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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Dichterhain, Bände 5 bis 8

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Mittwoch, 16. September 2026

Aktuell im Kino: Frost ohne Schnee und Eis, Spa Weekend, Gentle Monster und Runner


Gentle Monster
Regie: Marie Kreutzer
Besetzung: Léa Seydoux, Jella Haase, Laurence Rupp,
Catherine Deneuve, Sylvester Groth
Kinostart: 17. September 2026

Runner
Regie: Scott Waugh
Besetzung: Alan Ritchson, Owen Wilson
Kinostart: 17. September 2026

Frost ohne Schnee und Eis
Regie: Asgeir Helgestad
Dokumentarfilm
Kinostart: 17. September 2026

Spa Weekend
Regie: Jon Lucas & Scott Moore
Besetzung: Leslie Mann, Isla Fisher,
Michele Buteau, Anna Faris
Kinostart: 24. September 2026

Meeting the Buddha
Regie: Márta György Kessler
Dokumentarfilm
Kinostart: 08. Oktober 2026

Call Me Queen
Regie: Emily Atef
Besetzung: Eliane Umuhire, Denise Gough,
Charlie Carrick, Michelle Tiren, Nice Githinji
Kinostart: 15. Oktober 2026

Lieblingsmenschen -
Die außergewöhnliche Freundschaft von Agnes und Amir
Regie: Helena Hufnagel
Besetzung: Katharina Thalbach, Bardo Böhlefeld
Kinostart: 19. November 2026

Neuer Kinostart
Bärenjagen
Regie: Peter Meister
Besetzung: David Scheid, Christopher Schärf,
Pheline Roggan, Aenne Schwarz,
Bernhard Schütz, Wolfram Koch
Neuer Kinostart: 14. Januar 2027

 
Die andere Seite
Regie: Mariko Minoguchi
Besetzung: Nina Hoss, Precious Mariam Sanusi, Barbara Petritsch
Kinostart: 22. Oktober 2026

Iván & Hadoum
Regie: Ian de la Rosa
Besetzung: Silver Chicón, Herminia Loh
Kinostart: 05. November 2026

Neu eingestellt
Übergang
Regie: Peter Badel und Chris Wright
Dokumentarfilm
Kinostart: 19. November 2026

Neu eingestellt
Ein Bus voller Leben
Regie: Ibon Cormenzana
Besetzung: Dani Rovira, Susana Abaitua, Elena Irureta
Kinostart: 03. Dezember 2026




Neu eingestellt
No Good Men
Regie: Shahrbanoo Sadat
Besetzung: Shahrbanoo Sadat, Anwar Hashimi,
Liam Hussaini, Yasin Negah
Kinostart: 10. Dezember 2026
Neu eingestellt
The Miracle Club
Regie: Thaddeus O’Sullivan
Besetzung: Maggie Smith, Kathy Bates, Laura Linney,
Agnes O’Casey, Stephen Rea
Kinostart: 17. Dezember 2026

Neu eingestellt
Krux
Regie: Tony Vahl
Besetzung: Jella Haase, Frida-Lovisa Hamann,
Clemens Schick, Lukas Miko, Martin Wuttke
Kinostart: 04. Februar 2027
Neu eingestellt
Kinder der Sonne
Regie: Leonie Krippendorff
Besetzung: Jella Haase, Lena Urzendowsky,
Joshua Hupfauer, Andronikos Korakas
Kinostart: Frühjahr 2027


Home Entertainment
aktuell
Neu eingestellt
Hallo Betty
Regie: Pierre Monnard
Besetzung: Sarah Spale, Martin Vischer, Rabea Egg
Early EST: 29.10.2026
DVD-Start: 05.11.2026




Neu eingestellt
Hear Me Our Summer
Regie: Sun-ho Jo
Besetzung: Kyung Hong, Yoon-seo Roh,
Min-ju Kim, Yong-ju Jung
DVD / BD / VOD - Start: 20. August 2026


Materia Prima
Regie: Jens Schanze
Dokumentarfilm
Kinostart: 22. Oktober 2026


Dienstag, 15. September 2026

Frankfurter Oper / Bockenheimer Depot: ZAIDE, Deutsches Singspiel von Wolfgang Amadeus Mozart

Mittwoch, 30. September 2026, um 19 Uhr im Bockenheimer Depot

Karolina Bengtsson (Sopran / Zaide;
Bildnachweis: Barbara Aumüller)

Premiere

ZAIDE

Deutsches Singspiel in zwei Akten und ein Fragment (1779/80) von Wolfgang Amadeus Mozart
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung: George Petrou Inszenierung: David Hermann
Mitwirkende: Karolina Bengtsson (Zaide), Michael Porter (Gomatz), Peter Marsh (Soliman), Aleksander Myrling (Allazim), Pete Thanapat (Osmin)

