gewesen, wie der Blick auf die katastrophale Bilanz der letzten Jahre nahe legt. Im vergangenen Jahr hatte Air Berlin Verluste in Höhe von fast 800 Millionen Euro in den Büchern stehen. Der Schuldenberg der Berliner ist mittlerweile auf rund 1,2 Milliarden Euro angewachsen. Nun also die Zahlungsunfähigkeit. Trotzdem läuft der Flugbetrieb erstmal weiter. Möglich macht das ein staatlicher Kredit in Höhe von 150 Millionen Euro.


Infografik: Die katastrophale Bilanz von Air Berlin | Statista

Statistik: Chinas Macht im Fall Nordkorea


China will neue UN-Sanktionen gegen Nordkorea umsetzen und stellt den Import von Eisen, Eisenerz, Fisch und Meeresfrüchten ein. Die Vereinten Nationen wollen so den Druck auf Pjöngjang erhöhen. Bereits seit 2006 gibt es wegen des Raketen- und Atomprogramms des Landes Sanktionen gegen Nordkorea.

Wie die Grafik von Statista zeigt, macht der Außenhandel mit China den Löwenanteil des Im- und Exports von Nordkorea aus. Dabei führt das Land Waren im Wert von rund 3,5 Milliarden US-Dollar ein, während Waren im Wert von knapp 3 Milliarden US-Dollar ausgeführt werden. Wichtigster Handelspartner ist dabei mit jeweils über 80 Prozent China.

Die größten Warengruppen im nordkoreanischen Außenhandel sind laut des Observatory of Economic Complexity, einer Seite des Massachusetts Institute of Technology (MIT) , Mineralstoffe, Textilien und Maschinen.


Infografik: Der Außenhandel von Nordkorea | Statista

Montag, 14. August 2017

Biennale für aktuelle Fotografie 9/9 bis 5/11/17 in Mannheim: Die Künstler

Künstlerinnen und Künstler der Biennale für aktuelle Fotografie 2017 /  artists of the Biennale für aktuelle Fotografie 2017

Trisha Baga, Rosa Barba, Cuthbert Bede, Natalie Bookchin, Kilian Breier, Marcel Broodthaers, Peggy Buth, F & D Cartier, Sara Cwynar, Georges Demeny / Étienne-Jules Marey, Joseph Maria Eder, Harun Farocki, Forensic Architecture, Richard Frater, LaToya, Ruby Frazier, Arno Gisinger, Philipp Goldbach, Vesko Gösel, Simon Gush, John Heartfield, Andreas Horlitz, Alfredo Jaar, Sven Johne, Nikita Kadan, Katia Kameli, Stefan Karrer, Barbara Kasten, Yves Klein, Merle Kröger und Philip Scheffner, Andreas Langfeld, Marc Lee, Jochen Lempert, Helmar Lerski, Fred Lonidier, Eva und Franco Mattes, Reinhard Matz, Arwed Messmer, Migrant Image Research Group, Peter Miller, Naeem Mohaiemen, Daido Moriyama, Zanele Muholi, Oscar Muñoz, Floris M. Neusüss, Barbara Probst, Pétrel I Roumagnac (duo), Willem de Rooij, Ed Rusha, belit sağ, Adrian Sauer, D.H. Saur, Joachim Schmid, Arne Schmitt, Buky Schwartz, John Smith, Mark Soo, Klaus Staek, Andrzej Steinbach, Sebastian Stumpf, Gaston Tissandier, Oraib Toukan, Louis Vignes / Charles Nègre, Hermann Vogel, Hajra Waheed, Marianne Wex, Andrew Norman Wilson, Max Wolf und andere / and more

Biennale für aktuelle Fotografie 9/9 - 5/11/17
Eröffnung / Opening: 8/9/17, Port25 - Raum für Gegenwartskunst, Mannheim

Sonntag, 13. August 2017

Mousonturm Frankfurt a.M.: Konzert-Talk-Reihe „The LOKAL Listener“ ... - hier werden Fragen beantwortet

Gregor Praml
(c) Claudia Kohl


The LOKAL Listener - 
Gregor Praml trifft...

