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Dichterhain, Bände 1 bis 4

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Dichterhain, Bände 5 bis 8

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Freitag, 16. Oktober 2026

Severin Groebners Neuer Gossenhauer #114 - Taubenweiße Einsichten

 
















Farbenfroh, damit wenigstens die Kolorierung gute Laune hat.
©Foto: Dominic Reichenbach / Artwork: Claus Piffl



Taubenweiße Einsichten

Kennt Ihr schon diesen Witz?

Treffen sich zwei Satiriker. Sagt der eine: „Mir fällt nichts mehr ein.“
Darauf der andere: „Aber geh, wie wärs, mach doch was mit dem amerikanischen Präsidenten, der geht immer.“
Wieder der erste: „Und was?“
Der Zweite: „Na ja, sagen wir, er kauft Diesel beim russischen Präsidenten, damit er die Verbraucherpreise in seinem eigenen Land runter kriegt, die er mit seinem Krieg gegen den erdölexportierenden Iran erst in die Höhe getrieben hat.“
Der erste beginnt langsam Feuer zu fangen: „Und dass, obwohl er im Wahlkampf das Ende der Kriege und niedrige Lebenshaltungskosten versprochen hat.“
Der zweite: „Und weil er… jetzt pass auf! Das wird geil!… weil er in Venezuela den Staatschef entführen hat lassen und den Krieg gegen den Iran angezettelt hat, erwartet er jetzt… was zu bekommen?“
Der Erste: „Eine Gratismitgliedschaft in der OPEC?“
Der Zweite: „Nein, den Friedensnobelpreis!“
Der Erste: „Jajajajaja.. genau! Den kriegt dafür aber eine …. sagen wir….äh… eine Richterin vom Internationalen Strafgerichtshof. Weswegen die USA daraufhin den Gerichtshof verklagen!“
Zweite: "Einen Gerichtshof verklagen?! Sehr super!! Aber damit nicht ist noch nicht Schluss. Der russische Präsident kauft mit dem Geld von den Amerikanern auch noch neue Drohnen für seinen Krieg gegen die Ukraine - und zwar von… na?“
Der Erste: „China?“
Der Zweite: „Nein, besser: dem Iran! So, dass die USA mit dem Kauf vom Diesel indirekt ihren eigenen Kriegsgegner finanzieren.“
Der Erste: „Hahahahahaha! Genau! Und dann sagt der amerikanische Präsident auch noch: ‚Die Ukraine bräuchte einen neuen Präsidenten!‘“
Der Zweite: „
Das kannst nicht machen. Das ist zu hart….hahaha!“

Dann greifen die beiden gut gelaunt zu ihren Smartphones und sehen, dass alles, was sie sich gerade Verrücktes ausgedacht haben, Realität geworden ist. Daraufhin heben sie die Blicke von ihren Telefonen, schauen einander an, stehen wortlos auf und… springen aus dem Fenster.

Landen aber - wie einst die kaiserlichen Beamten von der Prager Burg - nur auf einem Misthaufen. Genauer gesagt: Elektroschrott. Kullern davon gemütlich hinunter, überschlagen sich mehrmals und landen schließlich in einer Hüpfburg. Und zwar kurz vor dem Zeitpunkt als eine Gruppe französischer Schüler, die sich von den anstrengenden Protesten erholen wollen, sich auf die andere Seite der Hüpfburg wirft. Die beiden Satiriker werden dadurch soweit in die Luft geschleudert, dass sie kurz an der Stratosphäre kratzen und sogar einen schönen Blick über das Hurrikan- & Wettergeschehen im Golf von Mexiko… äh… Amerika…äh… Golf von Kuba haben.

Daraufhin verlieren sie wieder an Höhe. Und noch mehr. Und mehr. Und mehr.
Die Erde hat sich unter ihnen weiter gedreht und sie landen - Plumps! Plumps! - direkt auf zwei Drohnen.
Auf denen steht „From Russia with Love“, und sie steuern direkt auf das ohnehin schon brennende Kyiv zu. Man sieht wie Menschen verzweifelt davon rennen. Die Satiriker schauen einander an. Da fragt der erste den zweiten:
„Liegt das an uns? Oder an den Drohnen?“
Darauf der zweite: „Vielleicht ist es einfach Comedy-Publikum?“

