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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Dichterhain, Bände 5 bis 8

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Montag, 11. Mai 2026

Neues im Kino: Der verlorene Mann, Verflucht Normal und The Love That Remains


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Der verlorene Mann
Regie: Welf Reinhart
Besetzung: Dagmar Manzel,
Harald Krassnitzer, August Zirner
Kinostart: 07. Mai 2026

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Meine Freundin Conni -
Abenteuer mit Kranich Klaus
Regie: Dirk Hampel
Animationsfilm
Kinostart: 14. Mai 2026

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Vivaldi und Ich
Regie: Damiano Michieletto
Besetzung: Tecla Insolia, Michele Riondino
Kinostart: 21. Mai 2026

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Neu eingestellt
Born to Fake
Regie: Erec Brehmer & Benjamin Rost
Dokumentarfilm
Kinostart: 28. Mai 2026

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Verflucht Normal
Regie: Kirk Jones
Besetzung: Robert Aramayo, Maxine Peake,
Shirley Henderson, Peter Mullan
Kinostart: 28. Mai 2026

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Good Boy - Wir wollen nur dein Bestes
Regie: Jan Komasa
Besetzung: Anson Boon, Stephen Graham,
Andrea Riseborough, Kit Rakusen
Kinostart: 04. Juni 2026

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Neu eingestellt
Sommer auf Asphalt
Regie: Simon Ostermann
Besetzung: Mala Emde, Christoph Maria Herbst, Aaron Hilmer,
Gina Haller, Jenny Schily, Moritz Führmann
Kinostart: 04. Juni 2026

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Neu eingestellt
Sounds Of Paris
Regie: Laurent Slama
Besetzung: Agathe Rousselle, Alex Lawther,
Suzy Bemba, Jonas Bachan
Kinostart: 11. Juni 2026

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Manipulation
Regie: David Balda
Besetzung: Pawel LawrynoviczFéodor Atkine,
Heino Ferch, Arnaud Binard, James Faulkner
Kinostart: 11. Juni 2026

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The Love That Remains
Regie: Hlynur Pálmason
Besetzung: Saga GarðarsdóttirSverrir Gudnason,
Ída Mekkín HlynsdóttirGrímur HlynssonÞorgils Hlynsson
Kinostart: 18. Juni 2026

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The Death Of Robin Hood
Regie: Michael Sarnoski
Besetzung: Hugh Jackman, Jodie Comer, Bill Skarsgard
Kinostart: 18. Juni 2026

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Couscous und Geheimnisse
Regie: Amine Adjina
Besetzung: Younès Boucif, Clara Bretheau, Hiam Abbass
Kinostart: 25. Juni 2026

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Neu eingestellt
Viva La Vida - So klingt das Leben
Regie: Daniel Sánchez Arévalo
Besetzung: Javier Gutiérrez, María Vázquez, Judith Fernández,
Tamar Novas, Carlos Blanco, Fer Fraga
Kinostart: 16. Juli 2026

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Neu eingestellt
Im Spiegel meiner Mutter
Regie: Jutta Brückner
Besetzung: Corinna Harfouch, Carla Juri,
Hildegard Schmahl
Kinostart: 20. August 2026

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Korrektur Kinostart
Runner
Regie: Scott Waugh
Besetzung: Alan Ritchson, Owen Wilson
Kinostart: 17. September 2026

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Neu eingestellt
Bruno - Der junge Kreisky
Regie: Harald Sicheritz
Besetzung: Nils Arztmann, Maya Unger, Soi Schüssler
Kinostart: 01. Oktober 2026

Angélique Letitzia: Das Teuerste, was du je kaufen wirst, ist das Leben, das du nie wirklich wolltest


Impulskäufe und falsche Wunschbilder
(AI, gemeinfrei)

