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Donnerstag, 29. Oktober 2026

Severin Groebners Neuer Glossenhauer #116 - Immer was zu feiern

 

Partystimmung im Bild ©Foto: Dominic Reichenbach / Artwork: Claus Piffl











Immer was zu feiern

Jetzt ist bald Nationalfeiertag.
„Was?“, denkt sich da die Leserschaft aus der Bundesrepublik, „der war doch gerade.“ Ja, stimmt. Allerdings nur der deutsche. Der österreichische steht dagegen vor der Tür.
Wer jetzt sagt: „Da mach halt nicht auf!“, dem sei gesagt: Hilft nichts. Der kommt da trotzdem durch. Daran sieht man schon: Nationalfeiertage sind komisch. Seltsam. Immer ein bißchen spooky (sie kommen durch die geschlossene Tür). Und Nationalfeiertage sind immer eine gute Gelegenheit für lange Reden, Militäraufmärsche und Nichts-Tun.

Wenn ich beide Staatsbürgerschaften hätte - die österreichische und die deutsche - dürfte ich zweimal im Oktober blau machen. Defacto schaut’s anders aus: Am 3. Oktober war ich in Tirol und am 26. werde ich in Frankfurt sein.
Obendrein bin ich Freiberufler - ich arbeite also eh immer.

So wie jetzt gerade. Und mitten in der Arbeit frage ich mich, ob es genügend Länder auf der Welt gäbe, deren Nationalität ich annehmen könnte, um das ganze Jahr Nationalfeiertag zu feiern - und deswegen auch frei zu haben.
Eine kurze Recherche zeigt: Natürlich nicht. Es gibt 195 Länder, die in der UNO einen Sitz haben und das Jahr hat 365 Tage. Zieht man allerdings die 52 Sonntage ab, die ja ohnehin schon frei sind (darum gehts ja), bleiben nur mehr 313.
Und 313 ist - wie jeder gebildete Mensch weiß - die Autonummer von Donald Duck und das…
… hilft uns auch nicht weiter.

Darüber hinaus müssten ja auch alle Nationen an unterschiedlichen Tagen Feiertage haben.
Davon ist keineswegs auszugehen. Die Recherche gibt dem Zweifel recht.
So haben etwa Kuba, die Slowakei und der Sudan alle am 1. Jänner was zu feiern.
Tuvalu, Palau und Nigeria aber am 1. Oktober.
Obendrein nehme ich an, dass kaum eine christliche Nationen den 23. Dezember als Nationalfeiertag hat.
Weiter recherchiert. Ja, ist auch so.

Der 24. Dezember gleich danach ist übrigens nicht der Nationalfeiertag des Vatikans. Nein, der Kirchenstaat feiert immer den Beginn des Pontifikats des amtierenden Papstes als Nationalfeiertag. Insofern könnte es der 23. Dezember nochmal schaffen.
Meine Recherche hat mir allerdings auch gezeigt, dass der 21. Dezember der internationale Tag des Orgasmus ist. Ich weiß nicht, ob man da frei kriegt. Und ob der überall begangen wird.
Sollte er aber. Die Leute wären - gerade so kurz vor Weihnachten - sicherlich ein bisschen entspannter.

Um ständig frei zu haben, könnte man ja natürlich auch religiöse Feiertage dazu nehmen. Oder auch ideologische. Ich weiß allerdings nicht, wie glaubhaft man dann ist, als hindu-christlicher-jüdischer-moslemischer Buddhist und überzeugter Bahai, der sich selbst als einen faschistisch-liberalen Marxist bezeichnet und mit 150 Pässen in der Tasche herum rennt.
Und das alles während man einerseits ständig jemanden sucht, mit dem er den Internationalen Tag des Orgasmus feiern kann, andererseits aber jeden zweiten Tag gar nichts tut, weil einem das entweder seine Nation oder seine Religion oder sein Vibraphon verbietet.

Obendrein gibt es ja dann noch so seltsame andere Tage.
Da feiert man nicht, aber es sind auch keine normalen Tage, an denen man einfach so einen Auffahrunfall verursacht, Nudeln kocht oder seine Kreditkarte verlängert.
Der erste Mai etwa.
Oder der 9. November. Den nennt man ja den „Schicksalstag der Deutschen“ und das nicht, weil an dem Tag Hedy Lamarr - die österreichische Erfinderin und Schauspielerin - Geburtstag hatte.
Nein.
Und es hat auch niemand frei. Dafür werden Reden gehalten.
Dafür wird an dem Tag alle paar Jahrzehnte entweder ein neues Staatswesen begründet, ein altes abgeschafft, oder man brennt in Deutschland und Österreich ein paar Gotteshäuser nieder und beginnt damit seine Nachbarn umzubringen.

