Sonntag, 10. Mai 2026, um 18 Uhr im Opernhaus
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| Claudia Mahnke (Mezzosopran / Mutter; Bildnachweis: Barbara Aumüller) |
Premiere / Frankfurter Erstaufführung
BLUTHOCHZEIT
Lyrische Tragödie in zwei Akten von Wolfgang Fortner
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Duncan Ward; Inszenierung: Àlex Ollé
Mitwirkende: Claudia Mahnke (Mutter), Magdalena Hinterdobler (Braut), Christian Clauß (Bräutigam), Daniela Ziegler (Tod / Bettlerin), Mikołaj Trąbka (Leonardo), Zanda Švēde (Leonardos Frau), Annette Schönmüller (Schwiegermutter), Karolina Makuła (Magd), Barbara Zechmeister (Nachbarin), Karolina Bengtsson (Kleines Mädchen), Dietrich Volle (Vater der Braut), AJ Glueckert (Mond), Alina Avagyan (Kind) u.a.
Weitere Vorstellungen: 13., 15., 24. (18 Uhr), 31. Mai, 6., 15. Juni 2026 Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19 Uhr. Preise: € 16 bis 190 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Eine erschütternde dramatische Intensität und kompromisslose Modernität prägen die Oper Bluthochzeit von Wolfgang Fortner (1907–1987). Als der Komponist 1957 sein erstes Bühnenwerk fertigstellte, galt er bereits als eine der führenden Persönlichkeiten des europäischen Musiklebens. Der Text stammt vom spanischen Dichter Federico García Lorca. Bis zu Fortners Tod wurde Bluthochzeit 22 Mal neu inszeniert und zählte zu den erfolgreichsten deutschen Opern der Nachkriegszeit. Fortner selbst galt auch als einflussreicher Lehrer, der eine ganze Generation von Musikern prägte, darunter Hans Werner Henze. Seine Biografie weist jedoch auch Schattenseiten auf, insbesondere seine NSDAP-Mitgliedschaft und die Arbeit an Propagandawerken während der NS-Zeit.
Zum Inhalt: Seit Generationen bekriegen sich zwei Familien in einem spanischen Dorf. Eine
Hochzeit steht bevor. Die Mutter des Bräutigams hat ihren Mann und ihren ältesten Sohn durch
den verbitterten Kampf zwischen den Clans verloren und bangt nun um das Leben ihres jüngsten
Sohnes. Sie fürchtet, dass durch seine Ehe der Krieg der beiden Familien wieder aufflammt. Denn
die Braut liebt immer noch ihren früheren Verlobten Leonardo, der zum feindlichen Clan gehört. Er
entführt sie direkt nach der Hochzeit. Sie fliehen in den Wald, doch ihre Verfolger holen sie ein. Die
Blutrache wird zweifach vollzogen: Der Bräutigam und Leonardo sterben im Duell.
Inszeniert wird die Frankfurter Erstaufführung von Àlex Ollé. Er hat an der Oper Frankfurt bereits
den Doppelabend mit Debussys La Damoiselle élue und Honeggers Jeanne d’Arc au bûcher,
sowie Giacomo Puccinis Manon Lescaut inszeniert. Musikalisch geleitet wird die Premierenserie
von Duncan Ward. Dieser gilt als einer der vielseitigsten Dirigenten seiner Generation.
Regelmäßig arbeitet er mit Klangkörpern wie dem London Symphony Orchestra, dem
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks oder dem Gürzenich-Orchester Köln zusammen.
Des Weiteren ist er Chefdirigent der Südniederländischen Philharmonie (Philzuid). Mit dem
Frankfurter Opern- und Museumsorchester gestaltete Ward in der vergangenen Spielzeit ein
Museumskonzert. Die Mutter ist mit Claudia Mahnke besetzt. Neben ihren Partien in Boris
Godunow und Richard Wagners Tristan und Isolde an der Oper Frankfurt, gastiert Mahnke in
dieser Spielzeit unter anderem an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Magdalena
Hinterdobler (Braut) sang in dieser Spielzeit Tosca an der Finnischen Nationaloper in Helsinki und
gab ihr Rollendebüt als Senta in Wagners Der fliegende Holländer am Landestheater Salzburg. An
der Oper Frankfurt verkörperte sie in dieser Spielzeit bereits die Rolle der Ellen Orford in Peter
Grimes. Der Schauspieler Christian Clauß ist als Bräutigam, die Schauspielerin Daniela Ziegler
als Tod / Bettlerin zu erleben. Beide sind durch Auftritte auf diversen Bühnen sowie als TV-Darsteller bekannt. In weiteren Rollen sind überwiegend Mitglieder des Ensembles besetzt.
Dienstag, 5. Mai 2026, um 19.30 Uhr im Opernhaus
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| Simon Bailey (Bassbariton; Bildnachweis: Edmond Choo) |
Liederabend
SIMON BAILEY, Bassbariton
ANNE LARLEE, Klavier
Lieder von Ralph Vaughan Williams, Franz Schubert, Jacques Ibert, Henri Duparc u.a.
Preise: € 16 bis 109 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Über viele Jahre zählte Simon Bailey als Ensemblemitglied zu den Frankfurter
Publikumslieblingen. In dieser Spielzeit sprang er bei der zweiten Vorstellung in Rudi Stephans
Oper Die ersten Menschen ein. Sein hiesiges Repertoire umfasst Partien wie Peter (Hänsel und
Gretel), Mr. Redburn (Billy Budd), Gunther (Götterdämmerung), Klingsor (Parsifal), Gelone
(L’Orontea), Don Magnifico (La Cenerentola), Orest (Elektra), Křeneks Adam Ochsenschwanz
(Schwergewicht) und die Titelpartie von Herzog Blaubarts Burg. Gastengagements brachten den
britischen Bassbariton etwa als Achilla (Giulio Cesare in Egitto), Don Bartolo (Il barbiere di
Siviglia), Mozarts Figaro, Leporello (Don Giovanni), Kutusow (Krieg und Frieden), Méphistophélès
(La damnation de Faust), die vier Bösewichter (Les contes d’Hoffmann), Jochanaan (Salome),
Balstrode (Peter Grimes) und Der Totenrichter (Die Verurteilung des Lukullus) u.a. an die
Opernhäuser in Wiesbaden, Stuttgart, Basel, Straßburg, Brüssel, London und Mailand. Seit
seinem Debüt bei den Tiroler Festspielen Erl zählt auch Wotan / Wanderer (Der Ring des
Nibelungen) zu den Paraderollen des Gewinners des Wales Theatre Award 2018. Wotan sang er
zuletzt in Dortmund (Das Rheingold), Luzern und Dresden (Die Walküre), den Wanderer
(Siegfried) in Wiesbaden, Dortmund, Dresden und Versailles.
Karten für die genannten Veranstaltungen sind bei unseren bekannten Vorverkaufsstellen, online
unter www.oper-frankfurt.de oder im telefonischen Vorverkauf 069 - 212 49 49 4 erhältlich.
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