Wir verkaufen unsere Seelen, indem wir einer Welt nachjagen, die aus Dingen besteht, die rosten, vergehen und verblassen, ohne jemals innezuhalten und zu erkennen, dass die Seele selbst der einzige Besitz ist, den wir je besitzen werden, der wirklich unbezahlbar ist. Das ist das große Paradoxon unserer Zeit: Das wertvollste, was wir tragen, behandeln wir als Währung. Wir geben sie für Status und die erschöpfende Illusion eines Lebens aus, das von außen erfolgreich wirkt, uns aber still von innen aussaugt – alles im Streben nach Dingen, die niemals genug sein werden. Die erschreckende Erkenntnis ist, dass die Welt genau darauf ausgelegt ist, diesen Handel zu fördern. Die digitale Welt wurde so konstruiert, dass sie uns verschlingt und von unserer Ablenkung profitiert. Jede Benachrichtigung, jede unendliche Rolle, jede algorithmisch getimte Belohnung ist ein sorgfältig konstruierter Aufhänger, der unsere Aufmerksamkeit fesselt. Und indem wir uns ihm hingeben, füllen wir die Stille mit Spektakel. Wir tauschen die Stille gegen Anregung und die Gemeinschaft gegen den Vergleich ein. Wir vernachlässigen unsere Verbindung zur Natur, zueinander und letztlich zu uns selbst. Dadurch entfernen wir uns immer weiter von genau den Dingen, die uns lebendig fühlen lassen. Die Tragödie besteht nicht darin, dass wir uns für eine Zeit vergessen, sondern dass wir Vergessen mit Verbannung verwechseln. Die Seele verlässt uns nicht, wenn wir uns selbst aufgeben. Es wartet unter dem Wirbel des Geistes und dem Hunger endlosen Strebens, uns nach Hause zu rufen. Die große Ironie an all dem ist, dass wir in einem Festmahl verhungert haben, blind für den Überfluss, der in uns lebt. Geistlicher Reichtum hat nie in Anhäufung gewohnt. Sie lebt in dem, was uns beigebracht wurde zu übersehen: Liebe, Gemeinschaft, Schöpfung, Natur und Stille. Das sind die Dinge, die uns niemals verlassen, selbst wenn wir den Weg verlieren. Vielleicht ist es genau das, was es wirklich bedeutet, zu uns selbst nach Hause zu kommen, sich daran zu erinnern, dass unter der Illusion und der endlosen Farce darüber, wer wir "glauben, sein zu sollen" immer noch ein Licht in uns steckt, das von all dem unberührt bleibt. Ein Licht, zu dem es sich lohnt, zurückzukehren. Bleib strahlend ⭐ ©Angélique Letizia

Starr Films
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Donnerstag, 7. Mai 2026

Menschen wie der Leipziger Amokfahrer brauchen kontrollierte Übergangseinrichtungen

Die aktuelle Amokfahrt in Leipzig macht sehr deutlich, was Fachleute seit Jahren beschreiben: Deutschland hat für sogenannte Dauergefährder – also Personen, die über lange Zeiträume hinweg immer wieder Gewalt ausüben, eskalieren oder schwere Sachschäden verursachen können – keine funktionierende, abgestufte Betreuungs‑ und Kontrollstruktur. Diese Menschen fallen zwischen Psychiatrie, Sozialhilfe, Polizei und Justiz hindurch.

Jede Institution sieht das Problem, aber keine hat die passenden Instrumente, um es dauerhaft zu bearbeiten.

Der Leipziger Amokfahrer ist ein typisches Beispiel für dieses strukturelle Versagen: wiederholte Auffälligkeiten, bekannte Gefährlichkeit, aber keine Einrichtung, die ihn längerfristig hätte halten, stabilisieren oder kontrollieren können. Psychiatrien dürfen nur bei akuter Gefährdung festhalten, Wohneinrichtungen können ihn bei Gewalt sofort rauswerfen, und die Polizei greift erst ein, wenn bereits etwas passiert ist. Genau diese Lücke führt dazu, dass Menschen mit hohem Gefährdungspotenzial immer wieder in den öffentlichen Raum zurückkehren, obwohl alle Beteiligten wissen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis es erneut eskaliert. Das gilt natürlich auch für Zehn- und Hunderttausende frei herumlaufende Körperverletzer und Sachbeschädiger, bei denen die Taten nicht so krass brutal sind, aber ebenfalls pathologische Züge tragen.