[LOKAL – als Substantiv: eine Gaststätte, als Adjektiv: kleine geographische Räume, lateinisch localis - „örtlich“]
[Listener – engl. Empfänger, Hörer, Zuhörer]

Die Frankfurter Musikerszene ist sehr vielseitig und gerade in Punkto Jazz mit einer langen Tradition gesegnet. Ihre Protagonisten treten gerne und regelmäßig an den Szeneplätzen der Stadt auf und präsentieren ihre Musik, ihren Stil, ihr Können. Wer aber sind diese Musiker? Wo kommen sie her? Was hat sie dazu gebracht, Musiker zu werden? Wer sind ihre Vorbilder? Warum spielen sie ihr Instrument und warum spielen sie es genau in dieser Art und Weise?...

Es gibt viele Fragen, die man sich als Zuhörer stellen kann. An einem normalen Konzertabend werden sie einem aber nicht unbedingt beantwortet. Dafür gibt es jetzt die Konzert-Talk-Reihe „The LOKAL Listener“ im Frankfurter Mousounturm. Gregor Praml, selbst Kontrabassist, Komponist und Musikredakteur bei hr2-kultur, lädt einmal im Monat am Sonntagmorgen Musiker der hiesigen Szene ins Lokal ein, um ihnen diese Fragen zu stellen und sie in entspannter Atmosphäre einmal anders – ja persönlicher - vorzustellen. Und natürlich wird dabei auch gespielt werden, ganz sicher nicht zu wenig!

Max Clouth
(c) Robert Zolles
Los geht's am 17.09. 2017 mit Max Clouth.
Der Gitarrist ist gebürtiger Frankfurter und gerade mit dem renommierten Frankfurter Jazzstipendium 2017 ausgezeichnet worden. 

Samstag, 12. August 2017

Biennale für aktuelle Fotografie 9/9 - 5/11/17 in Mannheim: Preview Kunstverein Heidelberg


belit sağ 
my camera seems to recognize people

Drei Fragen an belit sağ

F Kannst du uns etwas über die Motivation hinter my camera seems to recognize people erzählen?

A Eine meiner Hauptfragen ist, wie ich mich als Videomacherin in Situationen wie Krieg und Konflikt und mit den Bildern aus diesen Konflikten verorte. Vor allem dann, wenn auch andere Menschen in meinen Videos zu sehen sind. Das ist eine ethische Frage, der ich mich von einer rein menschlichen Perspektive und mittels ganz einfacher Fragestellungen nähern möchte. Als jemand mit einem video-aktivistischen Hintergrund, der nun einer künstlerischen Tätigkeit nachgeht, bewege ich mich weiterhin in der Grauzone zwischen diesen beiden Ausrichtungen: Immer und immer wieder versuche ich mich zwischen diesen Feldern zu positionieren, je ein Standbein in beiden, ohne eine präskriptive oder zentrale Rolle zu spielen. Die Kunst hilft mir über Bilder zu reflektieren, während mein video-aktivistischer und politisch motivierter Hintergrund mich dazu drängt, meine Arbeit abzugrenzen und mich selbst festzulegen. Seit 2014 reflektiert meine Arbeit diverse Kernproblematiken, wie zum Beispiel die Rolle der Kamera, die Rolle von Bildern und deren Gebrauchsweisen, die Beschaffenheit von aktivistischen Bildern und die Schwierigkeit Bildern gegenüber eine offene, ehrliche und transparente Einstellung zu haben und sich gleichzeitig des manipulativen Charakters - des manipulativen Potenzials von Herausgeberschaft, Kontextualisierung und dergleichen - bewusst zu sein. Zunehmend legt meine Arbeit ihren eigenen Prozess und vor allem ihre Beziehung zu ihren Themenfeldern offen und versucht Konflikte mit Hilfe ihres Bildmaterials zu erhellen. Ich habe erkannt, dass ich keine Bilder machen kann ohne über die Beziehungen zu sprechen, die sich um die Kamera herum darstellen; ich kann diese Beziehungen nicht als selbstverständlich erachten.

F Paradoxerweise ist das Thema Abwesenheit sehr präsent in diesem Video. Du schreibst über die Erfindung der 0 als eine Methode um Abwesenheit zu ergründen oder zu verdeutlichen. Kannst du das genauer beschreiben? Hängt es mit den Grenzen der Darstellung und der gespenstischen Abwesenheit zusammen, die in ihrer eigenen Beschaffenheit schon sehr präsent zu sein scheint?