Weitere Vorstellungen: 3., 7., 9., 11. (15.30 Uhr), 14., 16., 18. (18 Uhr) Oktober 2026
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19 Uhr.
Preise: € 25 bis 80 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Mit freundlicher Unterstützung des Patronatsvereins – Sektion Oper


Wolfgang Amadeus Mozart
(1756–1791) befand sich in einer Phase des radikalen Umbruchs, als er 1779 die Arbeit an seinem Singspiel Zaide aufnahm. Das Werk ist weit mehr als eine bloße Vorstudie zur späteren Entführung aus dem Serail. Es markiert einen wichtigen Punkt auf Mozarts persönlichem Weg aus den einengenden Salzburger Verhältnissen und seinen Aufbruch in eine künstlerische Selbstständigkeit. In diesem „ernsten deutschen Singspiel“ verbindet Mozart die damals populäre, so bezeichnete „türkische“ Thematik mit einer psychologisch feinsinnigen Betrachtung der menschlichen Seele im Geiste der Aufklärung. Da das Stück als Fragment überliefert wurde, ohne Ouvertüre und nach dem gescheiterten Fluchtversuch der Protagonisten jäh abbrechend, bietet es eine besondere Offenheit für neue Deutungen. Die Frankfurter Inszenierung von David Hermann schärft die dunklen Facetten, indem sie das Fragment mit Ausschnitten aus Mozarts Schauspielmusik zu Thamos, König in Ägypten kombiniert und so eine beklemmende Nähe zu den Zwängen unserer eigenen Gegenwart schafft.

In der grausamen Gefangenschaft des Sultans Soliman finden die Sklavin Zaide und der junge Gomatz zueinander. Gemeinsam mit dem Mithäftling Allazim wagen sie den Ausbruch in die Freiheit, werden jedoch gestellt und zurück vor den zornigen Despoten gebracht. Während ihnen die Todesstrafe droht, fleht Allazim um Gnade für das Paar. An diesem kritischen Wendepunkt endet Mozarts Manuskript und lässt die existentielle Frage offen: Wird Soliman dem Pfad der Rache folgen oder die Größe zur Vergebung finden?

Michael Porter als Gomatz   
                              (Bildnachweis: Barbara Aumüller)                                 

Musikalisch geleitet wird die erste Opernproduktion der neuen Saison im Bockenheimer Depot von George Petrou. Im November 2024 debütierte der griechische Dirigent an der Oper Frankfurt mit Georg Friedrich Händels Partenope. Petrou ist Künstlerischer Leiter der Internationalen Händel Festspiele Göttingen und des renommierten Armonia Atenea Orchester aus Athen. Von 2020 bis 2022 war er Generalmusikdirektor des Greek Radio Symphony Orchestra. Als Dirigent erlangte er schnell internationale Aufmerksamkeit. Zahlreiche Auszeichnungen (u.a. ein Echo Klassik in der Kategorie Operneinspielung des Jahres für Händels Tamerlano) und Nominierungen (bei den Grammys 2018 für Händels Ottone) sowie preisgekrönte Aufnahmen für die weltweit führenden Plattenfirmen (Deutsche Gramophon, DECCA, MDG etc.) zeugen von seinem Erfolg. Zuletzt leitete er unter anderem die Premierenserie von Tancredi an der Oper Köln und brachte bei den Händel-Festspielen in Halle die Oper Deidamia zur Aufführung.
Inszeniert wird Mozarts Singspiel von David Hermann. Er setzte zuletzt eindrucksstark Alberic Magnards Oper
Guercœur an der Oper Frankfurt in Szene. Bühnenbildner Jo Schramm wurde bei den Oper!-Awards 2026 auch wegen dieser Produktion als „Bester Bühnenbildner“ ausgezeichnet. Nun nehmen sich beide gemeinsam mit Sibylle Wallum (Kostüme), Joachim Klein (Licht) und Mareike Wink (Dramaturgie) dem Mozart-Stoff an.
Die zweite Premiere der Spielzeit ist ausschließlich mit Mitgliedern des
Ensembles der Oper Frankfurt besetzt. Die schwedische Sopranistin Karolina Bengtsson ist in der Titelpartie Zaide zu erleben. Seither gestaltete sie zahlreiche Partien wie Fiordiligi (Così fan tutte), Anna (Blühen), Sophie (Werther), Pamina / Papagena (Die Zauberflöte) und Silvia (Ascanio in Alba). Als Clotilde (Norma), die sie auch in Frankfurt sang, gastierte sie an der Bayerischen Staatsoper München. Michael Porter übernimmt die Partie des Gomatz, Peter Marsh singt die Partie des Soliman. Porter ist in dieser Saison auch in Turandot, Tannhäuser, Alcina, sowie bei der Premierenserie von Bohuslav Martinůs The Greek Passion zu erleben. Marsh, wie Porter ein langjähriges Ensemblemitglied, singt u.a. abermals die Knusperhexe in Hänsel und Gretel. Aleksander Myrling (Allazim) ist seit vergangenem Jahr Mitglied des Frankfurter Ensembles. Der norwegische Bassbariton stellte sich als Cesare Angelotti (Tosca) dem Publikum am Main vor. Pete Thanapat (Osmin) komplettiert die Premierenserie von Mozarts Singspiel Zaide.