Ein gestuftes ordnungsrechtliches System – von kommunalen Übergangseinrichtungen über landkreisweite Stabilisierungseinheiten bis hin zu landesrechtlich betriebenen, hochgesicherten Unterbringungen – würde genau diese Lücke schließen. Es würde ermöglichen, Dauergefährder frühzeitig zu binden, kontrolliert zu stabilisieren und bei Bedarf über längere Zeiträume unter Aufsicht zu halten, ohne gleich den Maßregelvollzug zu bemühen. Der Leipziger Fall zeigt, dass es nicht an Erkenntnis fehlt, sondern an Strukturen, die konsequent und rechtsstaatlich zugleich sind.

Um Gewalttäter und Sachbeschädiger auch bei Verweisen aus Psychiatrien oder betreuten Wohngemeinschaften noch zu kontrollieren, fehlen eigentlich Übergangseinrichtungen. Machen sie Sinn, wie können diese Einrichtungen aussehen, wie lange sollten Gefährder dort bleiben?

Übergangseinrichtungen für gewaltbereite oder hochbelastete Personen nach Psychiatrie‑ oder WG‑Verweisen machen Sinn, aber nur, wenn sie klar definiert, rechtsstaatlich und tatsächlich wirksam organisiert sind. Sie schließen eine reale Lücke zwischen „zu gefährlich für eine offene Einrichtung“ und „zu ungefährlich für eine geschlossene Unterbringung“ bzw. Kontrolle des Verhaltens statt einfach Laufenlassen.

Eine gestaffelte Struktur von der kommunalen bis zur Landesebene ergibt bei einem ordnungsrechtlichen Übergangssystem für gewaltbereite oder hochbelastete Personen besonders viel Sinn, weil sie Verantwortlichkeiten klar trennt, Eingriffsbefugnisse sauber verteilt und Eskalationsstufen definiert. So entsteht ein System, das flexibel genug ist, um auf kommunale Problemlagen zu reagieren, aber stark genug, um bei schweren Gefährdungen landesweit handlungsfähig zu bleiben.

Gestaffelte Struktur von kommunaler bis Landesebene Ein wirksames ordnungsrechtliches Übergangssystem sollte mehrstufig aufgebaut sein, damit Kommunen, Ordnungsbehörden und Länder abgestimmt handeln können. Auf der kommunalen Ebene liegt die erste Verantwortung: Hier werden Personen erfasst, die durch wiederholte Gewalt, Bedrohungen oder Sachbeschädigungen auffallen und von Einrichtungen nicht mehr getragen werden können. Die Kommune ordnet eine kurzfristige Aufenthaltsverpflichtung in einer lokalen Übergangseinrichtung an, die der unmittelbaren Gefahrenabwehr dient und eine schnelle Stabilisierung ermöglicht. Diese Einrichtungen arbeiten eng mit Polizei, Sozialpsychiatrischem Dienst und Ordnungsamt zusammen und dienen als niedrigste Eingriffsstufe, bevor schwerere Maßnahmen notwendig werden. Wenn die Gefährdungslage über das kommunale Maß hinausgeht oder sich zeigt, dass eine Person dauerhaft nicht steuerbar ist, greift die Landkreisebene bzw. die Ebene der kreisfreien Städte. Hier können mittelfristige Unterbringungen angeordnet werden, die mehrere Monate dauern und eine intensivere Kontrolle sowie strukturierte Maßnahmen zur Risikoreduktion ermöglichen. Diese Stufe entlastet die Kommunen und verhindert, dass einzelne Städte oder Träger überfordert werden. Für Fälle, in denen eine Person trotz Maßnahmen weiterhin eine erhebliche und anhaltende Fremdgefährdung darstellt, ist die Landesebene zuständig. Das Land betreibt hochgesicherte Übergangseinrichtungen oder spezielle Gefährderunterbringungen, die rechtlich klar geregelt und gerichtlich überprüft werden. Diese Einrichtungen sind kein Maßregelvollzug, aber deutlich sicherheitsorientierter als kommunale Angebote. Sie dienen der langfristigen Gefahrenabwehr und ermöglichen Aufenthalte von einem Jahr oder länger, stets unter rechtsstaatlicher Kontrolle und mit regelmäßigen Überprüfungen der Verhältnismäßigkeit. Durch diese gestaffelte Struktur entsteht bei Verwirklichung ein System, das flexibel, verhältnismäßig und zugleich wirksam ist: Kommunen können schnell handeln, Landkreise können stabilisieren, und das Land kann bei schweren Fällen dauerhaft schützen. So wird verhindert, dass gefährliche Personen unkontrolliert zwischen Einrichtungen wechseln oder im öffentlichen Raum landen, während gleichzeitig klare Zuständigkeiten und rechtsstaatliche Sicherungen bestehen.