A In den ersten beiden Aufnahmen von my camera seems to recognize people filme ich ein Standbild und stelle Fragen in Bezug auf den Tod: Was lösen Bilder im Falle solchen Leids und solcher Abwesenheit aus? Was bedeutet es, solche gravierenden Probleme zu filmen? Wie geht man mit diesen mittels Bildern aufgezeigten Kernproblematiken und der Selbstreferenzialität solcher Bilder um? Bilder von Verstorbenen, von denen, die ihre Liebsten verlieren mussten und von jenen, die überleben konnten. In der ersten Aufnahme wurden 2015, nach den Anschlägen seitens der türkischen Streitmacht, unbewegte Bilder von Toten, während einer Beerdigungszeremonie in der kurdischen Dorfgemeinde Cizre aufgenommen. In der zweiten Aufnahme sieht man das Standbild einer Witwe eines anarchistischen Aktivisten, der 2015 bei einem Bombenanschlag während einer Friedensparade in Ankara ums Leben kam. Dieses Bild ist gleichermaßen scharf und auch unscharf eingestellt. Die dritte Aufnahme beinhaltet gar keine Standbilder. Sie zeigt ein kleines Mädchen, was auf die Kamera zukommt, um ihre Wunden zu zeigen; sie erkennt die Kamera und hat den Anspruch an die Kamera, ihre Wunde wahrzunehmen. Ihre Mutter aber unterbricht den Moment und macht sich über das Mädchen lustig: „Wir haben deinen Kratzer jetzt lange genug gesehen.“ Sie zerstört den Moment, in dem die Opferfigur von der Kamera personalisiert wird. Am besten sieht man solche Momente mit Humor. Ich liebe diesen Moment. Alle drei Aufnahmen spiegeln die Themen Präsenz und Abwesenheit. Alle drei verweisen auf einen gewissen offenbarenden Prozess.

F Viele deiner Arbeiten scheinen viel eher die Gewalt der Darstellung als die Darstellung der Gewalt zu thematisieren. Als Künstlerin und Filmproduzentin beschäftigst du dich nichtsdestotrotz in erster Linie mit Bildern und somit mit verschiedenen Darstellungsformen. Wie näherst du dich dieser Herausforderung?

A Obwohl ich mich in meiner Arbeit mit der Enthüllung brutaler Bilder auseinandersetze, interessiere ich mich in gleicher Weise sehr für die Ausdehnung der Begrifflichkeit von Gewalt, genauso wie ich nicht nur über die Gewalt der Darstellung, sondern auch über die Frage, wie dieses Moment bewältigt werden kann, nachdenke. Ulus Baker sagte dazu einmal etwa Folgendes: Du kannst auf ein Bild nur mit einem weiteren Bild antworten. Ich nehme mich dieser Herausforderung an, obwohl es ein Spiel ist, das man nur verlieren kann, da es definitiv dieses eine richtige Bild gar nicht gibt. Ich denke zwar nicht, dass es so funktioniert, aber ich erachte es für extrem wichtig eine Sprache, beziehungsweise Sprachen, zu finden, visuell und verbal, um diese Problematiken anzusprechen. Aus diesem Grund werde ich nicht aufhören, über diese Kernprobleme zu sprechen und Bilder zu machen, weil ich finde, dass es sehr wichtig ist, diese beiden Seiten so eng wie möglich zu verknüpfen. Das sind zwar keine grundlegend neuen Gedanken, aber ich bin trotzdem der Ansicht, dass sie auch gegenwärtig immer noch von außerordentlicher Relevanz sind.

my camera seems to recognize people ist Teil der Ausstellung

Resisting Images
Wie behauptet sich Widerstand – mit Bildern und gegen sie?