Montag, 14. September 2026

Auswege aus dem Stillstand der deutschen PISA-Leistungen 1

KI-gestützte interaktive Schulbücher und Denktraining an deutschen Schulen


Schulbücher sind für alle Kinder gleich – egal ob jemand ein Thema schon längst versteht oder noch Schwierigkeiten hat. Der Unterricht läuft im gleichen Tempo für 25 oder 30 Schüler gleichzeitig. Wer nicht mitkommt, bleibt oft zurück, denn eine Lehrkraft kann sich in dieser Zeit unmöglich um jeden Einzelnen kümmern. Das merkt man auch an den Ergebnissen: Viele Schülerinnen und Schüler in Deutschland verlassen die Schule, ohne wirklich sicher lesen, rechnen oder naturwissenschaftlich denken zu können.

Künstliche Intelligenz kann hier helfen – nicht, indem sie Lehrkräfte ersetzt, sondern indem sie genau das übernimmt, was ein gedrucktes Buch nicht kann: sich an jedes Kind einzeln anpassen. 

Die wichtigsten Gründe für KI

1. Sofort merken, wenn etwas falsch verstanden wurde

Ein Buch kann nicht erklären, warum eine Antwort falsch war. Eine KI kann das – direkt in dem Moment, in dem der Fehler passiert, und nicht erst Tage später bei der nächsten Klassenarbeit. Genau in diesem Moment, direkt nach dem Fehler, lernt man am meisten, weil man sofort versteht, was schiefgelaufen ist und wie man es besser machen kann.

2. Jeder lernt im eigenen Tempo

Eine KI merkt, wenn jemand ein Thema schon kann, und macht dann einfach weiter, statt mit Wiederholungsaufgaben aufzuhalten. Wer dagegen noch Schwierigkeiten hat, bekommt zusätzliche Übungen und andere Erklärungen, bis es wirklich sitzt – bevor es im Unterricht weitergeht.

3. Training fürs Denken, nicht nur fürs Wissen

Neben reinem Schulstoff können kurze, spielerische Übungen auch ganz grundlegende Denkfähigkeiten trainieren: sich Dinge merken, logisch kombinieren, Muster erkennen, Probleme lösen. Solches Training verbessert nachweislich die Leistung in genau diesen Aufgaben. Ob dadurch auch die Intelligenz insgesamt steigt, ist unter Fachleuten allerdings umstritten – dazu gleich mehr.

4. Mehr Zeit für Lehrkräfte, sich um Menschen zu kümmern

Wenn eine KI die Grundlagen erklärt und Übungen begleitet, bleibt Lehrkräften mehr Zeit für das, was wirklich nur ein Mensch kann: zuhören, motivieren, Diskussionen führen, sich um das Sozialleben der Klasse kümmern.

5. Gleiche Chancen für alle

Nachhilfe kostet Geld, das nicht jede Familie hat. Eine gute KI-Lernanwendung kann jedem Kind eine Art persönliche Unterstützung bieten – unabhängig davon, wie viel Geld oder Zeit die Eltern haben oder ob es auch in die Nachhilfe geht. 

Wie das konkret aussehen könnte

Interaktive Schulbücher

  • Texte, die sich dem Lesevermögen anpassen und schwierige Wörter oder Zusammenhänge bei Bedarf nochmal einfacher erklären
  • Kurze Verständnisfragen nach jedem Abschnitt, die entscheiden, wie es weitergeht
  • Anschauliche Zusatzinhalte: kleine Simulationen in Physik und Chemie, interaktive Karten in Erdkunde und Geschichte, Hörbeispiele für Fremdsprachen
  • Ein "Frag nochmal nach"-Knopf, wenn eine Erklärung nicht verständlich war