Der entscheidende Punkt

Solche Einrichtungen funktionieren nur, wenn sie nicht als Verwahranstalt, sondern als hochstrukturierte, therapeutisch orientierte Sicherheitswohnform gedacht werden. Sie müssen gleichzeitig Sicherheit gewährleisten, Therapie ermöglichen, Perspektiven eröffnen, Kommunen entlasten, wiederholte Gewalt verhindern. Rechtsgrundlage (mögliches Modell) Ein solches System könnte sich an bestehenden ordnungsrechtlichen Instrumenten orientieren:

  • §§ 1–3 der Landespolizeigesetze (Gefahrenabwehr)
  • Aufenthaltsverpflichtung analog zu ordnungsbehördlichen Unterbringungsregelungen
  • Gerichtliche Bestätigung innerhalb kurzer Fristen (z. B. 48–72 Stunden)
  • Regelmäßige Überprüfung (alle 4–8 Wochen)
  • Damit bleibt es verhältnismäßig, aber wirksam.

Wie die Einrichtung konkret aussehen müsste

Sicherheitsarchitektur, kleine Einheiten (max. 8–10 Personen), 24/7‑Sicherheits‑ und Fachpersonal, Videoüberwachung in Gemeinschaftsbereichen, Zutrittskontrolle, Besuchsregelungen, Klare, sanktionierbare Hausordnung, Möglichkeit zur zeitweisen Separierung bei akuter Eskalation (rechtsstaatlich eng begrenzt).

Ordnungsrechtliche Befugnisse Aufenthaltsverpflichtung (nicht frei wählbar), Meldepflicht innerhalb der Einrichtung, kontrollierte Ausgänge (z. B. begleitet oder zeitlich begrenzt), sofortige Rückführung bei Verstößen, polizeiliche Unterstützung bei Eskalationen, kein Gefängnis — aber auch keine offene Wohngruppe. Wer kommt dort hinein?

Ordnungspolitisch sinnvoll für Personen, die:

  • wiederholt Gewalt gegen Mitbewohner, Personal oder Dritte ausüben,
  • Einrichtungen zerstören oder unbewohnbar machen,
  • ständig polizeiliche Einsätze auslösen,
  • nicht akut psychiatrisch einweisbar sind,
  • aber realistische Fremdgefährdung darstellen.
Also genau jene, die heute „durchs Raster fallen“. Wie lange sollten Gefährder dort bleiben? Kurzfristige Gefahrenabwehr (2–6 Wochen) Ziel:
  • akute Gefährdung eindämmen
  • Lage klären
  • Risiko einschätzen
Mittelfristige Stabilisierung (3–12 Monate) Ziel:
  • Verhalten kontrollieren
  • erneute Gewalt verhindern
  • Perspektive entwickeln

Langfristige Gefährderunterbringung (1–3 Jahre) Nur bei:

  • wiederholter, erheblicher Gewalt
  • fehlender Steuerungsfähigkeit
  • dauerhafter Gefährdungslage
Immer mit regelmäßiger gerichtlicher Überprüfung und klaren Entlasskriterien.

