NTM Nationaltheater Mannheim
von Henrik Ibsen | Deutsch von Hinrich Schmidt-Henkel | Luxuriöses Haus, schöne Kinder, glänzende Zukunft – ein (Alb-)Traum. Nora hat Freiheit gegen Status eingetauscht und lebt als hübsches Spielzeug ihres Gatten in einem Puppenhaus. Doch unter der glänzenden Oberfläche werden Risse sichtbar: patriarchale Strukturen, Abhängigkeiten und Kreditbetrug bringen das Fundament ins Wanken. Regisseurin Julia Gudi überschreibt Henrik Ibsens berühmtes Drama aus heutiger Perspektive und nimmt es in ihrer Abschlussarbeit an der HfMDK Frankfurt zum Ausgangspunkt für eine gegenwärtige Systemkritik. Aus dem Ehedrama wird ein Stück über Klasse, Geld und Selbstinszenierung. Vier Figuren ringen um Status und Wohlstand und um die Frage, was Schein und was Sein ist. Mit einer Ästhetik zwischen 80er/90er-Jahre-Pop, Sitcom und Body Horror untersucht die Inszenierung, wie Weiblichkeit hergestellt und performt wird. Die »Blondification« und das Unheimliche des Uncanny Valley treffen auf ein Puppenhaus, das zunehmend zum Haunted House wird. Eine Live-Cam wird zur Beobachterin, zum Spiegel gelingender oder scheiternder Selbstinszenierung im Blick der anderen. Wer inszeniert hier eigentlich wen? |
Details | Regie: Julia Gudi Video: Laura Krabes Bühne & Kostüm: Carolin Wirth Licht: Ronny Bergmann Musik: Moritz Schauer Dramaturgie: Franziska Betz
Mit Nora Helmer: Shirin Ali Torvald Helmer: Fabian Dott Kristine Linde: Maria Munkert Krogstad: Barış Özbük
Weitere Termine Sa, 03.10.2026, 20.00 Uhr Mi, 21.10.2026, 20.00 Uhr Mi, 28.10.2026, 20.00 Uhr (Kurzeinführung um 19.30 Uhr) Weitere Termine folgen |
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