Heidelberger Kunstverein

Merle Kröger und Philip Scheffner, Havarie, 2016, Projektion, 93 min, Farbe, Ton, © pong film GmbH / Merle Kröger and Philip Scheffner, Havarie, 2016, 93 min, coulour, sound, © pong film GmbH
Widerständige Bilder untersucht die kontroverse Präsenz des fotografischen Bildes in der politischen Sphäre. Wie es der Titel dieser Sektion bereits nahelegt, dienen Bilder sowohl als Mittel des Widerstands als auch als Instrument ebenjener Kontrolle, gegen die Widerstand geleistet wird. Fotografien können Sympathie oder Empörung auslösen, zum Handeln und zur Revolte anstiften. Gleichzeitig können sie Vorurteile bestärken und den Betrachter regunglos, distanziert und passiv zurücklassen. Die Kunstwerke und Artefakte der Ausstellung adressieren diese Spannung, indem sie vorherrschende Formen der Repräsentation hinterfragen und Methoden politischer Opposition formulieren, mit und gegen Bilder.




Three questions to belit sağ

Q Can you tell us a bit about the situation which brought about my camera seems to recognize people?

A I guess one of my main questions is about how I, as a video-maker, position myself in situations like war and conflict, with images of those conflicts, particularly when other people are present in my videos. This is an ethical question, and I want to approach it from a purely human perspective with simple questions. As someone with a video-activist background who now has an art practice, I keep going in-between these two practices, try and try again to situate myself in between those fields, one foot in each of them, without either having a defining or central role. Art helps me reflect on images, while my background in video-activism and political engagement pushes me to define my practice and position myself. Since 2014 my work is very much reflecting on several issues including the role of the camera, the role of images and how they are used, the nature of activist images, and whether it is possible to be open, honest and transparent with images while being aware of their manipulative nature – the manipulative nature of editing, framing etc. My practice is increasingly a practice that reveals its own processes and especially its relationship to its subjects, and attempts to make sense of conflicts through their images. I realized that I can’t make images without talking about these relationships that form around the camera, I can’t take these relationships for granted.

Q Somewhat paradoxically, absence is very present in this video. You write about the invention of 0 as a way of accounting for, or representing, absence. Could you expand about this? Is it related to the limits of representation, and to the haunting absence – in itself a sort of presence – of violence in your images? 

A In the first two screens of my camera seems to recognize people, I'm filming still images and asking questions around death: what images do in case of such pain and absence, what does it mean to film such grave issues, and how does one talk about these issue through images? The video takes images of dead people, images of people who lost their loved ones, and images of people who survived. In the first section still images of dead people are recorded in a room during  a funeral in Cizre, a Kurdish village, after attacks by Turkish Security Forces in 2015. In the second part we see the still image of the widow of an anarchist who was killed in a bomb attack in Ankara during a peace march in 2015. That  image goes in and out of focus. The third part doesn't include any still images, it shows a little girl who approached the camera and revealed her scar. She recognized the camera and asked the camera to recognize her scar. Her mother interrupts this moment and makes fun of the girl, 'we have seen your scar long enough', she disrupts the moment where the victim figure is created in front of the camera. Humour is the best way to address such moments. I love that moment. All three reflect upon presence and absence. All three are talking about a certain revealing process.

Q Much of your work seems to deal with the violence of representation, rather than the representation of violence. But as an artist and filmmaker, you deal nonetheless primarily with images, and with modes of representation. How do you approach this challenge?

A Even though my practice deals with our exposure to violent images, at the same time it is very much interested in expanding the definition of violence, and also thinking not only about the violence of representation but also how that can be challenged. Ulus Baker once said something like: you can counter an image only with an image. I'm taking that challenge, and it is a failing game, there is definitely no such thing as the right image, I don't think it works like that, but I find it extremely important to find language/s – visual and verbal – to talk about these issues. So, I'll keep talking about these issues and also keep making images, I think it is very important to keep these two close to one another. These are not entirely new thoughts, but I think they are still extremely relevant at this moment.


my camera seems to recognize people is part of the exhibition

Resisting Images
How to resist, with and against, images?
Heidelberger Kunstverein

Resisting Images explores the contentious presence of the photographic image within the political sphere. As the title of this section suggests, images can serve both as a means of resistance and a mode of control to resist against. Photographs can elicit sympathy and indignation and stir into action and revolt, but they can also affirm prejudice and render viewers immutable, distant and passive. The artworks and artefacts in the exhibition address this tension, questioning prevalent forms of political representation and articulating modes of opposition, with and against images.