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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Dichterhain, Bände 5 bis 8

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Samstag, 7. November 2026

Was bleibt vom 9. November?

Foto: Hans (pixabay)


Am Montag jährt sich die Pogromnacht zum 88. Mal. Gedenkreden werden gehalten, doch es zählt, was danach gilt: der Schutz und Integration jüdischen Lebens und aller, die sich als Zugewanderte oder Nichtdeutsche in Vereinen, Initiativen und der Kommunalpolitik für die Demokratie einsetzen.
9novemberberlin

Die Lage ist ernst. Die AfD wurde in Sachsen-Anhalt mit 43,8 Prozent stärkste Kraft, und 51 Prozent wollen eine Zusammenarbeit mit ihr nicht grundsätzlich ausschließen, im August waren es 44 Prozent. Regierung, Bundestag und Bundesrat setzen bislang eher auf Auseinandersetzung als auf ein Verbot. Die Unionsspitze um Merz und Söder lehnt ein Verfahren ab, und das Verwaltungsgericht Köln hat dem Verfassungsschutz vorläufig untersagt, die AfD als gesichert rechtsextremistisch einzustufen. Die Auseinandersetzung ist notwendig, darf aber nicht die einzige Antwort sein, wenn sich Mehrheiten verschieben.  www.berliner-zeitung.de +3

--> Was sich jetzt wieder in der Bevölkerung ausbreiten will ist eine Akzeptanz der NS-Vergangenheit: Ausgrenzung, Verfolgung, Inhumanität, Gewalt und Übergriffe. 

Es gibt mehrere Wege zur Auseinandersetzung:

  • Ministerpräsident Özdemir sucht im Bundesrat in „permanenten Gesprächen“ eine Mehrheit für ein Verbotsverfahren der AfD, er und Pistorius wollen es auch dann, wenn es am Ende nur einige Landesverbände träfe. Ein sinnvoller Ansatz. 
  • Hamburg hat eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe beschlossen, die Beweise bündeln und Erfolgsaussichten bewerten könnte.
  • Im Hauptverfahren in Köln kann der Verfassungsschutz neue Beweise nachlegen. Dazu kommt die Demokratiearbeit: Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und seine Förderung mehrerer Bereiche endet zum Jahresende, und Berlins geplantes Landesdemokratiefördergesetz würde auch Migrantenselbstorganisationen einbeziehen. Schließlich braucht es politische Antworten auf Unzufriedenheit, sonst bleibt der Protest bestehen.

„Haben alle einen schlechten Job gemacht“: Özdemir treibt AfD-Verbotsverfahren bei Ministerpräsidenten voran +5

Ob ein Verbot der richtige Weg ist, bleibt umstritten. Ein gescheiterter Antrag könnte der AfD nützen, und manche in der SPD wollen zunächst das Hauptsacheverfahren abwarten. Der Streit ist nicht entschieden. Entscheiden müssen aber Parlamente, Gerichte und Bürger, und zwar bevor die Gewöhnung zur Gewissheit wird.
abgeordnetenwatch

Das können wir tun

  • Wählen, auch bei kleinen Wahlen. Die Beteiligung in Sachsen-Anhalt stieg am Wahltag auf Rekordniveau, Wahlen werden also noch bewegt. Kommunalwahlen und Wahlhelfer-Dienste sind ein konkreter Ansatzpunkt. kreisbote

  • Abgeordnete und Landesregierungen ansprechen. Über ein Verbotsverfahren entscheiden Bundesregierung, Bundestag oder Bundesrat. Man kann den Wahlkreisabgeordneten oder die Landesregierung öffentlich fragen, wie sie abstimmen werden und warum. Das funktioniert auch in die andere Richtung, wenn jemand gegen ein Verbot ist. Auf Plattformen wie abgeordnetenwatch.de stellen Bürger solche Fragen bereits.

  • Petitionen. Mehr als 114.000 Menschen haben eine Petition für ein Verbotsverfahren unterzeichnet. Eine Petition begründet keinen Anspruch auf ein Verfahren, kann aber den Druck erhöhen. Sie wirkt am besten, wenn sie sich an ein konkretes Gremium richtet. soester-anzeiger

  • Parteien von innen beeinflussen. In jeder demokratischen Partei lässt sich über den Umgang mit der AfD mitstreiten, und das ist genau die Debatte, die gerade läuft.