Warum das ordnungsrechtlich funktioniert?

Weil es keine Strafe ist, sondern Gefahrenabwehr, Schutz der Allgemeinheit, Schutz der Betroffenen selbst, Entlastung von Polizei, Psychiatrien und Kommunen. Und weil es rechtsstaatlich kontrolliert wird.

Gefährliches Regierungs-Kippspiel zwischen Realität und Interpretation


Warum die Bundesregierung bei der Steuerschätzung lieber auf Weltpolitik zeigt als auf die eigenen Stellschrauben

Berlin – Die neue Steuerschätzung bringt eine Zahl mit politischer Sprengkraft: 87,5 Milliarden Euro weniger Einnahmen bis 2030. Ein Loch, das groß genug ist, um jeden Haushalt ins Wanken zu bringen – und jede Regierung gleich mit. Während die Bundesregierung die Ursachen vor allem in geopolitischen Krisen verortet, warnen Experten vor einem gefährlichen Erzählmuster, das die politische Statik ins Rutschen bringen könnte.

Globale Krisen als politisches Schutzschild

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil erklärte die Mindereinnahmen mit einer Mischung aus Iran-Krieg, Energiepreisschock und internationaler Unsicherheit. Die Weltlage sei schuld, nicht Berlin.

Tatsächlich beeinflussen geopolitische Konflikte die Wirtschaft. Doch ein Blick in die Zahlen zeigt: 39,8 Milliarden Euro der Ausfälle beruhen schlicht auf Schätzabweichungen – also Prognosen, die sich als zu optimistisch erwiesen¹.

Ökonomen sprechen von einem „kommunikativen Kurzschluss“: Die Regierung greife zu globalen Erklärungen, obwohl ein erheblicher Teil der Einnahmelücke innenpolitische Ursachen habe.

Strukturelle Probleme – aber kaum strukturelle Antworten

Deutschland kämpft seit Jahren mit Faktoren, die das Wachstum bremsen:

  • Demografischer Wandel: Millionen Babyboomer verlassen den Arbeitsmarkt³.
  • Produktivitätsschwäche: Deutschland wächst langsamer als viele OECD-Länder⁴.
  • Investitionsschwäche: Unternehmen verlagern Produktion zunehmend ins Ausland⁵.
  • Hohe Energiepreise: Schon vor den aktuellen Konflikten lagen sie über dem EU-Schnitt⁶.
  • Bürokratie: Genehmigungsverfahren dauern länger als in vergleichbaren Industriestaaten⁷.

Während die USA mit milliardenschweren Programmen wie dem Inflation Reduction Act und dem CHIPS Act gezielt Industrie und Innovation fördern⁸, und die Niederlande mit einem investorenfreundlichen Steuersystem punkten⁹, setzt Deutschland weiterhin auf kleinteilige Maßnahmen – und die Schuldenbremse.

Kommunen als stille Leidtragende

Besonders hart trifft die Entwicklung die Kommunen. Sie müssen mit weniger Gewerbesteuer, steigenden Sozialausgaben und einem wachsenden Investitionsstau umgehen. Der Deutsche Städtetag warnt seit Jahren vor einer strukturellen Unterfinanzierung¹⁰. Das KfW-Kommunalpanel beziffert den Investitionsrückstand zuletzt auf über 150 Milliarden Euro¹¹. Kommunen haben seit vielen Monaten ein riesiges Steuernproblem, sie sollen mehr generieren als möglich ist. Und gleichzeitig sollen sie investieren ...