Übungen, die sich dem Niveau anpassen

  • Aufgaben, die automatisch leichter oder schwerer werden, je nachdem wie gut man gerade abschneidet
  • Eine Rückmeldung, die nicht nur "falsch" sagt, sondern erklärt, welcher Denkfehler dahintersteckt
  • Eine übersichtliche Anzeige für Schüler, Eltern und Lehrkräfte, wo die Stärken und wo noch Lücken sind

Denktraining

  • Kurze, tägliche Spiele zu Merkfähigkeit, räumlichem Vorstellungsvermögen, logischem Denken und Mustererkennung
  • Spielerische Elemente wie Level oder Punkte, die Spaß machen sollen – nicht zusätzlichen Druck erzeugen
  • Als kurze "Aufwärmphase" am Anfang des Unterrichts, jeweils individuell, nicht als Gruppenaufgabe

Die Rolle der Lehrkraft bleibt zentral

  • Eine Übersicht, die zeigt, wo der einzelne Schüler gerade steht, damit die Lehrkraft gezielt eingreifen kann
  • KI als Werkzeug zur Vorbereitung und Selbstlern-Unterstützung – nicht als Ersatz für den Unterricht
  • Regelmäßige Phasen ganz ohne Bildschirm, in denen über den sinnvollen Umgang mit solchen Programmen gesprochen wird
KI kann jungen Lernenden beim Schulstoff helfen. Die Wissenschaft bestätigt das, aber mit klaren Bedingungen: KI wirkt nur dann positiv, wenn sie pädagogisch geführt, altersgerecht, strukturiert und in feste Trainingsprogramme eingebettet wird. Unkontrollierte KI‑Nutzung führt dagegen nicht zu besseren Lernergebnissen.


KI verbessert Lernleistungen - aber nur mit Struktur

Studien zeigen: KI‑gestützte Lernsysteme können Lernfortschritt steigern, Wissenslücken schneller erkennen, individuelle Trainingspläne erstellen und Fehleranalysen durchführen. Ohne klare Struktur führt KI zu Oberflächenwissen, nicht zu tiefem Verständnis. Wissenschaftliche Kernaussage: KI ist ein Verstärker - kein Ersatz für Lernen.

Feste Trainingsprogramme funktionieren, wenn sie adaptiv sind!  Die Forschung zeigt, dass starre Lernpläne bei Kindern oft scheitern. Aber adaptive Trainingsprogramme, die KI steuert, funktionieren sehr gut. Warum? KI erkennt, wann ein Kind überfordert ist, passt Schwierigkeitsgrad automatisch an, wiederholt Inhalte, bevor sie vergessen werden. KI kann Lernstoff in kleine, verdauliche Einheiten zerlegen.

Lernpsychologisch wirksam und wissenschaftlich belegt sind 

  1. Spaced Repetition (verteiltes Wiederholen)
  2. Active Recall (aktives Abrufen)
  3. Interleaving (abwechselnde Themen)
  4. Chunking (Zerlegen in kleine Bausteine)

  • KI hilft besonders bei Schulstoff, der systematisch ist, wie Mathematik, Sprachen, Grammatik, Naturwissenschaften, Vokabeltraining, Faktenwissen, Textverständnis, Problemlösen.
  • Weniger wirksam ist KI bei Kreativem Schreiben, Sozialem Lernen, Persönlichkeitsentwicklung, Teamarbeit und Konfliktlösung.

Was man kritisch sehen sollte

Fachleute warnen davor, dass zu viel und zu frühe Bildschirmnutzung der Konzentration, dem sozialen Miteinander und dem Schlaf von Kindern schaden kann.
Ein System, das genau erfasst, was ein Kind kann und wo es Schwierigkeiten hat, sammelt sehr persönliche Daten. Gerade in Deutschland ist das ein sensibles Thema, das klare Regeln braucht.

Ob Denktraining wirklich die allgemeine Intelligenz steigert oder nur die Leistung in genau den geübten Aufgaben verbessert, ist in der Forschung nicht eindeutig geklärt.

Manche befürchten, dass Kinder, die sich zu sehr auf KI-Unterstützung verlassen, weniger lernen, mit Frustration umzugehen und selbst Lösungen zu suchen.

Ohne genug Geräte, Internetzugang und gut geschulte Lehrkräfte für alle Schulen könnte digitale Bildung bestehende Unterschiede sogar noch verschärfen, statt sie auszugleichen.

    Diese Punkte sprechen nicht gegen den Einsatz von KI im Unterricht – sie zeigen nur, dass es sorgfältig, mit klaren Datenschutzregeln, begrenzter Bildschirmzeit und wissenschaftlicher Begleitung eingeführt werden sollte. Die Lehrkraft bleibt dabei immer der Mittelpunkt des Unterrichts.