  • Am 9. November teilnehmen.

    [[ In Berlin gibt es zum Beispiel eine Gedenkkundgebung am Mahnmal Levetzowstraße mit anschließender Demonstration durch Moabit, und das Deutsche Historische Museum lädt bei freiem Eintritt ein. Traditionell gibt es die zentrale Gedenkveranstaltung der Jüdischen Gemeinde. Auch in kleineren Städten gibt es Gedenkstunden. 9novemberberlindhm

    Bayern, München:

    • Die zentrale Gedenkveranstaltung findet am 10. November von 11 bis 13 Uhr im Alten Rathaus statt, dem historischen Ort der Proklamierung der „Kristallnacht“. Oberbürgermeister Dominik Krause hält eine Ansprache. Eine Anmeldung war bis zum 4. November erforderlich, sie wird live auf YouTube und auf gedenken9nov38.de übertragen. fesfes
    • Außerdem lädt der Bezirksausschuss 15 am Montag, den 9. November um 17 Uhr auf den Platz der Menschenrechte zu „Sie waren unsere Nachbarn“ ein. muenchen

    Baden-Württemberg, Heidelberg: Gedenken am 9. November um 18 Uhr auf dem Alten Synagogenplatz in der Altstadt, wo weiße Marmorsteine die Außenmauern der zerstörten Synagoge markieren. Im Stadtteil Rohrbach gibt es ein weiteres Gedenken am Alten Rathaus. heidelberg

    Niedersachsen, Göttingen und Einbeck: Eine Gedenkstunde am Platz der Synagoge in Göttingen sowie eine in Einbeck. In Nordenham veranstaltet das Bündnis „Nordenham bleibt bunt“ am Montag, 9. November, Mahnwachen an den Stolpersteinen, alle Bürger sind aufgerufen. stadtradio-goettingen  nwzonline

    Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin: Um 18 Uhr kommen Menschen auf dem Schlachtermarkt zusammen, um der Opfer zu gedenken. nordkurier

    Brandenburg: In Eberswalde ruft die Stadt am Montag, dem 9. November 2026 um 18 Uhr gemeinsam mit dem Ökumenischen Arbeitskreis zum Gedenken auf, mit anschließenden Stolpersteinführungen. In Bernau lädt das Netzwerk für Weltoffenheit mit der Stadt um 18 Uhr in die St. Marienkirche ein, danach geht es zu den Stolpersteinen. Das genaue Datum dort bitte nachprüfen. barnim-aktuell 1  barnim-aktuell 2

    Sachsen-Anhalt und Thüringen: Evangelische Gemeinden in Mitteldeutschland erinnern mit einer Filmpremiere, Friedensgebeten und anderen Formaten an die Opfer. Einzeltermine müssten bei den Gemeinden erfragt werden. volksstimme 

    Hessen

    • Wiesbaden (bestätigt): Die Stadt, die Jüdische Gemeinde und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit laden zu einer Gedenkstunde am Montag, 9. November 2026, um 19 Uhr am Mahnmal am Michelsberg ein, dem Standort der zerstörten Synagoge. Seit 1954 findet das Gedenken dort jährlich am 9. November statt. wiesbadenwiesbaden
    • Aus früheren Jahren sind Gedenkveranstaltungen unter anderem in Frankfurt, Darmstadt, Hofheim, Flörsheim und Neu-Isenburg belegt. Ob und wann sie 2026 stattfinden, habe ich nicht gefunden.

    Rheinland-Pfalz

    • Landtag Mainz/Themenwoche (bestätigt): Der Landtag öffnet vom 9. bis 14. November eine Themenwoche zum 9. November, darunter ein Online-Vortrag „Der 9. November – Schicksalstag der Deutschen“, der über landtag.rlp.de gestreamt wird. news-koblenz
    • Aus früheren Jahren ist etwa Wittlich mit einer Kranzniederlegung am Mahnmal an der Synagoge belegt. Für 2026 gilt das gleiche: nicht bestätigt.