Und warum? Weil es der 313. Tag des Jahres ist?
Und weil 313 bekanntlich die Autonummer von Donald Duck ist?
Sicher nicht.

Aber dass ich jetzt Donald Duck mit dem 9. November und Hedy Lamarr zusammen recherchiert habe, freut mich dann schon.
Das muss ich feiern.

Und dazu gibt es ja sichtlich immer einen Grund.

___


groebner live:

Die heißen Neuigkeiten, hab ich schon verbreitet, aber ich wiederhole sie einfach nochmal und nochmal und nochmal.
Solange bis sie keine Neuigkeiten sind, sondern Altigkeiten:
Mein Programm „ICH BIN DAS VOLK!“ wurde gerade mit dem
„Österreichischen Kabarettpreis 2026“ ausgezeichnet, was mich natürlich sehr freut.
Aber ich freu mich für alle anderen Ausgezeichneten ebenso.
Wir waren - unter sehr viele anderen - sogar in den
Hauptabendnachrichten des ORF.
G’schamster Diener.

Wann und wo man das im wahrsten Sinn des Wortes „ausgezeichnete“ Programm sehen kann, erfährt der interessierte Mitmensch
hier.
Zum Beispiel:

24.10.
München Schlachthof
25.10.
Merkendorf Steingruberhaus

3.-5.11.
Wien Theater Drachengasse
6.11.
Kaisheim Kleinkunstbrauerei Thaddäus
7.11. F
rankfurt/Heddernheim Habel-Elf
10.11.
Linz Posthof
13.& 14.11.
München Lach&Schiess im TamS
19.11.
Wolkersdorf BaBü

Und meinen Jahresrückblick gibt es auch wieder:
27.11. in Offenbach im Filmklubb

Und mein
neues Buch ist jetzt auch endlich heraussen.
Es heißt wie das Programm
„ICH BIN DAS VOLK!“
Denn das ist ja ein Manifest, also muss man das auch in der Hand halten können, sonst wäre es Maniflux (kleiner Witz für Lateiner)
Am 30.10. gibt es in Frankfurt die Buchpräsentation. Natürlich im
Buch&Wein

Da freu ich mich schon sehr.
Was die Presse über das Programm „Ich bin das Volk!“ schreibt, kann man und Frau und mensch übrigens
hier lesen.

groebner gesehen:
Über das demnächst ausgezeichnete Programm hat das Bayerische Fernsehen einen Bericht in der Abendschau gemacht.
Den kann man sich
hier anschauen.

groebner gehört:
Anläßlich des Kabarettpreises hat Ö1 den Beitrag über mich und mein Programm „Ich bin das Volk“ erneut in die Audiothek gestellt.
Kann man sich
hier anhören.

Auch zu hören:
Meine neue Single: „
Das Lied der neuen Zeit“ powered by monkey records. Die ist übrigens die Zugabe vom Programm.
Wem das gefällt, gefällt vielleicht auch mein Satire-Pop-Album
„Nicht mein Problem“.

Zwischendurch arbeite ich aber auch weiter für d
as „Ende der Welt“ auf Bayern 2 und in der ARD-Audiothek gibt es das zum nachhören.
Dort denke ich immer wieder über Sachen nach, zum Beispiel:
Was die
Menschen für Ihre Haustiere tun, wo man echte Freunde finden kann, oder was das Gletschereis alles so beherbergt. Oder eben nicht mehr.

groebner gefolgt:
Videos und Fotos und Zeug gibt’s auf
YouTube, auf Instagram oder auf Facebook zu sehen.

groebner gelesen:
Dem Falter hab ich übrigens ein
großes Interview gegeben. Und das kann man immer noch Nachlesen.
Und der Zeitung
„Die Presse“ auch.

——-

Der „Neue Glossenhauer“ ist ein Projekt der freiwilligen Selbstausbeutung.
Wer es dennoch materiell unterstützen will, hier wäre die Bankverbindung für Österreich:
Severin Groebner, Bawag, IBAN: AT39 6000 0000 7212 6709
Hier die jene für Deutschland:
Severin Groebner, Stadtsparkasse München, IBAN: DE51 7015 0000 0031 1293 64

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