Wenn der Bund die Ursachen der Einnahmelücke vor allem in der Weltpolitik sucht, geraten die kommunalen Probleme aus dem Blick – und damit die Orte, an denen Bürger staatliches Handeln unmittelbar erleben.

Ein riskantes Spiel mit der Glaubwürdigkeit

Politische Kommunikation lebt von klaren Erzählungen. Doch wenn die Regierung strukturelle Probleme mit externen Faktoren erklärt, droht ein Glaubwürdigkeitsverlust. Ein Kanzler – egal welcher Partei – kann vieles überstehen. Aber nicht den Eindruck, die Lage nicht im Griff zu haben. Die Steuerschätzung ist deshalb mehr als ein fiskalisches Warnsignal. Sie ist ein politisches Kippspiel, bei dem die Balance zwischen Realität und Erzählung gefährlich ins Wanken geraten könnte. Sie betrifft den Finanzminister und den Kanzler, an dem ohnehin in einem fort herumgemäkelt wird.


Quellen 

¹ Bundesministerium der Finanzen – Ergebnisse der Steuerschätzung (bundesfinanzministerium.de)

² Presseerklärung des Bundesfinanzministeriums zur Steuerschätzung https://www.bundesfinanzministerium.de

³ Statistisches Bundesamt – Demografischer Wandel (destatis.de)

⁴ OECD – Productivity Statistics (oecd.org)

⁵ ifo Institut – Standortattraktivität und Investitionsverlagerung https://www.ifo.de

⁶ Bundesnetzagentur – Energiepreisberichte https://www.bundesnetzagentur.de

⁷ Weltbank – Ease of Doing Business (Genehmigungsdauer) (worldbank.org)

⁸ U.S. Department of Energy – IRA & CHIPS Program Summaries https://www.energy.gov

⁹ Niederländisches Finanzministerium – Corporate Taxation Overview https://www.government.nl/topics/taxation

¹⁰ Deutscher Städtetag – Kommunalfinanzen https://www.staedtetag.de

¹¹ KfW-Kommunalpanel – Investitionsrückstand der Kommunen (kfw.de)

Kirchheim-Bolanden liest und lauscht Geschichten 2026




Mittwoch, 6. Mai 2026

Literarischer Verein der Pfalz: 10. Mai - Tag des (freien) Buches

Birgit Heid vom Literarischen Verein erinnert daran, dass der 10. Mai in Deutschland auch als Gedenktag des freien Buches gilt. Er geht zurück auf die Bücherverbrennungen von März bis Oktober 1933 und wird seit 1947 begangen. Wie wir alle wissen, wurden an zentralen Stellen in vielen Städten Deutschlands unter der Oberhand einiger NSDAP-Organisationen unzählige Bücher, die dem Gedankengut des faschistischen Regimes zuwiderliefen und deren Autoren verfemt waren, öffentlichkeitswirksam verbrannt. 

Eine Autorin, deren Werke der Bücherverbrennung zum Opfer fielen, war Marieluise Fleißer (1901-1974) aus Ingolstadt. Sie schrieb 33 Werke und erhielt elf Ehrungen. Mit Bert Brecht und Lion Feuchtwanger war sie bekannt. Marieluise Fleißer sei die "bedeutendste deutschsprachige Dramatikerin" des 20. Jahrhunderts, postulierte die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek. Ihr Leben war nicht einfach und ihr Werk ist heute kaum mehr bekannt. Von Marieluise Fleißer findet man u.a. dieses Zitat: "Das sind die entfesselten Barbaren der Kleinstadt, welche die augenblickliche Formel ihres Heils ins Ohr von Unberufenen heulen."

Begehen wir diesen Gedenktag im Erinnern an die schrecklichen Bücherverbrennungen sowie an das Erbe dieser zahlreichen Autorinnen und Autoren.