    Nordrhein-Westfalen

    • Bielefeld (bestätigt): Gedenkveranstaltung am Montag, 9. November 2026, um 17 Uhr am Standort der ehemaligen Synagoge, Turnerstraße 5, anschließend im Großen Saal des Neuen Rathauses, Eintritt frei, ohne Anmeldung. juedische-gemeinde-bielefeld
    • Aus früheren Jahren sind Gedenkstunden in Münster (an der Synagoge), Düsseldorf (am Gedenkstein Kasernenstraße), Dortmund (St.-Petri-Kirche und Opernhaus) und Köln belegt. Auch dort fehlt die Bestätigung für 2026.]]


  • Initiativen unterstützen. Beratungsstellen, Vereine, Opferberatungen und Migrantenselbstorganisationen leben oft von Ehrenamt und Spenden, zumal Fördermittel auslaufen. Wer Zeit oder Geld hat, hilft dort unmittelbar.
  • Betroffene nicht allein lassen. Wer Anfeindungen oder Bedrohungen mitbekommt, kann dazwischengehen, sofern es ungefährlich ist, Betroffene begleiten und Vorfälle melden oder anzeigen. Viele trauen sich nicht, den Schritt allein zu gehen.

Im Alltag

  • Gespräche führen. In Familie, Betrieb und Verein den Streit nicht meiden, aber sachlich bleiben. Wer Zustimmung zur AfD erklären will, sollte die Motive trennen, etwa Frust über die Regierung, Sorgen vor Ort oder Zustimmung zu extremen Positionen.
  • Informationen prüfen, bevor man sie teilt. Es kursieren gefälschte Zahlen. Eine Grafik mit angeblich 33 Prozent für die AfD stammte nicht von einem echten Institut, sondern wurde mit Grok erstellt. Wer Falsches verbreitet, schadet der eigenen Seite. mimikama

Was man nicht erwarten sollte

  • Rechtliche Verfahren lassen sich von Bürgern nicht beschleunigen, und gegen Gerichtsentscheidungen können nur die Beteiligten vorgehen. Der eigene Einfluss liegt bei Wahlen, in Gremien vor Ort und im sozialen Umfeld. Dort ist er aber größer, als es sich anfühlt.

Freitag, 6. November 2026

Luftfahrtgeschichte in Nebraska

 

Fluggeschichte in Nebraska

Charles Baysdorfer im Flug, Omaha World-Herald, 27. November 1910.
Archivsignaturen: RG3882.PH1-599, RG3542.PH111-14,
RG3474.PH-4025, RG2929.PH3-P.




In der Nähe der Ortschaft Waterloo im US-Bundesstaat Nebraska gelang Charles Baysdorfer am 21. November 1910, vor nunmehr 116 Jahren, ein historischer Erfolg: Er wurde zum ersten Einwohner Nebraskas, der ein Flugzeug steuerte, und zugleich zum ersten Piloten, der ein in Nebraska gebautes Flugzeug flog.

Dieses Ereignis, das sich fast sieben Jahre nach den ersten Flugversuchen der Gebrüder Wright ereignete, war nur eines von vielen Beispielen dafür, wie Menschen aus Nebraska die Geschichte der Luftfahrt mitprägten. Da der November als Monat der Luftfahrtgeschichte begangen wird, bietet sich jetzt eine gute Gelegenheit, auf die Entwicklung der Fliegerei in Nebraska zurückzublicken.

Schon vor Baysdorfer hatten sich andere Menschen in die Lüfte gewagt – allerdings noch nicht mit Flugzeugen. Einige Einwohner Nebraskas sprangen mit Fallschirmen aus Heißluftballons oder versuchten sich mit frühen Gleitflugzeugen am Fliegen.

Einer von ihnen war Ulrick Sorensen. Im Jahr 1909 startete er seinen Gleiter von einem Heißluftballon aus. Es sollte sein letzter Flug werden.