Doch kurz bevor sie einschlagen, werden sie von einem Vogel gepackt und weg vom Kriegsgeschehen gen Westen getragen.
Sagt der erste Satiriker zum Vogel: „Wer bist denn Du?“
Darauf der Zweite: „Das siehst Du doch, das ist der heilige Geist!“
Der Erste: „Der heilige Geist ist eine weiße Taube, die in Rom wohnt. Dieses Federvieh aber ist…“
„…kohlrabenschwarz!“, sagt darauf der Vogel.
„Aha!“, sagt darauf der Zweite, „Wahrscheinlich eine Taube aus einem dieser extrem umweltfreundlichen Kohlekraftwerke!“
„Vielleicht“, meint der erste „ist es aber auch ein schwarzer Schwan, der nach diesem extrem trockenen Sommer auf der verzweifelter Suche nach Nahrung ist!“
„Oder es ist ein Papagei aus einem CO2-Speicher. Deshalb ist er so schwarz.“
„Ich bin ein Rabe!“ sagt darauf der Vogel.
„Wie hätten wir denn darauf kommen sollen?“, sagt der eine der beiden Satiriker.
„Genau! Zu naheliegend.“, darauf der andere.
„Oder sogar zu nahe-fliegend!“, sagt der andere und kichert über diesen sehr guten Wortwitz.
„Obwohl das hier schon eine Fernflugreise ist. Hihihi!“
„Aber keine Gern-Flug-Reise! Höhöhö!“
Die Satiriker haben sichtlich ihre gute Laune
wie im Flug wieder gefunden.

„Ruhe!“, sagt der Rabe plötzlich scharf „wir fliegen jetzt nach Deutschland und dort stimmt ihr zwei für den ‚Vogel des Jahres‘ beim NABU ab… und zwar für mich. Sonst gewinnt wieder wer anderer.“
„Wer denn?“
„Der Trauerschnäpper vielleicht“, versetzt der Rabe mit Melancholie in der Stimme.
„Ist der in der CDU?“, meint einer der beiden Satiriker ironisch.
„Oder die Mehlschwalbe!“, krächzt der Vogel verächtlich.
„Bei den steigenden Getreidepreisen? Könnte sein.“, witzelt der andere.
„Vielleicht sogar die Wasseramsel!“, flucht der Rabe mehr als er spricht.
„Ist das so eine kleine Dürre?“ - „Der war gut! Hühühü!“
„Oder am Ende…“, der Rabe fliegt ein steile Kurve nach unten, „der Kranich, diese Trottellumme!“
„Ist der nicht bei der Lufthansa?“ - „Nein, der arbeitet für einen gewissen Ibikus!“ - „So oder so: Eine schillernde Existenz!“ - „Wow, das ist aber die ganz spitze… Feder!“ - „Hehehehehe!“ - „Harharhar!“
Zwischen den Satirikern fliegen die Pointen nur so hin und her.

„Ruhe!“, faucht der Rabe scharf, „ich gewinne den Vogel des Jahres! Ich bin nominiert, und ich hab es verdient. Nach Jahrhunderten des schlechten Leumunds fordere ich jetzt mal Gerechtigkeit!“
„Vielleicht sogar“, flüstert der eine Satiriker dem anderen ins Ohr, „GerechtICHkeit.“
Der Rabe hat das aber nicht gehört und fährt fort:
„Schluss mit ‚Rabenvater‘ und ‚Rabenmutter‘! Ich kümmere mich sehr liebevoll um meinen Nachwuchs! Ich will nichts mehr hören vom ‚Aasfresser‘, wer lässt denn die ganzen Kadaver herumliegen? Obendrein bin ich intelligent und kann sprechen…“
„Naja. Die Kombination ist nicht immer von Vorteil in dieser Welt.“, sagt der eine Satiriker.
„Und noch dazu in Zeiten von anwachsendem Rassismus… dieses schwarze Federkleid… sagen wir mal: ungünstig“, darauf der andere.
„Für Deine Chancen seh’ ich - ehrlich gesagt - schwarz… kohlrabenschwarz.“
„Ja, Du bist einfach ein Unglücksrabe!“
Die beiden lachen voll Begeisterung über ihre Pointen.

Der Rabe jedoch seufzt nur:
„Ihr seid einfach zwei Idioten.“, öffnet seine Krallen und lässt die beiden Spieß… äh… Spaßgesellen fallen.