Geschichte dieses Gedenktages:

Der Tag des (freien) Buches wurde erstmals 1929 durchgeführt. 
Zwischen 1934 und 1942 wurde die Veranstaltung von den Nationalsozialisten als Woche des deutschen Buches fortgeführt. Am 10. Mai 1947 begingen Kulturvertreter sämtlicher vier Sektoren in Berlin den Tag als Gedenktag, um an die Bücherverbrennung 1933 in Deutschland zu erinnern. Im sowjetischen Sektor und später in der DDR wurde er als „Tag des freien Buches“ weitergeführt.
In der Bundesrepublik wurde er 1983 als „Tag des Buches“ u. a. durch den Börsenverein des Deutschen Buchhandels wieder eingeführt. (Wikipedia)

Sonntag, 3. Mai 2026

Angélique Letizia: Dunkle Phasen können uns mehr sagen als helle

Scheitern und Gelingen
(AI, gemeinfrei)


Die Menschen, die ihr Leben und das Leben anderer verändern, sind niemals diejenigen, die so tun, als wäre alles in Ordnung. Sie sind diejenigen, die mutig genug sind zu sagen: Ich war auch im Dunkeln, und hier ist das, was ich dort gefunden habe.
Die Welt ist voller Menschen, die völlig umgehauen wurden und festgestellt haben, dass der absolute Tiefpunkt nicht das Ende ihrer Geschichte ist. Tatsächlich ist der absolute Tiefpunkt der Ort, an dem die Fassade verschwindet und man neu anfangen kann. 
Wir sagen uns, dass Stärke bedeutet, keine sichtbaren Risse zu haben, dass Gedeihen bedeutet, niemals zu kämpfen, und wenn man kämpft, muss man eine epische Comeback-Geschichte haben.  Wir glauben, dass die richtige Reaktion auf Schmerz darin besteht, ihn zu überstehen und weiterzumachen, als wäre er nicht da.
Es ist ein großer Verlust, die Dunkelheit in unserem Leben zu übersehen. Performative Positivität wird als 'toxisch' bezeichnet, weil sie den Schatten übersieht und Menschen das Gefühl gibt, irgendwie weniger wert zu sein, wenn sie nicht immer optimistisch sind.
Optimismus in seiner wahrsten Form ist die Bereitschaft, eine Geschichte des Triumphs über Niederlage zu wählen, aber den menschlichen Teil der Reise nicht abzutun. Es ist in Ordnung, einen Moment im Dunkeln zu sitzen, deine Gefühle zu fühlen und dann wieder zurückzukehren. Solange du dich nicht versinkst, machst du die Arbeit des Schattens, nämlich aufzustehen, obwohl sich alles scheinbar unfair, ungerecht oder benachteiligt anfühlt.
Denn hier ist, was uns die Dunkelheit lehrt, die das Licht nicht lehren kann. Es lehrt uns unsere eigene Tiefe. Es nimmt uns alles weg, hinter dem wir uns verstecken: die Masken, die Anerkennung, die sorgfältig konstruierte Version von uns selbst, die wir der Welt bieten, und hinterlässt uns etwas Rohes, Echtes und Unerschütterliches. 
Das ist der Moment, in dem sich unser Leben verändert.
Wenn Sie sich also gerade in einer schweren Zeit befinden, müde sind und sich fragen, wie lange Sie noch durchhalten können, wissen Sie bitte, dass Sie nicht allein sind. Es ist in Ordnung, in diesem Zustand zu sein, der noch nicht ganz so weit ist, zwei Schritte vorwärts und drei Schritte zurück. Das ist Teil der Reise.
Das Leben ist kein Highlight-Reel. Und eines Tages wird deine Bereitschaft, ehrlich (nicht perfekt, nicht schmerzlos, aber ehrlich) durchzugehen, genau das, was jemand anderem den Weg weist, der durch seine eigene Dunkelheit geht.
Sie werden es nach Hause schaffen, weil du es geschafft hast. 
Das ist das Geschenk des Schattens... Es ist das Tor zum Licht.
Also...
Bleib strahlend ⭐ ©Angélique Letizia
Starr Films
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