Ein Jahr später, im Juli 1910, kamen die ersten Flugzeuge nach Nebraska. In Omaha fand eine Luftfahrtschau statt, bei der berühmte Piloten wie Glenn Curtiss ihre Flugkünste vorführten und den Einwohnern Nebraskas erstmals die Welt der Flugzeuge näherbrachten.

Noch im selben Jahr sollte Charles Baysdorfer seinen ersten Flug absolvieren. Auch andere technisch begabte Familien in Nebraska versuchten sich am Bau eigener Flugzeuge, darunter die Brüder Savidge.

In dieser frühen Phase der Luftfahrt war das Fliegen ausgesprochen gefährlich, und zahlreiche Flugpioniere verloren ihr Leben. Die Familie Baysdorfer hatte Glück: Sie musste lediglich einen schweren Absturz im Jahr 1917 verkraften. Den Brüdern Savidge erging es weniger gut. Nach diesen Unfällen gaben beide Familien ihre Aktivitäten in der Luftfahrt auf.

In den 1920er- und 1930er-Jahren begann man in Nebraska, Flugzeuge zunehmend für praktische Zwecke einzusetzen und nicht mehr nur für waghalsige Kunststücke. Im September 1920 nahmen Piloten damit eine neue Aufgabe auf: Sie begannen, für den US-amerikanischen Luftpostdienst Postsendungen zu befördern.

Die ersten Piloten mussten bei ihren Flügen quer durch das Land zunächst auf Tageslicht beschränkt bleiben. Mit der Verbesserung der Flugtechnik und der Navigationsverfahren wagten sie sich später auch in die Nacht.

In den 1930er-Jahren wurde der Luftpostdienst zunehmend von privaten Unternehmen wie Boeing oder United Airlines betrieben. Doch erst der ursprüngliche staatliche US-Luftpostdienst hatte die Grundlagen dafür geschaffen.

Eine dieser Luftpostpilotinnen war Evelyn Sharp aus Ord, Nebraska. Sie gehörte zu den ersten Frauen, die als Pilotinnen im Luftpostdienst tätig waren. Während des Zweiten Weltkriegs diente sie außerdem bei den WASP (Women Airforce Service Pilots), einer Organisation weiblicher Pilotinnen, die für die amerikanischen Luftstreitkräfte Aufgaben übernahmen.

Die Geschichte von Evelyn Sharp zeigt zugleich, dass das Fliegen trotz der rasanten technischen Fortschritte auch in den 1940er-Jahren noch immer mit erheblichen Gefahren verbunden war.

Die Luftfahrtgeschichte Nebraskas ist reich an weiteren bemerkenswerten Ereignissen und Persönlichkeiten. Wer mehr über die Menschen erfahren möchte, die die Entwicklung der Luftfahrt in diesem Bundesstaat geprägt haben, findet weitere Informationen in der Aviation Hall of Fame von Nebraska (Ruhmeshalle der Luftfahrt Nebraskas).

PATHOS theater München: Lyrik und Literatur im November und Dezember

 

ECM: Keith Jarrett - ROMA

Heute erscheint Roma, die fünfte und letzte Konzertaufnahme aus Keith Jarretts hochgelobter letzter Europa-Solotournee des Jahres 2016. Das Konzert wurde am 12. Juli 2016 in der Sala Santa Cecilia in Rom aufgezeichnet. Mit dieser Veröffentlichung findet die Reihe ihren Abschluss – mit Musik, die selbst innerhalb dieser bemerkenswerten Konzertserie eine ganz besondere Stellung einnimmt.


Keith Jarrett

Roma

Klavier: Keith Jarrett

Erhältlich als CD und Doppel-LP.