Und so stürzen die beiden zu Boden und landen - Platsch! Platsch! - in der Donau. Bei Wien.
Dort schwimmen sie ans Ufer, und gerade als sie dieses erreichen, sagt der eine Satiriker zum anderen:
„Weißt Du, was mir gerade eingefallen ist? Der US-Präsident könnte doch noch einen Ozean nach sich benennen wollen.“
„Ja! Hahaha!“, sagt der andere „Das ist wirklich gut! Das ist völlig gaga.“

„Ich muss Euch enttäuschen…“, sage ich zu den beiden Kollegen, während ich sie aus dem Wasser ziehe und unergründlich mit grünem Veltliner und Sachertorte trocken reibe, „das hat er tatsächlich gerade vorgeschlagen.“
Dann herrscht Stille.
Danach der erste: „Ich sag ja: Mir fällt nichts mehr ein.“
Dann der zweite: „Ich stimme… für den Raben.“

——

groebner live:

Die heißen Neuigkeiten, hab ich schon verbreitet, aber ich wiederhole sie einfach nochmal und nochmal und nochmal.
Solange bis sie keine Neuigkeiten sind, sondern Altigkeiten:
Mein Programm „ICH BIN DAS VOLK!“ wird mit dem
„Österreichischen Kabarettpreis 2026“ ausgezeichnet, was mich natürlich sehr freut.
Aber ich freu mich für alle anderen Ausgezeichneten ebenso.

Wann und wo man das im wahrsten Sinn des Wortes „ausgezeichnete“ Programm sehen kann, erfährt der interessierte Mitmensch
hier.
Zum Beispiel:

23.10.
Oberhaching Bibliotheksaal
24.10.
München Schlachthof
25.10.
Merkendorf Steingruberhaus

3.-5.11.
Wien Theater Drachengasse
6.11.
Kaisheim Kleinkunstbrauerei Thaddäus
7.11. F
rankfurt/Heddernheim Habel-Elf
10.11.
Linz Posthof
13.& 14.11.
München Lach&Schiess im TamS
19.11.
Wolkersdorf BaBü

Und meinen Jahresrückblick gibt es auch wieder:
27.11. in Offenbach im Filmklubb

Und mein neues Buch stelle ich auch vor. Es heißt wie das Programm „ICH BIN DAS VOLK!“
Denn das ist ja ein Manifest, also muss man das auch in der Hand halten können, sonst wäre es Maniflux (kleiner Witz für Lateiner)

Und das Werk wird  am 21.10. in Wien in der
Buchhandlung Analog das Licht der Welt erblicken
Die Wiedergeburt folgt dann am 30.10. in Frankfurt. Natürlich im
Buch&Wein

Da freu ich mich schon sehr.
Was die Presse über das Programm „Ich bin das Volk!“ schreibt, kann man und Frau und mensch übrigens
hier lesen.

groebner gesehen:
Über das demnächst ausgezeichnete Programm hat das Bayerische Fernsehen einen Bericht in der Abendschau gemacht.
Den kann man sich
hier anschauen.

groebner gehört:
Anläßlich des Kabarettpreises hat Ö1 den Beitrag über mich und mein Programm „Ich bin das Volk“ erneut in die Audiothek gestellt.
Kann man sich
hier anhören.

Auch zu hören:
Meine neue Single: „
Das Lied der neuen Zeit“ powered by monkey records. Die ist übrigens die Zugabe vom Programm.
Wem das gefällt, gefällt vielleicht auch mein Satire-Pop-Album
„Nicht mein Problem“.

Zwischendurch arbeite ich aber auch weiter für d
as „Ende der Welt“ auf Bayern 2 und in der ARD-Audiothek gibt es das zum nachhören.
Dort denke ich immer wieder über Sachen nach, zum Beispiel:
Was die
Menschen für Ihre Haustiere tun, wo man echte Freunde finden kann, oder was das Gletschereis alles so beherbergt. Oder eben nicht mehr.

groebner gefolgt:
Videos und Fotos und Zeug gibt’s auf
YouTube, auf Instagram oder auf Facebook zu sehen.

groebner gelesen:
Dem Falter hab ich übrigens ein
großes Interview gegeben. Und das kann man immer noch Nachlesen.
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Der „Neue Glossenhauer“ ist ein Projekt der freiwilligen Selbstausbeutung.
Wer es dennoch materiell unterstützen will, hier wäre die Bankverbindung für Österreich:
Severin Groebner, Bawag, IBAN: AT39 6000 0000 7212 6709
Hier die jene für Deutschland:
Severin Groebner, Stadtsparkasse München, IBAN: DE51 7015 0000 0031 1293 64