ECM 2880

Wie die italienische Tageszeitung La Repubblica damals anlässlich des Konzerts schrieb:

„Letztlich zelebriert Jarrett ein zeitloses Ritual – eines, das in gewisser Hinsicht so alt ist wie die Menschheit selbst. Er erweist dem Akt des Schöpferischen seine Reverenz, der spontanen Komposition, und er tut dies vor einem Publikum, indem er die Zuhörer an der Spannung und Begeisterung des Entdeckens teilhaben lässt.“

„Roma klingt, wenn auch nicht gerade wie eine vollständige Offenbarung, so doch nach etwas ganz Besonderem. [...] Niemand macht es besser. Von diesem Moment an ist Roma ein uneingeschränkter Triumph.“

– UK Jazz News

Sonntag, 1. November 2026

Nicole Johänntgen im November '26



 Nicole News November

Photo by Daniel Bernet












On tour

29.10.26 Zürich, Musik Hug
30.10.26 Rorschach, Jazz Night
31.10.26 Basel, Geburtstag Privat
04.11.26 Basel, Barakuba
05.11.26 Bern, Villa Stucki
06.11.26 Insel Rheinau, Hochzeit
07.11.26 Weesen, November Blues
10.11.26 Bern, Tuesday Jam
12.11.26 Aberdeen, Rusty Nail
13.11.26 Dundee Jazzfestival
14.11.26 Dundee Jazzfestival
15.11.26 Edinburgh, Whighams
17.11.26 Zürich, Moods  
20.11.26 Moosach, Festival
11.12.26 Saarbrücken, Kettenfabrik
22.12.26 Kaiserslautern, Kammg.
23.12.26 Kaiserslautern, Kammg.
     



 

Hallo liebe Musikfans,

Musik ist heilsam. Die Henry-Tour war einfach wunderbar. Dank allen Veranstaltenden und dem Publikum hatten wir eine großartige Zeit. Nun geht es live weiter in verschiedenen Konstellationen und ich freue mich, euch hier und da zu treffen. Grad erfahren, dass das Konzert heute Abend öffentlich ist. Mit Victor Belinda im Duo zur Neueröffnung von Musik Hug in Zürich, Talacker 21.

Vor allem freue ich mich, mal wieder in Bern zu spielen. Kommt ihr vorbei? Donnerstag, 5. November um 20 Uhr mit dem Gitarristen und Sänger Peter Finc. Ich spüre es schon, dass es ein wunderbarer Abend wird. Kommt in Scharen!

--> Wer jetzt bereits ein Weihnachtsgeschenk sucht, wird auf meiner CD-Seite sicherlich fündig: Henry IV. Oder verschenkt einen Gutschein im Wert eines Saxophon-Tages-Workshops in Weinfelden oder kauft einen Weihnachtskalender mit täglichen Musik-Übungen für jedes Niveau und jedes Instrument. Die Übungen machen Spaß.  


NEWS

Saxophon-Workshop

  • Es hat noch einen Platz frei beim Juli-Saxophon-Workshop im Berner Oberland vom 22. bis 25. Juli 2027.
  • Es hat noch vier Plätze frei bei meinem ersten Tages-Workshop in Weinfelden am 3. April, 10 bis 17 Uhr.

Bei Interesse melden! Alle anderen Workshops sind bereits, sage und schreibe, ausgebucht. Aber es kann immer mal wieder sein, dass jemand abspringt. Ich nehme alle an – von denen, die gerade erst angefangen haben, bis hin zu den Profis. Jede Person ist herzlich willkommen.

Saxophon-Kalender

Auch in diesem Jahr gibt es wieder Musik-Adventskalender für 11 Euro inklusive Versand. Sie treffen am 15. November bei mir ein. Ihr könnt sie gerne bei mir bestellen. 2025 habe ich die gleiche Aktion gemacht und da sind auch noch 10 Kalender übrig. Wer noch keinen hat, bitte einfach bestellen. Diese verkaufe ich für 8 Euro oder mit dem neuen im Paket für 14 Euro total.  

     

www.NicoleJohaenntgen.com





Donnerstag, 29. Oktober 2026

Severin Groebners Neuer Glossenhauer #116 - Immer was zu feiern

 

Partystimmung im Bild ©Foto: Dominic Reichenbach / Artwork: Claus Piffl











Immer was zu feiern

Jetzt ist bald Nationalfeiertag.
„Was?“, denkt sich da die Leserschaft aus der Bundesrepublik, „der war doch gerade.“ Ja, stimmt. Allerdings nur der deutsche. Der österreichische steht dagegen vor der Tür.
Wer jetzt sagt: „Da mach halt nicht auf!“, dem sei gesagt: Hilft nichts. Der kommt da trotzdem durch. Daran sieht man schon: Nationalfeiertage sind komisch. Seltsam. Immer ein bißchen spooky (sie kommen durch die geschlossene Tür). Und Nationalfeiertage sind immer eine gute Gelegenheit für lange Reden, Militäraufmärsche und Nichts-Tun.

Wenn ich beide Staatsbürgerschaften hätte - die österreichische und die deutsche - dürfte ich zweimal im Oktober blau machen. Defacto schaut’s anders aus: Am 3. Oktober war ich in Tirol und am 26. werde ich in Frankfurt sein.
Obendrein bin ich Freiberufler - ich arbeite also eh immer.

So wie jetzt gerade. Und mitten in der Arbeit frage ich mich, ob es genügend Länder auf der Welt gäbe, deren Nationalität ich annehmen könnte, um das ganze Jahr Nationalfeiertag zu feiern - und deswegen auch frei zu haben.
Eine kurze Recherche zeigt: Natürlich nicht. Es gibt 195 Länder, die in der UNO einen Sitz haben und das Jahr hat 365 Tage. Zieht man allerdings die 52 Sonntage ab, die ja ohnehin schon frei sind (darum gehts ja), bleiben nur mehr 313.
Und 313 ist - wie jeder gebildete Mensch weiß - die Autonummer von Donald Duck und das…
… hilft uns auch nicht weiter.

Darüber hinaus müssten ja auch alle Nationen an unterschiedlichen Tagen Feiertage haben.
Davon ist keineswegs auszugehen. Die Recherche gibt dem Zweifel recht.
So haben etwa Kuba, die Slowakei und der Sudan alle am 1. Jänner was zu feiern.
Tuvalu, Palau und Nigeria aber am 1. Oktober.
Obendrein nehme ich an, dass kaum eine christliche Nationen den 23. Dezember als Nationalfeiertag hat.
Weiter recherchiert. Ja, ist auch so.

Der 24. Dezember gleich danach ist übrigens nicht der Nationalfeiertag des Vatikans. Nein, der Kirchenstaat feiert immer den Beginn des Pontifikats des amtierenden Papstes als Nationalfeiertag. Insofern könnte es der 23. Dezember nochmal schaffen.
Meine Recherche hat mir allerdings auch gezeigt, dass der 21. Dezember der internationale Tag des Orgasmus ist. Ich weiß nicht, ob man da frei kriegt. Und ob der überall begangen wird.
Sollte er aber. Die Leute wären - gerade so kurz vor Weihnachten - sicherlich ein bisschen entspannter.

Um ständig frei zu haben, könnte man ja natürlich auch religiöse Feiertage dazu nehmen. Oder auch ideologische. Ich weiß allerdings nicht, wie glaubhaft man dann ist, als hindu-christlicher-jüdischer-moslemischer Buddhist und überzeugter Bahai, der sich selbst als einen faschistisch-liberalen Marxist bezeichnet und mit 150 Pässen in der Tasche herum rennt.
Und das alles während man einerseits ständig jemanden sucht, mit dem er den Internationalen Tag des Orgasmus feiern kann, andererseits aber jeden zweiten Tag gar nichts tut, weil einem das entweder seine Nation oder seine Religion oder sein Vibraphon verbietet.

Obendrein gibt es ja dann noch so seltsame andere Tage.
Da feiert man nicht, aber es sind auch keine normalen Tage, an denen man einfach so einen Auffahrunfall verursacht, Nudeln kocht oder seine Kreditkarte verlängert.
Der erste Mai etwa.
Oder der 9. November. Den nennt man ja den „Schicksalstag der Deutschen“ und das nicht, weil an dem Tag Hedy Lamarr - die österreichische Erfinderin und Schauspielerin - Geburtstag hatte.
Nein.
Und es hat auch niemand frei. Dafür werden Reden gehalten.
Dafür wird an dem Tag alle paar Jahrzehnte entweder ein neues Staatswesen begründet, ein altes abgeschafft, oder man brennt in Deutschland und Österreich ein paar Gotteshäuser nieder und beginnt damit seine Nachbarn umzubringen.

Und warum? Weil es der 313. Tag des Jahres ist?
Und weil 313 bekanntlich die Autonummer von Donald Duck ist?
Sicher nicht.

Aber dass ich jetzt Donald Duck mit dem 9. November und Hedy Lamarr zusammen recherchiert habe, freut mich dann schon.
Das muss ich feiern.

Und dazu gibt es ja sichtlich immer einen Grund.

___


groebner live:

Die heißen Neuigkeiten, hab ich schon verbreitet, aber ich wiederhole sie einfach nochmal und nochmal und nochmal.
Solange bis sie keine Neuigkeiten sind, sondern Altigkeiten:
Mein Programm „ICH BIN DAS VOLK!“ wurde gerade mit dem
„Österreichischen Kabarettpreis 2026“ ausgezeichnet, was mich natürlich sehr freut.
Aber ich freu mich für alle anderen Ausgezeichneten ebenso.
Wir waren - unter sehr viele anderen - sogar in den
Hauptabendnachrichten des ORF.
G’schamster Diener.

Wann und wo man das im wahrsten Sinn des Wortes „ausgezeichnete“ Programm sehen kann, erfährt der interessierte Mitmensch
hier.
Zum Beispiel:

24.10.
München Schlachthof
25.10.
Merkendorf Steingruberhaus

3.-5.11.
Wien Theater Drachengasse
6.11.
Kaisheim Kleinkunstbrauerei Thaddäus
7.11. F
rankfurt/Heddernheim Habel-Elf
10.11.
Linz Posthof
13.& 14.11.
München Lach&Schiess im TamS
19.11.
Wolkersdorf BaBü

Und meinen Jahresrückblick gibt es auch wieder:
27.11. in Offenbach im Filmklubb

Und mein
neues Buch ist jetzt auch endlich heraussen.
Es heißt wie das Programm
„ICH BIN DAS VOLK!“
Denn das ist ja ein Manifest, also muss man das auch in der Hand halten können, sonst wäre es Maniflux (kleiner Witz für Lateiner)
Am 30.10. gibt es in Frankfurt die Buchpräsentation. Natürlich im
Buch&Wein

Da freu ich mich schon sehr.
Was die Presse über das Programm „Ich bin das Volk!“ schreibt, kann man und Frau und mensch übrigens
hier lesen.

groebner gesehen:
Über das demnächst ausgezeichnete Programm hat das Bayerische Fernsehen einen Bericht in der Abendschau gemacht.
Den kann man sich
hier anschauen.

groebner gehört:
Anläßlich des Kabarettpreises hat Ö1 den Beitrag über mich und mein Programm „Ich bin das Volk“ erneut in die Audiothek gestellt.
Kann man sich
hier anhören.

Auch zu hören:
Meine neue Single: „
Das Lied der neuen Zeit“ powered by monkey records. Die ist übrigens die Zugabe vom Programm.
Wem das gefällt, gefällt vielleicht auch mein Satire-Pop-Album
„Nicht mein Problem“.

Zwischendurch arbeite ich aber auch weiter für d
as „Ende der Welt“ auf Bayern 2 und in der ARD-Audiothek gibt es das zum nachhören.
Dort denke ich immer wieder über Sachen nach, zum Beispiel:
Was die
Menschen für Ihre Haustiere tun, wo man echte Freunde finden kann, oder was das Gletschereis alles so beherbergt. Oder eben nicht mehr.

groebner gefolgt:
Videos und Fotos und Zeug gibt’s auf
YouTube, auf Instagram oder auf Facebook zu sehen.

groebner gelesen:
Dem Falter hab ich übrigens ein
großes Interview gegeben. Und das kann man immer noch Nachlesen.
Und der Zeitung
„Die Presse“ auch.

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Der „Neue Glossenhauer“ ist ein Projekt der freiwilligen Selbstausbeutung.
Wer es dennoch materiell unterstützen will, hier wäre die Bankverbindung für Österreich:
Severin Groebner, Bawag, IBAN: AT39 6000 0000 7212 6709
Hier die jene für Deutschland:
Severin Groebner, Stadtsparkasse München, IBAN: DE51 7015 0000 0031 1293 64